FF-Fussball Thread

  • ... und das muss man also auf Dauer so hinnehmen?
    Ich plädiere für eine europaweite (besser noch: weltweite) Verweigerung der Fans... keine Abos kaufen... dann reguliert sich alles wieder auf ein vernünftiges Maß. Das das nicht relatitätsnah ist, ist mir und anderen durchaus bewußt.. :roll:
    Ich mache jedenfalls mit, denn hier ist kein einziger Bezahlsender abonniert und das bleibt auch so...
    @ Aufstieg.... durch Siege.... diese durchaus auch mal mit Pyro unterstützt, wenn dies legalisiert wird... :mrgreen:

  • Die Beiträge zum TV-Thema gehen hier nur in die Richtung "Geld ist böse und stinkt". Ich glaube nicht, dass man das Thema nur so kurz denken kann, weil es so einfach eben nicht ist. Um mal ein paar realistischere Gedanken zu liefern:


    1. Als Fan möchte ich die Spiele meines Vereins live sehen und das geht nun einmal nicht ohne Pay-TV. Einen Fan dafür zu kritisieren, dass er die Spiele seines Vereins im Pay-TV ansieht, entbehrt nicht nur jeder Grundlage, das ist dazu auch unterste Schublade. Genau das macht ein Fan nämlich normalerweise (sofern es ihm möglich ist): Die Spiele seines Vereins ansehen.


    2. Pay-TV kostet mich als Fan zwar Geld, aber der Eintritt ins Stadion kostet auch Geld. Dagegen ist Pay-TV sogar sehr viel günstiger und bietet mir weitere Vorteile, da ich nicht nur für Fußballspiele bezahle, sondern auch zahlreiche weitere Dinge konsumieren kann, die mit Sport gar nichts zu tun haben. Ich bezahle einen in meinen Augen fairen Preis für die gebotene Leistung. Wer Pay-TV konsumiert, ist also definitiv kein Opfer des Angebots, also muss hier niemand, der das nicht nutzt, so tun, als wäre dem so. Es entspricht nicht den Tatsachen.


    3. Die Übertragung eines Fußballspiels im TV verschlingt Unmengen an Geld. Wer genau soll das bezahlen, wenn die Spiele alle kostenlos zu sehen sind? Wie sieht der Lösungsansatz dafür aus? Wer sagen kann, dass das aktuell Modell verwerflich ist, muss eine Alternative nennen können. Dass nicht nur Kosten gedeckt, sondern auch verdient wird, versteht sich von selbst, jedes Unternehmen will Geld verdienen und das natürlich so viel wie möglich. Aber lassen wir das mal für den Moment außen vor und betrachten alleine die Kostendeckung. Wer bezahlt das? Soll vielleicht die gesamte GEZ für Fußball verballert werden? Finden bestimmt alle toll, die keine Fußball-Fans sind. Das fände sogar ich als Fußball-Fan verwerflich.


    4. Das Problem ist kein Problem des Fußballs, sondern müsste, wenn schon, auf den gesamten professionell betriebenen Sport ausgeweitet werden. Das ist in der Formel 1 so, das ist im Wintersport so, wo die Sportler teilweise laufende Litfaß-Säulen sind. So extrem ist es noch nicht mal im Fußball. Überall, wo Sport professionell betrieben wird, geht es um große Mengen Geld. Es wäre daher falsch, diese Diskussion auf den Fußball zu reduzieren.


    5. Mit "Gier" der Vereine hat das gar nicht mal unbedingt viel zu tun, denn die Vereine verhandeln diese Verträge nicht, das macht die Liga. Die Vereine bekommen die Gelder dann zugeteilt. Aber natürlich, und dazu komme ich weiter unten, haben Fubßallvereine im Profisport profitorientierte Interessen und wollen so viel, wie möglich ist. Das kann man niemandem zum Vorwurf machen. Jeder von uns würde nehmen, was er bekommen kann. Ich glaube niemandem, der was anderes behauptet.


