Firefox liegt nach Feierabend vorn - zumindest auf SpOn

  • wupperbayer:
    Aus! mach Sitz! Lass den ACID2-Smiley los! ;)
    (Ist aber schon komisch, dass Opera nichtmal in der Umfrage auftaucht.)

    Der Artikel ist doch okay, wenn es auch keine neue Entdeckung ist, dass die Vormachtstellung des IE einzig und allein durch seine Integration im Betriebssystem zustande kommt. Es wird darin auch oft genug erwähnt, dass man nicht den Anspruch hat, die SPON-Statistik auf das gesamte Internet auszuweiten. Die Aufteilung der Browserstatistik in Arbeits- und Wochentage finde ich ne witzige Idee, und die Schlussfolgerung beinhaltet viel Wahrheit:

    Zitat von SPON

    Eine Führungsposition des Microsoft Internet Explorers korreliert in unseren Statistiken hingegen mit einem hohen Anteil von genutzten Windows-2000-Betriebssystemen - ein klarer Indikator dafür, dass es die EDV-Abteilungen der Unternehmenswelt sind, die die Marktdominanz des MSIE in Deutschland stützen.


    Auch logisch, dass IE meistens auf der Arbeit benutzt wird, da sich nicht jeder mal eben nen neuen Browser auf nem Arbeitsrechner (der, Überraschung, nicht zum Surfen da steht) installieren darf.
    Auf meiner Arbeitsstelle nutzen wir Windows 2000 mit Windows Server 2003, allerdings sind auf allen Rechnern Firefüchse installiert. ;)

  • Zitat

    Für alle Zeiten zementiert muss diese seit langem bestehende Marktdominanz jedoch nicht sein, sie ist möglicherweise auch dadurch bedingt, dass es an für die breite Öffentlichkeit sichtbaren plausiblen Alternativen mangelt. Bestehen solche Alternativen und werden als vorteilhaft wahrgenommen, werden sie offensichtlich auch genutzt. Der rasante Aufstieg der einst als Außenseiter angetretenen Mozilla-Browser gegen den einst übermächtigen MSIE zeigt das mehr als deutlich


    Stimmt nicht! Bugcatcher hat hier mal sehr schön gesagt, es geht weniger darum welches Produkt das bessere ist sondern viel mehr darum, welches Produkt am agressivsten umworben wird. Interessanterweise wurde Firefox zwar fast ausschließlich durch Dritte beworben (ob Kampagnen wie Spreadfirefox, weblogs, internetforen, Nachrichtenmagazine oder einfach nur Mundpropaganda), aber recht agressiv war die Werbung dennoch.
    Was dem Internet Explorer zum Verhängnis wurde war, das er nicht einfach nur schlechter, älter, unkomfortabler und etwas unsicher, sondern viel unsicherer und unkomfortabler war als der gute Firefox. Und da Opera damals noch Werbung beinhaltete war der stetig weiterentwickelte Firefox die naheliegendste Alternative.

  • Verhängnis... so schlimm kann es ja nicht gewesen sein, das Verhängnis des IE. Und das mit Opera stimmt so auch nicht. Würde Operas Marketinngabteilung mal in die Gänge kommen, würde das anders aussehen. Klappern gehört zum Handwerk und das kapierns nicht.

    Tóg go bog é

  • Die kapieren's schon, die haben nur nicht AOL und Google als Geldgeber für die PR-Abteilung im Nacken ;)

    Und im Kerngeschäft, auf mobiler Ebene, verbreitet sich Opera Mini auch ganz gut per Mundpropaganda.

    Quis custodit custodes?

  • Zitat von Donar F

    Stimmt nicht! Bugcatcher hat hier mal sehr schön gesagt [...]


    Hilfe! Das wirkt ja fast als wenn diese uralte These von mir stammen würde. Dem ist natürlich nicht so. ; )


    Zitat von Donar F

    Was dem Internet Explorer zum Verhängnis wurde war [...]


    Naja. Ich bezeifle das die Mehrheit der Nutzer wegen dem Komfort von IE nach Firefox gewechselt sind. Die meisten Nutzen Firefox immer noch so wie früher den IE (Tabbrowsering? Was ist das? ... mit ein wenig Glück kommt es evtl. zu einem "Ich hab da mal gehört; wie geht das?"). Es ist auch kein Geheimnis das einiges am Firefox sich am IE orientiert, um den Umstieg zu erleichtern (siehe Tastenkürzel). Für die meisten ist Firefox eigentlich nur der als besser bezeichnete IE.

    Wie bereits gut erkannt: Firefox wird mit viel positivem aggressiv beworben und empfohlen, über den IE hört man reihenweise nur negatives. Und selbst wenn man nicht weiß warum Firefox besser sein soll als der IE, wechselt man trotzdem. Herdentrieb und Marketing machts möglich.

