Gegen Werbeblocker

  • Zitat von horstpetermueller


    Wieder daneben getippt: Du zahlst bei der Bahn für die Dienstleistung von A nach B befördert zu werden. Bei Privaten Informationsanbietern zahlst Du durch Akzeptanz von Werbung für die angebotenen Informationen - nicht für Werbung.


    Dann eben so: ich zahle kein reales Geld an private Informationsanbieter, auch nicht durch das Nicht-Blocken/Erlauben der Werbung.

  • .. das verlangt ja auch niemand (hier). Ich überlege mir auch sehr genau, wofür ich bereit bin reales Geld zu bezahlen. Und auch ich habe, wenn auch ziemlich selten, den AdBlocker aktiviert, wenn ich bspw. Kundenseiten teste; hier allerdings um dem Werbetreibenden unnötige Performanceverluste zu ersparen.


    Mit diesem teilweise missverstandenen Thread wollte ich nur darauf hinweisen, dass der undifferenzierte Gebrauch von AdBlockern aller Art einige meiner Meinung nach beachtenswerte Nachteile mit sich bringt, weswegen es sich lohnen könnte auch mal etwas Werbung zu "ertragen".

  • ... und wenn man (die Bürger) verpflichtet würde, 10% des am Monatsende übrigen Geldes sofort an den Tankstellen in Benzin umzusetzen und diese zu verfahren, dann kämen aber mal so richtig Gelder ins Staatssäckel :lol:


    Selten (zumindest in den letzten Stunden) so gelacht wie bei der Lektüre dieses Threads.


    Ok, auch noch was zum Thema:
    Ich glaube nicht, dass Werbung Konsum/Ausgaben fördern kann, allenfalls in die eine oder andere Richtung lenken.

  • Übrigens: Adblock Plus-Autor Wladimir Palant hat ja bereits einen Vorschlag für "faires Ad-blocking" gemacht, vor ein paar Tagen jedoch verworfen:

    Zitat

    I'm closing this topic - the feature discussed here will not be implemented. This is partially due to the points brought up in the discussion, partially because I no longer feel that this is the best way. I'm considering some other solutions, will request comments once there is something more definite to discuss.


    Es sieht nun mehr danach aus, dass Adblock Plus in Zukunft standardmäßig nichts blockt und man dann die Werbung auf ausgewählten Seiten blockt:

    Zitat

    From what I know only Filter von Dr.Evil (https://adblockplus.org/en/subscriptions) is using that approach so far - it tries to block annoying advertising only. This list is geared towards German websites however. The general problem here is both defining annoying advertising and determining whether an ad network counts as annoying - it might serve very different ads depending on circumstances. What I am seriously considering however is implementing a mode where Adblock Plus would whitelist every site by default. Whenever a site uses annoying advertising you could switch off whitelisting there, the filters from your filter subscription will be applied then. In the current version this is already possible but rather difficult to use, the idea is to change the user interface to make it significantly simpler.


    Aber noch steht das nicht wirklich fest. Außerdem gehe ich davon aus, dass Wladimir dazu irgendwann einen Blogbeitrag und einen Thread im offiziellen Forum erstellen wird, wenn es so weit ist, um die Meinungen anderer zu hören.

  • Ich benutze gerne Werbeblocker.
    Adblock Plus.


    Habe keine Werbung bestellt.


    Wer gerne Werbung sieht, installiert keine Werbeblocker.
    Oder er surft mit dem IE.


    Ziemlich einfach, oder...

    angelheart


    Wie viele rätselhafte Städte unter der Erde baut nicht das, was wir das Herz nennen!… (Lars Gustafsson)


    Firefox 43.0.1

  • Zitat von horstpetermueller

    Dann wurde mein Beitrag, der eigentlich auch nur einer bleiben sollte, in einen eigenen Thread verschoben.


    Du hast doch nicht allen Ernstes keine Reaktion auf deinen Beitrag erwartet. Und da der ursprüngliche Thread dazu angedacht ist, eine Filterliste aktuell zu halten und nicht zu diskutieren, hast du selbstverständlich einen eigenen bekommen. Dein erster Beitrag ist dementsprechend editiert worden.

