Camp Firefox

Die Firefox-Community

Open-Source-Treffen in München (20.11.2009) und Leipzig (23.11.2009)!

Hallo,

Am Freitag, 20.November ab 17 Uhr findet nächste Treffen im Café Netzwerk in München statt!

Welcome to the 2nd Opensource Meeting

Wie bisher wird diese Veranstaltung von Mozilla und OpenOffice.org organisiert aber auch andere Projekte haben die Möglichkeit, sich mit einem kurzen Vortrag vorzustellen und in direkten Kontakt mit ihren Anwendern zu treten.

Im Rahmen einer Idee möchten wir versuchen, die Macher und die Nutzer von freier Software zusammenzubringen – in gemütlicher Atmosphäre, ganz unverbindlich, ohne kommerzielle Hintergedanken. Die Projektmitglieder können in direkten Kontakt mit ihren Nutzern treten, um wertvolles Feedback zu bekommen, und die Anwender lernen Leute aus ihrer Region kennen, die am Projekt beteiligt sind. Die Teilnahme ist natürlich vollkommen kostenfrei und unverbindlich.

Jeder ist willkommen, vom Firefox-User, der mehr über Open Source/beispielsweise das Mozilla-Projekt erfahren und mitarbeiten moechte bis zum aktiven Entwickler, der schon jahrelang zum Erfolg von Open Source Software beiträgt.

Zwecks Planung gebt uns bitte kurz per E-Mail direkt an info@opensourcetreffen.de bescheid (oder auch mir direkt unter tomcat@mozilla.com, wenn und mit wie vielen Personen ihr kommen wollt ! Die Anmeldung ist natuerlich kostenlos und unverbindlich !

…und dieses mal gibt es noch mehr zu berichten :)

Zudem findet am 23.11.2009 das erste Open-Source-Treffen in Leipzig statt (Montag, den 23. November, ab 19 Uhr) (Vielen Dank an die Leipziger an dieser Stelle!) ! Dies ist das erste Treffen dieser Art ausserhalb von Muenchen und ich werde auch in Leipzig sein, um einen Vortrag zu Mozilla/Firefox dort halten. Details zum Treffen in Leipzig findet ihr im externen Wiki -> http://ostle.musterdenker.de/

Details zu den Veranstaltungen findet ihr auch auf der Project Homepage unter http://www.opensourcetreffen.de/

Ausserdem sind wir nun auf Xing und Facebook mit einer Gruppe vertreten, jeder kann natuerlich auch dort mitmachen !

Viele Gruesse

Carsten

Neue Funktionen zur Barrierefreiheit in Firefox 3.6

Die zweite Beta von Firefox 3.6 ist gerade erschienen, so dass es ein guter Zeitpunkt ist, mal auf die Funktionen zu schauen, die Anwender von assistiven Technologien von der neuen Version des Browsers erwarten können.

Unterstützung für die Spracheingabefunktion von Windows Vista und Windows 7

Windows Vista und Windows 7 haben eine eingebaute Spracheingabefunktion, mit der motorisch eingeschränkte Benutzer oder solche mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche Texte in verschiedene Programme diktieren können. Ab der Version 3.6 gehört auch Firefox zu diesen Programmen. Dies wird erreicht, indem das Microsoft Text Services Framework (TSF) unterstützt wird.

Da es sich hierbei um sehr neue Technologie handelt und es eventuell ungewollte Nebeneffekte geben kann, die erst in den nächsten Updates beseitigt werden können, ist die Unterstützung für TSF standardmäßig ausgeschaltet. Durch folgende Schritte kann sie eingeschaltet werden:

  1. Gib in die Adresszeile von Firefox die Adresse about:config ein.
  2. Bestätige den Warnhinweis mit einem Klick auf „Ich werde vorsichtig sein, versprochen!“.
  3. Gib in das Textfeld für die Filterung die Buchstaben tsf ein.
  4. Wähle in der Liste die Einstellung intl.enable_tsf_support.
  5. Führe einen Rechtsklick auf diesem Eintrag aus und wähle „umschalten“ aus dem Popup-Menü.
  6. Starte Firefox neu.

Von nun an kann in Eingabefelder wie z. B. das Eingabefeld für Blogkommentare diktiert werden.

Dies erweitert die von Firefox und der Gecko-Plattform nativ unterstützten Technologien um eine weitere und schließt somit eine weitere Gruppe von Benutzern mit einer Behinderung ein.

