Beiträge von doubletrouble

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    Hi FoxCamp-Gemeinde ..... "Sicherheit" kann natürlich nicht diskutabel sein - nichtsdestotrotz startet Firefox seit spätestestens Version 44 auch bei mir die Default-Startseite nicht mehr (bzw. nur noch selten) korrekt an - er scheint sich beim Starten zu verschlucken. Klickt man auf den "Mozilla Firefox-Startseite- oder neu laden-Buttom", wird die Seite wieder korrekt geladen und angezeigt. Beim nächsten Neustart erscheint bei mir die Default-Startseite jedoch wieder fehlerhaft - sprich: schwarz - lediglich die Google-Such-Zeile erscheint weiß.


    Hatte auch gedacht, dass dieser Bug beim nächsten Update behoben sein würde - es gab allerdings inzwischen mindestens zwei Updates ohne Beseitigung des Fehlers. Entweder ist dies noch immer nicht als Bug bekannt, oder es gibt spätestens seit Version 44 einen Konflikt mit irgendeinem Add-on, für das es eben noch kein entsprechendes Update gibt. Da ich seit je her recht viele Add-ons installiert habe, war mir das Durchchecken sämtlicher Add-ons bislang zu müßig, zumal der Fehler nicht zuverlässig immer auftritt; sprich: manchmal startet die Startseite normal - weshalb die Fehlersuche zur stundenlangen Sisyphos-Arbeit ausarten kann.


    Deshalb wäre es erfreulich, zu erfahren, was es damit auf sich hat - falls also jemand etwas Erhellendes darüber weiß, wäre es nett, dies hier kundzutun, auch wenn Fox2Fox offensichtlich nicht viel mit "Sicherheit" am Hut hat. Schade eigentlich, denn vielleicht hätte man ja irgendwelche Parallelen in der Konfiguration ausfindig und so den Fehler dingfest machen können. ..... denn scheinbar taucht das Problem bei den meisten Usern nicht auf.


    Update: sorry, hatte nicht gesehen, dass das Thema schon in einem anderen Thread besprochen wurde:


    http://www.camp-firefox.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=116965


    ....demnach handelt es sich tatsächlich um einen Bug, der in Version 45 und auch bereits in einer beta behoben sein sollte - also so viel Zeit muss sein!? :klasse:


    Grüße Euch- doubletrouble

    Grüße Euch!


    hatte gestern hier das selbe Problem: ebenfalls beim Start die Avast-Meldung:


    http://request.saferbrowsingca…d-e6b11b4c7c03/extensions


    .... blockiert - Prozess: Firefox.exe


    ... hab leider nicht herausfinden können, was genau der Übeltäter ist; Fakt ist aber, dass ich hier gerade zufällig 3 Profile in meinem eingeschränkten Benutzerkonto (Windows 7 prof) hatte und zunächst lediglich das default-Profil kompromitiert war. Zudem habe ich im Admin/Besitzer-Konto ebenfalls 2 Profile, die ich lediglich für Firefox-Updates nutze und sonst so gut wie nie damit im Netz unterwegs bin. .... auch hier war zunächst lediglich das default-Profil kompromitiert.


    Dann wollte ich herausfinden, ob dies u.U. explizit etwas mit der default-Adresse zu tun haben könnte, und kopierte den gesamten Inhalt des kompromitierten Profils in ein frisches Profil mit anderer Bezeichnung, und beim Start kam die selbe Avast-Meldung, so dass man das ausschließen konnte.


    Da man im Netz nicht wirklich Informationen dazu findet, war mir klar, dass ich das default- bzw. mein Arbeits-Profil vergessen kann, zumal es recht üppig und recht unüberschaubar geworden war. OK, dachte ich, dann nehme ich halt ein Backup von der externen Platte, leider fand ich nur eins vom Mai 2015 - "Fuck", dachte ich - bin da wohl etwas nachlässig geworden. Nachdem ich alles möglichst sauber deinstalliert hatte und noch wegen der Lesezeichen etc. das kompromitierte Profil gesichert hatte, kopierte ich nach der Neuinstallation den gesamten Inhalt des Backup-Profils vom Mai 2015 in an das neue, frische default-Profil.


    Und wieder meldet sich Avast - diesmal mit einer anderen URL (hab die leider nicht notiert). Ich dachte noch, hoffentlich ist es nicht so etwas wie ein Rootkit, was ständig seine Bezeichnung ändert!?


    Schließlich musste ich nochmal alles deinstallieren und mir war klar, dass ich nach einer Neuinstallation ein neues Profil einrichten muss und nur die bekannten und nötigsten Dateien zurück sichern kann; nur so bleibt Avast stumm.


    Was mich irritiert, ist vor allem, dass das alte Backup vom Mai 2015 ebenfalls komromitiert sein soll - noch dazu mit einer anderen Ziel-Adresse - wobei auf dem Profil nun mal mein aktuell kompromitiertes Profil aufbaute, und Avast zwischenzeitlich nie gemeckert hat. ????


    Hab nun sämtliche Addons neu installiert - also so wieder hergestellt, wie es zuvor war, und der Ärger scheint verschwunden zu sein. Hab mit Avast noch 'nen Startzeit-Scan durchgeführt -in der Hoffnung, dass dabei ein mögliches Rootkit ausfindig gemacht wird, aber das war negativ.


    Ihr wißt, wie das ist: eine Unsicherheit bleibt - erst recht, wenn man nicht wirklich rausfindet, was dahinter steht. Da ich mit meinem Rechner vorwiegend Musik mache, wäre es ein gnadenloser Aufriss, das System neu aufzusetzen - da bin ich zwei Tage und Nächte beschäftigt, und vielleicht ist es nur 'ne Fehlfunktion in Avast, wäre ja auch nicht das erste mal!?


    Übrigens sind bei mir die Standard-Plugins immer auf dem neusten Stand - wäre als Ursache aber auch unwahrscheinlich, weil sonst andere Profile ebenfalls Ärger machen würden.


    Grüße an alle - doubletrouble

    Zitat von Palli

    Das ist ja auch nicht wirklich die für die Öffentlichkeit vorgesehene Downloadseite.


    Hi Palli - (lange nicht gesehen ;) ) ..... aber wohl die einzige Möglichkeit, einen stinknormalen Installer zu bekommen, ohne den Umweg über einen fragwürdigen "Download-Helper" und anderem unerwünschtem Schnickschnack. ..... ich frage mich ohnehin schon immer, was das mit der Download-EXE eigentlich soll und weshalb man u.a. bei Adobe (offiziell) keinen normalen Installer bekommt und somit doppelt gedownloaded werden muss!?


    Ich kann "bigpen" nur zustimmen, denn es ist ja nicht das erste mal, dass Adobe laut eigener Angabe den Flashplayer in einer Version zum Download bereit stellt, sich nach dem Download aber herausstellt, dass es noch immer die alte Version ist. Ein zusätzliches Problem ist, dass die Bezeichnung des Installers - und erst recht die Bezeichnung des Downloaders nichts über die Version aussagt. Beim Installer kann man immerhin per Mouse-Over oder über Eigenschaften erfahren, um welche Version es sich handelt.


