Signierung von Werbeblockern

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  • Ausgehend von der Aussage

    Zitat von <woltlab-metacode-marker data-name=

    xxxxxxxx" data-link="">

    Während ein standardmäßig integrierter Werbeblocker ohne Wenn und Aber starke Auswirkungen auf das Web hätte, hat eine Integration von Pocket oder Hello überhaupt keine Auswirkungen auf das Web. Das nutzt du halt oder nicht, damit zerstörst du keine Webseiten


    Da stellen sich doch ein paar grundsätzliche Fragen:


    Solte eine Erweiterung die "ohne Wenn und Aber starke Auswirkungen auf das Web hätte" und der das Potential zur Zerstörung von Webseiten attestiert wird, eine Signierung erhalten?


    Oder ist hierbei die Anwenderzahl ausschlaggebend, die bei einer Integration innerhalb von Firefox wahrscheinlich höher läge?
    Wer definiert dann die Höhe der Anwenderzahlen, also die Schwelle ab der Webseiten "zerstört" würden?


    Oder ist es nicht vielmehr so, dass angesichts des Potentials von Adblockern zur Zerstörung von Webseiten oder gar des "Web, wie wir es kennen und lieben", im Vergleich andere potentiell "böse" Erweiterungen geradezu verblassen?


    Meine Antwort:
    Werbeblocker sollten signiert werden; ich habe letztens auf golem.de und stadt-bremerhaven.de auf deren Bannerhinweise hin testweise meinen Blocker deaktiviert - schon zappelte es überall wieder hektisch herum. Das soll übrigens eine moderate Form von Werbung gewesen sein.
    Nichtanimierte statische Werbung ok, aber so - Nein.


    Wie seht ihr das Problem?


    Edit 2002Andreas
    Den Namen aus dem Zitat entfernt.
    Weiteres dazu hier:


    Re: Signierung von Werbeblockern

  • ..habe mal mein Sofa "drüben" verlassen.... :mrgreen:
    Solange gegen keine Gesetze bzw. Rechtsnormen verstoßen wird, sollte jede Erweiterung Einlass in den Firefox finden...
    Webseitenbetreiber und andere lamentieren ja jetzt schon, das Werbeblocker ganz böse sind, weil dann kein Geld verdient werden kann... Manch einer klagt sogar (und verliert regelmäßig); dieser Begründung kann ich nicht folgen.
    Angenommen, ich würde keine Blocker nutzen, müsste mir also den Kram reinziehen, klicke aber nicht auf ein zuckendes Bildchen oder wechsele auf keines der angebotenen Angebote.... was verdient dann der Seitenbetreiber? Nix...
    Also nutze ich meine Werbeblocker (die übrigens ständig mit eigenen Filtern weiter gefüttert werden) muss mich nicht berieseln lassen und werde nicht gestört/genervt...
    Bitte unbedingt so lassen....... :mrgreen:
    Mal gucken, welche Argumentation nun hier zum Tragen kommt...

  • Wie wohl den meisten, ist auch mir klar, dass sich vieles im Web über die Werbung finanziert. Werbung ist für viele Betreiber von Webseiten (derzeit) wichtig. Die Aussage mit dem "ohne Wenn und Aber" ist meiner Meinung nach trotzdem nicht richtig.


    Ich für meinen Teil will keine blinkende, zuckende, von Google oder Microsoft für mich maßgeschneiderte Werbung sehen und verwende deshalb einen Add-Blocker.


