Entwicklung Firefox (Trunk)

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  • Seid ihr hier eigentlich an der Entwicklung direkt mit beteiligt


    Nein.


    Zitat

    oder leistet ihr nur den ehrenamtlichen Support mit dem, was man euch vorsetzt?


    Ja. Dieses Forum ist ein reines User-helfen-Usern-Forum. Entwicklungsvorschläge und Kritik zu Firefox kannst Du hierhin schreiben und hier mitlesen.

  • Wir sind hier alle nur Nutzer des Firefox. Nur ein, zwei, drei aus dem Forum und dem IRC sind etwas näher am Geschehen. Aber Programmierer des Firefox ist hier keiner. Sprich wir sind alles nur Freiwillige innerhalb der Firefox Community ;)

  • Wir sind an der Entwicklung von Firefox nicht direkt beteiligt. Ich will jetzt aber auch nicht für andere sprechen, daher jetzt rein auf mich bezogen:


    Ich habe schon geplant, irgendwann damit zu beginnen, zum Firefox-Code beizutragen. Mozilla hat dafür eine sehr offene Kultur. Bestimmte Aufgaben, die natürlich auch die bezahlten Entwickler umsetzen könnten, werden extra für ehrenamtliche Contributors freigehalten, um ihnen einen Einstieg zu geben, an einem großen Open Source-Projekt wie Firefox mitzuwirken. In Mozillas Bugtracking-System sind entsprechende einfache Aufgaben markiert und wer sich ein solches schnappt, bekommt einen Mentor, der einen bei der Umsetzung unterstützt. Mit einer leichten Aufgabe kommt man so rein und kann sich im Laufe der Zeit immer mehr steigern und größere Aufgaben übernehmen.


    Was aktuell bei mir der Fall ist: Ich verfolge die Entwicklung von Firefox sehr aktiv und bin dementsprechend für die ganzen News hier verantwortlich:


    https://www.camp-firefox.de/


    Das geht so weit, dass ich einige der Mozilla-Menschen kenne und mein Name bei einigen Mozilla-Mitarbeitern auch nicht komplett unbekannt ist. Das hat dazu geführt, dass mich Mozilla auch schon zu einigen Events in ganz unterschiedlichen Ländern eingeladen hat:


    https://wiki.mozilla.org/User:Cadeyrn#Events


    Da war jetzt schon länger nichts mehr, wie man sieht. Vor 1 1/2 Jahren hätte ich die Gelegenheit gehabt, auf Mozillas Kosten nach Hawaii zu kommen, leider gab es Änderungen in meinem beruflichen Umfeld, weswegen ich das nicht unterbekommen konnte.


    Was ich interessant finde, poste ich dann teilweise auch hier im Thread. Ich entwickle Firefox-Erweiterungen und habe daher gewisse Wünsche bezüglich Erweiterungs-Schnittstellen, was ich entsprechend Mozilla vorschlage und ggfs. auch mit den Entwicklern ausdiskutiere. Und ich teste sehr viel und melde sehr regelmäßig Fehler in Firefox an Mozilla. Das ist auch eine Form der Mitwirkung an Firefox.


    Kannst du etwas konkretisieren, was genau du dir für eine Art von Mitwirkung vorstellst? Vielleicht fällt mir ein Kontakt zu dem Bereich ein.

  • Man arbeitet auch an einem In-Page Pop-Up-Blocker. Wer helfen möchte den Datensatz für die Erkennnung zu verbessern, kann Seiten mit diesem Verhalten hier melden:
    https://docs.google.com/forms/…JG7CuqfwDT5B90sw/viewform


    Es gibt nun auch ein Add-on zum Melden:
    https://addons.mozilla.org/en-…/in-page-pop-up-reporter/


    Also wer von diesem Webseiten-Verhalten genervt ist und sowas in Zukunft nicht mehr sehen möchte, sollte sich das installieren und Mozilla helfen, indem man den Button auf entsprechenden Webseiten klickt. ;)


    Das Coole an dem ist ja, dass Mozilla eine automatische Erkennung versucht, also nicht auf Listen angewiesen wäre, wie es die bekannten Content-Blocker-Erweiterungen tun würden.

  • Zitat


    Kannst du etwas konkretisieren, was genau du dir für eine Art von Mitwirkung vorstellst?


    Usabilityforschung, Erkennen vermeidbare Hürden besonders für den eher unerfahrenen User. Dazu könnten z.B. Datenerhebungen zu Schwellenproblematiken deutschsprachiger User gehören. Die tollste Technik taugt nix, wenn die Leute nicht mit ihr zurechtkommen bzw. die Hürden für den Alltagsgebrauch zu hoch liegen. Ich bin Psychologe mit u.a. didaktischem Schwerpunkt; im Rahmen der Cognitive Load Theory ist es sinnvoll, kognitiven Ballast der Bedienung zu minimieren, um möglichst viel der mehr oder minder begrenzten Aufnahmefähigkeit für die Inhalte zur Verfügung zu haben -> Usability.

