Camp Firefox

Die Firefox-Community

Firefox für Android: kleinerer Installer dank nachladbarer Inhalte

Mozilla hat Firefox für Android um die Fähigkeit erweitert, Komponenten später nachzuladen. So wird Firefox für Android in Zukunft beispielsweise ohne bestimmte Schriftarten ausgeliefert, welche stattdessen nachgeladen werden.

Wie bei den meisten Produkten hat auch die Paketgröße von Firefox für Android über die Jahre aufgrund zahlreicher Neuerungen zugenommen. Ein Umstand, der auf dem Desktop vernachlässigbar ist, auf dem Smartphone aber durchaus ein ernsthafter Faktor ist, gerade bei günstigeren Geräten ohne viel Speicherplatz.

Firefox für Android wurde vor kurzem um die grundsätzliche, aber noch deaktivierte Fähigkeit erweitert, Inhalte nachzuladen. In der Nightly-Version von Firefox 47 wird diese neue Fähigkeit nun genutzt, um Schriftarten – sofern der vorhandene Platz dies zulässt – herunterzuladen, welche gleichzeitig nicht mehr direkt mit Firefox für Android ausgeliefert werden. Die Installer-Größe sinkt dadurch um mehrere Megabyte. Dieses Feature ist derzeit noch auf Nightly-Versionen beschränkt, so dass die vorgestellte Neuerung nicht zwangsläufig Teil der finalen Version von Firefox 47 für Android sein muss.

In Zukunft könnten unter anderem auch Übersetzungen oder Silbentrenn-Wörterbücher nachgeladen werden.

Der Beitrag Firefox für Android: kleinerer Installer dank nachladbarer Inhalte erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Firefox für Android: A/B-Tests und Staged Rollouts

Firefox für Android besitzt eine neue Infrastruktur, welche es Mozilla erlaubt, unterschiedliche Varianten eines Features mit unterschiedlichen Nutzern zu testen, sowie generell Features langsam statt für alle Nutzer auf einmal auszurollen.

Firefox für Android hat Unterstützung für A/B-Tests und sogenannte Staged Rollouts erhalten. Damit können neue Funktionen des Mozilla-Browsers zunächst mit einem Teil der Nutzer getestet werden, oder unterschiedliche Varianten einer Funktion an unterschiedliche Nutzer ausgerollt werden, was Mozilla dabei helfen soll, Funktionen zu optimieren und Entscheidungen zu treffen.

Mozilla verwendet hierfür Mozilla Switchboard, was wiederum auf dem Open Source-SDK Switchboard von KeepSafe basiert. Mittels Telemetrie-Funktion werden Metriken zur Nutzung solcher Experimente an Mozilla übermittelt. Ähnliches kann Mozilla bei Firefox für Desktop-Betriebssysteme mit Hilfe sogenannter Telemetrie-Experimente erreichen.

Wie bei den Telemetrie-Experimenten auf dem Desktop ist auch in der Umsetzung für Android eine aktivierte Telemetrie-Funktion für die Experimente erforderlich, was standardmäßig nur in der Nightly-, Aurora- sowie Beta-Version der Fall ist, nicht in der finalen Version von Firefox für Android. Nicht zuletzt deswegen finden diese Experimente auch in Vorabversionen von Firefox statt.

Anders als bei den Telemetrie-Experimenten wird hier bei einem Experiment die Sieger-Variante per Änderung der Server-Konfiguration für alle Nutzer aktiviert. Details zur Funktionsweise lassen sich im wiederbelebten Mobile-Blog von Mozilla nachlesen. Eine Integration von Switchboard in Firefox für iOS ist bereits geplant.

Der Beitrag Firefox für Android: A/B-Tests und Staged Rollouts erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla wird Flash-Player-Ersatz Shumway nicht mit Firefox ausliefern

Shumway ist eine plattformunabhängige Open Source Laufzeit-Umgebung für Flash-Inhalte, welche komplett auf Webtechnologien basiert. Eine bessere Alternative zum Adobe Flash Player zu entwickeln ist allerdings nicht länger eine Priorität für Mozilla und Firefox.

