Firefox automatisch Konfigurieren

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  • Hatte mir von den Verfechtern eines freien Browsern mehr Freiheiten versprochen (wollte jetzt auch mal persönlich werden).

    Kompletter Unsinn. Ich bin weder ein Verfechter, auch nicht für das freie Surfen, und ich nutze mehr als einen Browser. Ich richte jedoch meine Filter so ein, dass gewisse Einflüsse hier nicht wirken. Wie Sören schon schrieb, F-droid bietet eine kastrierte und gefährliche Ausgabe, etwas, was ich hier einstellen kann, du aber mit "Fennec" nicht mehr. So viel zu "Freiheit beim Surfen".

    Die apk findest du

    Wenn es absolut identisch ist mit dem im Store, kann man es sogar darüber erneuern lassen.

  • Die Frage war nach der Apk von einem Space seitens Mozilla. Diese Alternative habe ich ihm genannt. Ein weiterer wäre: https://firefox-ci-tc.services…e.v2.fenix.release.latest

  • ich bin doch erschrocken wie freie Alternativen zu den großen Playern hier schlecht geredet werden.


    Das kann sich nur auf F-Droid statt Google Play Store beziehen. Und da habe ich klare Fakten genannt. Argumentieren ist dann doch etwas vollkommen anderes als "schlechtreden", zumal es auch nicht der Wahrheit entspricht, dass es hier übergeordnet um "freie Alternativen zu den großen Playern" gegangen wäre. Es ging um einen konkreten Fall.


    Ich habe heute testweise mal einen FirefoxESR von allen unseren Anpassungen befreit und dann aus meiner Sicht datenschutzfreundliche Einstellungen in der about:preferences getroffen (Telemetrie aus, leere Startseite, etc.)


    Die Abschaltung von Telemetrie und das Leeren der Startseite als Datenschutz-Maßnahmen zu bezeichnen, ist in meinen Augen sehr weit hergeholt. Bei Telemetrie geht es technische Leistungsdaten, nicht um persönliche Daten irgendeiner Art, und die Startseite hat nicht einmal entfernt irgendetwas mit Datenschutz zu tun.


    Trotzdem finde ich im Proxy beim Start folgende Verbindungsversuche:


    […]


    Ich hätte hier keinen Verbindungsversuch erwartet!


    Diese Erwartung setzt voraus, dass du entsprechende Funktionen abgeschaltet hast. Was du gezeigt hast, hat weder mit Telemetrie noch mit der Startseite zu tun. Und ich weiß ja nicht, was du sonst noch umgestellt hast, da du nur diese zwei Beispiele genannt hast.


    detectportal.firefox.com:


    Die Firefox-Funktion „Captive Portal“ prüft, ob für Ihre Netzwerkverbindung eine Anmeldung erforderlich ist (z. B. an einem öffentlichen WLAN-Hotspot), indem sich Firefox regelmäßig mit https://detectportal.firefox.com/success.txt verbindet.
    Firefox wird auch Verbindungen zu dieser URL herstellen, um zu prüfen, ob Ihr aktuelles Netzwerk IPv6 unterstützt.


    Textquelle


    firefox.settings.services.mozilla.com:


    Darüber werden aktuelle Blocklisten für Add-ons, Grafikkarten und Sicherheits-Zertifkate heruntergeladen. Du schreibst davon, dass bei dir in der Firma die höchste Priorität Datenschutz und Datensparsamkeit hätten. Die höchste Priorität sollte Sicherheit haben und aus Sicherheitsgründen ist diese Verbindung zwingend erforderlich.


    location.services.mozilla.com:


    Der Standort muss angefragt werden, weil dieser aus verschiedenen Gründen notwendig ist, wie den standardmäßig vorhandenen Suchmaschinen oder auch die Aktivierung einzelner Features, die Geo-abhängig sind.


    shavar.services.mozilla.com:


    Und diese Anfrage möchtest du sogar definitiv haben, wenn dir Datenschutz so wichtig ist. Denn darüber werden die Anti-Tracking-Listen aktualisiert. Also ebenfalls zwingend erforderlich.


    Abgesehen davon würde ich mir wünschen, dass ich die Telemetrie einschalten muss, anstatt sie im Nachhinein zu deaktivieren.


    Das habe ich dir doch bereits erklärt? Eine aktivierte Telemetrie ist ganz klar im Sinne des Anwenders. Dass du nicht verstehst, was Sinn und Zweck von Telemetrie ist, oder dass es dir egal ist, heißt nicht, dass es sinnvoll wäre, es nicht standardmäßig zu aktivieren.


    Hier bin ich auch nicht von einem erfolgreichen Einbruch ausgegangen (der für Außenstehende sicherlich nahezu unmöglich ist), sondern von der Manipulation seitens Google.


    Dann begibst du dich damit direkt in den Bereich der Verschwörungstheorien. Dir sollte klar sein, dass man mit solchen Aussagen massiv an Glaubwürdigkeit verliert…


    Ich trage bei großen amerikanischen Unternehmen aber auch gern den Aluhut!


    Das musst du selbst wissen, wie zielführend es für dich sein kann, sein Verhalten auf der Herkunft eines Herstellers zu begründen, zumal in Europa europäisches Recht gilt und es uns hier gar nicht interessiert, was in den USA erlaubt ist und was nicht. Mozilla ist übrigens ebenfalls ein großes amerikanisches Unternehmen…


    und wenn Du möchtest, kannst du FF auch bei dir selbst bauen.


    Du kannst doch auch den echten Firefox von Mozilla selbst bauen. Übrigens nutze ich auf Android bereits seit langer Zeit einen selbst kompilierten Firefox. Ich wüsste nicht, wofür ich da F-Droid bräuchte. Firefox ist bekanntermaßen Open Source.


    Wir vertrauen den Maintainern ohne deren Arbeit selbst dauerhaft zu überprüfen - hier ist sicherlich eine Schwachstelle. :)


    Zumindest erkennst du die Schwachstelle an. Du führst damit nämlich deine eigene Argumentation ad absurdum. Firefox stammt von einem Unternehmen mit höchsten Sicherheits- und Datenschutz-Ansprüchen, worauf du vertrauen kannst, denn dieses Vertrauen ist Mozillas USP und das, wovon sie leben. Abgesehen von den finanziellen Mitteln natürlich, ohne die es nicht geht. Aber wer auf Mozilla-Produkte vertraut, der tut das häufig eben genau deswegen. Und was die Sicherheit betrifft, hat Google ein prüfendes Auge auf den Code. Selbst Nightly-Updates, die täglich erscheinen, werden von Google geprüft. Und beide Garantien gibst du zu Gunsten von Privatpersonen ohne Kontrallinstanz auf. Ich sage nicht, dass die Maintainer des Firefox-Forks von F-Droid irgendetwas Böses machen würden. Nach meinem Kenntnisstand passiert das nicht, sie beschneiden Firefox nur funktional ohne sinnvollen Grund. Es geht mir darum, dass das einfach überhaupt nicht zu deiner sonstigen Argumentation von dem, was für dich an erster Stelle steht, und Vertrauen passt.