  • Ich habe schon geplant, irgendwann damit zu beginnen, zum Firefox-Code beizutragen. Mozilla hat dafür eine sehr offene Kultur. Bestimmte Aufgaben, die natürlich auch die bezahlten Entwickler umsetzen könnten, werden extra für ehrenamtliche Contributors freigehalten, um ihnen einen Einstieg zu geben, an einem großen Open Source-Projekt wie Firefox mitzuwirken. In Mozillas Bugtracking-System sind entsprechende einfache Aufgaben markiert und wer sich ein solches schnappt, bekommt einen Mentor, der einen bei der Umsetzung unterstützt. Mit einer leichten Aufgabe kommt man so rein und kann sich im Laufe der Zeit immer mehr steigern und größere Aufgaben übernehmen.


    Hier gibt es auch eine kleine Suchmaschine, mit der man einfache Bugs aus verschiedenen Technologiebereichen finden kann:
    https://www.joshmatthews.net/bugsahoy/


  • Du bist dir aber schon bewusst dass die Nightly Builds andauernd und täglich neue Funktionen erhalten und deswegen die Nummer nicht ganz so viel Gewicht hat wie bei der Beta? Sprich es ist nicht so dass sobald eine neue Nightly rauskommt die Entwickler gleich 10 neue Funktionen haben.


    Ist schon klar, Mag hald immer die neuste Version(nen kleinen Versionen Junkie ^^) meistens so einen tag früher die neuste Version über ftp nimmt und installiert, ich bin seit der Nightly dabei als die ersten win 64 bit raus kamen, den 100% als Nightly deutsch und 64bit war, ThunderBird Nightly hab ich nur noch englisch und 64 bit, weil deutsch die neusten Nightly nur 32bit für Windows, mit den sprach Dateien hab ich aufgehört weil bei so 4-5 Update ging wider der gesamte Thunterbird nicht mehr ging, weil wider Sprach Datei veraltet, aber nicht so schlimm eMail lesen email schreiben 4-5 pro monat, viel in Menues bin ich da ja nicht das englisch stört. ^^
    hat jetzt 5 verschiedene Browser installiert alles Alpha Versionen zum testen. ^^


    Ach PS: Wieso hat man bei Thunderbird Nightly deutsch immer nur die 32bit von windows???

    Windows 10 Enterprise 1809 17751.1 x64 (Fast)RTM. Firefox 63a1, ThunderBird 60 relase, MS Office 365 Personal Abo x64, Nicht vorhandene Viren Per Norton Security Premium v22.14.2.13 Killen. Es Grüßt ein Glücklicher NUR noch 64bit Kompatibler Marc Senn
    Ich Liebe dich Traumfrau Carla.


    Meine WebExtensions Addons

    Einmal editiert, zuletzt von EynMarc ()

  • Mozilla hat die Firefox-Roadmap für 2018 veröffentlicht - im Fokus steht erneut die Geschwindigkeit, dazu kommen weitere Möglichkeiten der persönlichen Anpassung, die Mobilprodukte und eine größere Einmischung von Firefox in Web-Content (Aufgabe der Neutralität für Adblocking Tracking Protection etc.):
    In 2018 Firefox browsers will be fast, personal, mobile, and opinionated.



    Für den Desktop klingt das alles ziemlich gut, auch wenn die wenigsten User 2018 in den Genuss von WebRender kommen werden.


    Leider scheint Firefox für Android halbtot zu bleiben. Er wird kaum speziell als Produkt angesprochen, und wer weiß wie wenig das 2017 gebracht hat, kann ungefähr ableiten dass Firefox für Android seine Probleme größtenteils behalten wird.
    Die einzige sinvolle Option auf Android scheint Firefox Focus zu sein, aber damit kann man nicht mal Sync benutzen. Ich kann verstehen, dass es zu viele Ressourcen erfordert, Android Gecko zu retten, vor allem da selbst ein morgen erscheinender konkurrenzfähiger Android Gecko nichts an den Marktanteilen ändern würde.
    Was langfristig schwierig ist, ist dass es meine Desktop-Erfahrung verschlechtert und mich irgendwann dazu bringen könnte, Firefox auch am Desktop zu verlassen.
    Mozilla scheint eindeutig auf die Welt nach Mobile zu setzen, sonst ist das schwer zu verstehen. Ich mag Firefox Focus für spezielle Aufgaben, aber er ist einfach kein Firefox-Ersatz. Ein kleiner Lichtblick ist nur, dass Firefox Focus GeckoView benutzen wird.
    Momentan schicke ich mit Send Tabs Webseiten an Firefox für Android, um sie dann mit Chrome zu öffnen…

  • Leider scheint Firefox für Android halbtot zu bleiben. Er wird kaum speziell als Produkt angesprochen, und wer weiß wie wenig das 2017 gebracht hat, kann ungefähr ableiten dass Firefox für Android seine Probleme größtenteils behalten wird.


