Werbeblocker für Firefox?

  • Version
    38.1

    Hallo,


    Gibt es eine Möglichkeit, Werbung zu blockieren?

    Die Addons die ich im Appstore gefunden habe, funktionieren offenbar nur mit Safari.

    Für WLAN könnte ich zwar den DNS-Server von AdGuard eintragen, aber der funktioniert nicht mit mobilen Daten.

    Da ich zu Hause nur einen Windows- und Linux-PC habe, auf dem unter beiden Systemen Firefox läuft, währe es gut, wenn ich auch unter iOS Firefox verwenden könnte, da dann das Synchronisieren plattformübergreifend funktioniert. Außerdem gefällt mir der mobile Firefox ausgesprochen gut :)

  • Das Zitat in Beitrag #2 bringt es bereits auf den Punkt. Wer sich für iOS entscheidet, entscheidet sich für maximale Einschränkungen. Andere Browser-Engines sind verboten und Add-ons sind in anderen Browsern nicht möglich, obwohl es ja gerade durch den Engine-Zwang überhaupt keinen technischen Grund dagegen geben kann. Bis vor einem Jahr war es nicht einmal möglich, einen anderen Standard-Browser als Safari zu verwenden und noch früher war es sogar so, dass alle anderen Browser gezwungen waren, eine langsamere Version der Browser-Engine zu verwenden, so dass Safari zwangsläufig schneller als alle anderen Browser war. Immerhin diese zwei Einschränkungen sind mittlerweile gefallen.

  • Einen Werbeblocker, der Werbung wirklich komplett blockiert, sicher nicht. Über Operas Motive kann ich nicht sprechen, hinter Opera steht halt eine chinesische Investorengruppe. Mozilla im Gegensatz dazu als Not-for-Profit-Organisation steht für Datenschutz und den Schutz des offenen Web. Beide Browserhersteller verfolgen also andere Ziele.


    Zu einem offenen Web, für welches Mozilla wie niemand sonst steht, gehört es ganz klar auch, die Wirtschaftlichkeit des Webs zu respektieren, denn wenn im Web kein Geld mehr verdient werden kann, werden immer mehr Inhalte, die bislang kostenlos waren, hinter sogenannten Paywalls verschwinden und damit das offene Web nachhaltig beschädigen. Es gibt bereits einen alarmierenden Trend in diese Richtung. Server, Büros, Redakteure, Technik - all das kostet Geld. Und entweder bezahlt man als Nutzer für den Konsum mit Geld oder die Websites müssen auf andere Weise Geld verdienen können - und das bedeutet üblicherweise eben Werbung. Darüber sollte jeder nachdenken, der gerne kostenlos Inhalte konsumiert.


    Werbung ist also nichts per se Schlechtes. Als schlecht kann man es natürlich betrachten, wenn es eine Website mit Werbung übertreibt oder wenn man negativ gegenüber zielgerichteter Werbung eingestellt ist und man lieber beliebige Werbung sehen würde, weil dafür sogenanntes Tracking stattfinden muss. Und da sind wir im Bereich Datenschutz, für den Mozilla wie gesagt auch steht. Mozillas Datenschutzmaßnahmen blockieren bereits viel Werbung, die Tracking nutzt. Sprich als Firefox-Nutzer sollte man idealerweise so oder so nur Werbung sehen, welche nicht in Widerspruch zum Datenschutz-Interesse der Nutzer steht.

  • Nunja, Du gehst davon aus, dass jeder gerne kostenlos Inhalte nutzen möchte.

    Das gilt aber sicherlich nicht für alle. Ich zahle z.B. gerne für qualitativ gute Inhalte einen angemessenen Betrag (vergleichbar mit Netflix statt RTL). Klasse statt Masse.

    Außerdem wiederspricht Deine These eurem Statement, dass der Nutzer selber über die konsumierten Inhalte entscheiden sollte.


    Google hat das Dilemma in Chrome ganz gut gelöst - wie ich finde, und blendet nur "übetriebene" Werbung aus. Und da Mozilla ja ein Non-Profit-Unternehmen ist, könnte man diese Lösung auch umsetzen, ohne dafür Geld von Werbefirmen einzustreichen ;)


    PS: Ich habe mich bewusst für ein iPhone und gegen Google (nebst Android) entschieden, um soweit wie möglich von der Werberei verschon zu werden. Als Suchmaschine nutze ich Qwant. Und mit Firefox steht mir dabei ein guter Partner zur Seite...

