Zitat von Palli1. Sie dürfen Wenig Platz belegen, müssen aber trotzdem immer sichtbar und identifizierbar sein.
Abgesehen von deiner Priorisierung, verbirgt sich da in gewisser Weise ein Widerspruch. Eine Seitenauswahl, die selbst stets sichtbar ist und alle Seiten identifizierbar vorhält, kann schwerlich wenig Platz einnehmen. Irgendwo muss man Abstriche machen.
Zitat2. Sie müssen unmittelbar aufrufbar sein. (geht Momentan nur per Tastatur, oder über Umwege mit Maus)
Dort setzt die eingeschränkte Verfügbarkeit von "Shortcuts" schnell Grenzen.
ZitatAkustische Steuerung könnte hier helfen. Auf Kommando könnte jede Seite sofort dargestellt werden.
Sprachsteuerung ist stellenweise ein effizienter Eingabemodus, allerdings noch weit vom tauglichen Masseneinsatz in solchen Bereichen entfernt. Ob jedoch "jede" Seite sofort dargestellt werden kann, bezweifle ich eben. Es muss auch über die Sprache eine Auswahl erfolgen. Wenn du bspw. eine bestimmte Artikelbeschreibung bei eBay wieder aufrufen willst, müsstest du diese Seite auch erste dem Rechner verbal beschreiben. Bis diese Spracheingabe formuliert und erkannt ist, kann man die Seite oft schneller über die bisherige Awesomebar aus der Chronik fischen oder die Lesezeichen bemühen. Setz dich einfach mal hin und formuliere verbal eine Beschreibung so einer Seite und miss die Zeit, die dabei vergeht.
Es hängt also auch davon ab, welche Seiten man aufrufen möchte. Je konkreter die Seite, desto komplexer die verbale Anfrage dazu. Wo sich Sprachsteuerung schnell anwenden lässt, ist bei recht unspezifischen Anfragen. So ist "Suche IPhone bei Amazon" vergleichsweise flott geäußert und ausgewertet.
Zitatwen ich Sekunden zum Aufrufen der Seite brauche und mich im schlimmsten Fall durch mehrere Menüs hangeln muss.
Seiten müssen in irgendeiner Form identifizierbar sein. Das hast du oben bereits festgestellt. Als Unterscheidungsmerkmale können gegenwärtig das Aussehen, textuelle Repräsentationen oder Meta-Beschreibungen dienen. In irgendeiner Form muss man die Auswahl aus diesen Elementen darstellen und mit wachsender Anzahl der einbezogenen Seiten steigt auch die Komplexität der Darstellung.
Solange man nur wenige Seiten verwalten will, lassen sich viele effiziente Wege beschreiben diese schnell auszurufen. Mit wachsender Zahl braucht es Abstraktionsebenen, um Auswahlentscheidungen zu ermöglichen und die Menge der potentiellen Kandidaten einzuschränken. An diesem Umstand wird man nicht vorbei kommen und sich von einem unmittelbaren Weg für alle Seiten verabschieden, zumindest bei den gegenwärtigen Mensch-Maschine-Schnittstellen.
Insofern würde ich bugcatcher u.U. widersprechen:
Quelle: bugcatcher
Zitat von bugcatcherWenn ich ein Programm nutze, will ich vor allem das damit machen, wofür es gedacht ist. Bei einem Browser ist das Seiten anschauen.
Wie von Palli zu recht eingefordert sollte der User in der Lage sein, Seiten bzw. Dienste möglichst schnell und effizient zu erreichen. Dabei wurde richtigerweise festgestellt, dass das Laden und Darstellen der Seiten inzwischen teilweise schneller erfolgt als das Selektieren der gewünschten Seite.
Daraus ergibt sich für mich, dass mehr benötigt wird, als nur die Darstellung von Webseiten. Es geht vor allem um ein effizientes Management von Wissen, Daten und Workflows und zwar konfigurierbar und skalierbar für jeden individuellen User. Die Frage ist, ob man sich dann weiterhin auf den Browser beschränken will und welche Funktionen diesem letztlich bleiben. Denn es besteht kein Zwang sich nur auf Webseiten zu stürzen. Dateien, Dokumente können ebenso erfasst werden, schon heute gibt es bereits Ansätze diese Informationen zu integrieren (bspw. Desktop-Suche).
Wenn man sich vorläufig auf den Browser und Webseiten beschränkt, muss der Browser also die Seiten nicht nur darstellen können, sondern ist gleichzeitig auch für das effiziente Management zuständig.