Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #14 – Privatsphäre-Kontrollzentrum

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Heute geht es um das mögliche Design des kommenden Privatsphäre-Kontrollzentrums, welches das bisherige Identitätspanel ersetzen wird.

Bereits letzten Monat wurden auf diesem Blog Mozillas Pläne vorgestellt, das Identitätspanel von Firefox, welches Informationen zur Verschlüsselung und Identität der Webseite anzeigt, zu erweitern und dem Nutzer Optionen zur Steuerung der Privatsphäre in Zusammenhang mit der jeweiligen Webseite zu geben. Während die damals veröffentlichten Wireframes bereits eine Idee vom geplanten Funktionsumfang gegeben haben, gibt es nun erste echte Mockups, welche zeigen, wie das Ganze aussehen könnte. Wie immer gilt: kann, muss nicht. Anders gesagt: die Mockups zeigen die allerneusten Vorschläge von Firefox-Designer Stephen Horlander, bis zur Implementierung können sich Dinge auch noch ändern.

Kontrollzentrum v1:

Kontrollzentrum v2:

Mozilla veröffentlicht Firefox für Android 37.0.2

Mozilla hat das zweite außerplanmäßige Update für die Android-Version von Firefox veröffentlicht. Dieses behebt ein Problem mit dem Feature zum Anfordern der Desktop-Version einer Webseite.
Mit Firefox für Android 37.0.2 behebt Mozilla ein Problem mit dem Feature zum Anfordern der Desktop-Version einer Webseite. Dies ist die einzige Änderung, welche das Update bringt, eine sicherheitstechnische Relevanz besteht nicht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.soeren-hentzschel.at - Nachrichten aus der Welt von und um Mozilla.

Firefox für Android Nightly: Links aus anderen Apps später öffnen

Firefox für Android hat von Mozilla ein neues Feature spendiert bekommen, welches es erlaubt, Links aus anderen Anwendungen erst später in Firefox anzusehen, um so die aktuelle Anwendung nicht verlassen zu müssen.

Wer auf seinem Smartphone oder Tablet nicht nur den Browser, sondern auch noch andere Apps nutzt, der wird unter Umständen häufiger in die Situation kommen, Links in diesen anderen Apps anzuklicken, die dann umgehend im Browser öffnen und einen von der aktuellen App wegführen.

Die Nightly-Version von Firefox für Android 40 besitzt eine neue Option. Wird diese aktiviert, dann öffnen Links aus anderen Apps nicht länger sofort im Browser, sondern werden in eine Warteschlange gesetzt und beim nächsten Start von Firefox geöffnet. So kann der Anwender in der gerade aktiven Anwendung bleiben und mehrere Links zum späteren Ansehen vormerken. Am unteren Fensterrand erscheint nach Klicken eines Links in einer anderen App für einen kurzen Augenblick eine Schaltfläche, um den Link doch sofort zu öffnen.

Die neue Option ist standardmäßig nicht aktiviert, kann aber einfach über Einstellungen → Anpassung aktiviert werden. Außerdem wird der Nutzer gefragt, ob er dieses Feature aktivieren möchte, nachdem mindestens drei Mal der Browser aus einer anderen App heraus geöffnet worden ist.

Die Neuerungen von Firefox 37 für Android

Firefox für Android 37 kann seit dem 31. März heruntergeladen werden. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen der aktuellen Version des Mozilla-Browsers zusammen.

Download Mozilla Firefox Mobile 37 für Android

OpenH264-Plugin für WebRTC-Videokommunikation

Mit Firefox 33 hat Mozilla das OpenH264-Plugin von Cisco für WebRTC-Videokommunikation in die Desktop-Version von Firefox integriert. Ab Version 37 erhält auch die Android-Version die freie Implementierung des H.264-Codecs.

Neue Standard-Suchmaschine in der Türkei

Für Nutzer der türkischen Version wird Google als Standard-Suchmaschine durch Yandex abgelöst.

