Ausführliche erste Einblicke in Thunderbird Pro

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    Thunderbird steht nicht mehr nur für einen E-Mail-Client. Mit Thunderbird Pro steht ein kostenpflichtiges Zusatzangebot in den Startlöchern. Erste Nutzer haben mittlerweile einen Zugang erhalten. Dieser Artikel bietet ausführliche erste Einblicke in Thunderbird Pro.

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  • Mag ja alles nett sein, aber wie sieht das mit dem Start der europäischen Initiative zur Unabhängigkeit aus, die sich von amerikanischen Konstrukten lösen will?

    Mozilla ist nun mal in USA beheimatet, nutzt vermutlich AWS (Amazon, auch USA). Wenn da jemand den Stecker ziehen will, wie unabhängig ist Mozilla dann wirklich? Und ist Thundermail auch wahrhaftig ohne Hintertür zur NSA? Hockt da eine KI auf "Send" wie bei Microsoft oder Google - und Konten sperrt nach Willkür oder Erkennung?

    Die Frage an sich: Welche Bemühungen macht Mozilla, um sich in das kommende europäische Konstrukt einzubringen?

    Frei nach Einstein: „Zwei Dinge sind unendlich, Marketing und die menschliche Gutgläubigkeit, bei einem bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

    Meine Glückszahl hier: 98.

  • Mir ist ehrlich gesagt nicht klar, was eine solche Initiative speziell mit diesem Thema zu tun haben soll. Dass Mozilla aus den USA kommt, ist eine nicht veränderbare Tatsache. Und wenn man ein Problem damit hat, dann betrifft das sämtliche Produkte von Mozilla, einschließlich Firefox.

    Welcher Hoster genutzt wird, ist nicht bekannt. Nur, dass Cloudflare als Reverse Proxy eingesetzt wird. Der physische Serverstandort von Thundermail ist Deutschland.

    Ich weiß auch nicht, was für eine Antwort du auf die NSA-Frage erhoffst. Mal abgesehen davon, dass das schon etwas nach Verschwörungstheorie klingt und du ebenfalls für alle anderen Dienste von Mozilla fragen könntest, wird dir niemand eine solche Garantie geben können und so etwas wäre auch niemals öffentlich dokumentiert. Aber wenn man solche Sorgen hat, darf man ehrlicherweise halt auch keine E-Mails nutzen, bei gar keinem Anbieter.

    In Thunderbird Send ist keine KI involviert und ich wüsste auch nicht, auf welcher Basis eine KI da jemanden sperren sollte. Da die Dateien Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, hat niemand außer dem Absender und dem Empfänger Zugriff auf den Inhalt, nicht einmal Mozilla.

  • Ich denke, dass Mozilla sich irgendwann dieser Thematik stellen werden müsste. Firefox hat doppelt so viele Nutzer in Europa wie weltweit, und fünf Mal so viele in Deutschland wie weltweit (so statcounter). Mozilla bietet Dienste an, die an andere US-Unternehmen geknüpft sind. Bezos, Zuckerberg und andere - also Meta etc, Amazon und weitere sind "Lieblinge" vom aktuellen Präsi dort, und der spackt ziemlich rum mit seinen Forderungen/Ansprüchen. Er deckelt das lediglich unter dem Deckmantel "Einkommen" (einfach ausgedrückt). Wenn der Mensch da was will, dann springen Zuckerberg und Bezos auf von einer Brücke, um das möglich zu machen. Ich möchte gar nicht wissen, was bei Microsoft abgeht.

    zB

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    Andere Sicherheitsbedenken

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    Was NSA angeht, so hat jene etliche Hintertürchen (backdoors) in etliche Kryptographiemechanismen. zB

    Dual_EC_DRBG - Wikipedia

    Auch wenn der Marktanteil nicht so groß ist, und Mozilla sich ganz sicher dazu nicht äussern wird. Derzeit muss man ein gewisses Misstrauen an Dienste hegen, die in den USA gehostet werden. Da Firefox, und Thundebird, "open source" sind, dürfte da nichts sein. 60GB sind auch nicht die Welt, gegenüber 1TB bei Microsoft und Onedrive, unter bestimmten Bedingungen. (ich hab das Terabyte)

    In kurz: es geht mir einfach darum, bei diversen Anbietern darüber nachzudenken, welche Infrastruktur dahinter steckt, wer aktuell den Stecker ziehen könnte. Und das hat jetzt nichts mit Verschwörung zu tun, der Typ da im Weissen Haus ist unberechenbar. "America First" basiert zwar auf finanziellen Interessen, aber Rattenschwanz dahinter betrifft genau solche Infrastruktur, die auch Mozilla nutzt.

