Beiträge von Kamper

    Manche hier im Forum blicken ja Firefox 57 mit großem Enthusiasmus entgegen. Ich muss leider schon über erste Umstellungsschwiergkeiten berichten.


    Weil Andere vielleicht vor einer ähnlichen Situation stehen, möchte ich den Ablauf der betreffenden Umstellung Schritt für Schritt erläutern.


    I.
    Es geht um das bisherige Add-on "Stylish": https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/stylish/


    Dieses wird ab Firefox 57 eingestellt. Empfohlen wird der Ersatz durch das Add-on (die künftige WebExtension) "Stylus":
    https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/styl-us/
    (Die entsprechende Empfehlung steht auch in einer Liste von Mozilla selbst: https://mozilla.github.io/extension-finder/


    II.
    Ich persönlich benötige "Stylish" zur Installation eines Benutzerstils namens "Bookmarks Menu in Multiple Columns", der hier zu finden ist: https://userstyles.org/styles/…-menu-in-multiple-columns


    Er bietet die Möglichkeit, die Firefox-Lesezeichen nicht mehr in einer langen Liste (also alle untereinander) anzuzeigen, sondern sie auf Spalten aufzuteilen (zu sehen in der Abbildung im vorigen Link).


    Das ist der einzige Benutzerstil, den ich mittels "Stylish" installiert habe.


    III.
    Die künftige WebExtension "Stylus" bietet an, bisherige Benutzerstile von Stylish zu Stylus zu importieren. Diesbezüglich wird auf der Stylus-Seite eine englischsprachige Anleitung verlinkt, die hier zu finden ist: https://add0n.com/stylus.html#faq5


    Auf der Stylus-Seite wird in diesem Zusammenhang gemahnt:

    Zitat

    Denke bitte daran, dass sowohl das im obigen Link genannte Export-Addon für Stylish, als auch das alte Stylish für Firefox selbst nur noch in Firefoxversionen < 57 funktionieren werden.


    Wenn man importieren möchte, ist also eine gewisse Eile geboten. Daher habe ich es mal anhand der zuvor verlinkten Anleitung versucht.


    IV.
    Erforderlich ist natürlich zunächst die Installation des Add-ons "Stylus".


    Danach sollte es wie folgt weitergehen (ich drehe Z 1 und 2 der englischsprachigen Anleitung um, weil mir der Ablauf der Schritte damit logischer erscheint:


    1. Folgende XPI-Datei herunterladen (und zB. am Desktop abspeichern):
    https://github.com/schomery/fi…ylish-export.xpi?raw=true
    Sie hat den Namen "stylish-export.xpi".


    2. Im Browser

    Zitat

    about:debugging

    eingeben und mit "Enter" öffnen.


    3. Im Fenster gibt es rechts oben eine Schaltfläche "Add-on temporär laden".
    Diese anklicken und dann nach der zuvor heruntergeladenen stylish-export.xpi suchen und sie mittels Klick auf "Öffnen" auswählen.


    4. Nach wenigen Sekunden sollte auf der Seite about:debugging Folgendes zu lesen sein:

    Zitat

    Stylish export to JSON


    Speicherort: C:/..../stylish-export.xpi
    Erweiterungs-ID: @stylish-export


    Und am Speicherort (Desktop) sollte sich eine Datei namens stylish.json befinden.


    (Wenn das der Fall ist, kann man die Seite about:debugging schließen.)


    5. Schließlich muss man die Datei stylish.json in das Add-on Stylus importieren.
    Das ist in der erwähnten Anleitung nicht mehr näher beschrieben. So läuft es (meinem Test zufolge) ab:


    a) Stylus öffnen (entweder über das große "S"-Symbol am rechten Ende der Adressleiste des Browsers oder über das Menü: Extras ---> Add-Ons ---> Erweiterunungen ---> Stylus ---> Einstellungen)


    b) Klick auf "Verwalten" (bei Öffnen über das Symbol) oder auf "Verwaltung" (ganz am unteren Seitenende) (falls man Stylus über das Menü geöffnet hat)


    c) In der linken Spalte Klick auf die Schaltfläche "Styles importieren"


    d) Nach der vorhin erstellten Datei stylish.json suchen und mittels Klick auf "Öffnen" importieren.