    Ich weiß nicht, was für Probleme Firefox für Android haben soll, da er bei mir einwandfrei funktioniert, aber 2017 lag kein Fokus darauf, sondern auf dem Desktop. 2018 liegt ein ganz starker Fokus auf dem Mobile-Bereich, siehe Interview vor wenigen Wochen mit Barbara Bermes, die Produktmanagerin für Mozillas Mobile-Produkte ist. Sie sprach von einem Sprung für Mobile in der Größenordnung von Quantum für den Desktop.


    Ich kann verstehen, dass es zu viele Ressourcen erfordert, Android Gecko zu retten, vor allem da selbst ein morgen erscheinender konkurrenzfähiger Android Gecko nichts an den Marktanteilen ändern würde.


    Firefox hat auf Android nicht wegen der Qualität von Firefox so wenige Marktanteile, sondern weil im Gegensatz zum Desktop auf dem Smartphone und Tablet fast jeder Nutzer den vorinstallierten Browser nutzt, was auf dem Google-Betriebssystem nun einmal der Google-Browser ist. Firefox für Android ist definitiv konkurrenzfähig, das ist nicht das Thema. Du hast Recht, wenn du sagst, dass Änderungen an Firefox an den Marktanteilen nichts entscheidend verändern werden. Das klappt nur, wenn Firefox auf mehr Geräten vorinstalliert wird. Und dafür muss Mozilla Geld in die Hand nehmen. Mehr Marktanteile kann Firefox auf Android nur durch Geld-Investitionen erreichen.


    Mozilla scheint eindeutig auf die Welt nach Mobile zu setzen, sonst ist das schwer zu verstehen.


    Mobile ist selbstverständlich und muss auch ein Schwerpunkt für Mozilla sein, allerdings verstehe ich den Satz in dem Kontext nicht. Gerade hattest du ja geschrieben, dass Firefox für Android nach deiner Ansicht nicht genug Aufmerksamkeit erhält, dazu passt ein verstärkter Fokus auf Mobile nicht, das widerspricht sich.


    Ich mag Firefox Focus für spezielle Aufgaben, aber er ist einfach kein Firefox-Ersatz. Ein kleiner Lichtblick ist nur, dass Firefox Focus GeckoView benutzen wird.
    Momentan schicke ich mit Send Tabs Webseiten an Firefox für Android, um sie dann mit Chrome zu öffnen…


    Wozu das Ganze? Ich verwende zu 90 Prozent Firefox Klar und zu 10 Prozent Firefox. Wofür braucht man Chrome? Ich kann leider nicht folgen, welche Aufgabe Chrome in diesem Szenario erfüllt.

  • Noch ein paar ergänzende Hinweise, die ich vergessen hatte:


    Firefox Focus wird kein GeckoView bekommen, sondern nur Firefox Klar. Das habe ich mir einem von Mozillas Android-Entwicklern gerade nochmal bestätigen lassen. Vielleicht wird Firefox Focus auf lange Sicht, wenn sich der Test in Firefox Klar als positiv erweist, ebenfalls wechseln, aber dazu gibt es noch überhaupt keine konkreten Pläne.


    Was auch ganz gut Mozillas verstärkten Fokus auf Mobile unterstreicht, ist die Veröffentlichung neuer Apps, da stehen mindestens mal eine Lockbox-App (Passwortmanager) sowie Crow (VR-Browser) für Android auf dem Programm.

  • Ich weiß nicht, was für Probleme Firefox für Android haben soll, da er bei mir einwandfrei funktioniert, aber 2017 lag kein Fokus darauf, sondern auf dem Desktop. 2018 liegt ein ganz starker Fokus auf dem Mobile-Bereich, siehe Interview vor wenigen Wochen mit Barbara Bermes, die Produktmanagerin für Mozillas Mobile-Produkte ist. Sie sprach von einem Sprung für Mobile in der Größenordnung von Quantum für den Desktop.


