Kommentar: Firefox 38.0.6-Update, Downloadportale und deren Seriosität

Diverse Webseiten berichten über ein vermeintliches Update auf Firefox 38.0.6 und führen damit Nutzer in die Irre, welche sich wundern, dass sie kein Update über die Updatefunktion von Firefox erhalten. Dieser Kommentar erklärt, was es damit auf sich hat.

Achtung: Dieser Artikel beschreibt die persönliche Meinung des Verfassers.

Auf einigen Webseiten konnte man in diesen Tagen etwas von einem vermeintlichen Update auf Firefox 38.0.6 lesen, selbstredend inklusive Downloadmöglichkeit. Hintergrund dürfte vermutlich sein, dass die Redakteure entsprechender Webseiten – einmal mehr – eine Version auf dem FTP-Verzeichnis von Mozilla entdeckt haben, bevor sie offiziell zum Download angeboten wird, und natürlich jede dieser Seiten unbedingt möglichst die erste Webseite sein muss, welche die „heiße Ware“ den Nutzern verkauft, bevor sie kalt wird.

Was es mit Firefox 38.0.6 auf sich hat

Tatsächlich hat Mozilla eine Version 38.0.6 von Firefox erstellt. Doch heißt das nicht automatisch, dass eine solche Version auch als Update vorgesehen ist. Genau dieser Fall liegt hier vor. Firefox 38.0.6 behebt ein Problem mit der Standard-Suchmaschine in den sogenannten Funnelcake-Builds. Im entsprechendem Bug-Ticket heißt es wörtlich:

„FYI, we won’t be doing a 38.0.6 releases, we will just publish 38.0.6 for some repacks.”

Liebe Redakteure in der großen, weiten Welt: wenn ihr über ein neues Firefox-Update berichten wollt, welches nicht über die offizielle Mozilla-Webseite zum Download angeboten wird und zu dem auch keine Release Notes bereitstehen, dann ist folgende Seite euer Freund:

https://hg.mozilla.org/releases/mozilla-release/

Konnte man nicht drauf kommen? Gut, aber das Mozilla Wiki hattet ihr alle irgendwann in der Vergangenheit schon mindestens einmal verlinkt:

https://wiki.mozilla.org/Firefox/Planning/2015-06-10

Dort heißt es wörtlich:

„38.0.6 shipped for funnelcake builds only to correct an issue with search providers.”

Auch darauf war nicht zu kommen? Nun gut, einverstanden. Einverstanden unter der Prämisse, dass wenn eine Recherche nicht gelingt und exakt null Informationen zu einer Version vorliegen, die auch nicht offiziell zum Download angeboten wird, es schlicht und ergreifend unseriös ist, diese Version überhaupt zu bewerben.

Das viel grundlegendere Problem

Das Problem ist gar nicht konkret die Tatsache, dass sich nun einige Nutzer wundern, wo ihr Update auf Firefox 38.0.6 bleibt, oder dass sich andere Nutzer vollkommen sinnlos Firefox neu heruntergeladen haben, obwohl die neue Version für diese Nutzer überhaupt nichts verbessert. Das Problem ist ein viel Grundlegenderes. Es ist ein Spiel, welches sich mit jedem Update wiederholt: ein neues Firefox-Update steht an und teilweise bereits mehrere Tage vor der offiziellen Veröffentlichung findet man dann auf diversen Webseiten – es sind immer die Gleichen – die vermeintlich finalen Versionen. Weil wir ja alle wissen, dass all die Millionen Firefox-Nutzer gar nicht schnell genug neue Firefox-Versionen erhalten können. Oh, Moment: Stimmt überhaupt nicht! Die meisten würden vermutlich sogar freiwillig ein paar Tage länger warten. Die Updates kommen schon, wenn sie kommen sollen. Das Tempo gibt Mozilla vor. Meinetwegen auch der Nutzer selbst. Aber nicht ihr, werte Redaktionen.

Häufig genug handelt es sich bei den vorzeitig angebotenen Versionen dann nicht einmal wirklich um die finalen Versionen, weil Mozilla noch einen zweiten oder gar dritten Build erstellt. Die Folge: Die Nutzer erhalten von diesen Webseiten unter Umständen fehlerhafte Firefox-Versionen. Selbst wenn diese Versionen kurz darauf auf eine offiziell freigegebene Version aktualisiert werden, stellt sich die Frage, wer dadurch nun irgendetwas gewonnen hat. Der Betreiber der Webseite, das ist die einzige Antwort auf diese Frage. Besucher und damit Werbeeinnahmen. Der Nutzer hat dadurch definitiv nichts gewonnen, um den Nutzer geht es erst an letzter Stelle.