    e) Wenn alles geklappt hat, öffnet sich ein Pop-up-Fenster in dem steht:

    Zitat

    "Importieren der Styles abgeschlossen
    1* Style hinzugefügt"


    *[bei mir war es ja nur einer]


    ---> Mit Klick auf OK bestätigen.
    Im großen Fenster von Stylus (neben der Leiste) steht nun der Name des hinzugefügten Styles. Bei mir also: "Bookmarks Menu in Multiple Columns"


    f) Wichtig:
    Öffnet man "Stylus" über das Menü, so steht dort ganz unten kleingedruckt:

    Zitat

    "Nach dem Importieren von Styles aus einer alten Version oder von Stylish ist eine einmalige manuelle Überprüfung der Aktualisierungen (Updates) in der Verwaltung nötig. [...]


    ---> Daher
    - entweder Klick auf die Schaltfläche "Nach Aktualisierungen suchen" in der linken Spalte der Styles-Verwaltung oder
    - Klick auf das Aktualisierungs-Symbol (zwei gedrehte Pfeile) rechts im Fenster beim jeweiligen Style.
    [bzw. (falls Styles über das Menü geöffnet ist)]:
    - Klick auf die Schaltfläche "Styles aktualisieren" (wieder ganz am unteren Seitenende).


    Damit müsste alles abgeschlossen sein.


    Aber leider: Sobald ich Stylish (also das alte, bisherige Add-on deaktiviere) sind die Lesezeichen in einer langen Liste statt wie bisher in Spalten angezeigt und "Bookmarks Menu in Multiple Columns" ist auch aus der Liste Benutzer-Styles (unter Extras ---> Add-ons) verschwunden (genau genommen: es gibt des Eintrag "Benutzer-Styles" bei mir dann gar nicht mehr, weil ich ja nur einen solchen Style in Verwendung hatte). Im neuen Add-on (also in "Stylus") scheint "Bookmarks Menu in Multiple Columns" aber weiterhin als (aktivierter) Style auf (bzw. ist er kurz danach auch von dort wieder verschwunden). :?


    Meine Vorahnung: Für uns - jene Minderheit, die sich nicht mit Firefox in der Standardversion begnügt, sondern auf Add-ons, Benutzerstile etc. zurückgreift - wird Version 47 noch viele unliebsame Überraschungen bereit halten.


    Wieso auch immer hier jetzt eine Änderung diskutiert werden muss, die bereits mehrere Jahre (!) zurück liegt…


    Na deshalb:



    bei den bisherigen Updates konnte man das "alte Suchfenster" bzw. die "alte Suche" mittels Add-on "Classic Theme Restorer" wiederherstellen, nach dem Update auf Version 56 nicht mehr.


    Solange man sich mit Add-ons etc,. behelfen kann, spürt man von Firefox aufgezwungene Veränderungen nicht (oder nur abgeschwächt). Sobald die Add-ons nicht mehr funktionieren, ist das anders.



    Wenn ein Add-on in Firefox 56 nicht mehr funktioniert, wäre da nicht der Entwickler des Add-ons der erste Ansprechpartner?


    Wie man's nimmt: Wenn etwas die ganze Zeit hindurch funktioniert, und mit einem bestimmen Firefox-Update tut es das plötzlich nicht mehr, dann ist es naheliegend, das Firefox anzulasten. (Dass letztlich der Add-on-Entwickler nachziehen muss, wenn er seine Erweiterung am Leben erhalten will, steht auf einem anderen Blatt.)


    Persönliche Schlüsse: automatische Updates unterbinden.


    Das sowieso. :wink: Aber manuell installieren muss man sie ja (leider) doch über kurz oder lang, weil man sonst Sicherheitslücken bestehen lässt, die ein Update allenfalls schließt.


    [Anm.: Katlimas Beitrag enthielt substanzielle Kritik am Standard-Suchfenster von Firefox, ist aber jetzt wieder verschwunden.]