    Das Thema hatten wir ja schon öfter, du scheinst Firefox für Android für sehr gelungen zu halten, ich kann dem leider nicht zustimmen - das ist meine ganz persönliche Nutzungserfahrung und das, was ich oft in Internetkanälen wie bei Reddit lese. Da liest man auch durchaus auch mal zwischen den Zeilen von Mozilla-Mitarbeitern, dass man nicht ganz glücklich mit Fennec ist.


    Meiner Erfahrung nach braucht er merklich mehr Akku, ist generell merklich langsamer und vor allem das Scrollverhalten kommt nicht annähernd an Chrome ran. Zum einen fühlt sich das Feedback zwischen physischem Ziehen und dem Scrollen am Bildschirm einfach schlecht und verzögert an, zum anderen verwischt Text bei schnellerem Scrollen sehr schnell und braucht dann eine merkliche Zeitspanne, bis er wieder scharf wird.


    Auch landen neue Desktop-Features oft nur deutlich später oder gar nicht in Fennec, bei Chrome ist die Entwicklung meist synchroner.


    Zitat

    Firefox hat auf Android nicht wegen der Qualität von Firefox so wenige Marktanteile, sondern weil im Gegensatz zum Desktop auf dem Smartphone und Tablet fast jeder Nutzer den vorinstallierten Browser nutzt, was auf dem Google-Betriebssystem nun einmal der Google-Browser ist. Firefox für Android ist definitiv konkurrenzfähig, das ist nicht das Thema. Du hast Recht, wenn du sagst, dass Änderungen an Firefox an den Marktanteilen nichts entscheidend verändern werden. Das klappt nur, wenn Firefox auf mehr Geräten vorinstalliert wird. Und dafür muss Mozilla Geld in die Hand nehmen. Mehr Marktanteile kann Firefox auf Android nur durch Geld-Investitionen erreichen.


    Das ist mir bewusst, deshalb ja mein Einwurf dass ich verstehe, dass Firefox für Android nicht der größte Fokus sein kann bei einer relativ kleinen Firma wie Mozilla. Die Konkurrenten haben ja schon aufgegeben, praktisch alle alternativen Android-Browser verwenden Chromium oder Android WebView - selbst von Microsoft.


    Zitat

    Mobile ist selbstverständlich und muss auch ein Schwerpunkt für Mozilla sein, allerdings verstehe ich den Satz in dem Kontext nicht. Gerade hattest du ja geschrieben, dass Firefox für Android nach deiner Ansicht nicht genug Aufmerksamkeit erhält, dazu passt ein verstärkter Fokus auf Mobile nicht, das widerspricht sich.


    Ich meinte, dass Mozilla bereits auf neue Technologien wie Mixed Reality setzt und den Mobile-Browser-Markt im Grunde aufgegeben hat.


    Zitat

    Wozu das Ganze? Ich verwende zu 90 Prozent Firefox Klar und zu 10 Prozent Firefox. Wofür braucht man Chrome? Ich kann leider nicht folgen, welche Aufgabe Chrome in diesem Szenario erfüllt.


    Firefox Klar ist mir zu speziell, ich möchte idR Tabs einige Zeit offen halten und auch bei diversen Diensten angemeldet bleiben. Da Firefox für Android sich aber deutlich schlechter anfühlt, übernimmt bei mir eben Chrome die Rolle.


    Firefox Focus wird kein GeckoView bekommen, sondern nur Firefox Klar. Das habe ich mir einem von Mozillas Android-Entwicklern gerade nochmal bestätigen lassen. Vielleicht wird Firefox Focus auf lange Sicht, wenn sich der Test in Firefox Klar als positiv erweist, ebenfalls wechseln, aber dazu gibt es noch überhaupt keine konkreten Pläne.


    Jetzt bin ich verwirrt, ich dachte Klar wäre lediglich der deutsche Name für Focus?

  • Das Thema hatten wir ja schon öfter, du scheinst Firefox für Android für sehr gelungen zu halten, ich kann dem leider nicht zustimmen - das ist meine ganz persönliche Nutzungserfahrung und das, was ich oft in Internetkanälen wie bei Reddit lese. Da liest man auch durchaus auch mal zwischen den Zeilen von Mozilla-Mitarbeitern, dass man nicht ganz glücklich mit Fennec ist.


    Du veränderst da meine Aussage ziemlich stark. Ich schrieb, dass ich keine Probleme mit Firefox habe. Das habe ich als Antwort darauf geschrieben, dass du ganz explizit von Problemen gesprochen hast, die du in dem Beitrag noch nicht einmal benannt hattest (erst jetzt). Von dort auf "Das Thema hatten wir ja schon öfter, du scheinst Firefox für Android für sehr gelungen zu halten" zu kommen ist ein gewaltiger Sprung. Die Zeilen, auf die du dich beziehst, kenne ich leider nicht.