Die neue Taskleistenvorschau in Windows 7 ist zugänglich

In Windows 7 kann die Taskleiste bei mehreren geöffneten Fenstern oder Tabs eine Vorschau der geöffneten Tabs anzeigen, und man kann direkt in dieser Vorschau wählen, mit welchem Fenster oder Tab das Programm in den Vordergrund geholt werden soll. Diese Funktion wird ab Version 3.6 auch von Firefox unterstützt und ist mit Screen Readern wie dem NVDA auch zugänglich. Bietet Firefox mehrere Tabs zur Vorschau an, sagt NVDA beim navigieren in der Taskleiste für das Symbol des Firefox „Untermenü“ an. Jetzt kann mit den Pfeiltasten rauf und runter der gewünschte Tab ausgewählt und mit Eingabe oder Leertaste Firefox mit diesem Tab im Vordergrund der Fokus übergeben werden.

Bessere Behandlung des Eingabefokus

Dies betrifft Maus- und Tastaturbenutzer gleichermaßen, wird hier aber extra erwähnt, weil die Verbesserungen auch Benutzer von Bildschirmleseprogrammen betreffen. So gibt es jetzt ein verbessertes Navigieren auf Seiten, wo das Attribut tabindex für einige Elemente definiert ist und für andere nicht. Weiterhin wird beim Speichern von ausführbaren Dateien das Dialogfeld, das erscheint, jetzt automatisch angesagt.

Unterstützung für die Programmierschnittstelle IAccessibleTable2

Diese Erweiterung des Standards IAccessible2 ermöglicht es assistiven Technologien, exaktere Informationen über Tabellenstrukturen zu erhalten und dem Anwender mitzuteilen. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um eine Datentabelle im Web, eine mehrspaltige Strukturansicht wie die Lesezeichenverwaltung, ein ARIA tree grid oder ähnliches handelt. Die Informationen werden von Gecko gesammelt und über diese neue Schnittstelle transparent und konsistent zur Verfügung gestellt. Hersteller von assistiven Technologien können Firefox 3.6 somit zur Implementierung dieser neuen nSchnittstelle verwenden und ihren Anwender somit eine verbesserte Wiedergabe verschiedendster Tabellenstrukturen bieten.

Verbesserte Regeln zum Errechnen des accessible name

Der Name eines accessible Objekts, der häufig dem Bildschirmtext entspricht, ist der Hauptbestandteil dessen, was Anwendern von Bildschirmleseprogrammen beim Navigieren mit Tab oder im virtuellen Puffer angezeigt wird. Im Einklang mit dem User Agent Implementor’s Guide des WAI-ARIA-Standards haben wir das Errechnen dieses Namens verbessert, so dass der Programmcode jetzt besser wartbar, vorhersagbarer und somit robuster auch für zukünftige Implementierungen neuer Elemente z. B. aus dem HTML5-Standard geworden ist.

Unterstützung für sich ändernde Objektattribute

Für eine bessere Unterstützung von drag and drop in WAI-ARIA, aber auch im Hinblick auf HTML5, haben wir das Ereignis IAccessible2 Object Attribute Changed implementiert. Dieses wird immer dann ausgelöst, wenn der Wert eines Attributes eines HTML-Elements, der durch ein Objektattribut des entsprechenden accessibles veröffentlicht wurde, sich ändert. Diese Änderung passiert üblicherweise durch JavaScript. Bildschirmleseprogramme können hierauf reagieren und ihren Anwendern diese Änderung mitteilen und/oder ihren virtuellen Puffer aktualisieren.

…und wieder jede Menge Bugfixes

Und natürlich haben wir auch wieder an der Stabilität und Zuverlässigkeit des Firefox gearbeitet! Wenn bestehende Funktionen nicht so funktionierten wie gewünscht und dies uns von Anwendern und Herstellern assistiver Technologien gemeldet wurde, haben wir uns um schnelle Verbesserungen gekümmert. Weiterhin sind wir auch am Ball geblieben, was späte Änderungen in der Spezifizierung von WAI-ARIA anging und haben unsere Implementierungen entsprechend angepasst.

Das gesamte Accessibility Team bei Mozilla hofft, dass euch der Firefox 3.6 genauso gefällt und soviel Freude bereitet wie es uns Spaß gemacht hat, an ihm zu arbeiten und ihn zu testen!

