Firefox 39+: Neue Privatsphäre-Option: Tracking-Schutz in Privatem Modus

Mozilla hat in die Nightly-Version von Firefox 39 eine neue Privatsphäre-Einstellung integriert: Die Aktivierung eines Tracking-Schutzes im Privaten Modus.

Mozilla arbeitet seit geraumer Zeit an einem in Firefox integrierten Tracking-Schutz. Um diesen zu testen, gibt es fast so viele Möglichkeiten wie Wege nach Rom führen. Eine Möglichkeit ist die Aktivierung über about:config, indem der Schalter privacy.trackingprotection.enabled per Doppelklick auf true geschaltet wird. Eine zweite Möglichkeit führt ebenfalls über about:config, nämlich der Schalter browser.polaris.enabled. Wird dieser auf true geschaltet, wird auch privacy.trackingprotection.enabled auf true gesetzt und gleichzeitig eine sichtbare Option im Einstellungsdialog von Firefox sichtbar (privacy.trackingprotection.ui.enabled) und der Do-not-Track-Header aktiviert (privacy.donottrackheader.enabled). Möglichkeit Nummer 3 ist die Installation des Mozilla Add-ons Lightbeam zur Visualisierung von Trackern. Dieses enthält einen sichtbaren Schalter zur Aktivierung des Tracking-Schutzes.

Auch Firefox für Android besitzt ab Version 37 (Veröffentlichung am 31. März) einen Tracking-Schutz. Hier lautet der Schaltername für about:config ebenfalls privacy.trackingprotection.enabled. Die Nightly-Version besitzt zudem auch ohne manuelles Setzen eines Schalters eine sichtbare Option in den Privatsphäre-Einstellungen.

Ab Firefox 39 bekommt die Desktop-Version eine weitere Option: Die Aktivierung des Tracking-Schutzes im Privaten Modus. Wird diese Option aktiviert, dann ist der Tracking-Schutz ausschließlich in Privaten Fenstern aktiv. In Privaten Fenstern merkt sich Firefox keine Chronik, Sucheinträge, Cookies oder sonstige Surfspuren. Und mit der neuen Option privacy.trackingprotection.pbmode.enabled, die über about:config auf true zu stellen ist, werden zusätzlich bekannte Tracker (auf Grundlage einer Liste von Disconnect) blockiert, ohne dies in normalen Firefox-Fenstern zu tun.

Die Neuerung sollte ab der kommenden Nightly-Version in Firefox integriert sein. Der Tracking-Schutz ist nicht die einzige Privatsphäre-Verbesserung, an der Mozilla momentan arbeitet. Man beschäftigt sich momentan außerdem am Ausbau des Identitätspanels von Firefox zu einem Privatsphäre-Kontrollzentrum.

Google auch in der Türkei nicht länger Standard-Suchmaschine in Firefox

Google verliert in einem weiteren Land seine Position als Standard-Suchmaschine in Firefox: Ab dem 31. März übernimmt für Nutzer in der Türkei Yandex diese Position sowohl in der Desktop- als auch in der Android-Version von Firefox.

Den Ende 2014 ausgelaufenen Vertrag mit Google als globale Standard-Suchmaschine in Firefox (Ausnahme: Baidu in China) hat Mozilla nicht verlängert. Stattdessen hat man Yahoo! zur neuen Standard-Suchmaschine in den USA und Yandex zur Standard-Suchmaschine in Russland, Weißrussland sowie Kasachstan gemacht. In den USA hat dies zu einer sichtbaren Verschiebung des Suchmaschinen-Marktanteils geführt, wenn auch Google weiterhin den Markt mit großem Abstand dominiert. Mozilla hat sich damit vom Modell eines globalen Suchmaschinen-Partners getrennt und die Flexibilität gewonnen, für jedes Land individuelle Verträge aushandeln zu können. Und genau dies ist jetzt auch für die Türkei geschehen: Dort übernimmt ab Firefox 37, welcher am 31. März erscheint, Yandex die Position als Standard-Suchmaschine sowohl in der Desktop- als auch in der Android-Version des Mozilla-Browsers.

Imagination kündigt Referenz-Tablet mit MIPS-CPU und Firefox OS für unter 100$ an

Imagination Technologies hat ein Referenz-Tablet von Ingenic mit MIPS-Prozessorarchitektur angekündigt, welches sowohl Android als auch Firefox OS unterstützt und weniger als 100 Dollar kosten soll.

Wie das englische Unternehmen Imagination Technologies auf seinem Firmenblog bekannt gegeben hat, arbeitet der chinesische Halbleiterhersteller Ingenic Semiconductor an einem Referenz-Tablet für unter 100 Dollar, welches wahlweise mit Android 4.4 oder einer experimentellen Version von Firefox OS läuft. Im November 2012 wurde MIPS Technologies, der Entwickler der MIPS-Architektur, von Imagination gekauft.