    Meiner Erfahrung nach braucht er merklich mehr Akku, ist generell merklich langsamer und vor allem das Scrollverhalten kommt nicht annähernd an Chrome ran. Zum einen fühlt sich das Feedback zwischen physischem Ziehen und dem Scrollen am Bildschirm einfach schlecht und verzögert an, zum anderen verwischt Text bei schnellerem Scrollen sehr schnell und braucht dann eine merkliche Zeitspanne, bis er wieder scharf wird.


    Diese Probleme kann ich in der Tat nicht nachvollziehen. Firefox ist bei mir noch nie ein nachweisbarer Faktor für den Akku gewesen, das Scrollen funktioniert bei mir einwandfrei und Schärfeprobleme exstieren auf meinem Gerät ebenfalls nicht beim Scrollen. Mag ja sein, dass diese Probleme bei dir vorhanden sind, das bestreite ich gar nicht, denn es ist klar, dass im Grafik-Bereich vieles von der Hardware abhängt. Ich kann nur sagen, dass mir diese Probleme völlig unbekannt sind.


    Auch landen neue Desktop-Features oft nur deutlich später oder gar nicht in Fennec, bei Chrome ist die Entwicklung meist synchroner.


    Das sind ja auch zwei völlig verschiedene Produkte. Beide teilen sich nur die Plattform, ansonsten besteht kein Zusammenhang. Es würde auch die Entwicklung massiv behindern, wenn man das zu einer Anforderung machen würde. Das begrüße ich daher sehr, dass sich Mozilla nicht diese Einschränkung selbst auferlegt. Dafür ist mir vor allem der Desktop-Firefox zu wichtig.


    Das ist mir bewusst, deshalb ja mein Einwurf dass ich verstehe, dass Firefox für Android nicht der größte Fokus sein kann bei einer relativ kleinen Firma wie Mozilla. Die Konkurrenten haben ja schon aufgegeben, praktisch alle alternativen Android-Browser verwenden Chromium oder Android WebView - selbst von Microsoft.


    Aus einem ganz einfachen Grund: die WebView ist auf dem System des Anwenders vorhanden, das kann vorausgesetzt werden. Das macht die Entwicklung eines Produktes um so vieles einfacher, weil du dich um den ganzen Part nicht kümmern musst.


    Mozilla bietet mit GeckoView in Zukunft endlich eine Alternative ein, aber die muss in das Produkt eingebettet werden und das ist für viele Apps auch keine Option. Ich kann jetzt keine genaue Zahl liefern, aber das macht sicher auch 30 MB nur dafür aus. Zum Vergleich: Firefox Focus ist insgesamt nur 4 MB groß.


    Ich meinte, dass Mozilla bereits auf neue Technologien wie Mixed Reality setzt und den Mobile-Browser-Markt im Grunde aufgegeben hat.


    Wie kommst du denn auf so etwas? :shock: Das ist sowas von definitiv nicht wahr. Mixed Reality ist ein Thema für Mozilla und das ist auch zwingend notwendig, wie dir sicher klar ist. Der Browser-Markt ist für Mozilla aber nach wie vor wichtig, wie man ja auch deutlich sieht. Firefox für iOS ist noch gar nicht so alt, Firefox Klar für Android und iOS sind weitere noch junge Browser, dann kamen Firefox Rocket (welcher ebenfalls nach wie vor aktiv entwickelt wird, Version 2.0 dürfte bald fertig sein) und Firefox für das Fire TV ist ein weiterer Browser für eine weitere Plattform. Dazu kommt noch ein VR-Browser mit Crow und GeckoView ist eine Browser-Engine. Das widerspricht ja mal deutlich der Aussage "Mobile-Browser-Markt im Grunde aufgegeben". Was Mozilla allerdings erkannt hat und was ich für sehr schlau halte, ist die Tatsache, dass man Erfolg nicht nur über die Einzelprodukt-Strategie haben kann. Mozilla hat unterschiedliche Potentiale in unterschiedlichen Märkten und Anwendungsfällen entdeckt, für die sich wunderbar spezialisierte Browser entwickeln lassen, die in diesen Bereichen mehr Erfolg haben als es das Hauptprodukt hätte.



    Jetzt bin ich verwirrt, ich dachte Klar wäre lediglich der deutsche Name für Focus?


    Im Großen und Ganzen ja. Die Standard-Einstellung für Telemetrie ist auch eine andere (Focus: Opt-Out, Klar: Opt-In). Durch GeckoView wird es erstmals einen größeren Unterschied zwischen Focus und Klar geben. Der Vorteil der beschränkten Reichweite von Firefox Klar ist, dass sich das damit gut eignet, um GeckoView sowie neue Features zu testen, die nur mit GeckoView möglich sind. Ob Firefox Focus dann GeckoView erhalten wird, wird auch vom Feedback abhängen, welches man für Firefox Klar mit GeckoView erhält.