    Einen standardmäßig integrierten Werbeblocker würde ich mir aber nicht wünschen. Auch bei dieser Funktion würde ich ein Add-On vorziehen. Aus den verschiedensten Gründen:


    • Ich gehöre auch zu der Fraktion derjenigen, die einen möglichst schlanken Browser haben wollen.
    • Bei einer Erweiterung hat jeder die freie Wahl, welchen Blocker und welche Listen er benutzt.
    • Ich mag keine Quasi-Monopole. Ich möchte, dass Werbeblocker offen bleiben. Google bestimmt heute schon weitgehend, was wir im Internet finden und was nicht. Da brauche ich nicht noch einen Browserhersteller oder Partner, der bestimmt, welche Werbung durchgeht und welche nicht.
      Vielleicht wäre auch für Mozilla ab einem gewissen Angebot die Verlockung zu süß.
    • Verschiedene technische Ansätze, wie man die Werbung blockiert, machen es für die Werbenden schwieriger, die Blocker zu umgehen. Deshalb halte ich Vielfalt und eine gewisse Konkurrenz für gut.
    • Wenn ein Blocker tatsächlich so aggressiv sein sollte, dass er Seiten unbrauchbar macht, weil er neben der Werbung auch wichtige Inhalte blockiert, dann kann man ihn rauswerfen und einen anderen installieren.
    • Wenn das Signieren eines Blockers auch bedeutet, dass jemand kontrolliert, ob der Blocker sauber arbeitet und nicht vielleicht doch bestimmte Werbung absichtlich durchlässt, dann wäre ich sehr dafür.


    /*
    Boersenfeger, die Chips sind doch bestimmt schon längst aufgegessen? Dann hol dir rasch neue. Das Kino könnte hier weitergehen. ;)
    */

  • Bitte entferne das Zitat aus dem Startbeitrag. In diesem Thema gab es keinen einzigen Beitrag von mir. Und nachdem ich dir das bereits in zwei Threads geschrieben habe, weißt du ganz genau, dass ich nicht interessiert bin, mich an dieser Diskussion zu beteiligen. Da ich nichts mit diesem Thread zu tun habe und auch nichts damit zu tun haben will, hat das Zitat nichts in dem Thema verloren, was ich vor mehreren Monaten in einem bestimmten Zusammenhang in einem anderen Thema geschrieben habe und welches zu dem Thema dort gehört und nicht zu einer neuen Diskussion, die erst am Entstehen ist. Danke.

  • Zitat von spoofie

    Wenn ein Blocker tatsächlich so aggressiv sein sollte, dass er Seiten unbrauchbar macht, weil er neben der Werbung auch wichtige Inhalte blockiert, dann kann man ihn rauswerfen und einen anderen installieren.


    Das hast du missverstanden. Mit "Potential zur Zerstörung von Webseiten" ist gemeint, Webseiten müssten auf Grund des Einsatzes von Werbeblockern wegen ausbleibenden Werbeeinnahmen schliessen.


    Zitat von spoofie

    Wenn das Signieren eines Blockers auch bedeutet, dass jemand kontrolliert, ob der Blocker sauber arbeitet und nicht vielleicht doch bestimmte Werbung absichtlich durchlässt, dann wäre ich sehr dafür.


    Auch das hast du missverstanden. Eine Signierung seitens Mozilla ist demnächst die Grundvoraussetzung um eine Erweiterung überhaupt erst installieren zu können. Mozilla prüft nicht die Funktionsweise jeder Erweiterung, sondern nur ob schädlich (Malware) für die Anwender oder nicht.

  • Sören Hentzschel
    Ich werde nichts entfernen, da die Grundsatzfragen bleiben - ob du nun etwas dazu schreibst oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
    Nach dieser Logik könnte hier niemand mehr zitiert werden, der nicht selbst aktiv am Thread teilnimmt??? Gilt das dann auch für alle Autoren von Artikeln aus Drittquellen, oder nur für dich persönlich? So langsam wird es abstrus. Wenn du dich dazu nicht äußern willst, gut.


    Ich habe korrekt zitiert und verlinkt, jeder kann das nachlesen und sich selbst ein Bild machen. Meine Fragen entstanden auf Grund deiner Thesen und machen ohne sie keinen Sinn, deshalb bleibt es wie es ist.