Im November 2012 wurde Shumway erstmals als neues Projekt von Mozilla Research vorgestellt. Ziel war es, eine auf Webtechnologien basierende Alternative zum Adobe Flash Player zu entwickeln, ähnlich wie Mozilla auch den Adobe Reader erfolgreich durch einen auf Webtechnologien basierenden Betrachter für PDF-Dateien ersetzen konnte.

Die Entwicklung auf GitHub ist bereits seit Mitte September fast komplett zurückgefahren, öffentliche Notizen zu den bis dahin wöchentlich stattfindenden Status-Meetings gibt es ebenfalls seit September keine mehr. Was sich in den letzten Monaten also bereits mehr als nur ein wenig angedeutet hat, ist nun mehr oder weniger offiziell: es wird nicht länger das Ziel verfolgt, Shumway als Teil von Firefox auszuliefern. Offene Shumway-Tickets wurden in Mozillas Bugtracker aus der Komponente „Firefox“ in die Komponente „Firefox Graveyard“ verschoben.

Die Bedeutung von Flash ist seit ein paar Jahren stark abnehmend. Googles Entscheidung, im eigenen Werbenetzwerk Flash-Werbung ab dem 2. Januar 2017 komplett zu verbannen, dürfte auch stark dazu beitragen, dass Flash weiter an Relevanz verliert. Bereits ab dem 30. Juni 2016 wird Google keine neue Flash-Werbung mehr akzeptieren. Der Chrome-Browser spielt animierte Flash-Werbung sogar seit September 2015 nicht mehr automatisch ab – in dem Zeitraum wurde auch die Shumway-Aktivität zurückgefahren. Bis dahin sah der Plan von Mozilla so aus, Shumway zunächst für Flash-Werbung zu aktivieren.

In Anbetracht der abnehmenden Bedeutung von Flash für das Web ergibt die Entscheidung Mozillas viel Sinn, die ohnehin begrenzen Ressourcen nicht weiter in ein Projekt zu investieren, welches Flash als Technologie unterstützt.

Der Beitrag Mozilla wird Flash-Player-Ersatz Shumway nicht mit Firefox ausliefern erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Kennst du schon…? Interessante, aber weniger bekannte Mozilla-Projekte #1

Die meisten kennen Mozilla durch Firefox, einige vielleicht auch noch durch Thunderbird und Firefox OS. Dann aber hört es oft schon auf. Dabei macht Mozilla so viel mehr, was vielen gar nicht bewusst ist. In dieser Artikel-Serie sollen andere Mozilla-Projekte kurz vorgestellt werden, welche nicht so populär wie Firefox, aber nicht minder spannend sind. In der heutigen Ausgabe werden vorgestellt: Knight-Mozilla OpenNews, Coral-Projekt, Hive Learning Networks.

Knight-Mozilla OpenNews

Die Knight Foundation ist eine Stiftung, welche Projekte fördert, die dem Journalismus zu mehr Qualität verhelfen und Medien-Innovationen voranbringen. Gemeinsam mit Mozilla betreibt man nun schon seit 2011 das Projekt OpenNews. Über sogenannte Fellowships werden Entwickler und Journalisten jährlich für einen Zeitraum von jeweils 10 Monaten zusammengebracht, um Open Source-Projekte zu entwickeln, beispielsweise Werkzeuge für datenjournalistische Recherchen. Unterkunft sowie Lebenshaltungskosten werden in diesem Zeitraum von OpenNews übernommen. Die Partner im Jahr 2016 sind Correct!v (Berlin), Coral Projekt (siehe unten, New York), Frontline (Boston), Los Angeles Times Data Desk (Los Angeles), NPR (Washington D.C.) sowie Vox Media (Austin, New York oder Washington D.C.).

Mark Surman, Executive Director der Mozilla Foundation, sagte dazu im Jahr 2011:

„Nachrichten und das Web sind heute miteinander verwoben. Beide sind unverzichtbar für die Fortentwicklung unserer Demokratien, unserer Volkswirtschaften und unserer Gesellschaft. Wir sind heute darauf angewiesen, dass die kreativsten, innovativsten Köpfe aus der Nachrichtenbranche und aus dem Netz zusammenarbeiten, um die Zukunft der Medien aktiv zu gestalten.”

