Der Weg zu Australis

Australis

Dies ist ein Gastbeitrag von Philipp Sackl.

Vor wenigen Wochen haben wir Firefox 29 veröffentlicht. Hunderte Millionen von Menschen nutzen ihn mittlerweile jeden Tag. Sie alle sehen deutliche Veränderungen im Vergleich zu vorher. Denn Ein großer Teil von Firefox 29 ist ein Projekt, das intern seit einigen Jahren unter dem Namen Australis bekannt ist. Und das ist nicht mehr und nicht weniger als die größte Interface-Überarbeitung seit 2011.

Ursprünglich entstand Australis als Nachfolgeprojekt zu Firefox 4. Damals schafften es nicht alle Designdetails in die Release-Version und das Interface hatte noch einige raue Kanten, die ausgebessert werden wollten. Allerdings wurde aus dem Kosmetik-Projekt schnell etwas wesentlich Größeres. Das zentrale Thema dabei: die Anpassungsfähigkeit des Browsers.

Firefox war unter den Webbrowsern schon immer der mit den weitreichendsten Anpassungsmöglichkeiten. Diese basierten vor allem darauf, dass Add-ons praktisch jeden Aspekt von Firefox nach Belieben verändern konnten. Wenn es allerdings darum ging die vorhandenen Elemente im Interface selbst neu zu ordnen, taten sich einige Lücken auf: die Möglichkeit UI Elemente zu verschieben war so versteckt, dass nur sehr wenige Nutzer sie fanden. Außerdem waren viele Funktionen an das Menü gebunden und dieses war nicht anpassbar.

Der erste Schritt war daher die Einführung des neuen Hauptmenüs. Im Gegensatz zum alten Firefox-Menü ist nun auch dieser Teil des UI frei anpassbar. Dadurch entsteht ein völlig neuer Raum für Funktionen und Add-ons, die dem Nutzer zwar wichtig sind, die er aber nicht notwendigerweise jederzeit im Blick haben möchte. Eine weitere wichtige Neuerung in diesem Menü ist der prominente »Anpassen«-Button. Damit gibt es zum ersten Mal in Firefox einen weithin sichtbaren Pfad zur Anpassung der Oberfläche an die eigenen Bedürfnisse.

Dies führt unweigerlich dazu, dass auch technisch weniger versierte Nutzer beginnen ihren Browser anzupassen. Während das an und für sich eine großartige Sache ist, bringt es auch neue Herausforderungen mit sich. Es durfte nicht möglich sein, sich durch (möglicherweise unabsichtliche) Anpassungen den Weg zurück zu verbauen oder die Kernfunktionalität des Browsers zu entfernen. Aus diesem Grund sind die URL-Leiste und der Anpassen-Button nicht verschiebbar. Wem dieser Grad der Anpassbarkeit zu wenig ist, der kann nach wie vor zu Add-ons greifen. Diese haben weiterhin volle Kontrolle über den Browser und bieten Funktionen vom Hinzufügen einer Add-on-Leiste bis hin zum vollständigen Wiederherstellen des Firefox 4 Themes.

Während der Anpassungsmodus sicher die größte Neuerung ist, gibt es natürlich noch viele andere sichtbare und versteckte Verbesserungen. Die Tab- und Titelleisten wurden zusammengeführt und verbrauchen dadurch weniger Platz, nicht aktive Tabs treten in den Hintergrund und der Lesezeichen-Stern zeigt mit einer Animation an, wo man das Lesezeichen später wieder finden kann. Und all das wird abgerundet durch deutliche Geschwindigkeitsverbesserungen in allen Bereichen.

Mit all diesen Verbesserungen beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte von Firefox. Sören hat hier bereits eine sehr gute Zusammenfassung von möglichen weiteren Neuerungen gepostet, die auf Australis basieren. Es war nie spannender Teil dieses Projekts zu sein als heute.

