Entwicklung Firefox Mobile für Android

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  • Was mich betrifft, können die das Teil nennen wie sie sollen. Für mich ist Firefox Mobile bestenfalls eine Beta. Daher brauchts auch keine Lagzeitversionen. Das Ding ist eine Zumutung auf meinem Galaxy. Super lahm und super absturzfreudig. Das neue native GUI ändert daran nur wenig (hab stable und nightly laufen). Der Android-Browser ist natürlich Müll. Daher hab ich lange Firefox genutzt. Aber Opera ist einfach erheblich schneller und stabiler...


    Keine Ahnung was Mozilla da betreibt, aber langsam hab ich das Gefühl, die warten ab, bis Smartphones die Leistung von Desktopkisten haben... den Mobile Zug haben sie aber verpasst. In der Form wird keiner auf Firefox Mobile wechseln.

  • Die aktuellen Geräte haben durchaus schon fast die Leistung von Desktop-Geräten. :D Auf meinem bald zwei Jahre alten HTC Desire (mit Cyanogenmod ROM) ist der Unterschied zwischen dem alten Firefox Mobile und dem mit Native UI aber riesengroß. Ich bin mit Firefox Mobile im Gesamten noch nicht zufrieden, dafür ist das derzeit eine zu große Baustelle und der native Browser arbeitet hier hervorragend, aber ich denke nicht, dass Mozilla hier irgendeinen Zug verpasst hat. Sie sind zu vielleicht spät aufgesprungen und die wirklich lahmen Versionen in der Vergangenheit haben den Ruf der mobilen Firefox-Version ziemlich ruiniert, ähnlich wie die RAM-Thematik bei der Desktop-Version, wo der Ruf der Vergangenheit noch anhängt, in meinem Umfeld sind aber vor allem wegen Sync sehr viele vom nativen auf den Firefox-Browser umgestiegen. Zum mobilen Opera habe ich keine eigenen Erfahrungen.

  • Geschwindigkeit ist natürlich relativ, aber das wichtigste dürfte bei mobilen Browsern flüssiges scrollen sein. Und da sind der Stock und Opera superflüssig auf meinen Geräten, wärend Fx auf 800x480 spürbar hakt, und dadurch auch von der Bedienung problematischer ist. Auf 480x360 ist es allerdings spürbar besser.


    Was mir am Fx allerdings wesentlich besser gefällt ist das Zoom und Scroll Verhalten. Stock zoomt nicht genau in die Artikelbreite, und Opera ist zu sensibel im seitlichen Scrollen, so das ich beim hoch-runterscrollen im gezoomten Modus auch immer zur Seite scrolle. Da ist das handling im Fx besser.

  • Sören: Sync ist vermutlich aktuell der einzige Grund für einen Wechsel. Und ich selbst hatte bisher nur schlechte Erfahrungen mit Sync gemacht. Zu oft sind Lesezeichen abhanden gekommen oder trotz komplettem Abgleich fehlt das eine Lesezeichen hier oder da. Von Freunden weiß ich, dass teils welche sogar ganz verloren gegangen sind. Sauber ist das noch nicht...


    Wenn Firefox mal läuft (und man entsprechend viel Leistung auf seinem Gerät hat, vermute ich mal. Tabs mit Firefox führen bei mir immer zur Katastrophe. Und da das vor/zurück auch recht lahm ist, arbeite ich lieber mit Tabs für bestimmte "Zwischenschritte" beim Navigieren...), dann ist das schon was feines.


    Das pre-native-UI war mir auch sehr sympathisch. Allerdings konnte das nicht die letzte Wahrheit sein für das Interface, wenn man bedenkt, dass Webseite ja auch irgendwann mal Multitouch in Webseiten unterstützt werden sollen (was mal langsam passieren dürfte. War für den 10er angekündigt. Aber jetzt kommt erstmal das native Interface...).


    Allerdings wird das neue Interface auch nicht als Problemlöser für alles herhalten können. Ja, Start geht schneller. Reagiert auch was schneller. Aber trotzdem: mehr als ein Tab offen und bei mir steigt die Chance das mir das ganze um die Ohren fliegt. Auch wirds super träge. Da muss massiv am Speichermanagement gearbeitet werden. Das kann Opera um Welten besser. Auch wenn Opera andere Defizite hat. Mit denen kann man erheblich leichter Leben. Was bringt mir eine "perfekt dargestellte Seite", wenn sie mir alle zwei Sekunden um die Ohren fliegt?