    2 Mal editiert, zuletzt von Neana ()

  • Und mit Firefox steht mir dabei ein guter Partner zur Seite...

    Wenn NoScript im Einsatz ist, braucht es keinen wirklich eigenständigen AdBlocker mehr, da bereits NoScript fast alles unterbindet.


    Werbung ist also nichts per se Schlechtes. Als schlecht kann man es natürlich betrachten, wenn es eine Website mit Werbung übertreibt oder wenn man negativ gegenüber zielgerichteter Werbung eingestellt ist und man lieber beliebige Werbung sehen würde, weil dafür sogenanntes Tracking stattfinden muss. Und da sind wir im Bereich Datenschutz, für den Mozilla wie gesagt auch steht. Mozillas Datenschutzmaßnahmen blockieren bereits viel Werbung, die Tracking nutzt. Sprich als Firefox-Nutzer sollte man idealerweise so oder so nur Werbung sehen, welche nicht in Widerspruch zum Datenschutz-Interesse der Nutzer steht.

    Das Problem, wie bei allem, ist der Mißbrauch, hier der Datenmißbrauch; und wer bereits gelernt hat, daß andere eben nicht immer hinreichend sorgsam mit personen-bezogenen Daten anderer Leute umgehen, wird eher mehr Werbung, bspw., blockieren, als zulassen.


    Erhobene personen-bezogene Daten sind im Unionsrecht zweckgebunden zu verwenden und dürfen bspw. vom Staat ohne aktive Einwilligung der betroffenen Person nicht an Wirtschaftsteilnehmer übertragen werden; siehe die DSGVO und die Auslegungen des EuGH dazu, bspw. C-439/19.


    In der Rechtssache C-439/19

    CURIA - Documents


    Zitat

    3. Die Bestimmungen der Verordnung (EU) 2016/679, insbesondere ihr Art. 5 Abs. 1, ihr Art. 6 Abs. 1 Buchst. e und ihr Art. 10, sind dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung entgegenstehen, die es der mit dem Register, in das die gegen Fahrzeugführer wegen Verkehrsverstößen verhängten Strafpunkte eingetragen werden, betrauten öffentlichen Einrichtung erlaubt, diese Daten Wirtschaftsteilnehmern zur Weiterverwendung zu übermitteln

  • wiederspricht Deine These eurem Statement

    Hallo :)


    Du weißt aber schon, dass dies ein privates und inoffizielles Forum ist und Sören Hentzschel nicht für Mozilla, sondern für sich selbst spricht?

    Wenn NoScript im Einsatz ist

    Du hast aber schon gesehen, in welchem Bereich wir hier sind, und diesen Thread vollständig gelesen, z.B. #2 und #5? Bitte erkläre uns, wie wir NoScript in Fx für iOS installieren können. TIA.


    Gruß Ingo

  • Das Zitat in Beitrag #2 bringt es bereits auf den Punkt. Wer sich für iOS entscheidet, entscheidet sich für maximale Einschränkungen. Andere Browser-Engines sind verboten und Add-ons sind in anderen Browsern nicht möglich, obwohl es ja gerade durch den Engine-Zwang überhaupt keinen technischen Grund dagegen geben kann. Bis vor einem Jahr war es nicht einmal möglich, einen anderen Standard-Browser als Safari zu verwenden und noch früher war es sogar so, dass alle anderen Browser gezwungen waren, eine langsamere Version der Browser-Engine zu verwenden, so dass Safari zwangsläufig schneller als alle anderen Browser war. Immerhin diese zwei Einschränkungen sind mittlerweile gefallen.


    Nunja, dann zeige doch mal bessere Alternativen auf? iOS hat durch gewisse Einschränkungen zwar Nachteile, aber auch gewisse Vorteile. Die Alternative währe halt Android, das einer großen Datensammelwut unterliegt, und dagegen kann auch Mozilla nur sehr eingeschränkt etwas unternehmen. Zudem ist ein iPhone wesentlich nachhaltiger, da es lange Zeit mit Updates versorgt wird. Von der Sicherheit ganz zu schweigen... Klar könnte man sich auch irgendein Linux auf ein altes Handy frickeln, aber wer will das schon.