    Jedenfalls hat mir Paf aus der Seele gesprochen/geschrieben, indem er meinte:



    Och nö, warum wird immer wieder was geändert, was keine Sicherheitsrelevanz hat (nehme ich an), aber den Nutzern gewohnte Arbeitsweisen und praktische Einrichungen wegnimmt?


    Was Sörens Artikel betrifft:


    Dieser Kommentar von mir liefert viele Gründe für das 'warum'.


    Der Artikel ist zwar recht optimistisch und Firefox-freundlich, aber hervorragend geschrieben: sehr gut lesbar und sehr informativ.


    Er betrifft allerdings nur den bevorstehenden (man könnte auch sagen: drohenden) Firefox 57. Das "Warum" zahlreicher willkürlicher Modifikationen des Browsers in der Vergangenheit ist damit auch nicht geklärt.


    Aber Sören hat jedenfalls schon gut diagnostiziert, wie es mir mit der Einführung von Firefox 57 ergehen wird:


    Zitat

    Für einige Nutzer wird die Umstellung hart, das steht vollkommen außer Frage.

    Hallo,


    was ich schreibe, ist nur ein sehr allgemeiner Hinweis, aber er könnte auf die richtige Spur führen:


    Verwendest du ein alternatives Erscheinungsbild (Style)? Siehe dazu in deinem Browser unter Extras ---> Add-ons ---> Erscheinungsbild nach.


    Wenn ja, dann aktiviere an Stelle der Alternative probeweise mal das Standard-Erscheinungsbild ("Default") [Dazu nur bei "Default" auf "Aktivieren" klicken (und den Browser neu starten), nicht beim bisher verwendeten auf "Entfernen"; sonst löschst du es!].
    Wenn das Problem dann nicht mehr auftritt, dann weißt du, womit es zu tun hat.


    Leider führen Firefox-Updates immer wieder dazu, dass der Browser mit einem bewährten, bisher verwendeten Erscheinungsbild in irgendwelchen Details nicht mehr reibungslos funktioniert. (Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn auch nicht beim konkreten Problem. :? )

    Hallo,


    zum konkreten Problem kann ich nichts sagen, aber was das betrifft:



    Kann ich irgendwie vorhandene Tastenkombinationen von Firefox einsehen und umstellen?


    findest du zB. hier eine allgemeine Übersicht:


    https://support.mozilla.org/de/kb/Tastaturkuerzel


    Bezüglich der konkret auf deiner Tastatur vorhanden Tastenbelegungen und ihre etwaige Änderung hilft dir die Erweiterung "Menu Wizard" weiter:
    https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/s3menu-wizard/


    Die entsprechenden Optionen öffnen sich nach Klick auf das Tastatursymbol rechts oben in Menu Wizard:


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/thumb/mwgbs51.jpg]


    Die angehakten Kombinationen sind jene, die auf deiner Tastatur aktiviert sind. Durch Klick in das Feld mit der bisherigen Tastenkombination und Einfügen der neuen änderst du das Kürzel.


    Also ein physischer Zugang zu meinem Rechner ist eine Sache, aber genauso kann eine Schadsoftware die Firefox-Profile durchstöbern.


    Das ist schon klar. Aber dieses Problem betrifft ja alles, was sich an Daten auf deinem Rechner befindet. Da dürftest du überhaupt nichts am Rechner belassen. Wenn es mal so weit ist, dass man derartige Schadsoftware am Rechner hat, ist der Katastrophenfall ohnedies schon eingetreten. Das Auslesen der Daten über die Session-Wiederherstellung ist dann wahrscheinlich noch eines der kleineren Übel. :wink:



    zu meiner Arbeitsweise gehört, dass ich mehrere Browser-Instanzen benutze und diese Instanzen durch das Versetzen des PC's in den Ruhezustand über längere Zeiträume nutze ohne zu schließen.


    O.k. - dann wird dich das Problem mit der anwachsenden Datenmenge eher betreffen. Bei mir ist das anders, weil ich den Browser in Sandboxie laufen habe und ihn auch immer wieder zwischendurch schließe. (Verstehe aber, dass das nicht für alle Nutzer so handhabbar ist.)



