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Tipp: SeaMonkey für Nutzer mit HiDPI-Bildschirm brauchbar machen

SeaMonkey ist der Name einer Anwendung, welche unter anderem Browser und E-Mail-Client vereint und aus der Mozilla Application Suite hervorgegangen war. Für Nutzer eines hochauflösenden Bildschirms ist SeaMonkey nur bedingt brauchbar. Eine kleine Anwendung ändert dies für Nutzer von Apple macOS.

Viele Jahre ist es her, da gab es mit der Mozilla Application Suite eine Anwendung, welche Browser, E-Mail-Client und noch ein paar Werkzeuge mehr vereinte. Zugunsten von Firefox und Thunderbird hatte Mozilla die Entwicklung daran im April 2006 eingestellt. Seit dem wird die Mozilla Application Suite als Community-Projekt unter dem Namen SeaMonkey fortgeführt.

SeaMonkey gibt es auch heute noch und findet vor allem bei Nostalgikern Zuspruch, weil sich das Design seit damals so gut wie überhaupt nicht geändert hat. Allerdings leidet die Suite unter vielen Defiziten, allen voran die viel zu lange Auslieferungsdauer für Sicherheits-Updates. So basiert die aktuelle Version SeaMonkey 2.46 noch immer auf Gecko 49. Sicherheitslücken, die seit dem in Firefox und Thunderbird behoben worden sind und von denen SeaMonkey ebenfalls betroffen ist, sind in SeaMonkey noch immer vorhanden. Nicht zum ersten Mal. Eine Synchronisation von Browser-Daten, für Millionen von Firefox-Nutzern unverzichtbar, suchen SeaMonkey-Nutzer vergebens. Und wer einen modernen HiDPI-Bildschirm nutzt, wie sie immer verbreiteter werden, findet in SeaMonkey ein kaum benutzbares Produkt, da SeaMonkey selbst und sogar der Inhalt von Webseiten vollkommen verpixelt sind. Die Unterstützung für sogenannte HiDPI-Bildschirme existiert in Firefox und Thunderbird bereits seit vielen Jahren.

Zumindest letztgenanntes Defizit lässt sich für Nutzer von Apple macOS dank einer kleinen Anwendung (1,7 MiB) namens Retinizer beheben. Nach Start des Retinizers muss hierfür die SeaMonkey-Anwendungsdatei ganz einfach in die Oberfläche des Retinizers geschoben und SeaMonkey anschließend normal gestartet werden.

SeaMonkey und HiDPI-Bildschirme

Natürlich macht dieser Tipp die nicht für HiDPI-Bildschirme optimierten Grafiken nicht schöner, aber zumindest wird SeaMonkey damit wesentlich benutzbarer. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, der in der realen Benutzung noch viel deutlicher hervorsticht als durch den Screenshot deutlich wird.

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