FF-Fussball Thread

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  • im Gegensatz zu anderen Branchen nicht subventioniert

    Dafür haben und gibt es die diversen Sponsoren mit ihren Millionen.;)


    Z.B.

    https://www.tagesspiegel.de/sp…investieren/25607622.html


    und noch sehr viele andere.


    https://www.t-online.de/sport/…ichts-mehr-zu-suchen.html


    Dass Hobby-Vereine für Kinder

    Das bezog sich auf ganz normale Spielplätze für Kinder.


    Aber was solls...;)

  • Dafür haben und gibt es die diversen Sponsoren mit ihren Millionen. ;)


    Z.B.

    https://www.tagesspiegel.de/sp…investieren/25607622.html


    und noch sehr viele andere.


    Ja, und die Sponsoren-Einnahmen sichern neben anderen Einnahmequellen 56.000 Arbeitsplätze. Aber worauf willst du hinaus? Das ist eben ein Teil des Geschäftsmodells dieser Branche. In ausnahmslos jeder (!) Branche geht es darum, möglichst viel Geld zu verdienen. Und in den einen Branchen wird anders Geld verdient als in anderen. Vielleicht bist du vom Thema Werbung zu weit entfernt, aber Werbung (darum geht es bei Sponsoring) ist eine völlig legitime Art, Geld zu verdienen. Selbst in der Gesundheitsversorgung steht Geld ganz weit oben und ist Sponsoring ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung. Was meinst du, woher die Pharma-Industrie ihren Ruf hat? Das Geschäftsmodells des Fußballs zu diskutieren, hat mit Corona jedenfalls herzlich wenig zu tun. Das wäre eine Grundsatzdebatte über Geschäftsmodelle. Diese Diskussion ist unabhängig von Corona und damit auch komplett irrelevant für die Wiederaufnahme der Bundesliga. Du bist gegen die Fortsetzung der Bundesliga, welche nur wegen Corona gestoppt wurde, aus Gründen, die nichts damit zu tun haben. Das kann dann aber kein Argument in dieser Diskussion sein.


    Das bezog sich auf ganz normale Spielplätze für Kinder.


    Das macht keinen Unterschied. Auch für Spielplätze kann das DFL-Konzept nicht greifen. Das ist ein Apfel-Birnen-Vergleich.

  • Auch für Spielplätze kann das DFL-Konzept nicht greifen.

    Die Standfestigkeit dieses Konzepts wird sich in den kommenden Wochen beweisen müssen.

    Der Faktor Mensch, noch dazu der gemeine Fußballer, ist hier das schwächste Glied. Aber du darfst mich gerne Buhmann nennen, wenn zunächst bis zum Ende dieser Saison keine weiteren Infektionen und/oder Erkrankungen im Profifußballbereich bekannt werden.

    Ich für meinen Teil gehe davon aus, das die Coronaseuche uns noch einige Jahre begleiten wird. Welche Auswirkungen dies auf die Gesellschaft zum Einen und auf die Fußballgemeinschaft im Besonderen hat, bleibt abzuwarten.

  • aber Werbung ist eine völlig legitime Art, Geld zu verdienen.

    Dem stimme ich ohne Einschränkung auch zu.

    Aber worauf willst du hinaus?

    Einerseits wird gesagt, die Vereine können evtl. die Gehälter ihrer Angestellten nicht mehr bezahlen, andererseits habe ich neulich gelesen, das Bayern München verhandelt, ob sie 40 oder 50 Millionen Ablöse für einen Spieler bezahlen sollen/müssen.:/

    Das Geschäftsmodells des Fußballs zu diskutieren

    Es ging mir dabei um diese Aussage von dir:


    im Gegensatz zu anderen Branchen nicht subventioniert

    Darunter habe ich verstanden, dass sie kein Geld vom Staat etc. bekommen, wie einige andere Unternehmen.

    Das mag auch so sein, dafür bekommen sie sie eben von ihren Sponsoren, also auch eine Art der Subvention.;)


    zig Millionen Menschen ein Stück Normalität zurückzugeben und ihnen damit das Leben in dieser schwierigen Zeit angenehmer zu gestalten.

    Daran ist auch nichts auszusetzen, und ich gönne es allen Fans ja auch.

  • Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass du die hohen Summen siehst und das ablehnst, wahrscheinlich weil dir das völlig überbezahlt vorkommt. Fußball ist für dich wahrscheinlich einfach nur Sport, dessen Unterhaltungswert du durchaus anerkennst, aber nicht so richtig, dass das eine profitorientierte Unternehmensbranche wie jede andere ist, in der eben wirklich hohe Summen bewegt werden. Was aber ehrlicherweise auch in anderen Branchen passiert. Korrigier mich, wenn ich falsch liege. Ich denke mir nur: Für eine faire Bewertung ist es extrem wichtig, dass man ein paar Zusammenhänge versteht, die ich gerne versuchen würde, so darzustellen, dass du dafür vielleicht ein bisschen mehr Verständnis aufbringen kannst. Das heißt nicht, dass du die hohen Beträge toll finden müsstest. Und natürlich war nicht jede Entwicklung der letzten Jahre gut. Es gibt mit Sicherheit Dinge, die man aus der Krise lernen und in der Zukunft verbessern kann. Diese Diskussion sollte innerhalb der Branche auch unbedingt geführt werden, sobald die Krise überwunden ist. Nur jetzt geht es für die Bundesliga wirklich darum, die Situation zu überstehen. Und was die Diskussion hier im Forum betrifft, hoffe ich einfach, dass du nach diesem Beitrag eben auch die andere Seite der Medaille besser verstehst. :)


    Einerseits wird gesagt, die Vereine können evtl. die Gehälter ihrer Angestellten nicht mehr bezahlen, andererseits habe ich neulich gelesen, das Bayern München verhandelt, ob sie 40 oder 50 Millionen Ablöse für einen Spieler bezahlen sollen/müssen.


    Du darfst nicht alle Vereine in einen Topf werfen. Der FC Bayern München ist einer der reichsten Fußballvereine der Welt. Natürlich sind die weniger gefährdet als andere Vereine. Die haben ein finanzielles Polster, welches andere Vereine nicht haben. Auch Hertha BSC geht es relativ gut, dank eines Investors, welcher Hertha finanziell gestärkt hat. Das ist aber nicht die Regel. Es gibt mehr als genug Vereine, da geht's schlicht und ergreifend um's Überleben. Die wären insolvent, würde die Bundesliga nicht weitergehen. Und da geht es dann nicht nur um Fußballer mit Millionengehältern. Die machen nur einen winzigen Bruchteil aus. Die meisten betroffenen Menschen haben ganz normale Gehälter, müssen Miete bezahlen und ihre Familie am Leben erhalten, das sind Menschen wie du und ich.


    Übrigens muss man auch die Millionengehälter etwas relativieren: Es stimmt schon, dass es einige gibt, die ein Luxus-Leben führen und gerne mit dem angeben, was sie haben. Das muss man nicht gut finden, ich verurteile dafür aber auch niemanden, denn ich denk mir da: Ist doch schön, wenn es demjenigen gut geht. Jeder darf zeigen, was er hat. Nur was viele bei dem Thema vergessen oder ihnen wahrscheinlich überhaupt nicht bewusst ist, wenn sie darüber sprechen: Mit 30, 35 Jahren ist Schluss. Das Geld muss auch danach noch reichen. Wer bereits jung sehr gut war, hat normalerweise kein Studium und keine Ausbildung in der Hinterhand, Berufserfahrung schon gar nicht. In einen gewöhnlichen Job kommen die meisten Profifußballer in ihrem Leben nicht mehr. Und nur die wenigsten haben die Möglichkeit, hinterher Trainer, Berater oder TV-Experte zu werden. Auch finanzieren viele Fußballer nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Leben anderer Personen aus dem familiären Umfeld. Damit will ich nicht sagen, dass ein Profifußballer zusehen müsste, dass er überlebt. Den meisten geht es schon gut, besser als vielen anderen. Aber gänzlich unbeachtet sollte man diese Punkte eben auch nicht lassen. Und was ebenfalls immer wieder in dieser Debatte sehr gerne vergessen wird: Diese ganzen Bundesliga-Millionäre zahlen mit ihren Gehältern auch extrem viel Steuern an Deutschland. Also nicht nur, dass die Bundesliga nicht staatlich subventioniert ist, sodern sich alles selbst erarbeitet, im Gegenteil verdient der Staat durch den Fußball auch sehr viel Geld. Das neben all den Arbeitsplätzen, die der Fußball schafft, was ebenfalls sehr im Interesse des Staates liegt. Weswegen der Staat auch so ein großes Interesse daran hat, dass die Bundesliga weitergeht.


    Aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Corona-Krise trifft jeden, auch die, denen es besser als anderen geht. Nur sind die einen früher nicht mehr geschäftsfähig als andere, wenn das Geld ausbleibt. Und die wohlhabenderen Vereine haben ja auch ganz andere Ausgaben als die ärmeren Vereine. Das ist in anderen Branchen doch auch nicht anders. Wer erfolgreich ist und viel hat, investiert viel, um oben zu bleiben und andere nicht an sich ran kommen zu lassen. Erfolgreiche Unternehmen haben daher einen ganz anderen Druck, weil sie viel höhere Einnahmen erzielen müssen als weniger erfolgreiche Unternehmen, die mit weniger Budget arbeiten. In jeder Branche haben die Top-Unternehmen beispielsweise die besten Mitarbeiter, die dementsprechend mehr kosten als jemand, der nichts vorzuweisen hat. Und in jeder Branche wird profitorientiert gearbeitet. Kein Chef wird jemals sagen: "Ich will mein Unternehmen nicht besser machen". Wer so denkt, hat auf einem Chefposten, ganz ehrlich, nichts verloren. Der Fußball bildet keine Ausnahme. Klar fließen im Fußball hohe Beträge - verglichen mit vielen anderen Branchen. Aber es gibt auch ganz andere Branchen, in denen es ebenfalls um sehr viel Geld geht. Ich denke da an diverse Technologie-Branchen. Ein zum Forum passendes Beispiel: Ich sagte, Hertha BSC geht es für einen Bundesliga-Verein relativ gut. Der Jahresumsatz von Mozilla ist doppelt so hoch. Und Mozilla ist winzig, verglichen mit seinen Konkurrenten. Wieso führen wir keine Diskussion über die Beträge, welche in diversen Technologie-Branchen fließen? Oder in der Pharma-Industrie? Oder, oder, oder…? Müsste diese Diskussion nicht viel umfassender geführt werden und nicht einzig und alleine über den Fußball?


    Auch darfst du Gehälter und Ablösesummen nicht in einen Topf werfen. Ich sagte, dass es Hertha relativ gut geht. Dennoch gibt es bei Hertha einen teilweisen Gehaltsverzicht. Weil einkalkulierte Einnahmen fehlen. Eines darfst du bei dem Ganzen nicht vergessen: Für die Corona-Krise kann niemand etwas. Die Situation ist nicht so, wie sie ist, weil sich irgendjemand verkalkuliert hätte. Die Situation kam völlig unerwartet.


    Aber das Verpflichten von Spielern ist eine andere Baustelle. Da sprechen wir von Vermögenswerten. Spieler sind Kapital. Gute Spieler bringen im Idealfall Erfolg und damit Geld, welches nicht eingenommen werden kann, wenn man nicht erfolgreich ist. Auch der Wert der Spieler selbst steigt idealerweise, die Spieler sind also nach einer gewissen Zeit mehr wert und können dann für mehr Geld wieder verkauft werden als sie eingekauft worden sind. Das sind also klassische Investitionen. Das Thema hier ist, weil die Vereine die fehlenden Einnahmen spüren, also gar nicht, dass gar keine Spieler mehr gekauft werden könnten, sondern dass auf Grund der speziellen Situation nicht die gleichen Ablösesummen bezahlt werden (können). Und da geht es dann bei einem Verein wie dem FC Bayern München eben meinetwegen darum, ob ein Spieler vielleicht für 40 Millinen Euro zu haben ist, der ansonsten wenigstens 50 Millionen Euro kosten würde. Es ist doch völlig klar, dass ein Verein wie der FC Bayern München keine Spieler verpflichtet, die keinen Wert haben, sonst hätte das ja gar keinen Sinn. Nur sind wahrscheinlich in vielen Fällen Spieler jetzt etwas günstiger zu haben. Und die besten Spieler sind ja nicht plötzlich wertlos, genauso ist das Geld, welches der FC Bayern hat, nicht plötzlich verschwunden. Und der FC Bayern hat eben viel mehr Geld als die Konkurrenz. Deswegen ist die Lage für die Bundesliga im Gesamten nicht weniger dramatisch. Der FC Bayern repräsentiert definitiv nicht den durchschnittlichen Bundesliga-Verein.


    Darunter habe ich verstanden, dass sie kein Geld vom Staat etc. bekommen, wie einige andere Unternehmen.

