Malware in Erweiterungen

  • Firefox-Version
    152.0.4
    Betriebssystem
    Windows 11

    Guten Tag,


    Muss man sich das Sorgen machen, schein ja etwas grösseres zu sein.


    Malware in millionenfach installierten Browser-Add-ons entdeckt
    (Bild: pexels.com/Markus Spiske) Forscher haben in 119 Browsererweiterungen mit zusammen 2,6 Millionen Installationen Malware gefunden – obwohl sie ziemlic...
    community.sunrise.ch

    https://microsoftedge.github.io/edgevr/assets/files/stego_ad/Microsoft_Edge_Security_StegoAd.pdf


    Stefan

    Ich weiss, dass ich nichts weiss.

  • Dass Browser-Erweiterungen zur Verbreitung von Malware genutzt werden, ist nichts Neues. Das gab es immer und wird es immer geben. Genau deswegen gibt es ja Mechanismen wie die sowohl automatischen als auch manuellen Überprüfungen von Erweiterungen, Signaturpflicht sowie Möglichkeit für Mozilla, Add-ons aus der Ferne zu deaktivieren – natürlich vorausgesetzt, der Nutzer war keiner von der besonders „schlauen” Sorte Menschen, die relevante Sicherheits-Mechaniken in Firefox abgeschaltet haben.

    Die Menge an Angriffen mit schadhaften Absichten hat nicht zuletzt auch auf Grund neuer KI-Möglichkeiten stark zugenommen. Das gilt auch für Firefox. Deswegen arbeiten die Browserhersteller auch kontinuierlich daran, ihre Werkzeuge zur Erkennung zu verbessern. Aber komplett verhindern wird sich so etwas nie lassen.

    Deswegen ein paar einfache Grundregeln:

    • Nur Erweiterungen aktiviert haben, die man auch wirklich benötigt
    • Betriebssystem, Browser und Erweiterungen immer aktuell halten
    • Erweiterungen bevorzugt von Entwicklern nutzen, denen man vertraut, und vielleicht erst einmal ein bisschen abwarten, bevor man sich eine Erweiterung installiert, die neu ist und nur wenige Benutzer hat

    Das heißt auch nicht, dass man dann nie von einer infizierten Erweiterung betroffen sein kann. Aber das Risiko lässt sich auf diese Weise zumindest reduzieren.

  • Ich habe mir das PDF durchgelesen. Es geht zwar um Edge, zeitgleich hatte ich auch hier einen Effekt, der jedoch nicht im PDF vermerkt war. Ich kann einen Zusammenhang jedoch nicht ausschliessen.

    Wie grad in einem anderen Thema erwähnt, Erweiterungen, die auf AMO vorhanden sind und im Chrome/Edge Store, jene lassen sich immer entpacken und der Code vergleichen - hat Vorteile bei Zweifeln.

    Dennoch halte ich AMO als Quelle als sehr zuverlässig, die Prüfungen und auch manuelle Reviews/Prüfungen sind nciht ohne, da muss isch dann der eine oder andere Autor (mich eingeschlossen) erklären. gorhill hat sich einst mit ublock origin lite (uBoL) unverstanden deswegen gefühlt, und uBoL von AMO runter genommen, offiziell - inoffiziell ist es ab und an signiert, ergo irgendwo auf AMO vorhanden. Nur so nebenher.

    Nachdem Google neulich so einen Rundumschlag hatte, nicht nur wegen KI-Prüfung, ist das jetzt auch bei Microsoft so umgesetzt worden. Und das hat auch Erweiterungen getroffen, die nicht auf dem Index im PDF standen. Mozilla ist da restriktiver und auch erheblich schneller.

    Ja, kann auch bei Firefox passieren, aber die Häufigkeit - entgegen Sperrlisten, da ist Mozilla wesentlich bessern. Im Chrome-Store ist mir selbst einfach zu viel "Merkwürdigkeit" aufgeschlagen in den letzten 10 Jahren.

    Frei nach Einstein: „Zwei Dinge sind unendlich, Marketing und die menschliche Gutgläubigkeit, bei einem bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

    Meine Glückszahl hier: 98.

  • Nachdem Google neulich so einen Rundumschlag hatte, nicht nur wegen KI-Prüfung, ist das jetzt auch bei Microsoft so umgesetzt worden. Und das hat auch Erweiterungen getroffen, die nicht auf dem Index im PDF standen. Mozilla ist da restriktiver und auch erheblich schneller.

    In dem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass Mozilla aber auch ein paar Schwierigkeiten hat. Überprüfungen von Add-ons dauerten zuletzt teilweise mehrere Wochen. Und das nicht, weil sie weniger prüfen würden als früher. Die Anzahl der Einreichungen soll zuletzt um den Faktor 4 gestiegen sein und auch die Größe des zu prüfenden Codes soll im Durchschnitt signifikant gestiegen sein. Dazu kommt, dass dank KI immer mehr Erweiterungen von Menschen eingereicht werden, die nicht viel Ahnung von Programmierung haben, was den Überprüfungs-Prozess auch nochmal erschwert. Und es ist mittlerweile recht einfach, Bots und Fake-Nutzer zu erstellen. Mozilla hat selbst beobachtet, dass versuchte Angriffe über Erweiterungen häufiger geschehen als jemals zuvor.

    Das zwingt natürlich auch Mozilla zu Maßnahmen, um dem entgegenzuwirken, und da kam es dann vor einigen Wochen auch zu einem Vorfall, bei dem die Systeme „zu gut” funktionierten und automatisiert legitime Erweiterungen und Entwickler gesperrt worden sind.

    Das war in dem Moment natürlich unschön, zeigt aber zumindest, dass das Thema sehr ernst zu nehmen ist und von Mozilla auch ernst genommen wird. Denn letztlich war das eine temporäre Nebenwirkung dessen, dass Mozilla seine automatisierten Schutzmaßnahmen verbessert.