    Zum Thema Debian vs. Mozilla kann ich nicht viel sagen, da steckst Du viel mehr drin als ich! Ich finde es als Außenstehender jedoch unsäglich, dass die Förderung freier Software durch solche kleinkarierte Denkweisen konterkariert werden. Ich weiss, dass Debian sehr dogmatisch ist und F-Droid ebenfalls sehr strenge Regeln (aka Google Firebase) auferlegt, aber dass man dann das Ding nicht auch "Firefox irgendwie" nennen kann ist schon blöd.


    Das ist nicht blöd, ganz im Gegenteil. Wo Firefox drauf steht, muss auch Firefox drin sein. Was glaubst du denn, was die Menschen erwarten, wenn sie sich ein Produkt herunterladen, wo Firefox im Namen steckt? Nein, der Schutz der Marke ist bei einem Produkt dieser Größenordnung von extremer Wichtigkeit, auch für ein Open Source-Produkt wie Firefox. Es geht dabei ja nicht darum, ob man einen anderen Compiler verwendet oder Distributions-abhängige Anpassungen vornimmt. Das ist alles vollkommen okay. Aber ohne Markenschutz kannst du das Produkt komplett verändern und sogar schädliche Sachen einbauen und das dann trotzdem als Firefox verteilen. Das darf nicht sein. Marken-Schutz ist definitiv wichtig.


    Dass Firefox unter Debian wieder Firefox heißt, wurde übrigens von einer Person vorangetrieben, die gleichzeitig Engineering Manager bei Mozilla und Entwickler bei Debian ist. Wer weiß, ob es unter anderen Umständen jemals Fortschritte in diesem Thema gegeben hätte…


    Das bringt die Leute nur zu Chrom(ium) weil es in "ihrer Welt" keinen Firefox gibt.


    Den Zusammenhang zweifle ich aber mal ganz stark an. Wer damals Debian nutzte, was mit Sicherheit kein Betriebssystem für den Mainstream-Nutzer ist, der wusste auch, dass Iceweasel = Firefox ist. Und selbst wenn nicht, wer nach Firefox gesucht hat, hätte Iceweasel auch gefunden.


    Aber solange versucht wird, mit halbgaren Produkten (zB. Mozilla VPN) Geld zu machen


    Hast du das Mozilla VPN schon genutzt oder wie kommst du zu dieser dreisten Unterstellung, das Mozilla VPN sei "halbgar"? Ganz im Gegenteil: Es ist sehr einfach zu bedienen (ich kenne die Programmoberfläche), es ist dank WireGuard-Protokoll sehr schnell (und tatsächlich schneller als manch anderes VPN) und erfüllt hohe Ansprüche an Sicherheit und Privatsphäre. Es werden auch keine Nutzerdaten geloggt und mit keiner externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzerprofile zu erstellen. Es ist eben noch ein sehr junges Produkt, welches gerade für weitere Plattformen entwickelt wird und bald in weiteren Ländern, auch in Europa, ausgerollt werden soll. Zeit muss man Mozilla schon geben.


    oder anderweitig viel Geld versenkt wird (zb. Firefox OS)


    Warst das ein paar Zeilen weiter oben nicht du, der von freien Alternativen zu den Großen sprach? Und wenn Mozilla es versucht, ist es Geld versenken? Du musst dich entscheiden, wie du nun denkst, aber auch mit solchen Widersprüchen in deiner Argumentation verlierst du an Glaubwürdigkeit. Du kannst nicht gleichzeitig dafür und dagegen sein. Oder ist es nur schlecht, weil Mozilla es gemacht hat?


    Ich widerspreche diesem Standpunkt jedenfalls vehement, nicht nur, weil mein TV mit Firefox OS immer noch erstklassige Dienste verrichtet. Es war in meinen Augen eine sehr gute Idee und Mozilla war damit tatsächlich sehr viel erfolgreicher als es ihnen anfangs irgendwer zugetraut hatte. Das Problem war: Es war trotzdem nicht erfolgreich genug. Dafür gibt es verschiedene Gründe, auf die ich hier aber nicht näher eingehen werde, weil die Einstellung von Firefox OS 4 1/2 Jahre her ist und für diese Diskussion über die aktuelle Generierung von Einnahmem daher völlig irrelevant ist. Es betrifft Mozillas Finanzen nicht mehr und wäre es erfolgreicher gewesen, würde Mozilla heute davon profitieren.


    Übrigens lebt Firefox OS immer noch weiter, als KaiOS in Feature-Phones. Und das ist wirklich erfolgreich, sogar Google hat in KaiOS investiert. Mittlerweile hat Mozilla übrigens auch eine Partnerschaft mit KaiOS und ergreift entsprechende Maßnahmen, damit KaiOS wieder auf eine aktuelle Gecko-Basis setzen kann (Gecko ist der Name der Mozilla-Plattform).


    und dabei die eigentliche Kernkompetenz "freier, schneller und anpassbarer Browser" auf der Strecke bleibt


    Zu sagen, das wäre die alleinige Kernkompetenz von Mozilla, zeigt eine ziemliche Ignoranz bezüglich Mozillas Arbeit. Mozilla war schon immer und ist sehr viel mehr als nur ein Browser. Und genau diejenigen, die aktiv mehr Unabhängigkeit von Google fordern, und dazu zählst du auch, müssten es begrüßen, wenn Mozilla andere Produkte entwickelt, die Geld bringen. Auch hier kannst du nicht beides haben: Entweder nur Firefox oder weniger finanzielle Abhängigkeit von Google, beides geht nicht.


    Ich denke, "Firefox" wird mittlerweile als Produkt des Unternehmens "Mozilla" angesehen. Dies führt aber dazu, dass angehende, ehrenamtliche Entwickler sich nicht in das Projekt einbringen wollen/können und hier viel Potential verschenkt wird


    Firefox ist auch ein Produkt des Unternehmens Mozilla, war es schon immer. Die Menschen dürfen Firefox gerne als das sehen, was es ist. Die Wahrheit kann nicht verkehrt sein.