    Schlimmer als Google: Welche Daten alternative Android-Hersteller sammeln
    Forscher haben Smartphones von Firmen wie Samsung, Xiaomi und Huawei untersucht. Sie übermitteln umfangreiche Telemetriedaten, was sich nicht abstellen lässt.
    www.heise.de

  • Die Alternative währe halt Android, das einer großen Datensammelwut unterliegt,

    Es gibt Alternativen auch innerhalb Android. Z.B. bietet LineageOS Images für viele Geräte an, LineageOS funktioniert komplett ohne Google Dienste, Apps kann man von f-droid.org downloaden, oder Anonym via dem Aurora Store auch vom Google Play Store downloaden und installieren. Man muss aber immer davon ausgehen, dass es Apps gibt, die ohne installierte Google Dienste NICHT funktionieren.


    Weiters gibt es die /e/ Foundation und viele andere die ein Android ohne Google Dienste anbieten.

  • Du hast deine Antworten erhalten. Anderweitige Diskussionen und Baustellen von anderen Herstellern dürften sowas von uninteressant sein. Ich hätte fast noch Adguard (Pro) ins Rennen geworfen, aber das kann auch nur Safari, iG zu Adguard Premium unter Android, welches systemweit wirkt. iOS mag seine Vorteile haben, aber genau so beschränkt (s.o.) ist es auch.

    Android, das einer großen Datensammelwut

    Dann hast du den von dir verlinkten Artikel nicht richtig gelesen. Ein nacktes Android von Google unterliegt etlichen Ansprüchen, was du verlinkt hast, ist ein Artikel über die Datensammlung der jeweilige Hersteller mit eigenen Apps, es steht auch klar "Schlimmer als Google", ein Zitat daraus:

    Zitat

    Da Samsung etwa den Analytics-Dienst von Google in seinen Apps verwendet

    Samsung App, nicht Google-App. Aber was will man als Verständnis erwarten, wenn schon so pauschal über den Kamm geschoren wird.

    Hier sollte etwas stehen, aber ich befürchte, du könntest es nicht ertragen. Daher ist dein Einfallsreichtum gefragt, überrasche mich.

  • WiSo Das ist dann aber mit ziemlich viel Frickelei verbunden - nehme ich an. Und ob die Apps aus dem f-droid- Store so sicher sind, bezweifle ich auch. Eine Alternative währen noch Fairphone und Shiftphone, da überlege ich schon.. ;)

    iOS ist halt ein Kompromiss aus (Daten-)Sicherheit und Komfort.

  • Du weißt, dass Sören Hentzschel selbst macOS und iOS verwendet?

    Nein. Und ich wusste auch nicht, dass er kein Mozilla-Mitarbeiter ist - um die weiter oben aufgeführte Frage zu beantworten :)

    Ich werd jetzt für WLAN bzw. zu Hause den DNS-Server von AdGuard in iOS eintragen, dann hab ich wenigstens hier Ruhe vor dem Krach ^^ Vielleicht ergibt sich ja noch irgendwas für mobile Daten...

    Danke euch bis hierhin :)

  • Moin zusammen,


    ich habe selbst unter iOS den Firefox Klar installiert, welcher z. B. in Safari als Blocker aktiviert werden kann. Dazu muß sowohl in Firefox Klar als auch in Safari die Funktion aktiviert werden. Dann benutzt Safari den Firefox Klar als Content-Blocker-Engine. Bei Firefox Klar heißt die Option Safari-Integration und bei Safari heißt die Option Inhaltsblocker, dort muß Firefox Klar ausgewählt werden. Leider kann man das bei Firefox nicht einstellen, d. h. es funktioniert nur mit Safari.

    Aloha, Uli

    Seit 102.0 wieder mit dem jeweils neuesten 64bit-Fx von tete009 unterwegs.

  • Nunja, Du gehst davon aus, dass jeder gerne kostenlos Inhalte nutzen möchte.