Sonstige Neuerungen

Ein neues Download Manager Backend soll die Download-Performance verbessern. Die Adressleiste zeigt nun standardmäßig die URL anstelle des Seitentitels. Dies kann in den Einstellungen umgestellt werden.

Ansonsten kommen wie immer diverse Plattform-Verbesserungen dazu, was die verbesserte Unterstützung von Webstandards einschließt, das Schließen von Sicherheitslücken sowie Beheben von Fehlern.

Fehlerbehebungs- und Sicherheits-Update Firefox für Android 37.0.1

In Firefox für Android 37.0.1 hat Mozilla am 3. April die mit Firefox für Android 37.0 erst standardmäßig aktivierten Alternative Services von HTTP/2.0 zur Umsetzung einer opportunistischen Verschlüsselung von http://-Datenverkehr aufgrund einer Sicherheitslücke deaktiviert. Darüber hinaus wurde eine Sicherheitslücke im Lesemodus behoben sowie eine mögliche Absturzursache in Zusammenhang mit WebRTC.

Die Neuerungen von Firefox 36 für Android

Drei Tage nach dem ursprünglich geplanten Termin hat Mozilla am 27. Februar die Android-Ausgabe von Firefox auf Version 36 aktualisiert. Dieser Artikel fasst die Neuerungen zusammen.

Neue Oberfläche für Tablets

Die wichtigste Neuerung von Firefox 36 für Android betrifft Tablets. Der Mozilla-Browser hat für Tablets eine überarbeitete Oberfläche erhalten und stellt die Tabs nun in einer horizontalen Leiste dar. Mit den Rundungen der Tabs erinnert der Tablet-Firefox dabei an Firefox für den Desktop.

Sonstige Neuerungen

Das Leseliste-Panel auf dem Startbildschirm zeigt seit Firefox 36 Ausschnitte der gespeicherten Artikel an. Die Seitensuche zeigt die Anzahl der gefundenen Treffer, die Do-not-Track-Einstellung wurde wie in der Desktop-Version von einer dreistufigen zu einer zweistufigen Einstellung geändert, die Sync-Einstellungen haben eine Schaltfläche zum sofortigen Synchronisieren erhalten und das Zurück-Menü wurde optisch überarbeitet.

Ansonsten kommen wie immer diverse Plattform-Verbesserungen dazu, was die verbesserte Unterstützung von Webstandards einschließt – allem voran die Unterstützung von HTTP/2.0 -, das Schließen von Sicherheitslücken sowie Beheben von Fehlern.

Fehlerbehebungs-Update Firefox für Android 36.0.2

Das erste außerplanmäßige Update für die Versionsreihe 36.x wurde am 16. März veröffentlicht. Damit wurde eine Absturzursache bei Programmstart auf dem HTC One M8 mit Android 5.0.1 sowie mögliche Absturzursachen in Zusammenhang mit Flash-Videos behoben. Version 36.0.1 erschien nur für den Desktop-Browser.

Sicherheits-Update Firefox für Android 36.0.4

Wie jedes Jahr fand auch in diesem Jahr auf der CanSecWest Sicherheitskonferenz wieder der Pwn2Own-Wettbewerb statt, ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, Sicherheitslücken in Browsern und Plugins zu finden. Mit einem Update am 20. März hat Mozilla zeitnah auf dort gefundene Sicherheitsprobleme reagiert. Version 36.0.3 erschien nur für den Desktop-Browser.

Neues Firefox OS 2.0 Basis-Image für T2Mobile Flame und Firefox OS 3.0 Nightly Builds

Mozilla hat ein neues Basis-Image für das Referenz-Smartphone T2Mobile Flame mit Firefox OS 2.0 veröffentlicht. Wer auf dem allerneusten Stand sein möchte, kann tägliche Updates aus dem Master-Branch erhalten – in welchem Firefox OS bereits die Versionsnummer 3.0 trägt.