    Was den zweiten Teil betrifft, entspricht das definitiv nicht der Wahrheit. Ich weiß nicht, worauf du deine Mutmaßungen begründest, aber

    auch dazu gibt es Fakten. Im Jahr 2018 stammten 52 Prozent (!) aller Beiträge zu Mozilla-Projekten von Nicht-Mitarbeitern. Das ist eine unglaubliche Zahl. Und die Zahl der Freiwilligen ist stetig steigend:



    Und das Diagramm berücksichtigt bereits nur Contributors mit mindestens fünf (!) ehrenamtlichen Beiträgen. Solche Zahlen muss ein Open Source-Projekt erst einmal vorweisen können…


    In der vergangenen Woche habe ich zB. einen (vermeintlichen) Firefox-Bug gemeldet - dieser wurde von einem Bot kategorisiert und drei Personen zugeteilt, seit dem (8Tage) ist nix passiert... Hier merke ich, dass etwas nicht stimmt - die Entwickler brennen nicht mehr für ihr Projekt oder sind hoffnungslos überarbeitet.


    Und diese Unterstellung ist einfach nur richtig frech. Ja, es findet eine Einordnung von Meldungen durch künstliche Intelligenz statt. Das ist super, weil das die Abläufe effektiver gestaltet. Dass du dich nun beklagst, dass acht Tage nichts passiert sei, zeigt, dass du Erwartungen hast, die fern jeder Realität sind. Das ist alles, aber kein langer Zeitraum. Daraus zu schließen, die Entwickler seien überarbeitet oder würden nicht für das Projekt "brennen", wie gesagt, einfach nur frech, richtig unverschämt.


    Ich denke Mozilla sollte versuchen mehr die Gemeinschaft einzubeziehen


    Noch mehr? Die Fakten, siehe oben, sprechen für sich. Und zwar eine deutlich andere Sprache als das, was du meinst.


    gegen einen kleinen prominenten Spendenhinweis im Browser gibt es meiner Meinung nach nix einzuwenden. ;)


    Erstens: Der Info-Dialog beinhaltet bereits einen Spenden-Link und alles, was darüber hinaus geht, findet keine große Akzeptanz. Es ist schön, dass dich ein prominenterer Hinweis nicht stören würde, aber jeder, der sich schon ein wenig länger mit Firefox befasst, weiß, wie groß die Aufregung über Werbung jeder Art ist. Selbst über aktuelle Hinweise auf der Firefox-Startseite, die eh abschaltbar sind, wird sich aufgeregt.


    Zweitens: Bei den Spenden bewegt sich Mozilla in einem Bereich von drei bis vier Millionen Dollar im Jahr. Selbst wenn sie das auf 20 Millionen steigern könnten, was eine absurde (im Sinne von völlig unrealistische) Steigerung wäre, ist das nur ein Tropfen und kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Zumal die Spenden-Einnahmen tendenziell sinkend sind. Viele Menschen haben nichts mehr zu "verschenken" und COVID-19 mit all seinen Auswirkungen wie Kurzarbeit und Entlassungen wird hier sicher keinen Positiv-Trend schaffen können.


    Der Browser sollte von und für Menschen entwickelt werden und nicht für die Marktmacht eines Unternehmens.


    Der Browser wird von und für Menschen entwickelt, für was bitte sonst? Für die Marktmacht wohl kaum, da beweisen ja schon die bekannten Marktanteils-Statistiken, so wenig ich auch ein Freund davon bin, wie falsch du mit dieser Unterstellung liegst.


    Was mir in den letzten Jahren von Seiten Mozilla fehlte, war eine klare Strategie und Ausrichtung - dank der fehlenden Finanzierung steht man hier aber stark unter Druck und es scheint wieder vermehrt in die richtige Richtung zu gehen.


    Und diese Aussage macht mich schon fast wütend, weil du damit - nicht zum ersten Mal! - ignorierst, was ich bereits in einem vorherigen Beitrag schrieb. Und ich hasse es, wenn ich mir viel Mühe mit Erklärungen gebe, und das dann ignoriert statt akzeptiert wird. Es gibt weder eine "fehlende Finanzierung" noch einen "starken Druck". Die Finanzierung beeinflusst die Entwicklung nicht. Ich sagte dir bereits, dass Mozilla sogar bewusst auf Einnahmen verzichtet hat, indem man sich für stärkere Datenschutz-Features entschieden hat.


    Fakten über die Finanzierung:

    https://www.soeren-hentzschel.at/mozilla-umsatz/


    Ich habe auch nix gegen eine Finanzierung seitens Google, aber mit dem Geld hat man immer mehr die eigentlichen Userinteressen vergessen...


    Das ist einfach nur Blödsinn und spätestens jetzt bist du im Bereich des Trollens angekommen. Fakten fehlen bei dir schon eine ganze Weile, aber die Formulierung, man hätte die eigentlichen Nutzerinteressen vergessen, ohne dafür auch nur ein einziges Indiz zeigen zu können, zeigt, dass du dem Ganzen hier ganz bewusst eine bestimmte Farbe geben möchtest und es dir an Sachlichkeit nicht gelegen ist. Es mag ja sein, dass du nicht jede Entscheidung gut findest. Aber deine Interessen nicht abzudecken ist etwas vollkommen anderes als die Nutzerinteressen im Allgemeinen nicht abzudecken. Firefox wird nicht für dich alleine entwickelt. Firefox hat immer noch eine dreistellige Millionenzahl an Nutzern.


    Vielleicht ist auch eine Vorfinanzierung bestimmte Projektbestandteile durch die Community möglich, hier sieht man gleich ob daran Interesse besteht und hat die Finanzierung auch gleich gesichert?!


    Die Finanzierung gesichert? Ich glaube, du hast keine Vorstellung von den Ausgaben eines Unternehmens mit hohem Anforderungsprofil und guten Arbeitsbedingungen. Mozilla hatte alleine in 2019 nur Personalkosten (Gehälter und Sozialleistungen) in Höhe von 320 Millionen Dollar. Selbst wenn es gelingen sollte, ein einzelnes Projekt irgendwie durch Spenden zu finanzieren, wäre das nur ein Tropfen.


    Wir setzen zb. bewusst auf https://www.lineageos.org/, welches auch nach Supportende des Herstellers regelmäßige Sicherheitsfixes für das Mobiltelefon bietet.


