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soeren-hentzschel.at: großer Blog-Relaunch

Nach vielen Monaten der Arbeit ist es endlich geschafft: soeren-hentzschel.at erstrahlt in ganz neuem Glanz. Der Relaunch geht dabei weit über den Austausch eines Designs hinaus, auch unter der Haube hat sich einiges getan, kaum ein Stein wurde auf dem anderen gelassen. Dieser Tag stellt den wichtigsten Meilenstein dieser Seite seit der Gründung vor mehr als fünf Jahren dar.

Der lange Weg zur neuen Seite – er begann bereits 2012

Wenn man sagt was lange währt, wird endlich gut, wird dann besonders gut, was besonders lange währt? Das könnte der Gedanke gewesen sein, wenn man sieht, wann die ersten Überlegungen angestellt worden sind. Bereits Ende September 2012 hatte ich die Leser dieser Seite darum gebeten, online an einer detaillierten Userbefragung teilzunehmen, um Feedback für ein neues Design und zu anderen Dingen zu erhalten. Es ist unter anderem das Feedback von damals, das in den Relaunch eingeflossen ist. Natürlich neben all dem weiteren Feedback, welches ich im Laufe der letzten drei Jahre erhalten habe.

Nach mehreren Monaten kam der Punkt, an dem das Feedback ausgewertet und ein Dokument mit Prioritäten der Leser erstellt worden ist. Danach wurden über einen längeren Zeitraum mehrere sehr unterschiedliche (aber nicht detaillierte) HTML-Prototypen erstellt, um mit verschiedenen Konzepten zu experimentieren. Was dann 2014 folgte, war eine der wichtigsten Phasen, obwohl in dieser Phase nicht eine Zeile Code für die Seite geschrieben worden ist: ein kreativer Findungsprozess. Mehrere Monate lang habe ich Eindrücke auf mich wirken lassen und eine Sammelmappe mit Design-Inspirationen und Ideen für einzelne Elemente erstellt. Hierbei kam es vor allem darauf an, das Web mit offenen Augen zu betrachten und nicht nur Inhalte wahrzunehmen.

Ende 2014 habe ich mich auf ein Farbschema festgelegt und ein Logo für den Blog erstellt, welches seit dem auch schon überall außer auf der Seite selbst verwendet wird. Im Frühjahr 2015 schließlich wurde der Relaunch der Seite zu einem Projekt höchster Priorität erklärt und deutlich mehr Zeit-Ressourcen zugeteilt.

soeren-hentzschel.at Logo
Abbildung: Das Logo von soeren-hentzschel.at

Zunächst wurde ein Styleguide erstellt, welcher verbindliche Regeln zur Gestaltung definiert hat. Der nächste Schritt war dann die Skizzierung des geplanten Designs zunächst auf Papier, dann die Erstellung eines diesmal detaillierten HTML-Prototyps und die Ausprogrammierung mehrerer Ansichten sowie erste Tests und Anpassungen auf und für Smartphones. Nachdem ein zufriedenstellender Qualitätsgrad erreicht worden ist, kam schließlich die Portierung für WordPress und von da an Weiterprogrammierung direkt in WordPress sowie die Programmierung von Plugins, um benötigte Funktionalität bereitzustellen.

Design-Spezifikation
Abbildung: Frühe Version des Styleguides

Seit September ist das Design online installiert und befand sich seit dem im internen Betatest. Damit begann auch die Überarbeitung des Contents. Über 1.300 Artikel wurden überarbeitet*: Neukategorisierung, Formatierungskorrekturen, Neuhochladen und Einbinden aller Bilder, Neu-Umsetzung aller Code-Beispiele und mehr. Außerdem wurden ganz neue Seiten geschrieben, beispielsweise Hintergründe über die Philosophie der Seite oder wie das Projekt unterstützt werden kann.

*) Zum Zeitpunkt des Artikels noch in Arbeit.

