Mozilla formuliert Prinzipien für Content-Blocker (Kommentar)

Werbeblocker gehören zu den umstrittensten Erweiterungen für Browser. Auf der einen Seite befreien sie den Nutzer von lästiger Werbung, auf der anderen Seite gefährden sie die Existenz von Webseiten. Mozilla hat nun Richtlinien für faires Content-Blocking formuliert.

Allergiker-Hinweis: Dieser Artikel könnte Spuren von persönlicher Meinung beinhalten.

Werbung im Web ist kein neues Thema, aber aktueller denn je. Auch ist es ein Thema, über welches sich Mozilla Gedanken macht, denn die Entwicklungen der letzten Jahre in Bezug auf Werbeblocker gehen logischerweise nicht spurlos am Web vorbei. Es muss ein Umdenken geben, dieses Umdenken kann es aber nicht an der Werbeindustrie und den Entwicklern von Werbeblockern vorbei geben, viel mehr muss dieses Umdenken gemeinsam stattfinden. Immerhin ist Werbung das primäre Geschäftsmodell des Webs und eine Gefährdung des primären Geschäftsmodells bedeutet zwangsläufig eine Gefährdung des offenen Webs, wie wir es kennen und lieben.

Kommentar zu Werbeblockern

Offenes Web und Geschäftsmodell, wie passt das zusammen? Ganz einfach: alles hat seinen Preis, auch das, was einen selbst nichts kostet. Ausgaben für Server, Redaktionsräume sowie Redakteure und ja, manche Webseite besitzt sogar tatsächlich die Dreistigkeit, auch etwas verdienen zu wollen. Mir persönlich kann auf jeden Fall kein Leser erzählen, dass er acht Stunden am Tag arbeitet, vielleicht sogar mehr, nur um der guten Sache wegen und kein Geld dafür von seinem Arbeitgeber sehen will. Ein Geschäftsmodell gibt Webseiten die Möglichkeit, den Lesern kostenlos Inhalte in einer Weise anbieten zu können, welche für die Content-Anbieter lukrativ ist. Die Alternative dazu ist es eben nicht, die Inhalte werbefrei anzubieten, die Alternative dazu ist es, die Inhalte gar nicht anzubieten. Denn wieso sollte jemand ein Geschäft, eine Online-Redaktion, irgendetwas aufbauen und ggfs. sogar die Verantwortung für viele Menschen und deren Existenzen übernehmen, wenn überhaupt kein eigener Nutzen darin besteht? Das mag edel klingen, geht aber leider vollkommen an der Realität vorbei.

Wir sehen bereits auf immer mehr Webseiten, dass für das Lesen von Inhalten bezahlt werden muss und / oder, dass Nutzer von Werbeblockern in besonderer Weise genervt oder eingeschränkt werden. Das ist nicht schön, aber eine Konsequenz aus den Entwicklungen der letzten Jahre, welche absolut vorhersehbar war. Natürlich steht es außer Frage, dass es Webseiten gibt, welche mit der Werbung übertreiben und dem Nutzer eine furchtbare User Experience bescheren. Diese Seiten tragen mit Sicherheit ihren Teil zur Entwicklung bei. Was bei der Diskussion zu diesem Thema aber häufig das Problem ist, ist die einseitige Betrachtungsweise, dass dies alleine zur Verbreitung von Werbeblockern beitragen würde. Es ist ein Kreislauf, der in beide Richtungen gleichermaßen funktioniert und sich gegenseitig verstärkt: ja, nervende Werbung trägt zur Verbreitung von Werbeblockern bei. Und die Verbreitung trägt wiederum dazu bei, dass immer mehr Webseiten zu solchen Mitteln greifen müssen. Die einzige Frage ist, wie weit das noch geführt werden kann und wann der Punkt erreicht wird, an dem das gesamte System endgültig zusammenbricht. Deswegen braucht es ein Umdenken, aber eben, weil es nicht geht, ohne die Werbeindustrie mit einzubeziehen, gemeinsam, nicht gegen die Werbeindustrie. Das offene Web in seiner jetzigen Form kann nur erhalten werden, wenn Werbedienstleister, Publisher, Entwickler von Werbeblockern und Konsumenten einen gemeinsamen Dialog suchen. Miteinander statt Gegeneinander für ein offenes Web muss das Motto sein.