    Auch LineageOS hört irgendwann mit Updates auf und das ist dann auch problematisch vor dem Hintergrund LineageOS-spezifischer Bugs wie einem Kernel-Bug, von dem einige Firefox-Nutzer betroffen sind und der für entsprechende Nutzer einen Neustart des Geräts bei Verwendung von Firefox auslöst. Wäre halt schön, wenn solche schwerwiegenden Probleme für alle Nutzer behoben würden, selbst wenn LineageOS das Gerät eigentlich nicht mehr unterstützt. Immerhin ist es deren System, welches das Problem überhaupt erst bringt.


    So, das alles zu be- oder zu entkräften kostet ganz schöne Zeit, Kraft und Nerven - frage mich wie Sören das schafft (mein Kompliment)?!


    Ich schaffe es auch nur, weil es mir ein persönliches Anliegen ist, gewisse Unwahrheiten sowie falsche Vorstellungen aus der Welt zu schaffen. Und ja, das kostet sehr viel Kraft und Zeit…


    PS das muss ich noch zu Mozilla los werden: Was ich den Jungs (und Mädchen) von Mozilla aber noch richtig übel nehme, ist dass man Anno dazu mal die Chance auf einen richtigen Outlook-Konkurenten so leichtfertig vertan hatte.:(


    Hat man doch überhaupt nicht? Dem Thunderbird-Projekt geht es so gut wie noch nie. Und auch, wenn die Mozilla Corporation nicht mehr Entwickler von Thunderbird ist, ist MZLA, der Entwickler von Thunderbird, ein Tochterunternehmen der Mozilla Foundation, was eine klare Sprache hinsichtlich Mozillas Unterstützung spricht.


    Und der Diskussionsbeitrag zeigt mir schon wieder das Problem warum es so oft nicht voran geht: andere Meinungen werden auf Grund von Kleinigkeiten diffamiert und auf eine persönliche Ebene herunter gezogen. Wahrscheinlich belasse ich es dann auch bei den 6 Beiträgen, ist ja eh eine sinnlose Diskussion - wir leben in zu unterschiedlichen Blasen... Hatte mir von den Verfechtern eines freien Browsern mehr Freiheiten versprochen (wollte jetzt auch mal persönlich werden).


    Das ist schon wieder frech von dir. Meinungen müssen mit Fakten begründet werden können. Ansonsten kann man auch nicht von einer Meinung sprechen. Man kann nun einmal keine Meinung über etwas haben, was nicht stimmt. Insofern ist es an dir, dass du entsprechende Recherche-Arbeit betreibst, bevor du sagen kannst, das sei ja alles nur deine Meinung und du würdest "diffarmiert" werden, weil du eine andere Meinung vertrittst. Und ich glaube, mein Beitrag zeigt ganz gut, wie viel deine Beiträge mit Fakten zu tun haben…

  • Boah, legt doch nicht alles auf die Goldwaage. .......Thunderbird wurde 2012 von Seiten Mozilla praktisch für Tod erklärt.

    Sorry, aber ich arbeite sicher nicht seit Anbeginn von TB erfolgreich mit einer Leiche.

    Zwischen "auf die Goldwaage legen" und schlicht falsche Dinge schreiben liegen himmelweite Unterschiede. :)

  • // Ich sehe da kein Spam, nur für mich interessante Info-Mails ;)

  • Ich frage mich, was ich in den bisherigen Beiträgen hier verkehrt gemacht habe?! Ich habe nach einer Information gefragt, die definitiv in Firefox und Fennec gleich ist. Ich bin anschließend in eine Diskussion hineingeschlittert, welche ich aus meiner Überzeugung heraus führe (so wie ihr aus eurer). Dass ich nicht eure Fakten in Bezug auf Firefox haben kann, bitte ich einerseits zu entschuldigen und freue mich, wenn es eurerseits mit Fakten widerlegt wird. Andererseits habe ich mehrfach darauf hingewiesen, dass es meine Meinung ist und keinen Anspruch auf die absolute Wahrheit hat.

    Bei vielen Antworten habe ich aber das Gefühl, absichtlich falsch verstanden zu werden oder absichtlich das Haar in der Suppe zu finden. Vielleicht bin ich auch nur Zartbesaitet, aber Sprüche wie die von .DeJaVu oder auch "Frech von Dir" und "Blödsinn" finde ich in dieser Form unangemessen und auch diffamierend. Wusste aber auch nicht, dass dies hier Usus ist, da ich nur wegen meiner Frage (und da ich ein deutschsprachiges Forum suchte) hier hinein gestolpert bin.


    Das kann sich nur auf F-Droid statt Google Play Store beziehen.

    Ich bezog mich auch auf den F-Droid-Store, weiss nur nicht welche Fakten du genannt hattest und was ich schlecht rede?! Es gibt eben Unterschiede und es gibt Menschen, welche Wert auf eine anonymen, herstellerunabhängigen Appstore legen. Alles kein Problem, ich finde es nur genauso ungerecht F-Droid per se die Berechtigung abzusprechen. Die Fragen lässt sich ja auch auf die Linuxwelt übertragen: darf ich der Paketverwaltung meiner Distribution vertrauen? Und ja der Store hat strenge Regeln, welche eben besagen, dass unfreie Bestandteile innerhalb der Software benannt (und im Fall von Fennec vielleicht auch entfernt) werden.


    Die Abschaltung von Telemetrie und das Leeren der Startseite als Datenschutz-Maßnahmen zu bezeichnen, ist in meinen Augen sehr weit hergeholt.

    Das ist aus meiner Sicht wieder das bewusst falsch verstehen. Mir ist klar, wozu Telemetrie gut ist und das es für das Unternehmen unter anderem wichtig ist, zu wissen wie und wo ihre Software eingesetzt wird, etc., Ich hatte auch geschrieben, dass du damit recht haben magst. Nichtsdestotrotz haben wir (und die Entscheidung habe nicht ich getroffen (es gibt also noch mehr so gestörte bei uns)), entschieden dies abzuschalten. Ich habe aber einfach mal das abgeschalten, was ich in den Einstellungen finden konnte und potenziell Verbindungen nach außen aufbaut: und es fanden trotzdem Verbindungen statt. Man erkennt euer weitaus größeres Wissen in Bezug auf Firefox aber sofort, dass ihr mir den Sinn der einzelnen Verbindungen nennen konntet. Wobei ich nicht nachvollziehen kann, wozu ich bei einem Desktopbrowser (und den getroffenen Entscheidungen) Verbindungen zu detectportal.firefox.com und location.services.mozilla.com aufbauen muss?! Vielen Dank aber für die Klarstellung der URLs und den Hinweis zu den sicher sinnvollen URLs!


