Das sind gleich 2 Denkfehler. Kinder aus armen Verhältnissen werden selten zu der Einkommensschicht gehören, die eine effektive Finanzierung der Vorgängergeneration leisten können. Viel eher werden Sie zu Sozialfällen und benötigen selbst finanzielle Unterstützung. Ausserdem brauchen (zumindest, wenn ich meiner Verantwortung nachkommen kann) meine Nachkommen nichtmehr für mich zu sorgen, da ich mich ja selbst schon privat absichern soll, um so den Gererationenvertrag auflösen zu können, der ja ohnehin nicht funktionieren kann. Die jetztigen und kommenden Generationen haben also allein was die Altersvorsorge angeht, eine enorme Last zu buckeln. Und wie gesagt... das ist eine Milchmädchenrechnung. Als ich letztes Jahr Pakete schuppsen war, hab ich gerade mal genug Kohle verdient, um die ständigen anfallenden Rechnungen zu bezahlen. Das der Rentenanteil dabei gering ist (die Leute die das ihr leben lang machen, werden insofern irgendwann eh Zuschüsse vom Staat brauchen, da die Rente selbst nicht reichen kann) und das gerade diese Menschen sich körperlich bei der Arbeit vorzeitig kaputtmachen und daher vorzeitig in Rente gehen, macht die Pespektive nicht besser. Von grosser privater Altervorsorge kann also garkeine Rede sein. Das ist was für besserverdienende. Und die wird es in Zukunft in Deutschland immer weniger werden. Wo keine Arbeit ist, da kann auch keine Arbeit an nachkommende Generationen vermacht werden.
Das ist so als wenn Du ein Wasserloch in der Wüste hast, dass 5 Leute mit Wasser versorgen kann, aber schon 7 Leute hast. Dann helfen dir noch 3 weitere nicht wirklich weiter ; )
Aber wie gesagt... ich halte es weniger für ein finanzielles Problem, als für ein Gesellschaftliches. Kannst Du Kindern keine reiche Zukunft bieten, werden sie von der Gesellschaft abgelehnt (dieser Marken-Wahn ist ein schönes Beispiel) und werden alles andere als eine schöne Kindheit haben Es wird in eine brutale Leistungsgesellschaft bebohren, in der man nur auf 2 Wege etwas wird und nur auf einem auch etwas bleibt. Reich sein, oder sich verheizen.
Menschliche ideologische Werte haben da keinen Platz, und je ärmer eine Gesellschaft wird, desdo anfällig wird sie für vermeidliche Heilsbringer. Man klammert sich so gerne an Hoffnungen, auch wider besseren Wissens.
Solang sich das Wertegefüge des Menschens nicht ändert (und das wäre wohl gegen seine Natur), wird das hier nicht besser werden.
Ich handhabe das für mich so: ich schau, dass ich niemandem irgendwelche Lasten hinterlasse und gut ist.
BTW: Ich persönlich mag dörfer auch lieber... Städte machen mich ramdösig. Laut, schmutzig, unpersönlich.