Zen 105 Fire: Viertes Smartphone mit Firefox OS für Indien, ausverkauft innerhalb von 90 Minuten

Dass sich die Billig-Smartphones mit Firefox OS in Indien gut verkaufen, das lässt sich spätestens daran erkennen, dass vor wenigen Tagen der bereits vierte Hersteller den Verkauf eines Smartphones mit Mozillas Betriebssystem gestartet hat. Dessen erste Einheit wurde innerhalb von 90 Minuten ausverkauft.

Nach Intex, Spice und Alcatel One Touch ist Zen Mobile Hersteller Nummer 4, welcher Firefox OS für den indischen Markt für sich entdeckt hat. Das Zen 105 Fire ist sehr ähnlich ausgestattet wie die anderen Geräte und kostet auch in etwa gleich, womit die Entscheidung für das Smartphone der Wahl in Indien noch schwerer fallen dürfte. Die erste Einheit von 15.000 Smartphones hat HomeShop18, der Shop, über welchen das Gerät exklusiv vertrieben wird, innerhalb von 90 Minuten ausverkaufen können, mittlerweile ist das Smartphone wieder verfügbar.

Genau wie seine drei Konkurrenten setzt auch das Zen 105 Fire den Spreadtrum SC6821 SoC ein, was eine ARMv7 Cortex A5 Dual Core CPU mit 1,0 GHz Taktfrequenz und ARM Mali-400MP1 GPU bedeutet. Keine Unterschiede auch beim RAM (128 MiB) sowie internen Speicher (256 MiB), auch die Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll sowie die HVGA-Auflösung (320 × 480 Pixel) sind identisch, ebenso wie die Tatsache, dass es sich um ein Gerät mit Dual SIM-Unterstützung handelt und als Betriebssystem Firefox OS 1.3T installiert ist.

Die Unterschiede liegen im Detail, so besitzt das Zen 105 Fire eine Hauptkamera, welche mit zwei Megapixeln auflöst, sowie eine 0,3 Megapixel-Frontkamera und einen Kamera-Blitz. Die Kapazität des Akkus beträgt 1 200 mAh, die Abmessungen des Gerätes betragen 110,7 × 60,2 × 10,1 mm. Der Preis beträgt 1.999 INR, also umgerechnet unter 25 Euro.

Firefox OS: Spezifikationen des Alcatel One Touch Fire S

Mit dem Alcatel One Touch Fire S wird bald ein neues Smartphone mit Firefox OS erscheinen, welches leistungstechnisch die Spitzenposition unter den Smartphones mit Firefox OS einnehmen wird.

Das Alcatel One Touch Fire S wurde erstmals auf dem Mobile World Congress im Februar angekündigt. Auf der Webseite des Herstellers gibt es seit kurzem eine eigene Seite für das neue Firefox OS-Flaggschiff, welche die Spezifikationen verrät.

Während das Smartphone zunächst als Gerät Quad Core CPU angekündigt und diese Angabe im Februar durch die Presseagentur auf Dual Core korrigiert worden war, scheint es sich nun doch zu bewahrheiten, dass das Alcatel One Touch Fire S eine Quad Core CPU besitzen wird; eine Angabe, welche die Webseite mehrfach nennt. Die Taktfrequenz wird 1,2 GHz betragen, an RAM sind 1 GiB verbaut, interner Speicher 4 GiB vorhanden. Eine widersprüchliche Angabe gibt es bezüglich der Hauptkamera, für welche auf der Webseite an einer Stelle 8 Megapixel und an anderer Stelle 5 Megapixel genannt werden, die ursprüngliche Ankündigung sprach auch von acht Megapixeln. Die Frontkamera löst mit zwei Megapixeln auf, Kamera-Blitz ist vorhanden. Das Display besitzt eine Bildschirmdiagonale von 4,5 Zoll und löst mit qHD-Auflösung auf (540 × 960 Pixel). Eine weitere Besonderheit des Smartphones ist die Unterstützung von LTE. NFC-, A-GPS- und Bluetooth 4.0-Unterstützung sind ebenfalls dabei. Die Kapazität des Akkus beträgt 2 000 mAh, die Abmessungen des Geräts betragen 129,5 × 63,5 × 8,5 mm, das Gewicht 126 g. Firefox OS ist in Version 2.0 vorinstalliert, ein FOTA-Update auf Firefox OS 2.1 wird bereits in den Spezifikationen erwähnt.

