Beiträge von Amsterdammer

    Auf ein Wort zwischendurch:


    Radio 2 NL spielt dies Wochenende die "zwarte lijst"; bis Sonntag Mitternacht Songs von und/oder nicht-weißen Sängern/Sängerinnen, Komponisten, Textschreibern usw.
    http://www.nporadio2.nl/
    Hör- oder Seh-Button drücken, Cookie-Information wegklicken und los geht's.
    Internetradio oder App unter "NPO Radio 2"


    Viel Spaß

    Zitat von Boersenfeger

    ....die Werbung geht mir stark auf den Wecker.... :(


    Wem nicht. :evil:
    Radio 2 nimmt ein Schweinegeld ein in dieser Zeit
    Standardreklamepaket: 20 sekunden, 5 x am Tag, an sieben Tagen: 19.000 Euro
    Die Firmen stehen Schlange, die TOP 2000 erreicht 11 Millionen Niederländer (das sind 67%)
    Kein Spitzenereignis im Sport schafft das.


    Das ärgerlichste ist für mich ist, daß die DJ's durch Intros und Outtros schwätzen.


    Mein Hörtipp heute: ca. 19:15 Ouverture (aus Tommy) von The Who (das ist der Tune der TOP 2000 nach jeden Nachrichten)

    Neuerung dieses Jahr: Die TOP 2000 fängt am 1. Weihnachtstag drei Stunden früher als in den Jahren zuvor an, nämlich um 09:00 h. Das heißt: 159 Stunden Non-Stop Hits von 1939 - 2015 <;)

    Video: T. Rex: Get it on


    dann irgendwo anders via google suchen
    oder Hide my Ass anwenden


    Junge Junge, das da doch immer was Idioten (nur in) in Deutschland sind, die Rechte für einen englischen Song aus 1971 kassieren wollen :grr:

    Es gibt hier zwei alte Musik-Threads im Forum:
    Was hört ihr gerade,
    und dieser hier, TOP 2000


    Was hört ihr gerade ist das ganze Jahr über aktiv mit viel gegenwärtiger Musik,
    dieser hier beschäftigt sich mehr mit Musikgeschichte, und auch nur am Ende jeden Jahres. Die TOP 2000, ursprünglich eine einmalige Aktion einer niederländischen Radioanstalt (Radio 2) zur Jahrtausendwende ausgestrahlt, hat sich inzwiscen zur größten Oldie-Hitparade der Welt gemausert: 2000 Songs nonstop (letztes Jahr mit Titeln von 1934 -2014), zwischen Weihnachten und Neujahr jeden Jahres.


    Ein Beispiel aus der Mottenkiste (als ich jung war):


    Eine berühmte Band aus Ende der 60-iger/Anfang der 70-iger war T. Rex aus England. Drei Mitglieder der Band sind bei verschiedenen Autounfällen ums Leben gekommen, alle ungefähr 30 Jahre alt. Durch die musikalische Weltpresse ging der Unfall de Leadsängers Marc Bohlen (1977). Am Steuer saß damals seine Freundin und ebenfalls bekannte Sängerin Gloria Jones, die 1964 eine Flop hatte mit Tainted Love.


    Tainted Love war in der Version von Soft Cell der Diskofeger von 1981.
    20 Jahre später wurde der Hit nochmal aufgelegt, diesmal mit dem Amerikaner Marylin Manson


    Und jetzt noch ein bischen was zum Hören
    T. Rex:


    und 3x der gleiche Song:
    Gloria Jones (1965)

    Soft Cell (1981)

    Marylin Manson (2001)


    Gloria Jones ist heute 70 Jahre alt, sie hat in einem Interview erzählt, wie dieser Song wegen einiger Zigaretten zum Welthit wurde; Musikgeschichte pur, aus dem letzten Jahrhundert.

    ===================Start Jahr 11 diese Threads=======================


    Es ist wieder soweit, das größte Radiomusikspektakel Europas geht wieder in die Startlöcher. Die meisten wissen wie es geht. Dies Woche kann man wählen
    http://www.radio2.nl/top2000
    Auf den Button TOP 2000 drücken und Songs auswählen.


