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Firefox 42: Mozilla aktiviert Media Source Extensions (MSE) für alle Webseiten

Die sogenannten Media Source Extensions (MSE) sind bislang nur für ausgewählte Webseiten in Firefox aktiviert. In Firefox 42 entfernt Mozilla diese Restriktion und macht damit MSE für alle Webseiten verfügbar.

Bei den Media Source Extensions (MSE) handelt es sich um die entscheidende Zutat, welche beispielsweise den HTML5-Player von YouTube um die hohen Auflösungen erweitert, aber auch für die 60FPS-Videos auf YouTube werden die MSE benötigt. Seit Firefox 37 sind die Media Source Extensions standardmäßig in Firefox für Windows und OS X aktiviert – allerdings zu diesem Zeitpunkt nur für YouTube, mittlerweile außerdem für Netflix und Dailymotion. Mozilla hat die Implementierung weiter verbessert und wird diese Restriktion – sofern nichts schief geht – in Firefox 42 aufheben. Dann stehen die Media Source Extensions für alle Webseiten zur Verfügung.

Firefox Nightly / Developer Edition erfordert ab sofort signierte Add-ons (deaktivierbar)

Add-ons müssen in Zukunft von Mozilla signiert sein, damit sie in Firefox installiert werden können. Dies ist ab sofort auch in der Nightly-Version und Developer Edition standardmäßig Voraussetzung, dort aber wie bereits angekündigt deaktivierbar.

Zum Schutz seiner Nutzer führt Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons ein. Für Add-on, welche auf Mozillas Add-on-Webseite AMO (addons.mozilla.org) gehostet werden, sollte sich dadurch nicht viel ändern, da die Signierung automatisch im Zuge des Reviews erfolgt. Wer sein Add-on auf einer anderen Webseite hostet oder ein fremdes Add-on zu privaten Zwecken selbst angepasst hat, kann dies auch weiterhin tun, muss dafür aber sein Add-on zur Signierung einreichen. Wie das funktioniert, kann hier nachgelesen werden. Normalerweise sollte auch dies kein Problem sein.

Die Signaturpflicht ist nun in der Nightly-Version sowie Developer Edition von Firefox 42 respektive 41 scharf geschaltet. Das bedeutet, dass sich standardmäßig keine Add-ons mehr installieren lassen, welche nicht signiert sind. Bereits installierte, nicht signierte Add-ons werden automatisch deaktiviert. Wer die Signaturpflicht deaktivieren will, kann dies über about:config tun, indem der Schalter xpinstall.signatures.required per Doppelklick auf false gesetzt wird.

Mozilla wird in Firefox 40 eine Warnung im Add-on Manager anzeigen, wenn ein Add-on nicht signiert ist. In Firefox 41 werden nach aktueller Planung nicht signierte Add-ons automatisch deaktiviert, können aber durch Kippen des genannten Schalters wieder aktiviert werden. Ab Firefox 42 gibt es diese Einstellung nur noch in der Nightly-Version sowie in der Developer Edition. In der Beta- sowie finalen Version von Firefox ist die Signierung von Add-ons dann unumgänglich. Darüber hinaus wird Mozilla spezielle Builds der finalen sowie Betaversionen ohne offizielles Firefox-Branding veröffentlichen, welche ebenfalls eine abschaltbare Signaturpflicht besitzen werden.

Aktivierte Signaturpflicht:

Deaktivierte Signaturpflicht (nur Warnungen):

Chromecast-Alternative Matchstick wird nicht ausgeliefert, Unterstützer erhalten Geld zurück

Mit dem Matchstick sollte es eine auf Firefox OS basierende Alternative zum Google Chromecast geben. Bei der Kickstarter-Finanzierung Ende des vergangenen Jahres wurde das Ziel deutlich übertroffen. Nun haben die Macher bekannt gegeben, dass man aufgrund von Schwierigkeiten in der Entwicklung das Produkt nicht ausliefern und stattdessen den Unterstützern das Geld zurückerstatten wird.

Eine Alternative zu Google Chromecast, aber besser, günstiger und ein wirklich offenes System – so lauteten die ehrgeizigen Ziele der Macher des Matchsticks. Das Projekt hatte einen vielversprechenden Start: das Finanzierungsziel von 100.000 Dollar war bereits nach 24 Stunden erreicht und wurde deutlich übertroffen. Am Ende waren es ganzen 470.310 Dollar. Im Februar gab es dann die Ankündigung, dass sich die Auslieferung um ein halbes Jahr verspäten wird. Der Grund: man wollte dem Matchstick eine bessere Hardware spendieren und um Fähigkeiten zum Digital Rights Management (DRM) erweitern, was den Weg für Premium-Inhalte, beispielsweise von Netflix, ebnen sollte.