    Zitat von wupperbayer

    Und im Kerngeschäft, auf mobiler Ebene, verbreitet sich Opera Mini auch ganz gut per Mundpropaganda.


    Das mit dem Kerngeschäft stimmt. Nur gehts weniger um Mundpropaganda als um clevere Verträge mit Grossanbietern wie z.B. Nokia. Das ist wie das Windows mit fast jedem Neurechner ausgeliefert wird. Ob man will oder nicht. Eine recht sichere Einnahmequelle.

    Wobei der Desktopbrowser-Markt schon prestigeträchtig genug wäre, da mehr zu machen. Aber im Gegensatz zu Firefox ist die Community um einiges kleiner und die Mentalität auch eine andere. Opera-User wollen gar keine Marktherrschaft. Die fühlen sich als was Besonderes und wollen das auch bleiben. Für die ist das mehr ein "Ich weiß das ich den besten Browser benutze. Das muss ich niemandem beweisen". Firefox-User gehören eher zur Abteilung (extrem platt) "Ich habe die Mission IE zu besiegen." und drängen damit natürlich auf eine Verbreitung. Kostenlose höchst effiziente Werbung für Mozilla (wobei natürlich dadurch auch entsprechende Anforderungen von Seiten der Userschaft bedient werden müssen...).

    Also müsste Opera einen anderen Weg gehen... und der würde vermutlich viel kosten und trotzdem nicht gehen. Ökonomisch gesehen macht es keinen Sinn für Opera im Desktopbereich grossen Terror zu betreiben.

    Einmal editiert, zuletzt von bugcatcher (7. Dezember 2006 um 20:09)

  • Nenee :) das ging schon damals los, wenn du ne de-Lizens haben wolltest. Da war noch jemand anderes, außer Karsten, der hat das mal vorrübergehend gemacht, oder weitergeleitet. Das war nur Zirkus. Da ist's dirs vergangen. Fast so schlimm wie T-Shirts kaufen, von wo amstidammi schon drei Strophen singen kann ;)

    Das hat mit AOL und Google wenig zu tun.

    Natürlich ist heute der Kernpunkt bei Opera anders gelagert, verständlich. Aber 5 Mann abgestellt um mal DE mal ein Jahr aufzumischen... Der HR bastelt für Yahoo Widgets... da müßten schon zwei Leute von Opera auf der Matte stehen...

    HR = Hessischer Rundfunk

    Tóg go bog é

  • @ bugcatcher:

    Zitat


    "Die fühlen sich als was Besonderes und wollen das auch bleiben. Für die ist das mehr ein "Ich weiß das ich den besten Browser benutze. Das muss ich niemandem beweisen".

    das halte ich ja für ein Gerücht :D

    unsern Wupperbayer mal ausgenommen.

    noch anfügend; was da Mods sich leisten, da ist Roadrunner aber oberobercool. Nicht mal ansatzweise solche Dinge zu html-codes geformt, wies Operaner tun.

    Tóg go bog é

    Einmal editiert, zuletzt von S.i.T. (7. Dezember 2006 um 20:23)

  • Naja, S.i.T., das ist aber schon länger her. Meine 7.54-Lizenz hab ich problemlos bekommen. Und ansonsten kann ich buggy nur zustimmen: Die bei Opera wissen ganz genau, dass man im Desktop-Markt wenig bewegen kann. Da man sich aber schon recht frühzeitig auf den Mobilmarkt gestürzt hat, hat man da jetzt das Kerngeschäft.

    Und mit AOL und Google meinte ich nur, dass Firefox mehr Geld für echte PR ausgeben kann. Und, wie gesagt, ich als Opera-User muss niemandem beweisen, dass ich den besten Browser benutze. Ich weiß das, das reicht mir.*

    Ich denke aber, dass sich mit Opera 10 noch was ändern könnte, wenn Opera es wirklich schafft, die mobile Welt mit der PC-Welt (nein, nicht mit der Zeitschrift) zu verknüpfen. Was man mobil benutzt, benutzt man dann auch auf dem Desktop, oder so.

    Aber wie gesagt, letztendlich isses mir auch egal. Ich meine nur, dass Opera eine bessere Marktposition verdient hat - 10% wären schön, mehr will ich gar nicht**. Und mich nerven Leute, die Opera (wenn überhaupt) mal in Version 6 ausprobiert haben und meinen, sich ein Urteil bilden zu können.

    *Jaaa, ich hab Opera hier auch das ein oder andere Mal verteidigt. Soweit ich das beurteilen kann, aber nur, wenn jemand offensichtlich keine Ahnung von der Materie hatte. Und ich kann keinen zu seinem Glück zwingen. Ich helfe nur, wo ich kann, wenn jemand umsteigen will, wenn auch nur temporär.