Vor wenigen Wochen hat Mozilla ein neues Basis-Image für das T2Mobile Flame bereitgestellt. Dieses trägt die Versionsnummer v18D und steht in zwei Versionen zur Verfügung: 1. Stable & Production: die aktuelle stabile Version von Firefox OS 2.0 als Production Build, 2. Nightly & Development: die aktuelle Nightly-Version von Firefox 3.0 als Engineering Build. Engineering Builds kommen mit zahlreichen zusätzlichen Test-Apps, welche von Endanwendern in der Regel nicht benötigt werden, sowie ausschließlich Pseudo-Lokalisierungen.

Download: Base-Image v18D für das T2Mobile Flame

Basierend auf dem neuen Basis-Image kann dann mit relativ wenig Aufwand durch Flashen des Gerätes auf Nightly-Builds eines anderen Entwicklungszweigs gewechselt werden. Der Nutzer hat die freie Wahl zwischen Firefox OS 2.0, Firefox OS 2.1, Firefox OS 2.2 sowie dem Master Branch (aktuell Firefox OS 3.0), jeweils wahlweise Production Builds oder Engineering Builds.

T2Mobile Flame auf Nightly Builds einer beliebigen Version flashen

Welche Unterschiede es zwischen den Basis-Images v188 und v18D gibt, ist nicht bekannt. In jedem Fall basiert auch v18D auf Android 4.4 und noch nicht auf Android 5.x. Dies dürfte mit den ersten Basis-Images mit Firefox OS 2.2 geschehen. Ebenso sollte von “Firefox OS 3.0″ noch nicht zu viel erwartet werden: der Master Branch trägt die Versionsnummer 3.0, diese Version ist aber noch weitestgehend identisch mit Firefox OS 2.2. Die ersten Geräte mit einer finalen Version von Firefox OS 3.0 werden erst 2016 erwartet.

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #13 – Vereinigung von Adressleiste und Suche

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Heute geht es um die Zukunft der sogenannten Awesomebar und welches Potential in der Vereinigung von Adress- und Suchleiste steckt.

Die Idee, Adress- und Suchleiste zu vereinen, ist alles andere als neu. Auch die Adressleiste von Firefox kann für Websuchen genutzt werden, die Suchleiste muss also nicht zwingend genutzt werden. Chrome ist ganz konsequent und verzichtet komplett auf eine eigene Suchleiste. Aber so richtig viel gewonnen außer etwas Platz in der Oberfläche ist durch den Verzicht auf eine Suchleiste nicht. Wirklich spannend wird es erst, wenn man die Idee weiterdenkt: Suchbegriffe vorzuschlagen schön und gut, aber wie wäre es, direkt in der Adressleiste relevante Informationen anzuzeigen? Aktuelle Mockups von Mozilla zeigen, wie das aussehen könnte.

All diese Mockups sind als Ideal abgelegt, während das folgende Mockup noch nicht ganz so weit geht, aber einen ersten Schritt darstellt. Entsprechend ist dieses Mockup als initiale Version, die sich bereits in Entwicklung befindet, abgelegt. In einem entsprechenden GitHub-Repository kann auch schon die Entwicklung eines Prototyps beobachtet werden.

Ein weiteres Mockup zeigt, wie sich die sogenannte Awesomebar in Zukunft vor Eingabe eines Begriffes präsentieren könnte.

Mozilla veröffentlicht 64-Bit-Beta von Firefox für Windows

Mozilla hat heute den Beta-Startschuss für die Windows-Ausgabe von Firefox als 64-Bit-Version gegeben. Seit Ende Februar gibt es bereits die Developer Edition als 64-Bit-Variante für Windows.

Nachdem es bereits seit vielen Jahren die Nightly-Version von Firefox für Windows in 64-Bit gibt, hat man Ende Februar endlich auch die Developer Edition offiziell als 64-Bit-Version für Windows verfügbar gemacht. Nun folgte der naheliegende nächste Schritt: ab sofort gibt es auch die Betaversion von Firefox für Windows in 64-Bit.