Alcatel One Touch Fire: Update auf Firefox OS 1.3 wird verteilt

Lange hat es gedauert, nun ist es endlich da: Das Update auf Firefox OS 1.3 für das mittlerweile doch betagte Alcatel One Touch Fire.

Das Alcatel One Touch Fire war eines der ersten verfügbaren Endkunden-Smartphones mit Firefox OS und lief bisher mit Firefox OS 1.1. Ende Januar gab es dann Verwirrungen um die Update-Situation: Das Update auf Firefox OS 1.2 sollte ausgelassen werden, was einige Medien damit gleichsetzten, dass es generell keine Update mehr für dieses Gerät geben würde. Der Hersteller hatte aber angekündigt, das Update nur auslassen und direkt auf Firefox OS 1.3 gehen zu wollen. Unklar war der Zeitpunkt des Updates und nachvollziehbarer Weise haben viele auch nicht mehr an das Update geglaubt, hat es nun nach einigen Verzögerungen bis Ende Oktober gedauert, aber die Auslieferung des Updates hat schließlich vor wenigen Tagen begonnen und Nutzer des Alcatel One Touch Fire sollten nun Firefox OS 1.3 auf ihrem Smartphone nutzen können.

Ob es darüber hinaus noch Updates für das Alcatel One Touch Fire geben wird, ist unbekannt, konkrete Ankündigungen gibt es zumindest nicht. Mit dem Fire C, Fire C 2G, Fire E und bald dem Fire S gibt es einige neuere Smartphones der Alcatel One Touch Fire-Serie mit Firefox OS 1.3 oder höher.

Firefox Nightly: Media Source Extensions standardmäßig aktiviert

Mozilla hat die Media Source Extensions (MSE) in der Nightly-Version von Firefox standardmäßig aktiviert. Die HTMLMediaElement-Erweiterung erlaubt JavaScript die Generierung von Medienstreams, was Features wie Adaptives Streaming oder zeitversetztes Sehen von Livestreams in HTML5-Videos ermöglichen soll. YouTube ist ein prominentes Beispiel für eine Webseite, welche Gebrauch von MSE macht.

Media Source Extensions (MSE) sind ab sofort in der Nightly-Version von Firefox für WebM und VP9 standardmäßig aktiviert. Dies ist besonders für Nutzer von YouTube interessant, da Google auf seinem Video-Portal davon Gebrauch macht und nur mit aktivierten MSE alle Video-Auflösungen zur Verfügung stehen. Die aktuelle Nightly-Version trägt die Versionsnummer 36, dies bedeutet jedoch nicht, dass die MSE in Firefox 36 standardmäßig aktiviert sein werden. Nach aktuellem Stand werden die MSE mit Eintritt in die Betaphase standardmäßig deaktiviert werden.

Die Implementierung der MSE ist noch nicht abgeschlossen. Wer in Zusammenhang hiermit Probleme bemerkt, kann diese über about:config wieder deaktivieren, indem der Schalter media.mediasource.enabled per Doppelklick auf false geschaltet wird, umgekehrt können auf diese Weise MSE aktiviert werden, sofern sie es noch nicht sind, zum Beispiel in einigen Wochen nach Erscheinen der Betaversion von Firefox 36.

Update auf Firefox 33.0.1 behebt Grafikfehler

Als Mozilla Firefox 33 veröffentlicht hat, beklagten in der Folge einige Nutzer Darstellungsprobleme. Schuld waren fehlerhafte Grafiktreiber von Intel bei Nutzern der betroffenen Systeme. Das Update auf Firefox 33.0.1 korrigiert das Problem.

Eine der Neuerungen von Firefox 33 ist das sogenannte Off Main Thread Compositing für Windows-Nutzer. Einige Nutzer mit bestimmten Kombinationen von Intel Grafikchipsätzen und -treibern beklagten seit dem schwerwiegende Grafikfehler, welche Firefox unbenutzbar gemacht haben. Mozilla reagierte mit einem Blocklisten-Update, welches die Hardwarebeschleunigung deaktiverte, auch gab es einen Workaround, um Firefox wieder benutzbar zu machen, normalerweise sollte aber bereits ein Update des Grafikkarten-Treibers ausreichend gewesen sein. Nachdem Mozilla ein besseres Verständnis von diesem Treiber-Bug erlangen konnte, wurde das Blocklisten-Update nun rückgängig gemacht und Firefox 33.0.1 veröffentlicht. Mit dem Update erkennt Firefox vom Treiber-Bug betroffene Systeme zur Laufzeit und kann gezielt darauf reagieren. Die Probleme sollten mit Firefox 33.0.1 nun der Vergangenheit angehören.

