Erstes Major-Update für T2Mobile Flame nicht Firefox OS 1.4, sondern 2.0

Das Flame ist Mozillas Referenz-Smartphone für Firefox OS und wird mit Firefox OS 1.3 ausgeliefert. Das erste Major-Update für Nutzer des Update-Kanals für stabile Versionen wird allerdings nicht Firefox OS 1.4 sein, sondern Firefox OS 2.0.

Das von T2Mobile hergestellte Flame richtet sich primär an Entwickler, ist aber nicht nur für diese interessant. Vertrieben wird dieses vom US-Shop everbuying.com, welcher vor wenigen Tagen kommunizierte, dass sich die Auslieferung der bestellten Geräte aufgrund später Updates von Mozilla für Firefox OS 1.3 ein wenig verspäten wird. Die Auslieferung soll aber noch vor dem 10. Juli beginnen. Ursprünglich war man vom 30. Juni ausgegangen.

Nutzer, welche auf dem Update-Kanal für stabile Versionen bleiben wollen, brauchen allerdings kein Update auf Firefox OS 1.4 zu erwarten. Wie Mozilla mitgeteilt hat, wird Firefox OS 2.0 das erste Major-Update für das Flame sein. Ähnliches kennen wir bereits von den ersten Mozilla-Smartphones: Firefox OS 1.2 wurde von allen Herstellern übersprungen, auf Firefox OS 1.1 folgt(e) Firefox OS 1.3. Unter anderem die Besitzer des Alcatel One Touch Fire warten aktuell noch auf das Update auf Firefox OS 1.3, dieses wurde vom Hersteller aber versprochen und sollte nicht mehr all zu lange auf sich warten lassen. Gründe für das Auslassen von Firefox OS 1.4 im Falle des Flame werden keine genannt, ist in diesem Fall aber auch nicht weiter schlimm, da sich das Gerät primär sowieso an Entwickler richtet und diese vermutlich vorrangig an den Nightly-Versionen interessiert sein werden, welche bald zur Verfügung gestellt werden sollen. Für das Flame wird es verschiedene Update-Kanäle geben. Major-Updates für das Flame sind zwischen Mozilla und Thundersoft, der Software-Sparte von T2Mobile, für mindestens ein Jahr vertraglich garantiert.

Firefox 33 mit verbesserter Sitzungswiederherstellung

Die Sitzungswiederherstellung ist ein wichtiges Feature von Firefox, denn diese gewährleistet, dass wir Firefox mit den Seiten starten können, mit denen Firefox beendet wurde, ganz gleich ob Firefox freiwillig oder unfreiwillig durch einen Absturz beendet wurde. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Sitzungswiederherstellung versagt. In Firefox 33 hat Mozilla die Sitzungswiederherstellung robuster gemacht, um so die Wahrscheinlichkeit von Datenverlusten zu verringern.

Wenn wir Firefox beim Starten die Tabs der letzten Sitzung wieder öffnen lassen, dann zeigt sich dafür die Komponente der Sitzungswiederherstellung verantwortlich, genau wie nach der Installation eines Add-ons und dem dazu unter Umständen notwendigen Browserneustart oder auch, nachdem Firefox abgestürzt ist. Unter bestimmten Umständen kann es allerdings passieren, dass Firefox die Daten der letzten Sitzung nicht lesen kann. Was dann passiert, kann unheimlich ärgerlich sein: Firefox startet mit einem leeren Fenster ohne die zuletzt geöffneten Tabs. Im Normalfall sollte dies nicht passieren, die Möglichkeit besteht aber immer. Darum hat Mozilla die Sitzungswiederherstellung in Firefox 33 überarbeitet und die Wahrscheinlichkeit einer nicht erfolgreichen Sitzungswiederherstellung deutlich verringert.

Was Firefox im Falle einer Sitzungswiederherstellung wiederherstellt, das sind nicht nur die Webseiten an sich, sondern auch deren Status, sprich Formulareingaben, Session-Cookies, Scroll-Position und so weiter. Davon fertigt Firefox alle 15 Sekunden eine Momentaufnahme an, denn wir möchten die Daten ja auch dann wiederhaben, wenn Firefox unfreiwillig beendet worden ist.

Dazu schreibt Firefox den Inhalt der aktuellen Sitzung regelmäßig in die Datei sessionstore-backups/recovery.js. Zunächst wird der vorherige Inhalt dieser Datei in die Datei sessionstore-backups/recovery.bak geschrieben, sofern es sich dabei um eine gültige Datei zur Sitzungswiederherstellung handelt. In den meisten Fällen handelt es sich bei beiden Dateien um gültige Dateien mit einer Momentaufnahme von Firefox, die weniger als 15 Sekunden respektive weniger als 30 Sekunden im Falle der .bak-Datei alt ist. Beim Beenden von Firefox wird die Sitzung in der Datei sessionstore.js gespeichert. Wird Firefox dann wieder gestartet, schreibt Firefox diesen Inhalt nach sessionstore-backups/previous.js. Existiert diese Datei, dann handelt es sich dabei in jedem Fall um eine gültige Datei zur Sitzungswiederherstellung mit dem Status von Firefox beim letzten sauberen Beenden. Beim ersten Starten nach einem Update kopiert Firefox den Inhalt der Datei sessionstore.js, sofern verfügbar und valide, nach sessionstore-backups/upgrade.js-[build-id].

