SARS-CoV-2 (CoViD-19) & Veranstaltungen

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  • ...wobei es bei Euch länger gedauert hat, bis man das Problem voll erkannt hat, scheint mir...

    Es hat länger gedauert, bis man eingegriffen hat. Grundlage ist die Erkenntnis der hiesigen Virologen, daß (immer noch) die Altersgruppe der 20-25-jährigen die höchste Infektionsrate aufweisen, diese aber seltener schwere Krankheitsverläufe erleiden als Senioren. Grundlage ist weiterhin, daß man die steigende Belegung der Krankenhausbetten inkl. IC-Betten, und nicht die steigenden Zahl der Infektionen zum Maßstab genommen hat. In den drei Abbildungen sieht man die aktuellen Grafiken: wenn man den Spitzenwert der ersten Welle in den NL als 100% ansieht, liegt die Corona-Infektionsrate (positiver Test) jetzt bei ca 600%, die Corona-Krankenbettenbelegung bei ca. 50%, die Corona-IC-Betten-Belegung bei ca. 40%. Auf Grund der Maßnahmen (Teil-Lockdown mit Gastronomie zu usw) stagnieren z.Zt alle Zahlen auf diesem Niveau.


    Man hat nur einen Fehler gemacht, und wie ich glaube in ganz Europa: der Flaschenhals in der zweiten Welle ist nicht die Knappheit von Material der ersten Welle (Schutzkleidung, Tests, Betten, usw.), sondern das Personals, da der Krankenstand unter medizinischem Personal höher ist während der erstenWelle ( Corona-erkrankt, Quarantäne, Burnout).




    8| Ich glaub/kapier das nicht, das ist wohl echt ein Hammer. Muss ich mir in Ruhe ein zweites Mal durchlesen

    "Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als daß man ihn den Generälen überlassen dürfte." Georges B. Clemenceau (1841-1929), Französischer Journalist und Politiker/Ministerpäsident

    5 Mal editiert, zuletzt von Amsterdammer () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Amsterdammer mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Klar dass ein eneutes Herunterfahren gewissen Wirtschaftszweige arge Konsequenzen hat; nur was wollen wir, wie wollen wir das regeln? Nach dem paranoiden Spruch eines Herren mit Dackelkrawatte und der so gepriesenen neuen, deutschen Partei "da muss man halt auch möglicherweise ein paar Tote in Kauf nehmen".

    Gehts noch??


    Für meinen Teil kann ich gerne auf Ausgehen, Sportstudios und Feuern verzichten, ich bin im Wechselschichtdienst tätig, kann mich fast täglich mit solchen Individuen herumstreiten, verbal, nur damit einige Widerständler und Dummschwätzer, etwas anderes sind diese Leute in meinen Augen nicht, einfach begreifen, dass es rechtlich derzeit eine Maskenpflicht gibt. Muss man es täglich neu erklären, auf der Straße und in Einkaufsmeilen, wenn es derzeit täglich zur besten Sendezeit abends durch alle Sender geht?


    Und natürlich verstehe ich auch die Menschen, deren Existenz auf dem Spiel steht, oder die finanzielle Lage ins Uferlose rutscht. Aber: Menschenleben haben oberste Prorität. Ohne Wenn und Aber!

  • Diese sogenannten "öffentlichen Hilfen", von denen du sprichst, erhält leider auch längst nicht jeder. Vor allem Kulturschaffende erhalten sprichwörtlich einen feuchten Dreck, aber null Unterstützung.

    Das soll ja nun endlich geändert werden...:)

  • Und: Diese sogenannten "öffentlichen Hilfen", von denen du sprichst, erhält leider auch längst nicht jeder. Vor allem Kulturschaffende erhalten sprichwörtlich einen feuchten Dreck, aber null Unterstützung.

    Das soll ja nun endlich geändert werden...:)


    Da bin ich skeptisch. Der folgende offene Brief wurde bereits in Reaktion auf die beschlossenen Maßnahmen verfasst, sprich Kulturschaffende sehen sich auch nach heutigem Stand immer nicht von der Politik gehört und unterstützt. Und die wenige Unterstützung, die es geben würde, geht dazu an der Realität total vorbei und kann fast überhaupt nicht genutzt werden. Wirklich lesenswert:


  • Da kommt mir plötzlich eine schräge Idee:
    In Anbetracht der bevorstehenden Feiertage könnte man das (Un)angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
    Mit Beginn des Corona-Lockdowns übermorgen könnte man auch einen persönlichen Kalorien-Lockdown starten. ;)