    Das mag auch so sein, dafür bekommen sie sie eben von ihren Sponsoren, also auch eine Art der Subvention. ;)


    Nö, das ist etwas völlig anderes und darf auch unter gar keinen Umständen in einen Topf geworfen werden. Sponsorenleistungen sind keine Geschenke. Der Sponsor bezahlt und erhält dafür eine Gegenleistung in Form von Werbung. Eine solche Aussage ist wirklich verblüffend ähnlich dazu, wie wenn manche meinen, Google würde Mozilla irgendetwas schenken, wenn Mozilla jährlich eine dreistellige Millionenzahl dafür bekommt, dass Google die Standard-Suchmaschine von Firefox ist. Das ist aber Quatsch. Es gibt eine ganz klar definierte Leistung und diese Leistung hat einen Wert. Auf den Wert einigen sich die zwei Vertragspartner. Der Preis wird maßgeblich durch den Erfolg des Unternehmens bestimmt sowie dadurch, ob es noch andere Interessenten gibt und was denen die gleiche Leistung wert ist. Das ist mit Sponsoren im Fußball exakt das Gleiche.


    Eine Subvention ist eine staatliche Förderung. Die Ausführung eines Geschäftes hat mit einer Subvention nicht das Geringste zu tun. Ansonsten wäre mein Gehalt ja auch eine staatliche Subvention. Ist es aber nicht. Mein Arbeitgeber bietet Leistungen an und verdient damit Geld. Mit dem Geld wird unter anderem mein Gehalt bezahlt. Und der Sponsor eines Fußballvereins bezahlt für die Leistung, die er erhält.


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    Um also den Kreis zum eigentlichen Thema zu schließen: Dass die Bundesliga weitergeht, ist im Sinne der Bundesrepublik Deutschland. Der Fußball wird in dem Sinne auch nicht bevorzugt behandelt. Ganz im Gegenteil. Andere Branchen machen ja auch weiter, weil es Konzepte gibt, welche das erlauben, und es gibt keinen rationalen Grund, wieso die Bundesliga nicht weitermachen könnte, da das DFL-Konzept von den Gesundheitsämtern abgesegnet ist. Und sollte es doch noch Probleme geben, kann immer noch abgebrochen werden. Aber es ist richtig und wichtig, dass man alles versucht, dass die Menschen ihrer Arbeit wieder nachgehen können. Genauso wie man andere Branchen unterstützt und versucht hat, dass es so schnell wie möglich weitergehen kann. Niemand hat ein Interesse daran, die Menschen möglichst lange "einzusperren". Der Schaden wächst ja mit jedem Tag. Es werden daher zielorientiert Lösungen gesucht und für die Bundesliga wurde eine Lösung erarbeitet, die wie gesagt von den Gesundheitsämtern abgesegnet ist. Und wenn die sagen, dass es okay ist, dann gibt es wirklich wenig Argumentationsspielraum dagegen. Denn Gesundheit ist so ziemlich das einzige Argument, welches dagegen sprechen könnte. Alles andere hat mit Corona und dem Stopp der Bundesliga schließlich nichts zu tun.


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    Ich hoffe, der Beitrag war hilfreich. ;)

  • Ich hoffe, der Beitrag war hilfreich.

    Hallo Sören..

    herzlichen Dank für die Erklärung und deine Zeit, die du dafür gegeben hast:thumbup::)

    Im Prinzip stimme ich dir ja auch zu, jede Firma/Verein muss Gewinn erwirtschaften, und letztlich..je mehr je besser.


    Mag sein, dass mich einfach diese enormen Summen (stören), was sich aber nicht nur auf Fussball bezieht. Aber das ist ein ganz anderes Thema, und gehört darum hier nicht wirklich hin.


    Wahrscheinlich war das mit Bayern München auch ein ungünstiger Hinweis von mir, aber an den hatte ich gedacht, weil er aktuell ist.


    Zum Abschluss noch..

    ich gönne jedem sein Gehalt, egal wie hoch es ist. Wenn jemand 10 Millionen + bekommen soll, dann wäre er dumm, wenn er es ablehnen würde;)


    Dir eine tolle Woche, und nochmals danke für die Zeit für eine Antwort an mich.:)

  • Da du das DFL-Konzept hervorhebst, lass mich diesbezüglich etwas klarstellen, falls das falsch angekommen sein sollte: Dieses schließt nicht aus, dass es infizierte Personen im Verein gibt. Im Gegenteil ist auch der Umgang damit explizit Teil des Konzeptes. Das DFL-Konzept ist schließlich kein Wundermittel gegen Corona, sonst wäre das Problem weltweit gelöst. Das wäre schön. Das Konzept stellt aber u.a. sicher, dass betroffene Spieler bekannt sind und nicht spielen. Dafür gibt es engmaschige Tests. Durch das Konzept ist sichergestellt, dass die Durchführung von Spielen kein Problem darstellt, u.a. weil nur nachweislich gesunde Spieler dabei sind. Dass man betroffene Personen im Vorfeld findet, ist ein unvermeidbarer Teil des Konzeptes. Das gab es aber auch schon vor dem Start in der 1. und 2. Bundesliga. Wäre das unerwartet, bräuchte es das Konzept und die ganze Diskussion nicht, denn Corona wäre de facto besiegt, wenn es diese Sicherheit geben würde, dass sich Spieler im Alltag nicht infizieren. ;)