Project 105: Mozilla experimentiert auf Apple iOS-Plattform

Nach der Einstellung von Firefox Home und Experimenten im Rahmen des Junior-Projekts experimentiert Mozilla erneut mit der iOS-Plattform von Apple für ein mögliches neues Produkt.

Firefox für iOS, das wird aufgrund von Apples Restriktionen vermutlich auch in Zukunft keine Option sein. Dennoch ist iOS eine interessante Plattform für Mozilla, da hier viele potentielle Nutzer stecken, die man für sich gewinnen könnte, indem man Lesezeichen sowie andere relevante Daten von überall verfügbar macht.

Mit Firefox Home hatte Mozilla bereits vor längerer Zeit ein Produkt angeboten, um die Lesezeichen sowie offenen Tabs vom Firefox auf das iPhone zu bekommen. Firefox Home wurde schließlich vor zwei Jahren eingestellt. Mit Junior war man zu dieser Zeit ebenfalls auf der iOS-Plattform aktiv. Bei diesem Experiment stand vor allem die User Experience auf dem Tablet im Vordergrund. Leser dieses Blogs, welche die dazugehörigen sozialen Kanäle verfolgen, wissen bereits seit letztem Monat, dass Mozilla wieder für iOS experimentiert.

Bislang gibt es weder eine offizielle Produktankündigung noch konkrete Informationen zu Mozillas neuem iOS-Projekt. Mittlerweile zeichnet sich aber ab, dass Mozilla unter dem internen Projektnamen “Project 105″ an der Oberfläche eines iOS-Produktes arbeitet. P105ToolbarExperiment und P105SettingsExperiment sind die Namen zweier GitHub-Repositories von Mozilla-Entwickler Stefan Arentz. Kompiliert man diese Projekte in XCode und führt diese im iOS-Simulator aus, ergeben sich daraus folgende Oberflächen für eine Symbolleiste respektive Einstellungs-Seite der möglichen App:

Natürlich muss an dieser Stelle noch einmal hervorgehoben werden, dass diese Bilder kein finales Produkt repräsentieren und sich in den kommenden Monaten noch sehr vieles verändern kann, die Repositories tragen sogar ausdrücklich “Experiment” im Namen, zumindest lässt sich aber daraus ableiten, was wir wohl erwarten dürfen: die App soll Zugriff auf die Chronik, Lesezeichen, Tabs sowie eine Leseliste geben. Eine solche kennt man von Firefox für Android: Artikel in dieser Liste werden optisch so aufbereitet, dass sie besonders gut lesbar sind, und stehen auch offline zur Verfügung.

Mozilla veröffentlicht Firefox Mobile 33 für Android

Mozilla hat vergangene Woche nicht nur Firefox für Desktop-Systeme in Version 33 veröffentlicht, sondern auch Firefox Mobile für Android.

Mehr Kontrolle über Persönliche Daten

Mozilla spendiert Firefox Mobile 33 für Android ein neues Privatsphäre-Feature: Wie in der Desktop-Version können dann auch die Android-Nutzer die Chronik sowie andere Daten beim Beenden von Firefox automatisch löschen lassen. Welche Daten automatisch gelöscht werden sollen, kann der Nutzer selbst bestimmen. Folgende Kategorien können gewählt werden: Chronik, Downloads, Eingegebene Suchbegriffe & Formulardaten, Cookies & Aktive Logins, Gespeicherte Passwörter, Cache, Offline-Website-Daten sowie Website-Einstellungen. Diese Neuerung ergänzt sinnvoll andere Privatsphäre-Features wie Private Tabs oder den Gastmodus.

Verbessertes Tab-Management

Mozilla hat auch das Tab-Management verbessert: Nach dem Schließen eines Tabs erhält der Nutzer die Möglichkeit, das Schließen rückgängig zu machen, ebenso gibt es eine Liste der kürzlich geschlossenen Tabs als Panel auf dem Startbildschirm. Neu ist auch die Funktion “Zu Tab wechseln”, wenn man eine URL in die Adressleiste eingibt, welche bereits in einem Tab geöffnet ist, sowie die Möglichkeit alle Tabs auf einmal zu schließen. Auch diese Funktionen kennt man allesamt bereits von der Desktop-Version von Firefox.