  • Mit Beginn des Corona-Lockdowns übermorgen könnte man auch einen persönlichen Kalorien-Lockdown starten. ;)

    Nicht tun, liefert als Ergebnis nur Frust, weil das Gegenteil passiert. Die Menschen bewegen sich weniger (das ist politisch so gewollt: Einschränkung der Mobilität), treiben weniger Sport und fressen im Fernsehsessel mehr als unter "Normal". Kein Wunder das das Klopapier schon wieder Mangelware ist....<X

    "Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als daß man ihn den Generälen überlassen dürfte." Georges B. Clemenceau (1841-1929), Französischer Journalist und Politiker/Ministerpäsident

  • Neulich bei ntv

    https://www.n-tv.de/leute/Muss…-bin-article22131894.html

  • Sören Hentzschel + Boersenfeger


    Zitat

    Zitat von Triaden

    Und die Künstler und Freischaffenden, na ja.


    Das von mir erwähnte "Na ja" soll keine Abwertung sein, nur ich kann dazu (zu Künstlern und Freischaffenden) nichts beitragen oder kommentieren, da ich in dieser Branche keine Leute kenne. Da fehlte dann der Zusatz "Na ja, kann ich nicht beurteilen". Sollte niemanden diskriminieren oder in Frage stellen.

    Bitte nicht sofort alles negativ werten, was geschrieben wird. Dann lieber nachfragen, bevor das Missverständnis auftaucht.

  • Nicht tun, liefert als Ergebnis nur Frust, weil das Gegenteil passiert. Die Menschen bewegen sich weniger (das ist politisch so gewollt: Einschränkung der Mobilität), treiben weniger Sport und fressen im Fernsehsessel mehr als unter "Normal". Kein Wunder das das Klopapier schon wieder Mangelware ist....<X

    Kann ich nicht teilen, diese Meinung. Für meinen Teil gehe ich dreimal pro Woche mit Kollegen zum Sport, derzeit halt "outdoor". Joggen, Krafttraining usw. findet dann im Wald oder auf der Wiese statt. Immerhin besser als im Muff eines Sportstudios, kostet nichts und wir sind in der Natur.

    Dass Klopapier wieder Mangelware ist, das sehe ich hier nirgendwo. Die Regale sind voll, so viel kann ein Mensch gar nicht ...... Dürfte regional eher unterschiedlich sein. Gehe davon aus dass du in den Niederlanden lebst, es dort möglicherweise anders ist, bei uns in FF/D ist kein Mangel an Warenbeständen.

  • Bitte nicht sofort alles negativ werten, was geschrieben wird. Dann lieber nachfragen, bevor das Missverständnis auftaucht.


    Meine Reaktion war ja eine klare Frage, erkennbar am Fragezeichen nach dem Zitat. Allerdings liegt es schon auch zum größten Teil an dir, wie das, was du schreibst, von anderen wahrgenommen wird. Es lässt sich nicht leugnen, dass es, so wie du es geschrieben hast, sehr einfach ist, eine Abwertung in deinem Beitrag herauszulesen. Ein "Ich kann das nicht beurteilen" liest sich definitiv völlig anders als ein "Künstler, naja". Wenn das falsch verstanden wurde, ist das sicher nicht der Fehler der anderen. ;)

  • ...Diese sogenannten "öffentlichen Hilfen", von denen du sprichst, erhält leider auch längst nicht jeder. Vor allem Kulturschaffende erhalten sprichwörtlich einen feuchten Dreck, aber null Unterstützung...


    Wir müssen uns darauf einstellen, das die Pandemie nicht durch die Mediziner allein zu lösen ist, es gibt mehr und mehr qualifizierten Widerspruch zur bisherigen Politik. Zwei Beispiele aus einem gemeinsamen Interview einer niederländischen Zeitung.

    Zitat

    Heutzutage sind hauptsächlich Menschen mit hohem Alter oder schlechter Gesundheit tödlich betroffen. Jeder Verstorbene an Korona stirbt durchschnittlich mehrere Jahre vorzeitig. Du willst nicht, dass dir das passiert, und ich möchte auch nicht, dass meine Mutter an Korona stirbt. Aber rechtfertigt das, was wir jetzt tun, den massiven Schaden für unsere Wirtschaft, die Hotellerie, den Kultursektor und so viele andere medizinische Behandlungen, die sich verzögern? Nein."

