Firefox-Arbeitsspeicher-Optimierung: cache führt zu crash? Die Privatsphäre ist jedenfalls zuverlässig gecrasht

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  • Kann sein, dass das Caching-Feature von Firefox, das bspw. u.a. eine Wiederherstellung der Firefox-Tabs bei Firefox-Abstürzen ermöglicht, diese Abstürze immer wieder selbst verursacht? Frage an die Experten: gibt es eine Möglichkeit, entsprechende Statistiken dazu zu erstellen? Ich meine Statistiken dazu, ob ein Browser-Absturz durch eine exzessive Arbeitsspeicher-Belegung von Firefox-Prozessen verursacht wurde. Mozilla sammelt doch eine Menge Statistiken speziell bei Browser-Abstürzen.


    Ich nehme an, dass in vielen Fällen kommt es nicht zu einem Absturz, sondern der Browser wird einfach extrem langsam - s. dazu ausführlich Arbeitsspeicher-Belegung drosseln . Unter diesen Umständen stellt sich für mich die Frage, inwieweit so ein Caching-Feature standardmäßig sinnvoll ist. Keine Ahnung, wie es andere Internet-Nutzer handhaben. Ich persönlich nutze den

    Code
    zurück-navigieren

    -Button höchstens für das Navigieren eine Seite zurück. Demzufolge ist die Speicherung von weiteren Seten aus der Firefox-Historie mit der Belegung des Arbeitsspeichers, einer Verlangsamung des Browsers und anderer Anwendungen und u.U. auch einem Browser-Crash, überflüssig. Für meine Arbeitsgewohnheiten wäre es ausreichend, wenn Firefox nur eine Webseite im Arbeitsspeicher für zurück-navigieren sich merken würde.


    Ich habe in den Firefox-Einstellungen keine Möglichkeit gefunden, festzulegen, wieviele Webseiten, wie tief in die Vergangenheit der Historie speichert Firefox die Webseiten. Gibt es diese Möglichkeit? Wenn nicht, wo kann ich nachschlagen, wieviele Webseiten, wie tief in die Vergangenheit der Historie merkt sich Firefox die Webseiten im Arbeitsspeicher? Und warum wurden diese bestimmte Speicher-/Historietiefe-Werte definiert?


    Wenn man beachtet, dass diese Historie-Einträge nicht nur im Arbeitsspeicher, sondern im 15 sek -Takt auch dauerhaft auf der Festplatte erfasst werden, dann stellt Firefox mit einem Session-Wiederherstellung-Feature auch eine Überwachungs-Infrastruktur dar. Sobald ich Firefox nutze, sorge ich dafür, dass alle meine aktuelle Aktivitäten lückenlos protokolliert werden. Angenehm für den potenziellen Überwacher, dass die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb dieser Infrastruktur komplett von mir als Zielperson selbst getragen werden.


    Mit Rücksicht auf die persönliche Vorratsdatenspeichrung-Nebenwirkung durch das Feature "Sessionsdaten merken" halte ich es für sinnvoll standardmäßig die Option "Sessionsdaten merken" im Firefox zu deaktivieren. Wenn Firefox-Nutzer/in sich dieses Feature wünscht, kann er/sie es ggf. aktivieren. Ich bin der Auffassung, dass so ein Vorgehen eher dem Gebot "Bester Datenschutz sind Daten, die nicht gespeichert sind" entspricht und für die Erreichung des Ziels, das Mozilla anstrebt "Internet gesund zu halten" - s. dazu Digitale Bürger, lasst uns über Internetgesundheit sprechen - hilfreicher ist, als die jetzige Einstellung der Option "Sessionsdaten merken".


    //EDIT: Habe meinen Vorschlag "Standardmäßig die Option "Sessionsdaten merken" im Firefox deaktivieren" hier Digitale Bürger, lasst uns über Internetgesundheit sprechen veröffentlicht.

  • Wie du sicher weißt, sind hier keine Entwickler präsent.. wende dich also an die entsprechenden Gremien...
    Wenn Du einen Bug melden willst, ist Bugzilla [Blockierte Grafik: http://i39.tinypic.com/s1kgb4.png] die richtige Adresse.


    Entwicklungsvorschläge zu Firefox kannst Du hierhin [Blockierte Grafik: http://i39.tinypic.com/s1kgb4.png] schreiben und
    hier mitlesen.


    Gleiches gibt es auch für den mobilen Fuchs:
    Mail
    Threads


    Und nun auch für Firefox for iOS
    https://fxos-ios-browser.ideas.aha.io/ideas/new


    Beachte, das die Betriebssprache Englisch ist.

