Firefox Mobile für Android 33: Startseitenbild festlegen

Ähnlich wie die Desktop-Version von Firefox zeigt auch Firefox für Android auf dem Startbildschirm Vorschaubilder der meistbesuchten Webseiten an. Webseitenbetreiber können nun das Erscheinungsbild der in Firefox Mobile für Android ab Version 33 angezeigten Kacheln definieren.

Firefox Mobile für Android zeigt auf dem Startbildschirm Vorschaubilder oder Favicons der meistbesuchten Webseiten an. Ab Version 33 des Android-Browsers von Mozilla lässt sich das Aussehen dieser Kacheln durch den Betreiber der Webseite beeinflussen, und zwar in Form der Hintergrundfarbe der Kachel sowie des Logos, welches auf diesem Hintergrund erscheinen soll, nämlich durch die Angabe der zwei Meta-Tags msapplication-TileImage und msapplication-TileColor:

(Beispiel-Code wird nicht angezeigt? Bitte Original-Artikel lesen)

Bei dem Bild muss es sich um eine Grafik der Größe 144 × 144 px handeln. Wie der Name der Meta-Tags vielleicht schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um von Microsoft eingeführte Meta-Tags; eine standardisierte Lösung für einen solchen Anwendungsfall gibt es bisher leider nicht.

Die hier definierten Angaben werden übrigens auch in Windows 8 als Kachel-Grafik für auf den Modern UI Startbildschirm gepinnte Webseiten genutzt.

Firefox 33+: Mozilla verbessert Adressleisten-Funktionalität

Die Adressleiste ist das zentrale Element eines jeden Browsers und von entsprechend großer Bedeutung. Das weiß auch Mozilla und verbessert die Funktionalität der Adressleiste ab Firefox 33.

Mit Firefox 33 verbessert Mozilla die Suche nach Begriffen, die aus nur einem Wort bestehen, sowie nach arithmetischen Ausdrücken. Bislang hat Firefox den Suchbegriff zunächst versucht auf eine URL aufzulösen, im Falle von “1234-5678″ beispielsweise auf “http://1234-5678/” und danach erst eine Suche bei der eingestellten Suchmaschine nach “1234-5678″ durchgeführt. Die Suche nach einer Zahl wie “12345678″ hat direkt eine Fehlermeldung produziert. Letzteres konnte bislang durch das Voranstellen eines Fragezeichens, also “?12345678″ umgangen werden.

In beiden Fällen verhält sich Firefox ab Version 33 anders und sendet die Anfrage direkt an die Suchmaschine der Wahl. Gleichzeitig führt Firefox im Hintergrund eine Suche nach lokalen Hosts durch und bietet im Falle eines Treffers die Option an, diesen Begriff als lokalen Host zu speichern, so dass eine Suche danach in Zukunft den lokalen Host anstelle der Suchmaschine aufruft. Wer das Verhalten diesbezüglich vorab über about:config konfigurieren möchte, kann dies durch Anlegen von Boolean-Schaltern nach dem Schema “browser.fixup.domainwhitelist.” plus Hostname machen, im Falle des Hosts “agenedia” zum Beispiel “browser.fixup.domainwhitelist.agenedia” mit dem Wert true”. Der Hostname “localhost” ist bereits automatisch konfiguriert.

Mit Firefox 34 führt Mozilla die UnifiedComplete-Komponente ein. Bislang gab es eine Komponente, verantwortlich für Chronik, Lesezeichen, Schlüsselwörter und Tags sowie Switch-to-Tab-Funktionalität, sowie eine zweite Komponente, welche für die Autovervollständigung verantwortlich war. Mozilla plant verschiedene Verbesserungen, was durch die bisherige Implementierung allerdings erschwert wird. Die neue Komponente UnifiedComplete ist eine komplett neu entwickelte Komponente, welche die Funktionalität der beiden alten Komponenten kombiniert und frei von möglicherweise schlechten Architektur-Entscheidungen früherer Tage ist. Die Logik der beiden alten Komponenten wurde weitestgehend beibehalten, so dass alleine dadurch keine großen Änderungen der Adressleisten-Vorschläge zu erwarten sind.