Mozilla formuliert Richtlinien für Content-Blocker

In diesen Zusammenhang passt wunderbar, dass sich auch Mozilla mit dem Thema befasst und nun Richtlinien für faires Content-Blocking formuliert hat. Die drei Richtlinien sind Content-Neutralität, Transparenz & Kontrolle sowie Offenheit.

Content-Neutralität meint, dass Content-Blocker ihren Fokus auf die Nutzerbedürfnisse wie Performance, Sicherheit und Privatsphäre legen sollten statt spezifische Typen von Content zu blockieren. Mit anderen Worten heißt dies: Werbung sollte nicht grundsätzlich blockiert werden, nur weil es Werbung ist, sondern nur dann, wenn diese gegen die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer gehen, beispielsweise weil die Privatsphäre der Nutzer verletzt wird, worunter man Tracking einordnen könnte. Unter Transparenz & Kontrolle versteht Mozilla, dass Content-Blocker transparent gegenüber den Nutzern sein und ihnen die Kontrollmöglichkeiten geben sollen, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Das heißt, Nutzer sollen selbst das letzte Wort haben können, was blockiert wird und was nicht. Mit Offenheit meint Mozilla, dass Content-Blocking nicht voreingenommen gegen bestimmte Quellen sein und diese nicht grundsätzlich blockieren sollte, stattdessen sollten die Prinzipien unabhängig von der Quelle des Contents angewendet werden. Dies meint auch, dass wenn Inhalte aus validen Gründen blockiert werden, Werbeanbieter und Publisher die Möglichkeit haben sollten, den Content so zu verbessern, dass dieser dann nicht mehr zum Nachteil des Nutzers ist und nicht mehr blockiert wird.

Hinweis aus Transparenz-Gründen: Auch diese Webseite wird durch Werbung finanziert und könnte ohne Werbung nicht in dieser Form betrieben werden.

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Mozilla kündigt NPAPI-Ende für Ende 2016 an

Mozilla hat angekündigt, NPAPI-Plugins wie Microsoft Silverlight und Oracle Java ab Ende 2016 nicht länger in Firefox zu unterstützen. Ausnahme bleibt erst einmal Adobe Flash.

Nachdem Microsoft Edge und Google Chrome bereits keine NPAPI-Plugins mehr unterstützen, hat nun Mozilla seine Pläne bezüglich der Plugin-Schnittstelle in Firefox bekannt gegeben. Demnach plant Mozilla die Nicht-Unterstützung von NPAPI-Plugins ab Ende 2016. Wenn Mozilla Firefox 42 im November erstmals als finale 64-Bit-Version für Windows veröffentlichen wird, wird diese 64-Bit-Version für Windows direkt ohne NPAPI-Plugin-Unterstützung erscheinen.

Eine Ausnahme bildet Adobe Flash. Da Flash nach wie vor eine zu wichtige Rolle spielt, wird Mozilla Flash erst einmal weiterhin unterstützen. Mozilla und Adobe werden weiterhin zusammenarbeiten, um die Stabilität, Performance und Sicherheit von Flash in Firefox zu verbessern.

Mozilla hat auch eine enge Zusammenarbeit mit Unity angekündigt, um Unitiy-basierte Inhalte ohne Plugin im Browser abspielen zu können. In diesem Zusammenhang hat Unity eine Roadmap veröffentlicht. So wird Unity 5.4 (Veröffentlichung im März 2016) nicht länger das Unity Web Player-Plugin unterstützen, sondern nur noch den WebGL-Export.

