Online-Rollenspiele Abzocke?

  • Zitat von Libby

    Es zwingt doch keiner irgendjemanden, das Spiel zu benutzen, oder? Wem's zu teuer ist, der soll's halt einfach lassen?!


    Konstruktive Antwort. Mir geht es hier eigentlich darum ungefähr die Gewinnspanne von Blizzard herauszubekommen, aber da hier lieber große Reden geschwungen werden um die Ehre von Blizzard zu verteidigen, hat der Thread seinen Sinn verfehlt. Spielen werde ich WoW sowieso nie, ich mag keine Spiele mit derartigem Spielzwang.


    13 Euro sind kein Pappenstiel, vor allem wenn die Zielgruppe dieser Spiele meistens Schüler sind. Solche Ausgaben summieren sich schließlich. Es gibt zwar viele Angebote die noch weit teurer sind, das ist trotzdem kein Alibi dafür rießige Gewinnspannen durch überhöhte Preise zu schlagen. Der Preis eines Angebotes sollte sich nach den Unkosten des Anbieters richten, das ist fair und es ist auch eine faire Gewinnspanne dabei.


    Angenommen die Unkosten pro Spieler inkl. Personalkosten betragen für Blizzard wirklich nur 2 Euro im Monat, würdet ihr den monatlichen Preis nicht als ziemlich überteuert bezeichnen?

  • Naja letztlich kann man den Preis nicht beurteilen da man die Ausgaben des Anbieters dafür nicht kennt.


    @S.i.T Half-Life2 hat doch keinen Schlecht zu verstehenden Sinn, oder doch?

    Mozilla/5.0 (X11; U; Linux x86_64; de-DE; rv:1.9.1.1) Gecko/20090702 Firefox/3.5

  • das ist Milchmädchenrechnung.


    Und darüberhinaus waren die Online-Spiele immer so um diesen Dreh. Also für 4 Märker hast net mal UO daddeln können, als der run auf Drachenfels losging und man dann irgendwo für 500 Mark aufwärts Superchars kaufen konnnte, oder Schlösser, was auch immer.


    Für einen krottenhaften Kick in der Kreisliga zählst net weniger - und das für knapp 1 Stunde mit anschließendem Gerstenbräu.


    Die Zielgruppe gibt für andere Dinge, die sie interessiert, nicht weniger aus, eher das Gegenteil. Und würde wir von heute auf morgen das iNet kappen, das sehe es aber ganz duster aus - was die Aufteilung der Geldmittel angeht. Ein Kückensong via Jamba, hat auch seinen Preis und die das machen, sitzen max ne Stunde dran. Ich kenne zufällig die Arbeitsweise in Hannover, von einigen sogenannten "Komponisten".


    Dann gilt es imemr noch - frei Marktwirtschaft. Wenn es zu teuer wäre, würden nicht Millionen weltweit das Erbe anwerfen - auch die Zielgruppe. Die Strategie spricht für Blizzard. Wie sie es umsetzen, weiß ich nun nicht. Du darfst auch eines nicht vergessen; für 13 € ist auch ein online-support inbegriffen. Player A, ich hänge... tapp tapp, kommt wer oder so.

  • Zitat von [url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,363363,00.html]Spiegel Online[/url]

    Bis der erste Spieler online laufen lernte, hat Blizzard in fünfeinhalb Jahren Entwicklungsdauer geschätzte 50 Millionen Dollar investiert. Hinzu kommen jedes Jahr weitere Kosten für eine reibungslose Verbindung der Spieler, die Kundenbetreuung und die Weiterentwicklung der Welten. Bei Blizzard sollen das mehr als zehn Millionen Dollar jährlich sein.

  • Zitat von bugcatcher


    Die Zahlen sind sicher im richtigen Bereich, jedoch nur Schätzungen des Spiegels. Sie wurden nicht von Blizzard bestätigt.
    Ist aber schon sehr interessant der Artikel.