    Nein, davon gehe ich nicht aus. Tatsache ist aber trotzdem, dass nur die wenigsten Menschen bereit sind, für Content zu bezahlen und Dienstleister dann eben auf andere Einnahmequellen angewiesen sind, völlig unabhängig davon, ob du als Einzelperson bereit wärst, etwas zu bezahlen. Abgesehen davon wäre es ja auch überhaupt nicht erstrebenswert, dass alles bezahlt werden muss, das Web soll ja zum größten Teil offen für alle bleiben.


    Außerdem wiederspricht Deine These eurem Statement, dass der Nutzer selber über die konsumierten Inhalte entscheiden sollte.


    Dass "euer" hier falsch ist, da jeder hier nur für sich selbst spricht, wurde ja schon geklärt. Aber unabhängig davon kann ich auch den angeblichen Widerspruch nicht entdecken. In meiner Aussage geht es lediglich darum, dass die Wirtschaftlichkeit des Webs gewährleistet bleiben muss, damit ein offenes Web funktioniert. Das widerspricht keiner Aussage von Mozilla, ganz im Gegenteil. Mozilla hat sogar mal explizit Prinzipien für Content-Blocker formuliert, die genau das unterstreichen, was ich in meinem Beitrag gesagt habe:


    Mozilla formuliert Prinzipien für Content-Blocker (Kommentar)
    Werbeblocker gehören zu den umstrittensten Erweiterungen für Browser. Mozilla hat nun Richtlinien für faire Content-Blocker formuliert.
    www.soeren-hentzschel.at


    Google hat das Dilemma in Chrome ganz gut gelöst - wie ich finde, und blendet nur "übetriebene" Werbung aus.


    Klar hat Google das gut gelöst, vor allem wenn du es mal von einer nicht ganz unwichtigen Seite betrachtest: Google ist nicht nur der Entwickler von Chrome, sondern gleichzeitig der mit Abstand größte Werbedienstleister der Welt, bestehend aus diversen Werbenetzwerken, die alle Google gehören. Und ausgerechnet Google bestimmt nun, welche Werbung akzeptabel ist und welche nicht. Überraschung, sämtliche Werbung von Google-Unternehmen ist akzeptabel, ausgeschlossen werden nur Anzeigen anderer Anbieter. Wenn auch andere Anbieter nicht komplett ausgeschlossen werden, damit man sich nicht vorwerfen lassen kann, nur noch eigene Werbung anzuzeigen. Aber Fakt ist, dass Google mit diesem Feature in erster Linie seine eigene Dominanz am Werbemarkt noch weiter gestärkt hat.


    Und da Mozilla ja ein Non-Profit-Unternehmen ist, könnte man diese Lösung auch umsetzen, ohne dafür Geld von Werbefirmen einzustreichen ;)


    Ich habe keine Ahnung, was du damit meinst. Mal davon abgesehen, dass Mozilla kein Geld dadurch einnimmt, dass sie selbst Werbung schalten würden, sondern zu 90 Prozent damit, dass sie Suchmaschinen mit Firefox ausliefern, der kleine Rest kommt überwiegend durch eigene kommerzielle Produkte (Pocket Premium, Mozilla VPN) und Spenden, ist es nicht Mozillas Aufgabe, eine bessere Lösung für Werbung umzusetzen. Mozillas Fokus liegt wie gesagt auf der Erhaltung des offenen Webs und dem Datenschutz. Entsprechend wird nicht datenschutzfreundliche Werbung als natürlicher Seiteneffekt des Tracking-Schutzes auch deaktiviert. Und damit trägt Mozilla auch seinen Teil zur Veränderung des Werbemarktes bei. Aber es ist schlicht und ergreifend nicht Mozillas Interesse, Werbung abzuschaffen, denn das würde dem offenen Web schaden.


    Ich habe mich bewusst für ein iPhone und gegen Google (nebst Android) entschieden, um soweit wie möglich von der Werberei verschon zu werden.


    Dann hast du dich wohl nicht gut entschieden, denn Android bietet dir für die Erreichung dieses Ziel viel mehr Möglichkeiten als iOS. Dein Thread ist ja das beste Beispiel, weil es aufzeigt, welche Grenzen Apple dir hier setzt, die es bei Google nicht gibt.


    Und mit Firefox steht mir dabei ein guter Partner zur Seite...