Ausgerechnet die von vielen Unterstützern sowieso nicht gewünschte DRM-Entwicklung ist es nun, was den Entwicklern so große Schwierigkeiten bereitet und Grund für die Entscheidung ist, allen Unterstützern das Geld zurückzuzahlen statt mit dem Geld der Unterstützer die Auslieferung erneut und auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Wie es mit dem Projekt weitergeht, wurde nicht kommuniziert. Da die Rückerstattung von Hand geschieht, soll man sich auf einen Zeitraum von bis zu 60 Tagen einstellen, den es dauern kann, bis jeder der 17.218 Unterstützer sein Geld zurück hat.

Firefox Nightly: Performance-Monitor identifiziert langsame Add-ons und Webseiten

Die Nightly-Version von Firefox besitzt einen Performance-Monitor, der dabei helfen kann, Add-ons und Webseiten zu identifizieren, welche die Performance negativ beeinträchtigen.

Nutzer der Nightly-Version von Firefox können bereits seit einigen Monaten über about:performance auf ein Tool zugreifen, welches dabei helfen kann, die Ursache für Performance-Probleme zu finden.

Dieses zugegebenermaßen nicht ganz einfach interpretierbare Werkzeug präsentiert sich in der aktuellsten Nightly-Version optisch überarbeitet und leichter verständlich, da nun auf einen Blick erkannt werden kann, wenn ein Add-on oder eine Webseite einen negativen Einfluss auf die Performance hat. Farben zwischen Grün und Rot zeigen, wie stark der Performance-Einfluss ist, per Klick lassen sich Details wie die CPU-Auslastung ablesen, außerdem lassen sich Tabs direkt hierüber schließen. Es kann wahlweise der Gesamt-Einfluss seit dem Firefox-Start oder nur der letzten zehn Sekunden angezeigt werden.

Der Performance-Monitor ist nach wie vor ausschließlich in der Nightly-Version von Firefox verfügbar. Mozilla plant noch weitere Verbesserungen der Genauigkeit sowie des Performance-Einflusses des Performance-Tools selbst, ehe das Feature in der Firefox Developer Edition und darüber hinaus erwartet werden kann.

Mozilla schaltet Firefox Sync 1.1-Server Ende September ab

Mozilla wird in Kürze erwartungsgemäß die Server des alten Firefox Sync 1.1 abschalten. Nutzer, welche noch nicht auf Sync 1.5 migriert sind, haben noch zwei Monate Zeit, ehe Mozilla die Server abschaltet und kein weiterer Zugriff mehr auf die Daten möglich ist.

Mozilla hat den Zeitpunkt der Abschaltung der Firefox Sync 1.1-Server bekannt gegeben: ab dem 30. September wird es nicht länger möglich sein, sich mit seinen Sync 1.1-Daten anzumelden. Im April 2014 hat Mozilla mit Firefox 29 die sogenannten Firefox Accounts und das neue Sync 1.5 eingeführt und damit die alte Sync-Architektur ersetzt. Nach wie vor ist es aber möglich, Sync 1.1 in Firefox zu nutzen. Die Abschaltung der alten Sync-Server wurde bereits im Februar für die zweite Jahreshälfte 2015 angekündigt, seit Firefox 37 weist Mozilla Nutzer des alten Syncs auf das bevorstehende Ende von Sync 1.1 hin und bietet eine Migration auf Sync 1.5 an.

Mozilla hat mit der aktuellen Ankündigung auch eine Liste mit Antworten auf naheliegende Fragen veröffentlicht. Dort wird unter anderem erklärt, dass es nicht nur um die Einsparung von Ressourcen geht, die Sync 1.1-Server also nicht einfach in einer Art Wartungsmodus weiter betrieben werden können, sondern die Abschaltung auch finanzielle Gründe hat: Sync 1.1 werde auf alter Hardware betrieben, deren Betrieb mit signifikaten Kosten für Mozilla verbunden sei, und die man ausmustern möchte.

Aufgrund der starken Verschlüsselung sowohl des alten als auch des neuen Syncs ist eine automatische Migration nicht möglich. Darum besteht die Migration darin, sich ein neues Sync-Konto anzulegen, den Firefox Account, und seine Daten wie Lesezeichen und Chronik neu hochzuladen. Hierzu hat Mozilla eine Anleitung veröffentlicht.