Auch mit Oracle will Mozilla weiterhin zusammenarbeiten, um den Übergang weg vom Java-Plugin möglichst reibungslos zu gestalten. Oracle hat ebenfalls eine Ankündigung zur Zukunft des Java-Plugins veröffentlicht. Hier ist die bevorzugte Lösung ein Wechsel zur pluginfreien Lösung Java Web Start.

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Firefox OS 2.5 Nightly-Builds für Sony Xperia-Smartphones

Wer eines von mehreren möglichen Xperia-Smartphone von Sony sein Eigen nennt, kann dieses ab sofort anstelle von Android mit Nightly-Builds von Firefox OS 2.5 ausstatten.

Auch wenn Sony bislang nie ein Smartphone mit Firefox OS auf den Markt gebracht hat, gehört Sony zu den ersten, die mit Firefox OS experimentiert und bereits im Februar 2013 Firefox OS für das Sony Xperia E portiert haben. Allgemein ist Sony sehr entwicklerfreundlich, was seine Xperia-Serie betrifft. Basierend auf diesen Bemühungen bringt das FreeXperia-Projekt nun Firefox OS auf einige Sony-Modelle. Konkret können Besitzer eines der folgenden Geräte nun Firefox OS auf ihrem Smartphone installieren:

Sony Xperia Z3 (leo)
Sony Xperia Z3 Compact (aries)
Sony Xperia Z2 (sirius)
Sony Xperia T2 Ultra (tianchi)
Sony Xperia E3 (flamingo)

Die Unterstützug für das Sony Xperia M2 soll bald folgen. Mozillas Entwickler nutzen für die Entwicklung und das Testen von Firefox OS 2.5 übrigens selbst das Xperia Z3 beziehungsweise das Xperia Z3 Compact von Sony als Referenzgeräte.

Mit der Installation eines entsprechenden Images erhalten Nutzer nicht nur den derzeitigen Stand der Entwicklung, sondern sogar wöchentliche Over-the-Air-Updates. Stand jetzt gibt es nur Nightly Builds von Firefox OS 2.5. Sobald Firefox OS 2.5 den Master-Branch verlässt und sich die Hauptentwicklung auf die nachfolgende Version konzentriert, wird FreeXperia-Projekt neben Nightly Builds auch Beta-Builds von Firefox OS 2.5 anbieten. Am Ende soll es dann natürlich auch die finale Version geben.

Download Firefox OS 2.5 Nightly für Sony Xperia-Smartphones

Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass diese Builds nicht das offizielle Firefox OS-Branding nutzen, stattdessen präsentiert sich Firefox OS als „Foxfood Community Edition“. Und während der Großteil ohne Probleme funktioniert, trifft dies noch nicht auf die Kamera und das FM-Radio zu. Aber daran wird gearbeitet. Im folgenden Video lässt sich eine Vorabversion von Firefox OS 2.5 auf dem Sony Xperia T2 Ultra und die gute Performance bestaunen.

Video auf YouTube ansehen

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Firefox 44: Einstellungen für Web Notifications

Mozilla erweitert die Einstellungsseite von Firefox 44 um einen Abschnitt zur Verwaltung sogenannter Web Notifications. In Firefox 45 sollen Webseiten-Berechtigungen allgemein über die Einstellungen verwaltet werden können.

Web Notifications bezeichnen einen Webstandard, der es Webseiten erlaubt, Benachrichtigungen auf Systemebene anzuzeigen, auch wenn der Browser gerade nicht im Vordergrund ist – natürlich die durch den Anwender explizit erteilte Berechtigung vorausgesetzt.

Web Notification

Web Notification

Während es zwar bereits möglich ist, eine einmal getroffene Entscheidung beispielsweise über den Seiteninformations-Dialog wieder rückgängig zu machen, fehlt bislang eine zentrale Einstellungsseite, um im Blick zu haben, welchen Seiten die Erlaubnis hierfür erteilt worden ist und welchen nicht. Dies hat Mozilla nun in der Nightly-Version von Firefox 44 implementiert.

