Camp Firefox

Die Firefox-Community

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Nach dem Köln-Treffen 2011

Das war ein langes, erfolgreiches Wochenende. Nach etwas über einem Jahr haben sich einige der engagiertesten Mitglieder der deutschsprachigen Mozilla-Gemeinde wieder in Köln getroffen. Wir haben viel geredet, diskutiert, zugehört, gegessen, abends das schöne Wetter genossen und den Möwen beim nächtlichen Umkreisen des Kölner Doms zugesehen.

Damit ging heute Abend ein arbeitsames Wochenende vorüber, ausgeklungen bei auch am Abend noch sommerlichen Temperaturen in einem Café beim Dom. Ich danke allen, die sich die Zeit genommen haben zu kommen, und hoffe, dass ihr Spaß daran hattet. Die Umfragebögen habe ich noch nicht ausgewertet (Internetzugang steht natürlich ganz groß auf der Tagesordnung im nächsten Jahr – das is ja leider nicht so einfach in Mitteleuropa, auch in guten Hotels), aber die Notizen werde ich noch vervollständigen, solange sie „frisch“ sind.

Meinen Extradank spreche ich neben dem Mitorganisator Hagen an Chris Hofmann aus, der für uns einen Abstecher nach Köln gemacht und dem Treffen beigewohnt hat.

Alle Infos: wiki.mozilla.org/De:Meeting:2011

Nachtrag 3.10.2011, 1 Uhr:
Die Notizen sind fertig und öffentlich zugänglich.
Bei Mozilla ist schließlich alles Open-Source!

Firefox 9 Aurora mit 30% schnellerem JavaScript – die Neuerungen

Mozilla hat den ersten Aurora-Build von Firefox 9 offiziell zum Download freigegeben. Zugegeben, die für den Endanwender sichtbaren Features in dieser Version sind rar gesät. Die größte Neuerung befindet sich unter der Haube und hört auf den Namen Typinferenz, welche die JavaScript-Engine weiter beschleunigen soll. An dieser Stelle gibt es eine Zusammenfassung der Highlights der neuen Browser-Version.

Bei Typinferenz handelt es sich um ein sehr komplexes Projekt mit mehr als einem Jahr Entwicklungszeit. Was dies im Detail ist, wurde in einem seperaten Artikel bereits beleuchtet. Das Ergebnis ist in jedem Fall beeindruckend. In Googles v8-Benchmark erzielt man eine rund 30% bessere JavaScript-Performance im Vergleich zu ohne Typinferenz, in Mozillas eigenem Benchmark Kraken sind es sogar 44%. extremetech.com kam in davon unabhängigen Tests ebenfalls auf 20 bis 30% bessere Zahlen.

Auch optisch hat sich wieder manches getan, vor allem auf Mac OS, wo diverse Anpassungen des Themes für Mac OS 10.7 Lion vorgenommen wurden. Kleinere Änderungen gab es aber auch unter Windows, wo beispielsweise die Radii von Adress-, Suchleiste und Buttons reduziert wurden. Die Jumplists von Windows ab Vista zeigen jetzt die Favicons der entsprechenden Seiten und kein Standard-Icon mehr. Auch der Laden-/Stop-Button wurde optisch überarbeitet und passt nun besser zu den restlichen Adressleisten-Icons. Darüberhinaus wird unter Mac OS 10.7 Lion auch die neue Multitouch-Geste unterstützt, mit zwei Fingern durch “Horizontales Wischen” vorwärts und zurück zu blättern.

Weitere Verbesserungen gab es bei HTML5-Video. Videos mit nur geringen Ausmaßen erhalten aufgrund des geringen Platzes eine abgespeckte Kontrollleiste, außerdem kann der Startzeitpunkt sowie die Dauer eines Videos direkt in der URL mitgegeben werden. Hängt man beispielsweise am Ende #t=10,20 an, bedeutet dies, dass das Video bei Sekunde 10 erst startet und nach 20 Sekunden stoppt. App Tabs werden bei einem Neustart des Browsers nun immer wiederhergestellt, ungeachtet der Einstellung, ob die Sitzung gesichert werden soll oder nicht. Textfelder, welche der Benutzer durch Ziehen mit der Maus in der Größe verändert hat, können durch einen Doppelklick auf den Resizer wieder in die Ausgangsgröße gebracht werden. Das Löschen von vielen Einträgen aus der Chronik konnte zumindest ein bisschen beschleunigt werden und sollte den Browser nicht mehr ganz so lange auslasten – auch wenn es durchaus noch einige Zeit dauert, wenn die Chronik entsprechend groß ist. Bei Netzwerkproblemen zeigt Sync jetzt nicht mehr immer wieder eine Benachrichtigung an, sondern tut dies nur, wenn man explizit das Synchronisieren anstoßen möchte. Die Seite about:support hat einen Link zur about:memory-Seite spendiert bekommen, welche einem einen hervorragenden Überblick darüber gibt, wo der verwendete Arbeitsspeicher steckt.

