Fenix: Firefox Preview 3.2 für Android veröffentlicht

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Mozilla hat Firefox Preview 3.2 mit der Rendering-Engine aus Firefox 73 veröffentlicht. Bei Firefox Preview handelt es sich um den Nachfolger des bisherigen Firefox für Android, welcher unter dem internen Namen Fenix entwickelt wird.

Ende Juni des vergangenen Jahres hat Mozilla die erste Version von Firefox Preview veröffentlicht. Seit dem hat Mozillas neuer Android-Browser bereits einige Updates erhalten. In wenigen Monaten, dann mit mehr Features, soll Mozillas neuer Browser den bisherigen Firefox für Android ablösen.

Firefox Preview 3.1?

Aufmerksame Leser dieses Blogs werden sich fragen, was mit Firefox Preview 3.1 ist. Diese Version gab es zwar theoretisch, wurde praktisch aber nie verteilt, so dass es direkt von Version 3.0 auf Version 3.2 ging. Dieser Artikel fasst daher die Änderungen von Version 3.1 und Version 3.2 zusammen.

Die Neuerungen von Firefox Preview 3.2

Während Mozilla derzeit an mehreren größeren Neuerungen für Firefox Preview arbeitet, fanden die meisten Neuerungen in diesem Update unter der Haube statt. Aus Sicht der meisten Endanwender ist dieses Update daher eher unspektakulär.

Achtung: Schwerwiegender Fehler

Das Wichtigste zuerst: Leider hat sich in Firefox Preview 3.2 ein schwerwiegender Fehler eingeschlichen, welcher dafür sorgt, dass die Adressleiste manche Domains nicht mehr auflösen kann, beispielsweise Domains mit einem „-„. So führt die Eingabe von soeren-hentzschel.at oder camp-firefox.de nicht zur gewünschten Seite, sondern zu einer Suche bei der eingestellten Standard-Suchmaschine. Über diese kann man die entsprechende Seite dann natürlich aufrufen.

Diesen Fehler wird Mozilla mit Sicherheit zeitnah aus der Welt schaffen, in der Nightly-Version von Firefox Preview existiert der Fehler bereits nicht mehr. Wen das stört, der sollte mit dem Update aber noch etwas warten.

Rendering-Engine aus Firefox 73

Während in Firefox Preview 3.0 noch die Rendering-Engine aus Firefox 71 arbeitete, kommt in Firefox Preview 3.2 die Rendering-Engine zum Einsatz, welche auch in Firefox 73 ihren Dienst verrichten wird.

WebRender für erste Geräte

WebRender stammt wie die mit Firefox 57 eingeführte CSS-Engine Stylo ebenfalls aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo und ist in der Programmiersprache Rust geschrieben. Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

Nutzer eines Google Pixel 2/XL oder Pixel 3/XL nehmen an einem Experiment teil, in dessen Rahmen für manche Nutzer WebRender aktiviert wird, für andere nicht.

Sonstige Neuerungen

Wie gesagt fanden die meisten Neuerungen unter der Haube statt, entsprechend fallen die meisten Änderungen dieses Updates in die Kategorien Fehlerbehebung und Optimierung. So gab es unter anderem Verbesserungen beim Verhalten der Zurück-Taste, bei Downloads und beim privaten Modus, aber auch behobene Abstürze und weitere Korrekturen.

Beim Bearbeiten von Lesezeichen gibt es jetzt einen Button mit einem Häkchen zum Speichern von Änderungen, während der Zurück-Button die Änderungen verwirft. Zuvor wurden Änderungen bei Betätigung des Zurück-Buttons gespeichert und konnten nicht verworfen werden.

Auch der „Über Firefox Preview“-Bildschirm wurde überarbeitet und besitzt nun diverse Links, unter anderem zu den Neuerungen, der Hilfe und dem Datenschutzhinweis.

Über Firefox Preview 3.2

Rendering-Engine und Komponenten

Firefox Preview 3.2 basiert auf den Mozilla Android Components 28.0.2 (vorher: AC 24.0.1) und nutzt zur Darstellung von Websites Mozilla GeckoView 73 2020-01-23 (vorher: GV 71.0.1 2020-01-08).

Firefox Preview 3.2.1

Mancher Nutzer wird in seiner Versions-Info möglicherweise die Versionsnummer 3.2.1 anstelle von 3.2.0 lesen. Beide Versionen sind funktional identisch zueinander und unterscheiden sich nur in der Art, wie diese kompiliert worden sind. Firefox Preview 3.2.1 ist um die 6 MB größer als Firefox Preview 3.2.0 und lädt Websites dafür rund fünf bis zehn Prozent schneller. Mit den unterschiedlichen Versionen testet Mozilla die Auswirkungen in der Praxis.

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