  • Das spielt sehr wohl eine Rolle, weil du damit eine Aussage aus ihrem Zusammenhang reißt, dieser Satz war Teil einer ganz bestimmten Diskussion. Wenn du über einen Teil dieser Diskussion sprechen willst, dann mach das meinetwegen dort, du eröffnest aber an dieser Stelle eine ganz neue Diskussion auf Grundlage eines Beitrags von mir. Und ich habe ein Recht darauf, selbst zu entscheiden, ob ich Teil dieser Diskussion sein will oder nicht. Und ich will nicht. Um dieses Thema zu diskutieren, bist du außerdem absolut nicht darauf angewiesen, mich zu zitieren. Das funktioniert wunderbar auch ohne Zitat. Also entfern es. Sonst entfern ich es halt selbst oder, damit du dich nicht beschweren kannst, melde ich den Beitrag halt und lass ein anderes Teammitglied das Zitat entfernen. Ich weiß nicht, wieso du mich unbedingt zum Teil deines Themas machen möchtest, nochmal: ich will nichts mit diesem Thema zu tun haben. Du entscheidest nicht, Teil welcher Diskussionen ich bin. Und du wurdest bereits vor deiner Themeneröffnung zweimal darüber informiert, wie ich dazu stehe. Insofern ist das einfach nur unverschämt, dass du in der Folge einen dritten Beitrag in Form eines ganzen Themas hinterherschiebst.

  • Ich habe korrekt zitiert und verlinkt, jeder kann das nachlesen und sich selbst ein Bild machen. Meine Fragen entstanden auf Grund deiner Thesen und machen ohne sie keinen Sinn, deshalb bleibt es wie es ist.

  • .. einen standardmäßig integrierten Werbeblocker lehne ich übrigens ab... aus dem von mir und spoofie genannten Gründen... und um es noch deutlicher zu machen.. im Prinzip lehne ich jegliche Beigabe in einem Browser ab, die sich nicht mit dem Darstellen von Webseiten beschäftigt. Der Browser sollte aber so beschaffen sein, das diese Beigaben, wenn gewünscht, einfach in Form von Plugins bzw. Erweiterungen nachgerüstet werden kann. Wenn Mozilla meint, das Erweiterungen, die nachgerüstet werden, unbedingt von ihnen überprüft werden müssen, sollen sie das tun. Wenn der Hintergrund aber wirklich ist, den Nutzer vor Ungemach zu schützen, dann kann das nicht zielführend sein. Warum baut dann Mozilla nicht auch noch gleich eine Beigabe ein, die prüft, ob das System schädlich befallen ist? Und sei es aus Dummheit/Unbekümmertheit, was ja meist der Fall ist. Vielleicht auch noch ein Zwangs-UpDate-Tool, was den Browser blockt, wenn nicht die aktuellste Version installiert ist? ...und so weiter und so fort...

  • Zitat von pencil

    Mit "Potential zur Zerstörung von Webseiten" ist gemeint, Webseiten müssten auf Grund des Einsatzes von Werbeblockern wegen ausbleibenden Werbeeinnahmen schliessen.


    Ja, das hatte ich ganz anders verstanden. Ich weiß nicht, wie viele Prozent der Firefoxbenutzer einen Werbeblocker installiert haben. In meinem Bekanntenkreis sind 100%. Ich nehme deshalb an, dass die Mehrheit bereits heute einen Werbeblocker verwendet. Insofern vermute ich, dass das Zerstörungspotential wohl nicht so furchtbar ist. Für die Betreiber der Webseiten macht es schließlich keinen Unterschied, ob der Blocker nachinstalliert wurde oder gleich mit dem Firefox daherkommt.


    Zitat von pencil

    Eine Signierung seitens Mozilla ist demnächst die Grundvoraussetzung um eine Erweiterung überhaupt erst installieren zu können. Mozilla prüft nicht die Funktionsweise jeder Erweiterung, sondern nur ob schädlich (Malware) für die Anwender oder nicht.