    Ich möchte auch noch hervorheben, dass die 3. Liga noch überhaupt nicht stattfindet und das im Mai auch nicht mehr wird. Insofern hat das DFL-Konzept weder für einen Hotel-Aufenthalt noch für die Ausführung eines Spieles jemals in der 3. Liga Anwendung gefunden. Dass man bereits trainiert und sich dort sowie im Alltag am Konzept orientiert, obwohl für die 3. Liga noch gar kein Start-Termin bekannt ist, ist in jedem Fall sinnvoll!

  • Das hier irgend etwas falsch hinsichtlich der Coronakrise ankommt, solltest du bei mir mit meinem beruflichen Umfeld eigentlich ausschließen können.. :)

    Heute wurde übrigens auch in Schottland die Saison abgebrochen.

  • In den Niederlanden und Belgien wurden die Ligen abgebrochen. In Belgien verlang Telenet den Vorschuss für die Fernsehrechte von den Vereinen zurück. In den Niederlanden hat Fox die Fernsehgelder bis zum Ende der Saison freiwillg durchbezahlt.

    Quelle (NL)

    "Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als daß man ihn den Generälen überlassen dürfte." Georges B. Clemenceau (1841-1929), Französischer Journalist und Politiker/Ministerpäsident

  • Nach einem 3:0 in Hoffenheim folgte nun ein 4:0 gegen Union Berlin. Das ist auch in der Höhe verdient. Hertha hat nicht einen einzigen Schuss zugelassen, der auf das Hertha-Tor ging. Es gab einige Parallelen zum Hoffenheim-Spiel: 0:0 zur Halbzeit, ein 2:0, welches direkt im Anschluss auf das 1:0 fiel, Ibisevic und Cunha als Torschützen und das Ibisevic-Tor war quasi eine Kopie des Ibisevic-Tores vergangene Woche.


    Und nachdem Jessic Ngankam letzte Woche sein Bundesliga-Debüt feierte, kam nun mit Lazar Samardzic das nächste Riesen-Talent aus der Hertha-Akademie zu seinen ersten Bundesliga-Minuten. Es ist schön zu sehen, dass bei Hertha die Ausbildung weiterhin eine große Rolle spielt - unter Klinsmann und Nouri wurde das leider etwas vernachlässigt. Zugegeben, es ist einfacher, wenn die Ergebnisse passen und man fünf Mal wechseln darf.

  • Drittes Spiel nach dem Re-Start. Nach zwei Siegen nun ein 2:2 in Leipzig, die mit einem Sieg am BVB vorbei auf Platz 2 gerückt wären und dazu sowas wie ein Angstgegner von Hertha sind. Also wieder ein hervorragendes Ergebnis für Hertha. Auch das Spiel war in Ordnung. Die zweite Halbzeit hat mir zwar nicht so gut gefallen wie in den zwei Spielen zuvor, aber der Gegner war ja heute auch nicht irgendwer und Hertha hat so gut wie gar nichts zugelassen. Die Gegentore fielen nach einem Eckball und einem kuriosen De-facto-Eigentors unseres Torhüters. Aber Herthas Tore fielen nach Eckball und Elfmeter, die Leipziger werden da also auch nicht groß was anderes erzählen. Mit dem Unterschied, dass für Hertha der Punkt ein größerer Erfolg als für Leipzig ist.


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    Am Sonntag wurden auf der Mitgliederversammlung ein paar Zahlen zu Herthas Finanzen genannt. Die Saison hätte Hertha eigentlich mit einem Gewinn abgeschlossen, aber durch Corona gehen Einnahmen in "deutlich zweistelliger Millionenhöhe" verloren, wie es hieß, so dass Hertha die Saison leider mit einem finanziellen Minus abschließen wird. Allerdings wurde ja bereits vor der Corona-Krise die finanzielle Situation deutlich verbessert. Das Eigenkapital der KGaA lag am 31.12.2018 noch bei 12,6 Millionen Euro, am 31.12.2019 bei 182,5 Millionen Euro. Herthas Bar-Vermögen wurde in dieser Zeit von 3,2 Millionen Euro auf 109 Millionen Euro erhöht. Vor allem mit Blick auf Corona war das Tennor-Investment ein echter Glücksfall. Noch mehr, wenn die Saison abgebrochen worden wäre. Wer weiß, welche Krisen die Zukunft noch bringen wird. Corona kam unerwartet, hat aber aufgezeigt, wie problematisch es für einige Vereine ist, wenn unerwartet Einnahmen wegfallen und man kein finanzielles Polster hat.


