SUMO: die meistgelesenen 50 Artikel aktuell

Nach den 20 meistgelesenen sind nun auch die 50 meistgelesenen Artikel der Mozilla-Wissensdatenbank (support.mozilla.org oder kurz SUMO) aktualisiert und fertig ins Deutsche übersetzt.

Übersetzt heißt in diesem Fall: von mehreren Helfern überarbeitet und korrekturgelesen, mit lokalisierten Bildschirmfotos bestückt und freigeschaltet.

Ein paar Bildschirmfotos fehlen noch, vor allem für Mac OS X. Wenn sich jemand am Vervollständigen beteiligen möchte, findet er hier eine Übersicht und bei Andy den richtigen Ansprechpartner für Tipps usw.

Ich möchte mich auch diesmal wieder ganz herzlich bei allen bedanken, die mitgeholfen haben! Damit helfen wir schätzungsweise 80% aller deutschsprachigen Hilfesuchenden und versorgen sie mit aktuellen Inhalten. Wie viele hundertausend Nutzer jeden Monat das sind, kann ich nicht genau sagen. Es sind jedenfalls eine Menge.

Wenn jemand mithelfen möchte: der Leitfaden Wie du Artikel der SUMO-Wissensdatenbank richtig übersetzt gibt viele Tipps für den Einstieg. Man braucht dazu nichts weiter als einen Browser, ein paar Englischkenntnisse und Geduld. Technisches Vorwissen oder Spezialprogramme sind nicht nötig.

Unser nächster Schritt: die wichtigsten 100 Artikel. Dazu fehlen uns nur noch 32, von denen viele nur noch korrekturgelesen und mit Bildschirmfotos bestückt werden müssen …

Firefox OS 2: Wie Mozilla den Browser mit dem Betriebssystem verschmilzt

Firefox OS ist seit über neun Monaten auf dem Markt, Version 1.4 befindet sich kurz vor dem Ende der Stabilisierungsphase, die darauffolgende Version wird die Versionsnummer 2.0 tragen. Und für diese hat Mozilla besondere Pläne: Neben einem neuen Design möchte Mozilla den Browser und das Betriebssystem vereinen.

Vor gut zwei Wochen wurde auf diesem Blog erstmals das neue Design von Firefox OS 2 enthüllt. Doch arbeitet man bei Mozilla nicht nur an einer neuen Optik. Eine der wichtigsten Neuerungen dürfte die sogenannte Rocketbar sein. Damit werden Browser und Betriebssystem enger zusammengebracht.

Auch wenn die Apps für Firefox OS in HTML und JavaScript geschrieben sind, so sind auch auf Firefox OS letzten Endes Webseiten und Apps zwei verschiedene Konzepte: Apps lädt der Benutzer über den Marketplace herunter und startet sie von einem seiner Homescreens, Webseiten ruft der Benutzer über die Browser-App auf, im Task Manager befinden sich aktive Apps, aber keine Webseiten. Mit Firefox OS 2 werden die Unterschiede zwischen Webseiten und Apps kleiner.

Rocketbar bezeichnet das in Firefox OS 2 neu eingeführte Konzept der Statusbar, welche nicht mehr einfach nur eine Statusbar ist. Dem Benutzer ist es dann möglich, aus jeder App heraus vom oberen Bildschirmrand nach unten zu wischen oder in den Namen der Applikation in der Statusleiste zu klicken, um die Rocketbar in den Eingabemodus zu bringen, in welchem diese ein wenig größer ist. Wischt der Nutzer wieder nach oben, dann nimmt die Rocketbar wieder ihre ursprüngliche Größe ein.

Was die Rocketbar so besonders macht, das ist die Tatsache, dass die Rocketbar-Suche zum einen die installierten Apps durchsucht, zum anderen die Suche über everything.me einschließt, aber auch das Suchen auf Google ermöglicht sowie die Eingabe einer Internet-Adresse. Auch favorisierte Webseiten werden in den Ergebnissen angezeigt, womit der Benutzer keine Browser-App mehr starten muss, sondern egal, auf welchem Bildschirm er sich gerade befindet, Webseiten aufrufen kann.

Doch nicht nur das: Webseiten erscheinen ab Firefox OS 2 ganz genauso wie Apps im Task Manager und können darüber gewechselt oder geschlossen werden. Auch das Favorisieren von Webseiten soll über den Task Manager möglich sein.

