Europäisches Parlament will Kaspersky verbannen, weil böswillig

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  • Neue Geschichte zu Kaspersky: Das europäische Parlament will Kaspersky aus den Institutionen der Europäischen Union verbannen, hier die Begründung:


    Zitat

    fordert die EU auf, die Software, die IT- und Kommunikationsgeräte sowie die entsprechenden Infrastrukturen, die in den Organen eingesetzt werden, einer umfassenden Überprüfung zu unterziehen, um die Verwendung potenziell gefährlicher Programme und Geräte auszuschließen und die Verwendung als böswillig eingestufter Programme und Geräte wie Kaspersky Lab zu verbieten;


    http://www.europarl.europa.eu/…018-0189+0+DOC+XML+V0//DE

  • Ich hoffe diese Schritte hängen mit echten technischen Gründen zusammen und ist nicht wieder einfach eine politische Aktion gegen Russland. Die EU sollte unabhängiger werden von den USA und dazu gehört es auch mit seinen Nachbarn ein positivere Beziehung aufzubauen.
    Ich gehe mal davon aus dass sie jetzt auf einen US Anbieter wechseln werden. Daher; wenn dann sollten sie niemand anderem als einem europäischen Anbieter vertrauen (wenn es dann schon einen Anti-Virus braucht) aber damit sind wir dann wieder bei der Diskussion Microsoft vs Linux...

  • Also ein Drittanbieter würde mit Win10 ja nicht mehr gebraucht ;) Und wirklich weg kommt man ja wohl nicht von Microsoft. https://www.heise.de/ct/artike…in-Behoerden-3970996.html

  • Man könnte fast zur Ansicht gelangen, es gebe eine "verordnete" Russophobie. :roll:

    Gruß
    graubaer


    *** Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. *** (Benjamin Franklin)

  • Sind andere Anti-Virenprogramme weniger "gefährlich" als Kaspersky, geben andere Hersteller keine Daten weiter, "schnüffeln" sie nicht unsere Privatsphäre aus, geben Nutzerdaten an Behörden, oder sind die alle sicher?
    Jedem kann ich nur raten sich von seinen Anti-Virenprogrammen und Sicherheit-Sites zu trennen, und diese zu deinstallieren. Mehr Unheil kann man seinem System nicht antun, als solche unnützen und auch unsicheren, nicht kontrollierbaren Programme, zu installieren und im Hintergrund laufen zu lassen. Wer kann feststellen, was und wie diese arbeiten, und was sie senden, oder entfernen, nachladen usw.?


    Und hier denke ich an alle solcher Programme, nicht nur an Kaspersky. Wer weiß, was er auf seinem Computer installiert/hat, und auf welchen Seiten er sich tummelt, der braucht weder solche Progs, noch einen Tor-Browser, noch das Darknet. Augen auf, wie auch beim täglichen Einkauf :)


  • .. aber damit sind wir dann wieder bei der Diskussion Microsoft vs Linux...


    Das ist exakt auf dem Punkt gebracht! Es gibt keinen Grund Kaspersky weniger zu vertrauen als z.B. Norton, oder Norton mehr als Kapsersky. Jeder steht im Dienste seines eigenen Herrn. Ich vertraue nach wie vor auf brain 1.0

    "Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als daß man ihn den Generälen überlassen dürfte." Georges B. Clemenceau (1841-1929), Französischer Journalist und Politiker/Ministerpäsident

  • Mit "brain" meine ich, seinen eigenen Verstand zu nutzen und sich nicht irre machen lassen von allerlei Veröffentlichungen. Wenn Europäische Institutionen auf einmal meinen, auf eine bestimmte Software aus Russland in ihren Reihen verzichten zu müssen, heißt das noch lange nicht, daß diese Software böswilliger ist als vergleichbare Software aus den USA. Den Beweis für "als böswillig eingestufter Programme und Geräte wie Kaspersky Lab" bleiben die Beamten, die den Entwurf in das das EU Parlament eingebracht haben, nämlich schuldig. Wer hat den da eingestuft? Die Quelle ist mir nicht bekannt.