Firefox für Android mit Chromecast- und Roku-Unterstützung

Firefox Mobile für Android erlaubt in der neusten Version das Streaming von Videos auf ein Fernsehgerät mittels Google Chromecast oder Roku. Zu diesem Zweck befindet sich ein Streaming-Symbol in der Adressleiste sowie im Video, wenn sich ein entsprechender Stick im selben WLAN wie das Smartphone oder Tablet befindet.

Sonstige Verbesserungen

Videos erhalten nicht nur einen Streaming-Button, auch ein Button zum Anzeigen im Vollbild-Modus ist neu. Beim Öffnen eines neuen Privaten Tabs erscheint im ensprechenden Reiter nun ein Erklärungstext inklusive Link zu weiteren Informationen, sofern noch keine Privaten Tabs offen sind. Formular-Elemente sind nun etwas moderner aus als bisher. Neu ist auch die Möglichkeit für Webseitenbetreiber, ein spezielles Erscheinungsbild für die Vorschaubilder auf dem Startbildschirm festzulegen. Eine neue Option in den Entwickler-Einstellungen erlaubt das farbliche Hervorheben neu gezeichneter Flächen.

Weitere Verbesserungen umfassen geschlossene Sicherheitslücken, Bugfixes und einige Plattform-Verbesserungen, welche auch Teil der Desktop-Version sind, dies schließt unter anderem Verbesserungen der JavaScript-Engine und eine verbesserte Unterstützung von Webstandards ein.

Humble Mozilla Bundle: Indie-Spiele direkt im Browser spielen

Humble Bundle hat zusammen mit Mozilla das Humble Mozilla Bundle zusammengestellt – eine Sammlung von Spielen, welche ohne Installation und DRM-frei im Browser laufen, dank asm.js-Technologie in Firefox schneller als in jedem anderen Browser.

Das Humble Mozilla Bundle ist eine Sammlung von Indie-Spielen, welche direkt im Browser laufen. Den Preis bestimmt der Nutzer selbst. Enthalten sind im Paket Super Hexagon, AaaaaAAaaaAAAaaAAAAaAAAAA!!! for the Awesome, Osmos, Zen Bound 2 und Dustforce DX. Wird mindestens der Durchschnittspreis investiert, dann gibt es oben drauf noch Voxatron, FTL: Faster Than Light Advanced Edition sowie noch ein weiteres Spiel, welches in den nächsten Tagen freigeschaltet werden wird. Zusätzlich gibt es noch das Spiel Democracy 3, wenn mindestens acht Dollar bezahlt werden. Mindestens ein Dollar muss investiert werden, damit die Spiele (mit Ausnahme von Voxatron) auch über Steam verfügbar sind. Inbegriffen sind auch einige Soundtracks zu den Spielen. Der Gesamtwert des Bundles beträgt 104 Dollar. Der Käufer kann außerdem entscheiden, wie viel vom Kaufpreis die Entwickler, Humble oder eine von drei Non-Profit-Organisationen, in diesem Fall zum Beispiel Mozilla, erhalten. Mit dem Kauf der Spiele kann Mozilla also direkt unterstützt werden. Alle Spiele können als Vorschauversion vor dem Kauf angespielt werden.

Gemeinsam ist allen Spielen, dass sie auf Mozillas asmj.js-Technologie setzen, was diese Spiele zwar auch spielbar in anderen Browsern macht (wobei nur für Firefox und Chrome Kompatibilität garantiert wird), sie aber in Firefox ganz besonders performant macht. Die Spiele funktionieren direkt im Browser, ohne Plugin, ohne Installation, ohne DRM. Das Bundle kann Stand jetzt noch neun Tage und wenige Stunden erworben werden.

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Behebung der häufigsten Firefox 33-Probleme

Mozilla hat vor wenigen Tagen Firefox 33 mit vielen Neuerungen veröffentlicht. Natürlich kann ein Update immer für einzelne Nutzer Probleme bereiten, für die größten Probleme sollen hier Lösungen angeboten werden.

Firefox nur noch schwarz

Eine der Neuerungen von Firefox 33 ist aktiviertes Off Main Thread Compositing (OMTC) für Windows-Nutzer. Diese Neuerung soll der Reaktionsfreudigkeit von Firefox förderlich sein, kann im schlechtesten Fall Firefox allerdings unbrauchbar machen: So beklagten nach der Veröffentlichung von Firefox 33 zahlreiche Nutzer, dass nach dem Starten von Firefox nur ein schwarzes Fenster zu sehen sei. Von dem Problem betroffen scheinen lediglich Nutzer eines Systems mit bestimmten Grafikchipsätzen von Intel mit veraltetem Treiber zu sein.