Das Konzept der klassischen Lesezeichen im Browser, wie es sie auch in Firefox OS 1.x gibt, wird es ab Version 2 nicht mehr geben. Stattdessen werden die Lieblingsseiten auf einem der Homescreens abgelegt und lassen sich damit wie Apps starten, ohne dazu die Browser-App öffnen zu müssen.

Es wird weiterhin eine Browser-App geben, welche einen klassisch mit einer Startseite mit Vorschaubildern und Ausschnitt aus der Browser-Chronik begrüßt. Durch die Rocketbar ist es allerdings sehr gut vorstellbar, dass man diesen Bildschirm seltener zu Gesicht bekommt als bislang.

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #11

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können.

Vergangene Woche erst hatte ich die Jubiläums-Ausgabe #10 dieser offenen Artikel-Serie veröffentlicht, welche einen besonderen Schwerpunkt auf Design-Entwicklungen gelegt hatte, welche nahtlos an das Australis-Konzept anknüpfen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Mockups, welche mögliche künftige Neuerungen zeigen.

Visualisierung von Such-Anfragen in Adressleiste

Für Firefox sind diverse Verbesserungen geplant, um den Nutzer beim Suchen zu unterstützen. Sofern Firefox weiß, dass eine Suche durchgeführt wird, soll die Such-URL in der Adressleiste besonders dargestellt werden. Auch in die Adressleisten-Vorschläge soll die Suche besser integriert werden.

Lesemodus für den Desktop-Browser

Firefox Mobile für Android hat einen Lesemodus. Dieser bereitet Artikel auf Webseiten besonders lesefreundlich auf. Zuletzt war dieser für die Windows 8 Modern UI-Variante von Firefox in Arbeit, doch wurden die Arbeiten an diesem bekanntlich eingestellt. Aber auch der Desktop-Browser soll dieses Feature erhalten, wovon es nun Mockups gibt.

Tab-Gruppen-Ersatz als Sidebar

Die Tab-Gruppen, auch bekannt als Panorama oder Tab Candy, sind eine grundsätzlich tolle Idee, in der Praxis aber nicht ohne Schwächen und sollen mittelfristig aus Firefox wieder entfernt werden. Doch das heißt nicht, dass nicht ein ähnliches Konzept eine Chance erhalten könnte. So zeigt ein neuer Design-Prototyp, wie die Tab-Gruppen in besser funktionieren könnten. In diesem Prototyp befindet sich links von den Tabs ein Pfeil-Symbol. Ein Klick darauf öffnet eine Sidebar, welche die Tabs untereinander mit Vorschaubildern anzeigt. Unten kann zwischen verschiedenen Gruppen von Tabs gewechselt werden. Der Design-Prototyp deutet außerdem eine Integration mit Sync an, um die Tabs anderer Geräte darstellen zu können. Eine Suchfunktion ist außerdem vorhanden.

Vorschaubilder auf Neuer Tab-Seite via Bearbeiten-Panel ändern

Mozilla plant nicht nur vordefinierte Vorschaubilder für die Neuer Tab-Seite und eine Integration der Suchleiste in diese Seite, sondern auch eine einfachere Anpassung der einzelnen Vorschaubilder über ein Bearbeiten-Panel. Über dieses kann direkt eine URL eingegeben werden, wobei man ähnlich wie bei der Adressleiste Vorschläge basierend auf der Chronik angezeigt bekommt, zusätzlich werden sofort vier Webseiten in Form von Vorschaubildern vorgeschlagen.

Performance-Tool für die Entwicklerwerkzeuge

Ein Mockup zeigt ein mögliches neues Performance-Tool für die Entwicklerwerkzeuge von Firefox.

Neues Design für den App Manager

Und schließlich gibt es auch noch Mockups, welche ein mögliches neues Design für den App Manager zeigen, welcher das Testen und Debuggen von Firefox OS-Apps auf dem Desktop-Gerät ermöglicht.

Meilenstein für Servo: Mozillas neue Engine besteht ACID2-Test

Die Überschrift dieses Artikels könnte an eine Meldung aus dem Jahr 2008 erinnern. Mit dem im Jahr 2008 erschienenen Firefox 3 hat Mozillas Browser erstmals den ACID2-Test bestanden. Doch Mozilla arbeitet an einer von Grund auf neu entwickelten Browserengine, welche all diese Dinge, die heute für einen Browser selbstverständlich sind, erst ganz neu erlernen muss. Hinter dem ACID2-Test kann Mozilla nun einen Haken setzen.