Zum Einsatz kommt in diesem Referenz-Tablet mit dem Ingenic JZ4780 nun ein solcher, auf der MIPS32-Architektur basierender Dual Core Prozessor mit 1,2 GHz Taktfrequenz sowie eine PowerVR SGX540 GPU. Die Auflösung des 9,7 Zoll großen Bildschirms beträgt 1024 × 768 Pixel. Anschlüsse für Kopfhörer, MicroUSB sowie Mini-HDMI sind vorhanden, Bluetooth 4.0 wird unterstützt.

In den Verkauf wird das Tablet nicht gehen. Stattdessen soll mit diesem Referenz-Tablet das Interesse von Entwicklern an Firefox OS auf MIPS-Prozessoren geweckt werden, wie pcworld.com unter Berufung auf Imagination Technologies berichtet. Imagination verteilt 15 dieser Tablets an Entwickler.

Pwn2Own 2015: Mozilla veröffentlicht schnelles Update auf Firefox 36.0.3

Wieder einmal hat der jährlich stattfindende Pwn2Own-Wettbewerb Sicherheitslücken in allen relevanten Browsern offengelegt. Mozilla hat reagiert und nur einen Tag nach Ende des Wettbewerbs ein Sicherheitsupdate auf Firefox 36.0.3 veröffentlicht.

Wie jedes Jahr fand auch in diesem Jahr auf der CanSecWest Sicherheitskonferenz wieder der Pwn2Own-Wettbewerb statt, ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, Sicherheitslücken in Browsern und Plugins zu finden. Und das auch erfolgreich: In allen relevanten Browsern (Internet Explorer, Chrome, Safari sowie Firefox) wurden Sicherheitslücken gefunden. Bereits einen Tag nach Ende des Wettbewerbs stellt Mozilla Firefox 36.0.3 für Desktop-Systeme sowie Android bereit und behebt damit eine schwerwiegende Sicherheitslücke, welche im Rahmen von Pwn2Own 2015 gefunden worden ist. Firefox 36.0.4 wird bereits vorbereitet.

Update 22.18 Uhr: Mozilla hat Firefox 36.0.4 veröffentlicht.

Und was ist mit Firefox 36.0.2?

Aufmerksame Leser werden sich fragen, wieso die neue Version die Versionsnummer 36.0.3 trägt, wo die bisher aktuelle Desktop-Version doch Firefox 36.0.1 war. Dies hat ganz einfach damit zu tun, dass die Versionsnummer 36.0.2 bereits für ein Update der Firefox-Version für Android verwendet worden ist. Darum trägt die neue Version sowohl für den Desktop als auch für Android die Versionsnummer 36.0.3.

Firefox 37+: Mozilla deaktiviert Domain-Whitelisting zur Add-on-Installation für Nicht-HTTPS-Webseiten

Wer Add-ons für Firefox installieren möchte, muss dies nicht über die offizielle Mozilla-Seite tun. Beim Versuch, Add-ons aus Nicht-Mozilla-Quellen zu installieren, gibt Firefox jedoch zunächst eine zusätzliche Warnung aus. Diese kann für einzelne Domains über die Einstellungen deaktiviert werden. Ab Firefox 37 funktioniert das Whitelisting nur noch für HTTPS-Webseiten.

Für die Installation von Add-ons für Firefox ist addons.mozilla.org (AMO) normalerweise die erste Wahl. Jedoch kann es immer wieder vorkommen, dass man Add-ons auch aus einer anderen Quelle installieren möchte. Dies ist kein Problem, jedoch muss der Nutzer die Installation zunächst explizit erlauben.

Wer regelmäßig von einer bestimmten Nicht-Mozilla-Webseite Add-ons installiert, der wird diese Webseite möglicherweise auf die Ausnahmeliste in den Firefox-Einstellungen unter Sicherheit setzen, denn auf diese Weise kann die zusätzlich notwendige Bestätigung für einzelne Domains deaktiviert werden, wie es standardmäßig für AMO sowie den Firefox Marketplace der Fall ist.

Als Konsequenz eines Sicherheits-Bugfixes in Firefox 37 (geplanter Erscheinungstermin: 31. März) ist es standardmäßig nicht länger möglich,  die Meldung auf HTTP-Webseiten zu deaktivieren, ein entsprechender Ausnahmelisten-Eintrag wird ignoriert. Damit Firefox also ohne zusätzliche Warnung Add-ons von einer Webseite installieren kann, muss diese Webseite über HTTPS erreichbar sein. Die URL zur XPI-Datei selbst kann weiterhin eine HTTP-URL sein, entscheidend ist die Webseite, welche die Installation auslöst.