Ziele des Relauchs

Mit der Zeit hat sich immer stärker herauskristallisiert, dass ein frischer Anstrich alleine nicht ausreichend ist. Die Liste der Anforderungen wurde immer länger, weswegen das ganze Vorhaben am Ende auch einige Zeit beansprucht hat. Die Ziele lassen sich in etwa wie folgt zusammenfassen:

  • Schwächen des alten Designs aus der Welt schaffen und Umsetzung von Nutzerfeedback.
  • Ein helles, modernes und freundlicheres Design.
  • Ein schlichtes und nicht überladenes Design, aber dennoch mit Details gespickt, welche den Leser animieren, sich mit der Seite über die Artikel hinaus zu beschäftigen.
  • Bessere Lesbarkeit der Artikel.
  • Es muss eine Idee im Design erkennbar sein, keine blinde Zusammenwürfelung von Elementen.
  • Ein weniger schwerfälliges Design, spürbare Verbesserungen der Performance.
  • Responsive Design. Eine Webseite im Jahr 2015 muss auch auf Smartphones perfekt zu benutzen sein.
  • Ebenfalls wichtig im Jahr 2015 ist eine optimierte Darstellung für Nutzer mit HiDPI-Bildschirmen.
  • Stärkere Fokussierung auf Mozilla als Thema in der Navigation der Seite.
  • Bessere Optimierung für Suchmaschinen. Ein Großteil der Besucher dieser Seite kommt über Suchmaschinen. Wie viele andere Seiten hat auch diese spürbar unter diversen Änderungen der Google-Algorithmen gelitten, was diesen Relaunch für den Blog sehr wichtig macht.
  • Bessere Optimierung für Social Media. Ähnlich wichtig wie Suchmaschinen sind Plattformen wie Twitter, Facebook und Google Plus. Das Teilen von Inhalten über diese Plattformen sollte verbessert werden.
  • Veröffentlichung von Artikeln vereinfachen. Wenn beinahe jeden Tag ein Artikel veröffentlicht wird, sollte die Hauptarbeit das Schreiben sein und nicht auch noch der Veröffentlichungsprozess viel Zeit beanspruchen. Durch die Definition eines festen Workflows können Dinge automatisiert und der Veröffentlichungsprozess entsprechend abgekürzt werden.
  • Mehr Datenschutz-Transparenz („Cookie-Hinweis“).
  • Dem Nutzer einen einfachen Einstiegspunkt geben, um das Projekt zu unterstützen und damit die Zukunft dieser Seite zu sichern.
  • Integration von Inhalten von firefoxosdevices.org.
  • Angenehmeres Verfassen von Leser-Kommentaren.
  • Besserer Bildbetrachter, welcher Bilder schneller lädt, für Smartphones geeignet ist, im Feed keine Dummy-Bilder erzeugt, es einfacher macht, an die Bild-URLs zu kommen und nicht die URL des Artikels mit dem Aufruf des Bilds manipuliert.
  • Weniger Abhängigkeit von Drittanbieter-Plugins.
  • Eine Basis schaffen, um weitere Verbesserungen in der Zukunft schneller ausliefern zu können.

Die „Timeline“ – das Design-Konzept der neuen Seite

Der Strahl auf der linken Seite ist ein auffallendes Element im Design und repräsentiert einen ganz elementaren Gedanken: Von Artikeln mit Design-Entwürfen als Thema über Artikel, welche Neuerungen in Vorabversionen vorstellen, bis schließlich hin zu Artikeln über neue Versionen von Firefox & Co: die Inhalte stehen in einem zeitlichen Zusammenhang zueinander. Dieser Zusammenhang endet aber nicht mit dem jeweiligen Artikel, sondern wird vom Leser durch das Beitragen von Meinungen fortgeführt. Durch den Zeitstrahl wird die Verbindung von Blog, Artikel-Inhalten sowie Leser-Kommentaren symbolisch dargestellt und damit letztlich auch unterstrichen, wie wichtig die Meinung des Lesers für diesen Blog ist. Dadurch, dass es sich um ein wiederkehrendes Element auf allen Unterseiten handelt, wird außerdem eine Konsistenz im Design und ein Erkennungsmerkmal für den Blog geschaffen.