    Das Interesse der Liga ist es, dass die nationalen Vereine international konkurrenzfähig sind. Deutschland ist immer weiter abgeschlagen hinter beispielsweise England und natürlich hat eine der größten Fußball-Nationen der Welt - wie Deutschland - den Anspruch, an der Spitze zu stehen. Und das geht nicht ohne Geld. Also versucht man natürlich, die Beträge zu erhöhen. Solange die TV-Sender das bezahlen, ist doch alles gut. Die Vereine profitieren davon und die meisten Fans freuen sich darüber, wenn ihr Verein Geld erhält. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass mancher Fan eines unterklassigen Vereins deprimiert oder gar neidisch ist, weil der eigene Verein nicht profitiert, während es anderen Vereinen immer besser geht. Aber das ist doch normal. Es ist überall so, dass die Großen mehr bekommen und die Kleinen weniger. Das kann anders nicht sein. So funktioniert das Leistungs-Prinzip in dieser Welt. Bevor man diesen Aspekt des Fußballs ändern kann, müsste man zunächst die Welt ändern, angefangen mit der Abschaffung von Geld. Denn genau damit beginnt das "Übel": Wir bekommen Dinge mit Geld. Wer mehr Geld hat, kann mehr Dinge haben. Dieser Gedanke ist die Grundlage für alles. Der Fußball ist da keine Ausnahme, er folgt nur den "Spielregeln".


    6. Wieso Punkt 5 für Fußballer erstrebenswert ist, dürfte wohl für jeden nachvollziehbar sein, der mit Sport zu tun hat. Ein guter Sportler will immer höher hinaus, immer besser werden. Damit der eigene Verein immer besser wird, braucht es die besten Mitspieler und wer zu den besten gehört, ist nicht für wenig Geld zu überzeugen. Also brauchen die Vereine viel Geld.


    7. Fußballvereine sind keine Spaßgesellschaften, das sind profitorientierte Unternehmen wie jedes andere Unternehmen auch. Wer irgendwas von wegen Fußballromantik meint, der lebt in einem Parallel-Universum. Auch die Fußball-Abteilung von Eintracht Braunschweig ist ein Unternehmen und heißt vollständig "Eintracht Braunschweig GmbH & Co.KGaA " mit einer "Eintracht Braunschweig Management GmbH" als Komplementär. Ich übersetze das mal: Das heißt: Wir spielen Fußball, um Profit zu machen. und werden nicht aus Liebe betrieben, hinter uns stehen Manager, also Geschäftsleute. Und das meine ich in absolut keiner vorwurfsvollen Weise, ganz im Gegenteil: Denn das ist Profisport, das betrifft alle Vereine, Hertha ist ebenfalls wie Braunschweig eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Viel mehr meine ich das als Augenöffner für die Realität.


    Naja, am Ende ist es wie immer: Über Pay-TV beklagen sich diejenigen, die es nicht besitzen. Für mich ist Punkt 1) der Wichtigste: Leben und leben lassen ist grundsätzlich ein guter Ratgeber. Anderen Vorwürfe zu machen, weil sie etwas nutzen, was man selbst nicht nutzt, das verbietet einem die gute Erziehung, die hoffentlich jeder von uns hat und die ich niemandem absprechen möchte. Darum bewerte ich diese Aussage mal als unbeabsichtigten Fauxpas.


  • Die Beiträge zum TV-Thema gehen hier nur in die Richtung "Geld ist böse und stinkt". Ich glaube nicht, dass man das Thema nur so kurz denken kann, weil es so einfach eben nicht ist. Um mal ein paar realistischere Gedanken zu liefern:

    Du erlaubst trotzdem, das man auch mal querdenkt...


    1. Als Fan möchte ich die Spiele meines Vereins live sehen und das geht nun einmal nicht ohne Pay-TV.


    Das bleibt dir unbenommen, ich kritisiere dich nicht dafür. Dies ist der Status Quo, aber muss man sich damit zufrieden geben? Selbst wenn es utopisch erscheint dieses Rädchen wieder zurück zu drehen, aber was nicht probiert wird, lässt sich auch nicht umsetzen. Viele Fußballfans wollen dies nicht und boykottieren die entsprechenden Anbieter.


    Einen Fan dafür zu kritisieren, dass er die Spiele seines Vereins im Pay-TV ansieht...

    Wo habe ich hier jemanden kritisiert, das ist eine Unterstellung, die so nicht geduldet wird!

    2. Pay-TV kostet mich als Fan zwar Geld, aber der Eintritt ins Stadion kostet auch Geld. Dagegen ist Pay-TV sogar sehr viel günstiger und bietet mir weitere Vorteile, da ich nicht nur für Fußballspiele bezahle, sondern auch zahlreiche weitere Dinge konsumieren kann, die mit Sport gar nichts zu tun haben. Ich bezahle einen in meinen Augen fairen Preis für die gebotene Leistung. Wer Pay-TV konsumiert, ist also definitiv kein Opfer des Angebots, also muss hier niemand, der das nicht nutzt, so tun, als wäre dem so. Es entspricht nicht den Tatsachen.

