Firefox 39+: Blockierte Downloads dennoch ausführen

Seit einigen Versionen blockiert Firefox standardmäßig Downloads, welche per SafeBrowsing-API als potentiell schädlich erkannt werden. Bislang hatte der Nutzer keine Möglichkeit, den Download auf eigene Verantwortung dennoch auszuführen. Diese Möglichkeit rüstet Mozilla nun nach.

Zur Sicherheit seiner Nutzer prüft Firefox seit einigen Versionen nicht nur Webseiten per SafeBrowsing-API auf Gefahr, sondern auch Downloads und blockiert diese gegebenenfalls. Während der Schutz der Nutzer unbestritten im Interesse der Nutzer sein dürfte, so wurde von einigen kritisiert, dass bisher keine Möglichkeit bestand, einen blockierten Download dennoch auszuführen. Wer also einen blockierten Download auf eigene Gefahr öffnen wollte, der konnte sein Interesse nicht durchsetzen, ohne das Sicherheitsfeature komplett zu deaktivieren.

Mozilla hat nun nachgebessert und gibt dem Nutzer wieder mehr Kontrolle über seine Downloads. Ab Firefox 39 kann per Kontextmenü-Eintrag auf die blockierte Datei im Downloads-Panel der Download zur Ausführung freigegeben werden. Bevor dies geschieht, muss der Nutzer allerdings die Freigabe noch einmal ausdrücklich bestätigen.

Auch wenn es sich dabei um eine auf den ersten Blick nur kleine Verbesserung handelt, kann dies eine Verbesserung mit großer Auswirkung sein, denn es dürfte einige Nutzer geben, die grundsätzlich mit dem Schutz und der positiven Absicht einverstanden sind, aber eben im Zweifel selbst die Entscheidung treffen wollen. Eine solche simple Möglichkeit kann daher den Unterschied zwischen Aktivierung und Deaktivierung des kompletten Schutzes ausmachen.

Mozilla aktiviert pluginfreie Flash-Wiedergabe für IMDb in Firefox Nightly

Knapp einen Monat nach der Aktivierung von Shumway für Produktvideos von Amazon aktiviert Mozilla die pluginfreie Flash-Wiedergabe nun auch für die Internet Movie Database IMDb in Firefox Nightly.

Shumway ist eine von Mozilla entwickelte und plattformunabhängige Open Source Laufzeit-Umgebung für Flash-Inhalte, welche komplett auf Webtechnologien basiert. Damit wird die Wiedergabe von Flash-Inhalten ohne Adobe Flash Player möglich. Im Februar wurde Shumway für die Flash-Wiedergabe standardmäßig in der Nightly-Version von Firefox für Amazon Produktvideos aktiviert. Nun wurde die Unterstützung um die Internet Movie Database (IMDb) erweitert.

Dass Shumway anstelle des Adobe Flash Players aktiv ist, erkennt man am Shumway-Schriftzug auf rotem Hintergrund in der rechten, oberen Ecke des Videos.

MWC 2015: ZTE stellt LTE-Smartphone ZTE Open L mit Firefox OS 2.2 vor

ZTE hat auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona das ZTE Open L vorgestellt, ein LTE-fähiges Smartphone mit Firefox OS 2.2.

Das ZTE Open L ist das vierte Smartphone von ZTE, welches mit Mozillas Betriebssystem Firefox OS läuft, und davon das erste, welches LTE-fähig ist. Angetrieben wird das ZTE Open L von einem Qualcomm Snapdragon 210 SoC (ARMv7 Cortex A7), Modell MSM8909, bestehend aus einer 1,1 GHz Quadcore CPU und Qualcomm Adreno 304 GPU. Die Bildschirmdiagonale beträgt 5,0 Zoll, Firefox OS ist in Version 2.2 vorinstalliert.

ZTE Open L

Mozilla ersetzt Google Geolocation Service durch eigenen Dienst in Firefox

Für die Positionsbestimmung auf Webseiten greift Firefox bislang standardmäßig auf die Geolocation-API von Google zurück. Mit dem Mozilla Location Service (MLS) bietet Mozilla seit einiger Zeit eine Alternative an, deren Daten durch die Community erhoben werden. Die Mozilla-eigene Lösung soll die von Google nun ersetzen, eine Partnerschaft mit Combain Mobile AB für bessere Ergebnisse sorgen.

Nach der Standard-Suchmaschine wird Google auch als Dienstleister für den Geolocation-Service in Firefox abgelöst. Wann dies in der Beta- sowie in der finalen Version der Fall sein wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, in der Nightly-Version sowie in der Firefox Developer Edition wurde der Wechsel bereits vollzogen. Im ursprünglichen Ticket zum Wechsel war davon die Rede, dass der entsprechende Vertrag mit Google am 30. April ausläuft, kurz darauf wurde der Wechsel ohne weitere Angaben verschoben und der Dienstleister codeseitig so implementiert, dass Nightly und Developer Edition den Mozilla-Dienst nutzen, während Beta und Stable zunächst noch weiter Google einsetzen. In jedem Fall ist der Anfang damit gemacht und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch in den anderen Release-Kanälen der Mozilla Location Service anstelle des Google-Dienstes zum Einsatz kommt.