Web Notifications Einstellungen

Web Notifications Einstellungen

Für Firefox 45 geplant ist ein eigener Bereich für Webseiten-Berechtigungen in den Einstellungen, in welchen diese neue Funktion dann integriert werden wird, die sich derzeit noch im Abschnitt „Inhalt“ befindet.

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Das ist Mozillas Open Source Emoji-Font für Firefox OS

Für Firefox OS hat Mozilla eine Emoji-Schrift in Auftrag gegeben, welche aus über 800 Emojis besteht und Open Source ist.

Aus insgesamt 837 Emojis besteht das von Sabrina Smelko für Mozilla gefertigte Emoji-Set, welches die Unicode 6.0-Spezifikation abdeckt. Die Emojis sind Open Source und sollen in Kürze von Firefox OS unterstützt werden. Für das vierte Quartal 2015 geplant ist eine Erweiterung um die Unicode 7.0-Unterstützung sowie um Flaggen, im ersten Quartal 2016 soll dann die Unicode 8.0-Unterstützung folgen. Die Emojis sind alle als SVG-Dateien umgesetzt, was die Unterstützung verschiedener Hautfarben in einer zukünftigten Version leicht ermöglicht. Alle 837 derzeitigen Emojis können hier betrachtet werden.

Firefox Emoji

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Firefox: Mozilla hat Sync 1.1-Server abgeschaltet

Mozilla hat heute wie angekündigt die Sync 1.1-Server zur Datensynchronisation in Firefox abgeschaltet. Wer einen eigenen Sync 1.1-Server betreibt, kann diesen weiterhin nutzen. Für alle anderen Freunde der Synchronisation ist das mit Firefox 29 eingeführte Sync 1.5 die erste Wahl.

Im April 2014 hatte Mozilla mit dem Erscheinen von Firefox 29 Sync 1.1 durch das dazu nicht abwärtskompatible Sync 1.5 ersetzt. Seit dem können sich neue Nutzer nur noch für Sync 1.5 anmelden, bestehende Sync 1.1-Nutzer konnten die Synchronisation aber noch bis heute Abend uneingeschränkt nutzen.

Heute hat Mozilla die Sync 1.1-Server abgeschaltet und damit die Ankündigungen der letzten Monate in die Tat umgesetzt. Wer noch immer nicht auf Sync 1.5 migriert ist, findet hier eine Anleitung, wie auf Sync 1.5 umgestiegen werden kann.

Wer einen eigenen Sync 1.1-Server betreibt, kann diesen weiterhin nutzen. Es wurde aber bereits kommuniziert, dass man im kommenden Jahr die Unterstützung für Sync 1.1 komplett aus Firefox entfernen wird. Auch in dem Fall sollte man sich also damit auseinandersetzen, stattdessen einen eigenen Sync 1.5-Server zu betreiben.

Für Nutzer von SeaMonkey gibt es ab sofort keine andere Option als das Betreiben eines eigenen Sync 1.1-Servers, da SeaMonkey nach wie vor kein Sync 1.5 unterstützt.

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Firefox 41.0.1: Mozilla veröffentlicht Bugfix-Update

Mozilla hat mit Firefox 41.0.1 ein außerplanmäßiges Update für Firefox 41 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Mit dem Update auf Firefox 41.0.1 behebt Mozilla vor allem Stabilitätsprobleme. Darunter fallen ein möglicher Absturz bei Programmstart in Zusammenhang mit der Yandex Toolbar und Adblock Plus, ein möglicher Absturz bei Programmstart auf Systemen mit dem Intel Media Accelerator 3150 Grafikchipsatz, ein gelegentlich auftretender Absturz auf Facebook sowie ein mögliches Hängenbleiben von Firefox in Zusammenhang mit dem Flash Player. Darüber hinaus wurde ein Fehler beim Erstellen von Lesezeichen behoben, welcher dazu führen konnte, dass dabei ein bereits bestehendes Lesezeichen bearbeitet worden ist.