Zusammengefasst noch einmal der Inhalt der Dateien zur Sitzungswiederherstellung:

  • sessionstore.js: Sitzung vor dem letzten sauberen Beenden von Firefox. Nicht nach einem Absturz.
  • sessionstore-backups/recovery.js: Sitzung etwa 15 Sekunden vor dem Beenden oder Absturz von Firefox. Die Datei existiert nicht nach einem sauberen Beenden, wenn die Privatsphäre-Einstellungen von Firefox ein Löschen der Chronik beim Beenden vorsehen.
  • sessionstore-backups/recovery.bak: Sitzung etwa 30 Sekunden vor dem Beenden oder Absturz von Firefox. Die Datei existiert nicht nach einem sauberen Beenden, wenn die Privatsphäre-Einstellungen von Firefox ein Löschen der Chronik beim Beenden vorsehen.
  • sessionstore-backups/previous.js:  Sitzung vor dem vorletzten sauberen Beenden von Firefox.
  • sessionstore-backups/upgrade.js-[build-id]: Sitzung nach dem letzten Firefox-Update.

Bei der Wiederherstellung einer Sitzung geht Firefox nun wie folgt vor:

  • In den meisten Fällen existiert eine gültige Datei sessionstore.js, welche Firefox wiederherstellt.
  • Existiert diese Datei nicht oder ist diese nicht gültig, versucht Firefox die Datei sessionstore-backups/recovery.js.
  • Existiert diese Datei nicht oder ist diese nicht gültig, versucht Firefox die Datei sessionstore-backups/recovery.bak.
  • Existiert diese Datei nicht oder ist diese nicht gültig, versucht Firefox die Datei sessionstore-backups/previous.js.
  • Existiert diese Datei nicht oder ist diese nicht gültig, versucht Firefox die Datei sessionstore-backups/upgrade.js-[build-id].

via: Ghacks

In eigener Sache: 1000 Beiträge und ein Ausblick

In eigener Sache: Diese Zeilen sind nicht irgendwelche Zeilen, es sind die Zeilen des tausendsten Artikels auf dieser Webseite. Dieser Artikel soll einen kleinen Ausblick auf die Dinge geben, welche kommen werden.

Seit ganz knapp über vier Jahren ist dieser Blog nun online und informiert seit dem vorrangig über die neusten Dinge aus der Welt rund um Mozilla. Seit dem ist der Blog gewachsen, nicht nur die Anzahl der Artikel hat zugenommen, sondern auch die Reichweite. Doch heute ist morgen schon gestern und in diesem Sinne möchte ich mich an dieser Stelle gar nicht lange mit der Gegenwart aufhalten, außer allen Lesern zu danken, welche diesen Blog bereits seit der Geburtsstunde verfolgen, aber auch denjenigen, welche diesen Blog erst kürzlich entdeckt und beschlossen haben, hier noch das eine oder andere Mal mehr vorbeizuschauen. Denn eines ist auch klar: Ohne Leser würde es diesen Blog nicht geben. Ich bedanke mich ganz speziell bei denen, welche nicht nur Inhalte konsumieren, sondern diese Webseite auch anderen weiterempfehlen.

Doch was erwartet den treuen Leser im restlichen Jahr 2014, abgesehen von weiterhin vielen Artikeln über Mozilla? Ich höre meinen Lesern sehr aufmerksam zu und nehme das Feedback ernst. Es gibt ganz speziell zwei Dinge, welche häufiger genannt werden. Dies betrifft zum einen die wohl ausführlichsten Artikel zu neuen Firefox-Versionen, die es im deutschsprachigen Raum, wahrscheinlich sogar weit darüber hinaus gegeben hat. Diese waren zwischen Firefox 6 und Firefox 23 fester Bestandteil des Inventars dieser Webseite und sehr beliebt. Diese Serie – in der Regel bereits mit der ersten Aurora-Version einer neuen Firefox-Version erschienen – musste leider mit Firefox 24 eingestellt werden. Ebenfalls beliebt war der Release-Kalender, welcher einem einen schönen Überblick über kommende Erscheinungstermine von Firefox und Thunderbird gegeben hat. Dieser wird seit geraumer Zeit leider nicht mehr gepflegt, was eine direkte Konsequenz aus der Einstellung der Aurora-Release-Artikel war.

Beide Dinge werden definitiv wiederkommen. Ohne an dieser Stelle einen Termin zu nennen, kann ich nun mit Sicherheit sagen, dass es beides wieder geben wird. Die Vorbereitung der Release-Artikel läuft bereits seit einigen Wochen wieder, bezüglich des Release-Kalenders sind zunächst noch ein paar technische Details zu klären, aber es ist wahrscheinlich, dass beide Dinge in etwa zeitgleich neu starten werden. Noch nicht sicher ist, ob die Release-Artikel wie ursprünglich mit Eintritt in die Auroraphase oder erst mit der ersten Beta- oder gar finalen Version erscheinen werden.