Philipp Sackl ist Senior Interaction Designer bei Mozilla und hat in den letzten sechs Monaten am Australis-Projekt mitgearbeitet. Außerdem ist er der Kurator der push.conference und Dozent an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd. Philipp lebt und arbeitet in München.

Mehr zu Australis und Firefox 29 (englisch):
- (Re)Designing Firefox von Stephen Horlander
- The new face of Firefox von Madhava Enros
- Firefox and Flux: A New, Beautiful Browser is Coming von Jennifer Morrow

Firefox: Mozilla ändert Update-Routine für Nutzer alter Versionen

Rund zwei Prozent aller Firefox-Nutzer hängen auf veralteten Firefox-Versionen fest. Dies ist ein Problem, vor allem aus Gründen der Sicherheit. Darum wird Mozilla die Update-Routine für Nutzer alter Firefox-Versionen ändern, um diesen Anteil zu verkleinern.

Mozilla veröffentlicht spätestens alle sechs Wochen eine neue Firefox-Version, welche Sicherheitslücken schließt. Alleine dies ist schon Grund genug, dass jeder stets die aktuellste Firefox-Version nutzen sollte. Auch darüber hinaus bietet die Nutzung aktueller Firefox-Versionen große Vorteile, beispielsweise wenn es um die Unterstützung von Webstandards geht, denn letzten Endes müssen Webentwickler davon ausgehen können, dass die Browser der Nutzer aktuelle Standards unterstützen, so dass eine Nicht-Unterstützung durch den Browser eines Nutzers zu einer eingeschränkten Benutzbarkeit von Webseiten für eben jenen Nutzer führen kann. Aber ganz egal, welche Vorteile eine neue Version auch bietet, die Vorteile nützen nichts, wenn der Nutzer das Update nicht erhält. Durch eine Kombination aus Update-Pings, Blocklist-Pings und FHR hat man nun herausgefunden, dass ganze zwei Prozent der Firefox-Profile auf veralteten Firefox-Versionen festhängen. Was bei der Anzahl an Firefox-Nutzern eine beachtliche absolute Zahl ergibt. Besonders häufig vertreten sind dabei Firefox 3.6 und Firefox 12.

Mozilla möchte das ändern, die Nutzereinstellung, ob Automatische Updates deaktiviert worden sind, dabei allerdings berücksichtigen. Mozilla wird also auch weiterhin keine Firefox-Installationen entgegen des ausdrücklichen Wunschs der Nutzer aktualisieren. Ohnehin sei bei Nutzern, welche die automatischen Updates deaktiviert haben, die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie sowieso eine aktuelle Firefox-Version nutzen. Mozilla möchte das Problem auf zwei Wegen lösen.

Der erste Weg betrifft Nutzer von Firefox 3.6 und noch älter. Mozilla plant, Nutzern dieser Versionen neue Firefox-Versionen künftig nicht mehr als Major-Update, sondern als Minor-Update anzubieten, so als würde es sich dabei um eine Version mit Versionsänderung an dritter Stelle handeln. So wird beim Update nicht das Update-Billboard (siehe Screenshot) angezeigt. Auch die sichtbare Kompatibilitätsprüfung für Add-ons soll deaktiviert werden, inkompatible Add-ons werden dann einfach deaktiviert.

Weg Nummer zwei betrifft Nutzer von Firefox 11 – denn ab dieser Version kann Mozilla Hotfixes über das Add-on System von Firefox ausliefern – bis Firefox 26, ausgeschlossen Nutzer von Firefox ESR 24. Der Plan ist es, ein Hotfix Add-on an Nutzer nicht mehr unterstützter Firefox-Versionen auszuliefern. Dieses Hotfix Add-on soll die Nutzer darüber informieren, dass ihre Firefox-Installation nicht aktuell ist, und auf Wunsch das Installationspaket von Firefox herunterladen und Firefox dann neu installieren, das mit möglichst wenigen Klicks durch den Nutzer. Mozilla nutzt hierfür also nicht das Update-System, da davon ausgegangen wird, dass diese Nutzer nicht wunschgemäß auf diesen alten Versionen festsitzen und entsprechend beim Update-Prozess etwas schief läuft. Mozillas Snippet-Umfragen in älteren Firefox-Versionen bestätigen, dass 50 bis 70 Prozent dieser Nutzer gar nicht wissen, dass sie alte Versionen einsetzen und gerne auf dem neusten Stand wären. Das Hotfix Add-on soll aus diesem Grund dem Nutzer auch die Möglichkeit geben, anonymisierte Update-Logs zur Analyse an Mozilla zu übertragen, damit diese Erkenntnisse über die Ursachen der fehlgeschlagenen Updates gewinnen können. Auch FHR soll mehr Informationen zu den Updates liefern. Nutzer haben die Möglichkeit, das Update abzulehnen, sollen aber regelmäßig daran erinnert werden, dass ihr Firefox nicht aktuell ist. Nutzer, welche automatische Updates deaktiviert haben, erhalten auch keine Hinweise.

Mozilla plant diese Änderungen mit oder kurz nach der Veröffentlichung von Firefox 30 einzuführen, zunächst nur für Nutzer von Windows und nur für die wichtigsten Sprachen. Je nach Erfolg dieser Maßnahmen und User-Feedback wird man das dann möglicherweise ausweiten. In diesem Fall ist es dann nicht unwahrscheinlich, dass Mozilla direkt in Firefox ein System hierfür integrieren wird.

Mozilla Loop: Echtzeitkommunikation in Firefox (inklusive Mockups)

Loop ist der interne Name eines Projektes bei Mozilla, welches das Ziel hat, Echtzeitkommunikation in den Browser zu bringen. Neue Mockups zeigen nun, wie das Minimum Viable Product aussehen soll.

Die Idee, Echtzeitkommunikation in den Browser zu bringen ist nicht neu. Bereits seit letztem Jahr arbeitet Mozilla unter dem Projektnamen Talkilla daran. Auch wenn sich der Name mittlerweile in Loop geändert hat, so hat sich nichts daran geändert, dass es sich dabei um einen internen Projektnamen handelt, welcher nicht das fertige Produkt bezeichnet. Der Funktionsumfang wird in der ersten Version deutlich reduziert sein, beschränkt man sich für das Minimum Viable Product zunächst auf Audio- und Videounterhaltungen, ohne Partnerschaften mit anderen Anbietern, wonach es bei Talkilla noch aussah. Dafür ist das Core-Team im Vergleich zu Talkilla deutlich gewachsen.

Loop soll grundsätzlich unabhängig vom Browser und Gerät funktionieren, solange dieses WebRTC unterstützt, in bestehende Mozilla-Produkte dafür besonders integriert werden. Konkret arbeitet man an einer Integration in den Desktop-Firefox sowie an einer Anwendung für Firefox OS 2 und neuer. Die Idee ist es, direkt in den Mozilla-Produkten eine entsprechende Oberfläche anzubieten, Nutzern anderer Browser die Kommunikation stattdessen über eine Webseite zu ermöglichen. Mozilla beschreibt im eigenen Wiki die Loop Desktop-Anwendung für Firefox als “wie Skype, aber in den Browser integriert”, die Mobile-Anwendung als “wie Facetime für Firefox OS-Geräte”.

Die Einladung zu einer Unterhaltung erfolgt dabei über die Weitergabe eines eindeutigen Links, dessen Gültigkeitsdauer der einladende Nutzer einstellen kann. Dafür ist keine Anmeldung notwendig. Alternativ kann sich der Nutzer aber auch in seinen Firefox Account (mit Firefox 29 und dem neuen Sync eingeführt) anmelden und dann ein Adressbuch mit Kontakten verwalten. Video-Fenster können im aktuellen Tab angedockt oder als eigenes Fenster losgelöst werden. In beiden Fällen kann der Nutzer seinen Browser weiter wie gewohnt nutzen, ohne dass die Gespräche dadurch unterbrochen werden. In späteren Versionen sollen dann weitere Features wie Textversand, Filesharing und Co-Browsing folgen. Mockups zeigen, wie das Minimum Viable Product  aussehen kann.

Mozilla Loop: Echtzeitkommunikation in Firefox (inklusive Mockups)

Loop ist der interne Name eines Projektes bei Mozilla, welches das Ziel hat, Echtzeitkommunikation in den Browser zu bringen. Neue Mockups zeigen nun, wie das Minimum Viable Product aussehen soll.

Die Idee, Echtzeitkommunikation in den Browser zu bringen ist nicht neu. Bereits seit letztem Jahr arbeitet Mozilla unter dem Projektnamen Talkilla daran. Auch wenn sich der Name mittlerweile in Loop geändert hat, so hat sich nichts daran geändert, dass es sich dabei um einen internen Projektnamen handelt, welcher nicht das fertige Produkt bezeichnet. Der Funktionsumfang wird in der ersten Version deutlich reduziert sein, beschränkt man sich für das Minimum Viable Product zunächst auf Audio- und Videounterhaltungen, ohne Partnerschaften mit anderen Anbietern, wonach es bei Talkilla noch aussah. Dafür ist das Core-Team im Vergleich zu Talkilla deutlich gewachsen.

Loop soll grundsätzlich unabhängig vom Browser und Gerät funktionieren, solange dieses WebRTC unterstützt, in bestehende Mozilla-Produkte dafür besonders integriert werden. Konkret arbeitet man an einer Integration in den Desktop-Firefox sowie an einer Anwendung für Firefox OS 2 und neuer. Die Idee ist es, direkt in den Mozilla-Produkten eine entsprechende Oberfläche anzubieten, Nutzern anderer Browser die Kommunikation stattdessen über eine Webseite zu ermöglichen. Mozilla beschreibt im eigenen Wiki die Loop Desktop-Anwendung für Firefox als “wie Skype, aber in den Browser integriert”, die Mobile-Anwendung als “wie Facetime für Firefox OS-Geräte”.

Die Einladung zu einer Unterhaltung erfolgt dabei über die Weitergabe eines eindeutigen Links, dessen Gültigkeitsdauer der einladende Nutzer einstellen kann. Dafür ist keine Anmeldung notwendig. Alternativ kann sich der Nutzer aber auch in seinen Firefox Account (mit Firefox 29 und dem neuen Sync eingeführt) anmelden und dann ein Adressbuch mit Kontakten verwalten. Video-Fenster können im aktuellen Tab angedockt oder als eigenes Fenster losgelöst werden. In beiden Fällen kann der Nutzer seinen Browser weiter wie gewohnt nutzen, ohne dass die Gespräche dadurch unterbrochen werden. In späteren Versionen sollen dann weitere Features wie Textversand, Filesharing und Co-Browsing folgen. Mockups zeigen, wie das Minimum Viable Product  aussehen kann.

Firefox 31-32: Die Neugestaltung der Oberfläche geht weiter

Vor wenigen Tagen hat Mozilla Firefox 29 mit neuem Australis-Design veröffentlicht. Für Mozilla kein Anlass, sich darauf auszuruhen, und so sind von Firefox ab Version 31 weitere Verbesserungen des Designs zu erwarten.

Mit Firefox 25 wurde das Design der Suchleiste von Firefox verbessert. Dies beinhaltete auch, die beiden Buttons Hervorheben sowie Groß-/Kleinschreibung ganz rechts zu platzieren; eine Änderung, mit der nicht jeder einverstanden war. Argumentiert wurde dabei häufig mit längeren Mauswegen vom Suchfeld aus gesehen. Mit Firefox 31 kehren diese beiden Buttons wieder zurück zum Suchfeld. Darüber hinaus wird ab Firefox 32 daneben auch die Anzahl der gefundenen Suchergebnisse angezeigt.

Eine größere Änderung betrifft die Einstellungen. Diese können optional, indem über about:config der Schalter browser.preferences.inContent auf true gesetzt wird, in einem Tab angezeigt werden anstelle eines Dialogs. Mit Firefox 31 erhält diese Ansicht ein neues Design. Nach derzeitigem Stand der Planung soll diese Ansicht nach weiterem Feinschliff, das folgende Bild zeigt das neuste Mockup, mit Firefox 32 standardmäßig für alle Nutzer aktiviert werden.

In Firefox 32 auch neu ist das Design der Netzwerk-Fehlerseiten, zum Beispiel wenn die angeforderte Seite nicht gefunden oder der Server nicht erreicht werden kann.

Eine weitere bereits in Firefox 32 integrierte Änderung sind neue animierte Lade-Grafiken (Varianten 2 und 6 aus der Demo) in den Tabs, konsistent auf allen Desktop-Plattformen.

Vordefinierte Vorschaubilder in Firefox Nightly gelandet

Mozilla plant die Einführung vordefinierter Vorschaubilder in Firefox für neue Nutzer. Die ersten testweise ausgewählten Vorschaubilder sind nun in der englischsprachigen Nightly-Version von Firefox für den Desktop und Firefox für Android gelandet.

Vor wenigen Tagen habe ich darüber berichtet, wie die ersten testweise ausgewählten Vorschaubilder für die about:newtab-Seite von Firefox aussehen werden. Diese sind nun in der Nightly-Version von Firefox gelandet, ausschließlich für Nutzer der englischsprachigen Version. Davon sind noch keine Vorschaubilder gesponsort, auch die zwei als gesponsort gekennzeichneten Vorschaubilder nicht. In den Nightly-Versionen möchte Mozilla zunächst Feedback sammeln und mit dem Feature experimentieren, ehe es reale Partnerschaften gibt und das Feature in Release-Versionen von Firefox ausgeliefert wird. Dies bedeutet auch, dass nicht zwangsläufig davon auszugehen ist, dass dies ein Feature von Firefox 32 sein wird, sondern möglicherweise auch erst später und in veränderter Form kommen kann.

Gegenüber dem letzten Artikel hat sich an den Vorschaubildern nicht mehr viel geändert: Mozilla Webmaker wurde durch BBC an Position 9 ausgetauscht, der Seitentitel “Mozilla Foundation” wurde in “The Nonprofit Behind Firefox” umbenannt und WIRED hat ein anderes Logo erhalten. Entfernt man eine der neun Kacheln erscheint Mozilla Webmaker als zehnte Kachel.

Gleichzeitig hat auch die Nightly-Version von Firefox für Android neue Vorschaubilder erhalten. Dort gibt es allerdings nur zwei vordefinierte Kacheln: Zum einen die Webseite von Mozilla, zum anderen den Firefox Marketplace.

Firefox 31 unterstützt Media Source Extensions auf YouTube

Mozilla erzielt Fortschritte bei der Implementierung der Media Source Extensions (MSE). Die HTMLMediaElement-Erweiterung erlaubt JavaScript die Generierung von Medienstreams, was Features wie Adaptives Streaming oder zeitversetztes Sehen von Livestreams in HTML5-Videos ermöglichen soll. YouTube ist ein prominentes Beispiel für eine Webseite, welche Gebrauch von MSE macht. Firefox unterstützt ab Version 31 MSE auf YouTube.

Firefox unterstützt die Media Source Extensions derzeit noch hinter einem versteckten about:config-Schalter (media.mediasource.enabled). Für Firefox 31 sind die notwendigen Patches gelandet, um MSE auf YouTube zu unterstützen. Neben dem Setzen des genannten Schalters auf true muss außerdem auf YouTube der HTML5-Player aktiviert werden, um die Neuerung zu testen. Dabei beschränkt sich die Unterstützung derzeit noch auf WebM-Videos, aber auch die MSE-Unterstützung für H264-Videos soll folgen. Außerdem besitzen nicht alle YouTube-Videos eine entsprechende Version. Ob das jeweils gerade abgespielte Video die Media Source Extensions nutzt, lässt sich per Rechtsklick auf das Video → Statistiken für Computerfreaks herausfinden: Steht hier hinter DASH ein yes, dann sind die Media Source Extensions aktiv.

Firefox-Nutzer erwarten die Unterstützung von MSE vor allem daher sehnsüchtig als dass YouTube nur bei unterstützten MSE alle Videoauflösungen bei Verwendung des HTML5-Players anbietet. Die standardmäßige Aktivierung von MSE in den Nightly-Versionen von Firefox kann hier verfolgt werden.

Mozilla veröffentlicht Firefox 29.0.1 und Firefox Mobile 29.0.1

Mozilla hat außerplanmäßige Updates für Firefox und Firefox Mobile für Android veröffentlicht. Die neuen Versionen tragen jeweils die Versionsnummer 29.0.1.

Neuerungen Firefox 29.0.1 für Windows, Mac OS X & Linux

Firefox 29.0 war der größte Firefox-Release seit mehr als drei Jahren. Keine sehr große Überraschung also, dass Mozilla in Form eines außerplanmäßigen Updates nachbessern muss. Ein Problem mit Firefox 29.0 betrifft Nutzer von Windows 8.1 mit dunklen Themes. Diese hatten teilweise unter kaum lesbarer Schrift in den Tabs gelitten. Ein neues Feature von Firefox 29 sollte Seer sein. Seer sollte durch DNS Prefetching und TCP Preconnecting die Zeit verkürzen, die ein Nutzer auf die gewünschte Webseite warten muss. Allerdings führte Seer bei einigen Nutzern dazu, dass Firefox nur noch langsam oder gar nicht mehr beendete. Darum wird mit Firefox 29.0.1 Seer wieder deaktiviert und in einer späteren Version von Firefox in überarbeiteter Form wiederkehren. Ein anderes Problem aus Firefox 29.0 mit ähnlichem Symptom, nämlich dass Firefox nicht mehr komplett beendet, wenn der Nutzer die Chronik bei Beenden von Firefox löschen lässt, konnte nicht mehr rechtzeitig für Firefox 29.0.1 behoben werden und wird voraussichtlich mit Firefox 30 behoben werden. Beim Starten von Firefox mit einer fehlerhaften sessionstore.js-Datei hat in Firefox 29.0 die Sitzungswiederherstellung nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Dieser Fehler wurde in Firefox 29.0.1 behoben, genauso wie ein Fehler, der dafür sorgte, dass das Drucken von PDF-Dateien mit dem integrierten PDF-Betrachter von Firefox möglicherweise nicht mehr funktionierte.

Neuerungen Firefox Mobile 29.0.1 für Android

Firefox Mobile 29.0.1 für Android bringt ein Feature zurück, welches Firefox 29.0 seit der Einführung des neuen Syncs fehlte: Das Senden von Tabs an andere Geräte. Darüber hinaus wurde das in Version 29.0 nicht mehr funktionierende Zeichenkodierungs-Menü repariert sowie eine mögliche Absturzursache auf Geräten mit Android 4 behoben.

Opera möchte Mozillas PDF-Betrachter integrieren

Firefox und Chrome haben es, Opera nicht. Die Rede ist von einem integrierten PDF-Betrachter. Das möchte die norwegische Browserschmiede Opera Software ASA ändern und dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den PDF-Betrachter von Mozilla setzen.

