Nierenspende - Abstimmung der Zuschauer per SMS?

  • Ein weiser Lebensberater meinte mal, dass es irgendwann eine Show geben wird wo mein eine Livezeugung sieht und die Beteiligten bis inkl. der Geburt des Kindes sehen wird.

    Was hältst du denn davon (Thema bzw. Ankündigung, was denn noch möglich ist)?

    Ich denke, die Abnehmer (=Zuschauer) dürften da sein ...!

    Einmal editiert, zuletzt von Danny (31. Mai 2007 um 01:45)

  • Global Associate
    Das jagt mir jetzt Angst ein, mit genau dem Film hat meine Mutter die Aktion ebenfalls verglichen.

    Jetzt mal meine Meinung:
    Das Motiv hinter der Sendung ist durchaus ehrenhaft. Es soll nämlich zum Organspenden motivieren, die Zahl der Organspender ist nämlich rückläufig, die der jenigen die eine Spende benötigen dagegen nicht. Im Prinzip hat jeder der drei Kandidaten eine erheblich höhere Chance dort an eine Niere zu kommen, als über die Warteliste.

    Das Konzept der Sendung selbst finde ich ebenfalls auch eine Sauerei und Quotenmacherei. Die Botschaft an sich ist ok, nur wie sie überbracht wird ist doch sehr geschmacklos.

  • Zitat von Simon1983

    Jetzt mal meine Meinung:
    Das Motiv hinter der Sendung ist durchaus ehrenhaft. Es soll nämlich zum Organspenden motivieren, die Zahl der Organspender ist nämlich rückläufig, die der jenigen die eine Spende benötigen dagegen nicht.

    Das Motiv ist m.E. nur vorgeschoben und damit keinesfalls ehrenhaft. Ich wage zu bezweifeln, ob man mit so einer Sendung die Zahl der Organspenden erhöhen kann. Wohl eher die Zahl der Organverkäufe.

  • Das Konzept der ersten Sendung des niederländischen Fernsehens sieht folgendermaßen aus:

    Da sitzt eine dem Tod geweihte "Spenderfrau" auf der Bühne, zusammen mit 3 Menschen, die dringend eine Spenderorgan benötigen.

    Und jetzt das perverse: Nur einer von den dreien kann "gewinnen", sprich sich Hoffnung machen, ein Organ verpflanzt zu bekommen.

    Die beiden anderen gehen sprichwörtlich "leer" aus. Das ist doch menschenverachtend. Da sch.... ich doch auf Quote.

    -GA-

  • also meiner meinung nach kann man das ganze mit einem wort zusammenfassen: geschmacklos!

    das ganze basiert auf den gleichen niederen beweggründen wegen welchen die gladiatorenkämpfe im alten rom gut besucht waren: reine sensationgier und dieses unerklärliche menschliche bedürfnis sich am leid und pech anderer zu ergötzen!

    widerlich!

  • Die Sendung selbst ist abartig aber sollte das Ziel wirklich sein dazu zu motivieren Organe zu spenden bzw. dafür zur Sorgen das sich mehr Leute damit beschäftigen dann haben die es jetzt schon geschafft.

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  • einfach nur krank ... vielleicht gibt es irgendwann auch mal sowas wie "Running Man" / "Menschenjagd" ganz real, also keine "Stephen King" Fantasie mehr.

    Zitat

    Im Fernsehen des Jahres 2025 finden makabere Gameshows statt. Mit Spielen wie „Tretmühle zum Glück“, an denen nur chronisch Herz-, Leber-, oder Lungenkranke teilnehmen können, werden die Zuschauer unterhalten. Populärste Show des Jahres 2025 ist die Spielshow „Running Man“, in der Zuschauer und gladiatorenähnliche Jäger einen jeweiligen Kandidaten jagen und möglichst medienwirksam zu töten versuchen. Hierbei kommen oft nichtbeteiligte Personen zu Schaden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenjagd_(Stephen_King)

    Menschenjagd / Running Man

    2 Mal editiert, zuletzt von alfablot (31. Mai 2007 um 18:56)

  • Das Buch habe ich selber, wenn das jemand sucht, besser nach Richard Bachmann (sein Pseudonym) suchen. Da findet man eher was.

    Wer den Film Running Man kennt, der hat mit dem Buch außer dem Namen von ein paar Figuren und des Namens der Show rein garnichts gemein. Das Buch war ihnen wohl zu sozialkritisch. Da ist Millionenspiel deutlich näher am Buch.