Software lädt man sich beim Hersteller herunter. Immer.

Was sagt uns das? Software lädt man sich beim Hersteller herunter. Punkt. Downloadportale sind zu vermeiden wie die Pest. Zwei Ausnahmen gibt es natürlich: wenn der Hersteller selbst offiziell auf ein solches Downloadportal verlinkt oder die unter Linux üblichen Paketverwaltungen. Aber ansonsten gilt dies ausnahmslos. Positiver Nebeneffekt: ihr könnt euch sicher sein, dass ihr euch keine unerwünschten Dreingaben vom Downloadportal mitinstalliert. Ob ein Firefox-Update nun einen Tag früher oder später auf der Festplatte liegt, wen interessiert’s? Man sollte meinen, alle sechs Wochen ein neuer Major-Release, dazwischen immer wieder mal ein außerplanmäßiges Update sei bereits ein zügiges Tempo. Für viele offensichtlich nicht schnell genug. Denn diese Versionen werden ja tatsächlich relativ häufig heruntergeladen.

Wie lassen sich solche Missverständnisse in Zukunft vermeiden?

Wie sich solche Missverständnisse in Zukunft vermeiden lassen? Gar nicht. Nicht, solange es gewissen, häufig namhaften IT-Portalen nur um Besucher und damit verbunden Gewinnmaximierung geht und das Interesse, Nutzer seriös zu informieren, in den Hintergrund gestellt wird. Bitte nicht falsch verstehen: Gegen die kommerziellen Interessen solcher Portale ist absolut nichts einzuwenden, das respektiere ich zu einhundert Prozent. Ein gutes Geschäftsmodell gehört zu (fast) jeder größeren Webseite. Der entscheidende Punkt ist, dass dieses Interesse nicht der Seriosität der Webseite im Weg stehen darf. Die Besucher haben eine seriöse Berichterstattung verdient, denn ohne Besucher gibt es auch kein Geschäftsmodell, so einfach. Das ist ein Geben und Nehmen, es darf nicht nur ein Nehmen der Webseite sein, die dem Besucher irgendwas vorlegt, auch wenn es Quatsch ist.

Was kann ich als Nutzer tun?

Ganz einfach: Haltet euch an das was, was ich zu Downloadportalen schrieb, und was konkret neue Firefox-Versionen betrifft: wenn es eine neue Firefox-Version gibt, erfahrt ihr es hier als erstes:

https://www.mozilla.org/en-US/firefox/all/

Und noch ein Hinweis, der die Verteilung von Updates betrifft: Ja, es kann vorkommen, dass Firefox kurz nach der Veröffentlichung eines neuen Major-Releases kein Update findet. Dies kann beispielsweise dann vorkommen, wenn relativ schnell feststeht, dass ein außerplanmäßiges Update aufgrund eines schwerwiegenden Problems folgen wird. Wenn ihr unsicher seid: fragt hier auf dem Blog oder im Firefox-Forum nach!

Achtung: Dieser Artikel beschreibt die persönliche Meinung des Verfassers.

Mozilla: Mehr Geld für das Finden von Sicherheitslücken

Wer eine Sicherheitslücke in Firefox, Firefox OS oder Thunderbird findet, kann hierfür in Zukunft mehr Geld erhalten als bisher. Mozilla hat die Prämien teilweise stark erhöht und belohnt außerdem nicht länger nur das Finden der kritischsten Sicherheitslücken.

Das Melden von Sicherheitslücken soll sich in Zukunft mehr lohnen als bisher. Nachdem Mozilla die Prämie im Jahr 2010 von 500 Dollar auf 3.000 Dollar erhöht hat, steht nun die nächste Erhöhung an. Seit es Mozillas Bug-Bounty-Programm gibt, hat Mozilla insgesamt 1,6 Millionen Dollar an Prämien ausgeschüttet.

Die minimale Belohnung für das Finden einer als hoch oder kritisch eingestuften Sicherheitslücke liegt nach wie vor bei 3.000 Dollar, je nach Schwere der Sicherheitslücke, Qualität der Meldung und Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung sind aber auch Prämien in einer Höhe von 5.000 Dollar, 7.500 Dollar und in besonderen Fällen sogar über 10.000 Dollar möglich.