    Dann begibst du dich damit direkt in den Bereich der Verschwörungstheorien. Dir sollte klar sein, dass man mit solchen Aussagen massiv an Glaubwürdigkeit verliert…

    Hier in der Runde ist meine Glaubwürdigkeit eh dahin - in sofern: egal. ;) Aber in meiner echten Lebenswelt ist mir das bisher noch nicht aufgefallen. In der digitalen Welt vertraue ich aber nur Dingen die offen und nachvollziehbar sind. Ein PlayStore oder das in Firefox Mobile integrierte Google Firebase gehören dann leider nicht dazu. Grundsätzlich ist mir dann aber auch egal, ob es ein amerikanisches oder chinesisches Unternehmen ist - das wichtigste ist, dass es OpenSource ist! Der größte Kritikpunkt ist dann immer, dass keiner den OpenSource-Code kontrolliert. Das mag bei vielen Projekten zustimmen, wobei ich schon denke, dass neue Commits bei einem Linux-Kernel (da weiss ich es) und sicher auch bei einem Firefox (da weiss ich es nicht) auf Lücken, etc. von mehreren erfahrenen Entwicklern untersucht werden. Und wenn ich es will und die Erfahrung und Zeit habe, kann ich es auch selbst machen... Und genau deshalb setzen wir auch Firefox ein! Wenn es jetzt einen offiziellen mobilen Firefox mit einer Updatefunktion außerhalb des PlayStores geben würde, würden viele sicher auch die ein oder andere Kröte (Firebase) schlucken und auf diesen setzen...


    Das ist nicht blöd, ganz im Gegenteil. Wo Firefox drauf steht, muss auch Firefox drin sein.

    Das sehe ich ja grundsätzlich genauso. Ich hatte genau deshalb etwas von zertifizierten Organisationen (welche die gewohnte Qualität liefern können) und von einer Gratwanderung geschrieben... Schade ist eben, dass es deshalb einen Fork, ala F-Droid Fennec oder Iceweasel geben muss. Ich hatte mehreren Bekannten damals eine Debian-Distribution installiert und mehrfach die Frage wo der Firefox zu finden sei...


    Hast du das Mozilla VPN schon genutzt oder wie kommst du zu dieser dreisten Unterstellung, das Mozilla VPN sei "halbgar"?

    Nein, habe ich nicht. Es ging mir auch mehr darum, dass es eher Nischenprodukte sind. Wenngleich es im FF-Umfeld sicher auch viele wichtige und gute Projekte (zb. Common Voice oder Thunderbird) gibt. Ich gebe offen zu, dass dies meine Sichtweise ist, aber es bindet erhebliche Ressourcen die beim Browser dann fehlen. Firefox OS finde ich auch wieder keinen Widerspruch: Mozilla hat die Entwicklung angestoßen und dann großen Erfolg gehabt. Ich fand das Projekt auch sehr gut und wichtig. Aber, und das meinte ich mit fehlender Strategie, die Entwicklung dann überraschend eingestellt. Wenn ich mich für ein Projekt entscheide, dann muss ich es doch auch durchziehen (gerade wenn es anfängt erfolgreich zu sein)?! Dass das Projekt weiterlebt liegt einfach nur am OpenSource-Gedanke, den andere für sich erfolgreich als KaiOS weiterführen!


    In der vergangenen Woche habe ich zB. einen (vermeintlichen) Firefox-Bug gemeldet - dieser wurde von einem Bot kategorisiert und drei Personen zugeteilt, seit dem (8Tage) ist nix passiert...

    Ja, es war sicher unpassend dies hier zu erwähnen, zu kritisieren und zu unterstellen. Dafür entschuldige ich mich sehr gern. Es ist auch nix kritisches, aber 0 Feedback finde ich trotzdem ein bissl mau. Wobei dies meiner Einstellung "Unternehmen Mozilla" geschuldet ist. :(

    Ich entschuldige mich auch für meine Fehleinschätzung in Bezug auf die Freiwilligen, dies war von mir eher Subjektiv und meinem Eindruck der letzten 15 Jahre geschuldet: hier hat sich Firefox von einem "Retter des Netzes vor Microsoft" zu einem kleinen Konkurrenten von Google entwickelt. Ich weiss, dass dies nicht allein an Mozilla liegt, aber der frische Wind ist irgendwie weg... (wieder alles subjektiv). Es freut mich jedoch, dass das Interesse so hoch ist und so viele Freiwillige dabei sind. :) Zu weiteren Finanzierung schreibe ich jetzt nix mehr, ich bin da definitiv der falsche und kenne auch die Zahlen nicht. Mit Vorfinanzierung meinte ich aber solche Projekte wie Firefox VPN oder auch Pocket, etc. - hier sieht man recht schnell, ob es Userinteresse gibt oder nicht.


    Auch LineageOS hört irgendwann mit Updates auf und das ist dann auch problematisch vor dem Hintergrund LineageOS-spezifischer Bugs wie einem Kernel-Bug, von dem einige Firefox-Nutzer betroffen sind und der für entsprechende Nutzer einen Neustart des Geräts bei Verwendung von Firefox auslöst.

    Ja, das ist das Los in der IT - Firefox unterstützt auch kein WindowsXP mehr. Trotz alledem verlängert LineageOS das Leben von Android-Telefonen ungemein und regelmäßige Sicherheitsupdates für Androidtelefone sind abseits von den Google-Eigenen eher die Ausnahme. Dass es einen Bug gibt ist natürlich sehr unschön, aber ich frage jetzt lieber nicht, ob es dazu einen Bugreport gibt und woran es scheitert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass LineageOS die Behebung bewusst verhindert. Im Gegensatz dazu ist es LG, Samsung oder Motorola nach spätestens 2 Jahren sicherlich egal, ob der Firefox das ganze OS mitreißt...


    Dem Thunderbird-Projekt geht es so gut wie noch nie.

    Das sehe ich ja auch genauso, aber in den Jahren von 2012 bis 2017 hat sich nahezu nix geändert. Ich habe nie geschrieben, dass Thunderbird Tod ist, sondern (zwischenzeitlich) für Tod erklärt wurde - der Rest steht zb. auf https://de.wikipedia.org/wiki/…_des_Thunderbird-Projekts

    Erst mit der Ausgliederung ist wieder richtig Schwung in die Software gekommen. Und das ist richtig gut so!


    So, ich entschuldige, dass ich etwas Reduziert habe, aber ich vermute ich ziehe eh wieder euren Unmut auf mich. Ich bedanke mich deshalb für eure Unterstützung und werde die Nachrichten von Sören sicherlich weiterhin auf der Webseite lesen, dieses Forum ist aber definitiv nichts für mich...