    Solltest dir Opera in jedem Fall mal als Vergleich anschauen.


    Was das mit dem Zug verpassen angeht: Mozilla bietet zur Zeit kein Killerfeature für Mobile der einen Wechsel zu Firefox rechtfertigt. Opera ist im mobilen Bereich eine bekannte und feste Hausmarke. Ich vermute daher das die Leute eher zu Opera als zu Firefox greifen würden, wenn ihnen der Android-Browser nicht ausreicht. Und auch der lässt sich ja mit Apps aufwerten. Und Mozilla ist auch nicht spät dran. Wir haben 2012. Die haben den Anschluss schlicht verpennt. Oder wie gesagt, hoffen auf dickere Leistung in den Smartphones.


    Hat wer ein Galaxy 2? Das ist ungefähr doppelt so leistungsfähig wie das 1er. Läufts darauf flüssiger/stabiler? Wobei auch das noch weit entfernt ist von der Leistung meines gut 5 Jahre alten Desktops der seinerzeit schon nur günstige Mittelklasse war. Und solang das Akku-Problem nicht gelöst wird, bezweifle ich dass wir mobile so rapide schnell immer mehr Leistung bekommen, dass Mozilla sich darauf ausruhen könnte...

    Einmal editiert, zuletzt von bugcatcher ()

  • Per Javascript die Multitouch Events abfangen.
    https://developer.mozilla.org/en/DOM/Touch_events


    Aktuell kann Mozilla kein Multitouch, weils nur einen einzigen Touch erfasst. Für die meisten Gesten werden aber schon 2 Finger gebraucht. War für Firefox 10 angekündigt. Passiert ist bisher nicht viel. Wohl wegen des UI-Umbaus. Aktuell funktioniert nicht mal mehr in den Nightlys SingleTouch per Javascript abzufangen.


    Zudem habe ich die Hoffnung das Mozilla nach dem Mobile dann die Multitouch auch in die Desktop Version überträgt. Das wäre für Touchscreenanwendungen überaus praktisch. Gerade was Touchscreens angeht ist aktuell nur Microsoft am Vorlegen. Google und Apple halten Multitouch zurück für ihre Mobile Browser. Bzw. Google hat auch auch noch nix, eigentlich nur Apple auf Safari. Aber mit Windows 8 z.B. kommt in nicht allzuferner zukunft ein Desktop OS das für Touch konzepiert wurde. Und auch Apple plant ja die Steuerung von iOS auf MacOSX zu portieren. Die Zukunft spricht auch auf den Desktop/Notebook/Tablett Multitouch. Ich fände es schade, wenn hier Mozilla nur träge "nachziehen" würde. Denn aktuell bestimmen Apple und Microsoft die technische Laufrichtung. Und wies so häufig bei so Läden ist... beide haben eigene Lösungen dafür... Und NOCH hat Mozilla zumindest auf dem Desktopmarkt die "Macht" ein wenig mitzumischen. Daher wäre eine frühe Unterstürzung auf dem Desktop für Multitouch gerade in dieser Zeit sinnvoll, um Entwickler auf der Mozilla-Basis zu halten. Es waren Entwickler die Mozilla die Basis geliefert haben für den Erfolg von Firefox. Weil Mozilla eine tolle Entwicklerbasis ist. Nur wenn Mozilla etwas wichtiges nicht kann, dann kann man ihn als Entwicklertool nicht nutzen und auch nicht empfehlen. Ich fürchte da etwas das "Firefox ist toll, aber er kann das nicht. Nimm Safari oder Internet Explorer". Das wäre schon traurig.


    Firefox Mobile hat zur Zeit wenig bis keine Bedeutung auf dem Markt (und wird es nach meiner Ansicht auch auf längere Sicht nicht haben). Auch wenn man natürlich versucht das zu ändern, sollte man tunlichst vermeiden den Anschluss auf dem Desktop zugunsten der Mobile-Entwicklung zu verlieren...