Ein paar Unterschiede gibt es mit der neuen Komponente allerdings doch: Die Autovervollständigung vervollständigt wie bisher auch bis zum ersten ‘/’, dies musste bislang allerdings nicht der ersten vorgeschlagenen Webseite im Adressleisten-Popup entsprechen. Ab Firefox 34 wird dies zum ersten Eintrag im Adressleisten-Popup, was das Verhalten der Adressleiste nachvollziehbarer machen sollte. Nun könnte man sich daran stören, dass man – wenn man es bislang gewohnt war, einmal die Pfeiltaste nach unten zu drücken, um zum ersten Vorschlag unabhängig von dieser Autovervollständigung zu kommen – nun zwei Klicks benötigt. Mozilla wird in Kürze allerdings noch eine weitere Änderung implementieren, welche dafür sorgt, dass automatisch der erste Vorschlag ausgewählt ist, womit es in diesem Fall dann auch wieder nur einen Klick benötigt. Außerdem sollte die Adressleiste nun schneller reagieren, insbesondere bei der ersten Verwendung. Darüber hinaus sollen auch installierte Suchmaschinen vorgeschlagen werden.

Wie bereits erwähnt soll die neue UnifiedComplete-Komponente die Grundlage für weitere Verbesserungen bilden. In erster Linie geht es dabei um Verbesserungen, welche Suchmaschinen betreffen, einerseits die Darstellung von Suchanfragen, welche sich besser von gewöhnlichen Webseiten-Aufrufen unterscheiden lassen sollen, andererseits aber auch um eine verbesserte Suchfunktionalität direkt in der Adressleiste, wie das folgende Mockup zeigt, welches Suchvorschläge direkt in der Adressleiste andeutet. Das Mockup zeigt aber auch weitere mögliche Verbesserungen an, wie eine Anzeige des letzten Aufrufes der jeweiligen Webseite sowie ein Kontextmenü mit Funktionen zum Kopieren und Teilen von URLs und weiteren Funktionen.

Virtuelle Realität: Firefox mit Unterstützung für Oculus Rift testen

Firefox soll Unterstützung für Virtuelle Realität bekommen. Spezielle Testbuilds mit Unterstützung für Oculus Rift-Brillen können bereits getestet werden.

Wikipedia beschreibt Virtuelle Realität (VR) mit den folgenden Worten:

„Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet.“

Dass Virtuelle Realität ein Thema ist, welches uns in der Zukunft beschäftigen wird, das lässt sich spätestens erahnen, wenn man liest, dass Facebook Oculus VR, einen Hersteller von VR-Hardware, für zwei Milliarden Dollar gekauft hat. Vladimir Vukicevic, einer der Erfinder von WebGL und Director of Engineering bei Mozilla, hat vor etwas mehr als einem Monat angekündigt, dass man an einer VR-Unterstützung arbeite, und erste Test-Builds bereitgestellt. Nun gibt es neue Test-Builds für Windows und OS X. Linux-Builds gibt es noch keine, sollen aber noch folgen. Unterstützt werden derzeit lediglich Oculus Rift DK1 und DK2, mit anderen Geräten kann die VR-Unterstützung noch nicht getestet werden. Fehler können auf GitHub gemeldet werden.

Zahlen zu Mozillas Update-Hotfix für Firefox und Pläne für Version 2

Vor zwei Wochen hat Mozilla damit begonnen, ein Update-Hotfix für Nutzer zu verteilen, welche auf alten Firefox-Versionen festhängen. Zur Wirkung dieses Update-Hotfixes gibt es nun erste Zahlen.

Wenn Nutzer trotz aktivierter Updates auf alten Versionen festsitzen, dann ist das ein Problem, vor allem aus Gründen der Sicherheit. Nach Angaben von Mozilla betrifft dies im Falle von Firefox zwei Prozent der Nutzer, welche kein Update erhalten, obwohl sie die Firefox-Updates nicht deaktiviert haben. Aus diesem Grund hat Mozilla am 16. Juli damit begonnen, ein Update-Hotfix auszuliefern, welches den Update-Mechanismus umgeht und stattdessen die aktuelle Firefox-Version im Hintergrund herunterlädt und installiert, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, wie die Verwendung von Windows als Betriebssystem und Firefox in Version 10 oder höher. Den Willen von Nutzern mit deaktivierten Updates respektiert Mozilla auch weiterhin, so dass diese auch keine automatische Aktualisierung erhalten.

Stand 28. Juli wurde das Hotfix-Add-on bei mindestens 8,4 Millionen Nutzern installiert und hat mindestens 4,3 Millionen Firefox-Installationen aktualisiert. Leider fehlen Mozilla aufgrund eines Fehlers in der Datenerhebung die Daten zu den ersten 24 Stunden seit Auslieferung des Hotfixes, so dass keine exakten Zahlen vorliegen. Mozilla geht aber unter Zuhilfenahme anderer Quellen wie die Besuche auf Mozillas Support-Webseite von ungefähr 11,5 Millionen Hotfix-Installationen und über sechs Millionen darüber aktualisierte Browser aus.