Der ACID2-Test ist ein Test aus dem Jahr 2005, welcher Browser auf Konformität zu den Standards des World Wide Web Consortiums (W3C) prüft. Auch wenn sich das Web seit dem sehr stark weiterentwickelt hat, so sollte ein Browser heute nicht weniger diesen Test bestehen als vor fünf Jahren. Mit Servo arbeitet Mozilla Research nun schon seit geraumer Zeit an einer von Grund auf neu entwickelten Engine, welche möglicherweise irgendwann einmal Gecko beerben kann. Noch ist man mindestens zwei Jahre davon entfernt, eine in einem realen Produkt einsetzbare Servo-Engine zu haben, an deren Entwicklung sich auch Samsung beteiligt. Zumindest den ACID2-Test besteht man nun, was man als wichtigen Meilenstein für Servo bezeichnen kann. Den ACID1-Test besteht Servo seit August 2013.

Servo soll sich dadurch auszeichnen, moderne Hardware optimal zu nutzen und frei von Altlasten und Schwachstellen der aktuellen Gecko-Engine zu sein. Servo wird nicht etwa in C++, sondern in der ebenfalls von Mozilla Research entwickelten Sprache Rust geschrieben, welche bereits seit mehreren Jahren in Entwicklung ist und einige der Nachteile von C++ kompensieren soll. Einer der Vorteile von Rust ist, dass es optimalen Gebrauch aller zur Verfügung stehenden Prozessorkerne und Grafikeinheiten machen soll, ganz anders als alle aktuellen Browserengines, deren Architekturen bereits über zehn Jahre alt sind. Außerdem ist Rust standardmäßig sicher, was einen Großteil von Speicherfehlern verhindert und die Engine weniger anfällig für Abstürze und Sicherheitsprobleme macht. Einige Sicherheitsprobleme wie solche ähnlich Heartbleed zum Beispiel seien nach Angaben von Mozilla Research mit Rust gar nicht erst möglich, da der Rust Compiler dies automatisch zu verhindern weiß. Eigene Performance-Vergleiche würden zudem zeigen, dass viele Bereiche der Web-Plattform, welche noch nicht optimiert für Multithreading sind, bereits erheblich schneller als in traditionellen Browsern sind – und die Multithreading-Performance sei noch besser.

Zwar ist es noch ein langer Weg bis zur Fertigstellung von Servo und damit Zukunftsmusik, doch wenn der Plan aufgeht und Servo eines Tages Gecko beerben kann, dann könnte dies Firefox einen großen Schub nach vorne verschaffen, während die Engines der anderen Browser, von denen bislang keine Pläne der Neuentwicklung bekannt sind, weiter auf ihre Architekturen aus der Anfangszeit der Webbrowser setzen.

Chris Beard ist neuer Interims-CEO von Mozilla

Chris Beard ist neuer CEO von Mozilla – zumindest solange bis ein neuer CEO gefunden worden ist. Der ehemalige Marketing-Chef von Mozilla wird das Amt interimsweise übernehmen.

Der Kanadier Chris Beard war von 2004 bis 2013 Marketing-Chef von Mozilla. Nach dem Rücktritt von Brendan Eich wurde Beard nun in Mozillas Board of Directors neben Mitchell Baker, Reid Hoffmann und Katharina Borchert berufen und außerdem zum Interims-CEO ernannt. Wie lange die Suche nach einem dauerhaften CEO dauern wird, ist unklar. Die letzte Suche hat elf Monate gedauert.

Chris Beard
Bildquelle: greylock.com

SUMO: die 20 meistgelesenen Artikel aktuell

Mehrere Jahre ist es nun her, dass wir das zuletzt geschafft haben: Die 20 meistgelesenen Artikel der Mozilla-Wissensdatenbank (support.mozilla.org oder kurz SUMO) sind alle ins Deutsche übersetzt.

Übersetzt heißt in diesem Fall: von mehreren Helfer überarbeitet und korrekturgelesen, mit lokalisierten Bildschirmfotos bestückt und freigeschaltet.

Ich möchte mich deswegen bei allen SUMO-Mitarbeitern bedanken, die an den deutschsprachigen Artikeln mitgearbeitet haben! Besonders hervorheben möchte ich die in den letzten Wochen aktivsten Mozillianer pollti, Artist, gk0moz, graba und Wawuschel.

Was an diesen 20 von den insgesamt ca. 250 Artikeln so toll ist? Sie decken rund 50% aller Seitenaufrufe auf SUMO ab. Damit helfen wir mit relativ wenig Aufwand vielen hunderttausend Nutzern von Mozilla-Produkten. Die ehrenamtliche Arbeit schafft also mit relativ wenigen Worten viel positive Wirkung.