Download Firefox 41.0.1 für Windows, OS X und Linux

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Mozilla: Kampagne gegen Vorratsdatenspeicherung in Deutschland

Unter der Überschrift „Informationen über meine Telefongespräche speichern? Das ist nicht in Ordnung!“ hat Mozilla eine an den Deutschen Bundestag gerichtete Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung ins Leben gerufen.

Dass sich Mozilla politisch engagiert, ist nicht neu. Während der Fokus dabei bislang primär auf den USA lag, wird Mozilla nun erstmals auch in Deutschland aktiv.

Petition unterzeichnen auf petitions.mozilla.org

Der vollständige Petitionstext:

Ob Sie jemanden anrufen oder ihm eine Nachricht schicken, egal wann und von wo aus: Die Bundesregierung will Zugriff auf Ihre Telekommunikations-Daten. Das bedeutet, Informationen über Ihre Gespräche mit Ärzten, Anwälten oder Journalisten würden unter dem neuen Gesetz erfasst werden. Auch könnten Inhalte, die Sie online posten, über die IP-Adresse zu Ihnen zurückverfolgt werden. Immer wenn persönlichen Daten unnötigerweise gespeichert werden, setzt man diese damit auch einer Gefahr aus. Denn selbst bei entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen sind Datenspeicher immer anfällig für Hacker-Attacken.

Angesichts der jüngsten Vorwürfe, die Bundesregierung habe Informationen über ihre Bürger mit den USA geteilt, ist es wichtiger denn je, die Datenspeicherung einzuschränken. Doch neue Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung, wie sie der Deutsche Bundestag zurzeit erwägt, gefährden die Datensicherheit von jedweder Person in Deutschland. Dabei haben sowohl der Europäische Gerichtshof als auch das Bundesverfassungsgericht solche Praktiken der Vorratsdatenspeicherung längst für illegal erklärt. Wie kürzlich bekannt wurde, erhebt eine Stellungnahme der EU-Kommission Bedenken, dass das Gesetz in seiner jetzigen Form möglicherweise gegen geltendes EU-Recht verstößt.

Es gab bereits interne Auseinandersetzungen über diesen Gesetzesvorschlag. Offenbar fühlen sich viele Politiker mit diesem Gesetz nicht wohl. Das ist ein gutes Zeichen. Und deshalb ist es umso wichtiger für uns, jetzt den Mitgliedern des Deutschen Bundestages deutlich zu machen, wie empört wir über diesen Gesetzesvorschlag sind.

Wir sind stolz darauf, dass wir in dieser Kampagne mit Gruppen wie „Digitale Gesellschaft“ zusammenarbeiten. Mit vereinten Kräften unserer Communities und als Bewegung können wir viel bewirken. Bitte unterzeichnen auch Sie unseren Aufruf gegen unnötige Datenspeicherung.

Es geht um mehr als um Vorratsdatenspeicherung. Auf der ganzen Welt nehmen die Angriffe auf unsere personenbezogenen Daten zu. Ursache sind sowohl Datenschutzverletzungen als auch neue Gesetze zur Überwachung. Deshalb ist es so wichtig, dass wir jetzt aktiv werden, damit unsere persönlichen Daten auch privat bleiben. Wir müssen uns bemerkbar machen und eine Bewegung schaffen, die Politiker innehalten lässt, wenn man sie auffordert, Gesetze wie dieses zu beschließen.

Je mehr Menschen sich beteiligen, desto mehr können wir bewirken. Setzen Sie Ihren Namen unter den Aufruf und verbreiten Sie ihn weiter!