    Habe jetzt geprüft:

    • in meinem Profil, wo die Option browser.cache.memory.enable = false gesetzt ist, werden die laufende Aktivitäten in der recovery.js nach wie vor protokolliert
    • in meinem Profil, wo das Anlegen der Chronik deaktiviert ist, werden die recovery.js und previous.js nicht aktualisiert also werden meine Aktivitäten nicht protokolliert


    Jedenfalls der erste Punkt erscheint mir logisch: Cache ist Cache, und das Sammeln der Daten für die Session-Wiederherstellung erfolgt ja außerhalb des Caches, eben in der recovery.js im Profil.
    Und der zweite Punkt eigentlich auch: Session-Wiederherstellung setzt wahrscheinlich die Chronik voraus. ---> Wer auf diese verzichtet, hat im Crash-Fall auch keine Wiederherstellung. (So denke ich mir das zumindest.)


    Ich habe jetzt

    • in einem Firefox-Profil die Einstellung browser.cache.memory.enable auf false gesetzt.
    • im anderen Profil habe ich das Anlegen der Chronik aktiviert*. Keine Ahnung, ob dadurch keine Sessionsdaten angelegt werden.
    • im dritten Profil hat der Parameter browser.cache.memory.enable den Standardwert true und es wird auch eine Chronik angelegt.


    *[Bei Profil 2 meinst du vermutlich "deaktiviert".]


    :klasse: Super. Bin auf die weiteren Beobachtungen gespannt.


    [Für die technischen Fragen betreffend RAM, Cache etc. ist Sören zuständig. Da reichen meine Kenntnisse nicht. :wink: ]

    spiderman, den folgenden Text habe ich schon vor deinem eben verfassten Beitrag geschrieben. Aber ich denke, was ich da erwähne, bleibt trotzdem gültig:



    Wenn man beachtet, dass diese Historie-Einträge nicht nur im Arbeitsspeicher, sondern im 15 sek -Takt auch dauerhaft auf der Festplatte erfasst werden, dann stellt Firefox mit einem Session-Wiederherstellung-Feature auch eine Überwachung-Infrastruktur dar. Sobald ich Firefox nutze, sorge ich dafür, dass alle meine aktuelle Aktivitäten lückenlos protokolliert werden. Angenehm für den potenziellen Überwacher, dass die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb dieser Infrastruktur komplett von mir als Zielperson selbst getragen werden.


    Ich glaube, dass diese Datenschutzbedenken durch Sören entkräftet sind, wenn er schreibt:


    Für den Schutz deines Systems, in dem Sinne, dass niemand Zugriff auf deine lokale Chronik hast, bist ganz alleine du und sonst niemand verantwortlich. Aber wenn du niemanden an dein System lässt, kommt auch niemand außer dir (technische Möglichkeiten von irgendwelchen Geheimdiensten lassen wir mal an dieser Stelle außen vor…) an die Daten zur Sitzungswiederherstellung, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.


    Eine Gefahr hinsichtlich des Datenschutzes könnte also wohl nur dann bestehen, wenn Dritte deinen Rechner (befugt oder unbefugt) benützen und dabei etwas ausspionieren möchten.


    Darüber hinaus scheint mir die Session-Wiederherstellung diesbezüglich auch aus einem anderen Grund unbedenklich zu sein:


    Wenn ich das richtig gestestet habe, werden die Daten für die Session-Wiederherstellung ohnedies automatisch entfernt, sobald du den Browser "normal" schließt (also nicht das Crash-Szenario, sondern das herkömmliche Schließen von Firefox).


    Konkret:


    Wie ich einem Artikel entnehme, ist der Speicherort dieser Wiederherstellungsdaten eine Datei namens "recovery.js" (https://www.servethehome.com/f…sd-here-is-how-to-fix-it/:(


    Zitat

    [...] Firefox, writing tirelessly at anywhere between 300K and 2MB per second to a file called “recovery.js”. Researching revealed that this is Firefox’s session backup file that is used to restore your browser sessions in case of a browser or an OS crash.