Mozilla hat mittlerweile ein Blocklisten-Update veröffentlicht, welches zumindest die meisten betroffenen Treiber blockieren sollte. Wer von diesem Problem betroffen war oder immer noch ist, sollte als erstes schauen, ob es eine neuere Version für die im Computer eingebaute Grafiklösung gibt und diese gffs. installieren. Hilft dies nicht, dann ist bei geschlossenem Firefox die Datei prefs.js im Profilverzeichnis von Firefox aufzusuchen und folgende Zeile zu ergänzen:

user_pref(“layers.offmainthreadcomposition.enabled”, false);

Damit wird OMTC deaktiviert. Auch ein Deaktivieren der Hardwarebeschleunigung wird das Problem lösen, da das Deaktivieren dieser implizit auch OMTC deaktiviert.

Firefox reagiert nicht mehr auf Eingaben in die Adressleiste

Ein weiteres Problem, welches beim Support etwas häufiger aufgetaucht war, ist das Problem, dass Firefox nicht mehr auf Eingaben in die Adressleiste reagiert. Hiervon waren Nutzer des populären Add-ons Tab Utilities betroffen. Die Antwort darauf lautet: Tab Utilities ist nicht kompatibel mit Firefox 33. Es findet sich auf GitHub allerdings eine gefixte Version, welche nicht vom originalen Entwickler der Erweiterung stammt, welche das Problem aber behebt und Firefox 33 damit quasi wieder repariert. Ob / wann der Fix in die originale Version übernommen wird, ist derzeit unklar. Per Pull Request eingereicht wurde die Änderung zumindest. Ein Deaktivieren des Add-ons hilft natürlich auch.

Mozilla veröffentlicht Firefox 33 mit vielen Verbesserungen

Mozilla hat in dieser Woche neue Versionen von Firefox für Windows, OS X und Linux mit vielen Verbesserungen veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox 33 für Windows, OS X und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Am Dienstag ist Firefox 33 für Windows, OS X und Linux erschienen. Auch in dieser Version behebt Mozilla wieder neun Sicherheitslücken, von denen Mozilla drei als besonders kritisch einstuft.

Mit Firefox 33 hat Mozilla die Unterstützung einiger unsicherer TLS-Algorithmen deaktviert, RSA 1023 und schwächere Zertifikate werden aus Sicherheitsgründen ab sofort blockiert.

Verbesserte Adressleisten-Funktionalität

Mit Firefox 33 verbessert Mozilla die Funktionalität der Adressleiste. Konkret verbessert Mozilla die Suche nach Begriffen, die aus nur einem Wort bestehen, sowie nach arithmetischen Ausdrücken. Bislang hat Firefox den Suchbegriff zunächst versucht auf eine URL aufzulösen, im Falle von “1234-5678″ beispielsweise auf “http://1234-5678/” und danach erst eine Suche bei der eingestellten Suchmaschine nach “1234-5678″ durchgeführt. Die Suche nach einer Zahl wie “12345678” hat direkt eine Fehlermeldung produziert. Letzteres konnte bislang durch das Voranstellen eines Fragezeichens, also “?12345678″ umgangen werden.

In beiden Fällen verhält sich Firefox ab Version 33 anders und sendet die Anfrage direkt an die Suchmaschine der Wahl. Gleichzeitig führt Firefox im Hintergrund eine Suche nach lokalen Hosts durch und bietet im Falle eines Treffers die Option an, diesen Begriff als lokalen Host zu speichern, so dass eine Suche danach in Zukunft den lokalen Host anstelle der Suchmaschine aufruft. Wer das Verhalten diesbezüglich vorab über about:config konfigurieren möchte, kann dies durch Anlegen von Boolean-Schaltern nach dem Schema “browser.fixup.domainwhitelist.” plus Hostname machen, im Falle des Hosts “agenedia” zum Beispiel “browser.fixup.domainwhitelist.agenedia” mit dem Wert true”. Der Hostname “localhost” ist bereits automatisch konfiguriert.