Wer einen eigenen Sync 1.1-Server betreibt, ist hiervon nicht betroffen. Dann wird Firefox auch nach dem 30. September noch die Daten synchronisieren. Aber auch in diesem Fall sollte man sich auf den Umstieg auf Sync 1.5 vorbereiten, denn Mozilla hat die Entfernung der Sync 1.1-Unterstützung aus dem Firefox-Produkt für 2016 angekündigt. Auch zum Betrieb eines eigenen Sync 1.5-Servers hat Mozilla eine Anleitung veröffentlicht und optional auch zum Betrieb eines eigenen Firefox Account-Servers.

Firefox 42 kennzeichnet Tabs, die Sound abspielen, und erlaubt Stummschaltung

In der Nightly-Version von Firefox 42 ist ein neues, von vielen Nutzern lange gewünschtes Feature gelandet, welches die Tabs kennzeichnet, die Sound abspielen. Per einfachem Mausklick kann der entsprechende Tab stumm geschaltet werden. Die Neuerung funktioniert sowohl mit HTML5- als auch mit Flash-Audioquellen.

Voraussichtlich ab der heute erscheinenden Nightly-Version von Firefox 42 wird der Mozilla-Browser ein Lautsprecher-Symbol in den Tabs anzeigen, von denen Geräusche ausgehen. Gerade wenn man mit vielen gleichzeitig geöffneten Tabs arbeitet, kann es dadurch deutlich einfacher werden, eine störende Webseite ausfindig zu machen. Per Klick auf das Lautsprecher-Symbol kann der Ton für den jeweiligen Tab aus- oder auch wieder eingeschaltet werden – das funktioniert, ohne dass der entsprechende Tab erst in den Vordergrund geholt werden müsste.

Dies soll sowohl mit HTML5- als auch mit Flash-Audioquellen funktionieren. Während ein solches Feature technisch bereits früher für HTML5-Audio möglich gewesen wären, bieten erst neuere Versionen des Adobe Flash Players die technische Möglichkeit, diese Funktion auch für Flash-Audio bereitzustellen, womit die Implementierung des Features jetzt erst wirklich Sinn ergibt. Firefox erfordert hierfür sogar eine ganz aktuelle Version: die vor zwei Tagen erst veröffentlichte Betaversion des Flash Player 19.0.0.124 wird als Mindestvoraussetzung genannt. Für HTML5-Videos respektive -Audiospuren gibt es natürlich keine besondere Systemvoraussetzung.

Mit der 64-Bit-Version von Firefox für Windows geht es Plugins an den Kragen

Firefox für Windows wird es bald auch als finale Version in einer 64-Bit-Variante geben. Ein wesentlicher Unterschied zur 32-Bit-Variante wird in der Kompatibilität von NPAPI-Plugins bestehen – hier setzt Mozilla ein klares Zeichen und sperrt den Großteil der Plugins aus.

NPAPI-Plugins sind ein auslaufendes Modell, nicht nur in Firefox. Einmal mehr deutlich wird dies durch eine Änderung, die nun in der Developer Edition von Firefox gelandet ist: damit ist der Adobe Flash Player das einzige NPAPI-Plugin, welches von der 64-Bit-Version von Firefox für Windows noch erkannt wird. Auch wenn es grundsätzlich möglich ist, dass die fix in Firefox einprogrammierte Whitelist (sprich: es gibt keine Konfiguration hierfür) noch erweitert wird – beispielsweise um Microsoft Silverlight, das dazugehörige Ticket in Mozillas Bugtracker hatte dies ursprünglich vorgesehen -, so ist die Tendenz klar: die meisten Plugins werden in der 64-Bit-Version zumindest vorerst nicht laufen. Wer auf ein ausgesperrtes Plugin angewiesen ist, muss weiterhin auf die 32-Bit-Version von Firefox setzen. Oracles Java-Plugin wird in dem Ticket übrigens mit keiner Silbe erwähnt und wird damit ebenfalls nicht unterstützt. Ob die Whitelist im Laufe der kommenden Monate noch gelockert werden wird, darüber lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren, erscheint aber eher unwahrscheinlich in Anbetracht der Tatsache, dass die Browserhersteller allgemein versuchen, die Unterstützung von NPAPI-Plugins auslaufen zu lassen.

Die Änderung tritt unabhängig davon, ob Mozilla am Plan festhält, erstmals finale 64-Bit-Builds mit Firefox 40 verfügbar zu machen, erst mit Firefox 41 in Kraft.

Update 30.7.: Mozilla hat sich aufgrund dieser und anderer Verbesserungen in Firefox 41 dazu entschieden, den Start der finalen 64-Bit-Versionen von Firefox für Windows auf Firefox 41 zu verschieben.

Folks, we’ve decided not to release win64 builds in Fx40. We have many improvements coming in 41 — sandboxing and NPAPI whitelisting, and possiblysome other fixes — and it makes sense to hold. I as much as anyone want to see64 launch, but given the enthusiasm, it’s better to wait for a product that has safety and polish 41 will bring.