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    Es gab die Tage auch weitere Entscheidungen bzgl. Corona: Die Saison der 2. Frauen-Bundesliga sowie die Junioren-Wettbewerbe werden abgebrochen. Die 3. Liga sowie die 1. Frauen-Bundesliga werden fortgesetzt.

  • Viertes Spiel von Labbadia, dritter Sieg, drittes Spiel zu null, immer noch ungeschlagen, Endergebnis 2:0 gegen Augsburg. Und das trotz einiger Ausfälle. Aber das war in der zweiten Halbzeit ein Spiel mit dem Feuer. Lassen wir die ersten 20 Minuten des Spiels mal als Aufwärmphase außen vor, war das eine klare Überlegenheit von Hertha - bis zum Halbzeitpfiff. In der zweiten Halbzeit beim Stand von 1:0 für Hertha ein komplett anderes Spiel, in dem Hertha fast schon um den Ausgleich gebettelt hat. Einen Punkt hätte Augsburg definitiv verdient gehabt für die zweite Halbzeit. Stattdessen Hertha mit dem 2:0 in der 90. + 3. Minute. Und plötzlich weisen die Journalisten darauf hin, dass es nur noch vier Punkte bis Europa sind satt vom Nicht-Abstieg zu sprechen. So schnell kann's gehen. Aber immer schön auf dem Teppich bleiben. Der nächste Gegner ist der BVB und viele Spiele sind auch nicht mehr. Nach der Saison würde ich mich über einen einstelligen Tabellenplatz freuen und dann muss man nächste Saison mal schauen, wohin die Reise geht.

  • Nach den schönen Ergebnissen gab es jetzt leider die ersten zwei Niederlagen unter Labbadia.


    Zunächst ein 0:1 gegen den BVB, bei dem definitiv mehr für Hertha drin gewesen wäre. De facto war das einzige Tor des Spiels auch so ziemlich der einzige Schuss, den der BVB auf das Tor von Hertha gebracht hat. Vom BVB war das nämlich ein ganz schwachter Auftritt. Darum wäre mehr möglich gewesen. Insgesamt war der BVB schon besser und hat daher auch verdient gewonnen, aber nachdem der BVB das Hinspiel schon unverdient gewonnen hat, hätte es ja im Rückspiel umgekehrt laufen können. Naja, sollte nicht sein.


    Und nun ein 1:4 gegen Eintracht Frankfurt. Das war das erste schlechte Spiel unter Labbadia. Hertha ging in Führung und dann musste erst der Mittelfeld-Stabilisator verletzt raus, dann gab es kurz vor Halbzeitpfiff eine Rote Karte, die vertretbar, aber echt hart war, weil Boyata den Gegenspieler kaum berührt hat. Im Mittelfeld würde das nicht einmal gepfiffen werden, aber beim Versuch, ein Tor zu erzielen, reicht das eben, um einen Spieler aus dem Tritt zu bringen, und weil der Verteidiger der letzte Mann war, ist das nach dem Regelwerk eben eine Notbremse und damit eine Rote Karte. Und da es spielerisch mit unserem wichtigen Mittelfeld-Mann und zu elft schon nicht lief, ist Hertha in der zweiten Halbzeit dementsprechend auseinandergebrochen. Wobei man dazu noch sagen muss, dass das keine Entschuldigung für das 1:2 sowie das 1:3 ist, denn diese Gegentore waren so schwach verteidigt, dass sie in der Bundesliga niemals fallen dürfen, und da waren in beiden Situationen auch genug Spieler zum Verteidigen da. Das waren Geschenke.


    Es ist aber auch nicht völlig überraschend. Hertha kriecht derzeit auf dem Zahnfleisch. Es stehen kaum noch gesunde Spieler zur Verfügung, so viele Ausfälle hat Hertha. Alleine am Tag des Frankfurt-Spiels wurde die Verletztenliste wieder um gleich mehrere Spieler größer. Und es mussten sogar Spieler spielen, die zuvor verletzt waren und noch gar nicht fit genug waren, um unter normalen Umständen wieder zu spielen. Weil es teilweise wirklich gar keine Alternativen mehr gab. Und morgen geht's ja schon wieder weiter. Das Beste an der Situation ist definitiv, dass es für Hertha um nichts mehr geht. Absteigen können sie nicht mehr und das internationale Geschäft nur noch rechnerisch erreichen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering genug, dass sich da niemand Hoffnungen machen braucht.