Ein bisschen was hat sich auch an den Entwicklerwerkzeugen getan. Das HTML-Panel des bislang sehr einfachen Highlighters ist nun am unteren Bildschirmrand angedockt, allerdings nach wie vor weit von einem relevanten Nutzen entfernt. Hier wird man einfach warten müssen, bis die restlichen Entwickler-Werkzeuge fertig sind und natürlich auch das geplante Design erhalten haben. Die Webkonsole erlaubt es nun außerdem, Dinge zu gruppieren, wie in diesem Video zu sehen. Weiter für Webentwickler interessant ist die Implementierung einer API, welche es erlaubt, den Vollbildmodus vom Content aus zu kontrollieren, was unter anderem für Präsentationen, aber auch Videos oder gar Spiele interessant sein kann. In Firefox 9 ist dies standardmäßig noch deaktiviert, kann durch Schalter in about:config aber aktiviert werden (full-screen-api.enabled => true, full-screen-api.allow-trusted-requests-only => false). Desweiteren sind Webseiten nun in der Lage zu überprüfen, ob der Benutzer den Do not Track-Header aktiviert hat oder nicht, ohne den HTTP-Stream auslesen zu müssen. Dafür gibt es im globalen JavaScript Namespace das Objekt navigator.doNotTrack. Dazu kommen wie üblich diverse weitere Verbesserungen bei der Unterstützung von Webstandards, wie beispielsweise bei CSS3 columns und text-overflow oder nun auch die Unterstützung der font-stretch-Eigenschaft.

Mozilla Meetup in Berlin, Mittwoch 28.9.2011

Hallo,

morgen, Mittwoch 28.9.2011 findet ab 19:30 ein Mozilla Community Meetup mit Chris Hofman sowie Mark Surman und einige Leute rund um das Knight-Mozilla Projekt statt.

Wir treffen uns am Mittwoch um 19:30 Uhr im St. Oberholtz am Rosenthaler Platz.

Bis dann!

Viele Gruesse

Tomcat

Mozilla Meetup in Berlin, Mittwoch 28.9.2011

Hallo,

morgen, Mittwoch 28.9.2011 findet ab 19:30 ein Mozilla Community Meetup mit Chris Hofman sowie Mark Surman und einige Leute rund um das Knight-Mozilla Projekt statt.

Wir treffen uns am Mittwoch um 19:30 Uhr im St. Oberholtz am Rosenthaler Platz.

Bis dann!

Viele Gruesse

Tomcat

Firefox für Tablets

In Zeiten, in denen die Nutzer (angeblich/anscheinend) mehr Richtung Smartphones und Tablets tendieren anstatt zu Desktop-Rechnern, ist es für Mozilla wichtig, auf den aufstrebenden Plattformen vertreten zu sein, um am Browser-Markt weiterhin eine Rolle zu spielen und weiter für ein freies und offenes Internet eintreten zu können.

Ian Barlow hat in seinem Onlinetagebuch über das Aussehen für Firefox auf Tablets berichtet. Grundlage ist Firefox auf Smartphones, erweitert mit neuen Schaltflächen, die auf den größeren Tablet-Bildschirmen Platz haben und den Umgang mit Firefox erleichtern sollen.

Die offenen Tabs werden wie bei Smartphones am linken Bildschirmrand aufgelistet. Dieses Konzept hat sich meiner Meinung nach auf Smartphones bewährt. Die Awesomebar und Firefox-Sync sind ebenfalls zentrale Funktionen, die ihren prominenten Platz in der Oberfläche finden.