Download Mozilla Firefox Beta 64-Bit für Windows

Die aktuelle 64-Bit-Beta für Windows trägt die Versionsnummer 38. Ob auch die finale Ausgabe von Firefox 38 als 64-Bit-Variante für Windows zur Verfügung stehen wird, lässt sich aus der Veröffentlichung der Betaversion von Firefox 38 als 64-Bit-Version nicht ableiten. Dies wird vermutlich nicht zuletzt vom Verlauf der Betaphase und dem Feedback abhängen.

Mozilla veröffentlicht Firefox 37 und Firefox 37.0.1

Mozilla hat fünf Wochen nach der Veröffentlichung von Firefox 36 ein neues Major-Update auf Firefox 37 herausgegeben. Dieser Artikel fasst die Neuerungen von Firefox 37 für Windows, OS X und Linux zusammen. Mit Firefox 37.0.1 wurde zeitnah nachgebessert.

Download Mozilla Firefox 37.0.1 für Windows, OS X und Linux

Vergangenen Dienstag hat Mozilla Firefox 37 nur fünf Wochen nach der Veröffentlichung von Firefox 36 herausgebracht. Der Release von Firefox 37 und Firefox 38 wurde jeweils um eine Woche vorgezogen, zwischen Firefox 38 und Firefox 39 werden dafür sieben Wochen liegen.

Mozilla schließt mehrere Sicherheitslücken

Mit Firefox 37 behebt Mozilla 13 Sicherheitslücken, von denen vier als besonders kritisch einstuft werden.

OneCRL – Sperrliste für Zertifikate

OneCRL nennt sich die in Firefox 37 eingeführte Möglichkeit, kompromittierte Zertifikate für ungültig zu erklären, ohne Firefox als Ganzes aktualisieren zu müssen. Dafür wurde die Sperrliste, mit welcher auch Add-ons, Plugins und Grafikkartentreiber bei Bedarf blockiert werden, dahingehend erweitert, dass darüber auch Zertifikate für ungültig erklärt werden können. OneCRL deckt derzeit nur Zwischenzertifikate der Zertifizierungsstellen ab.

Weitere Verbesserungen der Sicherheit

Unsichere TLS-Fallbacks wurden deaktiviert, die Unterstützung für DSA wurde entfernt, für TLS False Start wird nun eine Chiffrensammlung vorausgesetzt, welche AEAD nutzt. Die Verwendung schwacher Chiffren wird in der Webkonsole geloggt. Für die Suchmaschine Bing wird ab sofort HTTPS und nicht länger HTTP verwendet.

Das Netzwerk-Panel der Entwicklerwerkzeuge hat einen Sicherheitsreiter erhalten, über welchen sich Informationen über die Verbindung jeder einzelnen Ressource ablesen lassen.

Das SSLv3-Protokoll wird bereits seit Firefox 34 nicht mehr unterstützt. Hierfür gibt es ab Firefox 37 eine eigene Fehlerseite.

Wer Add-ons für Firefox installieren möchte, muss dies nicht über die offizielle Mozilla-Seite tun. Beim Versuch, Add-ons aus Nicht-Mozilla-Quellen zu installieren, gibt Firefox jedoch zunächst eine zusätzliche Warnung aus. Diese kann für einzelne Domains über die Einstellungen deaktiviert werden. Seit Firefox 37 funktioniert das Whitelisting nur noch für HTTPS-Webseiten.

Neue Standard-Suchmaschine in der Türkei

Eine weitere Änderung bei den Suchmaschinen betrifft Nutzer in der Türkei. Dort wurde Google als Standard-Suchmaschine durch Yandex abgelöst. Yandex ist bereits seit Ende 2014 die Standard-Suchmaschine in Russland, Weißrussland und Kasachstan, während in den USA Google durch Yahoo! abgelöst worden ist.