    Es ist noch nicht mal 2 Monate her, dass es eine erhebliche Sicherheitslücke im Flashplayer gab, die bereits ausgenützt wurde und es Warnungen bis in die Tagesschau geschafft hatten. Als dann die gepatchte Version erschien, luden sich viele Leute über den offiziellen Download den "ominösen Download-Installer" (wie gesagt: Version unerkennbar) runter, der dann auch gleich die Installation in Gang setzte; nur beim Blick in die Systemsteuerung stellte sich raus, dass die veraltete Version wieder auf dem System gelandet war. Sprich: der normale Anwender bekommt so etwas gar nicht mit.


    Und ehrlich gesagt, habe auch ich keinen Bock auf eine Wundertüte - hab' auch noch anderes zu tun, als sinnlos zu installieren, dann wieder zu deinstallieren, um dann schlussendlich noch 'ne halbe Stunde im Netz zu recherchieren.


    Allerdings kommen solche Fehlinformationen auf der inoffiziellen Seite selten vor.


    https://www.adobe.com/products…player/distribution3.html


    .... aber man kommt auch da nicht daran vorbei, die Version nach dem Download über die Eigenschaften zu überprüfen, bevor man installiert. .... also etwas abwarten, bis bei Adobe der Wecker klingelt - auch wenn es lästig ist, erst nach dem Download zu erfahren, was man da eigentlich gedownloaded hat.


    Übrigens würde ich mir auch bei Thunderbird bezüglich der Versionsnummern beim Download ebenfalls etwas mehr Transparenz auf der Download-Seite wünschen - aber das ist 'ne andere Baustelle.


    Grüße - doubletrouble

    Hi Fox-Folks! ..... hab' mich ja schon länger nicht hier rumgetrieben; deshalb: ich grüße Euch! :lol: ... freu' mich, doch noch einige "Altbackene" :mrgreen: nach so langer Zeit hier wieder zu finden.


    ... tatsächlich hatte auch ich das Problem mit dem DownloadHelper - hätte mich aber gewundert, hier keine Lösung zu finden. ... denn es gibt doch scheinbar für jeden individuellen DH-Zweck alternative Möglichkeiten:


    Für Leute, denen es lediglich um YouTube-Videos geht, gibt's ja zahlreiche Möglichkeiten, wobei dafür und nebenbei auch für Soundcloud das Bookmarklet, auf das "Zitronella" in diesem: Beitrag (klick mich) hingewiesen hat, die beste Möglichkeit bietet.


    ... thanks dafür an "Zitronella", auch wenn es mir nicht primär um YouTube oder Soundcloud ging - funktioniert jedenfalls einwandfrei; hab' eben mal bei YouTube ein Konzert in hoher Auflösung: "Franz Ferdinand at Southside Festival 2014" gezogen - wahlweise kann man's mit dem Bookmarklet statt als Video (in unterschiedlicher Auflösung) auch als mp3 ziehen. ... einfacher geht's nicht.


    Mir ging's aber primär um eine Seite, auf der ich relativ häufig "guitar lessons" downloade, um sie im VLC-Player zu laden; denn bei komplizierten oder schnell gespielten Gitarren-Licks/Riffs kann man im VLC-Player einzeln definierbare Parts des Videos im Loop und/oder in verminderter Geschwindigkeit laufen lassen - das erleichtert das Lernen/Abkupfern ungemein. Naja - und gerade auf der Seite: "guitarmasterclass.net" (wen's interessiert - klick mich) kam bei mir häufig der DownloadHelper zum Einsatz - und das geht damit momentan nicht.


    ... deshalb noch ein großes "Thanks" an "Fox2Fox" für den Tipp (klick mich) mit der Kombination von "DownloadHelper" und dem Add-On: "DownThemAll"(klick mich) - auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, obwohl bei mir DTA ohnehin installiert ist.


    Ein kleiner Schritt bleibt einem dabei allerdings nicht erspart; denn wenn man mit der Kombi "DownloadHelper und DownThemAll" beispielsweise folgendes Video runter lädt: "Smooth 80's Westcoast", bekommt die Datei-Endung .mp4 noch ein -lv angehängt und wird somit nicht als mp4 erkannt. .... es muss also nur die Datei-Endung geändert werden .... man öffnet die Datei in einem Editor (z.B. "NotePad++") und ergänzt beim "Speichern-Unter-Dialog" einfach den Namen der Datei mit einem .mp4 am Ende des Namens (ohne -lv und "Punkt" nicht vergessen) - speichern und sogleich ist es eine ordentliche mp4. .... wenn die Datei ohne "Tag" (Name) gezogen wird, hat sie eine Nummer statt des regulären Titels, dies kann man wie gewohnt an der Datei-Beschriftung umbenennen.


    ..... man braucht sich also keine fragwürdigen "Alternativen" zum DownloadHelper auf den Rechner packen und schon gar nicht eine ältere Fox-Version benützen :shock: ...... es ist eben n'bisschen mehr Aufwand, wenn man von einer anderen Seite als von YouTube oder Soundcloud downloaden will.


    Was die Add-Ons im Allgemeinen angeht, können wir uns doch noch immer darüber freuen, dass wir sie gratis nützen können und die Entwickler der Add-Ons dafür und für die ständigen Anpassungen an Firefox viel Arbeit investieren - ich denke, das "Open-Source-Prinzip" haben so manche noch nicht verstanden; sonst ist wohl die zuweilen aufkommende Ungeduld einiger Nutzer nicht zu erklären. .... während der eine oder andere User bei einer Flasche Bier die Sportschau guckt, schraubt der eine oder andere Add-On-Entwickler am Add-On herum, um es an die ständigen zumeist der Sicherheit dienlichen Firefox-Updates anzupassen - darüber sollte der eine oder andere User mal nachdenken und sich fragen, ob er wohl selbst zum Nutzen anderer eine solch kontinuierliche Bereitschaft aus seiner Freizeit abzwacken würde!?


    Alles Gute und bis bald! doubletrouble

    Zitat von .Ulli

    Theorem 1:
    Der Fx wird als Produkt in seiner Anwendung immer langweiliger. Die Fehlerberichte, die Qualitätsprüfungen und die entsprechende Tests bei Mozilla trugen ihre Früchte. Selbstverständlich sind im Produkt immer noch Fehler versteckt, aber die Konstellationen bei denen sie auftreten werden seltener und sind oft auch schwierig nach zustellen.


    Somit ergibt sich gegenüber der Situation vor ein paar Jahren eine andere Ansicht. Nicht der Fx ist der primäre Auslöser bei Problemfällen, die meisten Seitenbetreiber haben inzwischen auch den Sinn der Standards realisiert, sondern es ist der Anwender der dem Fx, meistens unbewusst, die Knüppel zwischen die Beine wirft.


    Hier darf mir gerne widersprochen werden, aber ich empfinde, das daraus resultierende Selbstbewusstsein ist in diesem Board noch nicht umgesetzt worden.


    Hi .Ulli und Hi alle miteinander! <;) ..... ist zwar ein "Theorem" und einiges könnte sicher zutreffend sein, aber ich finde es besser, die Sache nicht zu sehr zu bewerten!? .... und "Selbstbewusstsein" trifft vielleicht nicht so ganz den Kern, den Du in dem Zusammenhang meinst!?