  • Dass Firefox Mobile derzeit noch nicht die große Bedeutung auf dem Markt hat, klar, brauchen wir nicht drüber zu reden. Aber Mozilla muss diesen Weg mit bestreiten genauso wie sie Boot to Gecko machen müssen, es wäre in höchstem Grade fahrlässig, dem Bereich nicht sehr hohe Priorität zuzuweisen. Und sie haben nun einmal relativ spät diesen Markt erst betreten. Ich behaupte, dass es langfristig keinen Unterschied mehr geben wird zwischen Desktop und Mobile. Zitiert diese Aussage von mir bitte noch einmal in drei, vier Jahren. Und genau deswegen halte ich die Entwicklung für Firefox Mobile so wichtig, sonst steht Mozilla irgendwann wirklich dumm da. Es gibt den Desktop, es gibt das Smartphone, wir haben die Tablets und ja, vielleicht setzt sich das im TV auch durch und wer weiß, was die Zukunft noch bringt. Es gibt entsprechende Tendenzen. Was es aber ganz sicher nicht geben wird sind vier verschiedene Browser für vier oder mehr Device-Klassen. Wenn Mozilla nämlich dann erst dem Bereich die höchste Priorität beimisst, dann haben sie auf dem Desktop-Bereich auch verloren - den es als solches nicht mehr geben wird, weil alles näher zusammenrückt. Nur meine persönliche Einschätzung.


    Zitat von bugcatcher

    Zudem habe ich die Hoffnung das Mozilla nach dem Mobile dann die Multitouch auch in die Desktop Version überträgt. Das wäre für Touchscreenanwendungen überaus praktisch. Gerade was Touchscreens angeht ist aktuell nur Microsoft am Vorlegen. Google und Apple halten Multitouch zurück für ihre Mobile Browser. Bzw. Google hat auch auch noch nix, eigentlich nur Apple auf Safari.


    Multitouch beherrscht Firefox auf dem Desktop seit Version 4.0 Beta 3, wenn auch eine ältere API, welche mittlerweile deprecated ist. ;) siehe folgendes Demo-Video:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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  • Vorab, mir gebricht es an Erfahrungen / Kenntnissen bezüglich eines Smartphones / Tablets.

    Zitat von Sören Hentzschel

    Ich behaupte, dass es langfristig keinen Unterschied mehr geben wird zwischen Desktop und Mobile.

    An dieser Stelle ist nicht klar, auf welchen Punkt du exakt hinaus möchtest, denn es folgt …

    Zitat von Sören Hentzschel

    Es gibt den Desktop, …

    Alles Geräte verschiedener Klassen mit verschiedenen Zielgruppierungen. Ja, ein Trend zur Vereinheitlichung des Bedienkonzepts wird auch hier festgestellt, welcher jedoch eine Verkennung der gegebenen technologischen Unterschiede und der Bedürfnisse der Anwender darstellt.
    Ein Multitouch für den Desktop, wie im bekannten Video gezeigt, ist zwar eine nette technologische Studie, aber welcher Kundenkreis benötigt das ? Das Bedienkonzept kommt einem Training der Arme nahe, jedoch keiner produktiven Anwendung. Das ist doch schlicht Spielkram, kein (ernsthaftes) Photostudio käme auch nur im Entferntesten auf den Gedanken ein Photo nach Daumenpeilung zu schneiden.


    Bislang war Mozilla sehr wohl in der Lage zwischen den Plattformen zu unterscheiden. Auch wenn das Bedienkonzept unterschiedlich ist, der Kern mit der realen Funktionalität blieb neutral.


    Zitat von Sören Hentzschel

    Wenn Mozilla nämlich dann erst dem Bereich die höchste Priorität beimisst, dann haben sie auf dem Desktop-Bereich auch verloren

    Diese Sorge vermag ich derzeit nicht zu teilen, denn es wird ein anderes Klientel adressiert. Hier reichen die normalen Bemühungen der Integration in den Desktop.

    Zitat von Sören Hentzschel

    […] Desktop-Bereich auch verloren - den es als solches nicht mehr geben wird,

    Den Desktop wird es immer geben.
    Die Bedienkonzepte und auch die Anforderungen sind zwischen den gegebenen Plattformen, auch wenn es manchmal - auch von den Entwicklern -, verkannt wird, absolut nicht übertragbar.