    ---


    Nachtrag: Und gegen Freiburg hat es die nächste Niederlage gesetzt. Unverdient, denn Hertha war die bessere Mannschaft, aber erst ein Torhüter-Patzer (mal wieder!) und dann noch ein viel größerer Patzer ausgerechnet von Darida, einem der zuverlässigsten Spieler. Wirklich überflüssig, diese Niederlage.

  • In einer soeben zu Ende gegangenen Pressekonferenz hat der niederländische Premierminister Rutte zahlreiche Erleichterungen von Corona-Beschränkungen per 1.Juli angekündigt, da die Entwicklung der Fallzahlen dies zulasse. Dazu gehört, daß zu Fußballspielen wieder Zuschauer zugelassen werden. Es gibt aber erhebliche Auflagen:

    • 1.5 m Abstand in alle Richtungen zwischen den Stühlen,
    • Keine Tröten, Megaphone, Fanfaren etc
    • Keine Gesang und Sprechchöre
    • Keine Schreierei

    Wie die letzten zwei Dinge zu organisieren und kontrollieren sind, weiß niemand. Der Premier hat gesagt, wenn das nicht funktioniert, ist die Erleichterung genauso schnell wieder weg wie sie heute vorgestellt wurde.


    Die Ligavereine waren vorab informiert und haben schon reagiert. So sollen in den beiden größten Stadien mit 51.000 - 54.000 Zuschauern, De Kuip und Arena , ca. 9.000 - 13.000 coronakonforme Sitzplätze eingerichtet werden können. In Rotterdam steht man dem gelassen gegenüber, in Amsterdam rauft man sich die Haare, weil Ajax schon 40.000 Dauerkarten verkauft hat und man noch nicht weiß, wen man zulassen kann oder abweisen muß. Heerenveen mit 26.000 Stadionplätzen hat schon abgewunken, da wegen der Kosten ein Spiel mit eingeschränktem Zuschaueranteil mehr Verluste einbringt als ein Spiel ohne Zuschauer.


    Im Prinzip profitieren hier ab 1. Juli nur die Zuschauer von kleinen Amateurvereinen, da die Vereine des bezahlten Fußball eine neue Konzession beantragen müssen. Bearbeitungszeit ca. sechs Wochen. In der Praxis wird man hier erst gegen Mitte August starten können. Auf Grund der alten Coronaverordnung sollte der Profifußball am 1. Oktober starten, wird wohl jetzt Anfang September.

    "Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als daß man ihn den Generälen überlassen dürfte." Georges B. Clemenceau (1841-1929), Französischer Journalist und Politiker/Ministerpäsident

    Einmal editiert, zuletzt von Amsterdammer ()

  • Wie man "Kein Gesang und Sprechchöre" sowie "Keine Schreierei" umsetzen möchte, ist mir ein Rätsel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktionieren kann. Dafür ist Fußball zu sehr mit Emotionen verbunden und gerade Fußball-Fans sind in der Regel… wie sag ich das… auch eher nicht Opern-Publikum. ;) Insofern sollte man diese Regeln meiner Meinung nach komplett kippen und Fans im Stadion erst dann zulassen, wenn das nicht mehr als Problem erachtet wird, selbst wenn es bedeutet, dass erst später wieder Fans zugelassen werden können. Vor allem, wenn das eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Vereine bedeutet. Klar ist es doof im Stadion komplett ohne Fans, da fehlt was. Aber abgesehen davon, dass so auch kaum richtig Stimmung aufkommen kann, war ein wichtiger Punkt bei der Fortsetzung in Deutschland ja der finanzielle Aspekt für die Vereine. Das sollte man in den Niederlanden auch bedenken. Wenn man damit den Vereinen finanziell mehr schadet als ohne Fans, dann sehe ich den Sinn dahinter nicht. Die Prioritätensetzung ist für mich ganz klar 1. Gesundheit 2. Wirtschaftlichkeit und dann erst 3. Fans.


    Aber wenn zumindest so ein Plan schon besteht, dann bin ich ja mal gespannt, ob in den Niederlanden nicht sogar schon eher wieder Fans in den Stadien sind als in Deutschland, obwohl hier alles viel früher losging. Denn meines Wissens gibt es für Deutschland noch keine Pläne diesbezüglich und innerhalb der Vereine scheint mir die Annahme zu sein, dass die Spiele auch kommende Saison zumindest noch eine Weile ohne Zuschauer sein werden.