  • Zitat von horstpetermueller

    Keine Werbung = kein Wettbewerb = weniger Innovation = weniger Fortschritt = besser?

    Ist der Fortschritt, der durch Werbung "geschaffen" wird, wünschenswert? Ich beschreibe dir nur mal ein abschreckendes Beispiel: Medikamente, bei denen ein nicht wirksamer Beistoff verändert wird, werden mit riesigem Aufwand beworben und unter neuem Namen zu überteuerten Preisen auf den Markt geworfen und das möglichst kurz bevor der Musterschutz ausläuft. Das Gesundheitssystem krankt an solchem Vorgehen. Keine Werbung ohne Innovation! Mir scheint, du fürchtest um deine Zukunft als Werbetexter (verzeih die mögliche Herabsetzung) und deswegen lässt du hier einen Ballon steigen. Mit welchem Ziel eigentlich? Wir retten deine Zukunft vermutlich nicht.

  • Das inzwischen keiner mehr Werbung sehen will, also Adblocker einsetzt, hat einen Grund. Bestimmte Werbefritzen wussten nicht wann man aufhören sollte mit dem überfrachten von Werbung. Leuten, die den Rand nicht voll genug bekommen konnten. Als Seiten langsam dazu verkommen sind, aus mehr Werbung als aus Inhalt zu bestehen. Und als die Werbung anfing den Nutzer über falsche Reize dazu zu bringen, Klicks zu produzieren (man erinnere sich nur an die Werbung, die wir Formularbuttons aussehen). Einige waren sogar soweit, dass sie einem schädliche Adware untergejubelt haben.


    Irgendwann war dann das Mass voll und die Leute haben die Adblocker angefangen zu nutzen. Natürlich ist es bedauerlich, dass dadurch viele redliche Anbieter auf Werbeausfällen sitzen bleiben. Aber da dürfen die sich bei den anderen Werbeschaltern bedanken, die den Markt kaputtgemacht haben. Nicht beim Kunden.


    Ich persönlich schaue keine Werbung mehr. Ich klicke sie auch nicht an. Und da im Grunde nur das Klicken wirklich Geld produziert, wäre das Geschäftsmodell bei mir eh durchgefallen. Hier sind eher neue Geschäftsmodelle von Nöten, als der Versuch dem Nutzer wegen der Selbstverteidigung gegen unsägliche Belästigung und teilweise Gefährdung die Schuld an Verdienstausfällen zu geben.


    Auch kann man das ganze von technischer Seite betrachten. Du stellst eine öffentliche Seite ins Netz. Das ist nichts anders, als wenn Du mir eine Zeitung in den Briefkasten wirfst (Kopie in meinem Browser-Cache). Was ich mit der Zeitung mache, ist ganz alleine meine Angelegenheit. Ich kann draus Papierflieger bauen, oder mir von wem die Werbung mit der Schere raus schneiden lassen, bevor ich sie mir ansehe. Im Übrigen ist der erste Handgriff bei einer Zeitung bei mir der, dass ich sie über der Blauen Tonne ausschüttel. Mehr als 80% vom Gewicht der Zeitung besteht heute nur noch aus Werbeprospektenm die mich nicht interessieren (okay. ich lese ohnehin keine Zeitung, insofern schüttel ich nur um zu sehen ob ein Brief versehentlich dazwischen liegt und werf dann auch die Zeitung in die blaue Tonne. Meinen Aufkleber "Keine Werbung, keine Zeitung" wird ja leider ignoriert).


    Ohnehin solltest Du eher Werbung schalten oder anbieten, die mich bzw. deinen Kunden interessiert. In passender Form. Sonst schaut sie keiner an und damit ist sie eh für die Katz. Ob sie dann noch der Werbeblocker frisst, ist dann auch unerheblich.


    Das ist genauso müssig wie dieser ganze Schwarzkopier-Unsinn. Die Industrie hat im Grunde dadurch höchstens minimale Verluste. Denn die, die sich die Spiele kopieren, würden sie ohnehin nicht kaufen. Ergo ist auch kein zahlender Kunde verloren gegangen. Leute die Werbeblocker nutzen, ignorieren Werbung ebenfalls. Auch hier gehen keine Kunden verloren.