    So long, and thanks for all the fish!

  • Ich frage mich, was ich in den bisherigen Beiträgen hier verkehrt gemacht habe?! Ich habe nach einer Information gefragt, die definitiv in Firefox und Fennec gleich ist. Ich bin anschließend in eine Diskussion hineingeschlittert, welche ich aus meiner Überzeugung heraus führe (so wie ihr aus eurer). Dass ich nicht eure Fakten in Bezug auf Firefox haben kann, bitte ich einerseits zu entschuldigen und freue mich, wenn es eurerseits mit Fakten widerlegt wird. Andererseits habe ich mehrfach darauf hingewiesen, dass es meine Meinung ist und keinen Anspruch auf die absolute Wahrheit hat.


    Du hast auch ganz konkrete Unterstellungen gemacht und das lässt sich nicht damit rechtfertigen, dass man es nicht besser weiß und die eigenen Beiträge keinen Anspruch auf absolute Wahrheit hätten. Sobald du Beschuldigungen machst, muss es sich dabei auch um die Wahrheit handeln. Selbstverständlich kannst du, wenn du es nicht besser weißt, Fragen stellen oder eine Diskussion über ein bestimmtes Thema starten, aber nochmal: irgendetwas wider besseren Wissens zu behaupten hat nichts mit einer Meinung zu tun.


    Bei vielen Antworten habe ich aber das Gefühl, absichtlich falsch verstanden zu werden oder absichtlich das Haar in der Suppe zu finden. Vielleicht bin ich auch nur Zartbesaitet, […] oder auch "Frech von Dir" und "Blödsinn" finde ich in dieser Form unangemessen und auch diffamierend.


    Welchen Grund sollte irgendjemand haben, dich absichtlich falsch zu verstehen? Ich wüsste auch gar nicht, was an deinen Beiträgen falsch verstanden werden sollte. Du hast sehr klare Aussagen getroffen. Und beim besten Willen, aber wenn du Äußerungen von dir gibst, die nun einmal frech sind, liegt das Fehlverhalten bei dir und nicht bei dem, der sagt, dass das frech ist. Es ist tut mir zwar leid, wenn du das Wort "Blödsinn" unanmessen findest, aber wäre es wirklich besser gewesen, wenn ich von törichtem Reden gesprochen hätte? Das nennt der Duden als Alternative zu Blödsinn. Das ist definitiv kein Begriff, den ich leichtfertig verwende, weil mal jemand mit einer Sache daneben liegt. Bei dir war es aber eine ganze Sammlung inhaltlich mindestens fragwürdiger Aussagen bis hin zu Beschuldigungen gegen Mozilla, Vorurteile gegen die USA und sogar eine Verschwörungstheorie war dabei. Da musst du dich halt schon auch inhaltlich mal selbst hinterfragen. Irgendwann ist da einfach der Punkt gekommen, an dem man auch mal deutlich aussprechen muss, dass da Blödsinn steht. Das hat auch nichts mit Diffarmierung zu tun. Eine Diffarmierung wäre eine üble Nachrede, aber hier ging es ausschließlich um mehrmaliges inhaltliches Danebengreifen deinerseits.


    Wusste aber auch nicht, dass dies hier Usus ist, da ich nur wegen meiner Frage (und da ich ein deutschsprachiges Forum suchte) hier hinein gestolpert bin.


    Es ist ganz und gar nicht Usus, dass Nutzer so viele Dinge schreiben, die eine inhaltliche Richtigstellung bedürfen. Eines scheinst du bei der ganzen Geschichte zu "vergessen": Es ist zwar richtig, dass mir die Verwendung von F-Droid aufgefallen war und ich dazu etwas sagte, dann noch andere, worauf wiederum eine Antwort erfolgte. Aber das Thema hätte deinerseits schnell abgehakt sein können. Du hast diese Diskussion aber aktiv mitgeführt und später dann nicht nur eines, sondern direkt mehrere Fässer zusätzlich aufgemacht. Und nun sind wir hier an diesem Punkt, an den du nicht nur gestolpert bist. Du hast dich schon auch ein, zwei Schritte aktiv bewegt.


    Ich bezog mich auch auf den F-Droid-Store, weiss nur nicht welche Fakten du genannt hattest


    Beitrag #9 umfasst die von mir genannten relevanten Fakten über F-Droid.


    ich finde es nur genauso ungerecht F-Droid per se die Berechtigung abzusprechen. Die Fragen lässt sich ja auch auf die Linuxwelt übertragen: darf ich der Paketverwaltung meiner Distribution vertrauen? Und ja der Store hat strenge Regeln, welche eben besagen, dass unfreie Bestandteile innerhalb der Software benannt (und im Fall von Fennec vielleicht auch entfernt) werden.


    Du magst das ungerecht empfinden, aber die Darstellung bei F-Droid ist mit Sicherheit auch nicht gerecht und, wie ich bereits zeigte, purer Aktionismus ohne Vorteil für den Nutzer, sondern im Gegenteil nur mit Nachteilen für den Nutzer verbunden.


    Was deinen Vergleich betrifft: Du darfst der Paketverwaltung deiner Distribution vertrauen, aber die beste Wahl ist das halt auch nicht. Bei Mozilla rät man aus gutem Grund davon ab, nicht den originalen Firefox zu verwenden:


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    Das ist aus meiner Sicht wieder das bewusst falsch verstehen. Mir ist klar, wozu Telemetrie gut ist und das es für das Unternehmen unter anderem wichtig ist, zu wissen wie und wo ihre Software eingesetzt wird, etc., Ich hatte auch geschrieben, dass du damit recht haben magst. Nichtsdestotrotz haben wir (und die Entscheidung habe nicht ich getroffen (es gibt also noch mehr so gestörte bei uns)), entschieden dies abzuschalten.


    Ich habe dich definitiv nicht falsch verstanden, sondern schlicht und ergreifend auf das geantwortet, was du geschrieben hast. Wenn es in dem Unternehmen eine Politik bzgl. ausgehender Verbindungen gibt, ist das legitim und zu akzeptieren. Nicht nur das, es steht auch gar nicht zur Diskussion. Das ist eine Entscheidung, die entweder du triffst oder im Auftrag von jemandem umsetzt. Bei meiner Aussage ging es darum, dass du Telemetrie in Zusammenhang mit Datenschutz-Maßnahmen gebracht hast, und dem hatte ich widersprochen.