Timeline Design-Konzept Startseite Timeline Design-Konzept Artikel Timeline Design-Konzept Artikel
Abbildungen: Timeline Design-Konzept

Anpassbarkeit durch den Benutzer

Welche Bedeutung dem Leser der Seite beigemessen wird, zeigt sich auch anderer Stelle: Brotkrumen-Navigation, geschätzte Lesezeichen oder das zufällig ausgewählte Gerät mit Firefox OS in der Sidebar nervt? Sanftes Scrollen und einen Pfeil, um zum Seitenanfang zu scrollen, braucht niemand? Einfach dem Link rechts in der Sidebar folgen und abschalten. Die genannten  Benutzer-Einstellungen sind sogar nicht einmal alle Einstellungen, die es gibt. Alle geänderten Einstellungen werden umgehend umgesetzt, ein Neuladen der Seite ist nicht notwendig.

sh-einstellungen
Abbildung: Anpassbarkeit durch den Benutzer

Philosophie

Wer sich dafür interessiert, welche Philosophie auf diesem Blog vertreten wird, kann dies nun auf einer eigenen Seite nachlesen. Ergänzend dazu gibt es hier Hintergründe über mich und mein Mozilla-Engangement.

Weitere Highlights

Es gibt noch so viel mehr zu erzählen. Da dieser Artikel aber bereits eine ordentliche Länge erreicht hat und ich niemanden erschlagen will, soll es an dieser Stelle erst einmal genügen. In den nächsten Tagen wird ein weiterer Artikel erscheinen, in welchem ich ausführlicher auf die zahlreichen Verbesserungen eingehen werde. Nun würde mich aber erst einmal euer Feedback interessieren. :)

Update 01.11.2015: Im Folge-Artikel soeren-hentzschel.at 2.0 – die Highlights des neuen Blogs gibt eines detaillierten Überblick über Neuerungen, welche der Relaunch bringt.

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Mozilla: Eine Million Dollar für Open Source-Projekte

Unter dem Projektnamen Mozilla Open Source Support hat Mozilla einen finanziellen Zuschuss für Open Source-Projekte von insgesamt zunächst einer Million Dollar angekündigt.

Um andere Open Source-Projekte zu unterstützen, macht Mozilla finanzielle Mittel verfügbar, zunächst von einer Million Dollar, weitere finanzielle Mittel in der Zukunft werden in Aussicht gestellt. Als Organisation, welche als Teil der Open Source-Bewegung entstanden ist, möchte Mozilla damit zum einen Open Source-Projekten etwas zurückgeben, welche von Mozilla eingesetzt werden, zum anderen möchte Mozilla damit andere Projekte unterstützen, deren finanzielle Unterstützung der gesamten Community hilft. Zunächst möchte Mozilla den ersten Teil hiervon umsetzen und bis zum 12. Dezember bis zu zehn Projekte benennen, welche eine Unterstützung von Mozilla erhalten.

Die Mozilla-Community wird dazu eingeladen, im Laufe der nächsten Woche Feedback zum MOSS-Programm (Mozilla Open Source Support) zu geben, ehe die Rahmenbedingungen dann für die erste Finanzierungsrunde finalisiert werden. Nach derzeitiger Planung kann die finanzielle Unterstützung für ein Projekt zwischen 10.000 und 250.000 Dollar liegen.

Weitere Informationen

Mitchell Baker: Mozilla Launches Open Source Support Program
Mozilla Wiki: MOSS

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Firefox 44 stellt HTTP-Seiten mit Loginfeld als unsicher dar

Ab Version 44 kennzeichnet Firefox mittels Symbol in der Adressleiste Seiten mit Loginfeld als unsicher, die über HTTP und nicht über HTTPS erreichbar sind.