    Das hatte ich schon verstanden. Mein zusätzlicher Wunsch wäre halt, dass man einen Blocker als schädlich einstufen würde, wenn er ohne Erlaubnis des Benutzers bestimmte Werbung absichtlich durchlassen würde.

  • Zitat von Sören Hentzschel

    Also entfern es. Sonst entfern ich es halt selbst oder, damit du dich nicht beschweren kannst, melde ich den Beitrag halt und lass ein anderes Teammitglied das Zitat entfernen.


    Ich kann versehen, wenn du nicht an dieser Diskussion teilnehmen willst. Das Entfernen gegen den Willen von pencil ginge meiner Meinung nach aber zu weit. Ich finde nämlich, er hat recht:

    Zitat von pencil

    Nach dieser Logik könnte hier niemand mehr zitiert werden, der nicht selbst aktiv am Thread teilnimmt??? Gilt das dann auch für alle Autoren von Artikeln aus Drittquellen, oder nur für dich persönlich?

  • Zitat von Boersenfeger

    Wenn der Hintergrund aber wirklich ist, den Nutzer vor Ungemach zu schützen, dann kann das nicht zielführend sein.


    Ich finde es nicht schlecht, z.B. könnte eine Erweiterung versteckte Malware, Backdoors etc. enthalten - derartige "Erweiterungen" gehören auf jeden Fall ausgeschlossen.


    Zitat von spoofie

    Mein zusätzlicher Wunsch wäre halt, dass man einen Blocker als schädlich einstufen würde, wenn er ohne Erlaubnis des Benutzers bestimmte Werbung absichtlich durchlassen würde.


    Wenn du es bei Mozilla schaffst, Werbung als Malware einstufen zu lassen ... :mrgreen:

  • spoofie: Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, mich zu zitieren, das Zitat ist absolut nicht notwendig, um darüber zu sprechen. Nein, er eröffnet einen Beitrag mit einem Zitat von mir, nachdem ich ihm zuvor bereits zwei mal (!) geschrieben habe, dass ich das mit ihm nicht diskutieren will. Meinetwegen soll er den Satz so stehen lassen, aber meinen Namen entfernen. Mir geht es darum, dass ich nichts mit diesem Thema zu tun haben will, nur weil das jemand gegen meinen Willen entscheidet. Wenn ich mit dem Thema zu tun haben will, schreibe ich etwas.

  • .. eine hier (im Forum) geäußerte Aussage, selbst wenn diese in einem anderen Kontext gefallen ist, sollte imho zitiert werden dürfen, auch wenn der Zitierte sich nicht an einer damit gestarteten Diskussion beteiligen möchte. Sollte Sören dies Zitat entweder selbst entfernen oder aber durch einen Moderator entfernen lassen, hielte ich dies für äußerst fragwürdig und demokratiefeindlich. Wo kommen wir dahin, wenn man die Erlaubnis einholen muss, ob man dieses oder jenes zitieren dürfte... Übrigens finde ich nirgends in den Forenregeln einen Passus, der sich damit beschäftigt. Und das ist auch gut so...

  • Der Zusammenhang meiner Aussage geht in diesem Thread vollkommen verloren, darum möchte ich nicht, dass mein Name mit einem Thema in Verbindung gebracht wird, zu dem ich mich überhaupt nicht geäußert habe. Für mich geht die Idee, bestimmte Formen von Add-ons nur aufgrund ihrer Funktion nicht signieren zu lassen in Richtung Zensur und alleine mit der Fragestellung will ich nichts zu tun haben. Ich habe einen Kompromiss in Beitrag #13 vorgeschlagen, der dem Thema definitiv nicht schadet, aber mich raushält. Ich segne das gerne als "korrekt zitiert" ab, wenn ich nicht erwähnt werde.