    Klar, soweit Apple es eben zulässt. Und Add-ons zum Blockieren sämtlicher Werbung erlaubt dir Apple als Firefox-Nutzer nicht, da kann Mozilla gar nichts gegen tun.


    Erhobene personen-bezogene Daten sind im Unionsrecht zweckgebunden zu verwenden und dürfen bspw. vom Staat ohne aktive Einwilligung der betroffenen Person nicht an Wirtschaftsteilnehmer übertragen werden; siehe die DSGVO und die Auslegungen des EuGH dazu, bspw. C-439/19.


    Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst, da ich keinen Zusammenhang zu irgendetwas anderem erkennen kann, was ich geschrieben habe. Aber mit der DSGVO kenne ich mich ziemlich gut aus und die verbietet weder Werbung noch die Personalisierung derer.


    Nunja, dann zeige doch mal bessere Alternativen auf?


    Android hat nicht eine einzige der von mir erwähnten und von dir zitierten Einschränkungen und auch zu keinem Zeitpunkt in der Vergangenheit jemals gehabt.


    iOS hat durch gewisse Einschränkungen zwar Nachteile, aber auch gewisse Vorteile.


    Die Vorteile hat in erster Linie Apple, nicht der Nutzer. Für den Nutzer ist alles, was ich erwähnte, ausschließlich eine Einschränkung, die es dem Nutzer nicht ermöglicht, seine Interessen bestmöglich zu vertreten. Dass iOS auch irgendwelche Vorteile hat, mag sein, aber das hat dann nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe. An den Punkten, die ich genannt habe, kann ich nichts erkennen, was positiv auslegbar wäre.


    Die Alternative währe halt Android, das einer großen Datensammelwut unterliegt, und dagegen kann auch Mozilla nur sehr eingeschränkt etwas unternehmen.


    Du kannst auch in Android so ziemlich alles an Datenübertragung abschalten, was dir nicht passt. Du bist nicht einmal auf den Play Store angewiesen und kannst dir Apps entweder aus anderen Stores laden oder direkt vom Hersteller - auf iOS völlig undenkbar. Und ja, auch Mozilla bietet Firefox für Android zum direkten Download an, ohne dass man den Google Play Store oder einen anderen Drittanbieter dafür benötigt.


    Zudem ist ein iPhone wesentlich nachhaltiger, da es lange Zeit mit Updates versorgt wird.


    Auch bei Android bekommst du mehrere Jahre lang Updates, wenn du ein Gerät aus einem vergleichbaren Preis-Segment kaufst. Bei OnePlus sind es drei Jahre lang Major-Updates und vier Jahre lang Sicherheits-Updates - das mag vielleicht schon weniger als beim iPhone sein, ist tatsächlich aber bereits deutlich über der durchschnittlichen Nutzungsdauer eines Smartphones von Otto Normal. Und die Dauer wird bald sowieso nochmal ansteigen, da die EU bekanntermaßen eine Updatepflicht für fünf Jahre durchsetzen will, für Tablets sogar sechs Jahre. Das Nachhaltigkeits-Argument ist also ziemlich an den Haaren herbei gezogen, vor allem wenn du von "wesentlich" sprichst.


    Von der Sicherheit ganz zu schweigen...


    Ja, von der Sicherheit ganz zu schweigen! Dir ist offensichtlich entgangen, dass Apple hier gerade massiv in der Kritik steht, weil sie Meldungen von Sicherheitsforschern über existierende Sicherheitslücken in iOS nicht ernst nehmen und die Sicherheitslücken über viele Monate offen lassen oder gar nicht erst beheben. Werden Sicherheitslücken in iOS behoben, "vergisst" Apple auch gerne mal die Anerkennung des jeweiligen Sicherheitsforschers oder überhaupt die Existenz der Sicherheitslücke nach außen zu kommunizieren. Auch die Kommunikation mit Sicherheitsforschern funktioniert praktisch gar nicht. Und hier sprechen wir von keinem Einzelfall. Apples Bug Bounty-Programm für iOS ist eine einzige Katastrophe. Und der Umgang mit Sicherheitslücken ist mit der wichtigste Aspekt überhaupt, wenn es um Sicherheit geht. Denn Sicherheitslücken lassen sich nicht komplett vermeiden. Umso entscheidender ist der Umgang damit.