    Nun, ich bin in letzter Zeit auch nicht so oft mit Euch unterwegs, und das aus ganz verschiedenen Gründen, die nichts mit der Fuchs-Entwicklung und erst recht nichts mit Euch zu tun haben. .... wurde zwar schon angedeutet, aber es verändert oder entwickelt sich ja nicht nur Firefox, sondern jeder einzelne hier. "Langeweile" ist unter Umständen ein sehr subjektives Empfinden - es kann aber auch langweilig werden, bestimmten Anfragen von Usern die immer gleiche Standardantwort zu geben oder solche zu verlinken - da automatisiert sich das ganze vielleicht und der minimale persönliche Draht geht flöten.


    Mein Interesse an diesem Forum entsprang ebenfalls durch einige Fox-Fragen, für die ich als Internet-Newbie Antworten im Netz suchte. Ich hatte gar keine großen Erwartungen, zumal ich zuvor beim Lesen der Dialoge
    in diversen "Computer-Fachforen" erleben durfte, wie die "Cracks" oder "Möchtegernspezialisten" oft ihren Narzissmus auslebten, sobald sie meinten mit einem völlig Ahnungslosen zu kommunizieren. Ich dachte mir damals: kann das nicht auch mit etwas mehr Niveau und etwas weniger "Selbstüberschätzung" gehen? Klar suchte auch ich nach Hilfe - aber muss ich mir das wirklich geben!? ... aber hier fand ich einen für mich sehr guten Mix an Stamm-Usern vor; ich schätze nach wie vor die Mischung von Kompetenz in Foxfragen und die in der Regel gezeigte Achtung vor- und/oder miteinander - auch wenn's thematisch schon mal recht kontrovers zugehen kann. OK - es ist nun mal primär eine Fox-Community, die sich in den letzten Jahren zudem auch etwas in den Strukturen verändert hat - man kann sie aber auch als Community mit Schwerpunkt "Firefox" sehen und die Prioritäten nicht ganz so scharf ziehen, um keine unnötigen Erwartungen aufzubauen.


    Auf das Thema bezogen glaube ich, es wäre vielleicht besser, zuerst die "allgemeinen" oder subjektiven Erwartungen zu klären!? Ansonsten kann man sich nur bemühen, sich weiterhin gegenseitig Anregung zu sein, um In- und Output weiter zu beleben. Auf die Schar der Fragenden bezogen, die vielleicht etwas geringer geworden ist - würde ich die Ursachen nicht so sehr auf Firefox fixieren - denn es gibt nichts, was sich nicht verändert - bei vielen Leuten hat sich bezüglich Internet, Multimedia & Co. einfach der Fokus auf die Dinge verändert - die Browser-Frage tritt da ohnehin etwas in den Hintergrund - vielleicht wird ganz allgemein das bisschen kreative Interesse im Netz oder insbesondere das Interesse am Selbstschrauben allmählich und vermehrt gegen "Apps" & Co. ausgetauscht - clickybunti hat sich in touchybunti gewandelt ...... zu "grobmotorisch", um auf die Idee zu kommen "feinmotorisch" rumzuschrauben .....


    Ich denke, jeder einzelne kann sich nur selbst schulen, und eine Community wie diese kann dies eigentlich nur befördern; "Firefox" und "User helfen User" nehmen hier selbstredend DIE Sonderstellung ein, aber Kommunikation, Austausch, Anregung, konstruktive Kritik etc. ist doch zusammen mit einer recht bunten User-Gemeinde die Grundlage für ein gutes Forum. Ich meine das jetzt nicht esoterisch, man kann dies auch "schwingen" lassen; ein gemeinsames "Selbstbewusstsein" geht ja schließlich nicht - es gibt also gute Gründe für mich, weshalb ich immer wieder sehr gerne hier auftauche. Es geht mir nicht um "Selbstbeweihräucherung" nach dem Motto: "Ist das alles toll hier!" .... aber man sollte vielleicht auch mal betrachten, dass hier doch im Schnitt ein recht guter Umgang miteinander gepflegt wird - natürlich kann und sollte man sich ab und zu auch mal fragen, was man selbst tun kann, um es bei sich selbst zu verbessern oder besser gesagt, weiterzuentwickeln. Man könnte sich z.B. auch mal öfter gegenseitig signalisieren: "hey, das hat mich jetzt auf einen anderen oder auf einen für mich neuen Trichter gebracht - das hab' ich so noch nicht betrachtet" - es geht dabei gar nicht so sehr um's "Aufpäppeln" (der arme Olaf hat Husten :roll: ) ... dass jeder Einzelne auch Fehler macht , sollte eigentlich klar sein - und es geht dabei nicht nur um "Fehler" - da niemand alles weiß, "fehlt" auch jedem immer das meiste "Wissen" (mal ganz grundsätzlich betrachtet) .... wäre es anders, dann wäre wohl das ganze Leben verdammt langweilig.

    Zitat

    Claude Chabrol, 8o. Bis ins hohe Alter wirkte der französische Regisseur wie ein frecher Junge: schalkhaft, spitzbübisch, allzeit bereit zu einem Scherz, vor allem zu einem bösen. Er war der Kobold der Pariser Bourgeoisie, der er selbst entstammte, und spielte ihr in seinen Filmen immer Streiche. Genüsslich erzählt er in seinen Meisterwerken wie "Die untreue Frau" (1969) von Spießern, die zu Mördern werden, von der kalten Destruktion eines bisweilen zum Platzen saturierten Bürgertums. Es machte ihm diebische Freude, die Freudlosigkeit dieser Welt zu zeigen. Gnade ließ er selten walten, Mitleid hatte er eher mit Figuren, die es nicht geschafft hatten in den höheren Stand, mit Proleten wie dem von Jean Yanne gespielten Fleischermeister in seinem besten Film "Der Schlachter" (1970). Chabrol, der zusammen mit Jean Luc Godard, Eric Romer und Francois Truffaut in den fünfziger Jahren von der Filmkritik ins Regiefach gewechselt war, wurde der produktivste Regisseur der Generation "Nouvelle Vague". (Spiegel Nr. 38/20.9.10)


    Claude Chabrol starb am 12. September in Paris.

    Hi Brummelchen, Dein Link führt lediglich zu einer Anfrage, wann oder ob mit einem Update zu rechnen wäre, da QT Lite nicht mehr weiterentwickelt wird. Apple hat doch gerade heute erst die Version 7.6.7 veröffentlicht; deshalb ist es auch mir aufgefallen, dass Codec Guide keinen einzigen Download mehr für QT Lite und QTA bereit stellt - auch nicht für die aktuelle Version 3.2.2 - ergo dürfte klar sein, dass QT Lite nicht mehr über die Entwicklerseite zu beziehen ist. "You have stopped development of QT Lite," ist in dem Beitrag zu lesen; was ist daran mißverständlich? ....zumal der Admin dem nicht widersprochen hat. ... wie's aussieht, werden die Pakete eben nicht mehr erneuert. Es gibt keine Gründe für Erwartungen; es wäre jedoch schade, wenn Apple der Entwicklung weiterer Pakete von QT Lite oder QTA nun endgültig den garaus gemacht hätte. Deshalb die Frage, ob vielleicht hier irgendjemand etwas konkreteres weiß!?