Das Finden einer nur als moderat eingestuften Sicherheitslücke hat bisher überhaupt kein Geld gebracht. Hier sind in Zukunft Prämien zwischen 500 und 2.000 Dollar möglich.  Allerdings wird nicht jede als moderat eingestufte Sicherheitslücke eine Belohnung bringen.

Voraussetzung ist, dass die Sicherheitslücke in einer aktuellen Version der jeweiligen Anwendung vorkommt – es gibt natürlich keine Belohnungen für veraltete Versionen. Auch darf die Sicherheitslücke nicht schon gemeldet worden sein. Belohnt wird das Finden von Sicherheitslücken in der Desktop-Version von Firefox, Firefox für Android, Firefox OS sowie Thunderbird. Mitarbeiter von Mozilla sowie Entwickler, die am entsprechenden Code beteiligt waren, sind nicht berechtigt, eine Prämie zu erhalten. Genauere Details gibt es auf Mozillas Webseite.

Firefox 40/41 bringt erste HiDPI-Unterstützung für Windows

Nachdem Firefox für OS X schon lange die sogenannten Retina-Displays unterstützt, hat Mozilla nun auch für Windows damit begonnen, Firefox für HiDPI-Bildschirme zu optimieren.

Wer Firefox für Windows auf einem hochauflösenden Bildschirm betrachtet oder die DPI-Zahl in den Windows-Anzeigeeinstellungen auf einen Wert höher als 100 Prozent eingestellt hat, weiß, dass die Symbole in Oberfläche von Firefox ein wenig verschwommen aussehen, weil die in dem Fall zu kleinen Grafiken hochskaliert werden müssen, was natürlich nicht gut aussieht. Mozilla hat in Firefox 40 und 41 jeweils einige der Grafiken um höherauflösende Versionen erweitert (siehe Bug-Abhängigkeiten). Auch wenn dies noch keine vollständige HiDPI-Unterstützung für Windows bedeutet, so sieht Firefox auf entsprechenden Systemen dadurch schon besser aus als die aktuelle Version 38.

Firefox 41: Quelltext-Ansicht im Tab statt in neuem Fenster

Den Quelltext einer Webseite öffnet Firefox bisher immer in einem neuen Fenster. Ab Firefox 41 ändert sich dies und die Quelltext-Ansicht wird stattdessen in einem neuen Tab geöffnet.

Nachdem zuletzt in Firefox 38 die Einstellungen von einem Dialog in einen Tab gewandert sind, öffnet sich nun in der Nightly-Version von Firefox 41 auch die Quelltext-Ansicht einer Webseite in einem neuen Tab statt in einem neuen Fenster. Wer das alte Verhalten wiederherstellen möchte, kann über about:config den Schalter view_source.tab per Doppelklick auf false schalten.

Tipp: Auch in Versionen vor Firefox 41 ist es möglich, die Quelltext-Ansicht in einem Tab anzuzeigen. Dazu muss ganz einfach nur „view-source:“ vor die URL der Webseite in der Adressleiste gestellt werden.

Anleitung zum Signieren von Firefox Add-ons

Spätestens mit dem Erscheinen von Firefox 41 müssen Add-ons von Mozilla signiert sein, damit sie in Firefox installiert werden können. Auch weiterhin können Add-ons aus anderen Quellen als addons.mozilla.org installiert werden, ebenso ist weiterhin die Anpassung von Add-ons an die eigenen Bedürfnisse möglich. Allerdings erfordert dies eine Signierung. Dies ist nicht sehr schwer und schnell erledigt, wie diese Anleitung zeigt.

Aus Sicherheitsgründen müssen Add-ons für Firefox in Zukunft signiert sein, damit sie installiert werden können. Ab Firefox 40 werden nicht signierte Add-ons automatisch deaktiviert, können aber wieder aktiviert werden, ab Firefox 41 führt kein Weg mehr an signierten Add-ons vorbei. Mozilla hat vor wenigen Tagen die aktuellsten Versionen der Add-ons auf AMO (addons.mozilla.org) signiert und per Update an die Nutzer verteilt, so dass Nutzer normalerweise nicht auf ihr Lieblings-Add-on verzichten müssen sollten, wenn es soweit ist.