    Wenn es dir um Klicks geht, bau dir ein Script. Aber nicht dieses unsägliche heuchlerische Getue und schlechte Gewissen machen, dass nur zeigt dass Du nicht begriffen hast, worums geht. Wenn Du nicht willst, dass man dir die Werbung blockt, schließe diese Leute aus. Das ist technisch sogar machbar. Oder mach die Seite nur für zahlende Kunden über Login zugänglich. Aber glaub nicht das irgendwelche Print-Konzepte im Web funktionieren.

  • Quelle: horstpetermueller

    Zitat von horstpetermueller

    danke, dass Du meiner Meinung zwischen den Zeilen zumindest teilweise folgst

    Ich folge einigen deiner zentralen Argumenten nicht, auch nicht zwischen den Zeilen. Ich teile die Ansicht, dass es natürlich Auswirkungen hätte, wenn die Zahl der Nutzer von Werbeblockern stark ansteigen würde (ist noch immer eine Minderheit). Über die Auswirkungen dessen herrscht nur bedingt Kongruenz. Ebenso teile ich die Ansicht, dass Werbung nicht a priori böse ist und einen notwendigen Teil des Wirtschaftssystems darstellt.


    Zitat

    Fakt ist aber, dass der Online-Werbemarkt mit einigen Milliarden Umsatz
    [...]
    da gehen einige Steuern von ab, und jeder, der vom Staat irgendeine Leistung bezieht, profitiert irgendwie davon.

    Genauso profitiert jeder, nicht nur unmittelbare Leistungsempfänger, davon, wenn der Staat die Einnahmen bspw. aus der Mehrwert- oder Spritsteuer nutzt um die verschiedensten Dinge zu tun. Mir missfällt an der Stelle die wiederholte Verknüpfung von unmittelbaren Leistungsempfängern mit den Nutzern von Werbeblockern. Als ob nur diese von Steuereinnahmen profitieren, die der Staat investiert. Das schafft ein G'schmäckle in dieser Diskussion, das so unnötig wie gefährlich ist. Weder Hartz4-Empfänger noch Nutzer von Werbeblockern sind sogleich Sozialschmarotzer.
    An der Stelle möchte ich auch noch etwas zur der Frage der Drohung anmerken. Als Drohung empfinde ich diese Aussagen und hauptsächlich gleich- oder ähnlich lautende aus dem Munde der Werbebranche nicht, aber als den schäbigen Versuch beim Nutzer ein schlechtes Gewissen zu generieren mit unbelegten Horrorszenarien sowie Halb- und Unwahrheiten. Gerade diese falsche Kommunikationsstrategie sorgt allerdings für weitere Ablehnung, auch wenn dies der Branche zu entgehen scheint.


    Zitat

    Sicher, wenn es den Online-Werbemarkt nicht gäbe, müsste man sich etwas anderes einfallen lassen. Das würde auch gehen, nur wäre es halt eine Möglichkeit weniger, Menschen in Lohn und Brot zu bekommen.

    Richtig, man müsste sich anderes einfallen lassen als das, was dem Nutzer heute angeboten wird. Warum das Ergebnis dann nicht dazu führt, dass andere Arbeitsplätze geschaffen werden, erschließt sich mir nicht. Ich sehe da keine Argumente für diese gänzlich schwarzmalerische Zukunftsvision.


    Zitat

    Ja, Heise & Co. finanzieren sich nicht allein aus Online-Werbung. Aber in zunehmendem Maße.

    Ich bin über die konkreten Einnahmequellen der Mediengruppe oder des Verlages und dessen Entwicklung nicht im Detail informiert. Aus Interesse eine Nachfrage: aus welcher Quelle hast du denn diese Information?


    Zitat

    Immer mehr Verlage machen Verluste, kürzen, haben kaum eine Chance Ihre Online-Auftritte anders zu monetarisieren, als mit Werbung. Warum? Weil der Nutzer nicht gewohnt ist für guten Content zu bezahlen.