Firefox 3.6 Beta 2 erschienen

Heute wurde die 2. Beta von Firefox 3.6 veröffentlicht. Firefox 3.6 bringt einige neue Funktionen wie Vollbild für Open-Video. WOFF für herunterladbare Schriften und einen Plugin-Updater, der über veraltete Plugins informiert. Außerdem gibt es erweiterten Support für CSS, DOM und HTML5 für Entwickler und eine deutlich schnellere Startzeit von Firefox für alle. Firefox 3.6 Beta 2 gibt es zum Herunterladen für Windows, Mac OS X und Linux auf der Mozilla-Downloadseite.
Ein Hinweis darf hier natürlich nicht fehlen: Firefox 3.6 Beta 2 ist, wie der Name schon sagt, Beta-Software. Nur wer mithelfen möchte, die Beta zu testen, sollte sie herunterladen. Es kann sein, dass einige Internetseiten mit dieser Vesion nicht funktionieren oder dass Erweiterungen nicht damit kompatibel sind.

5 Jahre Firefox und ein neuer Auftritt im Netz

Am Montag, dem 9. November 2009 feiert Firefox, der weltweit ausgezeichnete Browser von Mozilla, fünfjähriges Bestehen. Seit 2004 hat Firefox das Internet für hunderte Millionen von Menschen auf der ganzen Welt einfach besser gemacht und die Art und Weise, wie wir das Surfen betrachten, revolutioniert. Funktionen wie Tabs, Pop-up-Blocker, die intelligente Adressleiste, der private Modus und die fast unbegrenzte Anpassbarkeit sind nur ein paar der wunderbaren Dinge, die Firefox zu dem Browser machen, der er heute ist.

Um zu erfahren, wie Menschen auf der ganzen Welt diesen Meilenstein feiern, und für weitere Informationen, besucht die Jubiläums-Website  www.spreadfirefox.com/5years

Wir hier bei Camp Firefox feiern das Jubiläum mit einer neuen Community-Website. Das aktuelle Design passt sich dem Mozilla Community Theme an, das von Mozilla speziell für Community-Websites erstellt wurde. Als neue Funktionalität steht ein Newsticker auf der Startseite zur Verfügung, an den sich im Laufe der Zeit auch deutschsprachige Blogger aus der Mozilla-Community anschließen werden. Außerdem wird es mehr Gelegenheit geben, der deutschen Community bei der Arbeit zuzusehen und selbst mitzumachen. Auch die Dokumentation für Anwender werden wir ausbauen und mit Mozillas Support-Website verbinden, um für die inzwischen über 30 Millionen deutschsprachigen Anwendern auch in Zukunft die beste Adresse in allen Firefox-Fragen zu sein. Auf die nächsten 5 Jahre!

Firefox ist 5

Heute ist Firefox 5 Jahre alt geworden! (Zählt man die Arbeit vor der Veröffentlichung von Firefox 1.0 am 9. November 2004 dazu, sind es natürlich noch etliche Jahre mehr.)

Zur Feier dieses Jubiläumstages hat Mozilla die Seite FÜNF JAHRE FIREFOX veröffentlicht.

Das Motto ist: Erleuchte die Welt mit Firefox!

Feiere mit und mache ein Foto, auf dem du oder ein Gebäude oder irgendetwas, das du geschaffen hast, drauf ist inklusive dem Firefox-Logo und sende es mit der Kennung „Firefox5“ an Flickr.

Besonders sehenswert ist das 5-Jahre-Firefox-Video (hier ohne dt. Untertitel, auf der oben genannten Jubiläumsseite inkl. Untertiteln anzusehen – übrigens im OGG-Format für jene mit Firefox 3.5 verfügbar). Wunderschön zusammengestellt und untermalt! Das wäre perfekt für einen TV-Werbespot.

Gratulation, Firefox! Und ein Hoch auf ein freieres WWW als es noch vor 5 Jahren war!

PS: Celebrating Five Years of Firefox!, 5 years of Firefox.

Opensource Treffen “Spezial” Thunderbird 3

Gestern am 27.10.2009 fand im Cafe Netzwerk in München ein Opensource Treffen “Spezial” zu Thunderbird 3 statt.

Thunderbird

Als “Special Guest” hatten wir Dan Mosedale, den Chefentwickler von Thunderbird zu Gast.

Neben einer kurzen Vorstellung vom neuen Thunderbird 3 Features gab es auch eine Präsentation von Raindrop. Danach war Zeit fuer Fragen und Antworten und wir hatten eine Menge von interessanten Diskussionen.

Vielen Dank an alle die gestern dabei waren und vor allem ein grosses Dankeschön an Dan Mosedale und das Team vom Cafe Netzwerk !