  • OK, danke für dein Tipp. Aber bevor die Entwickler ggff. aktiv werden, wäre es vorteilhaft in Erfahrung zu bringen, ob mein Nutzerverhalten, hier "Ich brauche nicht mehr als eine Webseite in der Historie" verbreitet ist. Brauchst du Boersenfeger mehr als eine Webseite in der Historie? Was hälst du als Nutzer, Nichtentwickler von meinem Vorschlag "Option "Sessionsdaten merken" im Firefox standardmäßig deaktivieren"? Mein Standpunkt im Kontext der Softwareentwicklung ist, dass die Nutzer und Entwickler gleichberechtigte Teilnehmer einer größeren Community sind. Und eine Entscheidung "die Option "Sessionsdaten merken" standardmäßig deaktivieren" kann nur von der gesamten Community Nutzer+Entwickler getroffen werden.

  • Mein Augenmerk ist NICHT auf diese Einstellung gerichtet... ich stelle Mozilla alle Nutzerdaten zur Verfügung...
    Mir ists schlicht wurscht...
    Dies ist aber sicher nicht die Auskunft, die du erwartet hast.. :D
    BTW: Wie führst du eine Arbeitsspeicheroptimierung durch? Hier ist noch kein Fuchs gecrasht.

  • Kann sein, dass das Caching-Feature von Firefox, das bspw. u.a. eine Wiederherstellung der Firefox-Tabs bei Firefox-Abstürzen ermöglicht, diese Abstürze immer wieder selbst verursacht?


    Nein. Wenn Firefox abstürzt, versucht Firefox beim nächsten Start, die Tabs wiederherzustellen. Dabei kann Firefox natürlich erneut abstürzen. Aber sobald ein weiterer Absturz erfolgt, stellt Firefox beim nächsten Start eben nicht mehr automatisch alle Tabs wieder her, sondern zeigt dir stattdessen alle deine geöffneten Fenster und Tabs an und du kannst selbst auswählen, welche davon du wiederherstellen möchtest und welche nicht.


    Das hat aber mit dem Cache nichts zu tun. Firefox kann genauso abstürzen, wenn versucht wird, die Seiten über das Netzwerk zu laden.


    Frage an die Experten: gibt es eine Möglichkeit, entsprechende Statistiken dazu zu erstellen? Ich meine Statistiken dazu, ob ein Browser-Absturz durch eine exzessive Arbeitsspeicher-Belegung von Firefox-Prozessen verursacht wurde. Mozilla sammelt doch eine Menge Statistiken speziell bei Browser-Abstürzen.


    Absturz-Statistken findest du hier:
    http://crash-stats.mozilla.com/


    Wenn ein Absturz erfolgt, weil Firefox der Speicher ausgeht, kann das aus den Berichten abgelesen werden.


    Unter diesen Umständen stellt sich für mich die Frage, inwieweit so ein Caching-Feature standardmäßig sinnvoll ist.


    Dein Speicher läuft ganz sicher nicht alleine wegen des Cachings voll. Und ja, Caching ist grundsätzlich sinnvoll.


    Keine Ahnung, wie es andere Internet-Nutzer handhaben. Ich persönlich nutze den

    Code
    zurück-navigieren

    -Button höchstens für das Navigieren eine Seite zurück. Demzufolge ist die Speicherung von weiteren Seten aus der Firefox-Historie mit der Belegung des Arbeitsspeichers, einer Verlangsamung des Browsers und anderer Anwendungen und u.U. auch einem Browser-Crash, überflüssig.


    Wenn das deinen Browser ernsthaft verlangsamt, dann hast du mit deinem System sehr viel größere Probleme, denn das sollte nicht so sein.


    Wenn man beachtet, dass diese Historie-Einträge nicht nur im Arbeitsspeicher, sondern im 15 sek -Takt auch dauerhaft auf der Festplatte erfasst werden, dann stellt Firefox mit einem Session-Wiederherstellung-Feature auch eine Überwachung-Infrastruktur dar. Sobald ich Firefox nutze, sorge ich dafür, dass alle meine aktuelle Aktivitäten lückenlos protokolliert werden. Angenehm für den potenziellen Überwacher, dass die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb dieser Infrastruktur komplett von mir als Zielperson selbst getragen werden.


