debian oder gentoo?

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  • hab im moment suse am laufen.
    komm ich dank yast mittlerweile sehr gut mit klar.
    bin aber am überlegen noch eine weitere distribution zu installierenl
    dachte da an debian oder gentoo, wobei letzteres schon sehr schwierig für mich sein dürfte^^
    gibt es für gentoo kein yast-ersatz wie apt-get in verbindung mit synaptic bei debian? (ist zwar nicht wirklich der sinn für eine meta-distri, aber wär zumindest für den anfang sehr hilfreich)
    obwohl ich sagen muss, dass gentoo nicht nur kompliziert ist, sondern auch ziemlich unkomfortabel, schließlich muss man alles kompilieren und das dauert...(lohnt doch eigentlich erst richtig bei ner 64-bit cpu, oder?)
    debian (sarge) hingegen soll nicht immer so ganz aktuell sein :roll:


    naja, was meinen die linux-freaks hier im forum dazu?
    debian oder gentoo? (oder doch was andres)

  • naja... linux freak bin ich nicht! ich benutze es aber!
    z.zt hab ich suse 9.2 drauf!
    ich würde aber eher gentoo installieren, da es bei mir wesentlich schneller und stabieler war (mal schaue was die richtigen freaks sagen)


    PS: ich installier am Mo Di auch wieder gentoo

  • Ich würde dir Kanotix empfehlen:http://www.kanotix.de. Das ist eine Live CD, die auf Debian Sid basiert. Sie ist sehr aktuell. Die CD ist zur Installation geeignet (ich schreibe gerade darunter). Debian Sid ist die Vorstufe von Sarge also unstable, aber die Programme sind ohne Fehler. 2005-01 enthält KDE 3.3.2, Kernel 2.6.10 usw. Auf den 2.6.11er Kernel kann man auch updaten. Das ganze System ist über dist-upgrade leicht zu aktualisieren. Wenn du Fragen hast, gibt es ein super Forum, das dir weiterhilft.

  • Klaus Knopper stellt zur Zeit auf der CeBit seine Version 3.8 von Knoppix vor. Gibts zur Zeit noch nicht als Download, aber ich hoffe, es kann sich nur um Tage handeln.


    Mal zum Anschauen und auch auf ner Debian basierend:


    http://www.xfld.org/Xfld/de/index.html


    Ebenfalls ne LiveCD - mit sehr schlanker GUI - kein KDE und kein Gnome!
    Fand ich sehr interessant!


    Grüße


    Thomas

    Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; de-DE; rv:1.7.10) Gecko/20050717 Firefox/1.0.6 - kanotix 2005_3/xp-home-sp2

  • Man sollte bedenken, dass Knoppix bzw. Xfld ein Mix aus Debian testing (Sarge) und sid sind. Wenn man updaten will, führt das zu Problemen. Knoppix eher nicht für die Festplatteninstallation geeignet. Kanotix dagegen schon, welches auch auf Knoppix ursprünglich basiert.

  • jo, das leuchted ein - wieder was gelernt.


    Danke

    Thomas

    Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; de-DE; rv:1.7.10) Gecko/20050717 Firefox/1.0.6 - kanotix 2005_3/xp-home-sp2

  • Bei mir läuft Fedora Core in Zusammenspiel mit Gnome und ich bin recht zufrieden damit. Was die Update angeht, sind sie recht fix. Hardwareerkennung war ohne Fehl und Tadel. Einzig die NTFS Unterstützung muß man selber einbinden, wenn man denn will.

    Hinweis!!!
    Die Durchführung von meinen Tips ist freiwillig und obliegt dem Administrator oder Besitzer des Rechners.
    Für Fehler, Datenverlust oder Beschädigungen übernehme ich keinerlei Verantwortung!!!
    Kein Support per Mail oder PN!!!

  • Fedora ist auch ein sehr gutes System, man sollte aber Gnome mögen und gern nach rpms googlen :wink: . Fedora hat neben Debian eines der besten Updatefunktionen. Etwas schade ist , dass aktuellere Versionen von KDE und Gnome nicht aktualisiert werden. Z.B. gibt es Gnome 2.10 erst bei Fedora Core 4. Bei der Distro sind selber sehr wenige Programme dabeil Man muss fast alles selber suchen. Es wurde aber nach enem Debian oder Gentoo System gefragt. Jede Distri hat einfach ihre Nachteile. Gentoo habe ich noch nicht ausprobiert, aber ich habe gehört, dass das kompilieren solange dauert, dass man im Schlaf noch gestört wird. :lol:

  • Zitat von Snake

    debian oder gentoo?