    Der Autor:

    Prof. Dr. Rudi Westendorp


    Zitat

    Die Bevölkerung wächst und die Menschen werden älter. Aufgrund ihrer verringerten Resistenz kann ein Virus bei älteren Menschen sehr stark auftreten. Als ältere Person müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass es nicht im gemeinsamen Interesse ist, alle Register zu ziehen, um Sie als Einzelperson zu maximalen Kosten zu retten. Wir sind es nicht mehr gewohnt, mit solch einer akuten Form des Sterbens umzugehen. Menschen, die an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkranken, leben oft jahrelang. Junge Menschen sind es nicht mehr gewohnt, jemanden sterben zu sehen. Die Lebenserwartung ist seit den 1950er Jahren um zehn Jahre gestiegen. Diesem Wachstum sind jedoch Grenzen gesetzt. Wir können die Tatsache nicht ignorieren, dass es für einige Jahrzehnte etwas weniger sein kann. Wir müssen lernen, wieder zu akzeptieren, dass der Tod Teil des Lebens ist.

    Die Autorin:

    Prof. Dr. Marli Huijer


    Wer sich für das ganze Interview interessiert, kann sich ruhig an Google Translate wagen, die Übersetzungen von NL nach D gelingen nach meiner Erfahrung ziemlich gut, mit kleinen, aber inhaltlich meist unbedeutenden Fehlern

    "Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als daß man ihn den Generälen überlassen dürfte." Georges B. Clemenceau (1841-1929), Französischer Journalist und Politiker/Ministerpäsident

  • Kein Problem, danke Boersenfeger. Ich kläre Ungereimtheiten gerne und meist umgehend.


    Wer sich für das ganze Interview interessiert

    Hallo Amsterdammer


    Hier eine Übersetzung deines gelinkten Artikels:


    https://www.parool.nl/nederlan…zorg-niet-waard~be5908b6/


    Die gegenwärtige Koronapolitik ist es nicht wert, der Wirtschaft, der Gastfreundschaft, der Kultur und der Pflege enormen Schaden zuzufügen".


    Die Niederlande müssen ihren Korona-Ansatz radikal überdenken, so die Staatsprofessoren Rudi Westendorp und Marli Huijer. Sie plädieren für ein nationales Korona-Abkommen, in dem die Rettung von Leben nicht mehr das einzige wichtige Ziel ist. Wir müssen wieder lernen zu akzeptieren, dass der Tod ein Teil des Lebens ist.
    Annemieke van Dongen & Chris van Mersbergen 24. Oktober 2020, 9:59


    Rudi Westendorp "hüpfte" eine Zeit lang, als er im Frühjahr dieses Jahres ein Interview mit Marli Huijer las. Huijer, ehemaliger Allgemeinarzt, Professor für öffentliche Philosophie und ehemaliger Denker der Niederlande, war damals einer der wenigen Wissenschaftler, die sich dafür aussprachen, die Sperrmaßnahmen, in die sich die Niederlande gestürzt hatten, zu überdenken.


    Westendorp, Professor für Ältere Medizin und seit sechs Jahren in Dänemark wohnhaft, freute sich über Huijers Herzensschrei, der dafür plädierte, darüber zu diskutieren, wie viel wir als Gesellschaft opfern wollen, um die Leben zu retten, die die Korona kostet.


    Westendorp stimmt ihr von ganzem Herzen zu. Die Korona kann uns noch jahrelang begleiten, sagt er, und wenn es keine Korona ist, wird uns rechtzeitig eine andere Pandemie erwarten. Nach Sars und Mers ist Covid-19 bereits das dritte Coronavirus, das innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums auftritt. "Es ist unvermeidlich. Es gibt immer mehr Menschen, die immer mehr reisen. Sie tauschen Viren und Bakterien mit einer Geschwindigkeit aus, die mit der Biologie unseres Körpers nicht mehr vereinbar ist.


    Er warnt uns davor, von einem Impfstoff Wunder zu erwarten. "Wenn es bald kommt - wir suchen seit den 80er Jahren nach einem HIV-Impfstoff. Die Skepsis ist groß, nicht jeder wird einen Impfstoff wollen. Außerdem wird ein Impfstoff nicht jeden schützen".


    Sollte die Frage, die auf dem Tisch liegt, lauten, ob wir noch jedem helfen können, der krank wird?