Über HTTP aufgerufene Seiten stellt Firefox in der Adressleiste üblicherweise mit einer Weltkugel dar, über HTTPS aufgerufene Webseiten mit einem Schloss, im Falle von Mixed Content gibt es ein graues Warndreieck (ab Firefox 42 ein Schloss mit einem gelben Warndreieck). Für Seiten mit einem Loginfeld ergibt sich eine Änderung ab Firefox 44, sofern diese über eine unverschlüsselte HTTP-Verbindung aufgerufen werden: dann nämlich zeigt Firefox anstelle einer Weltkugel ein Schloss, welches mit einer roten Linie durchgestrichen ist. Per Klick darauf weist Firefox darauf hin, dass die auf dieser Seite eingegebenen Logindaten nicht sicher sind.

Firefox 44 Loginfeld auf HTTP-Seite

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Let’s Encrypt: Zertifikate werden nun von allen Major-Browsern akzeptiert

Let’s Encrypt ist eine von unter anderem Mozilla, der Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai und IdenTrust gegründete Certificate Authority (CA). Die von Let’s Encrypt ausgestellten Zertifikate werden nun von allen wichtigen Browsern akzeptiert.

Im September hat Let’s Encrypt sein erstes Zertifikat ausgestellt. Nun wurde der nächste wichtige Meilenstein erreicht: wie geplant ist die Cross-Signierung von IdenTrust in Kraft getreten, womit von Let’s Encrypt ausgestellte Zertifikate von jedem wichtigen Browser akzeptiert werden, ohne dass zunächst von Hand ein Root-Zertifikat im Browser installiert werden muss.

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Firefox 44 erlaubt Webseiten-Aufruf trotz schwacher Verschlüsselung

Wenn es um die Sicherheit bei HTTPS-Verbindungen geht, dann gilt Firefox als besonders streng und verweigert unter Umständen sogar den Aufruf komplett. Mit Firefox 44 führt Mozilla die Möglichkeit ein, die Webseite in einem solchen Fall trotzdem zu besuchen.

Wer eine Webseite über HTTPS aufruft, deren Verschlüsselung als unsicher gilt, hat als Firefox-Nutzer ein Problem: Während zum Beispiel Chrome die Webseite einfach darstellt, zeigt Firefox nur eine Fehlermeldung. Der Nutzer hat in dem Fall auch nicht wie bei anderen Zertifikatsproblemen die Möglichkeit, eine Ausnahme hinzuzufügen, Firefox verweigert den Zugriff komplett.

SSL Verschlüsselungsfehler

Während es aus Sicherheitsgründen sinnvoll ist, den Zugriff bei schwacher Verschlüsselung zu verweigern, und Firefox in einem solchen Fall auch weiterhin ausdrücklich warnen und die Verbindung zunächst verweigern wird, gibt Mozilla dem Nutzer ab Firefox 44 zumindest die Möglichkeit, die Webseite dennoch aufzurufen.

SSL Verschlüsselungsfehler

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Firefox 44 bekommt JSON-Betrachter

Mozilla hat Firefox 44 um ein Feature erweitert, um JSON-Inhalte strukturiert statt als Text auszugeben.

Die aktuelle Nightly-Version von Firefox 44 besitzt mit dem JSON-Betrachter ein neues Feature, welches überaus praktisch für alle ist, welche JSON-Daten im Browser betrachten wollen. Statt die Ausgabe – wie sie ist – als reinen Text darzustellen, werden die Daten in einer Baumstruktur dargestellt, welche Element für Element aufgeklappt oder per Suchfeld durchsucht werden kann. Mit einem Klick kann in einem zweiten Tab in die Textansicht gewechselt werden. Dort gibt es auch eine Schaltfläche, um die Textausgabe, welche möglicherweise minimiert an den Nutzer gesendet wird, formatiert darzustellen. Ein dritter Tab stellt die HTTP-Header der Anfrage dar.

