Firefox Enterprise: Mozilla bringt neues Angebot für Unternehmen
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Sören Hentzschel -
12. Oktober 2026 um 09:01 -
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Mozilla hat Firefox Enterprise vorgestellt. Damit können Unternehmen und andere Organisationen Firefox zentral verwalten, die Weitergabe von Daten einschränken und Regeln für die Nutzung von KI festlegen. Professioneller Support ist ebenfalls enthalten.
Mit Firefox Enterprise erweitert Mozilla sein Angebot für Unternehmen und andere Organisationen. Dieses richtet sich vor allem an diejenigen, die besondere Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz haben und mehr Kontrolle darüber benötigen, wie der Browser im Arbeitsalltag genutzt wird.
Firefox auf eigener Infrastruktur verwalten
Herzstück von Firefox Enterprise ist eine Verwaltungskonsole, welche auf der eigenen IT-Infrastruktur betrieben wird. Darüber können Administratoren Einstellungen und Zugriffsrechte für die gesamte Organisation, einzelne Gruppen oder bestimmte Nutzer festlegen. Auch Erweiterungen und deren Zugriffsrechte lassen sich zentral steuern.
Dabei entscheidet die Organisation selbst, wo Verwaltungsdaten, Richtlinien und Telemetrie gespeichert werden und welche externen Dienste Firefox kontaktieren darf. Für die Verwaltung ist sie damit nicht auf eine von Mozilla betriebene Infrastruktur angewiesen.
Vorhandene Systeme zur Anmeldung und Sicherheitsüberwachung können eingebunden werden. Beispielsweise lässt sich der Zugriff davon abhängig machen, wer sich anmeldet und ob das verwendete Gerät die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Browserereignisse und Änderungen durch Administratoren können an bestehende SIEM-Systeme zur zentralen Sicherheitsüberwachung übermittelt werden.
Auch Mitarbeiter und externe Partner können von firmeneigenen oder privaten Geräten auf bestimmte interne Webanwendungen zugreifen. Dabei lässt sich der Zugriff auf einzelne Anwendungen begrenzen, ohne das gesamte Unternehmensnetzwerk zugänglich zu machen. Für solche Anwendungsfälle soll Firefox Enterprise den Bedarf an VPN-Verbindungen oder virtuellen Desktops reduzieren.
Datenweitergabe und KI-Nutzung einschränken
Firefox Enterprise enthält Funktionen zur sogenannten Data Loss Prevention, kurz DLP. Damit lässt sich beispielsweise festlegen, dass auf bestimmten Domains keine Dateien hochgeladen oder Inhalte per Kopieren und Einfügen übertragen werden dürfen. Je nach Regel kann Firefox eine Warnung anzeigen oder die Aktion blockieren. Auch Downloads lassen sich auf diese Weise kontrollieren. Bereits eingesetzte DLP-Lösungen können ebenfalls eingebunden werden.
Für KI-Dienste können Organisationen festlegen, welche erlaubt, eingeschränkt oder gesperrt sind. Die KI-Funktionen des Browsers lassen sich auch vollständig deaktivieren. So können Unternehmen beispielsweise verhindern, dass vertrauliche Informationen über nicht freigegebene KI-Dienste weitergegeben werden.
Über den „Lockdown Mode” können festgelegte Websites in einer besonders abgesicherten Browserumgebung geöffnet werden. Dabei lassen sich unter anderem Downloads, die Zwischenablage, Entwicklerwerkzeuge und bestimmte Web-APIs einschränken. Die Verarbeitung erfolgt direkt im Browser, ohne die Inhalte auf einem entfernten Server rendern zu müssen. Außerdem nennt Mozilla zentral verwaltete Sicherheitsupdates als Bestandteil des Angebots.
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Abonnement inklusive Support
Firefox Enterprise ist ein kostenpflichtiges Angebot im Abonnement. Enthalten ist der Standard-Tarif von Firefox Professional Support. Darüber erhalten IT-Teams direkten Zugang zu Firefox-Experten bei Mozilla, definierte Reaktionszeiten und Unterstützung bei Einrichtung, Richtlinien und Updates.
Ein optionaler Premium-Tarif bietet unter anderem einen festen technischen Ansprechpartner und regelmäßige Abstimmungstermine. Wer den regulären Firefox im Unternehmen einsetzt, kann Firefox Professional Support auch separat buchen.
Konkrete Preise nennt Mozilla nicht. Interessierte Organisationen können eine Demo anfordern oder den Vertrieb kontaktieren.
Zum Start ist Firefox Enterprise europaweit verfügbar. Der Vertrieb konzentriert sich zunächst auf Deutschland, Österreich, die Schweiz und Frankreich. Weitere Märkte sollen folgen.
Auch Thunderbird Enterprise geplant
Mozilla arbeitet außerdem an Thunderbird Enterprise. Darüber sollen künftig auch E-Mails, Kalender und Kontakte über die Verwaltungskonsole von Firefox Enterprise zentral verwaltet werden können. Einen Veröffentlichungstermin gibt es dafür noch nicht.
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