    ---


    Erfreuflich für die Vereine in Deutschland ist, dass die TV-Rechte für 2021/22 bis 2024/25 vergeben sind, weil die Vereine nun besser planen können. Zuvor gab es ja 15 Umsatzrekorde in Folge und jetzt wird es erstmals wieder weniger Geld geben. Aber in Anbetracht der Situation und den wirtschaftlichen Folgen daraus ist das ein hervorragender Vertrag und die Bundesliga hat keinen Grund, sich zu beklagen, möchte ich meinen. Nur mich als Konsument ärgert es, dass DAZN neben den Freitags- jetzt auch die Sonntags-Spiele hat. Für die paar Freitags-Spiele von Hertha konnte ich bequem, abhängig vom Spielplan, das DAZN-Abo mehrfach kündigen und wiederaufnehmen. Wenn DAZN jetzt die Freitage und die Sonntage hat, wird das vermutlich auf zusätzliche Monate hinauslaufen, die ich DAZN benötige. Und wenn sie dann noch den Preis erhöhen… Die müssen das Geld ja auch wieder reinbekommen und in einem kicker-Interview zu dem Thema wurde die Antwort auf die Frage nach einer Preiserhöhung elegant umgangen. DAZN ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis eh nicht schlecht, nur interessiert mich halt nur eine Hand voll Fußballspiele und der Rest von DAZN überhaupt nicht. Und dann ist es halt doch ärgerlich, wenn man dauerhaft Sky + DAZN braucht.


    ---


    Dafür Erfreuliches von Hertha: Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge gab es endlich wieder einen Sieg und den sogar wieder zu null. Das gegen Bayer 04 Leverkusen, die Hertha damit vermutlich aus der Champions League gestoßen hat und das mit zwölf (!) Ausfällen. Im Spiel gab es erneut einen Verletzten und eine fünfte gelbe Karte, ins letzte Saisonspiel geht es dann also sogar mit 14 Ausfällen…


    Jedenfalls war Cunha endlich wieder von Anfang an dabei und schon lief's. Er war es auch, der den Sieg mit einem Traumtor eingeleitet hat. Klarer Fall, welcher Name nächste Saison auf meinem Trikot stehen wird. :love: (Wenn nicht Piatek, das wird eine enge Kiste).


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    Aber wieder zwei so dicke Patzer von Jarstein… Ich bin so froh, dass sich Hertha zur neuen Saison nach einem neuen Torhüter umsieht. Denn ein guter Torhüter sichert einem Verein mindestens ein paar Punkte pro Saison. Und das hat Jarstein auch mehrere Jahre lang für Hertha getan, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Nur Fakt ist auch, dass er Hertha diese Saison einige Punkte gekostet hat und das kann sich Hertha nächste Saison nicht mehr leisten.

  • @ Rechte: Die Telekom hat wohl nicht mitgeboten, heißt das jetzt, das die Kunden via Magenta-TV keinen Liga-Fußball mehr gucken können obwohl sie das im Vertrag haben?


    BTW: Ich träume vom Aufstieg... :love:

  • Beinhaltet denn den Vertrag noch die übernächste Saison und darüber hinaus? Ich vermute stark, dass der Vertrag nicht derart langfristig ausgelegt ist, weil man ja nur verkaufen kann, woran man Rechte besitzt. Die kommende Saison bleibt noch alles, wie es ist. Die neuen Verträge gelten erst für 2021/22 und folgende Jahre. Aber ja, die Telekom darf ab dann keine Bundesliga mehr zeigen.

  • Nach einem verdienten 2:0 gegen Champions League-Anwärter Bayer 04 Leverkusen gab es am letzten Spieltag eine ebenso verdiente 1:2-Niederlage gegen Gladbach, die dadurch statt Leverkusen nächste Saison in der Champions League spielen werden. Es war kein gutes Spiel von Hertha und die Niederlage hätte höher ausfallen können, aber das bewerte ich bei all den Ausfällen (Heute musste Hertha sogar mit einem Nicht-Verteidiger auf der rechten Verteidiger-Position sowie dem dritten (!) Torhüter spielen), dem Gegner (nächste Saison Champions League) und der Tatsache, dass es für Hertha gar nichts mehr zu holen gab, auch nicht über. Endlich ist diese eigenartige Saison durch. :)