Webseite besuchen: opennews.org

Knight-Mozilla OpenNews

Coral-Projekt

Auch das Coral-Projekt ist im Bereich Journalismus angesiedelt, mit einem etwas anderen Fokus. Es handelt sich dabei um eine Zusammenarbeit des Knight-Mozilla OpenNews-Projekts, der New York Times sowie der Washington Post. Hier geht es darum, Open Source-Lösungen für News-Seiten zu schaffen, um letzten Endes eine bessere Beziehung zwischen Publisher und Community zu bilden. Das Coral-Projekt beschäftigt sich unter anderem mit der Diskussionskultur im Web und alltäglichen Themen wie Internet-Trollen und wie man eine bessere Diskussionskultur durch die richtigen Werkzeuge fördern kann.

Webseite besuchen: coralproject.net
Forum besuchen: community.coralproject.net

Coral-Projekt

Hive Learning Networks

Bei Hive handelt es sich um ein Bildungsprojekt in Zusammenarbeit mit der MacArthur Foundation, bei welchem unter anderen mit Bibliotheken, Museen und Schulen zusammengearbeitet wird. Die Hive Learning Networks sind in den USA angesiedelt, von Januar bis Dezember 2014 gab es aber auch ein Hive Learning Network in Berlin in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und Wikimedia Deutschland, welche das Projekt wie folgt beschrieben haben:

„Das Hive Berlin Lernnetzwerk ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen, mit dem Ziel, neue Lernumgebungen für Jugendliche, außerhalb schulischer Bildungsangebote, zu schaffen. Dazu werden gemeinsam Projekte entwickelt, die durch innovative Ideen und kreative Ansätze Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihren Fähigkeiten nachzugehen und neue Potentiale zu entdecken. So entsteht ein neuer Ort in der Bildungslandschaft: Das Hive Lernnetzwerk.”

Webseite besuchen: hivelearningnetworks.org

HIVE Learning Networks

Der Beitrag Kennst du schon…? Interessante, aber weniger bekannte Mozilla-Projekte #1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Firefox für Android: Unterstützung für Android 2.3 wird eingestellt

Ab Version 46 wird Firefox für Android nicht länger Android 3.0 bis Android 4.0.2 unterstützen. Ab Firefox 48 wird auch die Unterstützung für Android 2.3 eingestellt. Ab dann ist Firefox für Android nur noch für Android 4.0.3 und höher verfügbar.

Mozilla unterstützt mit seinem Android-Browser bislang alle Android-Versionen durchgehend ab der im Dezember 2010 veröffentlichten Version Android 2.3 „Gingerbread“. Dabei gibt es zwei verschiedene Firefox-Versionen: eine für Android 2.3 und eine für Android 3.0 und höher. Das wird sich bald ändern.

Wie bereits im Dezember berichtet wird Mozilla die Unterstützung für Android 3.0 bis Android 4.0.2 mit Firefox 46 für Android einstellen. Nutzer dieser Android-Versionen werden mit dem Update auf Firefox 45 auf diesen Umstand hingewiesen. Firefox 46 wird voraussichtlich am 7. Juni erscheinen.

Entsprechendes ist nun auch mit der Version für Android 2.3 geplant. Nutzer dieser Android-Version erhalten einen Hinweis in Firefox 47, Firefox 48 wird nicht mehr für Android 2.3 erscheinen. Die Veröffentlichung von Firefox 48 ist derzeit für den 13. September geplant.

Damit wird ab Mitte September die am 16. Dezember 2011 veröffentlichte Version Android 4.0.3 oder höher zum Betrieb von Firefox vorausgesetzt.

Der Beitrag Firefox für Android: Unterstützung für Android 2.3 wird eingestellt erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Debian: Iceweasel soll wieder zu Firefox werden

Firefox existiert auch für Debian, dort allerdings seit vielen Jahren unter dem Namen Iceweasel, genauso wie Thunderbird unter Debian Icedove und SeaMonkey Iceape heißt – jeweils mit eigenen Logos. Nun soll Iceweasel sein originales Firefox-Branding zurückerhalten.

