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Firefox: 2017 stehen Themes im Vordergrund

Wem das Standard-Design von Firefox nicht gefällt, kann das Aussehen von Firefox durch die Installation sogenannter Themes verändern. In diesem Jahr dreht sich vieles um Themes: angefangen mit Firefox 53 und der standardmäßigen Auslieferung zweier Kompakt-Themes zusätzlich zum Standard-Theme, über eine neue Theming-API für Drittanbieter bis hin zu einem neuen Standard-Design von Firefox.

Firefox 53: Themes werden im Add-on Manager beworben

Wer Themes installiert hat, kann diese über den Add-on Manager von Firefox aktivieren oder deinstallieren. Einen Hinweis, wie man überhaupt zu neuen Themes gelangt, gibt es innerhalb des Add-on Managers bisher nicht. Zumindest über Menü → Anpassen gibt es unten innerhalb der Theme-Auswahl einen Verweis auf die Themes-Seite von Mozilla.

Ab Firefox 53 (erscheint nach aktueller Planung am 18. April 2017) gibt es einen sehr gut sichtbaren Hinweis direkt im Add-on Manager von Firefox, welcher auf die Themes-Seite von Mozilla verlinkt und es damit einfacher macht, neue Themes zu entdecken beziehungsweise überhaupt zu verstehen, wozu dieser Abschnitt des Add-on Managers eigentlich ist, falls dies dem Anwender noch nicht klar ist.

Themes Firefox 53

Geändert hat sich in diesem Zusammenhang auch das dargestellte Symbol für das Standard-Design.

In gleichem Stil gibt es ab Firefox 52 übrigens im Plugin-Abschnitt des Add-on Managers auch einen Hinweis bezüglich der eingestellten Unterstützung von NPAPI-Plugins (außer Adobe Flash), so dass sich Anwender nicht über fehlende Plugins wie Java oder Silverlight wundern.

Plugins Firefox 53

Firefox 53: Auslieferung zweier Kompakt-Themes

Ebenfalls neu ab Firefox 53 ist die Tatsache, dass der Anwender ohne weiteres Zutun nicht mehr länger nur das Standard-Design zur Auswahl hat, sondern zwei zusätzliche, sogenannte kompakte Themes.

Nutzern der Developer Edition von Firefox kommen diese möglicherweise bekannt vor, denn im Wesentlichen handelt es sich genau um die beiden zusätzlichen Themes aus der Developer Edition, mit dem Unterschied, dass die Wahl des Farbschemas nicht länger an die Entwicklerwerkzeuge gekoppelt ist, sondern das helle und das dunkle Theme jeweils einzeln im Add-on Manager zur Verfügung stehen. Ein Add-on, um diese Themes in der Beta- oder finalen Version von Firefox verfügbar zu machen, ist damit auch nicht länger notwendig.

Der Vorteil der kompakten Themes ist, dass diese weniger Platz in der Höhe benötigen und so mehr Platz für Webseiten zur Verfügung steht. Dies macht sich vor allem bei kleinen Bildschirmen bezahlt. Und wer dunkle Programmoberflächen bevorzugt – was nicht wenige tun -, findet damit bereits im Standard-Umfang von Firefox ein dunkles Firefox-Theme.

Themes Firefox 53
Themes Firefox 53
Themes Firefox 53

Die kompakten Themes können auch über Menü → Anpassen ausgewählt werden. Die Liste dort beworbener Lightweight Themes wird an dieser Stelle aufgrund der zusätzlichen Auswahl zum Ausgleich von fünf auf drei reduziert werden.

Themes Firefox 53

Neue Theming-API, basierend auf WebExtensions

Firefox kennt derzeit zwei Arten von Themes: Lightweight Themes, oder kurz auch einfach nur Themes, welche nur eine Textur über die Browseroberfläche legen und zwei Farben ändern, sowie die komplexen Themes, welche auch als vollständige Themes bezeichnet werden und jeden Aspekt der Firefox-Oberfläche ändern können.

Während die Lightweight Themes simpel sind und keine technische Hürde darstellen, sieht die Situation mit den vollständigen Themes ganz anders aus. Gerade für die Entwickler von Themes ist die derzeitige Form der vollständigen Themes eine Hürde, da die Erstellung mit sehr hohem Aufwand verbunden ist. Und die immer schneller werdende Entwicklung von Firefox macht es auch immer schwieriger für die Theme-Ersteller, überhaupt noch Schritt zu halten und ihre Themes immer wieder anzupassen. Neue Theme-Ersteller haben es aufgrund vieler spezieller Mozilla-Eigenschaften (XUL) und verhältnismäßig wenig Dokumentation schwer, den Einstieg zu finden. Dazu kommt, dass Mozilla langfristig von XUL Abstand nehmen möchte. Der Umbau einzelner Teile von Firefox, die bisher in XUL geschrieben waren, mit Webtechnologie hat bereits begonnen und macht vor allem in den Entwickler-Werkzeugen sichtbare Fortschritte.

In Zukunft soll es nur noch eine Theming-API geben. Diese wird weit mächtiger sein als das, was bisher mit Lightweight Themes möglich war, aber auch deutlich weniger können, was mit heutigen vollständigen Themes möglich ist.

Dies muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, wenn dies in einer deutlichen Vereinfachung für die Entwickler resultiert und dadurch unter Umständen sogar viele neue Themes hervorgehen werden. Denn Tatsache ist, dass heute so gut wie keine neuen vollständigen Themes mehr entstehen und einige ehemals populäre Themes nicht mehr gepflegt werden, was vor allem an den Schwierigkeiten des derzeitigen Systems für vollständige Themes liegt.

Die neue Theming-API basiert auf den sogenannten WebExtensions, der neuen Erweiterungs-Schnittstelle, welche Mozilla ab Firefox 57 ausschließlich unterstützen wird.

Im vergangenen Monat hat Mozilla das Prototyping einer neuen Theming-API in einem separaten Entwicklungszweig von Firefox beendet. Vor wenigen Tagen wurde schließlich die Hauptentwicklung der neuen Theming-API aufgenommen. Diese wird seit der heutigen Nightly-Version hinter dem about:config-Schalter extensions.webextensions.themes.enabled entwickelt.

Das folgende Video zeigt den Prototyp der neuen Theming-API und was damit möglich sein könnte.

Link zum Original-Video

Photon: Neues Standard-Design von Firefox

Und schließlich gibt es noch das Projekt Photon. Der letzte große optische Umbau von Firefox liegt nun knapp drei Jahre zurück und wurde damals unter dem Projektnamen Australis entwickelt. Photon soll ein für dieses Jahr geplantes Update des Standard-Themes werden und ist Teil der übergeordneten Quantum-Initiative und deren erster Veröffentlichung. Zum Photon-Projekt sind bisher noch keine Details bekannt. So kann auch noch nicht gesagt werden, ob der Anwender hier Detail-Verbesserungen des bisherigen Standard-Designs oder gar größere Änderungen zu erwarten hat.

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