    Man könnte fast zur Ansicht gelangen, es gebe eine "verordnete" Russophobie. :roll:

    "Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als daß man ihn den Generälen überlassen dürfte." Georges B. Clemenceau (1841-1929), Französischer Journalist und Politiker/Ministerpäsident

  • Über die Vorwürfe, die im Raum stehen, war zumindest in Deutschland bereits im vergangenen Jahr auf sämtlichen Nachrichten-Kanälen zu hören, insofern würde ich das jetzt nicht gerade als auf einmal bezeichnen, sondern als eine wenig überraschende Konsquenz aus bekannten Ereignissen, sofern man die Nachrichten verfolgt hat. Auch in den vergangenen Wochen gab es immer wieder ähnliche Meldungen u.a. aus Großbritannien oder den Niederlanden; die Niederlande haben vergangenen Monat Kaspersky in ihren Behörden verboten. Sein Urteil muss sich dazu jeder selbst bilden.


    Tatsache ist doch, dass wir die Fakten so oder so nicht prüfen können. Wir müssen mit dem leben, was uns erzählt wird, und können dann entscheiden, ob und was wir glauben und was nicht. Allerdings ist es so, dass gerade Sicherheits-Software vom Vertrauensverhältnis zwischen Software und Anwender lebt und ob dieses Vertrauensverhältnis derzeit gegeben sein kann… nun, wie gesagt, sein Urteil muss sich jeder selbst bilden. Aber gerade für staatlichen Behörden sollte der Grundsatz "Vorsicht ist besser als Nachsicht" definitiv erst recht gelten. Und Alternativen gibt es ja genug.

  • Nun ja, die Reaktion ist verständlich, da Kaspersky auch von den amerikanischen Behörden schon seit längerem als "bedenklich" eingestuft wurde und von allen Regierungsrechnern entfernt werden sollte. Kaspersky ist lt. eigener Aussage in der Vergangenheit schon mal vom FSB "genötigt" worden, für die Regierung zu spionieren bzw. zu "arbeiten". Dazu passt z.B., dass sog. "HTTPS-spoofing", dass in der KAV-Software integriert ist.
    https://www.heise.de/security/…katspruefung-3587871.html


    Alles Bestandteile des aktuellen "kalten, hybriden Cyberkriegs".


    Beweisen, dass Kaspersky wirklich "böswillig" ist, kann natürlich niemand.

  • Zitat

    Beweisen, dass Kaspersky wirklich "böswillig" ist, kann natürlich niemand.


    Vielleicht die Dienste, die daran interessiert sind ihre Informationen zu erhalten, die sie aber von Kaspersky nicht (mehr) bekommen :?


    Ist irgendwie nachvollziehbar, dieses "Russen Trauma", allerdings ist mir das persönlich etwas zu platt.
    NORTON/Symantec hatte angeblich Informationen an das DoD weitergegeben, schon vor Jahren im Gespräch; Eset hat angeblich "spioniert" und auch AVAST soll Daten weitergeleitet haben. Wie will ich das nachvollziehen, beweisen, oder gar rechtlich fest machen? Wenn du einen Brief an einen Sicherheitsanbieter/Security-Site Hersteller schreibst, und dann deine Bedenken äusserst, dann kommt höchstens ein "Nein, das machen wir nicht. Unsere Kundendaten sind uns heilig".
    blubb-blubb-blubber! Wer wills kontrollieren, wer hat die technische Finesse, um den Datenfluss, den Datenverkehr rein oder auch raus, zu einhundert Prozent zu kontrollieren, oder den Weg der Einspielung zu tracen?
    Alles nicht machbar, für den Standardanwender. Also lasse ich lieber dieses Sicherheitszeugs vom PC weg, und verlasse mich auf meine Nase, und meinen Verstand. Mir reicht ein Firewall, alles andere macht keinen Sinn.
    Meine persönliche Einstellung zu diesem Thematik.