    **Solange IE dann <5% hat ;) Wie in "du bist was du surfst" schon richtig steht: Gar nicht so insgeheim hoffe ich, dass Firefox irgendwann bei 70% Marktanteil landet.

    Quis custodit custodes?

  • Zitat von wupperbayer

    Solange IE dann <5% hat ;) Wie in "du bist was du surfst" schon richtig steht: Gar nicht so insgeheim hoffe ich, dass Firefox irgendwann bei 70% Marktanteil landet.[/size]


    Ich persönlich würde mir einen homogeneren Markt wünschen, wo es keinen Browser gibt der mehr als 50% (also die Mehrheit) hat. Aktuell ist Mozilla zwar von den alternativen Browsern der Führende, aber gerade was Webstandards angeht, hat er sich jetzt schon gut 2 Jahre auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Sowas sollte man nicht belohnen, auch wenn ein Benutzer nicht direkt versteht warum. Wichtig ist mir nur dass sich alle an den Standard halten und den gemeinsam weiterentwickeln. Dann ist sicher gestellt, dass jeder jedem faktisch auch (selbst wenns nur auch freundschaftlich) Konkurrenz macht und so alles vorantreibt.

    Meinetwegen sowas wie 30% Gecko, 30% Opera, 30% khtml und 10% für andere kleinere Browser.

    (Jepp. Kein IE. Weil der ist grundsätzlich ja nicht gut für den Markt, weil es MS ja schon gar nicht sein will. ; )

    Zitat von wupperbayer

    Und mich nerven Leute, die Opera (wenn überhaupt) mal in Version 6 ausprobiert haben und meinen, sich ein Urteil bilden zu können.


    Was das Rendern angeht kann man sie da allerdings verstehen. Das war eine Katastrophe. Gut das mit Version 7 Presto kam. Und das entwickelt sich ja prächtig. Das drumherum war ja schon immer recht innovativ. Aber was hilft einem ein Browser der Toll zu bedienen ist, aber keine Seite darstellen kann?

    Zitat von S.i.T.

    das halte ich ja für ein Gerücht :D


    Es war reichlich platt ausgedrückt und trifft natürlich nicht jeden Operauser. Aber es ist wirklich so: die Mehrheit der User interessiert die Verbreitung des Browsers nicht. Hauptsache er funktioniert. Was er ja auch anstandslos macht.

    Mozilla ist halt zur Hälfte eine Bewegung und nicht nur einfach ein Browser.

    Um von einem Opera-User zu erfahren, was er für einen Browser benutzt, muss du ihn schon fragen. Ein Firefox-User schmiert das jedem unter die Nase. Standardhilfe bei Problemen mit IE sind von Firefox-Usern eher "Benutz halt Firefox". Ein Opera-User wird meist nicht mal zu sowas gefragt, weil er nicht dauernd als PC-Fachtrödel in Erscheinung tritt und sich über alles und jedes gross auslässt.

    Erlebe ich immer wieder. : )

  • Sicher ist das länger her und verdient war eine bessere Marktposition schon vor einigen Jahren. Manche Zeitschrift ihre CD mit Opera verpackt hat. Ist schon ne Ecke her.

    Man kann sagen, daß Mozilla von dem profitiert, was Opera an Vorarbeit geleistet hat. Ein Beispiel, ist urlange her. Es gibt irgendwo auf dieser Welt eine Zeitzschrift, recht verstaubt inzwischen, wo von 25 de-Labels 23 in ihrer Präsentation durchgefallen sind - nicht Opera tauglich. Und Opera ist ja irgendwo den Codes treu, damit alle Welt gucken kann, nicht nur die einen.

    Dann ging man her, auch dort im OperaForum - das alte forum ist leider nicht mehr da - und sagte den Leuten "laufe als IE rum". Der UserAgent von Opera hat sich nicht zurückgestellt. Wenn du nicht geguckt hast, bist dann immer als IE rumgelaufen. Das war in der Zeit noch heftiger, was da im Internet rumflog. Da warst echt mutig mit Opera.

    auch bei Opera lief nicht alles glatt. Die ICQ-Geschichte dürfte ja bekannt sein. Das ding ist nie gescheit gelaufen und hat einiges an Schrammen hervorgerufen.

    Dann kam die Mail-Umstellung. Wo ist denn meine Post... heute kein Thema mehr, aber damals schon irgendwie zu weit voraus ;) War für viele, für mich auch, doch ein herber Schlag in die Magengrube - sags mal so. Mit Postsachen verstehen die Leute kein Spaß ;) Gab ja noch andere krumme dinge, wie "importieren" weswegen, man dann so ein Bookmarktool nahm. Das sind alles so Dinge, in der Summe läuft das zusammen. Nicht zu vergessen, die Profil-Geschichte.

