Medialer Ritterschlag für Blake Ross??

  • Zitat von odddo

    Das es wohl bald sehr kommerziell zugehen könnte.


    Was allerdings nicht schlecht sein muss, nur vielleicht teuer.
    :wink:


    der meinung bin ich schon länger. irgendwann wirds auf eine veränderung hinsichtlich Fx hinauslaufen ... warten wirs ab


    cih finde den gedanken abstrus, dass es mit fx immer so weiter gehen wird. google oder sonst eine firma hat oder wird einen plan aus dem ärmel zaubern, der sich mit der zukunft von fx befasst. es ist gegenwarts- und zukunftsfern zu denken, es wird kein unternehmen geben, dass sich der zunehmenden macht entgegenstellt bzw. sich diese macht zunutze macht. in der zeit des profits (was keineswegs nur negativ gemeint ist) wird sich eine opensource-software nicht lange alleine und schon gar nicht ohne den (kommerziellen) einfluss einer grossen mächtigen firma halten können, oder vllt doch ??? vllt sind dien regeln des opensource marktes anders, aber sonst würde ich befürchten, dass es bald tiefgreifende veränderungen bei fx geben wird.


    aber ich hör auf zu schwafeln, dass ist ja nur wasser auf die mühlen von bugcatcher und alle anderen, die meinen, dass so ein gerede quatsch ist


    Zitat

    Wird es Zeit sich etwas anderes zu suchen??


    Warum sollten wir uns was anderes suchen ?


    Ich benutze den Fx, weil er mir gefällt in vielerlei hinsicht, sonst nichts !


    gruss

  • Ja, es gibt die ganze Zeit tiefgreifende Veränderungen innerhalb "Mozilla"s, und ein guter Teil werden durch Google und Konsorten ermöglicht.


    Im Klartext, dass die Foundation Leute anstellt um Firefox weiter zu entwickeln, dass Google Leute anstellt, die weiter an Firefox arbeiten (Ben, Darin, Bryner), heißt, es kommt Asche ins Spiel. Asche in der Größenordnung von mehreren Mannjahren.


    Die Hoffnung ist, das "wir" dadurch mehr Zeit für Mozilla haben, und die nicht durch Verwaltung aufgefressen wird. Oder auch, dass diejenigen, die Organisation, Design und große Programmieraufgaben bewältigen, die Zeit finden, nicht so miserabel hinterherzuhinken wie üblich.


    Auf der anderen Seite sind sich die Großkopferten durchaus bewußt, dass es nicht ohne kritische Distanz zu den Geldgebern geht, sonst kommt es zu Abstimmungen mit den Füßen. Aber so wie ich das sehe, kommt momentan sowieso nicht mehr rum, als Google und Konsorten eh in ihren Partnerschaftsprogrammen zahlen. Mehr dazu am Besten aus Mitchells Feder.


    Zu den Befürchtungen, es könnte jemand kommen und Firefox kaufen. Ja, das geht. Den Namen kann jemand kaufen, zumindest theoretisch geht das. Aber damit sind die Sourcen des Browsers immer noch unter MPL/GPL/LGPL und nicht so leicht da rauszueisen. Das Know-How und die Zukunftssicherheit der Investitionen an Blut, Schweiß und Tränen sind also gesichert.


    Ohne zu viel aus dem Nähkästchen zu plaudern, die Großkopferten haben auch schon Geld abgelehnt, weil es sich nicht mit dem Selbstverständnis von Mozilla und Mozilla Firefox vertragen hätte. Mehr dazu nicht, aus offensichtlichen Gründen.


    (Hrm. Gabrielle singt nett, neue CDs sind Klasse :-)).

  • Zitat von Scott63

    SPIEGEL ONLINE: Haben Sie keine Angst, dass Google zu einflussreich werden könnte?
    Ross: Die Welt wäre besser dran, wenn Google mehr Einfluss hätte. Google versteht, was sich Menschen von Technologien erhoffen - und liefert das mit einer erstaunlichen Präzision.


    Offener kann man jemandem nicht den Honig ums Maul schmieren und deutlicher auch nicht hinten rein kriechen. Wer es richtig drauf hat, sollte mal eine Karikatur entwerfen, wo Ross mit dem Kopf im Hintern von Google steckt.