    Wie aus dem Forum von "Codec Guide hervorgeht:
    http://codecs.freeforums.org/q…ourself-t3167.html#p15189
    ..... wurde wohl die Entwicklung von QT Lite und QT Alternative nun eingestellt. Seltsam ist, dass dies nirgendwo angekündigt wurde und selbst auf der Website keine konkrete Info dazu zu lesen ist. .... laut dem Kommentar des Admins des Forums gab es wohl auch schon zuvor andere Alternativen zur Vollversion von Quicktime!? Da es gerade ein Sicherheitsupdate für Quicktime gibt, stellt sich die Frage, ob es tatsächlich eine andere Alternative gibt!? Hat jemand von euch eine Ahnung, was da los ist? .... und vor allem, wo's eine andere Alternative gibt?


    Grüße doubletrouble

    "Zensursula Unnötig" würde in der Tat da rein passen. Wozu brauchen wir eigentlich einen Bundespräsidenten? ... bei den anstehenden Sparplänen bietet sich die Situation doch geradezu an, dieses Amt abzuschaffen. Oder brauchen wir einen Alibi-Kasper, der z.B. den Schein wahrt, dass Deutschland tatsächlich ein Interesse für Afrika hätte? ... eines dürfte wohl klar sein: um "Weisheit" geht es in einem solchen Amt nicht, und im Ausland versteht das ohnehin kein Mensch und muss explizit erklärt werden. ..... wenn wir uns für Merkel, Westerwelle & Co schämen müssen, haben wir noch einen "Jack in the box" parat. :roll:

    Microsoft und Apple ist doch im Grunde fast nur bezüglich des OS zu vergleichen - in Sachen Hardware-Produktlinien hat Microsoft doch schon immer eher ein Schattendasein geführt. Das Apple-Konzept war diesbezüglich schon von Beginn an mit einem gezielten Schwerpunkt auf intuitiv bedienbares Design der Hard- und Software ausgelegt und unterscheidet sich diesbezüglich grundsätzlich von Microsoft. Microsoft hat von der billigen Massenproduktion externer Hardwarehersteller profitiert und ist nur deshalb rasend schnell zum Marktführer in Sachen OS avanciert. Apple hatte den längeren Atem; heute werden ebenso Apple-Produkte in Massenproduktion hergestellt - auf welche Weise und mit welcher Strategie, ist im Eingangsthread nachzulesen - wobei Apple nicht wirklich billiger geworden ist. Dafür wird massiv die Kundenbindung ausgebaut, um letztlich ein Monopol über den Vertrieb und Einsatz aller möglichen Medien zu erlangen, die sich verkaufen lassen. Während Microsoft wegen der Bindung an den IE mit Recht Auflagen durch die EU aufgedrückt bekam, mausert sich Apple bereits in einer ganz anderen Dimension zu einem Monopolisten über den an Lizenzen gebundenen Vertrieb von Medieninhalten - ob das iPad eine Marktberechtigung für technische Innovation hat oder nicht - es ist eben nicht alles Gold was glänzt. Zusammen mit der Art und Weise, wie Apple in China produzieren lässt und den Marktstrategien, die hinter solchen Innovationen stecken, erzeugt Apple ohne Frage einen bitteren Beigeschmack, den zumindest ich mir schon deshalb gar nicht erst geben will; klar muss das jeder für sich selbst entscheiden.

    Macht euch nichts vor - sie wollen offensichtlich eine/einen aus der "aktiven" Politik; sprich: aus dem Kabinett der Rat- und Ideenlosigkeit - jemand, der wie "angelheart" bereits andeutete, die "Sommermärchen-Republik" wie Weichspüler-Werbung repräsentiert und nicht beschädigt.

    Die demographische Entwicklung ist ist zwar Fakt aber nicht das wirkliche Problem; ein Problem stellt sie lediglich unter den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen dar, mit denen sich auf Dauer keine ca. 82 Millionen Einwohner unter Beibehalten der sozialen Gerechtigkeit und des sozialen Friedens ernähren lassen. Wie kaum ein anderes Land ist Deutschland fast komplett von Exporten abhängig, wobei es über keinerlei nennenswerte Rohstoffressourcen verfügt. Die Produktion wandert unweigerlich weiter aus und ist angesichts der gigantischen Möglichkeiten der billigen Massenproduktion mit gleichzeitiger Ausbeutung der Menschen und Rohstoffressourcen in Asien nicht aufzuhalten. Gleichzeitig wird durch die Abhängigkeit von zu importierenden Rohstoffen die Produktion in Deutschland immer teurer, wodurch die Produktion noch mehr in Billiglohnländer ausgelagert wird. Die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands ist unter den gegebenen Bedingungen völlig ungewiss. Deutschland profitiert zwar noch von der Eurozone, aber auch das ist ein zweischneidiges Schwert; kackt der Euro weiter ab, fördert dies zwar die Exporte in den Dollarraum, aber die Importe von wichtigen Rohstoffen für die eigene Produktion, die in Dollar abgerechnet werden, werden entsprechend teurer.


    Der unangenehme Nebeneffekt ist, dass wenn die Exporte wieder etwas mehr anziehen, gleich von einem Lichtblick für die Konjunktur die Rede ist und in der Politik alle Mittel und Wege in Gang gesetzt werden, diesen Scheineffekt, von dem jeder weiß, dass er kein Dauereffekt sein wird, künstlich aufrechtzuerhalten - notfalls mit extremen Sparmaßnahmen, die unweigerlich sämtliche sozialen Bereiche treffen werden. Die demographische Entwicklung ist dabei logischerweise nicht wirklich förderlich, ist aber stets willkommen, um den Fokus auf Ursachen von Problemen ganz grundsätzlicher Art darauf abzulenken, um nur ja nicht über jene Probleme reden zu müssen, die schon längst die Spatzen von den Dächern pfeifen: Deutschland hat keine Idee für seine wirtschaftliche Zukunft und klebt am abbröckelnden Image des mittlerweile Ex-Exportweltmeisters; es mangelt an Ideen, wie Deutschland ohne derartige Abhängigkeit von Exporten existieren kann; das ist jedoch die zentrale Frage.


    Es ist nicht nur die demographische Entwicklung, die angesichts solcher Tatsachen beängstigend ist; das komplette Sozialsystem kann zusammenbrechen und damit die eigentliche Basis für das, auf das sich ein neues System aufbauen ließe, denn auch die Bildung ist an den Sozialsystemen angekoppelt; vom Technologiestandort können wir dann nur noch träumen. Die Zwickmühle ergibt sich durch den Wachstumszwang, dem wir nie und nimmer auf Dauer gerecht werden können, ohne dass ein Großteil der Bevölkerung in die Armut abrutscht. Die derzeitigen Krisen sind nur die Vorzeichen für das, was uns erwartet.