    Dann wurde Opera größer, das Verlangen nach einem Browser, klein und fein, wurde auch größer. Mittlerweile ist der kleine Brwoser auch größer und hat ein völlig anders Konzept, als Opera.

    Auch nicht zu vergessen, Opera hat ja alle erwogenen/angedichtenen Hochzeiten abgelehnt. die Mozilla-Leutchen haben gleich zugeschlagen - was de hast hast de, was de kriegst, weißt de net. :)

    PS: Normal müßten wie alle mit Opera surfen - europe for ever :D

    kein Stau, kein Streß, kein anderes Bier (dürfte 4711 gefallen, vielleicht kriege ich +Punkte)

    Das wäre ne Kampagne für Opera...

    Tóg go bog é

  • Zitat von S.i.T.

    Der UserAgent von Opera hat sich nicht zurückgestellt. Wenn du nicht geguckt hast, bist dann immer als IE rumgelaufen


    Deswegen ist das auch mittlerweile nicht mehr möglich, nur noch seitenweise ;)

    Zitat

    auch bei Opera lief nicht alles glatt. Die ICQ-Geschichte dürfte ja bekannt sein. Das ding ist nie gescheit gelaufen und hat einiges an Schrammen hervorgerufen.


    Natürlich lief da nicht alles glatt. Und es läuft auch nicht alles glatt. Bei Firefox aber auch nicht, von daher...

    Zitat

    Dann kam die Mail-Umstellung. Wo ist denn meine Post... heute kein Thema mehr, aber damals schon irgendwie zu weit voraus ;) War für viele, für mich auch, doch ein herber Schlag in die Magengrube - sags mal so. Mit Postsachen verstehen die Leute kein Spaß ;)


    Naja, zu der Zeit hab ich noch Webmailer benutzt, bin erst so mit 7.5x auf M2 umgestiegen. Aber wer ein Programm nach früheren Versionen beurteilt, dem ist andererseits auch nicht zu helfen ;)

    Zitat

    Dann wurde Opera größer, das Verlangen nach einem Browser, klein und fein, wurde auch größer. Mittlerweile ist der kleine Brwoser auch größer und hat ein völlig anders Konzept, als Opera.


    Jein. Ich erinnere nur an die ewige Download-Größen-Debatte ;) Opera läuft auf alten PCs auch immer noch flüssiger als Firefox. Ja, es ist eine Suite. Aber eine Suite wollte man schon spätestens ab Opera 5, so neu ist das Konzept also nicht.

    Zitat

    PS: Normal müßten wie alle mit Opera surfen - europe for ever :D


    Mit ein Grund, warum Opera in amerikanischen Statistiken so schlecht abschneidet, mehr als die Hälfte der Opera-Nutzer ist europäisch. ;)

    Quis custodit custodes?

  • Zitat

    Ja, es ist eine Suite. Aber eine Suite wollte man schon spätestens ab Opera 5, so neu ist das Konzept also nicht.

    jo, ab der 5er war das fest. Aber Fx ist keine Suite. Von daher ist es auch ein wenig daneben, was man da so zu lesen bekommt, im OperaLand - soooo cool sind die alle net, wie Bugcatcher meint. Und Opera hat das Konzept von Moz, die Community einzubinden, übernommen und mit Widgets verepackt.

    Rein rechnerisch haut Opera alles weg, da hast schon recht. Aber du weißt ja auch, wenn man so ne Kind wachsen sieht, bleibt man gerne noch ne Weile, obwohl das Kind recht seltsames mit sich einherbringt. ;) Irgendwann, wirst sehen, tuts ne Rappel und ne Schlag, dann verspüren wir nen Tritt ins Kreuz ;)

    Tóg go bog é

  • Zitat von S.i.T.

    Und Opera hat das Konzept von Moz, die Community einzubinden, übernommen und mit Widgets verepackt.


    Najaaaa. Offizielle Foren gab’s schon früh, und noch früher (Opera 3) hatte Opera sogar ein Gästebuch. So richtig ungewohnt war Opera den Umgang mit seinen Kunden also nicht. ;)

    Quis custodit custodes?

  • Ach Wupperbayer, schreiben kann man viel :) und schreiben lassen :D Geht ums kreative. Fx stellts Gerüst - der Rest erledigen die Leutchen, mal mit guten, mal mit weniger guten Ideen, mal mit abpausen. Und ich denke schon, daß so einigee Erweiterungen von Leuten zum Standard geworden sind - ohne Lohn, mit wenig Ehre. Unser Dr. mit dem serach-Tool z.B., das ging ja nur umständlich, mit manuell umbennen, bis er bastelte. Und heute kannst schieben.

    Gleiches bei Opera, ging nur über Fremdtool einigermaßen benutzerfreundlich. So ist das nun mal :)

    Tóg go bog é