    Gentoo.


    Zitat von Snake

    oder doch was andres?


    Da gibt's nicht mehr viele ernstzunehmende Alternativen.


    Zitat von Snake

    obwohl ich sagen muss, dass gentoo nicht nur kompliziert ist, sondern auch ziemlich unkomfortabel


    Auf den ersten Blick vielleicht. Aber für die Anstrengung, dein System von vorne bis hinten selber und per Hand eingerichtet zu haben, bekommst du ein hammerschnelles und hammeraktuelles System. Und da ist nur ganz genau das drauf, was du haben willst. Nicht mehr und nicht weniger. Und du kennst dich danach _richtig_ aus in deinem System.
    Der riesengroße Vorteil von Gentoo ist halt, daß wenn du einmal das System eingerichtet hat, es _sehr_ leicht ist, es auch aktuell zu halten. Stichwort:

    Code
    emerge -u world


    Und man braucht sich keine Gedanken drüber zu machen, wo man irgendwelche Programmpakete herbekommt. Ich wollte mal auf SuSE 9.0 dvd::rip und transcode installieren. Da mußte ich erstmal schauen, wo ich überhaupt ein rpm für SuSE 9.0 herbekomm. Als ich das dann nach langen Suchen gefunden hatte, ging's weiter: 12 Abhängigkeiten. Und jede von denen hatte wieder Abhängigkeiten. Und die wiederum ... nachdem ich dann nen Nachmittag am Computer verbracht und ca. 40 rpms runtergeladen hatte, hab ich's dann irgendwann aufgegeben. Und solche Abhängigkeitsmisere ist das Problem von _allen_ Redhat-basierenden Distributionen.
    So funktioniert das bei Gentoo:

    Code
    emerge transcode


    Und Schluß. Gentoo berechnet die Abhängigkeiten, holt alle Pakete, kompiliert sie, installiert sie - und es geht.
    Weiterhin ist man nicht davon abhängig, wann die nächste Version rauskommt. Weil dein System ist sowieso immer auf dem neusten Stand. Das ist quasi ein fortlaufender Updateprozeß, der sich nicht innerhalb der Grenzen von Versionsnummern bewegt.


    Man muß natürlich dazu sagen, daß Gentoo nichts für Leute ist, die wollen, daß ihr System "halt einfach geht" und "in der halben Stunde draufgezogen ist". Gentoo ist auch ein bißchen ein Hobby.
    Ich für meinen Teil hab aber jetzt schon viele Linuxdistributionen ausprobiert (SuSE, Mandrake, Debian, Knoppix, Ubuntu ...) -- aber keine war so gut und hat mir so gefallen wie Gentoo. Ich kann's jedem empfehlen, der weiß, worauf er sich einläßt. Und der _wirklich_ in die Linuxwelt einsteigen will.


    Was noch ein riesen Vorteil von Gentoo ist, ist, daß man ne super Community hat. Wenn's ein Problem gibt, dann braucht man nur mal ins Forum unter http://www.gentoo.org/ schauen. Meistens findet man dann da schon eine Lösung. Und wenn man was postet, dann löst sich das Problem meistens innerhalb von Stunden oder Tagen. Oder man schaut mal schnell auf nen IRC-Kanal von Gentoo. Da sind genug Leute unterwegs, die einem helfen können. Überhaupt ist Gentoo die mit Abstand am besten dokumentierte Linuxdistribution.

  • also war meine vermutung mit "debian ist oft veraltet" gar nicht so falsch und "gentoo ist nicht so einfach" auch richtig ;)
    weiß nicht so richtig was ich von debian halten soll^^
    naja, aber wer's einfach will nimmt suse, oder nicht? =)
    und das hab ich ja schon drauf, also kann man's ja mal mit gentoo probieren, obowohl das kompilieren mit nem amd64 natürlich um einiges schneller gehen würde...
    aber ne gui für gentoo zum installieren/updaten/konfigurieren gibt es nicht, oder wie?