    Dass Köhler im Zusammenhang zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr von wirtschaftlichen Interessen redete, die angesichts unserer Abhängigkeit von Exporten gewahrt werden müssten, war im Grunde ein Freudscher Versprecher, auch wenn er es versuchte zu relativieren und dies nachträglich auf die Piraterie am Horn von Afrika zu schieben, weil im klar war, dass damit auch der Afghanistan-Einsatz gemeint sein könnte und dies insgesamt ein Verfassungsbruch darstellen würde. Dabei ist gerade der Afghanistan-Einsatz bezüglich wirtschaftlicher Interessen für Deutschland mehr als nur fragwürdig, auch wenn Afghanistan - was kaum jemand weiß - über enorme Rohstoffressourcen verfügt, wie etwa Kupfer, Litium etc., und als Transitland für Öl- und Gaspipelines hat Deutschland ebenfalls keinen Vorteil. China und sogar Russland profitieren mittlerweile vom Krieg in Afghanistan, obwohl sie nicht am Krieg beteiligt sind. Das Interesse Deutschlands beschränkt sich lediglich auf die Verbindlichkeit zu den USA, die in Punkto Exporte an einem ähnlichen Problem leiden wie Deutschland, wenn auch mit anderen Vorzeichen - Deutschland hat bezüglich Afghanistan wirtschaftlich gesehen eindeutig auf's falsche Pferd gesetzt. Köhlers Äußerungen könnten jedoch auch diese absurde Situation in den Fokus rücken und die Sinnlosigkeit dieses Krieges, der nicht wirklich einer sein soll, noch mehr in den Vordergrund rücken.


    Köhler ist eindeutig über die Heuchelei der Wirtschaftspolitik gestolpert, von der er sich selbst nie wirklich distanziert hat, auch wenn er als Bundespräsident angesichts der Krisen mehr Regulierung der Wirtschaft forderte und weiß, dass dies nur ein Ruf in die Wüste ist. Als Wirtschaftsexperte ist kaum vorstellbar, dass Köhler sich nicht der Zwickmühle bewusst wäre, in die sich insgesamt das kapitalistische Wachstumssystem hinein manövriert hat und Deutschland's Volkswirtschaft droht, mit zu den ersten Bauernopfern zu machen. Das System scheitert an seiner eigenen Widersprüchlichkeit; es reicht nicht mehr, den moralischen Zeigefinger auf die Manager-Boni, auf die Spekulanten und überhaupt auf die Globalisierung zu schieben, und Köhler gehört nicht zu den Leuten, die angesichts der fatalen Situation bereit sind, die Systemfrage zu stellen - da beruft er sich lieber auf seine christlichen Wurzeln, hofft auf Gott und kapituliert angesichts der offenkundigen Ratlosigkeit orthodoxen Festklammerns am maroden kapitalistischen System, das in seiner Widersprüchlichkeit wiedermal an seine Grenzen stößt - da steckt Köhler lieber den Kopf in den Sand, als das kapitalistische "Brauchtum" in Frage stellen zu müssen.


    Irgendein Philosoph sagte mal: "Ein echter Revolutionär revoltiert nicht gegen Missbrauch sondern gegen das Brauchtum." .... und es ist nun mal das "Brauchtum", was uns in die Krisen führt, nicht die Symptome.

    ... es mag sicher jeder über das iPad denken was er will; mir erschließt sich nicht wirklich Sinn und Zweck dieses Teils - ausgenommen dem Zweck ausgefeilter Kundenbindung an Apple. Ich war selbst mal Mac-User - fast einer der ersten Stunde, als Microsoft gerade anfing, Windows zu entwickeln - war also mehr oder weniger selbst mal vom Mac-Virus befallen, und als ich aus finanziellen Gründen auf "PC-kompatibel" und somit auf Windows umgestiegen war, brachte ich 'ne Menge Vorbehalte gegen Microsoft und gegen deren Markt-Politik mit; eine gewisse Skepsis ist geblieben - ähnlich wie die Skepsis gegenüber Giganten wie Google. Aber das zurückeroberte Apple-Imperium durch Steve Jobs schießt eindeutig den Vogel ab, worüber auch klug gestaltetes und minimalistisches Design nicht hinwegtäuschen kann. Als ich letztens im Spiegel die Titelstory: "Der iKult - Wie Apple die Welt verführt" las, dachte ich über Steve Jobs nur noch: "Was für ein A...."!

    Zitat

    Der Philosoph des 21. Jahrhunderts


    Es gibt weltweit wohl keine zweite Firma, die so lässig und gleichzeitig so mächtig ist wie der Unterhaltungskonzern Apple. Dessen Gründer und Chef Steve Jobs, despotisch und mehrmals schwer erkrankt, bestimmt nicht mehr nur, was wir kaufen - er will bestimmen, wie wir leben.


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70228777.html


    .... das Persönlichkeitsbild des Steve Jobs - wie es im o.a. Spiegelartikel deutlich wird - ist bereits bezeichnend, ......


    ...und wenn es um die Produktionsbedingungen in China geht, reiht sich Apple sicher in einen großen Kreis anderer westlicher Konzerne ein, die unter sehr fragwürdigen Bedingungen ihre Produkte dort herstellen; bei Apple gehört jedoch Geheimniskrämerei ganz besonders zur Marktstrategie - nur durch einen Selbstmord eines Managers des chinesischen Konzerns Foxconn im Juli 2009, der zuvor durch den Wachschutz für einen verschwundenen Prototypen des iPads bedrängt und geschlagen wurde, bekam die Öffentlichkeit Wind davon, wo das iPad überhaupt hergestellt wird.


    .... ich will jetzt nicht den ganzen taz-Artikel zitieren - da kann sich unter dem o.a. Link jeder selber ein Bild von machen - aber die Produktionsbedingungen passen meiner Meinung nach auf bedenkliche Weise zur "Überflussgesellschaft", die wie ferngesteuert aus jedem Produkt, dessen Namen mit einem "i" versehen ist, einen derartigen Wirbel macht - noch dazu mit einem Gerät, das sie künftig dazu zwingt, allerlei Zeugs übers Internet kaufen zu müssen - ein Gerät, das außer einer Kopfhörerbuchse über keinerlei Schnittstellen verfügt.


    ... man könnte - wie bereits angedeutet - sicher noch über viele andere Konzerne berichten, die sich genau so wenig darum scheren, wie sie ihr "Wachstum" generieren; und wenn man sich beispielsweise BP und die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko anschaut usw. usw. und die Puzzlestücke zu einem Bild zusammen fügt, kann man nur noch zu dem Schluss kommen, dass nach der durch die Wachstums-Religion angekurbelten pervers anmutenden Dekadenz nur noch der tiefe Fall kommen kann. Was Apple betrifft, wandelt sich die viel gepriesene "Benutzerfreundlichkeit" langsam zur Benutzer-Fernsteuerung, wobei das eigentlich Schlimme daran die groteske Freiwilligkeit ist, mit der die Konsumenten sich selbst zur Marionette machen, während an den Produktionsstätten unter unsäglichen Bedingungen gearbeitet wird und Menschen wie Roboter behandelt werden, bis sie sich von den Fabrikgebäuden stürzen.

    Zitat von angelheart

    Beide Frauen wollten unbedingt an die Macht. Rechnerisch war eine Mehrheit vorhanden. Sie haben es dennoch nicht gemacht.
    Gabs da Charakter? Ich denke ja.