Mozillas neues Büro in Mountain View

Wer Mozilla ein bisschen besser kennt, der weiß, dass Mozilla nicht nur für hervorragende Open Source Software, sondern was die eigenen Büros betrifft auch für erfrischende Innenarchitektur steht. Nach Japan und Vancouver gebe ich heute einen Einblick in das neue Mozilla-Büro in Mountain View.

Nachdem ich bereits Bilder von den Mozilla-Büros in Japan und Vancouver gezeigt habe, gibt es heute Bilder von Mozillas neuem Büro an Mozillas Hauptstandort: Mountain View, im Herzen des Silicon Valley. Herzlichen Dank geht an Stephen Donner, Web QA Manager von Mozilla, welcher mir freundlicherweise die Bilder zum Teilen zur Verfügung gestellt hat.

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #10 – Post-Australis-Edition

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Heute mit einer Spezial-Ausgabe zu brandaktuellen Mockups, deren Umsetzung nicht Bestandteil von Australis 1.0 ist, die Australis-Philosophie aber konsequent fortführt.

Bibliothek im Tab

Nach Australis ist vor Australis. Wenn Mozilla am 29. April 2014 Firefox 29 mit neuer Oberfläche veröffentlichen wird, allgemein bekannt unter dem Begriff Australis, dann werden dies nicht die letzten Veränderungen des Designs gewesen sein. Mit Firefox 31 beispielsweise erhalten die Einstellungen im Tab ein neues Design und diesem Trend folgen auch andere Teile von Firefox. So ist angedacht, auch die Bibliothek, welche unter anderem die Lesezeichen und Chronik beinhaltet, in einem Tab und nicht länger in einem eigenen Fenster anzuzeigen.

Neues Design für Fehlerseiten

Eine neue Optik sollen die Fehlerseiten unter anderem bei Netzwerkproblemen oder nicht gefundenen Webseiten erhalten. Das neue schlichte Design führt die Designrichtung der Einstellungen im Tab fort, so wird dieselbe Schriftart verwendet und auch das Design der Buttons kommt daher bekannt vor. Einige der Fehlerseiten sehen vor, dass ein Suchfeld erscheint, um direkt von der Fehlerseite aus eine Suche im Web starten zu können.

Verbessertes Design des Download-Panels mit Unterstützung des Australis-Menüs

Verbesserungen soll auch das Design des Download-Panels erhalten und wie von vielen gewünscht wie bereits im alten Downloadfenster die Downloadgeschwindigkeit anzeigen. Auch eine Unteransicht im neuen Australis-Menü ähnlich der Chronik und Lesezeichen könnte es bald für die Downloads geben.

Dunkles Theme für Privaten Modus

Mockups eines dunklen Themes für Private Fenster in Firefox existieren schon länger, wurden nun aber auf Grundlage des mit Firefox 29 ausgelieferten Designs aktualisiert. Firefox-Fenster, welche im Privaten Modus ausgeführt werden, sollen sich künftig optisch besonders stark hervorheben – durch eine schwarze Oberfläche mit violettem Menü-Button.

Kontextmenü 2.0 – durch den Benutzer anpassbar

Eine Komponente, welche sich in all den Jahren nicht verändert hat und in allen Browsern gleich aussieht, das sind die Kontextmenüs. Mozilla möchte hier als erster Browserhersteller ein wenig Innovation einbringen und das Kontextmenü zum einen in seiner Darstellung in einer Weise verändern, wie sie an Firefox Mobile für Android erinnert, und somit mehr Konsistenz in den Mozilla-Produkten schaffen. Ein konkretes Beispiel sind die vier Kontextmenüeinträge Zurück, Vor, Neu laden und Lesezeichen für diese Seite hinzufügen. Statt diese als normale Einträge untereinander anzuzeigen, könnten diese in Form von Symbolen in einer Reihe dargestellt werden. Auch Buttons zum Teilen auf Online-Diensten finden sich in diesem Konzept – beides erinnert optisch sehr stark an Mozillas Android-Browser. Größter Vorteil für den Nutzer dürfte es sein, dass dieser die Kontextmenüs visuell schneller erfassen kann.