    Das ist ein zeitgenössisches Problem, diese Ansicht teile ich. Aber ich sehe das als Entwicklungsprozess auf beiden Seiten, der sich über marktwirtschaftliche Prozesse regeln wird. Insbesondere entwickeln sich dadurch auch Chancen für neue Arbeitsplätze in der Zukunft. Während eines dynamischen Wandels kommt es ohne Zweifel stets auch zu Reibungsverlusten und ich will das an der Stelle im persönlichen Bereich auch gar nicht klein reden - für den Einzelnen sind das oft auch Schicksale. Allerdings finden solche Prozesse in der Gesellschaft und inzwischen auch im globalen Kontext ständig statt, was du selbst bestätigt hast. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal der Online-Werbebranche.


    Zitat

    Jeder Versuch soetwas einzuführen ist bislang gescheitert.

    Lag es am Content? Vielleicht war er im Verhältnis zu anderen Quellen und Angeboten einfach nicht gut genug?


    Zitat

    Ich kenne einige Journalisten die bspw. beim Spiegel, bei der Mopo usw. gehen mussten, weil die Stellen ob der einbrechenden Einnahmen gestrichen wurden. Und einige von denen haben wirklich hochwertige Inhalte geschaffen.

    Die Hochwertigkeit stelle ich gar nicht immer in Frage, aber wie relevant oder gefragt waren diese Inhalte in Konkurrenz zu anderen Inhalten oder Angeboten?


    Zitat

    Auch Holzbrinck wäre ohne online-Werbung nicht so erfolgreich. Was meinst Du, was mit den Daten der vielen emsigen VZ-Benutzer passiert?!

    Ein kritischer Punkt, der gerade auch den Ruf der Werbebranche oder solcher Netzwerke zusehends beschädigt. Ob die Branchen da in der richtigen Spur sind und sich damit einen Gefallen tun, da habe ich Zweifel.


    Zitat

    Also, lasst den guten Content-Angeboten diesen Teil Ihrer Einnahmen

    An der Stelle muss ich mich fragen, welche Einnahmen durch mich generiert werden. Wenn ich im Web einen (meist technischen) Artikel lese, dann stören mich jegliche Ablenkungen rund um den Content. Weder will noch brauche ich hier Werbung, die lediglich meine Konzentration stört. Wie ich nun die Werbung an der Stelle ignoriere ist kaum relevant. Ob diese erst gar nicht durch den Browser angefordert oder nach der Anforderung nur lokal ausgeblendet wird, ob ich diese nicht beachte oder einfach ohne Reaktion darauf bleibe - letztlich generiere ich dadurch keine Einnahmen, weder beim Werbenden noch beim Content-Provider. Die Branche hat doch inzwischen auch gemerkt, dass mit reinen Einblendungen (wenn überhaupt) nur durch nachrangige und schwer kalkulierbare Effekte Einnahmen generiert werden können. Für reine Einblendungen stehen die Vergütungen entsprechend schlecht, was soll folglich ein "Ertragen" bewirken? Ich sehe hier daher keine wesentlichen, negativen Effekte für die Werbebranche oder den Content-Provider durch mein Handeln. Negativ wäre lediglich die Ablenkung und die gestörte Konzentration - negative Effekte wohlgemerkt, die nur mich betreffen. Und das nehme ich nicht einfach so hin.


    Werbung ist dann für mich relevant, wenn ich etwas suche, sei es ein Produkt oder eine Dienstleistung. Dann bin ich auch geneigt dazu mich mit der Werbung zu beschäftigen. Ebenso bin ich persönlich empfänglicher für Werbung, wenn meine Konzentration nicht gefordert ist. Und gerade Letzteres ist ein entscheidender Knackpunkt für mich. Ich sehe bei der Integration von Werbung in Bereichen, die der Unterhaltung dienen, durchaus ein Erfolgspotential. So wird sich bspw. YouTube in den nächsten Monaten vermutlich stärker um die Integration von Werbung bemühen. Ich persönlich nutze des Internet allerdings nur am Rande zu konzentrationsarmen Unterhaltungszwecken. Aus diesem Blickwinkel ist Werbung für mich i.d.R. nur störend und wird daher entsprechend behandelt.


    Ich bin aber auch bereit die Konsequenzen aus diesem Handeln zu tragen. Ich bin bereit zu hinterfragen, welche Angebote ich wirklich brauche und für welche Inhalte ich bereit wäre zu bezahlen.