    .... es gab da so viel "Charakter" wie es bei einer Frau Metzger in Hessen eine "Gewissensentscheidung" gab - sie wollten - wenn man den Ankündigen Glauben schenken darf - einen Politikwechsel, und die Wähler wollten diesen auch. Wenn die beiden Damen Charakter hätten zeigen wollen, hätten sie kein Problem damit gehabt, der Öffentlichkeit mitzuteilen, mit welchen Bedingungen sie die so genannten Sondierungsgespräche mit der Linken eingeleitet haben und wären zudem dazu in der Lage, die Entscheidung gegen eine Zusammenarbeit mit der Linken inhaltlich - sprich: NRW-relevant zu erklären. Weder Frau Kraft noch Frau Löhrmann gaben diesbezüglich in ihren Statements ein glaubwürdiges Bild ab - sie rückten die Statements gemäß den Vorurteilen zurecht, mit denen sie zuvor in die Gespräche gegangen sind. Dies wird vom Kampagnenjournalismus mit Wohlwollen entgegengenommen; dessen konnten sich die beiden Damen ebenso bewusst sein, wie einst in Hessen Frau Metzger mit ihrer vorgeschobenen "Gewissensfrage": die Medien machen eine Soap-Opera daraus. Der reale Verlauf der "Gespräche" wird ein Geheimnis bleiben, da die Medien kein Interesse an objektiver Berichterstattung haben, sobald's um die Linke geht - da wird dann nicht mehr so penibel nachgefragt.


    Sie hätten "Charakter" gezeigt, wenn sie auch in Gesprächen mit anderen Parteien primär inhaltlich den versprochenen Politikwechsel angestrebt hätten - wenn eine Frau Kraft hingegen bei der Reihenfolge von Sondierungsgesprächen die FDP bevorzugt hat und in Sachen "Kampagne gegen Links" sogar noch in die Fußstapfen des Herrn Pinkwarts tritt, welcher "Charakter" ist denn da offenbar geworden? Frau Kraft hat nicht den Mut aufgebracht, sich für einen inhaltlichen Politikwechsel einzusetzen, wie ihn beispielsweise Andrea Ypsilanti öffentlich und gegen die Medienmacht verteidigte, obwohl Frau Kraft die Chance dazu hatte. Aber aus den SPD-internen rechten Reihen des Seeheimer Kreises, der nach wie vor die Fäden zieht, ist nicht's anderes zu erwarten, so dass das Ergebnis vorhersehbar war.

    Zitat von Boersenfeger

    Was hat denn die DDR mit den Koalitionsverhandlungen in NRW zu tun. Zumal die Vorsitzende der LINKEN doch dazu eine klare Aussage gemacht hat: Sinngemäß: Wir haben angeboten, zu unterschreiben, das die DDR ein Unrechtsstaat war.


    Hallo boersenfeger: ... das ist die zentrale Frage, die aber nicht zufällig in's Zentrum gerückt wurde. Es sind ja nicht nur SPD und Grüne, die dies in den Vordergrund rücken; zusammen mit FDP und Union haben sie einen infantilen Chor gebildet, der auch von den Medien mit getragen und sogar gefördert wird. Der von angelheart gepostete Link zu dem Video von "Report-Mainz" ist ein klassisches Beispiel für den unsäglich Dummheit produzierenden Kampagnenjournalismus, der eine solch trügerische Verlogenheit der Politik fördert - ich würde sogar behaupten, dass wir in der Tat von einer Medienkratie regiert werden, mit einer Berichterstattung, in der es schon längst nicht mehr um Objektivität geht. Man stellt es in den Medien jetzt so dar, dass nun, da die Linken aus dem Spiel sind, es "endlich" um die notwendige "Stabilität" einer NRW-Regierung ginge. Von welcher Stabilität reden die eigentlich? ... die Stabilität der fest betonierten Dummheit?


    Der größte Witz ist doch, dass Hannelore Kraft noch immer von dem vom Wähler gewünschten "Politikwechsel" redet, während sie gerade diesen verhindert. Auf Neuwahlen wird sie's nicht abgesehen haben, nachdem sie sich nun offenbart hat - viele SPD-Wähler müssen sich verprellt fühlen; ich denke dass sich auch viele Wähler der Grünen verprellt fühlen. Es wird sich vermutlich ähnlich abspielen wie in Hessen, nur dass Rüttgers einen auf vernünftig machen wird, und nicht auf den Posten des Ministerpräsidenten bestehen wird, dafür aber einen CDU-MP fordert und durchsetzen wird. Rüttgers peilt sowieso die Nachfolge Köhlers als Bundespräsident an. .... das geistige Elend wird sich zweifellos fortsetzen.


    angelheart:
    Bin bekennender Mensch, der nun mal in Westdeutschland geboren wurde und habe nie in der DDR gelebt; habe mich allerdings auch schon vor der "Wende" für die politischen Verhältnisse in der BRD wie in der DDR interessiert, und es war aus meiner Sicht nie einfach, sich ein objektives Bild über die politischen Verhältnisse in der DDR machen zu können, da es auch in den Westmedien, wie übrigens auch beim Verfassungsschutz nie um eine objektive Betrachtungsweise ging. Es gibt ebenso keinen Grund, die Stasi zu glorifizieren, denn politisch Andersdenkende sahen sich hüben wie drüben den Repressionen der "Staatsschutz-Organe" ausgesetzt. Ich frage mich allerdings, wen Du mit ""Westspinnern" meinst, die Dich Deiner Meinung nach belehren wollen!? Glaubst Du etwa, der Verfassungsschutz hätte einen Heiligenschein verdient? Im Gegensatz zu den Stasi-Unterlagen, die in der Birtler-Behörde mehr oder weniger offen liegen (Helmut Kohl hat sich beispielsweise erfolgreich gegen die Veröffentlichung der Stasi-Unterlagen zu seiner Person gewährt), liegen sämtliche Unterlagen des Verfassungsschutzes noch Jahrzehnte unter Verschluss und entziehen sich jeglicher objektiver historischer Aufarbeitung; seit 1989 wird eigentlich nur eine Seite der Medaille "aufgearbeitet", wobei wie zuvor im Kalten Krieg auch, an der DDR kein gutes Haar gelassen wird.


    Was sagt uns denn das von Dir verlinkte Video von "Report Mainz"? ... ich sehe dort eigentlich nur "Suggestivfragen" - so würde man eine solche Befragung vor Gericht bezeichnen, bevor einem berechtigten Einspruch zufolge eine solche Befragung vom Richter abgewiesen würde. Offensichtlicher kann das Motiv der Reporter nicht sein; man will die Befragten mit Suggestivfragen in die Enge treiben, wobei die "erwünschte" Antwort schon vorgefertigt in den Köpfen der Reporter vorliegt. Es sieht sicher nicht besonders klug aus, wie die Befragten versuchen, sich eine solche Penetranz vom Hals zu halten - aber genau das ist die Absicht der Reporter - im Schnitt wird anschließend das Ganze noch entsprechend angerichtet: der wiederholt eingeblendete Depp aus der Menge, der rumgrölt: "Die Partei hat immer recht." angelheart: ich hab' selbst beim Fernsehen gearbeitet und weiß, wie das geht. Die Linken sollen so aussehen, als hätten sie nichts anderes im Kopf, als die DDR zu glorifizieren oder gar mit Terroristen zu sympathisieren, denn der Verfassungsschutz behauptet das schließlich. Wo sind denn die konkreten Informationen des Verfassungsschutzes, die solche Behauptungen begründen? Wieso stellen die Reporter solche Fragen nicht dem Verfassungsschutz? Was ist an der Aussage falsch, die DDR wäre aus der Sicht der Menschen, die diesen Staat damals gegründet haben, ein legitimer Versuch gewesen? .... sorry, auch ich hätte kein Problem damit, diese Aussage zu unterschreiben, auch wenn ich mich mit den Auswüchsen der Stasi und des Kontrollsystems der DDR nicht einverstanden erklären kann. Es gibt zudem ein Unterschied zwischen "richtig" und "folgerichtig" - wenn's um die "Folgerichtigkeit" ginge, dann muss man zwangsläufig auch den Anteil der BRD und der Westmächte am Kalten Krieg mit einbeziehen, denn Mauer, Stasi etc. sind auch REaktion auf westlichen Druck; aber auf differenzierte Fragen legt man offensichtlich keinen Wert.