Nach aktuellem Stand ist der JSON-Betrachter standardmäßig in der Developer Edition von Firefox (ab Version 44) aktiviert und in der Nightly-Version, Beta- sowie finalen Version von Firefox 44 deaktiviert. Zum Aktivieren muss über about:config der Schalter devtools.jsonview.enabled per Doppelklick auf true geschaltet werden. Wenn aktiviert, stellt Firefox JSON-Inhalte automatisch auf diese Weise dar. Das Öffnen eines bestimmten Entwicklerwerkzeuges ist hierfür also nicht notwendig.

So stellt Firefox JSON-Daten bislang dar:

Firefox ohne JSON-Betrachter

So stellt Firefox JSON-Daten mit dem neuen JSON-Betrachter dar:

JSON-Betrachter

Text-Ansicht:

JSON-Betrachter

Formatierte Text-Ansicht:

JSON-Betrachter

Header-Ansicht:

JSON-Betrachter

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Mozilla veröffentlicht Sicherheitsupdate Firefox 41.0.2

Kurz notiert: Mozilla hat ein Sicherheitsupdate auf Firefox 41.0.2 veröffentlicht.

Mit dem Update auf Firefox 41.0.2 reagiert Mozilla auf eine Sicherheitslücke in Zusammenhang mit der Fetch-API. Weitere Bugfixes beinhaltet die neue Version nicht, aus Sicherheitsgründen sollte das Update aber natürlich installiert werden.

Download Mozilla Firefox 41.0.2 für Windows, OS X und Linux

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Spiegel Online Geschäftsführerin wird Mozilla CIO

Katharina Borchert, Geschäftsführerin des Spiegel Online, wechselt im Januar 2016 in die Führungsetage von Mozilla. Als Chief Innovation Officer soll sie Innovationen vorantreiben. Mit Ari Jaaksi hat Mozilla nun außerdem einen Senior Vice President of Connected Devices.

Katharina BorchertAls bisheriges Mitglied von Mozillas Board of Directors ist die Geschäftsführerin des Spiegel Online, Katharina Borchert, kein ganz neues Gesicht bei Mozilla. Ab Januar 2016 wird sie sich beruflich ganz Mozilla widmen und das Amt des Chief Innovation Officer bekleiden. In dieser Rolle soll sie Mozillas Kultur der offenen Innovation fördern, neue Möglichkeiten erkennen und priorisieren.

Ari JaaksiEbenfalls neu in der Führungsetage und das bereits ab nächsten Monat ist Ari Jaaksi. Mit seinen unter anderem bei HP, Nokia und Intel gesammelten Erfahrungen wird er Senior Vice President of Connected Devices, womit offiziell klar ist, dass Connected Devices auch für Mozilla ein Thema in der Zukunft sind.

 

In den letzten Monaten gab es bereits einige Neubesetzungen in der Führungsetage von Mozilla. Denelle Dixon-Thayer wurde zum Chief Legal and Business Officer befördert, David Bryant wechselte im März von Nokia zu Mozilla als Vice President of Platform Engineering, Allison Banks wechselte ebenfalls im März von GoPro zu Mozilla als Vice President of People und Mark Mayo wurde zum Senior Vice President von Firefox ernannt. Seit Mai ist der zuvor bei BitTorrent arbeitende Jascha Kaykas-Wolff neuer Chief Marketing Officer von Mozilla und Nick Nguyen, der bereits vier Jahre zuvor für Mozilla gearbeitet hatte, ist als Vice President of Product Strategy zu Mozilla zurückgekehrt. Der erst im April 2014 zum Chief Technology Officer ernannte Andreas Gal und Mozilla-Präsident Li Gong haben Mozilla im Sommer verlassen.

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Mozilla formuliert Prinzipien für Content-Blocker (Kommentar)

Werbeblocker gehören zu den umstrittensten Erweiterungen für Browser. Auf der einen Seite befreien sie den Nutzer von lästiger Werbung, auf der anderen Seite gefährden sie die Existenz von Webseiten. Mozilla hat nun Richtlinien für faires Content-Blocking formuliert.

