Mozilla testet Microsoft Bing als Standard-Suchmaschine in Firefox

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Firefox wird in den meisten Ländern der Welt mit Google als Standard-Suchmaschine ausgeliefert. Aktuell testet Mozilla, wie sich eine Änderung der Standard-Suchmaschine auf Microsoft Bing auf die Nutzung von Firefox auswirkt.

Die meisten Browser werden bereits mit mehreren Suchmaschinen ausgeliefert. Auch hat der Nutzer jederzeit die Möglichkeit, weitere Suchmaschinen zu installieren. Das Thema Standard-Suchmaschine, sprich welche Suchmaschine genutzt wird, wenn der Nutzer keine Änderung vornimmt, ist von besonderer Bedeutung. Denn daran hängt üblicherweise zu einem großen Teil auch die Finanzierung des Browsers. Im Falle von Firefox beispielsweise hat die Vergütung für die Standard-Suchmaschine 88 Prozent von Mozillas Gesamt-Umsatz im Jahr 2019 ausgemacht.

Siehe auch: Mozillas Einnahmen, Ausgaben und Vermögen von 2005 bis heute

Fast schon traditionell wird Firefox mit Google als Standard-Suchmaschine ausgeliefert – zumindest in den meisten Ländern. Nur zwischen 2014 und 2017 fiel die Wahl auf Yahoo. Der aktuelle Vertrag zwischen Mozilla und Google soll im August 2020 um weitere drei Jahre verlängert worden sein.

Doch was bringt die Zukunft? Wie viel ist es Google über das Jahr 2023 hinaus noch wert, Standard-Suchmaschine in Firefox zu sein? Zumal Mozilla kontinuierlich weitere Datenschutz-Verbesserungen in Firefox ausliefert und Google mit Chrome ebenfalls einen Browser anbietet, der mittlerweile eine unglaublich hohe Dominanz besitzt, Tendenz weiter steigend. Es erscheint also nur logisch, dass sich Mozilla mit einem möglichen Zukunfts-Szenario beschäftigt, welches ohne Google stattfindet.

So findet seit diesem Monat ein Experiment statt, in dessen Rahmen die Standard-Suchmachine für einen Prozent der Desktop-Nutzer von Firefox auf Microsoft Bing verändert wird. Dieser Test, der Erkenntnisse darüber liefern soll, inwieweit eine Änderung der Standard-Suchmaschine Einfluss auf die Nutzung von Firefox hat, wird vermutlich bis Ende Januar 2022 laufen.

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Antworten 18

  • Mir ist das egal, persönlich ziehe ich Google wegen der Qualität vor. An wem ich letztlich meine Parameter/Telemetrie ist egal, das Ergebnis muss stimmen. Allerdings sehe ich den nächsten Shitstorm losrollen, obwohl man die gewünschte Suchmaschine doch einstellen kann, scheint für manche Nutzer ein echt grundlegendes Problem mit Mozilla zu sein, vor allem, weil Firefox gar nicht genutzt wird.

  • Zitat

    "Dieser Test, der Erkenntnisse darüber liefern soll, inwieweit eine Änderung der Standard-Suchmaschine Einfluss auf die Nutzung von Firefox hat, wird vermutlich bis Ende Januar 2022 laufen."

    Mit anderen Worten, es wird geschaut, wie oft tatsächlich über 'Bing' gesucht wird und wie viele Nutzer sofort wieder 'Google' als Standard-Suchmaschine einstellen. Ich glaube, 'Bing' hat zumindest in Deutschland keinen guten Stand (habe keine Statistiken dazu). Kenne jedenfalls keinen, der eben mal was 'gebingt' hat, 'gegoogelt' hingegen ist ja schon fast ein deutsches Wort. Na ja, wenn Microsoft dadurch ein paar neue Nutzer für seine Suchmaschine gewinnt und Firefox einen neuen verlässlichen und dauerhaften (:/) Partner und Geldgeber für die Zukunft bekommt, wäre das wohl für alle in irgendeiner Form ein Gewinn. Für Mozilla vielleicht sogar von existentieller Bedeutung...

  • Mir ists egal ob ich Google oder Bing rausschmeiße, da ich mit Ecosia suche. Ob das auch in die Statistik einfliesst?

  • Ob das auch in die Statistik einfliesst?