    Libby
    das mit dem installiern bei gentoo klingt sehr interessant, das mit den abhängigkeiten ist nämlich was, das mich bei suse auch stört...

  • stimme Libby eigentlich in allem zu, wobei ich gentoo nachwievor nicht als Desktop benutze, sondern es auf zwei Servern werkeln lasse.
    Ich mache meine updates jeden Samstag und die Sache hat sich, wobei ich das über ein Skirpt laufen lasse. Auf den Einsatz von X-Server verzichte ich mittlerweile ganz.
    Allerdings

    Zitat

    Und der _wirklich_ in die Linuxwelt einsteigen will.


    tut man das mit Suse oder anderen Distributionen nicht?
    Ich kann User verstehen, wenn sie sagen, ich will mir diese Linuxfrickelei nicht antun. Ganz so schlimm ist gentoo nicht, aber der Zeitaufwand den gentoo am Anfang verschlingt ist enorm.


    Zitat

    Überhaupt ist Gentoo die mit Abstand am besten dokumentierte Linuxdistribution


    als mittlerweile großer Mandrake-Fan widerspreche ich hier wehement. :wink:
    Nein ernsthaft, würde ich hier Debian den Nr.1 Status zusprechen. Arbeite mich derzeit mal wieder in das System ein und finde die vorhandenen Dokumentationen wirklich klasse. Allerdings ganz ehrlich, die großen Distributionen nehmen sich hier kaum etwas. Ist zumindest mein Eindruck.


    Warum Suse noch kein richtiges Updatemanagement hat, ist für mich unbegreiflich unter Mandrake mache ich ein

    Code
    urpmi.update -a


    und die Sache hat sich. Versteht sich von selbst das Abhängigkeiten behandelt werden. Naja so jeder hat halt seine Favoriten. Suse 9.3 werde ich mir vielleicht sogar mal wieder anschauen. Vor allem das neue Sicherheitssystem klingt interessant. Und MDK 10.2 wird wie üblich mit veralteten Paketen ankommen, naja muss man halt wieder auf den cooker zurückgreifen.


    zur Ursprungsfrage... schau dir beide System an und entscheide dann. Selbst würde ich allerdings zu gentoo raten.

  • Zitat von Libby

    Und man braucht sich keine Gedanken drüber zu machen, wo man irgendwelche Programmpakete herbekommt. Ich wollte mal auf SuSE 9.0 dvd::rip und transcode installieren. Da mußte ich erstmal schauen, wo ich überhaupt ein rpm für SuSE 9.0 herbekomm. Als ich das dann nach langen Suchen gefunden hatte, ging's weiter: 12 Abhängigkeiten. Und jede von denen hatte wieder Abhängigkeiten. Und die wiederum ... nachdem ich dann nen Nachmittag am Computer verbracht und ca. 40 rpms runtergeladen hatte, hab ich's dann irgendwann aufgegeben. Und solche Abhängigkeitsmisere ist das Problem von _allen_ Redhat-basierenden Distributionen.


    Das kann ich als Ex-SuSE-User lebhaft nachvollziehen. Aber die Frage war nicht SuSE oder Gentoo sondern Debian oder Gentoo! Dvd-rip und transcode auf Debian zu installieren geht dank Synaptic (dem GUI von apt) ebenfalls völlig schmerzfrei, einfach Pakete zum installieren markieren und intelligente Aktuallisierung anklicken, fertig. Vorausgesetzt natürlich, man hat Link entfernt in den Paketquellen eingetragen. Die Paketverwaltung von Debian ist um Welten besser als die von SuSE.


    Welche Distri die beste ist, das kann jeder nur für sich selber beurteilen. Für mich ist Kanotix (DebianSID) die beste Distribution. Sie ist sehr einfach und für den Einsatz als Desktop schon beinahe optimal vorkonfiguriert. Und sie ist praktisch genauso aktuell wie Gentoo und auch genauso einfach aktuell zu halten, nur das man nichts selber kompilieren muß. Ein schneller Internetzugang ist natürlich Pflicht bei der Menge an Updates.