  • Harald Schmidt hat das gestern so erklärt:

    Dieses Thema mit den Nieren ist ein ernstes Thema, aber da die meisten nicht betroffen sind, interessieren sich die meisten auch nicht dafür. Deswegen wollte man erreichen, dass mehr Leute darauf aufmerksam werden. Wenn sie jetzt eine Doku über dieses Thema gebracht hätten, dann hätte das wohl keine Sau angeguckt, und deshalb kommen sie eben über diese Schiene, dass sie eine Show draus machen. Das soll nicht menschenverachtend sein, dass soll bloß zur Diskussion über ein Problem anregen...

    Ich bin der Beste hier. In meinem Zimmer zumindest.

  • Das kann man auch anders sehen, viele Leute zögern mit einem Spenderausweis, weil sie dem ganzen Prozess nicht trauen - da ist so eine Zirkusshow eher kontraproduktiv. Im übrigen habe ich gestern auf einer US newssite gelesen, dass nicht mal abgeklärt wurde, ob die 'Kandidaten' medizinisch gesehen mit der Spenderin kompatibel sind (hab den Fachausdruck jetzt geread vergesse). Will heissen, der 'Sieger' erhält am Ende eventuell gar keine Niere.

    http://www.cbsnews.com/stories/2007/0…in2865950.shtml

    Hier wird mit Verzweiflung Schindluder getrieben - es gibt bestimmt sinnvollere Wege, um das Problem der Transplantatknappheit anzugehen.

    It's a poor sort of memory that only works backwards.

  • In vielen Ländern wird man schon als "Organspender" geboren, d.h. wenn wenn man sich nicht im Laufe seines Lebens explizit gegen eine Organ-Entnahme ausgesprochen hat, können Organe entnommen und verpflanzt werden.

    Bei uns - in der glorreichen BRD (in diesem unserem Lande - O-Ton Dr. Kohl)- muss man sich als Organspender "outen", um anderen, schwerkranken Menschen helfen zu können.

    Ich plädiere für das Modell "Andere Länder", die handhaben das besser und gefühlvoller.

    -GA-

  • Zitat von Global Associate

    In vielen Ländern wird man schon als "Organspender" geboren, d.h. wenn wenn man sich nicht im Laufe seines Lebens explizit gegen eine Organ-Entnahme ausgesprochen hat, können Organe entnommen und verpflanzt werden.

    Bei uns - in der glorreichen BRD (in diesem unserem Lande - O-Ton Dr. Kohl)- muss man sich als Organspender "outen", um anderen, schwerkranken Menschen helfen zu können.

    Ich plädiere für das Modell "Andere Länder", die handhaben das besser und gefühlvoller.


    Da bin ich aber GANZ STARK dagegen... :roll:

    Wie wäre es mit folgendem Modell:
    Jeder darf zusammengeschlagen und verprügelt werden, der nicht ein Schild mit sich rumträgt, auf dem steht: "Ich will nicht verprügelt und zusammengeschlagen werden!"... Das ist das selbe Prinzip wie deins. Es gibt sogenannte Grundrechte, und die umfassen das Recht am eigenen Körper. Und wenn da einer was rumpfuschen will - wie du jetzt zum Beispiel - werde ich sehr aggressiv...

    Ich bin der Beste hier. In meinem Zimmer zumindest.

  • Hi!
    Das sehe ich auch so! Ich weis nicht es wird einem sicher so einiges genommen aber mein Körper ist mein Körper. Es gibt sicher vieles was für Organspende spricht aber man muss jedem wohl selber überlassen was ich mit meinem Körper mache!

    Gruß
    Dok


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  • Zitat von Global Associate

    In vielen Ländern wird man schon als "Organspender" geboren, d.h. wenn wenn man sich nicht im Laufe seines Lebens explizit gegen eine Organ-Entnahme ausgesprochen hat, können Organe entnommen und verpflanzt werden.

    Bei uns - in der glorreichen BRD (in diesem unserem Lande - O-Ton Dr. Kohl)- muss man sich als Organspender "outen", um anderen, schwerkranken Menschen helfen zu können.

    Ich plädiere für das Modell "Andere Länder", die handhaben das besser und gefühlvoller.

    -GA-


    Was aber auch nichts bringt, eher im Gegenteil!

  • Zitat von Doktorfisch

    Hi!
    Das sehe ich auch so! Ich weis nicht es wird einem sicher so einiges genommen aber mein Körper ist mein Körper. Es gibt sicher vieles was für Organspende spricht aber man muss jedem wohl selber überlassen was ich mit meinem Körper mache!

    Der "Körper" bleibt Dein "Körper - wenn Du tot bist, kannst Du mit Deinem "Körper" nichts mehr machen - *Think*

    -GA-