    Ab dem 25.12. 12:02 bis 31.12. 23:59 hören wir wieder 2000 Songs am Stück.
    Wer den Thread noch nicht kennt, geht zum Beitrag 1, da ist ein Register der letzten 10 Jahre.
    Und rumstöbern in den Beiträgen von Jahr 1 ist auch lustig, wer da noch alles mitgemacht hat, Junge Junge...


    Zum Aufwärmen: Superhit Satisfaction wurde vor 50 Jahren veröffentlicht.


    Viel Spass!

    Tja, das ist so in Journalistenland, wenn Tote fallen (im Ausland), kommt es in die Schlagzeilen, wenn etwas gut abläuft, ist es eine Randnotiz, auch wenn Kollegen betroffen sind.


    Das einzige, was die Politik hier fordert, ist, zu dezentralisieren (Produktion und Technik trennen), mit anderen Worten: die Abteilung, die für die technische Übermittlung der Bild- und Tonsignale aus den Studios zu den Sendemasten (Äther), Satelliten und Serverzentren (Kabelfernsehen) verantwortlich ist, in anderen Gebäuden unterzubringen. Dies, um zu verhindern, daß im Notfall gleich mehrere Sender ausfallen. In einem kleinen Land wie Holland (vergleichbar mit NRW) gibt es nur ein Sendezentrum für alles, nämlich in Hilversum, vergleichbar mit dem Sendezentrum des ZDF an einem Ort in Mainz.


    Was geklappt hat:
    Sendeunterbrechung und Evakuierung nach Anweisung von Alarmplänen.
    Besonnene Reaktionen geschulter Sicherheitskräfte
    Die unmittelbare Präsenz trainierter Polizisten mit Ortskenntnis
    Aktivierung von Backuptechnik im Ausland (hier: Luxemburg).


    Trotzdem ist es einem Verrücktem mit Pistole gelungen, den öffentlich-rechtlichen Sendebetrieb der Niederlande für eine Stunde stillzulegen. "Gunman" fällt für die Politik hier unter "Restrisiko", das nicht zu verhindern ist. Außer Trennung von Produktion und Sendetechnik gibt es keine weiteren Forderungen.

    Knapp 24 h nach dem Vorfall werden Details bekannt. Um die Dramatik näher zu bringen, übertrage ich das Geschehen fiktiv auf Deutsche Verhältnisse (Hamburg statt Hilversum, ARD, ZDF und NDR statt NPO 1, 2 und 3). Es liest sich wie ein Drehbuch zu einem Krimi.


    Um 19:45 betritt ein junger Mann im schwarzen Anzug, weißem Hemd und Krawatte den Empfang des NDR-Gebäude in Hamburg. (In diesem Gebäude sind beheimatet: alle Studios, Regieräume und Server der ARD und de NDR, sowie die Server des ZDF). Der Mann zeigt dem anwesenden Sicherheitsbeamten wortlos einen Brief, darin steht:

    Zitat

    "Wenn Sie dies lesen, geraten Sie nicht in Panik. Schreien Sie nicht, warnen Sie niemanden.Verhalten Sie sich ganz normal. Ich bin bewaffnet (inzwischen hat der Mann eine Pistole mit Schalldämpfer aus seinem Jackett gezogen). Wenn Sie gut mitarbeiten, tue ich Ihnen nichts. Ich bin nicht allein. ... Wir sind hier 5 und im Land 98 andere. Wir haben Sprengstoff deponiert. Bringen Sie mich zum Regieraum der Tagesschau. Tun Sie das nicht, erschieße ich Sie. Das wollen Sie doch nicht, oder? "