    Also mal ganz ehrlich: Er hat recht. Ich möchte zwar nicht, dass Google mehr Einfluss hat, sondern dass andere Firmen die ähnlich sind wie Google, Einfluss bekommen (-> keine Firma mit einem Quasimonopol auf alles)
    Was wollten die Leute? Eine gute aber schlichte Suchmaschine, nicht 20 animierte Grafiken. Was kam raus? Das spartanische aber übersichtliche Google Interface.
    Als Firefox noch nicht wirklich bekannt war und die IEler durch Popups und ähnliches geplagt wurden kam Google mit der IE-Toolbar. Ein super Popupblocker, eine integrierte Suche. Sehr sehr nützliches Teil (für den IE).
    Auch wenn ich mir GMail angucke - ganz ehrlich, es bietet zwar Pop3, aber ich finde die Gmail Oberfläche besser als die von Thunderbird.
    Der "Conversation view" ist viel viel einfacher zu lesen und zu handhaben, Zitate werden automatisch versteckt (also die eigene Mail mit den > davor), mit mehreren Leuten funktioniert eine Conversation genauso wie mit einer, ich habe nicht eine Antwort eine Mail sondern eine Mail und alles was dazugehört.
    Außerdem sind die Labels sehr praktisch da eine Mail 2 oder mehr Labels haben kann und nicht auf einen Ordner beschränkt ist.
    Ich finde dass sie auch dort gute Arbeit geleistet haben.
    Genauso hat sich doch auch Firefox "hochgepilgert". Die Leute wollten eben nicht 1000 Funktionen, sondern etwas einfaches, aber stabiles. Eben intuitiv.



    Zitat

    SPIEGEL ONLINE: Immer wieder hat es Gerüchte um einen eigenen Browser von Google gegeben, einen "G-Browser". Wird Firefox dieser "G-Browser" sein? Oder wird Firefox gegen den "G-Browser" antreten?
    Ross: Gerüchte sind Gerüchte.


    Keine Antwort ist auch eine Antwort


    Wieso? Er antwortet doch exakt? Spiegel fragt: G-Browser - Gerücht oder Wahrheit?
    Er antwortet - Gerücht. D.h. es ist nicht wahr. Gerücht sagt zwar aus, dass es eine Vermutung ist, aber nichts bestätigtes ist, aber in dieser Antwort wird mehr als deutlich, dass er Gerüchte im negativen Sinne sieht - also dass sie eben nur erfunden sind...

  • Zumal Google da sicherlich auch Informationsstopp verordnet hat und warum sollte Mozilla die fütternde Hand von Google unnötig beissen?


    Selbst wenn es einen G-Browser geben wird, der auf Mozilla basiert..... Netscape basiert auch auf Mozilla und ist auch nicht von MoFo. Da kümmert sich keine Sau drum. Zweierlei Mass. Pah.

  • Zum Thema g-browser:


    Ich habe das Gerücht das erste Mal gehört in der Zeit, als hinter den Kulissen die Google-Startseite für Firefox ausbaldowert wurde. Ich kenne die berüchtigten bugs selber nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn die sich um die Startseite drehten.


    Davon ab, ich gehe jetzt nicht gucken, aber, IIRC, ist Ben halbtags an Firefox dran. Heisst, die andere Hälfte des Tages arbeitet er an einem Google-Projekt (Spekulation meinerseits, ich denke einfach nicht, dass es sich da um Blumen pflücken handelt). Ähnliches vermute ich für Darin und Bryner.


    Also, Google hat irgendwas in der Pipeline, zu dem sie Leute mit Browser-Erfahrung gut gebrauchen können. Wie z.B. auch IBM, siehe aktuelle News auf mz.


    Nur, Blake baut sein eigenes Startup, heisst, der weiss (zumindest offiziell) nichts von dem google Kram, und wird 'nen Teufel tun, sich zu Googles Produktstrategien zu äußern. Das hat weniger was mit "beiß nicht die Hand die dich füttert" denn mit handfesten juristischen Konsequenzen für ihn und die Spezis zu tun, die die NDAs unterzeichnet haben.


    Bottomline, Google ist offensichtlich mit Firefox noch nicht am Ende deren Fahnenstange, und hören werden wir was, wenn's Beta ist. Ich gehe mal davon aus, dass wir uns darauf freuen dürfen.