Wer eigene Add-ons installieren, diese aber nicht auf AMO bereitstellen möchte, oder aber wer ein bestehendes und selbst angepasstes Add-on installieren möchte, der kann sein Add-on ganz einfach automatisiert auf AMO signieren lassen, ohne dass dieses anschließend auf AMO für die Öffentlichkeit zum Download bereitgestellt wird.

Als erstes ist die Anmeldung auf AMO notwendig. Wer dort noch kein Benutzerkonto hat, kann sich hier eines anlegen. Nach dem Login führt der Web über „Werkzeuge“ im Header zum Menüeintrag „Ein neues Add-on hochladen.“

Im nächsten Schritt muss die Entwickler-Vereinbarung akzeptiert werden.

Dann kommt auch schon der entscheidende Schritt: wer sein Add-on nur signieren lassen will, ohne dass es auf der Mozilla-Webseite erscheint und den üblichen Review-Prozess durchläuft, muss an dieser Stelle den Haken bei „Ja, mein Add-on soll über diese Website verteilt werden“ entfernen. Nun wird das Add-on ausgewählt und hochgeladen.

Wichtig, wenn eine bereits bestehende Erweiterung angepasst wird: Jede ID darf nur einmal im System vorkommen. In dem Fall sollte die ID des Add-ons im Installations-Manifest angepasst werden. Im Prinzip ist es vollkommen egal, was da steht, eine solche ID besteht üblicherweise aus einer Bezeichnung im Format einer E-Mail-Adresse – es muss sich dabei nicht tatsächlich um eine E-Mail-Adresse handeln!

Wenn mit der ID alles in Ordnung ist, findet eine automatische Validierung des Add-ons statt, welche das Add-on bestehen muss.

Im nächsten Schritt können der aus dem Add-on ausgelesene Name sowie die Beschreibung geändert werden.

Und schon ist das Signierenlassen des Add-ons fertig und steht zum eigenen Download bereit – andere Nutzer haben keinen Zugriff auf die Datei. Per E-Mail erhält man eine Bestätigung.

Über die Versionsverwaltung kann die Sichtbarkeit des Add-ons auch nachträglich geändert werden.

Das Wichtigste ist aber der Test und die Bestätigung: nach der Installation sehen wir im Add-on Manager, dass das Add-on installiert werden konnte und signiert ist!

Mozilla erweitert Firefox Hello um Kontext und Text-Chat

Mit Firefox Hello besitzt Firefox eine direkt in Firefox integrierte Möglichkeit zur Videotelefonie, seit Version 38.0.5 inklusive Möglichkeit zum Teilen von Bildschirminhalten. Dabei bleibt es nicht, Mozilla arbeitet bereits an der Erweiterung von Firefox Hello um weitere Features wie einen Text-Chat.

Firefox Hello erlaubt die Kommunikation mit anderen Menschen per Sprache und Bild, ohne dass hierfür eine Drittanbieteranwendung wie Skype oder ein zusätzliches Plugin notwendig wäre. Nicht einmal eine Anmeldung ist hierfür notwendig, wobei dies optional möglich ist, womit dann auch eine Kontaktliste zur Verfügung ansteht. Ansonsten wird als Gast einfach nur eine URL mit dem gewünschten Gesprächspartner geteilt. Seit der vor wenigen Tagen veröffentlichten Version 38.0.5 von Firefox kann außerdem der Bildschirminhalt freigegeben werden.

Wer die aktuelle Firefox Developer Edition 40 nutzt, dem fallen möglicherweise zwei neue Features auf: das eine ist eine Integration in das Share-Panel von Firefox. Statt die generierte URL für die Unterhaltung per Knopfdruck in die Zwischenablage zu kopieren oder per E-Mail zu teilen gibt es eine dritte Schaltfläche, über welche sich das Share-Panel öffnet, worüber der Link dann beispielsweise über Facebook, Twitter oder Google Plus geteilt werden kann – je nachdem, welche SocialAPI-Erweiterungen zum Teilen installiert worden sind.

Das zweite neue Feature bezeichnet Mozilla als Kontext. Gemeint ist damit das Thema der Unterhaltung. Während bereits in Firefox 38 eine Gesprächsbezeichnung vergeben werden kann, ist es nun darüber hinaus möglich, noch eine URL sowie einen Kommentar zu ergänzen. Beim Erstellen eines neuen Konversationsraums muss lediglich der entsprechende Haken gesetzt sein, damit die gerade geöffnete Webseite automatisch als Kontext hinzugefügt wird.