Heartbeat – Mozilla bittet Firefox-Nutzer um Feedback

Mozilla möchte wissen, wie zufrieden die Nutzer mit Firefox sind. Dazu wird jeden Tag ein zufälliger Teil der Nutzer ausgewählt, welcher dann in Form einer Leiste am oberen Fensterrand die Möglichkeit hat, Firefox auf einer Skala von 1 bis 5 zu bewerten. Mozilla nennt dieses Feedback-System Heartbeat. Über about:config kann dieses auch deaktiviert werden, indem der Schalter browser.selfsupport.url auf eine leere Zeichenkette gesetzt wird.

Migration Sync 1.1 auf Sync 1.5

In Firefox 37 wurden Änderungen umgesetzt, um Nutzern die Migration von Sync 1.1 (bis Firefox 28) auf Sync 1.5 (seit Firefox 29) anzubieten und diesen Vorgang zu unterstützen. Der Plan ist es, in den nächsten Wochen zunächst einem Teil der nach wie vor bestehenden Nutzer des alten Syncs die Migration auf das vor einem Jahr neu eingeführte Sync anzubieten, ehe man dies für alle Nutzer tun wird. Die Sync 1.1-Server sollen in der zweiten Jahreshälfte abgeschaltet werden.

Media Source Extensions – YouTube-Videos ohne Flash-Plugin in allen Auflösungen

Zumindest für Nutzer von Windows Vista oder höher und das auch nur für YouTube hat Mozilla die Media Source Extensions standardmäßig aktiviert. Für YouTube bedeutet dies, dass auch im HTML5-Player alle Auflösungen zur Verfügung stehen, die einem angeboten werden, wenn man den Flash Player anstelle des HTML5 Players auf YouTube verwendet. Ebenfalls sind die Media Source Extensions auf Googles Videoportal Voraussetzung für 60fps-Videos. Die Beschränkung auf YouTube kann aufgehoben werden, indem über about:config der Schalter media.mediasource.youtubeonly per Doppelklick auf false gesetzt wird. Da die Media Source Extensions für andere Video-Plattformen standardmäßig noch deaktiviert sind, muss man allerdings noch damit rechnen, dass es Probleme geben kann. Ähnliches gilt für die Aktivierung auf anderen Betriebssystemen über den Schalter media.mediasource.enabled.

Weitere Verbesserung der Unterstützung von Webstandards

Auch darüber hinaus gab es Verbesserungen bei der Unterstützung von Webstandards, wie die Unterstützung von CSS display: contents oder die Möglichkeit, IndexedDB in Worker-Threads zu benutzen. Die Rendering-Performance von WebGL auf Windows wurde durch die Nutzung von D3D11 anstelle von D3D9 verbessert.

Verbesserungen für Webentwickler

Der Firefox OS Simulator (WebIDE) erlaubt ab Firefox 37 die Emulation einer SD-Karte. Beim ersten Start der WebIDE wird außerdem das Add-on Valence (auch bekannt als Tools Adapter Add-on) automatisch installiert. Valence erlaubt die Verwendung der Firefox Entwickler-Werkzeuge für das Debugging von Webseiten in Chrome (Desktop), Chrome (Android) sowie Safari auf iOS. Der Inspektor zeigt im Reiter mit den Schriftarten nun auch die Schriftarten von iFrames. Dateien können nun auch in der WebIDE umbenannt werden. Der Debugger hat Unterstützung für chrome:// und about:// URIs erhalten. Außerdem ist es im Inspektor nun möglich, CSS-Animationen zu inspizieren.

Video an anderes Gerät senden

In Firefox 36 wurde die Möglichkeit implementiert, Videos per Kontextmenüeintrag an ein anderes Gerät zu senden. Eine unerwünschte Nebenwirkung dieser Neuerung war, dass Firefox beim Start eine zusätzliche Firewall-Freigabe erforderte. Ab Firefox 37 kann diese Funktion über eine Einstellung in about:config aktiviert respektive deaktiviert werden (browser.casting.enabled), standardmäßig ist das Feature deaktiviert.