    Wo sind denn die Reporter, die Hannelore Kraft ebenso wie den Grünen auf den Zahn fühlen und mit einer ebenso intensiven Beharrlichkeit nachfragen, was denn nun inhaltlich an Gesprächen mit den Linken stattgefunden hat? Mit welchem Thema hat Hannelore Kraft die Gespräche wohl eingeleitet? Nichts konkretes ist an die Öffentlichkeit gelangt, weshalb die Aussage der Linken für mich glaubwürdig erscheint: SPD und Grüne haben erst gar nicht NRW-relevante Inhalte in's Gespräch eingebracht und haben sich, wie die Report-Mainz-Reporter an einem vorgeschobenen und weitgehend frei interpretierten Vorwurf festgehalten, dass die Linken erst mal ihre Bilder bezüglich der DDR den gängigen und einseitigen Vorstellungen ebenso anzupassen hätten, wie das Bild des Verfassungsschutzes, das weitestgehend im Verborgenen bleibt. Scheinbar reicht schon die Tatsache, dass der Verfassungsschutz die Linke beobachtet, um sie gnadenlos zu verurteilen. Das hat alles nichts mit Objektivität zu tun.


    Hannelore Kraft hat ein falsches Spiel gespielt - sie hat vor der Wahl den Anschein erweckt, dass eine Zusammenarbeit mit den Linken nicht gänzlich unmöglich wäre, um jene SPD-Wähler einzulullen, die einer Zusammenarbeit mit den Linken gar nicht so sehr widersprechen - Wähler, die durchaus die inhaltlichen Schnittpunkte sehen und nicht nachvollziehen können, weshalb bei Sondierungsgesprächen einer FDP den Vorzug gegeben werden sollte. Hannelore Kraft hat diese SPD-Wähler ganz bewusst verprellt und wird somit ihrem einstigen Förderer Wolfgang Clement gerecht, der sich auch nicht zu schade war, die SPD zu verraten und der sich damals als Noch-Mitglied der SPD an der Kampagne gegen Andrea Ypsilanti beteiligte, um die Rechtstendenz der SPD fortzusetzen. Die SPD ist in der Tat zurück - zurück auf der Basis des rechten Seeheimer Kreises, der die "Sozialdemokratie" nur als Deckmäntelchen benutzt. Es hat schon etwas absurdes, wie sich Lug und Trug permanent als vermeintliche "Realität" durchsetzen lässt.


    angelheart: aus der vermutlich von uns beiden gewünschten Gesellschaftsform kann auf diese Weise kein Schuh werden; der Kampagnenjournalismus wird zusammen mit der ohnehin mangelnden Objektivität gegenüber der Aufarbeitung des Kalten Krieges, gegenüber des neoliberalen Trends und gegenüber der Linken alles schön auf entsprechender Mainstream-Linie halten, selbst dann noch, wenn die kapitalistischen Systeme auf dem besten Weg sind, sich selbst in den Ruin zu befördern, wofür wir letztlich alle bezahlen müssen, wie wir unschwer an den derzeitigen Krisen erkennen können.

    .... das Problem ist doch, dass es allzu vorhersehbar geworden ist - der "Souverän" hat zwar eindeutig einen Politikwechsel gewählt, aber wie zuvor auch in in Hessen, Thüringen und im Saarland kommt unterm Strich doch das Selbe dabei raus - egal wie der "Souverän" gewählt hat; so war es auch vorhersehbar, dass Hannelore Kraft ihren Eiertanz nun auch nach der Entscheidung gegen rot/rot/grün weiter in ihren Statements fortsetzt, ohne wirklich inhaltliche Argumente aussprechen zu wollen und zu können. Von welchem Politikwechsel mag denn Hannelore Kraft nun noch träumen, wenn sie weiterhin davon redet, die Wähler hätten einen Politikwechsel gewählt? Offener kann man den Wähler nicht für dumm verkaufen. Es ist doch fadenscheinig, zu behaupten, den Linken würde es an Demokratieverständnis mangeln, ohne diese Behauptung näher erläutern zu wollen. Es ist auf eine Art auch komisch, denn es ist doch unterm Strich gar nicht so viel anders wie in der DDR, egal was man wählt - ein Politikwechsel wird unterbunden, lediglich auf andere, nämlich auf sehr dreiste und hinterfotzige Weise.


    Schon die vor den so genannten Sondierungsgesprächen angekündigte Bedingung, die Linke müsse sich erst mal dazu bekennen, dass die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, ist nicht weniger infantil und lächerlich, wie die Bedingung der FDP, dass sie nur bereit für Gespräche mit rot/grün gewesen wäre, wenn diese nicht mit den Linken reden würden. Was hat dieser "Kindergarten" eigentlich noch mit der Landespolitik für NRW zu tun? Diesbezüglich kann man die SPD inklusive den Grünen mit schwarz/gelb durchaus in einen Sack stecken, denn sie blockieren gemeinsam und nahezu einhellig einen Politikwechsel und kleben statt dessen an überkommenen sinnfreien und unsachlichen Kampagnen gegen Links. Offenbar hat der Kampagnen-Journalismus wieder mal die Gangart der Politik bestimmt. Der stete Vorwurf an die Linke, sie seien nicht demokratiefähig, bleibt nun an SPD und Grünen selbst hängen, und Hannelore Kraft hat sich jetzt bereits als unfähig erwiesen, weil ihr nun wohl nichts anderes übrig bleibt, entweder als Steigbügelhalter für Rüttgers zu dienen oder Neuwahlen zu provozieren, mit denen sie den "Souverän", den Wähler quasi für bekloppt erklären würde.

    Zitat von Oliver222

    Wer – wie in Deinem Fall – darüberhinaus scheinbar keine Ahnung von quantitaive easing (Geldmengenerweiterung / i.d.F. innerhalb der EU) hat, sollte sich i.B. solcher Diskussionen vielleicht etwas zurückhalten – ohne es dabei böse gegen Dich zu meinen.


    .... ich war zwar nicht angesprochen, aber mir scheint, was Du oliver "Geldmengenerweiterung" nennst, nennt man landläufig "Mehrwert"!? (korrigiere mich gerne, wenn Du etwas anderes damit meinst) :wink: .... platt ausgedrückt könnte man es auch "Profit" nennen.


    Karl Marx, der zwischen 1849–1883 übrigens auch in London lebte - allerdings im Exil - beschrieb "Mehrwert" wie folgt:


    .... will jetzt hier nicht zu viel daraus zitieren, wenngleich die Kapitel: "1.1. Quelle des Werts ist für das Kapital der Gebrauchswert - bzw. die Nutzung von gekaufter Arbeitskraft" und das Kapitel "1.2. Kapitalistische Produktion ist Mehrwertproduktion, d. h. Vermehrung (= Verwertung) von Kapital" usw. ebenfalls lesenswert und unter o.a. Link nachzulesen sind, zumal es nicht zuletzt um die "Vermehrung" - sprich: um das "Wachstum" geht, dessen Abschwächung Du oliver vermutlich mit "quantitaive easing" meinst!? .... man muss nicht zwingend Freund von Sozialismus sein, um in den Analysen von Marx die ganze Absurdität des Kapitalismus mit den entsprechenden Finanzsystemen erkennen zu können, für das sich London bezüglich Europa zum Mittelpunkt gemausert hat - nicht nur als Zentrale europäischer Hedgefonds etc. ....


