Firefox 105.0.3 behebt durch Avast / AVG verursachte Abstürze

Erneut verursacht die Software von Avast und AVG Probleme für Firefox-Nutzer. Dieses Mal in Form häufiger Firefox-Abstürze unter Windows. Mozilla hat Firefox 105.0.3 veröffentlicht, um das Problem zu umgehen.

Download Mozilla Firefox 105.0.3

Nutzer der Schlangenöl-Software von Avast und AVG erlebten zuletzt zahlreiche Firefox-Abstüze. Bereits knapp 38.000 Absturzberichte haben Mozilla in den letzten Tagen deswegen erreicht, was dieses Problem mit großem Abstand zur Absturzursache Nummer 1 in Firefox 105 macht. Schuld ist ein Fehler in der Software von Avast und AVG. Mozilla hat Firefox 105.0.3 veröffentlicht und blockiert damit die verursachende DLL-Datei bis zur letzten fehlerhaften Version. Zwar scheint auch Avast / AVG in Form eines Updates bereits auf das Problem reagiert zu haben, doch ist unklar, bis wann dieses Update alle Nutzer dieser Software erreichen wird. Für Mozilla war es auf Grund der Dimension des Problems keine Option, darauf zu warten.

Avast / AVG hat eine lange Tradition im Verursachen von Problemen

Das Unternehmen hinter Avast und AVG ist in der Vergangenheit bereits häufiger auffallend geworden, nicht zuletzt durch die Übermittlung besuchter Websites an Avast-Server sowie die unerlaubte Weitergabe von Nutzerdaten an sein eigenes Analyse-Tochterunternehmen Jumpshot, welches in Folge des Datenskandals geschlossen wurde. Weiter konnte das an sich schon fragwürdige Feature des HTTPS-Scannings den Aufruf von verschlüsselten Websites verhindern und sogar Update-Funktionen von Firefox außer Kraft setzen, es wurden eigenmächtig Sprachpakete von Firefox gelöscht, mit der Folge, dass Firefox nicht mehr gestartet werden konnte. Man empfahl Firefox-Nutzern, Programm-Dateien von Firefox zu löschen, und auch die Passwort-Datenbank von Firefox hat man schon beschädigt, mit der Folge, dass Nutzer nicht mehr auf ihre gespeicherten Zugangsdaten zugreifen konnten. Auch das nicht minder fragwürdige Programm CCleaner gehört mittlerweile zu Avast. Avast befindet sich im Prozess der Übernahme durch NortonLifeLock, ehemals bekannt unter dem Namen Symantec, wo man sich nicht zuletzt auf Grund mehrerer Vorfälle im Zertifikatsgeschäft nach Druck der Aktionäre zu einer Umbenennung gezwungen sah, da der Name Symantec verbrannt war, während der Markenname Symantec verkauft wurde. Auch Avira gehört mittlerweile zum Sicherheits-Imperium NortonLifeLock.

Nutzer von Windows sollten auf den mit Windows bereits mitgelieferten Windows Defender setzen, der zuverlässig funktioniert, keine ständige Problemquelle darstellt und dazu kostenlos ist. Auch bei Mozilla empfiehlt man die Deinstallation von Avast:

We're seeing a huge crash spike in #Firefox caused by a bug in Avast anti-virus software. If you're using it and your browser is crashing consider uninstalling it.

— Gabriele Svelto (@gabrielesvelto) October 7, 2022

Avast thinks that the Mercurial executable we ship with Mozilla's tooling for Windows is actually ransomware. Just in case you needed to know how bad Avast is.

— Gabriele Svelto (@gabrielesvelto) October 7, 2022

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