    Ich habe mal nach dieser Datei gesucht. Der Pfad ist:


    Zitat

    C:\Users\[...] [Benutzername]\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\[...].default\sessionstore-backups\recovery.js


    Und wenn ich das korrekt nachvollzogen habe, wird diese Datei ohnedies gelöscht, sobald du den Browser schließt (und wieder neu angelegt, wenn du ihn das nächste Mal öffnest). (Nebenbei: Dass sich in den berichteten einschlägigen Tests in der recovery.js bzw.damit verbunden in cookie-Dateien etc. so enorme Datenmengen in GB-Größe ansammeln, ist folglich offenbar darauf zurückzuführen, dass über einen entsprechend langen Zeitraum der Browser nicht geschlossen worden war.)


    Wie gesagt: Meinem Test zufolge verschwinden die für die Session-Wiederherstellung angesammelten Daten ohnedies, sobald du den Browser schließt.


    Und schließlich gilt das, was schon ausführlich erörtert wurde:
    Durch entsprechende Änderung (Erhöhung) des 15000 Millisekunden-Werts unter "about:config" ---> "browser.sessionstore.interval" lassen sich diese (Zwischen)-Speicher- und Schreibvorgänge in die recovery.js de facto gänzlich unterbinden.


    evtl. durch eine standardmäßige Deaktivierung der Option "Sessionsdaten merken"


    Kann man naürlich ausprobieren. Aber demzufolge, was Sören weiter oben (und jetzt auch im anderen Thread) geschrieben hat, sollte das keinen Effekt für das Problem Geschwindigkeit/Stocken haben:



    Wenn der Browser deswegen stockt, dann hat man mit seinem System größere Probleme, das darf dem nichts anhaben. Am RAM-Verbrauch ändert sich dadurch wie gesagt gar nichts.


    Interessant wäre, ob du durch folgende Maßnahme bisher eine Verbesserung bemerken konntest, oder ob das keine Abhilfe schafft:



    Ich habe jetzt testweise die von Kamper genannte Einstellung

    Code
    browser.cache.memory.enable

    auf false gestellt. Momentan läuft der Firefox flott, ich werde es beobachten [...]


    (Ich selbst kann es - wie oben erwähnt - nicht so ohne Weiteres testen, weil das Stocken bei mir zum Glück nicht so häufig vorkommt.)


    Ich glaube, man sollte verschiedene Lösungsansätze hintereinander ausprobieren, weil man sonst leicht die Übersicht verliert.


    Genau, einfach testen, dein Ergebnis interessiert mich. Ich werde mich nicht wundern, dass bei diesem RAM-Belegung-Problem unterschiedliche Systeme sich unterschiedlich verhalten.


    Ich konnte es gestern nur mehr relativ kurz testen (also "browser.cache.memory.enable" auf "False"), nämlich ca. 30 Minuten. Da gab es keinerlei Stocken von Firefox. Aber das ist nicht sehr aussgekräftig, weil das Stocken bei mir meistens sowieso erst nach längerem Öffnen des Browsers auftritt (also anscheinend, wenn sich zu viel an Datenmaterial - im RAM oder wo auch immer (?) - angesammelt hat). Erst nach mehrmaligem "Langzeit-Surfen" kann ich also etwas Zuverlässiges sagen. - Bin jedenfalls neugierig, wie deine Resultate sind.

    Danke, Sören.


    Ich bleibe mal mit einem ähnlichen Thema dran:


    Es gibt unter about:config den Eintrag "browser.cache.memory.enable".
    (s. dazu etwa [englisch]: http://kb.mozillazine.org/Browser.cache.memory.enable)


    Der Wert dafür steht standardmäßig auf "true". Könnte es Abhilfe (gegen das Stocken von Firefox) schaffen, wenn man hier auf "false" umstellt?


    Ach so, im obigen Link steht eigentlich schon die Antwort. :wink:


    Zitat

    Users who are having problems with memory consumption can try setting the value to false to lower memory consumption. Users who have no problems with memory should leave it at true.


    Also könnte man das doch mal probieren ... ?

    Dazu hätte ich eine Frage primär an Sören.