Nightly-Version von Firefox für Linux nun GTK+3-basiert

Die Linux-Version von Firefox setzt bislang noch auf GTK+2. Zumindest für Nutzer der Nightly-Version von Firefox ändert sich das nun, denn diese verwendet ab sofort GTK+3.

Kurze Information für Linux-Nutzer: Die Nightly-Version von Firefox für Linux verwendet ab sofort GTK+3 anstelle von GTK+2. Wer bislang bereits testweise GTK3+-Builds aus dem elm-Entwicklungszweig bezogen hat, wird per Update automatisch auf die reguläre Nightly-Version gebracht. Aus dem elm-Zweig werden in Zukunft GTK+2-Builds produziert, um die Funktionalität weiterhin zu gewährleisten. Deren Einsatz ist aber nicht empfohlen, insbesondere da es hier keine automatischen Updates gibt und neue Versionen von Hand installiert werden müssen. Der Status der noch nicht abgeschlossenen GTK+3-Portierung kann in den Abhängigkeiten des entsprechenden Meta-Tickets verfolgt werden.

Mozilla zeigt kommende Features von Firefox OS in Video

In einem Video zeigt Mozilla kommende Features von Firefox OS, welche sich um Anpassung drehen. Präsentiert werden die Features auf einem Sony Z3 Compact, einem ursprünglichen Android-Smartphone.

Nachdem in den letzten Wochen auf diesem Blog bereits erste Informationen über die geplante Version Firefox OS 2.5 zu lesen waren und auch, dass zukünftige Versionen von Firefox OS auf entsperrten Android-Geräten installiert werden können, soll hier nicht das von Mozilla veröffentlichte Video vorenthalten werden, welches eine experimentelle Vorabversion mit ein paar der geplanten Neuerungen zeigt.

Das Video zeigt neue Funktionen von Firefox OS auf einem Sony Z3 Compact. Zu sehen gibt es die Customizer-App, welche die Anpassung von Apps in Form von Add-ons ermöglicht, die Studio-App zum Erstellen von Themes, die Austauschbarkeit von System-Apps wie die Telefon-App sowie das Übertragen von Apps von einem auf ein anderes Smartphone ohne Internetverbindung.

Link zum Originalvideo

Firefox 42: Mozilla verbessert Suche auf about:home und about:newtab

Die Suche im Web dürfte mit zu den häufigsten Aufgaben gehören, welche von Benutzern im Browser durchgeführt werden. Nicht grundlos setzt Mozilla in den letzten Monaten einen starken Fokus auf die Suche in und mit Firefox. Mit Firefox 42 bringt Mozilla die aus dem Suchfeld bekannte Suchoberfläche auch in die standardmäßig eingestellte Startseite sowie die Seite, die standardmäßig beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint.

Mozilla hat in Firefox 36 das alte Suchfeld durch ein neues Suchfeld ersetzt, welches vor allem die Verwendung verschiedener Suchmaschinen vereinfachen soll, da nun nicht länger die Standard-Suchmaschine geändert werden muss, um eine andere Suchmaschine zu verwenden.

Tipp: Standard-Suchmaschine in Sekundenschnelle ändern & weitere Effizienz-Tipp

Nachdem in Firefox 42 bereits die Adressleiste um die Fähigkeit erweitert worden ist, Suchmaschinen-Vorschläge anzuzeigen (ursprünglich für Firefox 41 geplant, aber auf Firefox 42 verschoben) und ebenfalls Teil von Firefox 42 die Integration mit der Windows 10-Suche ist, steht nun in der Nightly-Version von Firefox 42 die nächste Verbesserung der Suche zum Testen bereit.

Ab sofort gibt es die sogenannten „One-Off-Buttons“ des neuen Suchfeldes auch auf der Standard-Startseite von Firefox (about:home) sowie auf der Seite, welche standardmäßig beim Öffnen eines neuen leeren Tabs angezeigt wird (about:newtab). Damit ist es nun auch auf diesen Seiten möglich, schnell eine andere Suchmaschine auszuwählen als die eingestellte Standard-Suchmaschine. Damit macht es Mozilla nicht nur einfacher, im Web nach Dingen zu suchen, vor allem macht Mozilla damit auch die Suche innerhalb von Firefox konsistenter, weil dem Nutzer an den verschiedenen Stellen eine einheitliche Suchoberfläche präsentiert wird. Lediglich in der Adressleiste präsentiert sich die Suche aus naheliegenden Gründen anders, wobei auch hier Veränderungen in der Zukunft zu erwarten sind.

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