Der besonders erwähnenswerte Teil des Konzeptes – und da kommen wir zum Zusammenhang zu “Post-Australis” – ist die Anpassbarkeit. So wird vorgeschlagen, die neuen Möglichkeiten, welche der Tab zum Anpassen der Benutzeroberfläche bringt, auch dafür zu nutzen, dass der Nutzer die Kontextmenüs an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

Mozilla veröffentlicht Simulator für Firefox OS 1.4 & 1.5

Wer Apps für Firefox OS entwickelt, für den stellt der in Firefox integrierte App Manager mit den dafür verfügbaren Firefox OS Simulator Add-ons eine praktische Sache dar. Mozilla hat nun die Simulatoren für Firefox OS 1.4 (Beta) und Firefox OS 1.5 (2.0, Alpha) veröffentlicht.

Mozilla hat die Simulator Add-ons für den in Firefox integrierten App Manager mit Firefox OS 1.4 (derzeit Beta) respektive Firefox OS 1.5 (derzeit in aktiver Entwicklung) veröffentlicht, wobei Version 1.5 wahrscheinlich zur Version 2.0 werden wird, dessen kommende Optik ich vor kurzem vorgestellt habe.

Nutzer, welche bereits ein Simulator Add-on für Firefox OS installiert haben, erhalten kein automatisches Update auf eine höhere Firefox OS Versionsnummer. Dies hat den ganz einfachen Grund, dass man alle verfügbaren Simulator Add-ons parallel installiert haben und je nach Bedarf zwischen den Versionen wechseln kann. Die Simulator Add-ons für Firefox OS 1.2 bis Firefox OS 1.5 können hier heruntergeladen werden.

Heartbleed: Sicherheitswarnung von Mozilla bzgl. Persona und Firefox Accounts

In den letzten Tagen hat vor allem ein Thema die IT-Medien dominiert: Heartbleed. Auch Mozilla hat eine Sicherheitswarnung bezüglich seiner Dienste Persona und Firefox Accounts veröffentlicht. Zwar gebe es keine Anzeichen dafür, dass Nutzerdaten kompromittiert worden sind, Nutzer sind mit einer Änderung ihres Passwortes aber dennoch nicht schlecht beraten.

Bei Heartbleed handelt es sich um eine kritische Sicherheitslücke in OpenSSL und eines der gravierendsten Sicherheitsprobleme in der Geschichte des Internets, von welcher zahlreiche Webseiten im Web betroffen sind oder zumindest waren. Angreifern ist es aufgrund dieser Sicherheitslücke möglich, bis zu 64 KByte des Hauptspeichers auszulesen, worüber Zugriff auf Serverzertifikate und Passwörter erlangt werden kann. Besonders verheerend wird es, wenn es sich bewahrheitet, dass diese offensichtlich bereits seit zwei Jahren existierende Sicherheitslücke seit mindestens November 2013 aktiv ausgenutzt wird. Spätestens aber seit dem Bekanntwerden der Sicherheitslücke am vergangenen Montag muss davon ausgegangen werden.

Auch Mozilla hat eine Sicherheitswarnung bezüglich seiner Dienste Persona und Firefox Accounts veröffentlicht. Die meisten Server dieser beiden Mozilla-Dienste laufen über die Amazon Web Services (AWS) und deren Elastic Load Balancers (ELB) waren bis zur Schließung der Sicherheitslücke am 8. April anfällig gegen Heartbleed.

Mozilla schreibt in seinem Sicherheitsblog, dass es kein Anzeichen dafür gibt, dass einer der von Mozilla genutzten Server oder Nutzerdaten kompromittiert worden seien, aber da die Heartbleed-Attacke kaum Spuren hinterlässt, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob Heartbleed-Angriffe gegen Mozillas Infrastruktur getätigt worden sind oder nicht. Mozilla nehme die Sicherheitslücke aber sehr ernst und arbeite daran, dies schnell festzustellen.

Nachdem Amazon seine ELB-Instanzen aktualisiert hat, um die Schwachstelle zu schließen, hat Mozilla neue TLS-Schlüssel für alle Dienste generiert und alle möglicherweise offengelegte Schlüssel und Zertifikate für ungültig erklärt. Neue Sessions mit Persona oder Firefox Accounts sind damit nicht verwundbar gegenüber Heartbleed. Persona-Nutzer wurden im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen durch Mozilla automatisch abgemeldet und müssen sich erneut einloggen.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme empfiehlt Mozilla, die Passwörter für Persona und Firefox Accounts zu ändern. Sowohl für Persona als auch für Firefox Accounts führt eine Änderung des Passwortes dazu, dass man sich auf allen Geräten neu anmelden muss. Die Firefox-Synchronisation findet erst wieder nach einer erneuten Anmeldung statt. Nutzern, welche dasselbe Passwort für mehrere Dienste verwenden, wird nahegelegt, das Passwort auf allen diesen Diensten zu ändern.

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