  • Zitat von Sören Hentzschel

    Für mich geht die Idee, bestimmte Formen von Add-ons nur aufgrund ihrer Funktion nicht signieren zu lassen in Richtung Zensur und alleine mit der Fragestellung will ich nichts zu tun haben.

    Entschuldigung, aber genau dies lehnt der TE doch ab...

    Zitat von pencil

    Meine Antwort:
    Werbeblocker sollten signiert werden;

    Trink mal einen Kaffee, alternativ Tee und lese mal unaufgeregt den Eröffnungsbeitrag.
    Tipp: Blende dabei mal deine Empörung über das nichtgewollte Zitat aus. :)

  • Zitat von spoofie


    [*]Ich mag keine Quasi-Monopole. Ich möchte, dass Werbeblocker offen bleiben. Google bestimmt heute schon weitgehend, was wir im Internet finden und was nicht. Da brauche ich nicht noch einen Browserhersteller oder Partner, der bestimmt, welche Werbung durchgeht und welche nicht.
    Vielleicht wäre auch für Mozilla ab einem gewissen Angebot die Verlockung zu süß.


    Die Verlockungen für die Politik sind derart unwiderstehlich, dass der Bund zusammen mit den Bundesländern dabei sind s.g. neue Medienordnung zu etablieren. Hier ein Paar zentraler Begriffe der neuen Medienordnung: Auffindbarkeit und damit verbundener Begriff Public Value. Ich habe mich etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigt und sehe die Sache so, dass mit der neuen Medienordnung sind die etablierten Parteien dabei, eine technisch-organisatorische Infrastruktur zu installieren und zu legitimieren, die perfekt dazu geeignet ist, die Nutzer im digitalen Raum zu überwachen und die Meinungsbildungsprozesse zu manipulieren.


    Mir ist bewusst, dass meine Aussagen für einen unbedarften Leser nach einer Verschwörungstheorie klingen können. Aber jeder kann sich selbst ein Bild anhand von Aussagen aus unverfälschten Quellen machen:

    Welchen Bezug hat die neue Medienordnung zum Thread-Thema? Mit der Etablierung der neuen Medienordnung werden die Inhalte sortiert, gewichtet, gefiltert - wie auch immer dieser Prozess genannt wird, bevor die Inhalte beim Client im Browser ankommen. Es gibt gar ziemlich unverblümte Offenbahrungen - s. bspw. Torsten Albigs absurder Vorschlag gegen die Pressefreiheit, 05.03.2015.


    Also jemandem, der Firefox oder einen anderen Browser sein eigen nennt, bleibt nur in Inhalten aus dem Internet zu filtern, die dank der neuen Medienordnung bereits vorsortiert bzw. vorgefiltert sind. Das Ranking, die Auffindarkeit von Inhalten ist dann vermutlich davon abhängig, welche Farbe das Regierungsbanner gerade hat. Gute Nacht, Pressefreiheit :traurig:.


    Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Geschütz "neue Medienordnung" eine ernst zu nehmende Durchschlagskraft hat, ist für mich die Tatsache, dass Google vorauseilend den Konzern umstrukturierte, bevor die "neue Medienordnung" in Gesetze/ Verordnungen gegossen wurde. Dem Konvergenzgutachten ist zu entnehmen, dass der Handlungsbedarf für die Sicherung der Meinungsvielfalt schwerpunktmäßig mit der marktbeherrschenden Stellung von Google begründet ist. Um dieser marktbeherrschenden Stellung entgegenzusteuern, haben die Gutachter entsprechende Handlungsoptionen vorgeschlagen.


    Allerdings sind die personelle und geschäftliche Verwicklungen zwischen der Politik, den Gutachtern und der Medienwirtschaft ziemlich eng. Stichwörter sind: Hamburg, Medienstaatsvertrag, Google, VPRT, DDVG. Mehr dazu Trojaner-Gefahr in der "neuen Medienordnung" vorbeugen, 25.02.2015 und HIIG GmbH. Pikant - Prof. Dr. Wolfgang Schulz ist ein von zwei Autoren des Konvergenzgutachtens "Im Februar 2012 wurde er zudem als Direktor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG GmbH) in Berlin berufen".