    ... die Wirtschaft Großbritanniens ist so gut wie komplett abhängig von derlei abstrusen Geldgeschäften, die man damals durch den Euro nicht beeinträchtigt sehen wollte - und London wurde - und das meine ich ohne Übertreibung - Motor des europäischen Neoliberalismus, an dem sich ohne Frage auch Deutschland orientierte. Man kann auch sicher nicht von Deutschland erwarten, dass sie's mit einer konkreten Regulierung der Finanzmärkte ernst meinen - schon gar nicht von schwarz/gelb - und das ehemalige Gespann: "Schröder/Clement (SPD)" hat sich ebenso daran beteiligt, wie in Großbritannien die nun abgewählte Labour-Partei unter Blair und dem Nachfolger Brown; von den Konservativen unter Cameron ist nichts anderes zu erwarten, dass sie diesen Kurs noch härter verfechten werden und sich in jeglicher Hinsicht jedem Versuch, einen Hauch von Regularien einzuführen, quer stellen werden.


    Das andere Problem ist, dass Merkel, Sarkozy &Co. mit Hilfe der Blockade Großbritanniens sich im Hauch von angeschobenen Regularien sonnen dürfen, ohne selbst wirklich etwas zu bewirken, denn die Regierungen Europas sind sich an einem Punkt alle einig: nur ja nicht den Kapitalismus kritisch unter die Lupe nehmen zu wollen, aber so tun, als wäre mit der Illusion "ewig währendem kapitalistischen Wachstums" Nachhaltigkeit möglich - da kommt die ganze Absurdität zum Vorschein und die unweigerlich daraus folgenden politischen Sackgassen, die wir derzeit beobachten.


    .... aber um auf das Thema NRW-Wahl zurückzukommen: vielleicht hat der eine oder andere von Euch ebenfalls zunehmend oft beobachtet, auf welche Weise der Journalismus in einen "Kampagnenjournalismus" abdriftet und somit maßgeblich politische Konstellationen verhindert oder gefördert werden. Auf den NachDenkSeiten ist ein Beitrag zum Thema "Kampagnenjournalismus" zu lesen - ein Umstand, auf den man meiner Meinung nach nicht oft genug hinweisen kann, weil er sich wie ein Virus quer durch die Medien zu verbreiten scheint.

    Zitat von angelheart

    Bei Verstaatlichen kommen mir immer die klassischen Staatsbetriebe ein: Bundes Post; Bundes Post Fernmeldedienst; Bundesbahn.


    Das ist ja auch verständlich, wobei sich mir diesbezüglich der Verdacht aufdrängt, dass dieses Mottenkugel-Image nicht von ungefähr kam und u.a. mit dem übertriebenen Status der Beamten in Deutschland zusammenhing - ich habe den Eindruck, dass die Deutschen erst so allmählich etwas lockerer werden und heute entsprechend andere Ansprüche stellen. Zum Teil lag es wohl auch daran, dass beispielsweise das einstige "Fernmeldeamt", aus dem später die "Telekom" wurde, als öffentliches Amt keine Gewinne machen durfte; ich kann mich noch daran erinnern, bei überschüssigen Jahresabrechnungen Gutschriften erhalten zu haben; auf diese Weise mangelt es natürlich an Motivation, die Dienstleistungen attraktiv zu gestalten und der altbackene Mief breitet sich entsprechend aus.


    In Holland, Frankreich oder Skandinavien ist man vieles wesentlich pragmatischer angegangen - während man in Deutschland eine Briefmarke ausschließlich bei einem Postbeamten kaufen konnte, konnte man dort schon immer die Briefmarke da kaufen, wo man auch die Ansichtskarte gekauft hat: am Kiosk um die Ecke. Wir Deutschen hatten schon immer einen Hang dazu, allem Staatlichen den theatralischen Mief der Beamten-Bürokratie anzuhaften. So besteht auch unser so genannter "Sozialstaat" ausschließlich aus einem von Beamten geführten Verwaltungsapparat - so existiert das Sozialwesen auch in der parlamentarischen Politik ausschließlich als Verwaltung von Geld und Zahlen; Pragmatismus und Bürgernähe sind quasi Null; ganz anders sieht's in skandinavischen Ländern aus; beispielsweise funktioniert in Finnland das Sozialwesen zusammen mit dem Bildungssystem als Einheit bestens; die entsprechenden Institutionen sind ansprechend, modern und immer nah am Leben der Bürger - der Jugend werden kulturelle Angebote gemacht, die entsprechend jugendlicher Bedürfnisse attraktiv sind - die Diskrepanz zwischen jung und alt wird dabei gering gehalten und auch dort gibt's eine demographische Entwicklung; und Finnland war noch nie Exportweltmeister; Finnland ist auch das einzige Land der Euro-Zone, das die Maastricht-Kriterien einhält - kein Finne muss sich ernsthaft Gedanken darüber machen, dass die Kinder in Hartz IV landen und keine Zukunftsperspektiven haben werden.


    Wir müssen in Deutschland noch sehr, sehr viel lernen, wenn wir künftig mit sinkenden Exporten und vermutlich stagnierendem Wachstum zurechtkommen wollen, dann wird es darauf ankommen, dass wir über ein funktionierendes Sozialsystem verfügen, weil dies die Grundlage für funktionierende Bildung auf breiter Fläche ist - Kreativität ist die einzige Möglichkeit aus dem Schlamassel, der sich schon lange abzeichnet und unweigerlich auf uns zukommt herauszukommen; das Fixieren auf ein Wachstum, dass sich niemals noch Jahrzehnte halten lässt, ist nicht nur eine Illusion, es ist pure Zeitverschwendung, und viel Zeit bleibt uns nicht, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Es wird meiner Meinung nach allerhöchste Eisenbahn, für eine vernünftige Basis zu sorgen, auf die sich aufbauen lässt, denn über eine solche verfügen wir nicht. Das will nur niemand zugeben, es würde ja einen Zacken aus der patriotischen Krone heraus brechen, die die Deutschen sich doch gerade erst trauen, wieder aufzusetzen.


    Ich bin auch der Meinung, dass man dies nicht nur den Parteien überlassen sollte - man müsste eine Internet-Bürgerinitiative ins Leben rufen, um einen entsprechenden Themen-Katalog zu erstellen, um diesen als Auftrag an Grüne, Linke und Piraten weiterzuleiten, um auf einer solchen Basis eine Zusammenarbeit zu fordern - es kann nicht sein, dass sich soziale, ökologische und freiheitliche Bürgerthemen auseinander dividieren und die einzigen Parteien, die auf ihre Weise den Puls der Zeit erfassen in ihren Schubladen verharren und auf Minimal-Chancen warten - warum lassen wir uns halbgare Angebote machen, die wir dann wählen dürfen, wenn wir klare Aufträge erteilen können, bevor Wahlprogramme erstellt werden?