Seit Veröffentlichung von Debian 4.0 Etch werden die Produkte Firefox, Thunderbird und SeaMonkey, an denen Mozilla die Markenrechte hält, mit einem anderen Namen sowie Logo ausgeliefert. Hintergrund ist Mozillas Politik hinsichtlich des Schutzes der eigenen Marken, was einschließt, dass der Name Firefox nur mit dem Firefox-Logo verwendet werden darf. Die Lizenzierung der Logos widersprach aber den Debian Free Software Guidelines (DFSG). Hätte Debian den Browser mit Firefox-Logo ausliefern wollen, hätte Firefox unter Debian als unfreie Software klassifiziert werden müssen. Außerdem müssten Änderungen am Quellcode Mozilla zur Überprüfung eingereicht werden, was man seitens Debian als kritisch erachtete. Aus diesen Gründen entschied man sich zur Umbenennung.

Nun haben sich nun Vertreter von Mozilla und Debian erneut an einen Tisch gesetzt, mit dem gemeinsamen Ziel, Iceweasel wieder zu Firefox zu machen. Das Firefox-Logo steht mittlerweile unter einer Lizenz, welche kompatibel mit den DFSG ist. Hinsichtlich Debian-spezifischer Anpassungen erkennt Mozilla an, dass diese die Qualität von Firefox nicht negativ beeinträchtigen, und akzeptiert diese.

Iceweasel & Firefox

Da Debian-Versionen einen längeren Lebenszyklus haben als die ESR-Version von Firefox, deren Lebenszyklus bei unter einem Jahr liegt, erklärt sich Debian damit einverstanden, nach Ablauf eines ESR-Zyklus den jeweils nächten Major-Release von Firefox ESR über die Paketquellen als Stable-Paket bereitzustellen.

Der Plan sieht vor, Iceweasel mit dem nächsten Major-Release von Debian, Debian 9.0 Stretch, in Firefox umzubenennen. Bezüglich Thunderbird und seinem Icedove-Pendant haben Gespräche begonnen, hier ist die Diskussion allerdings noch weniger konkret als Firefox und Iceweasel der Fall.

Der Beitrag Debian: Iceweasel soll wieder zu Firefox werden erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Firefox 2.0 für Apple iOS mit vielen Neuerungen ist da

Gut einen Monat nach Veröffentlichung von Version 1.4 hat Mozilla heute Firefox 2.0 für Apple iOS veröffentlicht. Die neue Version bringt viele Neuerungen wie einen Passwort-Manager, eine Seiten-Suchfunktion, Spotlight-Integration und 3D-Touch-Unterstützung.

Nachdem die ersten Updates für Mozillas neuen iOS-Browser für das iPhone, iPad sowie iPod touch vor allem Fehlerbehebungen und nur wenige Neuerungen brachten, steht nun das erste wirklich große Update auf Firefox 2.0 für iOS bereit.

Bereits seit Version 1.3 unterstützt Firefox für das Apple-Betriebssystem Passwort-Manager von Drittanbietern. Nun bringt Firefox seinen eigenen Passwort-Manager mit. Lokal gespeicherte sowie über den Firefox Account gesicherte Login-Daten können in den Einstellungen durchsucht und geändert werden.

Dank Spotlight-Integration können geöffnete Firefox-Tabs nun direkt über das globale Suchfeld durchsucht werden. Neu ist außerdem die Funktion, auf der Webseite nach Text zu suchen. Die Seiten-Suchfunktion kann entweder per langem Druck auf den Text oder per Teilen-Menü erreicht werden.

Besitzer eines iPhone 6S oder iPhone 6S Plus können sich über die Unterstützung von 3D-Touch freuen. Durch Drücken des Firefox App-Icons öffnet sich ein Menü für den Schnellzugriff zum Aufruf des letzten Lesezeichens oder zum Öffnen eine neuen regulären respektive privaten Tabs. Auch die neuen Gesten Peek und Pop werden unterstützt, wodurch sich Inhalte anzeigen lassen, ohne sie vorher zu öffnen. Dinge wie das Hinzufügen einer Seite zur Leseliste oder das Schließen von Tabs sind nun noch einfacher.

Als nächstes folgt mit Firefox 2.1 für iOS wieder ein Bugfix-Release, ehe mit Firefox 3.0 für iOS das nächste Feature-Update ansteht, dessen Einreichung in den App-Store für den 22. März geplant ist.