Wer zur Verbesserung der Daten beitragen möchte, der installiert sich am besten den Mozilla Stumbler auf sein Android-Smartphone. Der Mozilla Stumbler ist ein Open Source-Scanner, welcher GPS-Daten für den Mozilla Location Service sammelt. Dabei stolpert der Stumbler – daher auch der Name – im Hintergrund über WLAN-Netzwerke und Mobilfunkmasten, anhand derer Positionsdaten ermittelt werden. Hierfür muss man nichts weiter tun als sein Smartphone eingeschaltet zu haben, es kann wie gewohnt genutzt werden. Seit Version 35 besitzt außerdem auch Firefox für Android eine Stumbling-Funktion direkt integriert, diese muss allerdings zunächst von Hand aktiviert werden.

Darüber hinaus hat Combain Mobile AB eine Partnerschaft mit Mozilla bekannt gegeben. Combain wird einen Fallback Service für den Mozilla Location Service bereitstellen, welcher es Mozilla erlaubt, Positionsanfragen weiterzuleiten, wenn die Daten von Mozilla nicht genau genug sind, um so dem Anwender eine exaktere Position mitteilen zu können. Combain und Mozilla wollen ihre gesammelten Standortdaten außerdem miteinander teilen. Mozilla arbeitet auch schon seit einiger Zeit mit dem OpenCellID-Projekt zusammen.

Firefox 39: Inspektor erhält Drag-and-Drop-Funktion zum Verschieben von HTML-Elementen

Die Entwicklerwerkzeuge von Firefox 39 erhalten ein praktisches neues Feature, welches die Umsortierung von HTML-Elementen via Drag and Drop erlaubt.

Die Entwicklerwerkzeuge von Firefox besitzen viele praktische Funktionen, um das Aussehen von Webseiten direkt im Browser verändern und damit Veränderungen einfach testen zu können. Auch das HTML-Markup kann in der Form verändert werden, dass man HTML an beliebigen Stellen hinzufügen und entfernen kann. Bisher nicht, aber ab Firefox 39 möglich ist die Umsortierung von HTML-Elementen via Drag and Drop. Dazu wählt man in der Markup-Ansicht des Inspektors das zu verschiebende Element aus, lässt dieses kurz gedrückt und kann es dann an eine beliebige andere Stelle verschieben.

MWC 2015: Mozilla, KDDI, LG U+, Telefónica und Verizon arbeiten gemeinsam an neuer Kategorie von Mobiltelefonen

Mozilla hat im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona bekannt gegeben, gemeinsam mit KDDI, LG U+, Telefónica und Verizon Wireless an einer neuen Kategorie einfach zu bedienender Mobiltelefone zu arbeiten, die ab 2016 erscheinen sollen, darunter nicht nur Touchscreen-Modelle, sondern auch Klapp- und Slider-Modelle.

Mozilla, KDDI, LG U+, Telefónica und Verizon Wireless haben eine gemeinsame Initiative mit dem Ziel angekündigt, intuitivere und einfacher zu bedienende Mobiltelefone auf Basis von Firefox OS zu entwickeln. Ohne bereits zu sehr in Details zu gehen, ist von einer Veröffentlichung solcher Geräte verschiedener Formfaktoren ab 2016 die Rede – dabei werden ausdrücklich nicht nur Touchscreen-Modellen, sondern auch Klapp- sowie Slider-Modelle genannt.

MWC 2015: Orange bringt Firefox OS in 13 weitere Länder

Mozilla hat im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona Orange als weiteren Partner bekannt gegeben. Orange wird Firefox OS in 13 weitere Länder bringen. In Afrika sowie im Nahen Osten wird man das von Alcatel One Touch gefertigte Orange Klif vertreiben.

Mit Orange hat Mozilla einen weiteren namhaften Partner für Firefox OS gewinnen können, welcher Firefox OS ab dem zweiten Quartal in 13 weitere Länder bringen wird, nämlich nach Ägypten, Senegal, Tunesien, Kamerun, Botswana, Madagaskar, Mali, Côte d’Ivoire, Jordanien, Niger, Kenia, Mauritius sowie Vanuatu. Dort wird das neue Smartphone Orange Klif einschließlich Daten-, Voice- und SMS-Paket für umgerechnet unter 35 Euro zu haben sein. Das Klif ist ein weiteres Smartphone von Alcatel One Touch, welches exklusiv für Orange gefertigt wird.

Beim Orange Klif handelt es sich um ein 3G-Smartphone mit Dual-SIM-Fähigkeit und 2-Megapixel-Kamera. Es handelt sich dabei außerdem um das erste Firefox OS-Smartphone mit einer MediaTek-CPU.