Das nächste Opensource Treffen in München findet am 20.11.2009 im Cafe Netzwerk statt und am 23.11.2009 findet das erste Opensource Treffen in Leipzig statt !

Viele Gruesse

Carsten

Add-ons-Kompatibilitätsreporter

Eines der wichtigsten Features von Firefox sind Erweiterungen. Eines der größten Schwächen von Firefox sind Erweiterungen. Ich hab ein gutes dutzend davon installiert und benutze sie regelmäßig, aber bei jedem Update auf eine neue Version gehe ich erst sicher, dass meine Erweiterungen auch mit der neuen Version kompatibel sind. Dafür muss der Entwickler einer Erweiterung seine Erweiterung mit der neuen Firefox-Version testen und dann auf addons.mozilla.org die Kompatibilität der Erweiterung bekannt geben. Bei über 6000 verfügbaren Erweiterungen gibt es immer Entwickler, die gerade im Stress sind oder auf Weltreise oder einfach nicht mehr interessiert.

acr

Mozilla hat aber eine riese Userbasis für Betatests, da liegt es also nahe, diese auch für Addon-Betatests zu gewinnen. Genau dafür ist der Add-on Compatibility Reporter gedacht. Wer den installiert, kann alle Erweiterungen installieren, auch die, die als nicht kompatibel markiert sind, und kann dann an Mozilla melden, ob das Add-on auch in der neuen Firefox-Version noch funktioniert. Diese Daten stehen dann den Entwicklern zur Verfügung und Mozilla kann direkt einzelne Entwickler anschreiben, wenn die Add-ons nicht kompatibel zu sein scheinen. Wer daran teilnehmen möchte, kann die Erweiterung hier herunterladen.

Opensourcetreffen- Spezial zum Thema Thunderbird 3 am 27.10.2009 !

Hallo zusammen,

neben dem bereits geplanten Opensourcetreffen am 20.November, haben wir noch eine Ueberraschung fuer Euch !

Der Chefentwickler von Thunderbird  Dan Mosedale ist in Muenchen und wir haben deshalb die Gegelegenheit zu einem Opensourcetreffen “Spezial”.

Das ganze wird stattfinden am

Dienstag, dem 27. Oktober, ab 18:30 Uhr
im Café Netzwerk in Muenchen

Dan Mosedale wird einen Vortrag zu Thunderbird 3 halten und steht Euch danach fuer Fragen rund um Thunderbird (Features in Thunderbird 3, Zukunft von Thunderbird etc) gerne zur Verfuegung.

Wenn Ihr also schon immer mal eine Frage zu Thunderbird hattet, ist das nun die Gelegenheit :)

Zwecks Planung gebt uns bitte kurz per E-Mail direkt an tomcat@mozilla.com bescheid, wenn und mit wie vielen Personen ihr kommen wollt !

Die Anmeldung ist natuerlich kostenlos und unverbindlich !

Erzählts weiter, kommt fleißig – wir freuen uns auf euch!

Viele Grüße
Carsten

Firefox-Yahoo!-Edition

Schon seit einiger Zeit habe ich, wie auch Robert für Seamonkey und Alexander für Thunderbird, Werbung auf der Firefox-Website geschaltet, um Ausgaben für Server etc. nicht aus eigener Tasche zahlen zu müssen. Zunächst mit der Google-Version von Firefox, dann mit der Ebay-Version. Leider reichen die Einnahmen daraus nicht mehr, um den Server zu betreiben, deswegen habe ich heute zusätzlich die Yahoo-Edition aufgenommen. Da Yahoo aber kein öffentliches Programm dafür hat, bin ich eine Vereinbarung mit Tobias Selb von Foxload.com eingegangen, der offizieller Parter von Yahoo für diese Edition ist. Ich hoffe, dass ich dabei nichts übersehen habe, aber wenn es einen guten Grund gibt, der dagegen spricht, bitte eine E-Mail an mich.

Neue Wege der Zugänglichkeit zu Flash- und Java-Inhalten auf Webseiten

In seinem neuesten Entwicklersnapshot hat das NVDA-Team die Zugänglichkeit zu Flash- und Java-Anwendungen, die im Browser laufen, verbessert. Hierbei gehen Mick und Jamie neue Wege in der Art der Benutzung dieser Rich Internet Applications.