  • Du veränderst da meine Aussage ziemlich stark. Ich schrieb, dass ich keine Probleme mit Firefox habe. Das habe ich als Antwort darauf geschrieben, dass du ganz explizit von Problemen gesprochen hast, die du in dem Beitrag noch nicht einmal benannt hattest (erst jetzt). Von dort auf "Das Thema hatten wir ja schon öfter, du scheinst Firefox für Android für sehr gelungen zu halten" zu kommen ist ein gewaltiger Sprung. Die Zeilen, auf die du dich beziehst, kenne ich leider nicht.


    Diese Probleme kann ich in der Tat nicht nachvollziehen. Firefox ist bei mir noch nie ein nachweisbarer Faktor für den Akku gewesen, das Scrollen funktioniert bei mir einwandfrei und Schärfeprobleme exstieren auf meinem Gerät ebenfalls nicht beim Scrollen. Mag ja sein, dass diese Probleme bei dir vorhanden sind, das bestreite ich gar nicht, denn es ist klar, dass im Grafik-Bereich vieles von der Hardware abhängt. Ich kann nur sagen, dass mir diese Probleme völlig unbekannt sind.


    Das war nicht meine Absicht. Was ich ausdrücken möchte: Während ich Firefox am Desktop generell immer und spätestens mit Quantum wieder als echte Alternative zu Chrome gesehen habe, mit der ich keine faulen Kompromisse eingehen muss, habe ich bei Fennec leider immer das Gefühl, ich benutze gerade ein schlechteres Produkt, um Google keine Daten füttern zu müssen oder Mozillas Non-Profit-Mission zu unterstützen.


    Das liegt sowohl an ganz konkreten Problemen, die mich stören, als auch an einer grundlegenden "Minderperformance" in gewissen Dingen.


    Zitat

    Das sind ja auch zwei völlig verschiedene Produkte. Beide teilen sich nur die Plattform, ansonsten besteht kein Zusammenhang. Es würde auch die Entwicklung massiv behindern, wenn man das zu einer Anforderung machen würde. Das begrüße ich daher sehr, dass sich Mozilla nicht diese Einschränkung selbst auferlegt. Dafür ist mir vor allem der Desktop-Firefox zu wichtig.


    Das kommt darauf an, was bspw. das UI angeht, würde ich zustimmen, was viele technische Grundlagen wie die Javascript- oder CSS-Engine angeht, nicht so sehr. Da profitiert das Mobilprodukt fast gleichermaßen wie die Desktopversion.
    Google ist ja auch sehr erfolgreich was das angeht, V8 bspw. kann man komplett auskoppeln und sowohl in anderen Produkten als auch auf fast jeder Plattform benutzen - und das ohne große Abstriche machen zu müssen mit vertretbarem Aufwand.


    Zitat

    Aus einem ganz einfachen Grund: die WebView ist auf dem System des Anwenders vorhanden, das kann vorausgesetzt werden. Das macht die Entwicklung eines Produktes um so vieles einfacher, weil du dich um den ganzen Part nicht kümmern musst.


    Es macht aber eben auch abhängig von einer fremden Browserengine und das ist etwas, was Mozilla immer abgelehnt hat. Man könnte sicher eine Menge Ressourcen sparen, würde man auch am Desktop keine eigene Engine betreiben. Es gibt ja durchaus Stimmen die meinen, dass die AFAIK über 1.000 Mitarbeiter, die Mozilla an Firefox sitzen hat, in Zukunft zu wenig sein könnten.


    Zitat

    Mozilla bietet mit GeckoView in Zukunft endlich eine Alternative ein, aber die muss in das Produkt eingebettet werden und das ist für viele Apps auch keine Option. Ich kann jetzt keine genaue Zahl liefern, aber das macht sicher auch 30 MB nur dafür aus. Zum Vergleich: Firefox Focus ist insgesamt nur 4 MB groß.


    Das ist in der Tat ein ziemliches Problem, das Mozilla ohne eigenes Betriebssystem immer hat.