Mozilla verteilt Hotfix Add-on zur Superfish-Bereinigung

Mozilla hat damit begonnen, ein Hotfix Add-on an Nutzer von Firefox auf Windows zu verteilen, welches Firefox vom Superfish Rootzertifikat bereinigen soll.

Superfish war in diesem Monat ein heiß diskutiertes Thema in den IT-Medien. Zur Erinnerung:

„Im Februar 2015 erhielt Lenovo Kritik für die Installation von Adware auf Laptops mit Ausnahme der ThinkPad-Reihe, die zwischen Oktober und Dezember 2014 produziert worden waren. Die Anwendung Superfish platziert dabei Anzeigen in Suchergebnissen von zum Beispiel Google. Superfish installierte jedoch zusätzlich ein SSL-Zertifikat, mit welchem es möglich ist, SSL-Verschlüsselte Seiten zu manipulieren, wie bei einem Man-in-the-Middle-Angriff.”

Quelle: Wikipedia

Die Entfernung von Superfish übernehmen diverse Tools. Aber nicht alle bereinigen auch Firefox vom Superfish Rootzertifikat. Aus diesem Grund verteilt Mozilla ab sofort einen Hotfix über das Add-on-System von Firefox. Dieser überprüft zunächst, ob Superfish noch installiert ist, und falls nicht, das Zertifikat aus der Zertifikatsdatenbank von Firefox entfernt. Nach Erledigung der Arbeit deinstalliert sich das Hotfix Add-on von selbst.

Weitere Informationen
Mozilla Security Blog: Getting Superfish out of Firefox
Mozilla Bugzilla: Bug 1136150 – A Superfish Hotfix

Monohm Runcible: Das etwas andere Wearable mit Firefox OS

Das noch junge IoT-Unternehmen Monohm hat mit dem Runcible ein Gerät mit Firefox OS angekündigt, welches nach eigenen Angaben eine ganz neue Gerätekategorie repräsentiert, welche die Lücke zwischen Smartphone und Wearable schließen soll. KDDI hat in diesem Zusammenhang bekannt gegeben, in Monohm zu investieren.

Monohm Inc. ist ein erst im Dezember 2013 gegründetes Unternehmen aus Kalifornien, welches sich auf das sogenannte Internet of Things (IoT) spezialisiert hat. Mit dem Runcible hat man nun ein Gerät angekündigt, welches mit Firefox OS läuft und optisch an eine Taschenuhr oder einen Kompass erinnert. In welche Kategorie man dieses Gerät einordnen sollte, ist schwierig (Vorschläge gerne in die Kommentare!), für Monohm handelt es sich hierbei um eine vollkommen neue Produktkategorie, mit welcher man die Nach-Smartphone-Ära einleiten möchte.

Man kann mit dem Runcible wie mit einem klassischen Smartphone ins Internet gehen, WLAN, LTE, Bluetooth sind vorhanden. Es gibt eine Kamera und einen runden Bildschirm. Aber nichts, was einen unterbrechen kann: kein Klingeln, keinen Alarm.

Das japanische Telekommunikationsunternehmen KDDI, welches mit dem Open Web Board sowie dem Smartphone Fx0 von LG schon seit einiger Zeit auch auf Firefox OS setzt, hat in diesem Zusammenhang angekündigt, in Monohm zu investieren und mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Monohm wird das Runcible auf dem Mobile World Congress in Barcelona (2. bis 5. März) am Mozilla-Stand präsentieren.

Firefox Developer Edition für Windows offiziell als 64-Bit-Version verfügbar

Die Developer Edition von Firefox ist ab sofort auch als 64-Bit-Version für Windows verfügbar. Bislang wurden lediglich die Nightly-Versionen von Firefox für Windows offiziell in 64-Bit angeboten.

Wer Firefox für Windows als 64-Bit-Version nutzen wollte, der hat bereits seit vielen Jahren die Möglichkeit, eine Nightly-Version zu nutzen. Darüber hinaus war Firefox bislang aber nur in 32-Bit verfügbar – zumindest offiziell. Entsprechende Builds der Developer Edition werden bereits seit einiger Zeit generiert, seit heute ist die Developer Edition für Windows in 64-Bit offiziell.

Download Mozilla Firefox Developer Edition Windows 64-Bit

Mit der Generierung von Beta-Versionen in 64-Bit soll ab Firefox 37 Beta 2 begonnen werden, was allerdings nicht gleichbedeutend mit einer offiziellen Unterstützung ist, diese werden ähnlich wie zuvor bei der Developer Edition über keine für Endnutzer gedachte Mozilla-Webseite angeboten. Damit ist frühestens zu rechnen, wenn Firefox 38 in fünf Wochen die Betaphase erreicht. Dabei handelt es sich um keinen fixen Termin, auch lässt sich daraus nicht verbindlich ableiten, ob die finale Version von Firefox 38 für Windows als 64-Bit-Variante verfügbar sein wird oder erst eine spätere Version. Dies wird vermutlich nicht zuletzt auch vom Feedback der Developer Edition in 64-Bit und später der entsprechenden Beta-Version abhängen.

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