An die ehrenwerten Mitglieder des Deutschen Bundestages

Der Europäische Gerichtshof hat im April 2014 die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung für unzulässig erklärt. Er wies in seiner Begründung darauf hin, dass es ein besonders schwerwiegender Eingriff in das Grundrecht auf Achtung der Privatsphäre und den Schutz personenbezogener Daten sei, die Daten sämtlicher Bürger dauerhaft zu speichern. Wie Sie sicher wissen, beinhaltet eine kürzlich bekannt gewordene Stellungnahme der EU-Kommission Bedenken, dass das Gesetz in seiner vorliegenden Form gegen EU-Recht verstoßen könnte. Das Gesetz verpflichtet Telekommunikations-Unternehmen dazu, Daten von jedem zu speichern, der sich in Deutschland befindet. Dies betrifft Telefondaten, IP-Adressen sowie Daten von Textnachrichten. Wir bitten Sie dringend: Lehnen Sie das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung ab!

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Firefox 44 für Android bekommt „Click-to-Play“ für Bilder

Eine Funktion, die Firefox-Nutzer schon lange kennen, ist das sogenannte Click-to-Play für Plugins. Dies bedeutet, dass Plugins erst nach einem Klick ausgeführt werden. Mozilla hat nun der Android-Version von Firefox ein ähnliches Feature für Bilder spendiert.

Firefox 44 für Android kommt mit einem neuen Feature, welches es erlaubt, Bilder auf Webseiten zu blockieren und stattdessen mit Platzhaltern zu versehen. Per langem Klick auf ein Platzhalterbild und Auswahl des entsprechenden Menüpunktes wird das jeweilige Bild dann geladen. Was man bei den Plugins unter dem Namen Click-to-Play kennt, nennt sich in diesem Fall Tap-to-Load. Das Feature kommt all denen zu Gute, welche ihr Smartphone oder Tablet mit einem Volumentarif nutzen und/oder einfach nicht das schnellste Internet nutzen können.

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Mozilla überarbeitet Online-Code-Editor Thimble

Mozilla hat einen Relaunch seines Online-Code-Editors Thimble vollzogen. Thimble ist als Teil des Mozilla Learning Networks auf HTML-Anfänger fokussiert und erlaubt das einfache Erstellen und Veröffentlichen von Webseiten direkt im Browser.

Mozilla Thimble präsentiert sich in ganz neuem Glanz, was bereits bei der Domain beginnt. Statt wie bisher unter thimble.webmaker.org ist Thimble nun unter thimble.mozilla.org erreichbar und präsentiert sich als Teil des Mozilla Learning Networks (teach.mozilla.org), nachdem Webmaker mittlerweile primär die Smartphone-App zum Erstellen von Inhalten bezeichnet und wie Thimble als Tool des Mozilla Learning Networks aufgeführt wird.

Thimble sieht nicht nicht nur völlig neu und wesentlich moderner als zuvor aus, Thimble ist auch unter der Haube vollkommen neu. So basiert Thimble nun beispielsweise auf dem community-geführten Open Source Editor Brackets von Adobe. Änderungen im Code werden nun umgehend in der Vorschau angezeigt, ohne dass erst ein Button geklickt werden muss. Neue Editor-Features sind unter anderem eine Autovervollständigung für Code und das Hervorheben von Webseiten-Teilen bei Anklicken der entsprechenden Code-Stellen. Außerdem erlaubt Thimble nun das Erstellen mehrerer Dateien für ein Projekt, das Wechseln zwischen einer Desktop- sowie einer schmaleren Smartphone-Ansicht in der Live-Vorschau und die Option, zwischen einem dunklen und einem hellen Farbschema für den Code-Editor zu wechseln. Per Tastenkombination Strg + K (Mac: Cmd + K) wird eine Inline-Dokumentation zum ausgewählten Code-Element angezeigt. Auch das Hochladen von Bildern oder anderen Dateien ist nun möglich. Wird ein Archiv hochgeladen, wird dieses online entpackt und die einzelnen Dateien können bearbeitet werden. Beim Einbinden von Bildern wird im neuen Thimble die Option angeboten, ein Selfie aufzunehmen.

Link zum Original-Video

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