    Zitat

    Das Thema mit dem in Sites zu integrierenden AdServer gehen wir gerade an und erste Tests laufen höchst erfolgreich.

    Das Ergebnis würde mich durchaus interessieren, insbesondere die Form der Integration in den Content.


    Zitat

    Auch andere Anbieter machen das teilweise, wie bspw. die Gelben Seiten. Da hast Du auf den Ergebnisseiten oben immer gesponserte Ergebnisse, auch mit aktiviertem AdBlocker.

    Das ist ein gutes Beispiel einer Seite, auf der für mich Werbung Relevanz besitzen kann. Allerdings lässt sich auch hier veranschaulichen was falsch läuft.
    http://www.imagebanana.com/img/cac00zsq/gs1.png
    Hier sieht man die roten Bereiche mit irrelevanten und störenden Elementen. Der grüne Bereich hingegen ist das zentrale Informationselement und dort ist "Werbung" sogar erwünscht. Warum sich also nicht für das Ranking bezahlen lassen - meintest du das mit den gesponserten Ergebnissen?
    http://www.imagebanana.com/img/bkh8fvx7/gs2.png
    Mit dem Einsatz eines Werbeblockers reduziert sich das Bild auf das für mich Wesentliche.


    Quelle: horstpetermueller

    Zitat von horstpetermueller

    Und das ganze mal abstrahiert: ist es nicht auch eine Art von Schmarotzen, wenn man eine Leistung nutzt, ohne die dafür erhoffte Gegenleistung bereit ist zu geben?


    ICH NUTZE DIESE ANGEBOTE DANN ABER NICHT (wieder)!
    Ansonsten würde ich mir eine Leistung erschleichen.
    Wenn Du diese Angebote nutzt, dann scheint Dich deren Inhalt ja zu interessieren, also musst Du auch bereit sein etwas dafür zu geben!

    Hier besteht für mich ein fundamentales Missverständnis. Es ist keine Gegenleistung vertraglich festgelegt. Ich bin weder rechtlich noch moralisch dazu gezwungen für das Lesen einer beliebigen Webseite dem Seitenbetreiber irgendetwas zu schulden. Ob und wie der Betreiber dieses Angebot anbietet ist seine Entscheidung. Wenn er der Ansicht ist, den Inhalt nur gegen Bezahlung zugänglich zu machen, dann ist das legitim und ich werde mir es überlegen. Solange er aber den Inhalt ohne Bedingungen bereit stellt, erschleiche ich mir nichts und bin zu keiner Gegenleistung verpflichtet.


    Zitat

    Schön, dass Du hier klar zu verstehen gibst, dass Du diese Leistung (mehr oder weniger) gern beanspruchst ohne dafür zu zahlen! Fährst Du auch mit der Bahn ohne ein Ticket zu lösen?

    Das Missverständnis erfüllt auch diese Beispiele. Das Beispiel Bahn wurde schon relativiert (sogar durch dich selbst). Ich persönlich habe keinen Vertrag mit den Privaten abgeschlossen. Nichts zwingt mich zur Betrachtung von Werbung. Die Akzeptanz von Werbung ist dabei keine von mir erbrachte Leistung oder Bezahlung. Das ist eine Einschränkung des Angebots, das ich hinnehmen kann.


    Zitat

    Wenn ein Betreiber 1Mio User auf der Site hat, aber nur TKPs für 50.000 User erhält, ist es nicht schwer zu erraten woran das liegt. Am schlechten Content sicher nicht... Und Du wirst es kaum glauben, aber das ist ärgerlich! Folge: es wird versucht doch irgendwie an die Einnahmen für die anderen User zu kommen. Dadurch wird das Web immer hässlicher...

    Ist die Dienstleistung der Seite gut genug, dass User für die Nutzung bezahlen würden? Zur Hässlichkeit wird niemand gezwungen, vielleicht zu Innovationen und zu neuen Geschäftsmodellen.