    Jetzt werd bitte nicht albern. :roll: Bis dahin war das Thema noch absolut okay, aber jetzt nimmt dein Thema eine vollkommen falsche Richtung auf… Und es hat auch einfach nichts mit dem zu tun, worum es bisher ging…


    Mit Rücksicht auf die persönliche Vorratsdatenspeichrung-Nebenwirkung durch das Feature "Sessionsdaten merken" halte ich es für sinnvoll standardmäßig die Option "Sessionsdaten merken" im Firefox zu deaktivieren.


    Standardmäßig wird dein Wunsch auf keinen Fall passieren, da das gegen das Interesse von fast jedem Nutzer ginge. Nutzer im Allgemeinen erwarten, dass wenn Firefox abstürzt, nicht alles verloren ist. Das ist eine Selbverständlichkeit für einen Browser.


    [quote='spiderman','https://camp-firefox.de/forum/index.php?thread/&postID=1048287#post1048287']Wenn Firefox-Nutzer/in sich dieses Feature wünscht, kann er/sie es ggf. aktivieren. Ich bin der Auffassung, dass so ein Vorgehen eher dem Gebot "Bester Datenschutz sind Daten, die nicht gespeichert sind" entspricht und für die Erreichung des Ziels, das Mozilla anstrebt "Internet gesund zu halten" - s. dazu [url=https://internethealthreport.org/de/2017/01/19/digitale-burger-lasst-uns-uber-internetgesundheit-sprechen/[/quote]


    Du wirfst Dinge in einen Topf, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Datenschutz ist in jedem Fall vollkommen am Thema vorbei, weil es kein Datenschutz-Thema ist. Für den Schutz deines Systems, in dem Sinne, dass niemand Zugriff auf deine lokale Chronik hast, bist ganz alleine du und sonst niemand verantwortlich. Aber wenn du niemanden an dein System lässt, kommt auch niemand außer dir (technische Möglichkeiten von irgendwelchen Geheimdiensten lassen wir mal an dieser Stelle außen vor…) an die Daten zur Sitzungswiederherstellung, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

  • Für den Schutz deines Systems, in dem Sinne, dass niemand Zugriff auf deine lokale Chronik hast, bist ganz alleine du und sonst niemand verantwortlich. Aber wenn du niemanden an dein System lässt, kommt auch niemand außer dir (technische Möglichkeiten von irgendwelchen Geheimdiensten lassen wir mal an dieser Stelle außen vor…) an die Daten zur Sitzungswiederherstellung, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Das ist g'rade der Knackpunkt, niemand - auch keine Geheimdienste - können in den Sessionsdaten rumschnüffeln, wenn keine Sessionsdaten gespeichert sind. "Bester Datenschutz sind Daten, die nicht gespeichert sind". Die angenehme Nebenwirkung ist, dass keine Sessionsdaten den Arbeitsspeicher beanspruchen und somit ist eine Ursache für die Verlangsamung des Systems eliminiert.


    Standardmäßig wird dein Wunsch auf keinen Fall passieren, da das gegen das Interesse von fast jedem Nutzer ginge. Nutzer im Allgemeinen erwarten, dass wenn Firefox abstürzt, nicht alles verloren ist. Das ist eine Selbverständlichkeit für einen Browser.

    Ich bin gespannt, welchen Standpunkt die Nutzer vertreten würden, wenn diesen Nutzern bewusst wird:

    • dass so ein Wiederherstellungskomfort als Kehrseite de-facto eine Vorratsdatenspeicherung bezogen auf die persönliche Internet-Nutzung ist
    • dass dieses vermeintliche Komfort eine Ursache für die Verlangsamung des Browsers ist, sein kann - s. dazu den nachvollziehbaren Vergleich von drei Browser-Instanzen
  • spiderman, den folgenden Text habe ich schon vor deinem eben verfassten Beitrag geschrieben. Aber ich denke, was ich da erwähne, bleibt trotzdem gültig:



    Wenn man beachtet, dass diese Historie-Einträge nicht nur im Arbeitsspeicher, sondern im 15 sek -Takt auch dauerhaft auf der Festplatte erfasst werden, dann stellt Firefox mit einem Session-Wiederherstellung-Feature auch eine Überwachung-Infrastruktur dar. Sobald ich Firefox nutze, sorge ich dafür, dass alle meine aktuelle Aktivitäten lückenlos protokolliert werden. Angenehm für den potenziellen Überwacher, dass die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb dieser Infrastruktur komplett von mir als Zielperson selbst getragen werden.