Bisher werden Flash-Inhalte von kommerziellen Screen Readern innerhalb des virtuellen Puffers, also als Teil der Webseite, dem Benutzer zur Verfügung gestellt. Java-Applets werden gar nicht im virtuellen Puffer angezeigt, sie muss man durch Tabben bei ausgeschaltetem virtuellen Cursor suchen.

Das Einschließen von Flash-Inhalten im virtuellen Puffer birgt das Problem, dass diese Inhalte, so sie denn überhaupt zugänglich sind, so dynamisch sind, dass das Lesen oft schwierig ist, da sich diese Inhalte regelmäßig verändern oder aktualisieren. Auch andere Teile der Webseite können davon betroffen sein, und je nach Screen Reader ist dann ein ständiges Wechseln der Inhalte unterm virtuellen Cursor die Folge, oder die Inhalte werden gar nicht aktualisiert und sind dementsprechend veraltet.

Nicht umsonst finden 71% der Teilnehmer der ersten Screen-Reader-Umfrage von WebAIM Flash schwer oder sehr schwer zu benutzen. Dies ist mit Abstand der höchste Wert aller in dieser Kategorie vertretenen Technologien.

NVDA verfolgt hier einen anderen Ansatz. Befindet sich Flash oder ein Java-Applet auf einer Seite, wird im virtuellen Puffer lediglich ein eingebettetes Objekt angezeigt. Um mit diesem Objekt zu arbeiten, macht man folgendes:

  1. Man navigiert mit dem virtuellen Cursor auf das eingebettete Objekt. NVDA sagt so etwas wie „Eingebettetes Objekt anklickbar“.
  2. Nun drückt man Eingabe. NVDA wiederholt den Namen des Objekts, um anzuzeigen, dass sich der Fokus jetzt hier befindet.
  3. Als nächstes drückt man Tab. Wichtig, wirklich Tab drücken und nicht etwa die Pfeiltasten, da sonst der Fokus wieder aus dem Objekt herausfällt und auf das nächste Objekt wandert, das der virtuelle Cursor unter sich findet. Erst durch Tab wird tatsächlich in das Objekt hineingezoomt und die Interaktion mit den Elementen des Flash- oder Java-Objekts gestartet.
  4. Man kann jetzt Schalter drücken oder andere Dinge in diesem Flash-Element tun, welche es zulässt. In einem gerade wiedergegebenen YouTube-Video spulen z. B. die Tasten Pfeil links und rechts vor und zurück.
  5. Will man das Objekt verlassen, drückt man NVDA+Leertaste. Hierdurch landet man wieder im virtuellen Puffer und kann weiter navigieren.

Anwendern von VoiceOver auf dem Mac kommt diese Art des Hineinzoomens bekannt vor: VoiceOver verwendet diese Technik des Interagierens in allen möglichen sich bietenden Momenten, um alles um ein bestimmtes Objekt herum auszublenden und nur die Inhalte dieses Objekts zu präsentieren.

Hinweis: Damit die obige Vorgehensweise mit Java-Applets funktioniert, muss diese natürlich die Tastaturnavigation unterstützen, mit SWING-Komponenten gebaut sein, und der Anwender muss neben der eigentlichen Java-Laufzeitumgebung auch die Java AccessBridge für Microsoft Windows installiert haben.

Dieser neuartige Ansatz des Interagierens mit solchen eingebetteten Objekten bietet eine ganze Menge Chancen, mit Flash wesentlich kontrollierter umzugehen als dies bisher der Fall war. Man interagiert hier wieder mit dem Objekt selber und hat nicht den virtuellen Puffer dazwischengeschaltet, der Tasteneingaben filtert und auch anderweitige Ungenauigkeiten zur Folge haben kann.

Für Flash- und Java-Entwickler bedeutet dies, dass sie noch mehr denn je darauf achten müssen, dass ihre Anwendungen barrierefrei sind. Mit NVDA haben sie glücklicherweise ein kostenloses Werkzeug zur Verfügung, damit dies gleich getestet werden kann.

Für Adobe, die das NVDA-Projekt ja finanziell unterstützen, sollte dies ein Anreiz sein, den Flash Player auch unter Linux und Mac OS X zugänglich zu machen. Hierfür hat maccessibility.net eine Petition laufen, die Adobe dazu auffordert, dies zumindest für die Mac-Version bald umzusetzen. Wenn Du diese Petition noch nicht unterschrieben haben solltest, wäre es toll, wenn Du Deine Unterstützung signalisieren würdest, indem Du sie unterschreibst!

Dem NVDA-Team einen herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich gelungenen Umsetzung!

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