    Ich sehe mich nicht als Opfer des Angebots, ich nehme es bewußt nur nicht wahr... dies ist meine freie Entscheidung und ich beschwere mich auch nicht darüber, also wieder eine Falschdarstellung und Verdrehung meiner geäußerten Darlegung....


    3. Die Übertragung eines Fußballspiels im TV verschlingt Unmengen an Geld. Wer genau soll das bezahlen, wenn die Spiele alle kostenlos zu sehen sind? Wie sieht der Lösungsansatz dafür aus? Wer sagen kann, dass das aktuell Modell verwerflich ist, muss eine Alternative nennen können. Dass nicht nur Kosten gedeckt, sondern auch verdient wird, versteht sich von selbst, ...

    Hier genau unterscheiden wir uns in der Denkweise... du bist nicht bereit, das Bisherige in Frage zu stellen, ich hingegen schon... über die Umsetzung muß man sich dann Gedanken machen.... Ich verweigere ganz einfach die bisherige kommerzielle Entwicklung, übrigens nicht nur im Fußball, nicht nur im Profisport sondern auch in anderen Bereichen der Gesellschaft.... aber das führt noch in weitere Gefilde, wie du ja weiter ausführst, als das man dies hier in der gebotenen Kürze abhandeln könnte.


    5. Mit "Gier" der Vereine hat das gar nicht mal unbedingt viel zu tun, denn die Vereine verhandeln diese Verträge nicht, das macht die Liga. Die Vereine bekommen die Gelder dann zugeteilt. Aber natürlich, und dazu komme ich weiter unten, haben Fubßallvereine im Profisport profitorientierte Interessen und wollen so viel, wie möglich ist. Das kann man niemandem zum Vorwurf machen. Jeder von uns würde nehmen, was er bekommen kann. Ich glaube niemandem, der was anderes behauptet.

    Damit disqualifizierst du dich leider ein weiteres Mal... es gibt nicht nur Raffkes in dieser Welt... ich prophezeie, das diese Summen im Profisport nicht mehr lange (Jahre) fließen werden. Die Menschen, die Fans werden es irgendwann nicht mehr bezahlen...


    7. Fußballvereine sind keine Spaßgesellschaften, das sind profitorientierte Unternehmen wie jedes andere Unternehmen auch. Wer irgendwas von wegen Fußballromantik meint, der lebt in einem Parallel-Universum. Auch die Fußball-Abteilung von Eintracht Braunschweig ist ein Unternehmen und heißt vollständig "Eintracht Braunschweig GmbH & Co.KGaA " mit einer "Eintracht Braunschweig Management GmbH" als Komplementär. Ich übersetze das mal: Das heißt: Wir spielen Fußball, um Profit zu machen. und werden nicht aus Liebe betrieben, hinter uns stehen Manager, also Geschäftsleute..... Viel mehr meine ich das als Augenöffner für die Realität.

    Da gebe ich dir Recht, das ist der Status Quo, den man aber nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag akzeptieren muß. Nenne mich Realitätsfern, das ist mir egal, ich werde mich jedenfalls mit dem Ist-Stand nicht abfinden und diesen auf keinen Fall unterstützen.


    Naja, am Ende ist es wie immer: Über Pay-TV beklagen sich diejenigen, die es nicht besitzen.

    Das ist einfach nur eine dumme Aussage.... :?


    Für mich ist Punkt 1) der Wichtigste: Leben und leben lassen ist grundsätzlich ein guter Ratgeber. Anderen Vorwürfe zu machen, weil sie etwas nutzen, was man selbst nicht nutzt, das verbietet einem die gute Erziehung, die hoffentlich jeder von uns hat und die ich niemandem absprechen möchte. Darum bewerte ich diese Aussage mal als unbeabsichtigten Fauxpas.


    Wieder unterstellst du mir hier irgendwas, was ich nicht gesagt habe und das ich auch nicht so meine... soll jeder nutzen und machen was er will, ich nutze und mache es jedenfalls nicht. Ich mache auch niemand den Vorwurf, wenn er für den Fußball in den Medien bezahlt... bitte stelle dies klar, das ich das nicht getan habe!
    Dementsprechend ist es auch kein unbeabsichtigter Fauxpas, da es diesen nirgendwo gegeben hat.
    Sorry, es ist länger geworden, aber da war soviel Falsches und Unterstelltes, das ich dies Geraderücken musste.

  • Beitrag #4596 stellt sehr wohl und das sogar ziemlich deutlich eine Kritik dar. Insofern gibt es da für mich nichts klarzustellen, dass du das nicht getan hättest. Zur Gedächtnis-Auffrischung, das ist wortwörtlich aus deinem Beitrag:


    Zitat

    Es gibt auch andere Fans, nicht nur die, die auf der Haupttribüne hocken oder, schlimmer, zu Hause via SKY, die Spiele auf dem Sofa verfolgen und damit die ganze "verdammte" ausufernde Kommerzialisierung erst ermöglichen.