Sonstige Neuerungen

Die Einstellung media.gmp-gmpopenh264.enabled wird nun auch für den Download korrekt berücksichtigt; bei deaktiviertem Schalter wird das OpenH264-Plugin gar nicht erst heruntergeladen. Das Share-Panel wurde optisch überarbeitet. Dazu kommen wie immer diverse Verbesserungen am PDF-Betrachter sowie Bugfixes.

Bugfix-Release Firefox 37.0.1

Mit einem zeitnahen Update auf Firefox 37.0.1 hat Mozilla eine mögliche Absturzursache beim Programmstart behoben, welche in Zusammenhang mit Drittanbietersoftware zur Veränderung des Windows-Themes auftreten konnte. Außerdem wurden die in Firefox 37.0 erst standardmäßig aktivierten Alternative Services von HTTP/2.0 zur Umsetzung einer opportunistischen Verschlüsselung von http://-Datenverkehr aufgrund einer Sicherheitslücke deaktiviert.

Die Neuerungen von Firefox 36

Mozilla hat Firefox 36 am 24. Februar veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen dieser Version. Ein aktueller Artikel zur am Dienstag erschienenen Version 37 wird publiziert, sobald Mozilla die zurzeit deaktivierten Updates wieder freigegeben hat.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Mozilla behebt mit Firefox 36 ganze 17 Sicherheitslücken, von denen Mozilla drei als besonders kritisch einstuft.

Darüber hinaus verbessert Mozilla durch verschiedene Maßnahmen die Sicherheit verschlüsselter Verbindungen, unter anderem werden RC4-Chiffren nicht länger unterstützt, außerdem wurden Root-Zertifi kate mit einer Schlüssellänge von nur 1024 Bit aus Firefox entfernt. Bei Verwendung von SHA1-Zertifikaten zeigt Firefox ab Firefox 36 Sicherheits-Warnungen in der Webkonsole an.

Die Fehlerseite, welche im Falle eines ungültigen Zertifikats erscheint, wurde um eine Melden-Funktion erweitert, um Mozilla die Adresse sowie Zertifikatsinformationen mitzuteilen, was dem Erklärungstext zufolge dabei helfen soll, bösartige Webseiten zu erkennen und zu blockieren.

Firefox zeigt nun auch eine Mixed Content Warnung auf HTTPS-Webseiten an, wenn Ressourcen ursprünglich per HTTP eingebunden werden und nur auf HTTPS weiterleiten.

Neue Suchleiste und Sucheinstellungen

Bereits mit Firefox 34 hat Mozilla eine neue Suchleiste und neue Sucheinstellungen eingeführt, für Nutzer der deutschsprachigen Version standardmäßig allerdings noch deaktiviert. Mit Firefox 36 werden diese auch in der deutschsprachigen Version aktiviert. Wer die alte Suchleiste und Sucheinstellungen wiederherstellen möchte, kann dies tun, indem über about:config der Schalter browser.search.showOneOffButtons per Doppelklick auf false geschaltet wird. Ein Neustart von Firefox ist nach Änderung dieser Einstellung notwendig.

Bei Verwendung der neuen Suchleiste wird in dieser ab Firefox 36 angezeigt, ob die gerade besuchte Webseite eine eigene OpenSearch-Suche anbietet. Eine solche Funktion hatte Firefox bereits bis einschließlich Firefox 3.6 und wurde mit Firefox 4.0 entfernt. Auch die Bedienung mittels Tastatur wurde verbessert (Alt + Pfeiltasten / Strg + Pfeiltasten zur Auswahl der Suchmaschine).

Gepinnte Kacheln können synchronisiert werden

Die Kacheln auf der Seite, die standardmäßig beim Öffnen eines neuen Tabs erscheinen (about:newtab), werden nun zwischen verschiedenen Geräten / Firefox-Profilen synchronisiert.