    Ich gehöre auch zu jenen, bei denen Firefox zuweilen langsamer bzw. gar nicht mehr reagiert und fand den Hinweis von der_nachdenklicher in #35 sehr interessant. Ich hatte nach diesem Beitrag die Hoffnung, dass man durch Erhöhung des Standard-Werts von 150000 (= 15 Sekunden) unter "browser.sessionstore.interval" solche Verzögerungen beseitigen könnte.


    Sörens anschließendes Posting hat diese Hoffnung wieder gedämpft. :cry:


    Im Internet habe ich zu dem Thema zB. Folgendes gefunden (englisch):
    https://www.mahal.org/change-f…interval-to-save-your-ssd


    Dort heißt es unter Anderem:



    (Ganz ähnlich ein Artikel auf Deutsch, den ich soeben dazu gefunden habe:
    http://derstandard.at/20000451…la-Browser-ein-SSD-Killer )


    In den Artikeln geht es primär um SSDs, aber das ist für meine Frage bzw. unser Problem nicht so wesentlich. Aus dem zitierten Text ist jedenfalls zu schließen, dass Firefox in Zusammenhang mit der "Session Restore" offenbar kumulativ (und standardmäßig alle 15 Sekunden) Daten speichert, was sich unter Umständen in kurzer Zeit zu gehörigen Mengen steigern kann.


    Deshalb wüsste ich gerne nochmals von Sören: Irgendwo muss das ja alles (zwischen)gespeichert werden. Kann man dennoch davon ausgehen (so interpretiere ich dein Posting), dass dadurch der RAM-Verbrauch nicht beeinflusst wird? Mit anderen Worten: Könnte eine Vergrößerung des Intervalls "browser.sessionstore.interval" nicht dazu beitragen, dass ein stockender Browser wieder flüssig läuft?


    Ich frage deshalb, weil sich Versuche mit entsprechenden Intervalländerungen erübrigen würden, wenn da ohnehin kein Zusammenhang bestehen kann.

    Auch wenn NoScript als Erweiterung installiert ist, kann es zu solchen Hinweisen/Aufforderungen wie in der Abbildung kommen. (NoScript dient ja so nebenbei auch als Popup-Blocker bzw. Adblocker. :wink: )

    Hallo jobo,


    Lösung kann ich leider keine anbieten, aber Trost spenden. :wink: Ich stelle nämlich fest, dass dieses Problem verstärkt aufzutreten scheint. Allein aus den letzten paar Tagen bin ich hier im Forum auf mehrere Threads gestoßen, die von ähnlichen bzw. gleichen Schwierigkeiten berichten:


    https://www.camp-firefox.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=121635 ("Arbeitsspeicher-Belegung drosseln")


    https://www.camp-firefox.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=121444 ("FF reagiert langsamer beim Scrollen, Anklicken und Schreiben")


    https://www.camp-firefox.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=121614 ("Speicherfreigabe funktioniert nicht")


    Und ich muss leider auch selbst immer wieder vergleichbare Erfahrungen machen. Zum Glück nicht ständig, aber auch bei mir kommt das Stocken von Firefox (und dadurch ausgelöst des ganzen Systems) gar nicht so selten vor. Abhilfe schafft dann immer nur das Schließen des Browsers.


    Wäre also gut, wenn man der (bei uns allen gemeinsamen?) Ursache mal auf die Spur kommen könnte.

    Vom Sicherheitsaspekt mal abgesehen (der natürlich für das Installieren von Updates spricht). Ich glaube, das folgende Ziel kann ganz einfach erreicht werden (ohne Eingriff in die Registry):



    Gibt es eine Möglichkeit, evtl. durch eine Einstellung in der Registry, dass keine Updates mehr installiert werden?


    Man braucht doch nur die Firefox-Einstellungen entsprechend anzupassen:
    - Extras ---> Einstellungen ---> Erweitert ---> Registerkarte "Update"
    - Dort gibt es drei Optionen:
    a) "Updates automatisch installieren (empfohlen: erhöhte Sicherheit)"
    b) "Nach Updates suchen, aber vor der Installation fragen"
    c) "Nicht nach Updates suchen (nicht empfohlen: Sicherheitsrisiko)"


    Mit Variante zwei oder drei müsste deinem Anliegen doch entsprochen sein. Ich bin selbst ein Gegner automatischer Updates und verwende daher die zweite Option.