Mozilla arbeitet bereits an einer neuen Version des Update-Hotfixes, welche verschiedene Schwierigkeiten mit dem aktuellen Hotfix-Add-on beheben soll, wie Probleme der Firefox-Aktualisierung auf Windows XP, außerdem soll die Datenerfassung weiter verbessert werden und man wird den Update-Hotfix möglicherweise auch für Nutzer von Mac OS X anbieten.

Weitere Informationen
Mozilla User Advocacy Blog: Helping our Users Experience the Modern Web
 

CloudFlare möchte zu Mozillas JPEG-Encoder beitragen

Mozilla hat vor kurzem mozjpeg 2.0 vorgestellt, einen Encoder für JPEG-Grafiken, welcher geringere Dateigrößen und damit schnellere Ladezeiten von Webseiten ermöglichen soll. Nicht nur Facebook ist an der Mozilla-Technologie interessiert und beteiligt sich, sondern auch CloudFlare.

Mit Polish bietet CloudFlare seinen zahlenden Kunden einen Dienst an, welcher automatisch die von CloudFlare gecachten Bilder komprimiert, um diese mit so geringer Dateigröße wie möglich auszuliefern. Im Rahmen der Entwicklung der neuen Polish-Version hat man sich bei CloudFlare auch mit Mozillas vor kurzem fertig gestellter Version 2.0 von mozjpeg beschäftigt und die Ergebnisse mit denen von libjpeg-turbo 1.3.1 verglichen. Für den Test wurden 10.000 JPEG-Bilder mit einer durchschnittlichen Dateigröße von 256 KB zufällig ausgewählt und mittels jpegtran komprimiert.

Von diesen 10.000 Bildern ist es mozjpeg bei 691 Bildern nicht gelungen, die Dateigröße weiter zu verringern – verglichen mit 3.471 Bildern, welche libjpeg-turbo nicht weiter optimieren konnte. Dies entspricht einer Erfolgsrate von 93,1 % zu 65,3 % für Mozillas JPEG-Encoder. Von den erfolgreich komprimierten Bildern lag die durchschnittliche Reduzierung der Dateigröße mit mozjpeg bei 3,0 % und damit ebenfalls besser im Vergleich zu libjpeg-turbo mit einer durchschnittlichen Reduzierung der Dateigröße um 2,5 %.

Diese verbesserte Kompression hat allerdings auch ihren Preis: Während libjpeg-turbo für den gesamten Durchlauf 273 Sekunden benötigte, hat mozjpeg 474 Sekunden und damit 1,7 mal so lange gebraucht. Da CloudFlare an einer möglichst hohen Kompression interessiert ist, was mozjpeg natürlich interessant für CloudFlare macht, hat man nun einem Entwickler die Aufgabe zugewiesen, sich mit möglichen Optimierungen von mozjpeg zu beschäftigen. Von den erhofften Verbesserungen soll dann auch Mozilla profitieren. Auch Facebook hat mozjpeg 2.0 intern getestet und 40.000 Dollar in die Weiterentwicklung investiert.

Prefer:Safe-Unterstützung in Firefox 31

Vergangene Woche hat Mozilla Firefox 31 veröffentlicht. Eine der Neuerungen ist die Unterstützung des Prefer:Safe-Headers. Damit kann Webseiten mitgeteilt werden, dass die Kindersicherung des Betriebssystems aktiv ist, so dass diese entsprechend angemessenen Content ausliefern können.

Prefer:Safe bezeichnet einen HTTP-Header, welcher Webseiten mitteilt, dass die Kindersicherung auf Betriebssystem-Ebene aktiviert ist – zumindest für Nutzer von Windows und Mac OS X. Das Konzept kann ähnlich wie das des Do-not-Track-Headers verstanden werden: Die Webseite erhält eine Empfehlung; was sie damit macht, bleibt ihr überlassen. Anwendungsfall für Prefer:Safe kann die Auslieferung von kindgerechten Inhalten oder auch Einschränkung von Funktionen für Kinder sein, sofern dies sinnvoll ist. Firefox selbst besitzt keine eigene Einstellung zur Aktivierung respektive Deaktivierung, so dass Kinder den Schutz auch nicht über den Browser aushebeln können. Stattdessen sendet Firefox den Header je nachdem, ob die Sicherung innerhalb des Betriebssystems aktiviert ist oder nicht. Neben Firefox unterstützt auch der Internet Explorer Prefer:Safe, die IETF hat einen Entwurf zur Standardisierung erhalten.

Weitere Informationen
Mozilla Privacy Blog: Prefer:Safe — Making Online Safety Simpler in Firefox

Chris Beard ist neuer CEO der Mozilla Corporation

Mozilla hat heute die Ernennung von Chris Beard als neuen CEO der Mozilla Corporation bekannt gegeben. Beard hatte das Amt im April zunächst interimsmäßig als Nachfolger von Gary Kovacs übernommen.