  • Dann lass es mich versuchen für dich verständlicher zu erklären, wovon ich spreche. Das klassiche Desktop-System gibt es und wird uns erstmal noch erhalten bleiben. Von immer in diesem Bereich zu sprechen halte ich für sehr gewagt, aber nun gut. Ich spreche von einer Verallgemeinerung aller Plattformen zu einer einheitlichen Plattform. Nicht nur was die Bedienkonzepte betrifft, vor allem was das dahinter angeht. Derzeit gibt es grundlegende Unterschiede zwischen Firefox für Desktop und Firefox für Android. Ich gehe fest davon aus, dass diese Unterschiede langfristig verschwinden werden. Meines Wissens wurde so etwas Ähnliches vor einem Jahr oder ist es sogar zwei Jahre oder länger her? als langfristiges Ziel von Mozilla formuliert. Ich weiß das leider nicht mehr so genau, das ist nur eine ganz dunkle Erinnerung. Man braucht sich nur einmal Microsofts Windows 8 anzuschauen, wo mit Metro bereits eine Verschmelzung von Desktop und Tablet stattgefunden hat. Dazu das App-Konzept, welches ebenfalls von Windows 8 eingeführt wird und welches übrigens auch auf Mac OS existiert. Und was Linux Schönes treibt, keine Ahnung. Ich bin nicht in Besitz irgendeiner Linux-Distribution und entsprechend schlecht informiert. Du magst die konservative Sichtweise Verschiedene Zielgruppen -> Verschiedene Systeme vertreten, Mozilla sollte dies aber tunlichst vermeiden, denn die Verschmelzung ist bereits im Gange und Mozilla wäre schlecht beraten, das zu versäumen. Firefox funktioniert nicht als Metro-Anwendung in Windows 8. Metro ist aber die neue Standardoberfläche und wird in Windows 9 den klassischen Desktop komplett ablösen. Hier sind bereits größere Anstrengungen Mozillas erforderlich und auch bereits in Planung. Und dieser Trend wird so weiterlaufen und wir sind irgendwann an dem Punkt, dass wir auf dem "Desktop" und anderen Devices eine relativ ähnliche Architektur vorfinden. Die Konsequenz daraus das zu versäumen wäre, dass Mozilla für verschiedene Architekturen mit entsprechend hohem Aufwand entwickeln muss. Das ist auch eine Ressourcen-Frage.


    Und zum Multitouch, du magst das als Spielerei sehen, andere mögen hierfür sinnvolle Anwendungsbereiche haben. Und dass ein Photostudio so seine Bilder nicht schneiden wird, ist eh klar. Das Beispiel war hoffentlich nicht ernst gemeint. Tatsache zumindest ist, dass Touch-Applikationen nun einmal wichtiger werden und sehr viel in dem Bereich geforscht wird. Es geht nur selten dabei darum, mit Touch das klassische Bedienkonzept zu verdrängen, sondern in den meisten Fällen wirklich um konkrete Anwendungsfälle. Und hierfür ist die Funktionalitiät gegeben - sie muss ja nicht genutzt werden, wenn sie nicht benötigt wird. Es ermöglicht aber sehr viele Dinge, die vieles einfacher machen können und daher ist eine Unterstützung hierfür nur begrüßenswert in meinen Augen. Und da sich wie gesagt der Trend zur Vereinheitlichung eh abzeichnet, auf dem Tablet / Smartphone geht es eben nicht ohne.


    Wie gesagt, ich fasse es mal so zusammen, dass ich eben davon ausgehe, dass wir in vielleicht drei oder vier Jahren "den gleichen" Firefox (Anführungszeichen bewusst gesetzt; gewisse systembedingte Unterschiede sind nicht umgehbar!) auf dem "Desktop" und dem Tablet installieren, die nicht (großartig) anders aussehen (ich verweise erneut auf Metro!) und die selbe Funktionalität bieten. Vielleicht dauert es noch länger, vielleicht kommt es früher so, vielleicht liege ich komplett daneben. Aber es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, in diesem Bereich verbindliche Prognosen fünf Jahre im Voraus zu treffen. Wenn sich gewisse Trends in diesem Maße abzeichnen, halte ich es daher nur für vernünftig, diese Entwicklung dann nicht zu ignorieren. Denn dann wäre es zu spät. Mozilla muss immer am Ball bleiben. Ich bin kein Freund von Tablets, ich mag Metro nicht. Das ist meine persönliche Meinung. Mozilla hingegen muss einen Markt bedienen. Der auf dem Desktop von Microsoft dominiert wird, deswegen habe ich diese immer wieder als Beispiel gebracht. Und deren Entwicklung verläuft aus meiner Sichtweise in diese Richtung. Und genauso trägt für mich der Trend dazu bei, dass eben Tablets und Smartphones immer mehr verkauft werden und man immer mobiler mit solchen Geräten anstelle von Notebooks ist. Und Android ist ja mittlerweile sogar auf Fernsehern drauf. Noch so eine Entwicklung, die mir persönlich nicht schmeckt, aber eben vorhanden ist.


