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Mozilla startet Test von VPN-Dienst

Mozilla wird morgen den Test eines kostenpflichtigen VPN-Dienstes starten. Dieser bietet nicht nur eine sichere und geschützte Internet-Verbindung für den Nutzer, auch trägt die Nutzung von Mozillas VPN-Dienst zur Finanzierung von Firefox bei.

Mozilla wird morgen, am 22.10.2018, den Test eines Premium-Dienstes für einen Teil der Nutzer von Firefox 62 und höher in den USA beginnen. Dafür hat man eine Partnerschaft mit dem Schweizer VPN-Dienstleiter ProtonVPN geschlossen, dessen Unternehmen auch hinter dem beliebten E-Mail-Dienst ProtonMail steht, dem nach eigenen Angaben weltweit größten sicheren E-Mail-Provider.

Was ist ein VPN und brauche ich das überhaupt?

VPN steht für „Virtuelles Privates Netzwerk“. Eine ausführliche Beschreibung des Konzeptes lässt sich unter anderem auf Wikipedia nachlesen. Die vereinfachte Kurzfassung ist, dass mit einem VPN keine direkte Kommunikation über das Internet, sondern eine verschlüsselte Verbindung zwischen Anwender und VPN-Dienst besteht, welcher wiederum die Kommunikation mit dem Internet übernimmt. Die Frage, ob man ein VPN benötigt oder nicht, muss jeder für sich selbst beantworten. Anwendungsfälle sind unter anderem die sichere Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke, welche häufig unverschlüsselt sind. Gerne werden VPNs auch im Unternehmensumfeld eingesetzt, beispielsweise um Home Office in einer sicheren Weise zu ermöglichen. Das VPN schützt davor, dass sensible Informationen von Unbefugten mitgelesen werden können. Ein weiteres Szenario ist die Umgehung von Geo-Sperren, also die Freischaltung von Inhalt, welcher nur in bestimmten Regionen zur Verfügung steht.

Gemeinsam von Mozilla und ProtonVPN

Da Mozilla selbst ein unbeschriebenes Blatt auf dem VPN-Markt ist, hat sich Mozilla hierfür einen starken Partner gesucht. Fündig wurde man in der Schweiz bei ProtonVPN. Mozilla hat sich nach eigenen Angaben den bestehenden VPN-Markt angesehen und sich dann vor allem aus drei Gründen für ProtonVPN entschieden.  Zum einen habe man deren Sicherheits-Praktiken analyisiert, um sicherzugehen, dass sie das höchste Maß an Schutz vor Hackerangriffen bieten. Außerdem protokolliert und speichert ProtonVPN keine Informationen über das Browsing-Verhalten der Nutzer. Schließlich hätte man eine gemeinsame Mission – beide setzen sich für Datenschutz und Sicherheit im Web ein.

Mozilla und ProtonVPN

Mozilla startet Test in den USA

Mozilla startet klein und beginnt den Test mit einem Teil der Nutzer in den USA. Dort weist Firefox in einer bestimmten Situation auf die Option der Nutzung von ProtonVPN hin. Diese Situation kann beispielsweise die Verbindung mit einem unverschlüsselten öffentlichen WLAN sein. Andere Auslöser können der Besuch einer Webseite sein, die in Zusammenhang mit dem Privatsphäre-Thema steht, zum Beispiel disconnect.me oder strongvpn.com, der Besuch einer Streaming-Webseite wie netflix.com oder hulu.com, oder ganz allgemein, nachdem Firefox eine Weile benutzt worden ist. Welcher Auslöser genutzt wird, hängt davon ab, in welcher Testgruppe man landet. Es werden nicht alle Auslöser gleichzeitig für alle Nutzer aktiviert.

Mozilla und ProtonVPN

Warum kostet der Dienst Geld? Warum nicht direkt ProtonVPN nutzen?

Die Bereitstellung einer VPN-Infrastruktur kostet nachvollziehbarerweise Geld, darum sind auch VPN-Dienste in der Regel nicht oder nur mit Einschränkungen kostenlos. Dementsprechend kostet auch der von Firefox beworbene VPN-Dienst Geld. Die Kosten belaufen sich dabei auf 10 Dollar pro Monat. Dazu gibt es eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie.

Mozilla und ProtonVPN

Natürlich ist die Frage berechtigt, wieso ein VPN-Abo über Mozilla und nicht direkt über ProtonVPN abgeschlossen werden sollte. Immerhin bietet ProtonVPN ja selbst verschiedene Preisstufen ein, darunter eine für ebenfalls 10 Dollar pro Monat.

Der Unterschied ist der, dass bei einer Nutzung von Mozillas Angebot auch Mozilla daran etwas verdient. Damit Mozilla Firefox entwickeln und seine Mission für das Web vorantreiben kann, braucht es sehr viel Geld. Derzeit ist Mozilla zum größten Teil von Suchmaschinen-Anbietern, allen voran Google, abhängig. Das Anbieten von kostenpflichtigen Premium-Diensten wie diesem ermöglicht es Mozilla, seine Abhängigkeit von Google zu reduzieren und damit auch einen Beitrag zur langfristigen Sicherung von Firefox zu leisten.

Tipp: Eine weitere Möglichkeit, Mozilla zu unterstützen, ist die Verwendung eines Premium-Accounts bei Pocket. Pocket kann aber auch kostenlos genutzt werden. Pocket ist seit 2017 Teil von Mozilla.

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