  • Dass Google entwas entwickelt/n (lässt) ist doch klar. Aber ich denke nicht dass es ein G-Browser wird. Wozu auch?


    Wenn sie Firefox durch bessere Features ergänzen wollen, so können sie dies in erster Linie durch Erweiterungen - und wenn nicht, dann ist es wahrscheinlich dass diese Verbesserung auch in den normalen Firefox einzug halten wird.
    Davon abgesehen: Welchen "Werbungsvorteil" erreicht Google durch einen "G-Browser". Leute die Firefox verwenden suchen sich ihre Suchmaschine wahrscheinlich eh selbst aus und die die Firefox nicht verwenden werden wahrscheinlich auch bie IE bleiben, egal ob jetzt da ein G-Browser kommt.


    Bleibt nur eins zu hoffen: Dass Google bleibt, was es ist, und nicht zu einem 2. Microsoft mit überdimensionaler Marktmacht auswuchert.



    Grüße

  • Ein G-Browser auf Basis vom Firefox kann auch nur zum grossen Teil OpenSource sein, weil alles was vom Firefox in einen möglichen G-Browser fliesst durch Lizenzen geschützt ist.


    Ich sehe nicht den Unterschied zu Netscape. Solange mir keiner diesen Unterschied erklärt, ist das für mich bloss eine weitere Verbreitungsmöglichkeit von Gecko. So wie Netscape, K-Meleon, Beonex, Nautilus, Galeon, Epiphany und was es sonst noch so alles an Browsern auf Basis von Gecko gibt, die nicht direkt von MoFo stammen und zum Teil von kommerziellen Vereinen entwickelt werden.

  • oh je, 19 Jahre ... programmieren kann er wohl, das kann mein sohn aber auch & der ist 9....


    Ohne Lebenserfahrung kann man solche sachen wie mit Google ja leicht in die Welt setzen, wird man aber älter und ein bisschen Weiser, so sieht man Monopolisten doch mit andern Augen... hoffe ich zumindest.


    Ich sehe eine große Gefahr darin Google noch mehr Einfluss zu verschaffen, imo sollte der jetzt vorhandene Einfluss möglichtst schnell wieder eingeschrängt werden, da ich bei Google immer mehr den Eindruck gewinne, dass ich nur das Finde, was Google auch will das ich es finde.


    Ramady

  • Zitat von Scott63

    Aber betrachtet man es nüchtern, dann hat doch Google im Suchmaschinen-Bereich schon längst eine Vormachtstellung und ein Quasi-Monopol erreicht. Sie sind nicht nur überall im Internet auffällig omnipräsent (man kommt doch schon kaum noch dran vorbei), sondern dominieren ihren Sektor schon bereits.


    Schon, aber im Gegensatz zu MS dominiert Google eher durch Qualität als Trägheit bzw. Fesselspielen.


    Ich hätte keine nennenswerten Probleme wenn ich statt Google plötzlich Yahoo verwende - aber Linux statt Windows?

  • Ich behaupte es ist einfacher Microsoft Marktanteile abzuknapsen als Google.
    Warum hat bugcatcher schon geschrieben - sie setzen sich durch Qualität durch und nicht durch die Verbindlichkeit ("läuft nur auf Windows...").
    Solange das so bleibt kannst du den User nicht überzeugen.
    Das wäre so als würdest du jemanden versuchen zu überzeugen ein schlechteres Auto zu kaufen zum gleichen Preis obwohl es ein viel besseres gibt - das macht keiner.


    Zum G-Browser: Nen neuen wird Google wohl kaum aus dem Boden stampfen - überlegt mal wie lange Firefox entwickelt wurde _obwohl_ er eine Basis hatte (Gecko).
    Und baut es auf Gecko auf, dann müssen große Teilen offen gelegt werden...


    Mal davon abgesehen: Wer 1 und 1 zusammenzählen kann sollte wissen dass die Mozillaleute die Google angeheuert hat nicht nur Browser programmieren können. Sie haben das Know-how wie man etwas einfach macht, aber dennoch mächtig, übersichtlich aber dennoch funktionell reichhaltig. Sie sind exzellente Programmierer, haben Wissen über das schreiben neuer Standards und sie sind jung und engagiert.
    Solche Leute kann doch jede Firma gebrauchen - nicht nur um einen neuen Browser zu schreiben.