    Warum sollte es das nicht tun? Wenn du die Telemetrie nicht abgeschalten hast. Das könnte theoretisch dazu führen, dass Ecosia irgendwann mal Standardsuchmaschine wird. Ich weiß aber nicht, wer hinter Ecosia steht. Google und Microsoft sind ja für Mozilla zahlungskräftige Kunden.

  • Mir ists egal ob ich Google oder Bing rausschmeiße, da ich mit Ecosia suche. Ob das auch in die Statistik einfliesst?

    Zumindest was die Suchergebnisse betrifft, suchst du schon mit Bing. 8)

    Ecosia – Wikipedia
    de.wikipedia.org

  • Das war mir wohl bekannt, habe aber dadurch diverse Bäume mitverantwortet :thumbup: ;)

  • 50 Millionen Bäume gepflanzt, wie viele gibt es davon noch? Viele gehen erst gar nicht an. Und wenn ich dann die Bepflanzungszone sehe, das ist grad noch im Green-Belt, wo Regen noch fällt, aber schon nachlässt. Die Sahara dehnt sich aus, unwiderruflich. Aber allein, wenn ich Brasilien bei denen auf der Liste sehe, das ist ein schlechter Witz. Da wird pro Tag weit aus mehr gerodet, als die nachpflanzen. Aufforsten ist keine alleinige Lösung:

    "Lösung, die existierende Probleme verschärft"
    Aufforstung ist eine beliebte Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Aber viele Projekte sehen vor, dass die Bäume im globalen Süden gepflanzt werden. Gar…
    www.n-tv.de


    Ein paar Bilder dazu, u.a. Jetstream, Monsune etc, wie sich das verändert könnte (und vermutlich wird).

    Wo das System Erde bereits zu kippen droht
    Extremwetter, Korallenbleiche und Hitzewellen: Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit bereits zu spüren. Doch es könnte noch schlimmer kommen: Forscher…
    www.n-tv.de


    Ein weietres wäre - Ecosia pflanzt Bäume durch Einkommen, aber wie sieht es mit der Umweltbilanz aus? Die Google-Und MS-Suchzentralen verballern irre viel Strom, erzeugen Wärme etc. Ecosia behaupte von sich, CO2-negativ zu sein, aber auch nur für sich.

    Warum Ecosia die CO2-negative Suchmaschine ist
    Eure Suchen werden zu 100 % mit erneuerbarer Energie betrieben. Warum wir noch weiter gehen wollen.
    de.blog.ecosia.org

    Wirklich klimaneutral sind die also nicht.


    Google will schon, aber die Menge Energie, die die brauchen, gibt es nicht ad hoc aus der Sonne, und Platz für Solarkraftwerke in USA in der Ecke, ggf, Nevada, gibt es auch nicht wirklich.

    Zitat
    https://www.techandnature.com/google-co2-kompensation/

    Stattdessen setzte Google bisher vor allem auf technische Lösungen, die Gas direkt dort „abzieht“, wo es anfällt – etwa auf Schweinefarmen oder in der Müllverbrennung.

    Jain - weniger Fleischkonsum, weniger Gas.

    Zitat

    Die Lösung liege in einer intelligenten Koppelung von Windenergie und Solarenergie und ausgeklügelter Software zur Vorhersage des Bedarfs.

    Und wo will man die hinstellen? In die Pampas mit langen Stromwegen? Vor die Haustür ein Windrad? Deutschland kriegt doch schon die (Nord-Süd-)E-Trasse von Dänemark/Skandinavien nicht wirklich gebacken, dann wollen ausgerechnet die Amis uns zeigen, wie es geht?

  • Ich bin sicher, man kann alles, aber auch alles, totargumentieren... ;)

  • Das war mir wohl bekannt, habe aber dadurch diverse Bäume mitverantwortet :thumbup: ;)

    Ich weiß, deshalb auch meine spezielle Wortwahl. ;)

  • BTW: ''Regionalere'' Suchmaschinen sind doch auch recht brauchbar ...

    https://metager.de/meta/meta.ger3?eingabe={searchTerms}


    https://www.qwant.com/?q={searchTerms}


    PS: Grundsätzlich sollte die EU-Internetbranche, sich weniger stark an die ''Über-Untersee-Leitungen'' anfesseln lassen. ;) 8)

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