    Das ist unmissverständlich. Hervorhebung durch mich. Mich diesbezüglich als Lügner hinstellen zu wollen, obwohl du es bist, der hier jetzt etwas Falsches behauptet, ist eine Unverschämtheit. Mehr werde ich zum letzten Beitrag nicht schreiben. Ich habe gesagt, was ich sagen wollte, und stehe zu jedem einzelnen Satz. Und übrigens kann ich auch keine dumme Aussage in meinem Beitrag erkennen, denn das, was du dumm genannt hast, ist nicht falsch.


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    Es ist unfassbar. Hertha führt 1:0, trifft zweimal Aluminium, schafft es, dass Werder Bremen bis zur 95. Minute (!) nicht eine einzige (!) gute Tormöglichkeit hat, und kassiert dann nach einem doppelt abgefälschten Freistoß das 1:1…

  • Geschenkt.... :roll:
    Was anderes hätte ich auch nicht erwartet...
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    Prima, meine Jungs können doch noch gewinnen und drehen das Spiel bei Fortuna Köln.. jetzt sind es "nur noch" 4 Punkte bis zu einem Nichtabstiegsplatz. Die Hoffnung stirbt zuletzt... :)

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    Es ist unfassbar. Hertha führt 1:0, trifft zweimal Aluminium, schafft es, dass Werder Bremen bis zur 95. Minute (!) nicht eine einzige (!) gute Tormöglichkeit hat, und kassiert dann nach einem doppelt abgefälschten Freistoß das 1:1…


    Tja, ein Spiel ist eben nicht immer nach 90 min. zu Ende. :mrgreen:
    Nebenbei bemerkt, Hertha- Spieler Stark hätte vom Platz gemusst!

  • Nö, die Aussage, dass er vom Platz gemusst hätte, ist keinesfalls korrekt. Es gab kein einziges Foul von ihm, welches rotwürdig war. Und selbst wenn du sagst, dass du ihm in zwei Situationen Gelb gegeben hättest, was man sicher so sehen kann, ist die Annahme nicht möglich, dass die zweite Situation exakt so stattgefunden hätte, wenn er bereits Gelb gehabt hätte. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Das ist reine Spekulation und wird nie festgestellt werden können. Fakt ist: Der Schiedsrichter hatte eine lange Leine, das hat man von Anfang an gesehen, darauf haben sich die Spieler eingestellt. Und ein Spieler, der nicht bereits durch Gelb vorbelastet ist, kann es sich leisten, nochmal gelbwürdig zu foulen, ohne einen Platzverweis zu riskieren. Das war auch einem Stark bewusst. So kannst du letztlich nicht mehr sagen, als dass er eine gelbe Karte hätte haben können. Denn mehr als das ist nicht sicher. ;)

  • Nach dem völlig unverdienten und unglücklichen Punktverlust gegen Bremen (Ausgleich in der Nachspielzeit kassiert), gab es heute gegen die Bayern wieder weniger als möglich gewesen wäre.


    Nachdem die Bayern fünf Spiele in Folge nicht gegen Hertha innerhalb von 90 Minuten gewinnen konnten, haben sie heute 1:0 gegen Hertha gewonnen. Der Kommentator sagte ganz richtig: Eigentlich hat Hertha alles richtig gemacht, aber trotzdem stehen sie mit leeren Händen da. Hertha war gleichwertig, Bayern hatte nicht mehr nennenswerte Torchancen als Hertha und am Ende haben die Bayern, wie schon im DFB-Pokal, durch ein Eckballtor gewonnen. Man darf es auch als Anerkennung für Hertha sehen, dass die Bayern nach ihrer Führung die ganze noch verbleibende halbe Stunde nur noch versucht haben, das Ergebnis über die Zeit zu bringen.


    Schwächster Mann war für mich der Schiedsrichter. Das sage ich nicht nur als Hertha-Fan, aber die Rote Karte für Rekik ist lächerlich. Ja, man ist aneinander gerempelt. Aber was Lewandowski für eine Schauspieleinlage daraus machte, muss man auch in den Gesamtkontext mit einbeziehen, genau wie der Tritt von Lewandoswki, der vorausging. Das hat der Schiedsrichter genauso schlecht gesehen wie das eigentlich kaum übersehbare Hertha-Handspiel kurz vor Ende. Aber da gab es nicht mal einen Pfiff.