    Zur Ausgangsfrage hier auch die Erläuterung von Mozilla selbst:
    https://support.mozilla.org/de…rnisierung-firefox-add-on


    Auszug:



    Ich arbeite in der Branche und kann das absolut nicht bestätigen. Viel mehr ist es doch so, dass es natürlich gute und schlechte Designs gibt und das ist kein Phänomen der heutigen Zeit, das gab es schon immer. Aber die Darstellung, dass dies heute die Regel sei, ist definitiv falsch.


    Statistisch belegen kann ich es nicht. Aber mein Eindruck ist, dass es stark in die von mir geschilderte Richtung geht. (Ich könnte auch konkrete Beispiele zeigen, aber ich glaube, das lohnt den Aufwand nicht und ist auch nicht Thema dieses Threads.)



    Ich "abqualifiziere" überhaupt nichts ab. Die gezeigten Bilder zeigen nun einmal Webseiten, wie sie vor zehn Jahren schon aussahen, daran war überhaupt nichts typisch für das Jahr 2017.


    "Altbacken" ist ja nicht gerade eine positive Charakterisierung. :wink: Aber sei's drum. Ich finde es nur schade, dass man heute früheren Webseitengestaltungen (oder Gestaltungen von Benutzeroberflächen) tendenziell nichts mehr abgewinnen kann.


    Und was das betrifft:


    Wie gesagt, ich arbeite in der Branche, ich sollte beurteilen können, was als modern gilt und was nicht. Um Geschmack ging es dabei nicht. Kein Mensch hat gesagt, dass jedem das gefallen muss, was heute im Design gefragt ist. Ich sagte sinngemäß lediglich, dass die gezeigten Designs absolut nicht typisch für heutiges Webdesign sind. Das ist eine ganz andere Aussage als das, was du daraus machst.


    Wenn etwas "als modern gilt" (oder nicht), dann ist das eben sehr wohl eine (bloße) Frage des Geschmacks - also etwas, das nicht (oder nur am Rande) mit der Funktionalität, der Benutzerfreundlichkeit usw. zu tun hat. Dass es einem gefallen kann oder nicht, ist klar. Aber es ist offenbar Vieles (was einem am Bildschirm vorgesetzt wird) eine Frage der jeweils herrschenden Mode und nicht durch technische Notwendigkeiten oder Zweckmäßigkeiten bestimmt.


    Konkretes Beispiel:
    Als ich mich hier im Forum ein bisschen eingelesen habe, bin ich unter anderem auf diesen Thread gestoßen:
    https://www.camp-firefox.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=121149


    Dort hatte jemand folgendes Anliegen:


    Und diesese Kritik teile ich hunderprozentig.


    Zu meiner Verwunderung meintest aber du, Sören:


    Ich weiß zwar nicht, was genau an der genannten Webseite schlecht lesbar sein soll, da auch die dünne Schrift gestochen scharf ist und auch die Farbwahl (#666 auf #fff-Hintergrund, was einem Kontrastverhältnis von 5,74:1 entspricht) die Anforderungen für Barrierefreiheit erfüllt, aber [...]


    Das mit den Anforderungen für Barrierfreiheit wird sicherlich stimmen, wenn du es schreibst. Aber dennoch: Ich finde, dass die Schrift etwas zu dünn und vor allem durch das Grau zu hell ist. Kurz gesagt: Ich finde es anstrengend, die Schrift auf dieser Seite (also auf my-gps.org) zu lesen! (Auch wenn es durch Zoomen etwas besser wird.) Genau in solchen Fällen frage ich mich: Was veranlasst Webdesigner, anstatt des herkömmlichen Schwarz, dieses blasse Grau (#666) zu verwenden? Was steckt da anderes dahinter, als eine (meines Erachtens dumme) Mode, die nur die Augen der Webseitenbesucher unnötig anstrengt? "Schwarz auf Weiß" hat schon seinen guten Grund.


