Ich bin einzigartig! 😉

  • Firefox-Version
    150.0
    Betriebssystem
    Windows 11 Professional 64 bit 25H2

    Eigentlich ist das ja nett, aber nicht, wenn es meinen benutzten Browser betrifft.

    Laut amiunique.org (letzte 90 Tage) ist es schon ziemlich verdÀchtig, einen deutschen Firefox unter Windows zu betreiben.

    Noch verdÀchtiger wird es, wenn man ihn gerade aktualisiert und als Inhaltssprache de eingestellt ist.

    Und damit ist's dann ganz vorbei mit der AnonymitÀt

    Ich nutze diese Einstellungen zum Browser-Datenschutz (außerdem ist fĂŒr die Cookies "Cookie AutoDelete" installiert) und uBlockOrigin, LocalCDN und Smart Referrer.

    Es gibt noch weitere Add-ons und about:config-Einstellungen (u.a. fĂŒr CSS und Userscripte). Werden die auch erkannt?

    Warum bin ich trotzdem (oder gerade wegen der Einstellungen und Add-ons?) so "einzigartig"? Was lÀsst sich verbessern? Oder ist das ein nutzloses Katz-und-Maus-Spiel?

  • Falscher Thementitel?

    Und du glaubst solchen Seiten? Auch wenn's die Uni in Lille/FR ist?

    Bei mir lÀuft der Balken endlos, da wird irgendwas blockiert bei mir. Ich sag mal so, was dir ganz viele bestÀtigen können: je mehr du blockierst etc, desto eindeutiger wirst du.

    FĂŒr mich: Zeitverschwendung.

    Frei nach Einstein: „Zwei Dinge sind unendlich, Marketing und die menschliche GutglĂ€ubigkeit, bei einem bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

    Meine GlĂŒckszahl hier: 98.

  • Jaja,

    der weitverbreitete Irrglaube, dass es im "Netz der Netze" irgendwo eine Art von AnonymitÀt gibt, stirbt eben nie aus. Und seitdem die Industrie der VPN-Anbieter seine Angebote werbewirksam unters Volk bringt, glauben immer mehr Menschen daran.

    Es hat im Internet noch nie eine echte AnonymitÀt gegeben und es wird auch nie eine geben.

    vy 73 de Peter

  • Und seitdem die Industrie der VPN-Anbieter seine Angebote werbewirksam unters Volk bringt, glauben immer mehr Menschen daran.

    Da wĂŒrde ich etwas differenzieren, zumal Mozilla innerhalb von Firefox mittlerweile selbst ein VPN vermarktet. Und AnonymitĂ€t gehört nicht zu Mozillas Versprechen. Dieser Begriff wird weder in Firefox noch im Support-Dokument zur VPN-Integration noch auf der Website des Mozilla VPNs ĂŒberhaupt erwĂ€hnt. FĂŒr ein VPN gibt es außerdem sehr legitime AnwendungsfĂ€lle, wĂ€hrend man die Sinnhaftigkeit einer Website wie der, die in Beitrag #1 genannt wurde, durchaus anzweifeln darf.

    Es gibt noch weitere Add-ons und about:config-Einstellungen (u.a. fĂŒr CSS und Userscripte). Werden die auch erkannt?

    Websites können selbstverstĂ€ndlich nicht erkennen, was fĂŒr Add-ons du installiert hast und was fĂŒr Einstellungen und Anpassungen du vorgenommen hast. Aber es sollte auch klar sein, dass die Konsequenz bestimmter Maßnahmen erkennbar ist. Wenn du beispielsweise einen Werbeblocker installierst, kann die Website natĂŒrlich erkennen, ob eine Werbung ausgespielt worden ist oder nicht. Und so ist es auch mit anderen Dingen.

    Warum bin ich trotzdem (oder gerade wegen der Einstellungen und Add-ons?) so "einzigartig"? Was lÀsst sich verbessern? Oder ist das ein nutzloses Katz-und-Maus-Spiel?

    Katz- und Maus-Spiel wĂŒrde bedeuten, dass es ein Wettrennen zwischen mindestens zwei Parteien geben wĂŒrde. Das gibt es in dieser Sache aber nicht. Es ist nicht so, dass eine Seite aufrĂŒstet und die andere Seite nachzieht. Alles, was die Seite nennt, gab es vor 20 Jahren schon. Je mehr Kriterien du einbeziehst, desto „einzigartiger” bist du einfach. Das liegt in der Natur der Sache und hat auch nichts mit Firefox zu tun. Laut der von dir genannten Seite bin ich auch mit Google Chrome in seiner Standard-Konfiguration einzigartig. Und das ist der mit Abstand meist genutzte Browser auf der Welt.

    Auf solche Seiten solltest du nichts geben. Das zielt auf Leute, die auch Kuketz, Born und das Privacy Handbuch fĂŒr sinnvolle Ratgeber halten. NatĂŒrlich kannst du deine Bewertung dort „verbessern”, indem du versuchst, in jedem einzelnen Aspekt auf Werte zu kommen, die einem höheren Durchschnittswert entsprechen. Aber das hat dann auch ganz direkte Konsequenzen, weil Websites teilweise nicht mehr so funktionieren werden, wie du sie erwartest.

    Dein Datenschutz-Fokus der Browser liegt daher normalerweise auch nicht auf dem „Fingerabdruck”, auch in Firefox nicht. Firefox bietet zwar eine versteckte Option ein, welche diverse dieser Aspekte verfĂ€lscht, aber diese Option gehört eigentlich zum Tor-Browser und bedient eine wirklich sehr schmale Zielgruppe. Alle anderen sollten die Finger davon lassen, weil das wirklich spĂŒrbare Konsequenzen in der alltĂ€glichen Browsernutzung hat.