Firefox ESR 31.x bleibt von dieser Änderung unberührt, Nutzer der ESR-Version bekommen diese Änderung dann mit Firefox ESR 38.x. Um die Änderung rückgängig zu machen, kann über about:config der Schalter extensions.install.requireSecureOrigin auf false gesetzt werden.

GitHub integriert PDF-Betrachter von Mozilla

PDF-Dokumente können ab sofort auf GitHub auch direkt auf der Webseite betrachtet werden. Zum Einsatz kommt dabei der PDF-Betrachter pdf.js von Mozilla.

Der populäre Hoster für Git-Repositories GitHub kann nun auch direkt PDF-Dokumente im Browser darstellen (Beispiel-Dokument). Hierfür kommt pdf.js zum Einsatz, der von Mozilla entwickelte PDF-Betrachter, welcher vollständig auf Webtechnologien basiert und auch in Firefox integriert ist.

Firefox OS erreicht Argentinien

Smartphones mit Firefox OS gibt es ab sofort auch in Argentinien. Damit vertreiben nun in 30 Ländern Mobilfunkanbieter Firefox OS.
Telefónica hat heute den Verkauf des ZTE Open II über seine Movistar-Marke in Argentinien begonnen. Argentinien ist das 30. Land, in welchem Firefox OS erhältlich ist, gemessen an den anbietenden Mobilfunkgesellschaften.

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.soeren-hentzschel.at - Nachrichten aus der Welt von und um Mozilla.

Firefox: Identitätspanel wird zum Kontrollzentrum für Privatsphäre

Wer in Firefox auf das Symbol links neben der URL in der Adressleiste klickt, erhält Informationen zur Verschlüsselung und Identität der Webseite. Dieser Bereich soll ausgebaut werden und dem Nutzer künftig Optionen zur Steuerung der Privatsphäre in Zusammenhang mit der jeweiligen Webseite geben.

Mozilla plant weitere Verbesserungen, um dem Nutzer mehr Kontrolle über seine Privatsphäre zu geben. Einstiegspunkt für die geplanten Verbesserungen wird das Identitätspanel sein, welches bei Klick auf das Schloss / die Weltkugel / das Warndreieck in der Adressleiste erscheint.

So sieht das Identitätspanel derzeit aus:

Das geplante Kontrollzentrum (Wireframe, kein finales Design!):

Geplant ist, dass der Nutzer hierüber in Zukunft sofort sieht, wie häufig die jeweilige Webseite bereits besucht worden ist, sowie die Möglichkeit erhält, die Chronik dieser Webseite zu löschen. Nach dem Löschen soll dem Nutzer direkt angeboten werden, die Seite in einem sogenannten Privaten Fenster zu öffnen, in welchem keine Chronik angelegt wird.

Auch die Zugriffsrechte, welche der Webseite unter Umständen gewährt worden sind, sollen sich hierüber steuern lassen, dies betrifft unter anderem Plugins (aktiviert / deaktiviert / nachfragen), den Umgang mit Cookies oder Rechte für den Kamerazugriff oder Vollbildmodus.

Darüber hinaus soll der Tracking-Schutz, an welchem Mozilla seit geraumer Zeit arbeitet, hier integriert werden. Der Nutzer erhält die Information, wie viele Tracking-Elemente erkannt worden sind, und erlaubt die Aktivierung respektive Deaktivierung des Tracking-Schutzes.

Ebenso soll die Blockierung von Mixed Content (HTTP auf HTTPS-Webseiten) über das neue Panel gesteuert werden können.

Neu sind die hier gezeigten Features nicht, Firefox-Nutzer haben bereits all diese Informationen und Möglichkeiten. Nur der Tracking-Schutz ist noch als experimentell anzusehen und muss über eine versteckte Einstellung aktiviert werden. Allerdings vereinfacht Mozilla damit den Zugang enorm, was es für den Anwender einfacher macht, die Kontrolle über seine Privatsphäre-Einstellungen zu behalten. Vieles davon ist bislang über den Seiteninfo-Dialog von Firefox zugänglich, den vermutlich viele Nutzer überhaupt nicht kennen oder höchstens per Zufall mal drauf landen. In welcher Version das neue Kontrollzentrum Bestandteil von Firefox sein wird, steht noch nicht fest. Derzeit befindet sich die Neuerung in der Design-Phase.

Spezifikationen und Veröffentlichungstermine der Panasonic-SmartTVs mit Firefox OS

Panasonic hat die Spezifikationen sowie ungefähren Veröffentlichungstermine zahlreicher SmartTV-Modelle mit Firefox OS bekannt gegeben. Insgesamt 19 verschiedene Modelle werden in den nächsten Monaten erscheinen.