Im oben genannten Blog und auf Ians Flickr-Seite gibt es Bildschirmfotos von Firefox auf Tablets.

Da das alles noch relativ neu ist, wäre das der perfekte Zeitpunkt, um auf Bugzilla oder bei Ian Verbesserungsvorschläge zu äußern und auf die Entwicklung Einfluss zu nehmen.

Firefox 7 Testday diesen Freitag (26.08.2011)

Diesen Freitag, den 26.08.2011, veranstaltet Mozilla QA einen Testday für Firefox 7. Hierfür benötigen wir speziell deine Hilfe, um behobene Bugs in Firefox 7 und noch nicht bestätigte Bugs in der Graphik-Komponente zu bearbeiten. Wenn du die Zeit hast uns zu helfen, würden wir uns freuen, dich während des gesamten Tages im IRC-Channel #testday auf irc.mozilla.org begrüssen zu können.Mehr Informationen findest du auf QMO:http://quality.mozilla.org/events/2011/08/23/upcoming-firefox-7-testday/Euer Mozilla QA team.

Ergebnisse der Umfrage zum Kölner Mozilla-Treffen 2010

Nach langer Verzögerung präsentiere ich hiermit das Ergebnis der Umfrage zum Kölner Mozilla-Treffen, das im September 2010(!) stattfand. Insgesamt waren es 11 Fragen, die an die Teilnehmer des Treffens gerichtet waren. Ich danke allen, die die Umfrage ausgefüllt haben.

1. Wie gut hat das Köln-Treffen deine Erwartungen erfüllt?

 Wie gut hat das Köln-Treffen deine Erwartungen erfüllt?

Richtige Treffen außerhalb des Internets scheinen gut anzukommen. Es war das erste dieser Art im deutschsprachigen Raum und wahrscheinlich nicht das letzte.

2. Würdest du wieder teilnehmen wollen?

 Würdest du wieder teilnehmen wollen?

Dieses Ergebnis spiegelt die rege Teilnahme an den Diskussionen wider. :)

3. Was war für dich das Wichtigste an diesem Treffen?

Zusammenfassend meinten die Umfrageteilnehmer, dass es gut war

  • auch andere dt. Mozillianer kennnezulernen,
  • Leute von anderen Projekten als den eigenen kennenzulernen,
  • über wichtige Themen wie Mozilla.de zu diskutieren,
  • Einblick in die Arbeit der anderen zu erhalten,
  • auch mehr über die Ziele in der nächsten Zeit zu erfahren,
  • dass nicht nur Firefox-Leute dabei waren,
  • dass das Treffen auf 2 Tage ausgelegt war,
  • dass uns die gemeinsame Arbeit an produktübergreifenden Themen zu einem Team macht, anstatt immer nur Einzelkämpfer zu sein.

Positiv sei auch gewesen, dass sich alle in den Diskussionen so viel eingebracht haben.

4. Was hat dir nicht so gut gefallen?

Zusammenfassend meinten die Umfrageteilnehmer,

  • dass zu wenig Zeit für die Diskussionen eingeplant und der Zeitplan zu straff organisiert war,
  • dass zu wenig Getränke auf den Konferenztischen standen,
  • dass wir zwischen Konferenz- und Übernachtungshotel wechseln mussten,
  • dass Fotos von Teilnehmern des Treffens ungefragt im Internet veröffentlicht wurden,
  • dass das Abendprogramm zu schnell vorbei war.

5. Wofür soll beim nächsten Treffen mehr Zeit eingeplant werden und welche Themen haben gefehlt oder kamen zu kurz?

Hierzu meinten die Umfrageteilnehmer,

  • dass für die Diskussionen und Präsentationen mehr Zeit eingeplant werden sollte,
  • dass der Beamer vor der Veranstaltung mit einem Laptop getestet werden sollte, der dann für alle Präsentationen verwendet werden kann,
  • dass eine Vorstellungsrunde gefehlt habe,
  • dass mehr Zeit für einzelne Gespräche untereinander eingeplant werden sollte,
  • dass es ein interessantes Thema wäre, ob es hier lokal im deutschsprachigen Bereich Punkte gibt, von denen wir denken, was Mozilla oder die Anwendungen anders/besser machen sollten.