    Also für's erste reicht es :) .


    Gruss, Gustav

  • Eieiei, jetzt geht es mir mit dem Zitat fast wie Sören.


    Zitat von spiderman

    Mir ist bewusst, dass meine Aussagen für einen unbedarften Leser nach einer Verschwörungstheorie klingen können.


    Ich halte mich wirklich nicht für unbedarft. Und doch, ja, das klingt mir sehr nach Verschwörungstheorie und einer Umkehrung dessen, was mit der Medienordnung erreicht werden soll. Deshalb möchte ich mich davon doch deutlich distanzieren. Das Zitat darfst du aber gern stehen lassen.


    Ein Beispiel aus dem genannten Gutachten:


    Zitat


    Werbefinanzierte Angebote im Netz können in Refinanzierungsprobleme geraten, wenn die Werbung nicht ausgeliefert, sondern von Nutzern geblockt wird. Unternehmen haben sich darauf spezialisiert, dem Nutzer ein solches Blocking anzubieten. Sie treten dann an Anbieter heran und offerieren ihnen die Aufnahme in eine Positivliste (sogenannte „White List “) mit der Folge, dass für dieses Angebot die Werbung ausgeliefert wird, wenn der Nutzer nicht aktiv wird und auch dieses Angebot in das Blocking einbezieht.


    Dem schließe ich mich absolut an. Das ist der Grund, weshalb ich Werbeblocker gern als offene Erweiterung hätte. Weil sonst die Firmen hinter den Werberblocker bestimmen, was wir zu sehen bekommen und was nicht.

  • Zitat von spoofie

    Und doch, ja, das klingt mir sehr nach Verschwörungstheorie und einer Umkehrung dessen, was mit der Medienordnung erreicht werden soll.
    [...]
    Ein Beispiel aus dem genannten Gutachten:
    [...]
    Dem schließe ich mich absolut an. Das ist der Grund, weshalb ich Werbeblocker gern als offene Erweiterung hätte. Weil sonst die Firmen hinter den Werberblocker bestimmen, was wir zu sehen bekommen und was nicht.


    Zitaten sind so eine Sache. Die Aussagen in Zitaten k.m. in vielen Fällen nur dann korrekt nachvollziehen, wenn man den Kontext berücksichtigt. Buchstäblich im nächsten Absatz nach deinem Zitat ist zu lesen:

    Zitat von <woltlab-metacode-marker data-name=

    Konvergenzgutachten" data-link="">

    Anbieter von werbefinanzierten Diensten sehen dies als Bedrohung ihres Erlösmodells an und halten das Vorgehen für rechtswidrig. Mehrere von ihnen haben 2014 Klage erhoben und stützen diese sowohl auf Urheber- und Leistungsschutzrechte, aber auch auf das Recht des unlauteren Wettbewerbs (v. a. unter dem Gesichtspunkt der Marktbehinderung). Ob dies Erfolg hat, bleibt – auch vor dem Hintergrund von Entscheidungen zur Ausblendung von Werbung im Fernsehen – abzuwarten.


    Jedenfalls wenn die Klagen erfolglos bleiben, kann sich die Frage nach einem gesetzgeberischen Handeln stellen, da für mediale Angebote auch die Ziele des Medienrechts betroffen sind.