    Ich habe aber einfach mal das abgeschalten, was ich in den Einstellungen finden konnte und potenziell Verbindungen nach außen aufbaut: und es fanden trotzdem Verbindungen statt. Man erkennt euer weitaus größeres Wissen in Bezug auf Firefox aber sofort, dass ihr mir den Sinn der einzelnen Verbindungen nennen konntet.


    Hier verwundert mich die Vorgehensweise: Wieso nicht erst fragen und dann abschalten? Davon abgesehen ist alles, was an Verbindungen stattfindet, dokumentiert. Den Link hatte ich zwar schon genannt, aber gerne nochmal:


    https://support.mozilla.org/de…forderte-Verbindungen-auf


    Wobei ich nicht nachvollziehen kann, wozu ich bei einem Desktopbrowser (und den getroffenen Entscheidungen) Verbindungen zu detectportal.firefox.com und location.services.mozilla.com aufbauen muss?! Vielen Dank aber für die Klarstellung der URLs und den Hinweis zu den sicher sinnvollen URLs!


    Das hatte ich doch beides erklärt? Wenn es da noch Unklarheiten gibt, wäre es wichtig zu wissen, an welcher Stelle genau die jeweilige Unklarheit besteht. Sonst erklär ich es wieder gleich und weiß ich nicht, was ich anders erklären muss.


    In der digitalen Welt vertraue ich aber nur Dingen die offen und nachvollziehbar sind. Ein PlayStore oder das in Firefox Mobile integrierte Google Firebase gehören dann leider nicht dazu


    Warum gehört Firebase für dich nicht dazu? Weil du den Quellcode von Firefox kontrollierst? Wohl eher nicht. Du solltest lieber darauf vertrauen, dass Mozilla Firebase nicht nutzen würde, wenn es nicht vertrauenswürdig wäre. Wenn du Mozilla dieses Vertrauen nicht entgegenbringen kannst, dann hast du ein viel größeres Problem: Nämlich, dass du Firefox als Ganzes nicht vertrauen kannst. Zudem erwähnte ich bereits, dass Firebase auf Android realistisch betrachtet alternativlos ist.


    Es kristallisiert sich bei dir ein grundsätzliches Misstrauen gegen alles heraus, was Google betrifft. Auch das ist ein Problem. Du nutzt immerhin Android. Wenn das Vertrauens-Defizit bzgl. Google so riesengroß ist, kannst du unmöglich Android als Plattform vertrauen. Das passt nicht zusammen. Ich weiß ja nicht, was genau du Google unterstellen möchtest, aber was auch immer es ist, könnte auch direkt im Core von Android vorhanden sein und ist mal sicher nicht von der Existenz des Play Stores abhängig oder davon, ob Apps Firebase nutzen oder nicht.


    Wenn es jetzt einen offiziellen mobilen Firefox mit einer Updatefunktion außerhalb des PlayStores geben würde, würden viele sicher auch die ein oder andere Kröte (Firebase) schlucken und auf diesen setzen...


    Ich bezweifle, dass man hier von "viele" sprechen kann. Der Google Play Store ist nun einmal der primäre Distributionskanal von Android und wer Android nutzt, weiß das normalerweise auch. Ja, es gibt die Menschen, die sich dem Google Play Store verweigern, aber das ist ein komplett hausgemachtes Problem und Mozilla verschwendet dafür glücklicherweise keine Ressourcen. Eine eigene Update-Infrastruktur ist alles andere als eine Kleinigkeit. Zumal Mozilla seine Sachen bei AWS hostet, also Amazon, ebenfalls aus den USA. Und für die, die nichts von Google halten, wird Amazon wahrscheinlich auch nicht viel besser sein. Zumindest höre ich bei AWS ab und an ziemlich ähnliche Vorurteile.


    Ich hatte genau deshalb etwas von zertifizierten Organisationen (welche die gewohnte Qualität liefern können) und von einer Gratwanderung geschrieben... Schade ist eben, dass es deshalb einen Fork, ala F-Droid Fennec oder Iceweasel geben muss. Ich hatte mehreren Bekannten damals eine Debian-Distribution installiert und mehrfach die Frage wo der Firefox zu finden sei...


    Das funktioniert nicht. Du kannst nicht von den einen die Einhaltung von Regeln fordern und anderen alles erlauben. Es gibt Regeln und die müssen dann auch für alle gelten. Davon abgesehen kannst du das auch komplett umdrehen: F-Droid könnte für Mozilla eine Ausnahme machen, weil Mozilla ohne Frage vertrauenswürdig ist. Aber das machen die genauso wenig und das passt auch. Ich find die Grundhaltung von F-Droid daneben, aber wenn sie Regeln aufstellen, sollen sie die auch konsequent umsetzen und das bedeutet auch: Keine Ausnahme für Mozilla.

    Nein, habe ich nicht. Es ging mir auch mehr darum, dass es eher Nischenprodukte sind.


    Das war nicht deine Aussage. Deine Aussage war, es wäre ein halbgares Produkt und eine solche Aussage erfordert zwingend Fakten. Bei einem VPN von einem Nischenprodukt zu sprechen, halte ich außerdem für sehr gewagt. Dazu ist es ein Produkt, welches hervorragend ins Produkt-Portfolio von Mozilla als Unternehmen passt, welches Produkte mit Datenschutz-Fokus anbietet.


    aber es bindet erhebliche Ressourcen die beim Browser dann fehlen.


    Das entspricht definitiv nicht der Wahrheit. Am VPN arbeiten völlig andere Menschen als am Browser. Glaubst du wirklich, dass für neue Produkte die Browser-Abteilung reduziert wird, obwohl der Browser das für Mozilla mit Abstand wichtigste Produkt ist? Du hast nicht in Erwägung gezogen, dass Mozilla unterschiedliche Abteilungen hat, die ihre eigenen Teams haben?


    Firefox OS finde ich auch wieder keinen Widerspruch: Mozilla hat die Entwicklung angestoßen und dann großen Erfolg gehabt. Ich fand das Projekt auch sehr gut und wichtig. Aber, und das meinte ich mit fehlender Strategie, die Entwicklung dann überraschend eingestellt. Wenn ich mich für ein Projekt entscheide, dann muss ich es doch auch durchziehen (gerade wenn es anfängt erfolgreich zu sein)?!


