Firefox 69: Cryptomining-Blocker wird standardmäßig aktiviert

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Mit Firefox 67 hat Mozilla den Content-Blocker von Firefox um ein optionales Blockieren von Cryptomining erweitert. Ab Firefox 69 ist der neue Schutz standardmäßig aktiviert.

In Firefox 67 hat Mozilla seinen integrierten Content-Blocker um die Möglichkeit erweitert, Cryptomining– sowie Fingerprinting-Scripts zu blockieren. Dazu muss entweder die Datenschutz-Voreinstellung „Streng“ oder „Benutzerdefiniert“ ausgewählt werden.

Während Mozilla im Hintergrund an größeren Privatsphäre-Verbesserungen wie Social Tracking als weitere Kategorie für den Content-Blocker, ein neues Tracking-Schutz-Panel, einen Schutz-Bericht sowie Firefox Proxy arbeitet, erweitert Mozilla zunächst einmal den Schutz, den standardmäßig jeder Nutzer erhält.

So werden seit Firefox 67.0.1 Tracking-Cookies von Drittanbietern standardmäßig blockiert und ab Firefox 69 wird der Cryptomining-Schutz auf die Standard-Liste gesetzt und ist damit für jeden Nutzer aktiv, ohne dass dieser erst durch den Nutzer aktiviert werden muss.

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Antworten 13

  • Mir gefällt, was Mozilla alles in diesem Bereich tut. Das sind alles echte Verbesserungen. Nur warum so kleine Schritte? Ich hätte schon bei der Einführung der Optionen Fingerprinter und Crypro-Minder in der Konfiguration "Streng" alle Checkboxen angehakelt, wie es bereits in der Developer-Edition gemacht wird.


    Oder übersehe ich etwas?

  • Du übersiehst Web-Kompatibiliät. ;) Man kann nicht einfach alles blockieren, man muss viel testen und ggfs. Webseiten-Betreiber / Dienstleister kontaktieren, falls viele Nutzer betroffen sind. Die meisten Probleme dieser Art werden erst bemerkt, wenn es echte Nutzer erreicht, daher aktiviert man sowas zunächst nur in Vorabversionen, bevor man es für alle Nutzer aktiviert. Denn wenn Webseiten nicht mehr funktionieren, ist das bei einem Browser nicht lustig. Da wechseln die Nutzer aber ganz schnell den Browser.

  • Also ich habe auch das Gefühl das man da ein wenig über-vorsichtig vor geht.

    Ja aus Entwicklersicht muss man vorsichtig sein was man an eine Masse an User raus gibt.


    Aber ich blockiere sehr viel über uMatrix, uBlock und per ghacks-user.js und außer das man x tausend CDN's und Drittquellen bei uMatrix freigeben muss, was mich immer kotzen lässt(weil js dort nichts zu suchen hat und lokal eingebunden sein sollte), habe ich noch nie Probleme mit Webseiten gehabt. Und ich glaub nicht das ich wenig unterwegs bin.

  • Also ich habe auch das Gefühl das man da ein wenig über-vorsichtig vor geht.


    […]


    habe ich noch nie Probleme mit Webseiten gehabt. Und ich glaub nicht das ich wenig unterwegs bin.


    Du befasst dich damit ja auch vermutlich nicht. Aber auf Bugzilla findet man wirklich viele Tickets dazu, die sich um Website-Probleme wegen aktivierter Content Blocking-Maßnahmen drehen. Deine persönliche Nutzung ist also nicht repräsentativ. Du bist halt nur einer, während Mozilla eine dreistellige Millionenzahl an Nutzern hat. Das hat also nichts mit "über-vorsichtig" zu tun, sondern ist eine Notwendigkeit. Idealismus (einfach alles blockieren) und Realismus (was tatsächlich blockiert werden kann) sind immer noch zwei Paar Schuhe und die müssen halt manchmal angepasst werden, bevor sie bequem sind. ;)

  • Website-Probleme wegen aktivierter Content Blocking-Maßnahmen drehen

    Ist die Frage ob das aufs Blocking zurückzuführen ist oder auf unsaubere Arbeit bei Webseiten, was ich für wahrscheinlicher halte. Was nicht heißt das das nicht trotzdem bei Bugzilla aufschlägt und eine Lösung gefunden werden muss.

  • Ist die Frage ob das aufs Blocking zurückzuführen ist oder auf unsaubere Arbeit bei Webseiten, was ich für wahrscheinlicher halte.