    Ach, und der wichtigste Punkt, wieso Firefox Mobile und B2G in meinen Augen so wichtig sind: Mozilla hat eine Mission. Und wie könnten sie dieser besser nachkommen als indem sie selber in diesem Bereich wirklich aktiv sind und Alternativen anbieten? Ganz genauso wie mit Firefox auf dem Desktop.

  • Zitat von Sören Hentzschel

    Dann lass es mich versuchen für dich verständlicher zu erklären, wovon ich spreche.

    Vielen Dank für den von dir als notwendig betrachteten Nachschlag.
    Viel zu viele Worte, die es damit etwas schwierig gestalten, die Kernaussagen zu extrahieren.


    Wir nehmen oppositionelle Stellungen ein, was bekanntermaßen kein Nachteil ist, sondern für einen Diskurs eine notwendige Basis darstellt.


    Ein GUI, welches vornehmlich von der UX-Gang entwickelt wird, stellt erstmals ein Bedienelement, aka Werkzeug, dar. Man mag es zwar drehen und wenden wie man will, es bleibt ein Werkzeug. Dieses Bedienelement sollte den Gegebenheiten und Anforderungen angepasst sein. Umgekehrt diktiert die Anforderung das benötigte Werkzeug. Somit würde z.B. ein Handwerker seinen vergessenen Bohrer nicht beim nächsten Zahnarzt ausleihen.


    Natürlich soll und muss Mozilla verschiedene und auch weitere Plattformen unterstützen. Aber man sollte diese Anwendung nicht überbewerten. Wenn eine Plattform Gesten bereitstellt, dann ist Mozilla selbstverständlich verpflichtet, sie auch im Produkt zu nutzen. An sich absolut nichts Neues, es firmierte bislang unter Desktopintegration.
    Da besteht bei Mozilla jedoch Schulungsbedarf. Ich war schon sehr erschrocken, als ich für mein Biotop ein "-moz-inheritance: none" fand. Bislang war diese Floskel nur für W* bekannt.


    Da du konkret Metro angesprochen hast, da hoffe ich für Mozilla, es wird nicht wieder ein Leidensweg, wie er bei der Hardwarebeschleunigung gegeben war. Jedoch ist die Hoffnung gering.


    Da du keine Kenntnisse über Linux hast, bist du bei einem möglichen Wissenserwerb in einer besseren Lage als ich, wenn ich W* kennen lernen möchte. Eine Live-CD heruntergeladen und in einer VM gemountet ist bekanntlich kein Hexenwerk. Ein erschreckendes Erlebnis stellt z.B. die aktuelle CD von Ubuntu dar.


    In einer Art von Semesterarbeit wird ein Multitouch entwickelt, am Ende freuen sich der Professor und der Student. Jedoch wie geht es dann mit der Machbarkeitsstudie weiter ?
    Bei aller gegeben Begeisterung, was nutzt ein Produkt, die notwendige HW vorausgesetzt, wenn einem bei der Bedienung die Arme abfallen ?


    Natürlich wird Mozilla den Trend nicht verpennen. Man wird den Entwicklern auch die notwendige Hardware stellen, jedoch dürfte die größte Hürde die native Entwicklung darstellen. Auf diesen Spielzeugen kann man keine Programme entwickeln.

  • Was ich schon vermutet hatte, ist bestätigt:
    https://blog.mozilla.com/futur…d-native-firefox-to-beta/


    Die Umstellung auf das neue UI benötigt mehr Zeit, so das es nicht gelungen ist zum geplanten Zeitpunkt eine Beta davon zu erstellen.


    Mozilla kündigt die Beta für Firefox 11 nun "für die nächsten Wochen an".


    Inwieweit sich das auf einen möglichen Versionsnummernkonflikt mit der Desktopversion auswirkt, davon ist nicht die Rede.