    Klar könnte man sich auch irgendein Linux auf ein altes Handy frickeln, aber wer will das schon.


    Linux ist ein ziemlich weiter Begriff. Android beispielsweise hat auch einen Linux-Kernel. Und ein beliebiges System bekommst du überhaupt nicht auf ein Smartphone, ohne dass die Hälfte nicht funktioniert. Das wird zwangsläufig an den Treibern scheitern.


    Du weißt, dass Sören Hentzschel selbst macOS und iOS verwendet?


    Das ist zu 50 Prozent richtig. Ich bin macOS-Nutzer aus großer Überzeugung, und aus einer nicht weniger großen Überzeugung, die durchaus auf einer intensiven Befassung mit dem Thema basiert, da ich mich mit Smartphones ähnlich intensiv beschäftige wie mit Mozilla, nutze ich kein iOS. Am Smartphone nutze ich aussschließlich Android.


    Exakt deswegen habe ich mich auch für iOS und gegen Android entschieden.


    Das habe ich dir ja die Tage erst in einem anderen Thread ausführlich erklärt, wieso deine Entscheidung, was den Punkt Sicherheit betrifft, auf Irrtümern über iOS basiert. Und mehr Komfort ist auch Quatsch. Beide Systeme sind komfortabel bedienbar. Aber wenn man hier eine Entscheidung treffen müsste, könnte ich da problemlos Beispiele nennen, die dem widersprechen. Das lasse ich aber, weil's für mich gar nicht darum geht, dass ein System grundsätzlich besser als das andere wäre.


    In erster Linie ist es tatsächlich nicht mehr als eine ganz banale individuelle Geschmacksfrage, ob einem Android oder iOS besser gefällt. Sicherheit ist besprochen (und für viele Menschen - leider - sowieso nicht ausschlaggebend), Updates gibt es für die allermeisten Menschen mehr als ausreichend lange, mit den Features dürften auch die allermeisten Menschen bei beiden Systemen zufrieden sein, wobei hier der Vorteil natürlich ganz klar bei Android liegt, ebenso beim für Smartphones für viele Menschen so wichtigen Thema der Kamera. Die Bedienung ist auch sehr ähnlich, die Leistung in dem Preis-Segment sowieso ausreichend. Der Preis, der sicher auch für viele Menschen entscheidend ist, wenn sie sich für ein Android-Smartphone entscheiden, welches weniger als 800 Euro kostet, nimmt iOS ja schon automatisch aus der Wahl, darum lasse ich den Punkt mal außen vor. Und so bleibt am Ende tatsächlich nicht viel mehr mehr als die Geschmacksfrage übrig - oder natürlich das Zusammenspiel mit anderen Produkten im Ökosystem des jeweiligen Herstellers, bei Apple also beispielsweise macOS und die Apple Watch, was es in der Android-Welt genauso gibt. Da vielleicht kein Desktop-Betriebssystem (wobei, Windows 11), aber auch massenhaft Smartwatches oder TV-Geräte.

  • Wenn NoScript im Einsatz ist

    Du hast aber schon gesehen, in welchem Bereich wir hier sind, und diesen Thread vollständig gelesen, z.B. #2 und #5? Bitte erkläre uns, wie wir NoScript in Fx für iOS installieren können. TIA.


    Gruß Ingo

    Es war, soweit von mir verstanden wurde, nur die Rede davon, daß ein AdBlocker nicht installiert werden könnte; es war nicht die Rede davon, daß gar keine Erweiterung in diesem System dem Fuchs mitgegeben werden kann. Oder hab' ich das überlesen?

  • Es war, soweit von mir verstanden wurde, nur die Rede davon, daß ein AdBlocker nicht installiert werden könnte; es war nicht die Rede davon, daß gar keine Erweiterung in diesem System dem Fuchs mitgegeben werden kann. Oder hab' ich das überlesen?


    Ja, aber unter iOS (in dessen Unterforum wir hier sind). Und da funktionieren offenbar generell keine Erweiterungen für Firefox. Oder erliege ich da einem Irrtum?


    Wobei man einen Adblocker auch direkt in Firefox integrieren könnte. Opera (und Andere) machen es vor.