    Das ist vollkommen irrelevant in der Frage, wieso das vorher intensiv getestet werden muss. Und nur darum ging es.


    Abgesehen davon kann man das auch keineswegs pauschal sagen, dass das irgendetwas mit "unsauberer Arbeit" seitens der Webseiten zu tun hat. Ganz aktuelles Beispiel:


    https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=1544159


    TinyMCE, einer der populärsten WYSIWYG-Editoren der Welt, via Hosting eingebunden, wurde vom Tracking-Schutz von Firefox blockiert, in dem Fall von der Fingerprinting-Liste. Das so an alle Firefox-Nutzer ausliefern geht einfach nicht und hat nichts mit unsauberer Arbeit zu tun. Im Gegenteil haben die Webseite-Betreiber überhaupt keine Möglichkeit, das zu beeinflussen. Solche Probleme werden bei Mozilla gesammelt und Mozilla nimmt dann Kontakt mit denen auf, wie auch dort geschehen. TinyMCE hat seinen Code angepasst, dann musste Disconnect informiert werden, damit TinyMCE von der Liste genommen wird, und Firefox musste dann seine Liste von Disconnect aktualisieren. Jetzt gibt es das Problem nicht mehr. Solche Dinge müssen zwingend passieren, bevor Mozilla solche Schutzmaßnahmen standardmäßig für alle aktiviert.

  • Ok wenn ich das aber gerade richtig verstehe hat der Fingerprint-Schutz genau das gemacht was er sollte?

    Es war zwar keine unsaubere aber eine unschöne Arbeit dann, weil User getrackt worden sind.

  • Damit sind wir wieder exakt bei Beitrag #3.


    PS: "unsauber" durch "unschön" zu ersetzen macht genau gar keinen Unterschied. Mein Beispiel gerade hat doch gezeigt, dass der Website-Betreiber darauf nicht unbedingt Einfluss hat, ergo das weder mit "unsauberer" noch "unschöner Arbeit" zu tun hat.

  • Ich habe auch nicht direkt die Webseitenbetreiber gemacht sondern die Entwickler. Aber in #8 ging es eher um eine Verständnisfrage. Denn dann war der block kein Bug sondern es hat Funktioniert "As designed" wie man so schön sagt.


    Und eine härtere schiene würde auch Entwickler mehr aufwecken. Wobei man da natürlich beachten muss das Chrome auch nach zieht, sonst hat man nur einen Abfluss von Usern. Und G braucht nun nicht wirklich noch mehr macht.

  • Ich habe auch nicht direkt die Webseitenbetreiber gemacht sondern die Entwickler.

    Auch von denen ist nichts "unsauber" oder "unschön" gemacht worden. Sie hatten eben eine bestimmte Methode, die Nutzung des Premium-Angebots zu messen. Und damit gab es überhaupt kein Problem, weil das bisher kein Browser blockiert hat. Dass das Firefox optional blockiert, ist neu. Nur die wenigsten Entwickler können in die Zukunft sehen.

    Aber in #8 ging es eher um eine Verständnisfrage. Denn dann war der block kein Bug sondern es hat Funktioniert "As designed" wie man so schön sagt.

    Richtig - aber das war erst einmal zu überprüfen und zweitens geht Mozillas Arbeit weit darüber hinaus, Fehler in Firefox zu beheben. Denn letztlich ist es egal, wessen "Schuld" das ist. Mozilla muss die Auswirkungen kennen und dann abwägen, was akzeptabel ist und was nicht. Web-Kompatibilität wird immer ziemlich weit oben in der Gewichtung eines Browserherstellers stehen.

    Und eine härtere schiene würde auch Entwickler mehr aufwecken.

    Ob du es glaubst oder nicht, Entwickler sind Menschen, mit denen man reden kann. Zumal die Entwickler selbst meistens nicht die Entscheidungen treffen, aber auch diejenigen, in deren Auftrag sie arbeiten, sind Menschen. Man kann mit Menschen arbeiten, man muss nicht gegen Menschen arbeiten. Insofern ist die Schiene, die Mozilla fährt, die absolut richtige - wie mein Beispiel ja auch gezeigt hat. Man hat freundlich und respektvoll miteinander kommuniziert, das Problem wurde behoben, alles gut. Es gibt keinen Grund, jemanden mit einer "harten Schiene" zu überfahren. Mozilla würde sich auch keinen Gefallen damit tun.

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