6. Sollten wir das nächste Treffen wieder im Hotel Cristall abhalten?

 Sollten wir das nächste Treffen wieder im Hotel Cristall abhalten?

Grundsätzlich war die Örtlichkeit wohl in Ordnung, sofern das nächste Mal die Betten nicht 3 Kilometer weit weg stehen und genug Getränke zur Verfügung gestellt werden. ;-)

7. War das Abendessen eine gute Idee oder wären Aktivitäten wie Bowling besser?

 War das Abendessen eine gute Idee oder wären Aktivitäten wie Bowling besser? Hast du Vorschläge für ein alternatives Abendprogramm?

Vorschläge für ein alternatives Abendprogramm gab es keine, aber aufgrund des dichten Programms in den 2 Tagen war das Abendessen ohne zusätzliche Aktivitäten wohl die beste Entscheidung.

8. Welche Zeit wäre der optimale Beginn am Samstag und das optimale Ende am Sonntag deiner Ansicht nach beim nächsten Treffen-Wochenende?

 Welche Zeit wäre der optimale Beginn am Samstag und das optimale Ende am Sonntag deiner Ansicht nach beim nächsten Treffen-Wochenende?

Mit 14 Uhr haben wir am Sonntag anscheinend die richtige Zeit für das Ende des Treffens gefunden. Je weiter die Teilnehmer weg wohnen, desto früher werden sie wahrscheinlich wollen, dass das Treffen endet, um nicht zu spät heimzukommen. Tendenziell könnte das nächste Treffen mit den Teilnehmern vom September länger dauern als 14 Uhr – laut Umfrageergebnis.

9. Hattest du Zeit, dich mit anderen Teilnehmern auszutauschen?

 Hattest du Zeit, dich mit anderen Teilnehmern auszutauschen?

Aus den anderen Umfragen war schon herauszulesen, dass das Programm zu straff organisiert war. Wir dachten nicht, dass es so viel zum Reden geben würde. ;-) Die knappe Zeit trifft laut Umfrage auch auf die Gesprächsmöglichkeiten mit den anderen Teilnehmern zu. Längere Pausen wären eine Möglichkeit für mehr Gespräche.

10. Würdest du am Treffen gern mehr von „offiziellen“ Mozilla-Mitarbeitern sehen und hören und dich mit ihnen unterhalten können?

Mozillianer wollen natürlich auch mal Entscheidungsträger kennen lernen. Bei diesem Treffen war wegen des Programms und von der Zeit her außer William kein Mozilla-Angestellter vorgesehen. Mal sehen, ob sich für künftige Treffen eine Gelegenheit dazu bietet.

11. Hast du sonst noch Kommentare oder Vorschläge, die du loswerden möchtest?

  • Konferenz- und Übernachtungshotel sollten das selbe sein.
  • Diskussionen auf Englisch, wenn Mozilla-Mitarbeiter dabei sind, wären schwierig für manche.
  • In einem Lokal eine Kleinigkeit zu essen wäre samstags vor dem Treffen sinnvoll.
  • Wegen der langen Anreise aus weiter entfernten DACH-Gebieten sollte überlegt werden, das Treffen an einem verlängerten Wochenende stattfinden zu lassen.

AMO Automation Testday am 19. August

Diesen Freitag, den 19. August, führt das WebQA team ein Testday zum Thema Automatisierung mit Selenium durch. All Diejenigen, die Spass am Testen haben und sich auch gleichzeitig für ein automatisiertes Testen von Webseiten interessieren, sind herzlich eingeladen, uns während des gesamten Tages im #testday channel zu unterstützen.
Wir freuen uns auf Euch.

Mark Up und Mozillas Engagement für das freie Internet

Die Übersetzung von Mark Up ist schon eine Weile her, aber ich bin erst vor ein paar Tagen über die Firefox-eigene Google-Startseite auf die dazugehörige Website gestoßen: markup.mozilla.org

Die Idee dahinter ist interessant und es ist leider so wie bei fast allen Mozilla-Aktionen, dass es im Nicht-US-Raum bzw. im deutschsprachigen Raum kaum bis gar nicht beworben wird und kaum öffentliche Resonanz erhält.