Allergiker-Hinweis: Dieser Artikel könnte Spuren von persönlicher Meinung beinhalten.

Werbung im Web ist kein neues Thema, aber aktueller denn je. Auch ist es ein Thema, über welches sich Mozilla Gedanken macht, denn die Entwicklungen der letzten Jahre in Bezug auf Werbeblocker gehen logischerweise nicht spurlos am Web vorbei. Es muss ein Umdenken geben, dieses Umdenken kann es aber nicht an der Werbeindustrie und den Entwicklern von Werbeblockern vorbei geben, viel mehr muss dieses Umdenken gemeinsam stattfinden. Immerhin ist Werbung das primäre Geschäftsmodell des Webs und eine Gefährdung des primären Geschäftsmodells bedeutet zwangsläufig eine Gefährdung des offenen Webs, wie wir es kennen und lieben.

Kommentar zu Werbeblockern

Offenes Web und Geschäftsmodell, wie passt das zusammen? Ganz einfach: alles hat seinen Preis, auch das, was einen selbst nichts kostet. Ausgaben für Server, Redaktionsräume sowie Redakteure und ja, manche Webseite besitzt sogar tatsächlich die Dreistigkeit, auch etwas verdienen zu wollen. Mir persönlich kann auf jeden Fall kein Leser erzählen, dass er acht Stunden am Tag arbeitet, vielleicht sogar mehr, nur um der guten Sache wegen und kein Geld dafür von seinem Arbeitgeber sehen will. Ein Geschäftsmodell gibt Webseiten die Möglichkeit, den Lesern kostenlos Inhalte in einer Weise anbieten zu können, welche für die Content-Anbieter lukrativ ist. Die Alternative dazu ist es eben nicht, die Inhalte werbefrei anzubieten, die Alternative dazu ist es, die Inhalte gar nicht anzubieten. Denn wieso sollte jemand ein Geschäft, eine Online-Redaktion, irgendetwas aufbauen und ggfs. sogar die Verantwortung für viele Menschen und deren Existenzen übernehmen, wenn überhaupt kein eigener Nutzen darin besteht? Das mag edel klingen, geht aber leider vollkommen an der Realität vorbei.

Wir sehen bereits auf immer mehr Webseiten, dass für das Lesen von Inhalten bezahlt werden muss und / oder, dass Nutzer von Werbeblockern in besonderer Weise genervt oder eingeschränkt werden. Das ist nicht schön, aber eine Konsequenz aus den Entwicklungen der letzten Jahre, welche absolut vorhersehbar war. Natürlich steht es außer Frage, dass es Webseiten gibt, welche mit der Werbung übertreiben und dem Nutzer eine furchtbare User Experience bescheren. Diese Seiten tragen mit Sicherheit ihren Teil zur Entwicklung bei. Was bei der Diskussion zu diesem Thema aber häufig das Problem ist, ist die einseitige Betrachtungsweise, dass dies alleine zur Verbreitung von Werbeblockern beitragen würde. Es ist ein Kreislauf, der in beide Richtungen gleichermaßen funktioniert und sich gegenseitig verstärkt: ja, nervende Werbung trägt zur Verbreitung von Werbeblockern bei. Und die Verbreitung trägt wiederum dazu bei, dass immer mehr Webseiten zu solchen Mitteln greifen müssen. Die einzige Frage ist, wie weit das noch geführt werden kann und wann der Punkt erreicht wird, an dem das gesamte System endgültig zusammenbricht. Deswegen braucht es ein Umdenken, aber eben, weil es nicht geht, ohne die Werbeindustrie mit einzubeziehen, gemeinsam, nicht gegen die Werbeindustrie. Das offene Web in seiner jetzigen Form kann nur erhalten werden, wenn Werbedienstleister, Publisher, Entwickler von Werbeblockern und Konsumenten einen gemeinsamen Dialog suchen. Miteinander statt Gegeneinander für ein offenes Web muss das Motto sein.