Suchvorschläge auf der Startseite und in neuen Tabs

Bislang kann Firefox über die Suche im Suchfeld Suchvorschläge der jeweiligen Suchmaschine anzeigen, nicht aber auf der standardmäßig eingestellten Startseite about:home oder dem Suchfeld auf about:newtab, der Seite, welche standardmäßig beim Öffnen eines neuen leeren Tabs erscheint. In beiden Fällen zeigt Firefox ab sofort auch Suchvorschläge an, sofern die eingestellte Suchmaschine dies unterstützt.

Open Source H.264-Integration für WebRTC

Mit OpenH264 stellt Cisco eine Open Source-Implementierung des H.264-Codecs bereit. Mozilla integriert diese in Firefox 33, aus Lizenzgründen allerdings nicht direkt, stattdessen wird der Codec in Form eines Gecko Media Plugins nach dem Start von Firefox heruntergeladen. Wie die übrigen NPAPI-Plugins (Flash, Silverlight & Co.) kann auch dieses Plugin über den Add-on Manager deaktiviert werden. Click-to-Play steht hier nicht zur Auswahl, da dieser Codec lediglich für WebRTC genutzt werden kann, wofür Click-to-Play nicht relevant ist. Das Gecko Media Plugin läuft in einer Sandbox.

Unterstützung für Bildschirm- und Fenster-Sharing via WebRTC

Im Zusammenhang mit WebRTC nennenswert ist auch die Tatsache, dass Firefox ab Version 33 das Teilen des Bildschirm- beziehungsweise Fensterinhalts erlaubt. Relevanter Beispielcode wurde auf diesem Blog veröffentlicht, Talky wäre eine reale Anwendung, welche hiervon Gebrauch machen kann. Derzeit ist es noch so, dass Webseiten, denen diese erweiterte WebRTC-Funktionalität gestattet sein soll, per about:config eingetragen werden muss. Am Beispiel von Talky wird dies in einem gesonderten Artikel beschrieben.

In diesem Zusammenhang hat Mozilla auch den Indikator verändert, welcher anzeigt, dass eine Kommunikation über WebRTC stattfindet. Bislang hat Firefox ein zusätzliches Symbol in der Symbolleiste angezeigt, wenn die Kamera und/oder das Mikrofon aktiviert ist, und dem Nutzer darüber die Möglichkeit gegeben, die Freigabe zu beenden, auch wenn der entsprechende Tab gerade nicht im Vordergrund ist. Mit der Ergänzung um Bildschirm- und Fenster-Sharing war man allerdings besorgt darüber, ob dieser Indikator sichtbar genug ist und hat diesen ersetzt. Anstelle eines zusätzlichen Symbols in der Symbolleiste sehen Windows- und Linux-Nutzer nun am oberen Bildschirmrand fixierte Kontrollsymbole, welche auch sichtbar sind, wenn Firefox nicht sichtbar ist. Nutzer von Mac OS X sehen entsprechende Symbole in der globalen Menüleiste, auch wieder unabhängig davon, ob Firefox im Vordergrund ist oder nicht.

Verbesserte Sitzungswiederherstellung

Mozilla hat auch die Sitzungswiederherstellung von Firefox verbessert und die Wahrscheinlichkeit einer nicht erfolgreichen Wiederherstellerung der letzten Sitzung verringert. Diese Änderung wird auf diesem Blog in aller Ausführlichkeit beschrieben.

Firefox merkt sich kopierte Inhalte Privater Fenster

Hat man bislang in einem Privaten Fenster Text einer Webseite kopiert und das Private Fenster anschließend geschlossen, dann wurde der kopierte Inhalt von Firefox verworfen. Dabei handelte es sich um keinen Fehler, sondern um eine ganz bewusste Entscheidung. Für einige Firefox-Nutzer war dies eher störend, so dass Mozilla das Verhalten in Firefox 33 nun geändert hat und Firefox den Inhalt der Zwischenablage auch nach dem Schließen Privater Fenster nicht mehr verwirft. Gleiches gilt übrigens auch, wenn man Firefox keine Chronik anlegen lässt – bei dieser Einstellung befindet sich Firefox in einer Art permanentem Privaten Modus, welcher sich genauso verhalten hat und von dieser Änderung betroffen ist.