    Ich kann mir vorstellen, dass vielen Lesern einfach an Zeit fehlt, um darüber zu recherchieren, um zu prognostizieren, in welche Richtung, zu welchem Gunsten das "gesetzgeberische Handeln" fortschreiten wird. Als Erinnerung:


    Ich weiss, es klingt kompliziert, es ist auch gar nicht einfach, wenn solche komplexe Gebilde wie das Internet und das Rundfunk, Fernsehen (auch das öffentlich-rechtliche Rundfunk/Fernsehen) verschmelzen. Und dabei die einträgliche Geschäftsmodelle der mächtigen Medienkonzerne, bspw. der Zeitungsverleger (und SPD ist auch ein Zeitungverleger - s. ddvg) ins Wanken geraten. Es ist leicht zu überprüfen, dass die Gutachter bei der Erstellung des Konvergenzgutachtens die Stellungnahmen der mächtigen Lobby der Medienkonzerne, der Behörden eingeholt und berücksichtigt haben. Die Zivilgesellschaft - sowas wie http://netzpolitik.org , die Netzgemeinde o.ä. - sind dagegen im Konvergenzgutachten mit keinem einzigen Wort erwähnt. Deswegen sieht es für mich persönlich danach aus, dass die Chancen, dass solche Gestaltungsmöglichkeiten für den Internet-Nutzer

    Zitat von <woltlab-metacode-marker data-name=

    Konvergenzgutachten" data-link="">

    dass für dieses Angebot die Werbung ausgeliefert wird, wenn der Nutzer nicht aktiv wird und auch dieses Angebot in das Blocking einbezieht.

    in der neuen Medienordnung ermöglicht werden, verschwindend gering sind. Allein deswegen, weil die Werbeblocker die Geschäftsmodelle der Medienkonzerne gefährden.


    spoofie: Schau mal, ob dir die Handlungsempfehlungen der Gutachter ab der S. 109 im Konvergenzgutachten schmecken - Medienfinanzierung: Werbeblocker im Internet . Und ich persönlich bin der Meinung, das die Handlungsempfehlungen im Konvergenzgutachten den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen der Politik und den Medienwirtschaft inkl. VPRT, ddvg, Springer & Co. beinhalten. Die Interessen der Zivilgesellschhaft - und der Wunsch von spoofie :wink: - sind im Konvergenzgutachten nicht berücksichtigt.


    Zum Thema Medienstaatsvertrag, der in der neuen Medienordnung eine wichtige Rolle spielt - auf spiegel.de: Medienstaatsvertrag: Netzpolitik darf nicht Ländersache werden, 03.06.2013 .


    Gruss, Gustav

  • Gustav, ich kann nicht nachvollziehen, was du dir da zusammenreimst. Was ich hingegen sehr gut nachvollziehen kann, ist die Intention des Gutachtens und der Bedarf nach einer Regelung.
    Um bei deinem zitierten Absatz zu bleiben: Wenn ich eine Firma betreiben würde, die sich durch Werbung finanziert, und dann käme eine andere Firma und sagt, "wir blockieren deine Werbung, außer du zahlst uns eine Gebühr", dann halte ich das nicht für rechtens. Das wäre das Recht des technisch Stärkeren und hätte was von Erpressung. Wie die Beutelagerer im Mittelalter.


    Deshalb kann ich die Aussagen des Gutachtens nur unterstützen. Es sollte rechtlich geregelt werden. Das trifft auch auf andere Themen zu, wie Kinderpornografie, Drogenhandel, Geldwäsche, Hackerangriffe, Spionage, Datenschutz. Die Liste lässt sich fast beliebig verlängern. Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein.


    Ich weiß, dass manche die Freiheit der Welt bedroht sehen, sobald man nur irgendeine Regelung ins Spiel bringt.
    Tut mir leid, dafür bin ich der falsche Adressat. Da musst du schauen, ob jemand anderes mit dir weiter diskutieren möchte.


    Ich glaube nicht an eine Verschwörung unseres Staates gegen uns. Im Gegenteil. Ich glaube, dass wir uns gegen die Gier und die finanzielle Interessen privater Konzerne schützen müssen. Wir selbst als einzelne Person, die Unternehmen und für uns alle der Staat durch entsprechende Gesetze. Genau, wie es im Gutachten diskutiert wird.