    Was du da schreibst, ist aus Unternehmenssicht sehr gefährlich. Da frage ich mich ehrlich gesagt, wo du in dieser Aussage so etwas wie eine "Strategie" siehst, was du ja bei Mozilla nicht gesehen haben willst. Sich für ein Projekt zu entscheiden, sollte niemals heißen, dies mit aller Gewalt durchzuziehen, auch wenn es wirtschaftlich nicht funktioniert. Eine solche Verhaltensweise führt auf Kurz oder Lang zwangsläufig zum Ruin. Fakt ist: Mozilla hat seine Ziele nicht erreicht. Fakt ist auch, dass die Entwicklung von Firefox OS signifikante Auswirkungen auf den Desktop-Browser hatte, weil es eine sehr starke Verzahnung des Codes gab. Für das Scheitern von Firefox OS gibt es verschiedene Gründe, aber nochmal: Das ist so lange her, dass es für die aktuelle Sitation nicht relevant ist. Ich weiß daher auch gar nicht, was das Beispiel von Firefox OS zur Diskussion beitragen soll.


    Dass das Projekt weiterlebt liegt einfach nur am OpenSource-Gedanke, den andere für sich erfolgreich als KaiOS weiterführen!


    Da liegst du komplett falsch. Würde der Open Source-Gedanke irgendeine Rolle spielen, dann würde Firefox OS nach wie vor in der von damals bekannten Form existieren - und das würde das System noch lange nicht auf echte Geräte bringen. KaiOS ist auch gar kein Open Source-Projekt. KaiOS spricht eine völlig andere Zielgruppe an und unterscheidet sich stark vom Firefox OS, was wir von Mozilla kannten. Dass das Projekt weiterlebt, liegt, wie bei jedem mobilen OS, an seinen kommerziellen Partnerschaften und Investoren, die im Projekt stecken. Eine Möglichkeit, für welche die Struktur von Mozilla leider nicht geeignet war und was definitiv ein Problem war. Denn man benötigt sehr viel Geld, um ein neues Betriebssystem zu etablieren.


    aber 0 Feedback finde ich trotzdem ein bissl mau. Wobei dies meiner Einstellung "Unternehmen Mozilla" geschuldet ist. :(


    Geduld ist eine Tugend, zumal dein Problem vollkommen hausgemacht ist, weil du schon wieder an den Einstellungen von Firefox gespielt hast und das Problem nur unter dieser Voraussetzung auftritt.


    Ich kann das Problem auf macOS mit Firefox Nightly übrigens nicht reproduzieren.


    Was du damit meinst, es würde an deiner Einstellung "Unternehmen Mozilla" in Anführungszeichen liegen, kann ich nicht einmal erahnen.


    Ich entschuldige mich auch für meine Fehleinschätzung in Bezug auf die Freiwilligen, dies war von mir eher Subjektiv und meinem Eindruck der letzten 15 Jahre geschuldet: hier hat sich Firefox von einem "Retter des Netzes vor Microsoft" zu einem kleinen Konkurrenten von Google entwickelt.


    Selbstverständlich ist Mozilla ein Konkurrent von Google, denn Google entwickelt, genau wie Mozilla, einen Browser. Und daran ist absolut nichts verkehrt, ganz im Gegenteil: Diese Konkurrenz hat sowohl Chrome als auch Firefox in den letzten Jahren sehr viel stärker werden lassen. Ich habe wirklich keine Ahnung, was für einen Vorwurf du Mozilla daraus stricken möchtest.


    Mit Vorfinanzierung meinte ich aber solche Projekte wie Firefox VPN oder auch Pocket, etc. - hier sieht man recht schnell, ob es Userinteresse gibt oder nicht.


    Ich weiß nicht, wie eine solche Vorfinanzierung deiner Meinung nach funktionieren soll. Du kannst die Menschen nicht um Geld bitten und sagen: In zwei Jahren wollen wir ein VPN haben, vielleicht klappt es, vielleicht nicht, aber Danke für's Geld.


    Das Beispiel mit Pocket verstehe ich noch weniger. Pocket war bereits ein kommerzielles Produkt, bevor Mozilla den Hersteller Read it Later Inc. gekauft hat.


    In beiden Fällen hat sich die Frage nach einem Nutzer-Interesse übrigens nie ernsthaft gestellt. Pocket hatte zum Zeitpunkt des Kaufs bereits zehn Millionen aktive Nutzer und ein VPN passt perfekt zur Positionierung von Mozilla als Datenschutz-Unternehmen. Entsprechend groß ist die Zielgruppen-Überschneidung.


    Dass es einen Bug gibt ist natürlich sehr unschön, aber ich frage jetzt lieber nicht, ob es dazu einen Bugreport gibt und woran es scheitert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass LineageOS die Behebung bewusst verhindert.


    Natürlich gibt es einen Bugreport, das Problem ist bekannt. Es ist auch schon lange behoben. Das Problem besteht darin, dass sich LineageOS in dem Punkt nicht von anderen unterscheidet: Sie haben ein EOL-Datum gesetzt und halten sich daran, entsprechende Geräte bekommen den Bugfix schlicht und ergreifend nicht mehr, weil die Unterstützung eingestellt worden ist. Ich mach denen das auch nicht zum Vorwurf, dass sie Geräte nicht unendlich lange unterstützen, das kann man von niemanden fordern. Mir ging es nur um die Erwähnung, dass auch bei LineageOS die Bereitstellung von Updates endlich ist und das System nicht nur Vorteile hat. Das klang nämlich nach einer perfekten Geschichte. Den Aspekt wollte ich da nicht unerwähnt lassen. Was LineageOS leistet, will ich damit keinesfalls kleinreden.


    Das sehe ich ja auch genauso, aber in den Jahren von 2012 bis 2017 hat sich nahezu nix geändert.


    Das ist wieder eine Aussage, welche definitiv nicht der Wahrheit entspricht. Aber vielleicht trage ich hier eine Mitschuld daran, dass du das glaubst, immerhin bin ich bekannt für meine ausführlichen Release-Artikel zu Firefox und bei Thunderbird zumindest über Major-Releases und in dem Zeitraum hatte ich über Thunderbird fast gar nichts geschrieben, selbst über Major-Releases nur selten. Das ändert nichts daran, dass es nicht stimmt, dass sich in diesen fünf Jahren "nahezu nix geändert" hätte.


    Ich habe nie geschrieben, dass Thunderbird Tod ist, sondern (zwischenzeitlich) für Tod erklärt wurde - der Rest steht zb. auf https://de.wikipedia.org/wiki/…_des_Thunderbird-Projekts


    Was Medien aus einer Geschichte machen, ist glücklicherweise nicht ausschlaggebend. Der von dir verlinkte Wikipedia-Artikel benutzt diesen Begriff jedenfalls nicht.