    Ich glaube, dass diese Datenschutzbedenken durch Sören entkräftet sind, wenn er schreibt:


    Für den Schutz deines Systems, in dem Sinne, dass niemand Zugriff auf deine lokale Chronik hast, bist ganz alleine du und sonst niemand verantwortlich. Aber wenn du niemanden an dein System lässt, kommt auch niemand außer dir (technische Möglichkeiten von irgendwelchen Geheimdiensten lassen wir mal an dieser Stelle außen vor…) an die Daten zur Sitzungswiederherstellung, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.


    Eine Gefahr hinsichtlich des Datenschutzes könnte also wohl nur dann bestehen, wenn Dritte deinen Rechner (befugt oder unbefugt) benützen und dabei etwas ausspionieren möchten.


    Darüber hinaus scheint mir die Session-Wiederherstellung diesbezüglich auch aus einem anderen Grund unbedenklich zu sein:


    Wenn ich das richtig gestestet habe, werden die Daten für die Session-Wiederherstellung ohnedies automatisch entfernt, sobald du den Browser "normal" schließt (also nicht das Crash-Szenario, sondern das herkömmliche Schließen von Firefox).


    Konkret:


    Wie ich einem Artikel entnehme, ist der Speicherort dieser Wiederherstellungsdaten eine Datei namens "recovery.js" (https://www.servethehome.com/f…sd-here-is-how-to-fix-it/:(


    Zitat

    [...] Firefox, writing tirelessly at anywhere between 300K and 2MB per second to a file called “recovery.js”. Researching revealed that this is Firefox’s session backup file that is used to restore your browser sessions in case of a browser or an OS crash.


    Ich habe mal nach dieser Datei gesucht. Der Pfad ist:


    Zitat

    C:\Users\[...] [Benutzername]\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\[...].default\sessionstore-backups\recovery.js


    Und wenn ich das korrekt nachvollzogen habe, wird diese Datei ohnedies gelöscht, sobald du den Browser schließt (und wieder neu angelegt, wenn du ihn das nächste Mal öffnest). (Nebenbei: Dass sich in den berichteten einschlägigen Tests in der recovery.js bzw.damit verbunden in cookie-Dateien etc. so enorme Datenmengen in GB-Größe ansammeln, ist folglich offenbar darauf zurückzuführen, dass über einen entsprechend langen Zeitraum der Browser nicht geschlossen worden war.)


    Wie gesagt: Meinem Test zufolge verschwinden die für die Session-Wiederherstellung angesammelten Daten ohnedies, sobald du den Browser schließt.


    Und schließlich gilt das, was schon ausführlich erörtert wurde:
    Durch entsprechende Änderung (Erhöhung) des 15000 Millisekunden-Werts unter "about:config" ---> "browser.sessionstore.interval" lassen sich diese (Zwischen)-Speicher- und Schreibvorgänge in die recovery.js de facto gänzlich unterbinden.


  • Eine Gefahr hinsichtlich des Datenschutzes könnte also wohl nur dann bestehen, wenn Dritte deinen Rechner (befugt oder unbefugt) benützen und dabei etwas ausspionieren möchten.


    Also ein physischer Zugang zu meinem Rechner ist eine Sache, aber genauso kann eine Schadsoftware die Firefox-Profile durchstöbern.



    Darüber hinaus scheint mir die Session-Wiederherstellung diesbezüglich auch aus einem anderen Grund unbedenklich zu sein:


    Wenn ich das richtig gestestet habe, werden die Daten für die Session-Wiederherstellung ohnedies automatisch entfernt, sobald du den Browser "normal" schließt (also nicht das Crash-Szenario, sondern das herkömmliche Schließen von Firefox).

    Ich habe im Thread Arbeitsspeicher-Belegung drosseln erwähnt - zu meiner Arbeitsweise gehört, dass ich mehrere Browser-Instanzen benutze und diese Instanzen durch das Versetzen des PC's in den Ruhezustand über längere Zeiträume nutze ohne zu schließen.


    Ich habe mal nach dieser Datei gesucht. Der Pfad ist:

    Habe jetzt geprüft:

    • in meinem Profil, wo die Option browser.cache.memory.enable = false gesetzt ist, werden die laufende Aktivitäten in der recovery.js nach wie vor protokolliert
    • in meinem Profil, wo das Anlegen der Chronik deaktiviert ist, werden die recovery.js und previous.js nicht aktualisiert also werden meine Aktivitäten nicht protokolliert



    Und schließlich gilt das, was schon ausführlich erörtert wurde:
    Durch entsprechende Änderung (Erhöhung) des 15000 Millisekunden-Werts unter "about:config" ---> "browser.sessionstore.interval" lassen sich diese (Zwischen)-Speicher- und Schreibvorgänge in die recovery.js de facto gänzlich unterbinden.