    Um 19:50 erreicht der Mann in Begleitung des Sicherheitsbeamten und unter Umgehung von 6 Sicherheitsschleusen, den Regieraum der Tagesschau von 20 Uhr. Anwesend der Regisseur und zwei Techniker. Er überreicht, den Brief und verlangt, für 10 Minuten Redezeit ins Studio gebracht zu werden, wo der Nachrichtensprecher zu diesem Zeitpunkt mit dem Hauptstadtkorrespondenten der ARD in Berlin eine Sendebeitrag bespricht. Der Sicherheitsbeamte schlägt Studio 8 vor, wohl wissend, das dies das Studio für die Vormittagssendungen der Tagesschau ist und zu diesem Zeitpunkt leer steht. Der Regisseur willigt ein, und der Eindringling und der Sicherheitsbeamte gehen zu dem schalldichten Studio. Der Techniker aktiviert Kameras und Mikrophone des leeren Studios. Kaum in diesem Studio angekommen löst der Regisseur den Alarmknopf für Evakuierung aus und weist den Nachrichtensprecher und den Kameramann im Tagesschaustudio an, das Studio zu verlassen. "Ist das ein Witz?" fragt dieser noch? "Nein, hier läuft einer mit 'ner Pistole rum." Anschließend ruft der Regisseur über sein Handy 112 an. Eine Minute vor der Beginn der Tagesschau holt der Techniker auf Anweisung des Regisseur die ARD aus dem Äther, ein Bild mit "Tagesschau - Störung" erscheint im ganz Deutschland auf den Mattscheiben.


    Dann überschlagen sich die Ereignisse. Da nach der Evakuierung des Gebäudes auch die technischen Sendezentralen verwaist sind, fallen nach der Tagesschau nacheinander auch ZDF, NDR und diverse Radioprogramme aus. Schwarzer Bildschirm beim ZDF und kein Ton auf vielen Radiostationen. Inzwischen ist ein Twittersturm unter #ARD und #Tagesschau entstanden mit dem wildesten Vermutungen mit Bezug auf den Überfall auf Journalisten in Paris. Der Begriff "terroristischer Anschlag" wurde kurz nach acht auf Twitter geboren, da ARD und ZDF rund 20 Uhr gleichzeitig vom Äther gingen.


    Ein speziell für einen Überfall auf die Sendezentrale ausgebildetes Team von 8 Polizisten, die ihr Quartier in der Nähe der Sendezentrale haben und mit den Örtlichkeiten vertraut ist, erreicht um 20:10, ca. 15 Minuten nach dem Notruf, den Regieraum und sah über die laufenden Kamera's live die Szenen, die um die Welt gingen. Der Befehlshabende konstatierte innerhalb kürzester Zeit, dass es um einen verwirrten Mann geht, befahl dem Sicherheitsbeamten im Studio über Kopfhörer, sich ganz langsam und mit dem Eindringling redend zum Ausgang zu begeben und auf Kommando die Tür zu öffnen. Den Rest kennt Ihr. Eine halbe Stunden nach dem Betreten des Eindringlings in das Sendegebäude war der Spuk vorbei. Auf Twitter und in unseren Köpfen ging er allerdings etwas länger weiter, da wir nicht wussten, dass um 20:15 die Gefahr vorbei war.


    Ein Großaufgebot der Polizei durchkämmte nämlich anschließend das evakuierte Gebäude bis zur letzten Besenkammer nach Sprengstoff. Um 20:30 wurden die Studios vom ZDF in Mainz über eine Notleitung via Luxemburg wieder an ihr ganz normales Programm angeschlossen. Ab 21 Uhr ging das Hauptstadtstudio der ARD in Berlin über die gleiche Notleitung auf Sendung, ARD war provisorisch wieder auf dem Sender mit einer one-man-show des Hauptstadtkorrespondenten. Um 22:30 wurde das evakuierte Gebäude freigegeben, zwischen 23 und 24h wurden die Notleitung aufgehoben und haben alle Sender ihren (technischen) Normalbetrieb wieder aufgenommen.


    Der Täter: ein 19 jähriger Chemiestudent aus Delft. Einzeltäter. Motive ? Noch nicht bekannt.