    Zitat

    Wie kommst du denn auf so etwas? :shock: Das ist sowas von definitiv nicht wahr. Mixed Reality ist ein Thema für Mozilla und das ist auch zwingend notwendig, wie dir sicher klar ist. Der Browser-Markt ist für Mozilla aber nach wie vor wichtig, wie man ja auch deutlich sieht. Firefox für iOS ist noch gar nicht so alt, Firefox Klar für Android und iOS sind weitere noch junge Browser, dann kamen Firefox Rocket (welcher ebenfalls nach wie vor aktiv entwickelt wird, Version 2.0 dürfte bald fertig sein) und Firefox für das Fire TV ist ein weiterer Browser für eine weitere Plattform. Dazu kommt noch ein VR-Browser mit Crow und GeckoView ist eine Browser-Engine. Das widerspricht ja mal deutlich der Aussage "Mobile-Browser-Markt im Grunde aufgegeben". Was Mozilla allerdings erkannt hat und was ich für sehr schlau halte, ist die Tatsache, dass man Erfolg nicht nur über die Einzelprodukt-Strategie haben kann. Mozilla hat unterschiedliche Potentiale in unterschiedlichen Märkten und Anwendungsfällen entdeckt, für die sich wunderbar spezialisierte Browser entwickeln lassen, die in diesen Bereichen mehr Erfolg haben als es das Hauptprodukt hätte.


    Ohne das runtermachen zu wollen sitzt man mit den Produkten halt in einer ziemlichen Nische. Die Downloadzahlen für Firefox Focus bspw. klingen absolut nicht schlecht, relativ gesehen macht es aber kaum was aus. Da sind selbst Chromium-Derivate weit erfolgreicher.
    Wie weit das Mozilla insgesamt weiterbringt, kann ich als Außenstehender natürlich nicht beurteilen.


    Zitat

    Im Großen und Ganzen ja. Die Standard-Einstellung für Telemetrie ist auch eine andere (Focus: Opt-Out, Klar: Opt-In). Durch GeckoView wird es erstmals einen größeren Unterschied zwischen Focus und Klar geben. Der Vorteil der beschränkten Reichweite von Firefox Klar ist, dass sich das damit gut eignet, um GeckoView sowie neue Features zu testen, die nur mit GeckoView möglich sind. Ob Firefox Focus dann GeckoView erhalten wird, wird auch vom Feedback abhängen, welches man für Firefox Klar mit GeckoView erhält.


    Ok, ungewöhnlich das für eine komplette Region umzusetzen. Aber eine embeddable Form von Gecko wäre ja mal eine überaus positive Entwicklung.

  • Das war nicht meine Absicht.


    Weiß ich doch. ;) Auf den Rest dieses Teils werde ich jetzt nicht eingehen, ganz einfach, weil ich dazu nichts Hilfreiches schreiben kann, ich kann dazu weder Lösungen noch Pläne anbieten.


    Das kommt darauf an, was bspw. das UI angeht, würde ich zustimmen, was viele technische Grundlagen wie die Javascript- oder CSS-Engine angeht, nicht so sehr. Da profitiert das Mobilprodukt fast gleichermaßen wie die Desktopversion.


    Das Problem ist, dass das, was du dir wünschst, Entwicklungen zurückhält. Nehmen wir das Beispiel Stylo, weil wir dazu konkrete Release-Termine kennen. Hätte Mozilla Stylo auf dem Desktop und auf Android gleichzeitig releasen wollen, wäre nicht Stylo für Android bereits mit Firefox 57 gekommen, sondern umgekehrt Stylo für den Desktop erst mit Firefox 60, obwohl Stylo für den Desktop fertig war. Der Punkt ist doch, dass die Dinge eben erst dann fertig sind, wenn sie fertig sind, und es bringt niemandem etwas, wenn man Dinge nicht auch dann ausliefert, wenn sie fertig sind.


    Du kannst den Fokus entweder auf eine Plattform legen und die andere Plattform dann nachziehen oder du verteilst den Fokus gleich, dann dauert es aber für beide Plattformen länger. In der Summe ist der Aufwand gleich, nur in dem einen Fall profitieren schonmal alle Desktop-Nutzer, in dem anderen Fall müssen alle warten. Es besteht sogar die Gefahr, dass es den Zeitpunkt, an dem eine bestimmte Qualitätsstufe erreicht wird, nach hinten verschiebt, weil man einige Dinge erst in der Praxis sieht, wenn eine Auslieferung an reale Nutzer und Geräte erfolgt. Das Vorgehen ist also definitiv richtig, vor allem dann, wenn man nur einen Bruchteil der Mitarbeiter von Google hat.


    Google ist ja auch sehr erfolgreich was das angeht, V8 bspw. kann man komplett auskoppeln und sowohl in anderen Produkten als auch auf fast jeder Plattform benutzen - und das ohne große Abstriche machen zu müssen mit vertretbarem Aufwand.