    - s. oben es geht auch einfacher - mit der Option "Anlegen der Chronik deaktivieren" in den Browser-Einstellungen erreicht man das gleiche Ergebnis.


    Und zurück zu meinem Vorschlag "Anlegen der Chronik standardmäßig deaktivieren". Ich bin der Meinung, dass hier eine gewisse Ähnlichkeit zum Nutzer/ Anbieter-Verhalten im Zusammenhang mit der Verschlüsselung der WLAN-Verbindung im Router besteht. Ich erinnere mich vage, dass vor einigen Jahren die Anbieter, bzw. die Telekom diese Verschlüsselung standardmäßig deaktiviert haben. Mit einer ähnlichen Argumentation, mit der jetzt die Speicherung der Sessionsdaten im Browser begründet wird - damit der Nutzer es komfortabler hat. Keine Frage, der Nutzer hat es wesentlich einfacher, sich mit dem Router unverschlüsselt zu verbinden. Irgendwann dann haben die Anbieter es eingesehen, dass den Benutzern mit so einem unverschlüsselten Komfort ein Bärendienst erwiesen wird.


    Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis die Waage Komfort/Sicherheit in Sachen "Sessionsdaten im Browser speichern" in Bewegung kommt.


  • Also ein physischer Zugang zu meinem Rechner ist eine Sache, aber genauso kann eine Schadsoftware die Firefox-Profile durchstöbern.


    Das ist schon klar. Aber dieses Problem betrifft ja alles, was sich an Daten auf deinem Rechner befindet. Da dürftest du überhaupt nichts am Rechner belassen. Wenn es mal so weit ist, dass man derartige Schadsoftware am Rechner hat, ist der Katastrophenfall ohnedies schon eingetreten. Das Auslesen der Daten über die Session-Wiederherstellung ist dann wahrscheinlich noch eines der kleineren Übel. :wink:



    zu meiner Arbeitsweise gehört, dass ich mehrere Browser-Instanzen benutze und diese Instanzen durch das Versetzen des PC's in den Ruhezustand über längere Zeiträume nutze ohne zu schließen.


    O.k. - dann wird dich das Problem mit der anwachsenden Datenmenge eher betreffen. Bei mir ist das anders, weil ich den Browser in Sandboxie laufen habe und ihn auch immer wieder zwischendurch schließe. (Verstehe aber, dass das nicht für alle Nutzer so handhabbar ist.)



    Habe jetzt geprüft:

    • in meinem Profil, wo die Option browser.cache.memory.enable = false gesetzt ist, werden die laufende Aktivitäten in der recovery.js nach wie vor protokolliert
    • in meinem Profil, wo das Anlegen der Chronik deaktiviert ist, werden die recovery.js und previous.js nicht aktualisiert also werden meine Aktivitäten nicht protokolliert


    Jedenfalls der erste Punkt erscheint mir logisch: Cache ist Cache, und das Sammeln der Daten für die Session-Wiederherstellung erfolgt ja außerhalb des Caches, eben in der recovery.js im Profil.
    Und der zweite Punkt eigentlich auch: Session-Wiederherstellung setzt wahrscheinlich die Chronik voraus. ---> Wer auf diese verzichtet, hat im Crash-Fall auch keine Wiederherstellung. (So denke ich mir das zumindest.)


  • Das ist schon klar. Aber dieses Problem betrifft ja alles, was sich an Daten auf deinem Rechner befindet. Da dürftest du überhaupt nichts am Rechner belassen. Wenn es mal so weit ist, dass man derartige Schadsoftware am Rechner hat, ist der Katastrophenfall ohnedies schon eingetreten. Das Auslesen der Daten über die Session-Wiederherstellung ist dann wahrscheinlich noch eines der kleineren Übel. :wink:

    Meine Einstellung in diesem Szenarion ist eine andere. Ich vergleiche mal dies mit dem Verhalten in meiner nichtdigitalen Umgebung. Mir ist bewusst, dass mein zuhause nie 100% einbruchssicher sein kann. Dies ist aber für mich kein Grund, darauf zu verzichten, die Gegenstände, die mir besonders viel bedeuten, so aufbewahren, dass diese Gegenstände beim Einbruch möglichst unentdeckt bleiben.