Der Beitrag Firefox 2.0 für Apple iOS mit vielen Neuerungen ist da erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Vorschau auf das neue Design der Add-on-Seite für Firefox und Thunderbird

Seit 2011 kommt das derzeitige Design von addons.mozilla.org (AMO) nahezu unverändert zum Einsatz. Nun steht ein frischer Anstrich bevor. Interessierte können das neue Aussehen vorab per Userstyle installieren.

Das derzeitige Design von addons.mozilla.org (AMO) existiert bereits seit September 2011. In Details hat sich dieses in den Jahren geändert, im Großen und Ganzen ist es aber nach wie vor das Design von damals. Während im Hintergrund an einem größeren Umbau gearbeitet wird, soll zunächst einmal zur Überbrückung das visuelle Erscheinungsbild erneuert werden. Geplant ist das neue Design pünktlich zur Veröffentlichung von Firefox 48 (erwartet für den 13. September).

Wer nicht warten will und bereits jetzt einen Vorgeschmack haben möchte, kann sich den aktuellen und noch nicht ganz fehlerfreien Stand per Stylish Add-on und dem passenden Userstyle installieren.

Amo Restyle 2016

Der Beitrag Vorschau auf das neue Design der Add-on-Seite für Firefox und Thunderbird erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #16 – Aktivitäts-Stream

Im neusten Teil der offenen Artikel-Serie „Neues aus der Mozilla Design-Schmiede“ geht es um einen Aktivitäts-Stream, welcher die derzeitige Bibliothek zur Darstellung von Chronik und Lesezeichen in Firefox ersetzen könnte.

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in unregelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können.

Die Bibliothek ist eine im Vergleich zum Rest von Firefox mittlerweile recht altbacken wirkende Oberfläche, welche zudem durch das Öffnen in einem eigenen Fenster auch nicht besonders gut in den Browser integriert ist. Die Bibliothek zeigt Chronik, Downloads, Lesezeichen sowie Schlagwörter an.

Ein Ansatz, wie man die Aktivität des Nutzers modern und funktional erweitert präsentieren kann, zeigen neue Mockups von Mozilla. Interessant dabei ist, dass es sich nicht wie bisher nur um eine einfache Liste von Webseiten handelt. Der kombinierte und im Mockup zu sehende Bereich rückt die Lesezeichen-Funktionalitiät in der chronologischen Ansicht im Vergleich zur aktuellen Umsetzung mehr in den Vordergrund und zeigt teilweise direkt Inhalte an, im Mockup am Beispiel eines Vimeo-Videos zu sehen. Ein eigener Lesezeichen-Bereich ist dem Mockup nach aber nach wie vor vorgesehen.

Aktivitäts-Stream

Ein weiteres Mockup zeigt einmal mehr eine überarbeitete Seite für den neuen Tab. Mockups für diese Seite sind besonders häufig Teil dieser offenen Artikel-Serie, hierfür scheint es besonders viele Ideen zu geben. In diesem Mockup treten die Vorschaukacheln deutlich in den Hintergrund, dafür wird der eben vorgestellte Aktivitäts-Stream prominent integriert, was ein interessantes Konzept ist, da es zum einen durch die konsistente Darstellung eine klare Linie innerhalb von Firefox bringt und zum anderen deutlich mehr Bezug zum aktuellen Surfverhalten besitzt als die aktuelle Seite, auf der sich neben dem Suchfeld nur Vorschaukacheln befinden, welche sich nicht besonders häufig ändern, da es sich dabei um die meistbesuchten Webseiten handelt.

Aktivitäts-Stream

Schließlich zeigt diese dreiteilige Mockup-Sammlung noch eine verbesserte Sharing-Funktionalität, was im Wesentlichem einem Umbau der bereits existierenden Möglichkeiten entspricht plus einer Integration in die Sharing-Funktionalität des genutzten Betriebssystems.

Aktivitäts-Stream

Der Beitrag Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #16 – Aktivitäts-Stream erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla Eir: Firefox OS wird zur medizinischen Plattform

Unter dem internen Codenamen Eir arbeitet Mozilla an einer medizinischen Open Source-Plattform auf Basis von Firefox OS. Eine erster Prototyp soll im Juni gezeigt werden.