Nur noch zweistufige Do-not-Track-Einstellung

Der Do-not-Track-Header soll dem Anwender Kontrolle darüber geben, ob er (in der Regel für Werbezwecke) getrackt werden möchte oder nicht. Letzten Endes ist diese Einstellung auch nur eine Empfehlung und nicht verbindlich. In jedem Fall bestand die Einstellung bislang aus den drei Optionen, a) Webseiten mitzuteilen, die Aktivitäten zu verfolgen b) Webseiten mitzuteilen, die Aktivitäten nicht zu verfolgen und c) Webseiten keine Präferenz diesbezüglich mitzuteilen.

In Firefox 36 wurde dies vereinfacht, so dass man nun entweder Webseiten mitteilt, Aktivitäten zu verfolgen, oder eben nicht. Die Option “keine Präferenz mitteilen” entfällt, da es in der Praxis keinen Unterschied macht, Webseiten mitzuteilen, dass die Aktivitäten verfolgt werden dürfen, oder gar nichts mitzuteilen.

Unterstützung für HTTP/2.0

Bereits in Firefox 35 war der zum Zeitpunkt des Erscheinens aktuelle Entwurf der HTTP/2.0-Spezifikation standardmäßig aktiviert (about:config: network.http.spdy.enabled.http2draft). Mit Firefox 36 ist schließlich auch der Schalter für die finale Version der Spezifikation (about:config: network.http.spdy.enabled.http2) standardmäßig aktiviert worden.

Weitere Verbesserung der Unterstützung von Webstandards

Was Webstandards betrifft, kommt in Firefox 36 die Unterstützung für die CSS3-Eigenschaften will-change, isolation, object-fit und object-position dazu. Die EcmaScript 6 Generators wurden für eine deutlich bessere Performance optimiert und die Semantik des Schlüsselworts const so geändert, dass es mehr mit der Spezifikation übereinstimmt. Dazu kommt die Unterstützung des ES6 Symbol-Datentyps sowie von CSS unicode-range. Die Unterstützung der CSS-Eigenschaft scroll-behavior erlaubt ein “Smooth Scrolling”-Verhalten, ohne dass hierfür länger eine Bibliothek notwendig ist. Außerdem unterstützt Firefox 36 die CSS Shorthand-Eigenschaft text-decoration für die drei neuen Eigenschaften text-decoration-color, text-decoration-line und text-decoration-style ohne -moz-Präfix. CSS-Verläufe von oder nach transparent sehen ab Firefox 36 korrekt ohne Grau im Verlauf aus.

Verbesserungen für Webentwickler

Auch die Werkzeuge für Webentwickler erhalten natürlich wieder Verbesserungen in Firefox 36. Dies betrifft unter anderem die WebIDE, welche eine Oberfläche zum Ansehen und Verändern von Firefox OS Geräteeinstellungen spendiert bekommen hat, vergleichbar mit about:config für den Desktop-Browser.

Die WebIDE kann sich ab Firefox 36 via USB auch mit Firefox auf Android verbinden. Außerdem existiert im Inspektor der Browser-Toolbox sowie der WebIDE nun auch der Schriftarten-Tab. DOM Promises sind in der Webkonsole nun inspizierbar, der Inspektor hat weitere Einfüge-Optionen erhalten und Fehlermeldungen in der Webkonsole zeigen neben den Zeilennummern nun auch die korrekten Spaltennummern.

Video an anderes Gerät senden – mit Firewall-Freigabe als Nebenwirkung

Ein neues Feature von Firefox 36 ist das Senden von Videos an andere Geräte. Wird ein entsprechendes Gerät in Reichweite gefunden, beinhaltet das Kontextmenü des Videos einen entsprechenden Eintrag. Eine unerwünschte Nebenwirkung ist, dass dabei die Firewall beim ersten Start eine zusätzliche Freigabe erfordert. Dieses Problem hat Mozilla in Firefox 37 aus der Welt geschafft.