    P.S.
    Ich teile übrigens nicht die stellenweise ignorante Haltung, die hier in manchen oberflächlichen und abwertenden Beiträgen zum Ausdruck kommt. Eine Diskussion lohnt sich an der Stelle. Wer daran nicht partizipieren will, der soll eben fort bleiben. Stumpfe Polemik und inhaltsleere Beiträge fallen lediglich auf den "Beitragenden" zurück. In unserer Gesellschaft gehört es dazu andere Meinungen zu respektieren und ihnen mit Argumenten zu begegnen.

  • Quelle: Boersenfeger

    Zitat von Boersenfeger

    Ob ich Werbung ausblende, oder nicht. Wie will die Webseite dies feststellen?

    JavaScript, serverseitige Anwendungslogik.


    Zitat

    Wenn es nach mir ginge, gäbe es keine Werbung. Ich fühle mich durch sie, in jeder Form, belästigt

    Das wirkt auf mich recht kurzsichtig. Werbung ist überall um uns herum, man nimmt sie nur nicht immer als solche wahr. Im Supermarkt stehst du auch vor einem Regal und wählst ein Produkt aus einer Palette, die nicht nur aus gleich aussehenden Verpackungen besteht. Auch der Preis ist eine Form von Werbung, falls dieses Gegenargument in den Sinn kommt. Werbung im abstrakten Sinne ist auch etwas völlig Natürliches, wirf einen Blick in das Tierreich. Belästigt fühlst du dich womöglich durch aufdringliche oder schlecht gemachte Werbung. Die generelle Ablehnung ist aber so unmöglich wie realitätsfremd.

  • Quelle: MonztA

    Zitat von MonztA

    Es sieht nun mehr danach aus, dass Adblock Plus in Zukunft standardmäßig nichts blockt und man dann die Werbung auf ausgewählten Seiten blockt:

    Die Aussage von Palant interpretiere ich anders. Er will einen Modus schaffen. Dass dieser Modus das neue Standardverhalten von ABP wird, davon lese ich hier nichts.

  • @ boardraider


    Ich will einfach keine untergeschobene Reklame.
    Als es noch nicht das Net gab, gingen die Leute auch einkaufen. Und es gelang sogar, ein passendes Produkt zu finden.


    Wenn ich also eine ungefilterte Seite öffne - und das geht hier sogar parallel, über IE View - da flimmern mir die Augen, auf der gleichen Seite im IE (8), gewaltig.


    Ich empfinde, die sich überschlagende Werbung, als eine Nötigung.
    Mag sein, das neo Liberale dies anders sehn,
    wenn man diese gelben Produkte betrachtet.

    angelheart


    Wie viele rätselhafte Städte unter der Erde baut nicht das, was wir das Herz nennen!… (Lars Gustafsson)


    Firefox 43.0.1

  • Zitat von boardraider

    ....

    Javascript wird geblockt.... selbstverständlich akzeptiere ich (missmutig) die Werbung im Supermarkt, nicht aber in meinem Briefkasten, in meinem Mailpostfach, auf meinem Bildschirm, im Fernsehen. Ich relativiere in diesem Sinne also das Wort generell, wobei hier möglicherweise nur ein Verständnisproblem vorliegt. Trotzdem, danke für deinen Hinweis. :) Ich halte mich jetzt raus, da meine Meinung klar geworden sein sollte. BTW: Balzen, Flirten etc. ist immer noch was anderes als bunter Papiermüll, blinkende Buttons, kreischende Jingles etc. :wink:

  • Quelle: Boersenfeger

    Zitat von Boersenfeger

    nicht aber in meinem Briefkasten, in meinem Mailpostfach, auf meinem Bildschirm, im Fernsehen

    Dazu zwingt dich ja auch niemand. Sind das doch die am wenigsten subtilen Werbeformen.


    Zitat

    BTW: Balzen, Flirten etc. ist immer noch was anderes als bunter Papiermüll, blinkende Buttons, kreischende Jingles etc.

    Das Ziel mag ein anderes sein, die Methoden sind nicht unverwandt.

  • Zitat von boardraider

    Die Aussage von Palant interpretiere ich anders. Er will einen Modus schaffen. Dass dieser Modus das neue Standardverhalten von ABP wird, davon lese ich hier nichts.


    Das stimmt. Hab da zu viel reininterpretiert.