Mit der weltweit immer älter werdenden Bevölkerung gibt es auch einen rapiden Anstieg an Patienten, welche an das Bett oder Zuhause gebunden sind. Zwar gibt es bereits einige Apps, welche einen mit persönlichen medizinischen Informationen versorgen, zur Analyse oder zum Monitoring genutzt werden können, welche der Projektbeschreibung nach aber auf Betriebssystemen genutzt werden, welche gerade für ältere Patienten häufig schwierig zu verwenden sind.

Mit Eir (interner Codename; genauso gesprochen wie das englische Wort „air“) möchte man Nutzer erreichen, welche Schwierigkeiten haben, einen Arzt zu erreichen, einen zentralisierten Platz für alle ihre medizinischen Apps haben wollen und die nicht mit den vorhandenen und komplizierten mobilen Betriebssystemen vertraut sind, was sich in einer besonders einfachen und nutzerfreundlichen Benutzeroberfläche wiederspiegeln soll. Firefox OS soll außerdem dafür optimiert werden, Daten von anderen medizinischen oder anderen IoT-Geräten zu empfangen. Die Idee hinter Eir ist ein Cloud-basiertes System, welches den Gesundheitszustand der Patienten überwacht und Ärzte zeitnah mit Daten versorgt. Eir soll Informationen von verschiedenen medizinischen Geräten sammeln, so dass auch der Arzt nur noch eine einzige Quelle benötigt, um weitergehende Diagnosen stellen zu können.

Firefox OS Eir

Die medizinische Plattform soll eine engere Verbindung zwischen Patienten, deren Familienmitgliedern sowie den Ärzten bringen. Zu Beginn wird man sich auf den Austausch von gesundheitlichen und medizinischen Informationen fokussieren.

Firefox OS Eir

Die Plattform besteht aus drei Komponenten: dem Endgerät, dem Internet-Hub sowie dem Datencenter. Unter den Endgeräten werden Geräte verstanden, welche Gesundheitsdaten des Patienten empfangen, wie beispielsweise den Blutdruck. Das Gerät kann, sofern es einen Bildschirm besitzt, dem Patienten direkt Informationen anzeigen, es kann auch als Kommunikationskanal zwischen Patient und Arzt dienen. So könnte das Gerät regelmäßig Informationen zur Diagnose durch den Arzt an das Datencenter senden und der Arzt Vorschläge zurück an den Patienten.

Da nicht alle tragbaren Geräte und medizinischen Instrumente über Internet-Fähigkeiten besitzen, ist die Aufgabe des Internet-Hubs, diese Geräte beispeilsweise über Bluetooth miteinander zu verbinden und die Daten wiederum mit dem Datencenter zu verbinden. Auch die Akkulaufzeit von Geräten kann hier ein Faktor sein, da ein Gerät mehr Strom benötigt, wenn es selbst auf das Internet zugreift.

Schließlich gibt es noch das Datencenter, welches die Daten von Endgeräten und/oder dem Internet-Hub erhält. In der Zukunft wäre auch denkbar, Daten von anderen Krankenhäusern etc. zu erhalten. Das Datencenter soll die Informationen verarbeiten und eine webbasierte Management-Konsole für die Ärzte bereitstellen, welche Dignosen erlaubt. Auch soll es eine Konsole für Patienten und Familienangehörige zur Verfügung stellen, um diese über den Gesundheitszustand des Patienten informieren zu können.

 

Firefox OS Eir

Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium. Es werden drei Phasen genannt, wovon die erste Phase den Betrieb auf einem Raspberry Pi 2 nennt. In der zweiten (optionalen) Phase wird ein Firefox OS Emulator genannt und schließlich Wearable Devices als Phase 3. Einen ersten Prototyp möchte man im Juni im Rahmen der Mozilla-internen Workweek in London zeigen. Das Team besteht derzeit aus 37 Leuten, dabei arbeitet man mit Hochschul-Absolventen der National Central University in Taiwan sowie Ärzten zusammen.

Der Beitrag Mozilla Eir: Firefox OS wird zur medizinischen Plattform erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Seiten

Camp Firefox RSS abonnieren