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Mozilla möchte nervige Benachrichtigungs-Anfragen reduzieren

Immer mehr Webseiten setzen auf sogenannte Web-Benachrichtigungen. Dies verursacht entsprechend auf immer mehr Webseiten Nachfragen, welche von vielen als nervig empfunden werden. Mozilla plant nun Änderungen, damit die Nutzer weniger genervt werden.

Was sind Web-Benachrichtigungen?

Web-Benachrichtungen sind im Prinzip eine gute Sache: Webseiten können den Nutzer auf dem Laufenden halten, zum Beispiel im Falle eines Chats über neue Nachrichten, auch wenn die entsprechende Seite gerade nicht im Vordergrund ist. Ebenfalls gut: Web-Benachrichtungen benötigen die explizite Erlaubnis des Nutzers, Webseiten können den Nutzer also nicht ohne Zustimmung belästigen. Und weil es so praktisch ist, setzen immer mehr Webseiten darauf. Doch genau daraus ergibt sich ein Problem.

Web-Benachrichtigungen

Was ist das Problem mit Web-Benachrichtigungen?

Die meisten Webseiten setzen dieses an sich sehr gute Feature falsch ein, weil sie den Benutzer bereits beim ersten Seitenaufruf belästigen, obwohl dieser in den meisten Fällen gar nicht die Absicht hat, Benachrichtigungen zu aktivieren. Kombiniert mit dem Umstand, dass das Ganze mittlerweile auf gefühlt jeder zweiten Webseite der Fall ist, führt dies zu einem hohen Nerv-Faktor der Nutzer, welche solche Dialoge nicht mehr sehen können.

Web-Benachrichtigungen abschalten

Bereits seit Firefox 59 können die Benachrichtigungs-Anfragen komplett abgeschaltet werden. Das ist toll für alle, die wissen, dass sie dieses Feature sowieso nicht nutzen werden. Das eigentliche Problem wird dadurch aber nicht gelöst, weil damit auch dann Anfragen verhindert werden, wenn sie mal wirklich sinnvoll und vom Nutzer gewollt sind.

Web-Benachrichtigungen Einstellungen

Was die Zahlen sagen

Dass der Status Quo nicht funktioniert, ist auch durch Telemetrie-Daten belegt. Demnach ist diese Berechtigungs-Anfrage die am meisten gezeigte mit 18 Millionen mal innerhalb eines Monats mit Firefox Beta. Davon wurden weniger als drei Prozent durch den Benutzer positiv beantwortet. Zum Vergleich: Die Mikrofon-/Kamera-Anfrage kommt auf eine Akzeptanz-Rate von über 85 Prozent.

Mozilla möchte das Problem angehen und die Benachrichtigungs-Anfragen wieder sinnvoll machen. Dazu wird Mozilla zwei Experimente durchführen.

Experiment 1

Für Nutzer der Nightly-Version von Firefox ändert Mozilla bis zum 29. April bei aktivem Experiment das Verhalten. In dieser Zeit wird es einer expliziten Nutzer-Interaktion bedürfen, damit es überhaupt zu einer Anfrage kommt. Konkret heißt dies: Ohne Tasten- oder Mausklick gibt es keine Berechtigungs-Anfrage für Benachrichtigungen.

Dabei wird Firefox in den ersten zwei Wochen überhaupt keine Benachrichtigung anzeigen, während in den letzten zwei Wochen ein animiertes Symbol in der Adressleiste angezeigt wird, ohne jedoch direkt den Dialog anzuzeigen. Dieser erscheint erst bei Klick auf das Icon.

Experiment 2

Gleichzeitig denkt Mozilla, dass Nutzer-Interaktion auch noch nicht die perfekte Lösung für das Problem darstellt, und möchte daher mehr darüber lernen, wie Nutzer mit den Dialogen interagieren.

Zu diesem Zweck wird Mozilla in der finalen Version von Firefox 67 etwas mehr Telemetrie-Daten als üblich erheben, um Fragen konkret zu diesen Berechtigungs-Fragen beantworten zu können, was es Mozilla schließlich erlaubt, an Heuristiken zu arbeiten, damit die Dialoge dann angezeigt werden, wenn sie sinnvoll und im Interesse des Nutzers sind.

Die erweiterte Daten-Erhebung über Telemetrie in einer finalen Version von Firefox stellt ein Ausnahme dar, wird nur für kurze Zeit und außerdem nur mit einer begrenzten Zahl der Nutzer durchgeführt.

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