Mozilla hat sich für die Rolle des Chief Executive Officer (CEO) der Mozilla Corporation interne wie auch externe Kandidaten angesehen und sich entschieden: Chris Beard, welcher dieses Amt bereits im April zunächst interimsmäßig übernommen hatte, wird zum permanenten CEO erklärt. Damit tritt er die Nachfolge von Gary Kovacs an. Der Kanadier Beard war bereits von 2004 bis 2013 für Mozilla unter anderem als Chief Innovation Officer und Chief Marketing Officer tätig und war von Juli 2013 bis zur Ernennung zu Mozillas Interims-CEO im April Executive in Residence für Greylock Partners.

Chris Beard Named CEO of Mozilla

I am pleased to announce that Chris Beard has been appointed CEO of Mozilla Corp. The Mozilla board has reviewed many internal and external candidates – and no one we met was a better fit. As you will recall, Chris … Continue reading

Firefox: Neue Telemetrie-Experimente für Beta-Nutzer

Mozilla hat mit Firefox 30 sogenannte Telemetrie-Experimente eingeführt, um verschiedene Änderungen an spezifischen Zielgruppen zu testen. In der aktuellen Beta-Version von Firefox 32 weitet Mozilla den Test der Übersetzungsfunktion aus und startet ein weiteres Experiment.

Seit der Einführung der Infrastruktur für Telemetrie-Experimente nutzt Mozilla dieses Feature gerne für Tests mit spezifischen Nutzergruppen der Firefox-Nutzerschaft. So hat man mit Nutzern der deutschsprachigen Aurora-Version von Firefox als allererstes ein neues Feature zur Übersetzung von Webseiten getestet. Diesen Test hat Mozilla nun ausgeweitet, ab sofort wird auch Nutzern der Beta-Version von Firefox in den Sprachen Polnisch, Türkisch sowie Vietnamesisch eine Übersetzungsfunktion für Webseiten angeboten.

Darüber hinaus startet ein neues Experiment für fünf Prozent der Beta-Nutzer aller Sprachen, welches den Wert des Schalters dom.ipc.plugins.unloadTimeoutSecs auf 0, 5, 15, 30, 60, 90, 120 oder 300 setzt. Dieser Wert bestimmt die Anzahl an Sekunden, die Firefox wartet, bevor ein inaktiver Plugin-Prozess entladen wird. Die Standard-Einstellung unabhängig vom Experiment beträgt 30 Sekunden.

Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass Nutzer immer nur an einem Experiment gleichzeitig teilnehmen können. Eine Teilnahme sowohl am Test des Übersetzungs-Features als auch am Plugin-Experiment ist also nicht möglich.

Firefox 31 mit Malware-Schutz für Downloads, noch mehr Schutz für Downloads ab Firefox 32

Mozilla hat vor wenigen Tagen Firefox 31 veröffentlicht. Eine der Neuerungen ist ein Malware-Schutz für Downloads. In Firefox 32 gibt es für Windows-Nutzer eine weitere Verbesserung der Sicherheit bei Downloads.

Mozilla setzt bereits seit vielen Jahren auf die Safe Browsing API von Google zum Schutz vor Phishing und Malware. Zu diesem Zweck lädt Firefox in regelmäßigen Abständen eine Liste mit bekannten schadhaften Webseiten herunter und prüft aufgerufene Webseiten gegen diese Liste. Seit einiger Zeit bietet die Safe Browsing API auch die Möglichkeit an, Downloads zu überprüfen. Firefox macht hiervon ab Version 31 Gebrauch und blockiert bekannte schadhafte Downloads.

Am 2. September wird Mozilla Firefox 32 veröffentlichen. Diese Version wird für Windows-Nutzer eine weitere Verbesserung der Sicherheit bei Downloads bringen. Dann wird Firefox bei heruntergeladenen ausführbaren Dateien die Signatur verifizieren. Bei signierten Dateien vergleicht Firefox dann die Downloads mit einer Liste als sicher bekannter Herausgeber. Bei Dateien, welche nicht anhand dieser Liste als sicher erkannt werden oder gar nicht signiert sind, fragt Firefox die Safe Browsing API durch das Senden von Metadaten über den Download, ob es sich dabei um eine sichere Anwendung handelt oder nicht. In den meisten Fällen sollte dies nicht notwendig sein, da die meiste gebräuchliche Software für Windows signiert ist.

Firefox erlaubt über die Einstellungen selbstverständlich ein Deaktivieren des Phishing- und Malware-Schutzes, davon kann aber aus Gründen der Sicherheit nur abgeraten werden.

Weitere Informationen
Mozilla Security Blog: Improving Malware Detection in Firefox
Monica Chew: Download files more safely with Firefox 31

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