    Westendorp: "Jetzt sind es vor allem Menschen im hohen Alter oder bei schlechtem Gesundheitszustand, die tödlich betroffen sind. Im Durchschnitt stirbt jeder koronar Verstorbene ein paar Jahre zu früh. Sie wollen nicht, dass Ihnen das passiert, und ich würde auch nicht wollen, dass meine Mutter an der Korona stirbt. Aber rechtfertigt das, was wir jetzt tun, den enormen Schaden, der unserer Wirtschaft, dem Gastgewerbe, dem Kultursektor und so vielen anderen Bereichen der medizinischen Versorgung, die verschoben werden, zugefügt wird? Nein".


    Huijer: "Die Bevölkerung wächst und die Menschen werden immer älter. Aufgrund ihrer reduzierten Resistenz kann ein Virus ältere Menschen sehr hart treffen. Als älterer Mensch müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass es nicht im gemeinsamen Interesse liegt, alle Register zu ziehen, um Sie als Individuum zu retten, und zwar zu maximalen Kosten. Wir sind es nicht mehr gewohnt, mit einer so akuten Form des Sterbens umzugehen. Menschen, die an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkranken, leben oft jahrelang. Junge Menschen sind es nicht mehr gewohnt, jemanden sterben zu sehen. Die Lebenserwartung ist seit den 1950er Jahren um zehn Jahre gestiegen. Aber es gibt Grenzen für dieses Wachstum. Wir können die Tatsache nicht ignorieren, dass es auch ein paar Jahrzehnte weniger sein können. Wir müssen wieder lernen zu akzeptieren, dass der Tod ein Teil des Lebens ist".


    Ist es nicht sehr sozial von uns, alles tun zu wollen, um Leben zu retten?


    Westendorp: "Das ist sehr human, aber es ist auch eine übertriebene Selbstbestimmung. Es wird zu wenig darüber nachgedacht, wofür und zu welchem Preis wir das tun. Auch für Sie als Person. Als ob eine medizinische Intervention immer eine bessere Lebensqualität bringt".


    Die meisten Kronenopfer kamen nicht einmal ins Krankenhaus: sechs von zehn starben in einem Pflegeheim.


    Westendorp: "Darauf bin ich stolz. Weil wir in den Niederlanden offen über das Ende des Lebens sprechen, werden viele gefährdete ältere Menschen nicht mehr künstlich beatmet. Das hat italienische Zustände mit überfüllten Intensivstationen verhindert. Aber wir müssen auch ein ehrliches Gespräch mit anderen Gruppen führen. Es gibt Menschen im Alter von 43 Jahren mit einem fehlerhaften Körper, weil sie seit Jahren krank sind. Sie sind vielleicht noch am Leben, aber biologisch sind sie am Ende. Dann muss man akzeptieren, dass es keine wirklichen Behandlungsmöglichkeiten mehr gibt. Manchmal sehe ich immer noch, wie die Dinge in der Familie schief laufen: Sie denken, dass die Mutter gerettet werden muss. Ältere Menschen sind oft selbst klüger. Sie stammen aus einer anderen Zeit, als die Lebenserwartung niedriger und die Lebensdauer begrenzt war. Vielleicht liegt darin der Schmerz, den die Niederlande jetzt empfinden: Wir denken, wir können bestimmen, wie das Leben funktioniert. Als ob es keinen Tod mehr geben sollte! Als ob es keine Wirtschaftskrise mehr geben sollte! Und wenn es sie gibt, muss jemand hängen."


    Huijer: "Es gibt viele Ärzte, die gerne alles tun, was sie können. Das ist so eine menschliche Reaktion. Aber all diese guten Absichten führen nicht immer dazu, das Richtige zu tun. Wenn mit einem meiner Kinder etwas vor sich geht, kommt in mir ein Tiger hoch, der sie beschützen will. Aber dafür habe ich meine Denkfähigkeiten bekommen. Das individuelle Interesse meiner Kinder kann mit dem kollektiven Interesse in Konflikt geraten".


    Westendorp: "Ich gebe niemandem - nicht dem Kabinett, nicht den Ic-Ärzten - die Schuld dafür, dass wir in die Notfallposition gesprungen sind. Aber können wir nicht einmal anfangen, miteinander darüber zu reden, welches Ziel wir zu welchem Preis erreichen wollen?


    Warum passiert das nicht?


    Westendorp: "Unsere individualistische Kultur. Wir argumentieren von der I. Premierminister Mark Rutte sieht die Gesellschaft als die Summe dieser Einzelinteressen. Ältere Menschen sind der Meinung, dass sie geschützt werden sollten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Triaden ()