Die wohl für viele Nutzer spannendste Neuerung befindet sich noch in früher Entwicklung, kann in einer ersten prototypischen Umsetzung aber schon in einer Nightly-Version von Firefox 41 getestet werden: die Möglichkeit, sich schriftlich zu unterhalten. Hierzu muss über about:config zunächst der Schalter loop.textChat.enabled auf true gesetzt werden. Probiert man den Text-Chat aus, dann fällt schnell auf, dass die Darstellung nur provisorisch ist und noch kein richtiges Design existiert. Aber zumindest funktioniert der Text-Chat bereits.

Ein aktuelles Mockup zeigt, wie das Ganze später aussehen könnte:

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt Neuerungen in der Firefox Developer Edition 40 und Firefox Nightly 41. Diese Neuerungen müssen nicht zwangsläufig Bestandteil der entsprechenden finalen Versionen von Firefox werden. Auch können sich Funktionalität und insbesondere die Optik bis zu einer möglichen finalen Version mit diesen Features ändern. Mockups sind nicht als verbindlich anzusehen.

b2gdroid: Firefox OS als Launcher für Android

b2gdroid ist ein Experiment von Mozilla-Entwickler Fabrice Desré, welches die System-Apps und das Aussehen von Firefox OS auf Android bringt.

Auf den Namen b2gdroid hört ein experimenteller Launcher für Android von Mozilla-Entwickler Fabrice Desré, welcher das Gefühl von Firefox OS auf Android-Smartphones bringt. Die Betonung liegt hierbei auf experimentell, denn die Performance ist derzeit noch mehr schlecht als recht und es werden noch nicht alle APIs unterstützt. Auf jeden Fall ist es ein interessantes Experiment. Durch den Launcher ändert sich nicht nur das Aussehen des Sperrbildschirms und des Homescreens, es bringt auch die System-Apps von Firefox OS auf Android, wie die App zum Telefonieren oder die App zum Schreiben von SMS, oder auch den Browser aus Firefox OS. Natürlich funktionieren auch alle auf dem Gerät installierten Apps nach wie vor, schließlich handelt es sich um einen alternativen Launcher und es arbeitet nach wie vor Android und nicht Firefox OS auf dem Gerät.

Weitere Informationen

Firefox: Wie man die Pocket-Integration – wirklich – deaktiviert

Gestern hat Mozilla Firefox 38.0.5 veröffentlicht. Mit dabei: eine Integration von Pocket. Wer Pocket nicht nutzt oder einfach nur keine Integration in Firefox wünscht, kann Pocket ganz einfach deaktivieren. Leider haben einige Webseiten einen Weg hierzu veröffentlicht, der nicht bei jedem funktioniert. Daher wird dem korrekten Deaktivieren von Pocket an dieser Stelle ein eigener Artikel gewidmet.

Eine der Neuerungen von Firefox 38.0.5 ist eine Integration von Pocket. Wie jedes neue Feature wird natürlich auch dieses Feature nicht von jedem benötigt. Und selbstverständlich findet man im Web bereits mehr als genug Hinweise, wie man die Pocket-Integration abschaltet.

Der häufig beschriebene – aber nicht immer funktionierende – Weg

Der dabei häufig beschriebene Weg ist es, über about:config den Schalter browser.pocket.enabled zu suchen und per Doppelklick auf false zu setzen. Ein Neustart von Firefox ist anschließend notwendig. Dieser Tipp funktioniert auch wunderbar – zumindest in ganz frischen Firefox-Profilen. Ansonsten kann es passieren, dass der Pocket-Button zwar verschwindet, alle anderen Stellen der Integration aber nach wie vor sichtbar und voll funktionsfähig sind.

Wie man Pocket wirklich deaktiviert

Der richtige Weg, um die Pocket-Integration zu deaktivieren, ist noch viel einfacher und wird auch in der Mozilla-Hilfe beschrieben. Dazu ist es nicht einmal notwendig, Kenntnis über einen about:config-Schalter zu besitzen. Einfach einen Rechtsklick auf das Pocket-Symbol in der Symbolleiste machen und „aus Symbolleiste entfernen“ klicken. Dies entfernt nicht nur die Schaltfläche aus der Symbolleiste, sondern deaktiviert gleichzeitig auch alle anderen Stellen der Pocket-Integration. Ein anschließener Neustart von Firefox ist bei dieser Methode auch nicht notwendig.