    PS:
    Bei aller Kritik soll nicht unerwähnt bleiben: Das Design eures Forums hier verdient meines Erachtens ein dickes Lob! Hier ist alles noch "altbacken" im besten Sinn. :wink: Gut lesbar, klare Kontraste durch unterschiedliche Hintergrundfarben bzw. gegebenenfalls Fettdruck usw., sehr ansprechende Blautöne, ... Gut so. :D

    Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich die Unzufriedenheit von mstern sehr gut nachvollziehen kann. Was sich in puncto Webdesign in den letzten Jahren abgespielt hat, ist (im wahrsten Sinn des Wortes) "in meinen Augen" eine einzige Katastrophe (und Zumutung). Insbesondere scheinen Webdesigner zunehmend darauf zu vergessen, dass es außer weiß und einem blassen Grau auch noch andere Farben gibt, und dass Kontraste, Trennlinien usw. dem Auge eine wohltuende Hilfe sein könn(t)en. All das zu berücksichtigen, war früher eine Selbstverständlichkeit. Heute ist es - offenbar aufgrund eines Modetrends - fast schon eine Ausnahme geworden


    Das betrifft sowohl zahlreiche Webseiten als auch die Benutzeroberfläche vieler Programme, darunter auch jene des Firefox. Durch Auswahl eines alternativen Themes/Erscheinungsbildes lässt sich das für Firefox bis zu einem gewissen Grad mildern, aber eben nur bis zu einem gewissen Grad.


    Dass in der heutigen Zeit alles als "altbacken" abqualifiziert wird, wenn es (maximal) ein paar Jahre in Verwendung war, halte ich dabei für ein bedauerliches Symptom unserer Zeit:


    Zumal selbst die hier gezeigten "Nachher"-Bilder bereits sehr altbacken aussehen und nicht wirklich modernem Webdesign entsprechen. Wenn ich mal ein paar Webseiten zeigen würde, die ich für Kunden erstelle, die sehen schon ganz anders aus… ;)


    Aber wie auch immer. Dass der Browser am Aussehen einer Webseite nichts Grundlegendes ändern kann, leuchtet mir ein. Ich habe auch nicht alle Kritikpunkte von mstern ganz verstanden (zB. was du konkret mit dem "Rollbalken" meinst).


    In gewissem Ausmaß lässt sich aber die Darstellungsqualität einer Webseite schon verändern: Wenn du, mstern, findest, dass auf den Webseiten alles viel größer dargestellt wird als früher, dann lässt sich das mit der Zoomfunktion des Browers (Taste "Ctrl" bzw. "Strg" plus Taste "+" bzw. "-") wenigstens "irgendwie" ändern.


    Hier zB. die von dir erwähnte Seite idealo.de in der "normalen" Größe:


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/thumb/id1v2svu.jpg]


    und hier drei mal verkleinert (auf 67%):


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/thumb/id24isig.jpg]


    Da hat man also schon mehr am Bildschirm und damit (je nach persönlichen Vorlieben) einen besseren Gesamtüberblick. Der Nachteil ist natürlich, dass damit auch die Schrift auf der Webseite beträchlich kleiner wird, was gerade bei Sehbehinderungen erst recht wieder zu Schwierigkeiten führen kann.


    Patentlösungen habe ich also auch keine, aber der Browser kann schon auch einen gewissen Beitrag dazu leisten, wie eine Webseite auf meinem Bildschirm aussieht.


    Übrigens ist auch das ein Zeichen unserer Zeit (und zugegebenermaßen nicht dem Browser anzulasten):



    Die gezeigten Beispiele von 2017 sollten zeigen, daß darauf (auf einen PC) 80% Bildinformation und nur 5% Textinformation angezeigt werden und damit für mich ungeeignet sind!


    Das ist ja bei Zeitungen im Prinzip nicht anders: Die Textinhalte werden immer weniger; die Bilder werden immer mehr und immer größer/knalliger. Das (Ziel-)Publikum will nicht mehr lesen, sondern (fast) nur mehr schauen bzw. klicken/antippen. :wink: