Gerücht: LG L25: Spitzenmodell unter den Firefox OS Smartphones

Dass LG ein neues Smartphone mit Firefox OS für den japanischen Markt veröffentlichen wird, ist kein Geheimnis. Aktuellen Gerüchten zufolge handelt es sich dabei ein Gerät, welches die Spitzenposition unter den bisher erhältlichen Smartphones mit Firefox OS einnehmen dürfte.

Nachdem das japanische Telekommunikationsunternehmen KDDI im Oktober bereits ein neues Smartphone mit Firefox OS anteaserte ([1], [2]), will der auf Leaks spezialisierte und dafür bekannte @upleaks die ersten Spezifikationen des von LG gefertigten Gerätes kennen, welches auf den Namen LG L25 hören soll. Gedacht ist das Gerät vorerst nur für den japanischen Markt. Ob es das Smartphone später auch in anderen Ländern geben wird, ist nach derzeitigem Stand nicht bekannt, aber bereits das erste Smartphone von LG mit Firefox OS, das LG Fireweb, war nur in einem einzigen Land erhältlich, nämlich in Brasilien.

Sollten sich die Spezifikationen bewahrheiten, dann darf LG mit dem L25 den Anspruch auf den Thron unter den Firefox OS Smartphones erheben. So soll das Smartphone von einem Qualcomm Snapdragon 400 ARMv7 Cortex A7 SoC, Modell MSM8926, angetrieben werden, was gleichbedeutend mit einer 1,2 GHz Quadcore-CPU und Qualcomm Adreno 305 GPU ist. Arbeitsspeicher soll das Gerät ganze 1,5 GiB besitzen, interner Speicher sollen 16 GiB verbaut sein. Als Größe des Displays werden 4,7 Zoll genannt, als Auflösung HD (720 × 1280 px). Das Gerät kommt @upleaks zufolge außerdem mit einer 8-Megapixel-Hauptkamera mit Blitz sowie einer 2,1-Megapixel-Frontkamera. Auch LTE unterstützt das Gerät. Als Abmessungen werden 139 × 70 × 10,5 mm genannt, das Gewicht soll 148 Gramm betragen.

Dass das kommende LG-Gerät mit Firefox OS 2.0 laufen wird, darf als sicher gesehen werden, genauer vermutlich Firefox 2.0M. Unter dem Projektnamen Madai haben Mozilla und LG in den letzten Monaten gemeinsam an Features für die Kamera-App gearbeitet. Dass LG dabei vor allem auch für sein eigenes Smartphone gearbeitet hat, dürfte naheliegend sein. Mit Firefox OS 2.0M wird es ähnlich wie schon mit Firefox OS 1.3T eine auf der Hauptversion basierende Variante geben, welche sich von der Hauptversion unterscheidet.

Bildquelle: @upleaks

Mozilla veröffentlicht Firefox Mobile 34 für Android

Mozilla hat vergangene Woche nicht nur Firefox für Desktop-Systeme in Version 34 veröffentlicht, sondern auch Firefox Mobile für Android.

Download Mozilla Firefox Mobile 34 für Android

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Wie in der Desktop-Version behebt Mozilla auch in der Android-Version diverse Sicherheitslücken und deaktiviert die Unterstützung des veralteten TLS-Standards SSL 3.0 als Konsequenz aus der Sicherheitsproblematik rund um die als Poodle bekannt gewordene Sicherheitslücke in SSL 3.0. Ebenso wie auf dem Desktop verwendet Firefox auch auf Android ab sofort eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung für Wikipedia-Suchen.

Außerdem unterstützt Firefox Mobile 34 das auf dem Desktop bereits in Version 32 eingeführte Public Key Pinning. Beim Public Key Pinning geht es darum, beim Besuch einer verschlüsselten Webseite zu überprüfen, ob das verwendete Zertifikat von einem vertrauenswürdigen Herausgeber stammt. Genauer gesagt erlaubt das Public Key Pinning die Definition, welche Zertifizierungsstelle gültige Zertifikate für eine bestimmte Webseite ausstellt, statt jedes beliebige Zertifikat zu akzeptieren, welches mit dem Browser ausgeliefert wird. Dies soll das Risiko von Man-in-the-middle-Attacken durch fälschlich ausgestellte Zertifikate reduzieren, wie es sie in der Vergangenheit schon öfter gab.

Kindersicherung

Auf dem Desktop in Version 31 eingeführt wurde der sogenannte Prefer-Safe HTTP-Header, den Mozilla auf Android in Version 34 einführt. Prefer:Safe bezeichnet einen HTTP-Header, welcher Webseiten mitteilt, dass die Kindersicherung auf Betriebssystem-Ebene aktiviert ist. Das Konzept kann ähnlich wie das des Do-not-Track-Headers verstanden werden: Die Webseite erhält eine Empfehlung; was sie damit macht, bleibt ihr überlassen. Anwendungsfall für Prefer:Safe kann die Auslieferung von kindgerechten Inhalten oder auch Einschränkung von Funktionen für Kinder sein, sofern dies sinnvoll ist.

Verbesserte Chromecast-Unterstützung

In Firefox Mobile 33 für Android hat Mozilla die Unterstützung von Chromecast und Roku implementiert. In Version 34 erweitert Mozilla die Chromecast-Unterstützung um die Möglichkeit, Tabs auf den Fernseher zu streamen.

Überarbeitetes Theme und Tipps auf der Startseite

Mozilla hat das Aussehen von Firefox Mobile für Android überarbeitet, was sich unter anderem durch eine leicht veränderte Farbpalette und veränderte Abstände zeigt sowie durch eine überarbeitete Kurve im Kopfbereich, welche näher an der Kurve der Australis-Tabs vom Desktop sein soll. Die Startseite zeigt nicht länger das Firefox-Logo, sondern eine Lupe als Favicon, die Beschriftung “Suchen oder Adresse eingeben” passt in der deutschen Version nun vollständig in die Adressleiste, ohne abgekürzt werden zu müssen, die Adressleiste selbst ist nun wesentlich weniger rund.

Die Startseite kann am unteren Fensterrand nun außerdem Hinweise anzeigen und dadurch Tipps geben oder auf neue Features hinweisen.

Willkommens-Bildschirm

Neue Firefox-Nutzer werden ab Version 34 mit einem Willkommens-Bildschirm begrüßt, welcher einem die Möglichkeiten gibt, entweder Firefox Sync einzurichten oder einfach loszulegen.

Sonstige Verbesserungen

Mit Firefox Mobile 34 funktioniert die Wiedergabe von MP4-Videos wieder unter Android L. Noch nicht unter Android L funktioniert die MP3-Wiedergabe sowie die Unterstützung für Adobe Flash.

In Gastsitzungen ist es nicht länger möglich, Dateien herunterzuladen oder Add-ons zu installieren.

Plattform-Verbesserungen

Dazu kommen zahlreiche Verbesserungen der Gecko-Plattform, von denen nicht nur die Desktop-, sondern auch die Android-Version profitiert, als da unter anderem die Implementierung von HTTP/2.0 Draft 14 und ALPN wäre, ECMAScript 6 WeakSet, JavaScript Template Strings, zusätzliche CSS3 Font Features sowie weitere WebCrypto-Funktionen.

Firefox OS startet in Costa Rica

Firefox OS erreicht das nächste zentralamerikanische Land: Ab sofort gibt es das Alcatel One Touch Fire C in Costa Rica zu kaufen.

Nach El Salvador, Panama, Nicaragua und Guatemala ist Costa Rica das fünfte von sieben zentralamerikanischen Ländern, in denen es Smartphones mit Firefox OS zu erwerben gibt. Telefónica vertreibt hier über seine Movistar-Marke das Alcatel One Touch Fire C zu einem Preis von 38.900 Colón (umgerechnet nach aktuellem Wechselkurs etwa 59 Euro). Damit hat Telefónica Firefox OS in allen möglichen zentralamerikanischen Staaten eingeführt – in Belize und Honduras ist Telefónica nicht vertreten.

Mozilla veröffentlicht Firefox 34.0 / 34.0.5 mit Firefox Hello

Mit Firefox 34.0 steht eine neue Ausgabe des Mozilla-Browsers zum Download bereit. Eines der Highlights von Firefox 34.0 ist Firefox Hello, eine in den Browser integrierte Möglichkeit zur Videotelefonie.

Download Mozilla Firefox 34 für Windows, OS X und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Mit einer angekündigten Verspätung von knapp einer Woche hat Mozilla Firefox 34 veröffentlicht. Auch in dieser Version behebt Mozilla wieder acht Sicherheitslücken, von denen Mozilla drei als besonders kritisch einstuft.

Mozilla entfernt mit Firefox 34 außerdem die Unterstützung des veralteten TLS-Standards SSL 3.0 als Konsequenz aus der Sicherheitsproblematik rund um die als Poodle bekannt gewordene Sicherheitslücke in SSL 3.0.

Suchen über die in Firefox integrierte Wikipedia-Suche finden ab sofort über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung statt.

Firefox 34.0 und Firefox 34.0.5

Parallel zu Firefox 34.0 gibt es auch noch eine Version 34.0.5, welche die Standard-Suchmaschine für Nutzer in Nordamerika auf Yahoo! ändert. Mozilla hat den Suchmaschinenvertrag mit Google nach zehn Jahren Zusammenarbeit nicht verlängert und setzt nun auf regionale Entscheidungen und Yahoo! als Standard-Suchmaschine in den USA. Die Standard-Suchmaschine wurde dagegen für die russische, kasachische sowie weißrussische Edition auf Yandex umgestellt. In der deutschen Version bleibt wie in allen anderen Sprachversionen von Firefox vorerst Google Standard. Mit DuckDuckGo gibt es bereits seit Firefox 33.1 eine zusätzliche Option als direkt mit Firefox mitgelieferte Suchmaschine.

Bildquelle: venturebeat.com

Verbesserte Verwendung mehrerer Suchmaschinen (en-US, optional auch in anderen Sprachen)

Ebenso wie die Umstellung der Standard-Suchmaschine auf Yahoo! betrifft auch die Einführung einer neuen Suchleiste nur Nutzer der US-Version von Firefox. Dabei schmückt das Logo der aktuell eingestellten Suchmaschine nicht länger die Suchleiste, dafür kann hier nach Eingabe eines Suchbegriffs jede aktivierte Suchmaschine ausgewählt werden, ohne dass die Suchmaschine zunächst umgestellt werden muss, womit man bei der Verwendung anderer Suchmaschinen als der Standard-Suchmaschine schneller an das Ziel kommt.

Welche Suchmaschinen dabei angezeigt werden, kann über die Suchmaschinen-Einstellungen eingestellt werden, welche in die Oberfläche der anderen Firefox-Einstellungen integriert worden sind. Die neue Suchmaschinen-Verwaltung bietet noch nicht alle ehemals bekannten Features, beispielsweise zum Bearbeiten von Schlüsselwörtern, aber es ist davon auszugehen, dass dies noch folgen wird.

Nutzer anderer Sprachversionen von Firefox als der englischsprachigen werden ab einer der kommenden Firefox-Versionen in den Genuss der neuen Suchleiste kommen. Wer nicht warten will, kann über about:config nach dem Schalter browser.search.showOneOffButtons suchen und per Doppelklick auf true schalten. Nach einem Neustart des Browsers erscheint Firefox mit der neuen Suchleiste.

Ungewollte Suchmaschinen-Änderungen durch Drittanwendungen werden erschwert

Dies sind noch nicht alle Verbesserungen in Bezug auf Suchmaschinen. Das Umleiten von Suchanfragen ist ein sehr profitables Geschäft, Suchtraffic führt über angezeigte Werbung zu Geld für den Betreiber der jeweiligen Suchmaschine. Aus diesem Grund verändern diverse Anwendungen gerne die im Browser eingestellte Suchmaschine. Das Problem: Oft geschieht dies gegen den ausdrücklichen Willen der Nutzer, zum Beispiel durch das Platzieren einer entsprechenden user.js-Datei im Firefox-Profil des Nutzers oder durch Installation eines Add-ons, welches die zuständige Einstellung verändert.

Ab Firefox 34 speichert Firefox die eingestellte Suchmaschine in der Datei search-metadata.json im Benutzerprofil statt gemeinsam mit den anderen Einstellungen. Zusätzlich zur eingestellten Suchmaschine beinhaltet diese Datei einen eindeutigen Hash, welcher aus dem Namen des Profilverzeichnisses generiert wird und den Firefox zur Verifizierung der Suchmaschine einliest. Dies soll verhindern, dass Drittanwendungen einfach die gleiche search-metadata.json-Datei in jedes Profil kopieren, um so die ausgewählte Suchmaschine zu verändern.

Firefox Hello: Video-Telefonie in den Browser integriert

Mit Firefox Hello integriert Mozilla eine auf WebRTC basierende Möglichkeit zur Video-Telefonie in Firefox, welche in Zusammenarbeit mit der Telefónica-Tochter Tokbox entwickelt worden ist. Die Sichtbarkeit von Firefox Hello ist derzeit noch gedrosselt, so dass nur ein Teil der Firefox-Nutzer das neue Sprechblasen-Symbol sieht. Aber auch hier können Ungeduldige wieder sofort an die Neuerung gelangen. Dazu muss über about:config der Schalter loop.throttled gesucht und per Doppelklick auf false umgeschaltet werden. Nach einem Neustart von Firefox befindet sich die Sprechblase in der Oberfläche zm Anpassen von Firefox, worüber das Symbol in die Symbolleiste oder das Menü geschoben werden kann.

Die Funktionsweise von Firefox Hello ist denkbar einfach: Sprechblase anklicken, Link an den Gesprächspartner schicken und nach erfolgreicher Bestätigung miteinander unterhalten. Firefox Hello funktioniert mit jedem WebRTC-kompatiblen Browser, der Gesprächspartner muss nicht zwingend Firefox nutzen.

Auch ein Benutzerkonto ist nicht notwendig. Die Anmeldung mit seinen Firefox Account Zugangsdaten ist aber möglich, dann steht ein Adressbuch mit Importfunktion seiner Google-Kontakte zur Verfügung. In diesem Fall kann der Gesprächspartner einfach aus der Liste der Kontakte ausgewählt werden, um ihn anzurufen, das Weitergeben eines Links ist dann nicht mehr notwendig. Der Nutzer hat außerdem die Möglichkeit, seinen Status auf Bitte nicht stören zu setzen. In dem Fall erhält man keine Anrufe.

Firefox Hello trägt selbst noch einen Beta-Schriftzug. Hier wird sich in den kommenden Monaten noch einiges tun. Darüber hinaus werden Mozilla und Telefónica eine Hello-App für Firefox OS veröffentlichen, auf welche ich im August eine erste Vorschau gegeben habe.

Passwörter können auch mit aktiviertem Master-Passwort synchronisiert werden

Mit dem Erscheinen von Firefox 29 hat Mozilla die Firefox Accounts plus neuem Sync eingeführt. Was dem neuen Sync bislang gefehlt hat, ist die Möglichkeit der Passwort-Synchronisation bei aktiviertem Master-Passwort. Diese Möglichkeit rüstet Mozilla mit Firefox 34 nach.

Theme-Vorschläge und Live-Vorschau in Anpassen-Oberfläche

Firefox ist ein Browser, welcher sich vor allem durch seine einzigartige Anpassungsfähigkeit auszeichnet. Mozilla unterstreicht dies durch die Integration von fünf Theme-Vorschlägen inklusive Live-Vorschau bei Herüberfahren mit der Maus in der Oberfläche zum Anpassungen von Firefox.

Windows: Aktiver Firefox-Prozess kann per Knopfdruck beendet werden

Manche Windows-Nutzer werden die Meldung kennen, dass Firefox bereits ausgeführt wird und deshalb nicht gestartet werden könnte, wie es unter gewissen Umständen passieren kann. Ab Firefox 34 bietet Firefox in dieser Situation an, den laufenden Prozess zu beenden.

(Bildquelle: gHacks)

WebIDE ersetzt App Manager

Der App Manager ist ein in Firefox integriertes Werkzeug, welches das Testen und Debuggen von Firefox OS-Apps mittels Simulator Add-ons oder aber auch auf einem realen Gerät erlaubt. Mit Firefox 34 wird dieser durch die sogenannte WebIDE ersetzt. Dies bedeutet nicht nur ein vollkommen neues Design, auch ist es darüber möglich, eigene Apps für Firefox OS zu erstellen. App-Vorlagen und im Editor Syntax-Highlighting, Autovervollständigung sowie Inline-Dokumentation inklusive.

Storage Inspector

Mit dem Storage Inspector bekommt Firefox ein neues Entwickler-Werkzeug, welches das Betrachten von Cookies und Inhalten aus IndexedDB, Local Storage sowie Session Storage erlaubt. Das Anlegen, Bearbeiten und Löschen ist in der aktuellen Version noch nicht möglich, wird aber in einer späteren Version dazukommen.

Verbessertes Performance-Werkzeug

Das Entwickler-Werkzeug Laufzeitanalyse erscheint mit Firefox 34 in vollkommen neuem Glanz und stellt die Daten nun wesentlich informativer dar.

Weitere Features für Webentwickler

Fährt man im Regeln-Tab des Inspektors über einen CSS-Selektor, werden auf der Webseite alle zutreffenden Elemente hervorgehoben. Neu ist auch die Unterstützung von console.table() in der Webkonsole. Das Eventlistener-Popup im Inspektor unterstützt außerdem auch jQuery-Events. Darüber hinaus gibt es nun die Möglichkeit, auf mit Frames gestalteten Webseiten einen Frame zum Bearbeiten auszuwählen.

Unterstützung für HTTP/2.0 Draft 14 und ALPN

Der HTTP-Standard HTTP/1.1 datiert bereits aus dem Jahr 1999, mit Firefox 34 implementiert Mozilla den Draft 14 von HTTP/2.0. Außerdem unterstützt Firefox ab Version 34 die TLS-Erweiterung Application-Layer Protocol Negotiation (ALPN).

Weitere verbesserte Unterstützung von Webstandards

Mit Firefox 34 erhält Firefox Unterstützung für viele neue WebCrypto-Funktionen. Die in Firefox 33 entfernten window.crypto-Funktionen und -Eigenschaften kehren mit Firefox 34 zurück, werden allerdings voraussichtlich mit Firefox 35 endgültig entfernt werden. Außerdem unterstützt Firefox 34 ECMA6Script 6 WeakSet, JavaScript Template Strings, weitere CSS3 Font Features, die matches() DOM-API und weiteres, was sich im Mozilla Developer Network nachlesen lässt.

Anpassungen für Apple OS X

Mit Firefox 34 hat Mozilla optische Anpassungen an die neuste Version von Apples Desktop-Betriebssystem OS X 10.10 Yosemite vorgenommen, was besonders an der URL- und Suchleiste auffällt. Außerdem wurde die Paketstruktur zur Unterstützung des mit OS X 10.9.5 und 10.10 eingeführten v2-Signings angepasst.

Mozilla deutet Firefox für Apple iOS an

Firefox könnte es bald für iOS geben – dies deuteten Mitarbeiter von Mozilla im Rahmen eines Mozilla-internen Events via Twitter an.

Ein Großteil der Mitarbeiter von Mozilla befindet sich derzeit in Portland zu einer gemeinsamen Workweek. In diesem Zusammenhang wurden gestern viele Tweets unter dem Hashtag #mozlandia auf Twitter veröffentlicht. Hervorgestochen sind dabei vor allem ein Tweet von Release-Manager Lukas Blakk, in welchem es heißt “We need to be where our users are so we’re going to get Firefox on iOS”, Mozilla Manager of Data Science Matthew Ruttley twitterte “Firefox for iOS!! Let’s do this!!!”. Beide deuten damit an, dass es Firefox in Zukunft auch für iOS geben wird.

Weitere Details sind nicht bekannt. Spannend dürfte aufgrund von Apples Restriktionen für die iOS-Plattform vor allem sein, was “Firefox für iOS” überhaupt bedeutet. Bereits im Oktober habe ich darüber berichtet, dass Mozilla wieder mit iOS experimentiert.

Bildquelle: Matthew Ruttley

Firefox Nightly: Mozilla aktiviert Sandbox für Windows-Nutzer

Firefox soll in Zukunft sicherer durch Sandboxing werden. Eine erste (noch nicht sehr restriktive) Sandbox wurde nun für Nutzer von Firefox auf Windows aktiviert.

Mozilla hat für Nutzer von Firefox auf Windows Content-Sandboxing standardmäßig aktiviert, dies sollte ab morgen Bestandteil der Nightly-Versionen von Firefox sein. Voraussetzung ist eine aktivierte Multiprozess-Architektur (Electrolysis, e10s), welche standardmäßig ebenfalls in den Nightly-Versionen aktiviert ist, ansonsten über die Einstellungen aktiviert werden kann.

Mozilla setzt dabei auf die Chromium Sandbox-Bibliothek von Google. Diese erste Implementierung in Firefox aktiviert eine noch schwache Sandbox, lediglich das Lockdown Access Token wurde von USER_RESTRICTED_SAME_ACCESS auf USER_NON_ADMIN geändert. Zunächst soll sichergestellt werden, dass man durch das Sandboxing nichts kaputt macht, im Laufe der kommenden Monate dürften die Regeln verschärft werden. Wer bereits eine striktere Sandbox Policy testen möchte, der kann über about:config den Schalter security.sandbox.windows.content.moreStrict auf true setzen. Ein Neustart von Firefox ist erforderlich.

Gonzo: Telenor arbeitet an Always-on Kamera auf Basis von Firefox OS

Die norwegische Telefongesellschaft Telenor Digital hat angekündigt, mit Gonzo an einer Always-on Kamera auf Basis von Firefox OS zu arbeiten.

Die norwegische Telefongesellschaft Telenor vertreibt bereits in Ungarn, Serbien, Montenegro und Bangladesch Smartphones mit Firefox OS, außerdem ist man Mitglied des von Mozilla ins Leben gerufenen Open Web Device CRB. Das neuste Projekt von Telenor hört auf den Namen Gonzo. Dabei handelt es sich um eine günstige Always-on Kamera, auf deren Foto-Stream über das Internet zugegriffen werden kann und welche einen Fork von Firefox OS einsetzt.

Gonzo

Erste Gonzo-Demo, gezeigt auf der JSConf.asia 2014 in Singapur. Bildquelle: Telenor Digital.

Die Idee hinter Gonzo ist es, Fragen zu beantworten, welche normalerweise die physische Präsenz einer Person erfordern: wie hoch sind die Wellen, ist der Lieblings-Platz im Café verfügbar, ist der Schnee um die Hütte herum bereits geschmolzen, wer steht vor der Tür? Diese Fragen benötigen visuelle Daten um beantwortet zu werden und sind zeitabhängig. Auf dem Gonzo befindet sich eine URL aufgedruckt. Durch Aufrufen der URL kann im Browser gesehen werden, was die Kamera sieht – diese ist dauerhaft eingeschaltet und über eine 2G-Verbindung mit dem Internet verbunden. Dabei macht die Kamera immer ein Foto, wenn sich etwas tut, und zusätzlich unabhängig davon alle paar Minuten. Die Akkulaufzeit soll einen Monat betragen. Gonzo soll so günstig wie möglich sein, zu einem Wegwerf-Preis, wie Telenor schreibt, entsprechend wird die Hardware ausfallen und darum ergibt natürlich auch ein Open Source-System wie Firefox OS als Software-Grundlage Sinn. Genauer einem für Geräte ohne Bildschirm optimierten Fork von Firefox OS. In einem eigens dafür eingerichteten Blog informiert Telenor über die Fortschritte an Hardware und Software.

Mit Gonzo aufgenommener Zeitraffer des Himmels:

Firefox von OpenH264-Sicherheitslücken NICHT betroffen

Einige Medien haben gestern über zwei Sicherheitslücken im OpenH264-Plugin von Cisco berichtet und dass möglicherweise alle Firefox-Nutzer davon betroffen seien. Tatsächlich ist Firefox allerdings nicht von den Sicherheitslücken betroffen.

Firefox ab Version 33 lädt nach dem Start automatisch den OpenH264-Codec von Cisco als Plugin für die WebRTC-Wiedergabe herunter. Nachdem vor kurzem zwei Sicherheitswarnungen für OpenH264 veröffentlicht wurden ([1], [2]), haben einige Medien darüber berichtet und dargestellt, dass all die Millionen Firefox-Nutzer vermutlich auch davon betroffen seien.

Dies ist aus zwei Gründen nicht wahr: Zum einen läuft das OpenH264-Plugin in Firefox in einer Sandbox, wie auch den Release Notes von Firefox 33 direkt an erster Stelle entnommen werden konnte, zum anderen sind Cisco die Sicherheitslücken bereits seit August bekannt und wurden in der Version, die an Firefox-Nutzer ausgeliefert wird, bereits behoben, wie von Ethan Hugg, Technical Lead von Cisco, bestätigt. Zur Verwirrung beigetragen haben dürfte die Tatsache, dass in den Sicherheitswarnungen davon die Rede ist, dass Version 1.2.0 und niedriger betroffen seien, die Sicherheitslücken tatsächlich aber bereits in Version 1.1 behoben wurden.

Vortrag ueber Mozilla Sheriffs heute beim OpenSource Treffen in Muenchen

Hi,

ich werde heute ab 18 Uhr wieder beim OpenSource Treffen in Muenchen dabei sein und dabei etwas erzaehlen ueber Mozilla Code Sheriffs.

Natuerlich werde ich auch fuer allgemeine Fragen rund um Mozilla zur Verfuegung stehen.

Dann bis heute abend!

 

Viele Gruesse

Carsten

Mozilla und Deutsche Telekom bringen mehr Privatsphäre in Firefox OS

Mozilla und die Deutsche Telekom haben gemeinsam eine App für Firefox OS entwickelt, welche Bestandteil von Firefox OS ab Version 2.2 sein und dem Nutzer neue Privatsphäre-Optionen anbieten wird.

Wer auf die neuste Nightly-Version von Firefox OS 2.2 aktualisiert, dem wird vermutlich eine neue App mit dem Namen Privacy Panel auffallen. Dabei handelt es sich um eine App, welche von Mozilla gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelt worden ist. Das Privacy Panel kann alternativ auch über die Einstellungen in der Datenschutz-Kategorie gefunden werden.

Nach dem Start des Privacy Panels startet eine Einführungstour und erklärt ausführlich auf zehn Bildschirmen und schön illustriert alle neuen Funktionen.

Konkret bringt das Privacy Panel Privatsphäre-Funktionen in zwei Bereichen: Standortzugriff und Fernzugriff. Der Standortzugriff konnte bereits bisher aktiviert respektive deaktiviert werden. Das Privacy Panel gibt einem die volle Kontrolle über den Standortzugriff: neben dem Deaktivieren erlaubt es auch, die Genauigkeit zu verändern, dabei stehen zahlreiche Stufen zwischen 500 Metern und 1.000 Kilometern zur Verfügung. Auf diese Weise können Geolocation-Features genutzt werden, ohne die ganz genaue Standortposition mitteilen zu müssen. Es kann aber auch eine gewünschte Position vorgegeben werden, indem entweder eine Stadt aus einer Liste ausgewählt wird oder exakte GPS-Koordinaten festgelegt werden.

Und als hätte man damit noch nicht genug Kontrolle über die Standortposition ist es darüber hinaus sogar möglich, für alle Apps, welche die Berechtigung haben, auf den Standort zuzugreifen, eigene Regeln festzulegen. So lässt sich beispielsweise festlegen, dass die Kamera die exakte Standortposition erfassen darf, Webseiten im Browser nur mit einer Ungenauigkeit von 500 Metern und andere Apps gar nicht.

Der zweite angesprochene Bereich betrifft wie bereits erwähnt den Fernzugriff. Hier stehen drei Funktionen zur Verfügung: Lokalisierung des Gerätes, Klingeln lassen des Gerätes sowie Sperren des Zugriffes auf das Gerät – alles drei voneinander unabhängig aktivier- und deaktivierbar. Die Funktionsweise ist für alle drei Funktionen gleich: um die jeweilige Funktion auszuführen wird eine SMS an die eigene Telefonnummer mit dem Passwort geschickt, welches man zunächst festlegen muss.

Um diese Funktionen nutzen zu können, muss die passwortgeschützte Bildschirmsperre aktiviert sein. Ist dies nicht der Fall, weist die App darauf hin und bringt einen umgehend zu den entsprechenden Einstellungen.

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