Mozilla veröffentlicht Sonder-Ausgabe Firefox 38.0.5

Mozilla hat Firefox 38.0.5 veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein außerplanmäßiges Fehlerbehebungsupdate, sondern um eine geplante Sonderveröffentlichung zwischen Firefox 38 und Firefox 39, welche neue Funktionen (aber natürlich auch Fehlerbehebungen) bringt.

Download Mozilla Firefox 38.0.5 für Windows, OS X und Linux

Leseansicht für störungsfreies Lesen

Mozilla führt in Firefox 38.0.5 die sogenannte Leseansicht ein, welche Nutzer der Android-Version von Firefox schon einige Zeit kennen. Per Klick auf das Buch-Symbol in der Adressleiste erscheinen Artikel im Web so aufbereitet, dass sie störungsfrei gelesen werden können. Konkret bedeutet dies eine angenehme Farbgebung, Schriftgestaltung sowie keine störenden Elemente wie Werbung. Im Vordergrund steht der Inhalt des Artikels. Der Nutzer kann durch Anpassungen die Leseansicht konfigurieren und hat dabei die Wahl zwischen einer serifen sowie einer serifenlosen Schriftart, kann das Farbschema ändern (Hell, Dunkel, Sepia) und die Schriftgröße anpassen. Dieses Feature kann über about:config deaktiviert werden (Einstellungsname: reader.parse-on-load.enabled).

Artikel später lesen: Pocket-Integration

Mozilla hat den populären Dienst Pocket, früher bekannt als Read it Later, in Firefox integriert. Per Schaltfläche in der Leseansicht, Schaltfläche in der Hauptsymbolleiste oder Kontextmenüeintrag kann ein Artikel zur Leseliste auf Pocket hinzugefügt werden und steht damit zum späteren Lesen, ebenso von anderen Geräten, zur Verfügung. Auch in Pocket kann die Darstellung konfiguriert werden, die Optionen in der Leseansicht von Firefox sind an die von Pocket angelehnt. Die Anmeldung erfolgt bequem über den Firefox Account. Dieses Feature kann ganz einfach deaktiviert werden, wie in diesem Artikel beschrieben.

Firefox Hello um Teilen von Bildschirminhalten erweitert

Mit Firefox Hello bietet Mozilla eine Möglichkeit zur Videokommunikation in Echtzeit direkt in Firefox an. Mit Firefox 38.0.5 kann dem Gesprächspartner optional entweder die Sicht auf den aktiven Firefox-Tab gewährleistet werden oder eine beliebige andere, auf dem System geöffnete Anwendung. Dieses Feature kann über about:config deaktiviert werden (Einstellungsname: loop.screenshare.enabled).

Fehlerbehebungen

Nach dem Update auf Firefox 38.0 klagten einige Nutzer von Windows 7 mit dem Standard-VGA-Treiber über einen starken Performance-Einbruch. Dieses Problem wurde durch die Deaktiverung von WARP auf den entsprechenden Systemen behoben. Darüber hinaus wurde ein Problem beim Zeichnen der Oberfläche behoben, welches auf manchen Systemen beim Wechseln zwischen Tabs auftreten konnte.

Pinning the Web: Design-Konzept für Firefox OS von Mozilla

Unter dem Titel „Pinning the Web“ hat Mozilla ein Design-Konzept und Prototyp für Firefox OS ausgearbeitet. Die Idee: jede beliebige Webseite und dank strukturierter Daten auch Fotos, Videos, Termine, Kontakte etc. lassen sich mit wenigen Klicks auf dem Homescreen anpinnen. Natürlich sind die angepinnten Inhalte auch darüber hinaus in das System integriert (Suche, Gruppierung im Taskmanager, Browser Startseite).

Da Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte sagen, möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu viele Worte über dieses Konzept verlieren. Erwähnt sei auf jeden Fall, dass es sich bei diesem Design-Konzept nicht nur um ein grafisches Konzept handelt, sondern ein echter Prototyp existiert. Der Quellcode ist selbstverständlich öffentlich einsehbar, Besitzer eines T2Mobile Flame können den Prototyp auf ihrem Gerät installieren, auf die gleiche Weise, wie die meisten Besitzer dieses Geräts vermutlich bereits in der Vergangenheit Firefox OS aktualisiert haben.

Neben den im Folgenden zu sehenden Bildern gibt es das Ganze auch noch in bewegten Bildern (Link zum YouTube-Video) zu berachten.

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