    Beim Thema Embedding ist Google sehr viel weiter als Mozilla, vollkommen richtig. Dafür gibt es verschiedene Gründe, wie dass Mozilla das Embedding-Thema vor einigen Jahren zu Gunsten von Firefox streichen musste, man mittlerweile, wo es aus Firefox-Sicht wieder super passen würde, zu spät dran ist und Google zum genau richtigen Zeitpunkt die Lösungen hatte, aber eben auch den Vorteil des erfolgreichen Android-Betriebssystems.


    Ich halte es für extrem wichtig, dass Mozilla das Thema Embedding wieder aufgreift, unter anderem mit GeckoView. Ich glaube auch, dass Mozilla hier seine Abnehmer finden wird. Nur glaube ich nicht, dass das den Embedding-Markt groß verändern wird. Eben der Vorteil, die Engine nicht mitliefern zu müssen, weil sie jeder bereits auf dem System hat (WebView), ist ein unbezahlbarer Vorteil.


    Es macht aber eben auch abhängig von einer fremden Browserengine und das ist etwas, was Mozilla immer abgelehnt hat. Man könnte sicher eine Menge Ressourcen sparen, würde man auch am Desktop keine eigene Engine betreiben.


    Die Entwicklung von Firefox würde das natürlich enorm vereinfachen. Nur ist bei diesem Thema wichtig, dass Mozilla eben nicht nur ein beliebiger Browserentwickler sind, sondern maßgeblich mitbestimmt, wie Webstandards aussehen, und das geht nicht ohne eigene Browser-Engine.


    Es gibt ja durchaus Stimmen die meinen, dass die AFAIK über 1.000 Mitarbeiter, die Mozilla an Firefox sitzen hat, in Zukunft zu wenig sein könnten.


    Es arbeiten ganz sicher nicht über 1.000 Mitarbeiter an Firefox. Mozilla hat insgesamt ja nur etwas mehr als 1.000 Mitarbeiter. Ziehen wir erst mal knapp 100 Foundation-Mitarbeiter ab, mindestens 30 Mitarbeiter, die an Pocket arbeiten. Mozilla stellt Mitarbeiter für Servo, für das Coral-Projekt, für Spracherkennung, für Mixed Reality, für Internet of Things, für politische Angelegenheiten, Codec-Entwicklung, Marketing ist auch keine direkte Arbeit an Firefox usw. Ich will darauf hinaus, dass Mozilla sehr viel mehr als nur Firefox macht und die anderen Sachen werden nicht mal eben so einfach neben der Arbeit an Firefox abgewickelt, diese Menschen arbeiten häufig nicht an Firefox, weil das teilweise eigene Vollzeit-Jobs sind.


    Ohne das runtermachen zu wollen sitzt man mit den Produkten halt in einer ziemlichen Nische. Die Downloadzahlen für Firefox Focus bspw. klingen absolut nicht schlecht, relativ gesehen macht es aber kaum was aus. Da sind selbst Chromium-Derivate weit erfolgreicher.


    Wie weit das Mozilla insgesamt weiterbringt, kann ich als Außenstehender natürlich nicht beurteilen.


    Der Punkt dabei ist allerdings, dass die Nutzer dieser Nischen-Produkte häufig keine Nutzer sind, die ansonsten Firefox nutzen würden. Mozilla erreicht über spezialisierte Produkte mehr neue Nutzer als dass sie sich selbst wegnehmen. Die Strategie, auf Android mit einem einzigen Produkt auf einen hohen Marktanteil zu kommen, wird für Mozilla nicht aufgehen. Also wählt Mozilla eine Strategie, über die sie ihre Präsenz auf dem mobilen Sektor trotzdem stärken können.

  • Lurtz: in Zusammenhang mit unserer aktuellen Diskussion möchte ich die folgende aktuelle Stellenausschreibung von Mozilla nicht unerwähnt lassen, auf die ich gerade gestoßen bin:


    https://careers.mozilla.org/position/gh/1079277


    tl;dr: Mozilla sucht derzeit in verschiedenen Bereichen (Programmierer, Designer, Forscher, Tester) Mitarbeiter, die dabei helfen, den "Next-Generation-Browser" für Android zu bauen. Also damit sollte noch einmal bestätigt sein, dass der Android-Browser nach wie vor eine Priorität für Mozilla ist. ;)

  • Ziemlich cool:
    https://gfycat.com/MaleFixedBunny


    Mozilla plant ja eine Veröffentlichung von Firefox Klar mit Gecko statt Webkit. Der Link zeigt einen ersten experimentellen Build von Firefox Klar mit Servo als Engine. Servo hat zwar noch keine Release-Qualität, aber trotzdem eine gute Sache, weil es vor allem die Flexibilität der GeckoView-API zeigt: die Engine konnte einfach ohne weitere Anpassung "reingeworfen" werden, und es zeigt, dass Servo auch auf Android funktioniert. :)