Optimierte String-Kodierung der JavaScript-Engine

Mozilla hat Verbesserungen an der JavaScript-Engine vorgenommen, welche Strings intern statt wie bisher in UTF16 nun als Latin1 speichert, die darum für die meisten Zeichen nur noch einen statt zwei Byte Platz benötigen. Da dies lediglich die interne String-Repräsentation betrifft, verändert sich am Verhalten von JavaScript durch diese Änderung nichts, es wird allerdings weniger Speicher benötigt, was auch zu einer Beschleunigung führen kann. Dies zeigt sich unter anderem im Sunspider-Benchmark für reguläre Ausdrücke, in welchem Firefox 33 um 36 Prozent besser abschneidet.

Off Main Thread Compositing für Windows-Nutzer

In Firefox 33 hat Mozilla das sogenannte Off Main Thread Compositing (OMTC) für Nutzer von Windows standardmäßig aktiviert. OS X-Nutzer haben OMTC bereits aktiviert, die Implementierung für Linux steht kurz vor der Fertigstellung. OMTC soll die Reaktionsfreudigkeit von Firefox verbessern, indem die Zusammenstellung verschiedener Layout-Ebenen aus dem Hauptthread ausgelagert wird. Schlecht geschriebener JavaScript-Code, welche lange zur Ausführung benötigt, wäre ein solcher Fall, der zu Verzögerungen in der Ausführung der Anwendung oder Pausierung von Videos führen kann, was durch OMTC verbessert werden soll.

Änderung von about:newtab

In Firefox 33 hat sich das Design von about:newtab ein wenig verändert und damit auch das Verhalten bei kleinen Fenstern. Bisher war es so, dass Firefox die Vorschaubilder bei Bedarf verkleinert und sich strikt an die beiden Einstellungen browser.newtabpage.columns sowie browser.newtabpage.rows zur Festlegung der Anzahl an Vorschaubildern gehalten hat. Ab einem gewissen Punkt musste auf dieser Seite gescrollt werden, um alle Vorschaubilder zu sehen. Firefox 33 sieht diese Werte nur noch als Maximalwerte, verkleinert die nun minimal größeren Vorschaubilder nicht mehr und zeigt weitere Vorschaubilder gar nicht erst an, wenn der Platz nicht ausreichend ist. Gescrollt muss auf dieser Seite durch diese Änderungen nun unter keinen Umständen mehr.

WebIDE kann getestet werden

Die WebIDE soll den App Manager ersetzen. Dies geschieht zwar noch nicht in Firefox 33, doch kann diese in Firefox 33 erstmals per about:config-Schalter (devtools.webide.enabled) aktiviert werden. Während sich der App Manager in einem Tab öffnet, ist die WebIDE ein eigenständiges Fenster, welches neben der bisherigen Funktionalität des App Managers auch das Erstellen neuer Apps erlaubt, hierfür werden sogar bereits Vorlagen mitgeliefert. Über den Options-Schalter devtools.webide.templatesURL kann die URL konfiguriert werden, von welcher die Vorlagen bezogen werden sollen. Auf diese Weise ist es möglich, ganz eigene App-Vorlagen zu benutzen und anderen bereitzustellen. Der dazugehörige Editor bietet Syntax Highlighting, Code-Vervollständigung und Inline-Dokumentation, womit dieses Feature dem Begriff IDE gerecht wird. Auch das App-Manifest wird direkt in der WebIDE validiert.

Weitere Verbesserungen für Webentwickler

Auch sonst haben die Entwickler-Werkzeuge natürlich wieder einige Neuerungen erhalten. Erwähnt sei hier ein “ev”-Schriftzug in der HTML-Ansicht des Inspektors, wenn ein Event Listener mit diesem DOM-Element verknüpft ist. Per Kontextmenü kann bei den CSS-Regeln im Inspektor ein neuer Regelblock für das ausgewählte Element hinzugefügt werden, was besonders dann praktisch ist, wenn dieses Element noch keine CSS-Regeln besitzt und darum bislang noch kein Selektor angezeigt wird, welcher dieses Element anspricht. Ebenfalls bearbeitet können hier nun auch @keyframes-Regeln werden. Auch die Selektoren selbst können nun in der Regeln-Ansicht bearbeitet werden, sofern der neue Selektor ein gültiger Selektor für das ausgwählte Element ist, andernfalls wird die Änderung verworfen. Per Rechtsklick auf eine Farb-Eigenschaft können jetzt Farbwerte kopiert werden. Ein Cubic Bezier Editor erlaubt das Bearbeiten von CSS-Animationen. CSS Transformationen werden nun beim Herüberfahren mit der Maus über das Element so dargestellt, dass neben dem transformierten Element auch die originale Position eingezeichnet und beides über Linien verbunden wird.