In Zukunft sollen nicht nur Firefox und Chrome PDF-Dateien ohne Plugin darstellen können, sondern auch Opera. In diesem Zusammenhang haben sich die Entwickler von Opera auch Mozillas PDF-Betrachter genauer angesehen und waren begeistert von seiner Geschwindigkeit und großen Teilen des Codes, welche einfach wow seien. Man habe zwar einige Probleme entdeckt, hauptsächlich mit der Performance bei sehr großen wie auch grafiklastigen PDF-Dateien, dies habe man aber zum Anlass genommen, dem Projekt bei der Behebung dieser Probleme zu helfen, was dem Team von Opera auch ein ziemlich gutes Verständnis vom Projekt und seinem Potential gegeben habe. Ebenfalls sehr beeindruckt sei man davon gewesen, wie stark sich die Performance verbessert habe während Opera daran gearbeitet hat.

Die Erfahrungen und Testergebnisse machen Mozillas PDF-Betrachter zu einem sehr geeigneten Kandidaten als standardmäßiger PDF-Betrachter für Opera. Es sei noch eine Menge Arbeit, Mozillas PDF-Betrachter gut zu integrieren, aber man arbeite bereits daran, diesen zunächst experimentell hinter einem Schalter zu implementieren. Opera bietet Mozillas PDF-Betrachter bereits seit letztem Jahr in Form eines Add-ons für Opera an (das Add-on funktioniert auch für Chrome), die direkte Integration soll aber tiefer gehen und eine neue Optik mit einschließen.

Firefox 29: Firefox Accounts & neues Sync laufen gut an

Mit Firefox 29 hat Mozilla Firefox Accounts und ein neues Sync eingeführt. Die Nutzerzahlen zeigen, dass die neue Kombination gut anläuft.

Genau acht Tage ist es nun her, dass Mozilla Firefox 29 veröffentlicht hat. Mit Australis bietet Firefox 29 nicht nur ein moderneres Design und eine neue Oberfläche zum Anpassen des Browsers, sondern hat auch das Sync-Feature zum Synchronisieren der Chronik, Lesezeichen, Einstellungen, Passwörter und Add-ons mit anderen Desktop-Geräten oder Android-Smartphones respektive -Tablets erneuert. Das neue Sync kommt ohne lästigen Wiederherstellungsschlüssel aus, Geräte können jederzeit hinzugefügt werden, auch wenn man gerade kein verbundenes Gerät bei sich hat. Es werden lediglich eine E-Mail-Adresse und ein selbst gewähltes Passwort benötigt – das ist der neue sogenannte Firefox Account.

Firefox bietet das neue Sync derzeit nur neuen und nicht bestehenden Sync-Nutzern an, da es noch keinen direkten Migrationsweg vom alten auf das neue Sync gibt. Grundsätzlich können aber auch bestehende Nutzer auf das neue Sync umsteigen, müssen sich dafür allerdings einen neuen Account anlegen. Aus diesem Grund hat das neue Sync bislang auch erst um die zehn Prozent der Firefox-Nutzer erreicht. Mit den ersten Zahlen nach einer Woche (Stand: gestern) kann Mozilla aber sehr zufrieden sein: Insgesamt wurden 530.000 Firefox Accounts erstellt, davon über 400.000 in der Woche seit der Veröffentlichung von Firefox 29, aktiv sind um die 300.000 Nutzer. Rechnet man dies hoch auf die vollen 100 Prozent, dann würde das neue Sync um den Faktor 5 häufiger genutzt werden als das alte Sync.

Auch wenn dies nur eine Hochrechnung auf Grundlage der aktuellen Nutzungszahlen und entsprechend mit Vorsicht zu genießen ist, so zeigt dies dennoch zumindest, dass Mozilla tendenziell auf dem richtigen Weg mit dem neuen Sync ist. Das alte Sync hatte unter seiner komplizierten Bedienung gelitten und wurde von nicht so vielen Firefox-Nutzern genutzt wie man es gerne gesehen hätte.

Tipp: Firefox 29+: Über die Kommandozeile auf Sync-Daten zugreifen

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