  • Zitat von bugcatcher


    Endlich mal Zahlen! Die Entwicklungskosten sind zwar ziemlich hoch, und konnten nur aufgrund der sehr hohen Verkaufszahl durch den Verkaufspreis gedeckt werden, so das Blizzard auch dort Gewinn macht, die jährlichen Unterhaltskosten sind dafür ziemlich gering.
    Blizzard nimmt monatlich um die 25 Millionen Euro durch die monatliche Abogebühr ein(jährlich sind das rund 300 Millionen), dadurch entstehen aber nur rund 850k Euro monatlich an Ausgaben.


    Der durchschnitt der Spieler kostet Blizzard also rund 40Cent im Monat, dafür streichen sie 13 Euro von ihm ein...

  • Gibt's denn ein halbwegs vernünfitiges Browsergame, welches kostenfrei daherkommt? Würde sowas gerne mal testen. Abschreckend finde ich immer, dass diese Dinge immer in einer völlig surrealen Welt mit Orks spielen und Magiern und einer eigenen Zeit und hin und her....
    Die Vorgeschichte solcher Games beträgt meist mehrere Seiten und ein Tutorial kommt auch nicht unter 15 Seiten aus. Die Geschihten beginnen dann lustigerweise auch mit "Wir schreiben das Jahr 5825 Ypegenischer Zeit...."


    Gibt's da was halbwegs normales???

  • http://www.inselkampf.de
    Spielt in einer Zeit mit Schwertkämpfern und Kanonenbooten.
    Man startet mit einer Insel, baut dort strategisch günstig Rohstoffproduktion und Militär, für Gebäude und Forschung gibt es Punkte für die Insel. Hat man mehrere Inseln werden die Punkte der Inseln addiert, das ergibt die Spielerpunktzahl, dann gibt es natürlich auch Ranglisten und so weiter...
    Sehr kriegerisch das Spiel, wer es lieber etwas ruhiger mag sollte lieber zum Klon http://www.insel-monarchie.de greifen, dort steht Krieg weniger im Vordergrund. Bis auf den Glücksfaktor an was für Gegenspieler man gerät ist dieses Spielprinzip Aufbaustrategie pur, leider muss man sich häufig einloggen um zu spielen.

  • Sehr interessante Diskussion!


    Wer ein wirklich gutes Online (Adventure)-Rollenspiel spielen will und nicht extra dafür blechen möchte, der soll sich Diablo II + Erweiterungs CD zulegen. Das kriegt man fast in jedem Elektromarkt nachgeworfen.


    Ist zwar nicht das neueste Game, aber sehr viele Ideen (Charentwicklung usw.) sind in WoW eingeflossen. Und man kann kostenlos online zocken solange man will - Internetgebühren fallen natürlich zusätzlich an - also nur mit Flat zocken.


    Dass die Leute bei Blizzard Onlinespiele hosten können und sehr viel Mühe und Zeit dafür aufbringen, das wird jeder bestätigen, der mal ne Zeit lang Dia2 online gezockt hat.


    Klar ist das nun nicht mehr der Renner für Blizzard, aber die haben da wirklich Jahre immer wieder neue Patches, die das Spiel auch wirklich verbessert haben, veröffentlicht. Da steckt sehr viel Arbeit und Geld drin ein weltweites Rollenspiel-Server-Netz am laufen zu halten!! Auch nur um ständig die Cheater wieder los zu werden, aber das hat ja Bugcatcher ja alles schon sehr ausführlich beschrieben.


    Ich kenn einige Leute, die nach Dia2 zu Dark Age of Camelot gewechselt haben und für diesen Spass auch gerne ihre Kohle monatlich bezahlen. Einfach weil ihnen der Spass das wert ist. Die würden das z.B. nie für Premiere oder sowas ausgeben ;-)


    Ein gutes Onlinespiel kann auch ganz schön süchtig machen, da haben schon Leute vergessen, dass sie eigentlich zur Arbeit müssten. Und kommunikativ ist das allemal, habe heute noch Kontakt zu Spielern mit denen ich vor 4 Jahren Dia2 gezockt hab.


    Jedem das seine,


    Thomas

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