Auf der CES 2015 in Las Vegas hat Panasonic im Januar erstmals Firefox OS auf den kommenden UltraHD-Fernsehgeräten des japanischen Elektronikkonzerns gezeigt. Kürzlich folgte dann die offizielle Produktankündigung von vier SmartTV-Serien mit Firefox OS, bestehend aus insgesamt 14 Modellen. Die offizielle Panasonic-Webseite zeigt sogar 19 Modelle.

Presseankündigungen:

Spezifikationen der SmartTVs auf firefoxosdevices.org:

Noch keine Spezifikationen bekannt:

  • Panasonic VIERA CRW734 (2 Modelle)

Die folgenden Veröffentlichungstermine wurden bereits bekannt gegeben:

  • TX-55CXW704: ab April 2015
  • TX-50CXW704: ab April 2015
  • TX-40CXW704: ab April 2015
  • TX-55CXW754: ab Mitte April 2015
  • TX-60CXW754: ab Ende April 2015
  • TX-49CXW754: ab Ende April 2015
  • TX-43CXW754: ab Ende April 2015
  • TX-65CXW704: ab Ende Juni 2015
  • TX-55CXW804: ab Ende Juni 2015
  • TX-50CXW804: ab Ende Juni 2015
  • TX-40CXW804: ab Ende Juni 2015
  • TX-65CXW804: ab Ende Juli 2015
  • TX-65CRW854: ab Ende Juli 2015
  • TX-55CRW854: ab Ende Juli 2015

Beschreibung der Produkt-Serien auf der Panasonic-Webseite:

CXW684:
Ihre Suche nach 4K-Qualität beginnt hier

Eine extrahohe Auflösung, das lichtstarke Panel, ein Local-Dimming-System und raffinierte, intelligente Funktionen machen diesen wertvollen Fernseher zu einem idealen Einstieg in die Welt von 4K.

CXW704:
Eindrucksvolles 4K trifft auf benutzerfreundliche, intelligente Funktionen

Die Serie CX700 lädt Sie ein in eine Welt der Entspannung mit wunderschönen, makellosen 4K-Bildern und dem neuen, Firefox OS-basierten Home Screen.

CXW754:
Der Premium 4K-Fernseher, der gern teilt

Dieser hochmoderne Fernseher unterstützt atemberaubende 4K-Auflösung mit einer breiten Farbpalette und einem super-hellen Panel. Der Dual HD-Empfänger macht das Gerät zur optimalen Lösung, um Inhalte mit anderen Bildschirmen wie Smartphone oder Tablet zu teilen.

CXW804:
Premium 4K-Bilder treffen auf intelligente Funktionen der nächsten Generation

Mit 4K-Auflösung sowie hochmodernen und intelligenten Funktionen wie der mikrolosen Steuerung und dem kabellosen Teilen von Inhalten ist der CX800 ein echter High-End-Held.

CRW734 & CRW854:

Noch kein Inhalt auf der Webseite, nur Platzhalter.

Firefox 39+: Blockierte Downloads dennoch ausführen

Seit einigen Versionen blockiert Firefox standardmäßig Downloads, welche per SafeBrowsing-API als potentiell schädlich erkannt werden. Bislang hatte der Nutzer keine Möglichkeit, den Download auf eigene Verantwortung dennoch auszuführen. Diese Möglichkeit rüstet Mozilla nun nach.

Zur Sicherheit seiner Nutzer prüft Firefox seit einigen Versionen nicht nur Webseiten per SafeBrowsing-API auf Gefahr, sondern auch Downloads und blockiert diese gegebenenfalls. Während der Schutz der Nutzer unbestritten im Interesse der Nutzer sein dürfte, so wurde von einigen kritisiert, dass bisher keine Möglichkeit bestand, einen blockierten Download dennoch auszuführen. Wer also einen blockierten Download auf eigene Gefahr öffnen wollte, der konnte sein Interesse nicht durchsetzen, ohne das Sicherheitsfeature komplett zu deaktivieren.

Mozilla hat nun nachgebessert und gibt dem Nutzer wieder mehr Kontrolle über seine Downloads. Ab Firefox 39 kann per Kontextmenü-Eintrag die blockierte Datei im Downloads-Panel der Download zur Ausführung freigegeben werden. Bevor dies geschieht, muss der Nutzer allerdings die Freigabe noch einmal ausdrücklich bestätigen.

Auch wenn es sich dabei um eine auf den ersten Blick nur kleine Verbesserung handelt, kann dies eine Verbesserung mit großer Auswirkung sein, denn es dürfte einige Nutzer geben, die grundsätzlich mit dem Schutz und der positiven Absicht einverstanden sind, aber eben im Zweifel selbst die Entscheidung treffen wollen. Eine solche simple Möglichkeit kann daher den Unterschied zwischen Aktivierung und Deaktivierung des kompletten Schutzes ausmachen.

Inhalt abgleichen