Die Idee ist, einen persönlichen digitalen Stempel auf künstlerische Weise zu hinterlassen. Damit soll die Freiheit und öffentliche Zugänglichkeit des Internets betont und ins Bewusstsein gerufen werden. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass das Internet so frei und öffentlich ist, wie wir es kennen, und diese Freiheiten sind ständig bedroht durch staatliche Regulierungen, Zensurmaßnahmen und durch Firmen aus der Privatwirtschaft – z.B. wollen Internet-Provider die Netzneutalität aufgeben und Medien-Unternehmen Inhalte und Menschen (aus-)sperren oder blockieren.

Das Internet ist mehr als nur eine Werbe- und Verkaufsplattform für Firmen oder eine Nachrichtenbeschaffungsplattform über Online-Zeitungen: Es wird von Menschen auf der ganzen Welt ständig mit neuen Inhalten versorgt und dient u.a. der persönlichen und künstlerischen Präsentation, der Wissensvermehrung und der Kommunikation.

Weshalb soll ich bei Mark Up mitmachen? Ist das zu irgendwas gut?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist die Tatsache, dass sich Mozilla auf unzählige Arten und über unterschiedliche Wege für die freie Zugänglichkeit des Internets einsetzt. Der Browser Firefox ist dazu nur eines von mehreren Mitteln. Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir über Mozilla sprechen …

Boot to Gecko (B2G): Mozilla entwickelt eigenes Betriebssystem

Mozilla hat gestern Planungen zu einem eigenen mobilen Betriebssystem nach Vorbild von Chrome OS vorgestellt, welches derzeit unter dem Codenamen Boot to Gecko, oder kurz: B2G, hört. Boot to Gecko soll – wie der Name bereits vermuten lässt – auf Mozillas Gecko-Engine setzen, die unter anderem auch in Firefox zum Einsatz kommt, und außerdem auf Teilen von Android (Kernel, Treiber, libc) aufbauen. Im Ganzen soll allerdings so wenig Android wie möglich verwendet werden. Mozilla zielt damit vor allem auf Tablets und auf Smartphones ab, weniger auf klassische Notebooks, womit B2G eher als Konkurrenz zu Android, Windows Mobile und iOS als zu Chrome OS zu sehen ist.

Derzeit befindet sich das Vorhaben noch in einem sehr frühen Stadium, so dass viele Teile von B2G erst in den Köpfen der Entwickler existieren. Daher ist das Konzept bislang auch noch sehr grob und auch ein Termin für eine erste ausführbare Version existiert noch nicht. Im Gegensatz zum ebenfalls freien Android wird die gesamte Entwicklung – wie üblich bei Mozilla – offen sein. Google gibt den Quellcode ihrer Versionen erst frei, wenn eine Version fertig entwickelt ist. Derzeit konzentriert man sich noch auf nVidia Tegra 2-Geräte, da diese eine umfangreiche Hardwarebeschleunigung bieten. Unterstützt wird das Projekt momentan von den Entwicklern Gavin Sharp, Mik Shaver, Chris Jones (der zusammen mit Gal auch an pdf.js arbeitet) sowie JavaScript-Erfinder Brendan Eich.

Ganz grob zusammengefasst sieht das Konzept von B2G oder auch Chrome OS vor, den Browser zum Zentrum des Geschehens zu machen. Dabei sollen Web Apps, speziell angepasste Dienste im Internet, etabliert werden, welche im Gegensatz zu den nativen Apps für Android & Co. auf offene Standards setzen. Denkbar wäre es zum Beispiel, den mobilen Mozilla-Browser “Fennec” zum “Home-Screen” zu machen und von diesem dann die Web Apps zu starten. Über Schnittstellen sollen diese Apps dann auf Funktionen wie Telefon, SMS, Kamera, USB, Bluetooth oder NFC zugreifen. Natürlich soll es dabei auch einen Zugriffsschutz vor unbefugtem Zugriff durch Dritte geben. Diese Schnittstellen sollen dann als Standard vorgeschlagen werden, damit die Spezifikationen eine möglichst große Verbreitung finden und die Anwendungen im gesamten Web funktionieren – gemäß Mozillas Mission, ein offenes Web voranzutreiben. Oder wie Andras Gal formulierte: “aus dem Würgegriff proprietärer Technologien befreien”.

 

 

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