    Du kannst das gerne auslagern, weil es nicht Thundermail und co allein betrifft, sondern etliche Dienste, die von Mozilla kommen. Der Trend zu rein europäischen Lösungen bei gewissen Diensten in Europa selbst gewinnt an Nutzern.

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  • Ich denke, dass Mozilla sich irgendwann dieser Thematik stellen werden müsste.

    Das denke ich zwar nicht, ist wie gesagt aber auch überhaupt nicht das Thema hier. Hier geht es darum, was Thunderbird Pro aktuell anbietet, nicht um eine Grundsatzdiskussion darüber, dass Mozilla aus den USA kommt, was Unternehmen wie Amazon und Meta machen, nicht um Regierungsbeteiligungen an KI-Unternehmen und auch nicht um Palantir. Wenn du konkrete Fragen zu Thunderbird Pro hast, dann kannst du diese gerne hier stellen.

  • Der Preis darf einem natürlich zu hoch sein, aber der Vergleich hinkt. Thunderbird Pro besteht schließlich nicht nur aus einem E-Mail-Dienst, sondern auch noch aus weiteren Diensten. Und da sprechen wir noch gar nicht davon, dass auch die Entwicklung kostenfreier Produkte wie Thunderbird mit unterstützt wird. Das entfällt bei den von dir genannten Anbietern ja auch komplett.

  • Nö mailbox.org ist eine komplette Suite für 2,50 im Monat.

    Inwiefern sich die detaillierten Leistungen unterscheiden, weiß ich allerdings nicht.

    Was Posteo betrifft, hast Du aber Recht.

  • Du hast den Preisvergleich angefangen, demnach solltest du die Leistungen kennen. Ich gehe jetzt mal vor allem auf den Speicher ein, weil das gerade im KI-Zeitalter, in dem Speicher-Hardware knapp und teuer ist, ein sehr relevanter Punkt in einem Preisvergleich ist.

    Mailbox hat 10 GB Mail-Speicher, Thundermail hat 30 GB.
    Mailbox bietet 5 GB Speicher für Dateien, Thunderbird Send bietet 60 GB.

    Aber dann argumentierst du, dass Mailbox nur 2,50 Euro kostet, und Thunderbird Pro 6 Euro. Für 25 GB Mail-Speicher und 50 GB Speicher für Dateien (immer noch weniger als bei Thunderbird Pro) zahlst du bei Mailbox schon 7,50 Euro im Monat, also mehr.

    Und ja, Mailbox bietet auch Vorteile, die Thunderbird Pro nicht hat, wie eine „Office”-Lösung oder Familien-Accounts. Und diese Vorteile können natürlich für jemanden auch stärker gewichten als die Vorteile von Thunderbird Pro. Das muss jeder individuell für sich bewerten. Dafür bleibt immer noch der Fakt, dass das, was du bei Mailbox bezahlst, deren einziges Geschäft ist, während es bei Thunderbird Pro auch darum geht, die Entwicklung von Thunderbird zu unterstützen, was den Nutzer nicht einen einzigen Cent kostet. Was Desktop, Android und iOS eingeschlossen im Übrigen drei komplett unterschiedliche Produkte sind.

    Der Punkt ist: Du vergleichst Äpfel und Birnen. Du kannst natürlich sagen, dass das, was Thunderbird Pro anbietet, dir keine sechs Euro im Monat wert ist. Das ist vollkommen in Ordnung. Aber du kannst nicht sagen, Mailbox sei alleine deswegen das bessere Angebot, weil es nur 2,50 Euro kostet. Was auch sowieso nur in der günstigen Stufe stimmt, die andere Stufe ist nämlich teurer.

    Im Übrigen befindet sich Thunderbird Pro auch immer noch in einer Früh-Phase und vor dem offiziellen Launch, während Mailbox und Posteo schon seit vielen Jahren auf dem Markt sind und am Anfang mit Sicherheit auch noch nicht das Angebot hatten, was sie heute haben. Auch Thunderbird Pro soll in der Zukunft wachsen und mehr können.