Mozilla formuliert Richtlinien für Content-Blocker

In diesen Zusammenhang passt wunderbar, dass sich auch Mozilla mit dem Thema befasst und nun Richtlinien für faires Content-Blocking formuliert hat. Die drei Richtlinien sind Content-Neutralität, Transparenz & Kontrolle sowie Offenheit.

Content-Neutralität meint, dass Content-Blocker ihren Fokus auf die Nutzerbedürfnisse wie Performance, Sicherheit und Privatsphäre legen sollten statt spezifische Typen von Content zu blockieren. Mit anderen Worten heißt dies: Werbung sollte nicht grundsätzlich blockiert werden, nur weil es Werbung ist, sondern nur dann, wenn diese gegen die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer gehen, beispielsweise weil die Privatsphäre der Nutzer verletzt wird, worunter man Tracking einordnen könnte. Unter Transparenz & Kontrolle versteht Mozilla, dass Content-Blocker transparent gegenüber den Nutzern sein und ihnen die Kontrollmöglichkeiten geben sollen, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Das heißt, Nutzer sollen selbst das letzte Wort haben können, was blockiert wird und was nicht. Mit Offenheit meint Mozilla, dass Content-Blocking nicht voreingenommen gegen bestimmte Quellen sein und diese nicht grundsätzlich blockieren sollte, stattdessen sollten die Prinzipien unabhängig von der Quelle des Contents angewendet werden. Dies meint auch, dass wenn Inhalte aus validen Gründen blockiert werden, Werbeanbieter und Publisher die Möglichkeit haben sollten, den Content so zu verbessern, dass dieser dann nicht mehr zum Nachteil des Nutzers ist und nicht mehr blockiert wird.

Hinweis aus Transparenz-Gründen: Auch diese Webseite wird durch Werbung finanziert und könnte ohne Werbung nicht in dieser Form betrieben werden.

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Mozilla kündigt NPAPI-Ende für Ende 2016 an

Mozilla hat angekündigt, NPAPI-Plugins wie Microsoft Silverlight und Oracle Java ab Ende 2016 nicht länger in Firefox zu unterstützen. Ausnahme bleibt erst einmal Adobe Flash.

Nachdem Microsoft Edge und Google Chrome bereits keine NPAPI-Plugins mehr unterstützen, hat nun Mozilla seine Pläne bezüglich der Plugin-Schnittstelle in Firefox bekannt gegeben. Demnach plant Mozilla die Nicht-Unterstützung von NPAPI-Plugins ab Ende 2016. Wenn Mozilla Firefox 42 im November erstmals als finale 64-Bit-Version für Windows veröffentlichen wird, wird diese 64-Bit-Version für Windows direkt ohne NPAPI-Plugin-Unterstützung erscheinen.

Eine Ausnahme bildet Adobe Flash. Da Flash nach wie vor eine zu wichtige Rolle spielt, wird Mozilla Flash erst einmal weiterhin unterstützen. Mozilla und Adobe werden weiterhin zusammenarbeiten, um die Stabilität, Performance und Sicherheit von Flash in Firefox zu verbessern.

Mozilla hat auch eine enge Zusammenarbeit mit Unity angekündigt, um Unitiy-basierte Inhalte ohne Plugin im Browser abspielen zu können. In diesem Zusammenhang hat Unity eine Roadmap veröffentlicht. So wird Unity 5.4 (Veröffentlichung im März 2016) nicht länger das Unity Web Player-Plugin unterstützen, sondern nur noch den WebGL-Export.

Auch mit Oracle will Mozilla weiterhin zusammenarbeiten, um den Übergang weg vom Java-Plugin möglichst reibungslos zu gestalten. Oracle hat ebenfalls eine Ankündigung zur Zukunft des Java-Plugins veröffentlicht. Hier ist die bevorzugte Lösung ein Wechsel zur pluginfreien Lösung Java Web Start.

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