Die Entwickler-Einstellung zum Deaktivieren des Caches merkt sich Firefox nun auch, wenn die Entwickler-Werkzeuge zwischenzeitlich geschlossen waren. Die Entwickler-Toolbar (Shift + F2) hat neue Kommandos erhalten: inject erlaubt das Einbinden von Bibliotheken (z.B. inject jQuery), highlight erlaubt das Hervorheben aller Elemente mit einem bestimmten Selektor, folder erlaubt das Öffnen eines Ordners auf dem Dateisystem; folder openprofile öffnet das Profilverzeichnis von Firefox. Die Einstellungen der Entwickler-Werkzeuge bieten nun außerdem eine Reihe von Editor-bezogenen Einstellungen wie die Tabulator-Größe, ob Klammern automatisch geschlossen werden sollen oder welche Tastaturkommandos gelten sollen (Firefox Standard, Vim, Emac, Sublime).

Neu ist auch die Ergänzung der Farbe Rebeccapurple. Im Debugger werden JavaScript-Dateien, welche auf .min.js enden, nun automatisch stummgeschaltet, was sich per Einstellungsmenü allerdings deaktivieren lässt. Im Responsive Design Modus kann jetzt außerdem eine beliebige Größe direkt eingegeben werden. Die Webkonsole hebt Zeilen beim Herüberfahren mit der Maus nun hervor.

Verbesserte Unterstützung von Web-Standards

Zu den nennenswertesten Neuerungen an der Front der Webstandards gehören in Firefox 33 die Implementierung der CSS3 Counter Styles Spezifikation sowie des DOMMatrix-Interfaces. Mit Draft 13 wird ein neuerer Entwurf des kommenden HTTP/2.0-Standards unterstützt (standardmäßig noch deaktiviert; network.http.spdy.enabled.http2draft). Firefox unterstützt nun  , allerdings funktioniert dies noch nicht für Links, welche via Kontextmenü geöffnet werden. Experimentell unterstützt wird das neue -Element (dom.image.picture.enabled). Die alte Nicht-Standard-Implementierung der Content Security Policy (CSP) wurde aus Firefox entfernt (Firefox unterstützt natürlich weiterhin den offiziellen Standard), ebenso entfernt wurden nicht standardisierte window.crypto-Funktionen und -Eigenschaften. Deren Funktionalität soll mittelfristig durch die Web Crypto API ersetzt werden, an deren Implementierung Mozilla derzeit noch arbeitet. Die Media Source Extensions unterstützen MP4, wenn neben aktiviertem media.mediasource.enabled auch noch der Boolean-Schalter media.mediasource.ignore_codecs mit Wert true angelegt wird. Im Mozilla Developer Network finden sich Informationen zu weiteren nicht länger unterstützten Nicht-Standards sowie unterstützten Standards ab Firefox 33.

Sonstige Neuerungen von Firefox 33

Firefox 33 erkennt nun fehlerhaft übertragene HTTP 1.1-Dateiübertragungen, was den Fehler behebt, dass unvollständige Downloads unter Umständen als vollständig angezeigt werden konnten, was auch das Fortsetzen betroffener Downloads verhinderte. Wie in jeder neuen Firefox-Version hat auch der integrierte PDF-Betrachter Verbesserungen erhalten, wobei in Firefox 33 vor allem erwähnt sei, dass dieser nun spürbar weniger Arbeitsspeicher bei der Anzeige von PDF-Dateien benötigen soll.

Der Abschnitt “Sicherheitsinformationen für diese Website” wurde aus dem Reiter “Allgemein” des Seiteninfo-Dialogs entfernt, da es einen ganz eigenen Sicherheits-Reiter gibt und dieser Abschnitt damit redundant ist. Beim Kopieren von Inhalten, die mit “javascript:” beginnen, in die Adressleiste entfernt Firefox automatisch das “javascript:”. Das Kontextmenü der Tab-Auflistung am rechten Ende der Tableiste bei vielen geöffneten Tabs besitzt einen neuen Eintrag, um das Schließen eines Tabs rückgängig zu machen. Die Seite about:support zeigt jetzt auch gesperrte Einstellungen an. Der Button mit der Aufschrift “Standard wiederherstellen” in der Ansicht zum Anpassen der Browseroberfläche platziert Buttons von Add-ons bei den nicht in der Oberfläche platzierten Buttons. Neu ist auch die Unterstützung der Verbindung zu HTTP-Proxies über HTTPS.

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