    Selbstverständlich hat Libby recht, das man Gentoo besser auf sein System abstimmen kann und das man bei Gentoo mehr über sein System lernt. Es muß halt jeder selber wissen, ob er sich auf diesen schmerzhaften und zeitraubenden Lernprozess einlassen will.


    Edit: Ich habe den Link zur Paketquelle sicherheitshalber wieder entfernt, da dort u.a. Software angeboten wurde, deren Verwendung gegen deutsche Gesetze verstößt.

    Einmal editiert, zuletzt von Tuvok ()

  • Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, Gentoo zu installieren, aber das ist mir einfach zu viel Arbeit. allein für KDE 1 1/2 Tage, für sowas ist mir die Zeit zu schade. :wink:

  • Da gibt's keine GUI dafür. Das macht man alles per Hand von der Konsole aus. Nachzulesen ist der ganze Akt (Schritt für Schritt!) unter http://www.gentoo.org/doc/de/handbook/handbook-x86.xml
    Läuft so ab, daß man die Installations-CD bootet (am besten die minimal boot CD, weil dann lädst du wirklich nur das runter, was du haben willst!), und dann ne Internetverbindung einrichtet. Und dann klapperst du per links die Installationsanleitung ab und ziehst dir die essenziellen Pakete aus dem Netz. Und irgendwann ist das System fertig, und du bootest es - und dann kannst du _eventuell_ mal drüber nachdenken, den X-Server zu kompilieren ;-)
    Mag jetzt den einen oder anderen abschrecken - aber wie gesagt: für mich ist Gentoo die mit Abstand beste Linuxdistribution. Wenn man nen schnellen Rechner hat und nicht in 10 Minuten nen Server hochziehen will (weil dafür würde ich dann doch Debian nehmen ;-)


    Man kann natürlich ein Getoo-System auch über eine andere Linux-Distribution hochziehen. Du kannst alle Schritte, die man über die gebootete Install-CD macht, auch per SUSE-Konsole machen. Dann hat man halt von vorneherein für die Installation eine "GUI". Aber das ist weicheiermäßig ;-)

  • Zitat von Libby

    Man kann natürlich ein Getoo-System auch über eine andere Linux-Distribution hochziehen. Du kannst alle Schritte, die man über die gebootete Install-CD macht, auch per SUSE-Konsole machen. Dann hat man halt von vorneherein für die Installation eine "GUI". Aber das ist weicheiermäßig ;-)


    Nicht jeder Laie ist ein Weichei...;)
    Aber das mit dem Netzinstall ist schon gut, ist ja bei debian auch so. Dann hat man nur die nötigstens Sachen und alles aktuell.
    Nachteil: dauert wesentlich länger (und wenn man dann noch alles kompilieren muss...)
    Also ein X-Server würde ich auf jeden Fall installieren, nämlich KDE.


    btw: die installations-anleitung ist echt sehr detailliert! was ich gefunden hab: man kann gentoo auch "schnell" installieren. mit "stage 3", richtig?

  • @ libby
    Kann man die Installation auch aufteilen, also an einem Tag Kernel kompilieren, am andern KDE. usw.?

  • Zitat von Snake

    Also ein X-Server würde ich auf jeden Fall installieren, nämlich KDE.


    Der X-Server ist was anderes als KDE. KDE ist ein Programm, das den X-Server benutzt, um eine Ausgabe anzeigen zu können. Einen X-Server gibt'S z.B. unter http://www.x.org/ -- aber das nur nebenher.


    Nicht jeder Laie ist ein Weichei -- das ist klar. Aber nicht jeder Laie sollte unbedingt Gentoo installieren. Für einen Laien ist dann doch Mandrake eher indiziert.


    AnHu: Du kannst das Kompilieren aufteilen, wie du willst. Man muß das nicht in einem Zug machen. Du kannst auch das System nach und nach kompilieren. Schlecht ist es nur, wenn du die Sache abbrichst, wenn noch irgend ein Kompiliervorgang läuft. Dann mußt du halt mit diesem einen Vorgang von vorn anfangen. Aber es macht jedenfalls keine Probleme, wenn du zwischendurch mal den Computer ausschaltest. Du kannst zu jedem Zeitpunkt wieder dahin zurückkehren, wo du gerade warst.