NPAPI-Sandbox für Windows-Nutzer

Wenn es in Firefox auf Windows zu Abstürzen des Adobe Flash-Plugins kommt, dann ist erfahrungsgemäß häufig der Protected Mode des Flash Players involviert. Seit Firefox 35 kann dieser direkt in Firefox über about:config deaktiviert werden. Mit Firefox 36 kommt eine eigene NPAPI-Sandbox dazu, welche wiederum über about:config aktiviert werden kann.

Sonstige Neuerungen

Um die HTML5 Media Source Extensions zu aktivieren, gab es bereits den Schalter media.mediasource.enabled. Mit Firefox 36 kommen die beiden Schalter media.mediasource.webm.enabled sowie media.mediasource.mp4.enabled dazu, um die Aktivierung der Media Source Extensions abhängig vom Videocodec zu machen. Außerdem wurde der Schalter media.mediasource.youtubeonly hinzugefügt, um Media Source Extensions nur für YouTube zu aktivieren (dies wird die Standardeinstellung in Firefox 37 sein).

In den Datenschutzeinstellungen wurde die Einstellung für die Vorschläge in der Adressleiste von einem Auswahlfeld zu Checkboxen geändert. Die Seite about:welcomeback, welche nach dem Zurücksetzen des Profils oder nach mehreren Abstürzen zur Sitzungswiederherstellung erscheint, wurde um eine Auswahl erweitert, alle Fenster und Tabs wiederherzustellen (vorausgewählt) oder die wiederherzustellenden Fenster und Tabs auszuwählen statt die Auswahl der Fenster und Tabs direkt anzuzeigen. Auf OS X maximiert ein Doppelklick in die Titelleiste nun das Fenster beziehungsweise stellt die vorherige Größe wieder her. Außerdem wird auf OS X 10.10 Yosemite für die Titelleiste Transparenz verwendet. Beim Betrachten von Bildern wird nun der Content-Disposition-Header zur Anzeige des Dateinamens in der Titelleiste berücksichtigt. Seiten ohne Seitentitel werden in den Adressleistenvorschlägen ab sofort mit der eTLD anstelle der vollständigen URL als Titel angezeigt, welche sowieso noch einmal in der darunterliegenden Zeile angezeigt wird. Der Infodialog von Firefox wurde um einen Link erweitert, um an Mozilla zu spenden. Dazu kommen wie immer diverse Verbesserungen am PDF-Betrachter sowie Bugfixes.

Bugfix-Release Firefox 36.0.1

Am 5. März hat Mozilla ein außerplanmäßiges Update auf Firefox 36.0.1 verteilt. Behoben wurden damit zwei mögliche Absturzursachen, eine davon in Zusammenhang mit dem Microsoft Enhanced Mitigation Experience Toolkit (EMET), die Möglichkeit, dass Firefox Hello bis zu einem Browser-Neustart inaktiv werden konnte und ein weiterer Hello-Bug, der zu einem leeren Kontakte-Tab führen konnte. Ebenfalls aus der Welt geräumt wurde ein Problem, welches dazu führte, dass sich Firefox die Druckeinstellungen nicht merkte, der Speicherverbrauch von WebGL mit Canvas2D wurde verbessert, Hostnamen mit einem Unterstrich werden nun erkannt, die Verwendung von ANY DNS wurde deaktiviert und die mit Firefox 36.0 entfernte Option -remote wurde wiederhergestellt.

Sicherheits-Updates Firefox 36.0.3 und 36.0.4

Wie jedes Jahr fand auch in diesem Jahr auf der CanSecWest Sicherheitskonferenz wieder der Pwn2Own-Wettbewerb statt, ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, Sicherheitslücken in Browsern und Plugins zu finden. Jeweils eine kritische Sicherheitslücke wurde in Firefox 36.0.3 und in Firefox 36.0.4 geschlossen, welche am  20. respektive 21. März erschienen sind. Die Versionsnummer 36.0.2 wurde übersprungen, da diese Version nur für Android erschienen ist.

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