Doch nicht nur inhaltlich gibt es große Pläne. Seit zwei Jahren geplant und immer wieder verschoben wird es definitiv in diesem Jahr soweit sein und die Webseite in einem neuen Design erstrahlen. Die Vorbereitungsphase hierfür hat ebenfalls bereits begonnen. Ohne an dieser Stelle bereits zu viel zu verraten, sei gesagt, dass der Schwerpunkt vor allem auf einer verbesserten Performance (das derzeitige Design ist etwas schwergewichtig) und einer besseren Lesbarkeit auf Mobilgeräten liegt. Darüber hinaus befinde ich mich in der Planungsphase, wie sich ein Mehrwert für treue Unterstützer dieses Projekts realisieren lässt, mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Die nächste sichtbare Neuerung wird zunächst einmal etwas anderes sein: Bereits in Kürze wird ein neues Nebenprojekt starten, welches das Ziel hat, die Spezifikationen aller auf dem Markt erhältlichen Smartphones und Tablets mit Firefox OS zu sammeln, und es einfach machen soll, die Geräte miteinander zu vergleichen. Hierfür werden übrigens noch Datenscouts gesucht, die sich bereit erklären, Daten im Internet zu suchen und mit den Daten der Beta-Webseite zu vergleichen, bevor die Webseite dann für alle an den Start geht.

Abschließend bleibt es mir nur noch, auf die Sozialen Kanäle dieser Webseite hinzuweisen. Wer diesen noch nicht folgt, sollte dies schleunigst nachholen und so nicht nur keine neuen Blog-Artikel verpassen, sondern damit auch Sonderinhalte genießen, welche es nicht auf den Blog schaffen.

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Firefox OS: ZTE Open C ab morgen in Österreich zu kaufen

Firefox OS kommt in Österreich an! Ab morgen verkauft Hartlauer das ZTE Open C mit Firefox OS 1.3 in Österreich zu einem Preis von rund 100 Euro.

Das ZTE Open C kann ab morgen, 26. Juni 2014, für einen Preis von 99,95 Euro bei Hartlauer in Österreich erworben werden. Beim ZTE Open C handelt es sich um ein Smartphone mit 4 Zoll Bildschirmdiagonale und WVGA-Auflösung (480 × 800 Pixel). Als Prozessor kommt eine Qualcomm Snapdragon 200 Dual Core CPU (Modell 8610) mit 1,2 GHz Taktfrequenz und Adreno 302 GPU zum Einsatz. Das Gerät besitzt 512 MB RAM, 4 GB internen Speicher und kann via MicroSD-Karte um bis zu 32 weitere GB Speicherkapazität erweitert werden. Die Auflösung der Kamera beträgt 3 Megapixel, die Kapazität des Akkus 1.400 mAh. Firefox OS ist in Version 1.3 installiert.

Firefox 33: Neuer CSS-Farbcode Rebeccapurple

Mozilla integriert in Firefox 33 einen neuen CSS-Farbcode. Eine Änderung, welche unter normalen Umständen keinen Artikel rechtfertigt, doch in diesem Fall ist es anders: Rebeccapurple heißt der CSS-Farbcode, welcher für die Lieblingsfarbe der nur sechs Jahre alt gewordenen Rebecca Alison Meyer steht, um welche die Netzgemeinde trauert.

Eric A. Meyer, ein bekannter Webdesign-Berater und Autor von Büchern über Cascading Style Sheets (CSS) trauert um seine Tochter Rebecca. Diese war am 7. Juni – dem Tag ihres sechsten Geburtstages – den Folgen eines bösartigen Gehirntumors erlegen. Eric Meyer dokumentierte die Tragödie über die Monate im Internet und hat viel Mitgefühl von der Netzgemeinde erhalten. In Gedenken an Rebecca erfand er die Farbe Beccapurple, hexadezimal #663399 – Lila war die Lieblingsfarbe seiner Tochter. Im Sozialen Internet verbreitete sich nach dem Tod von Rebecca sehr schnell der Hashtag #663399Becca, viele Nutzer änderten aus Anteilnahme auch ihr Profilbild in diese Farbe. Das World Wide Web Consortium (W3C) hat diese Farbe nun sogar in das CSS-Color-Modules Level 4 aufgenommen, mit einer kleinen Abweichung: Beccapurple heißt nun Rebeccapurple, darum hatte Eric Meyer gebeten. Wenige Wochen vor ihrem Tod hätte Rebecca ihre Eltern informiert, dass sie mit sechs Jahren ein großes Mädchen sei und nicht länger mit ihrem Babynamen Becca gerufen werden wolle; sie wollte Rebecca genannt werden, wenn sie sechs Jahre alt ist – und für beinahe zwölf Stunden war sie sechs Jahre alt.

Mozilla hat den CSS-Farbcode rebeccapurple nun in Firefox integriert, welcher ab heute in den Nightly-Versionen von Firefox 33 verwendet werden kann. Auch Webkit hat diesen Farbcode bereits implementiert, Microsoft hat die Unterstützung zugesagt, für Google existiert zumindest ein Ticket. Rebeccapurple ist die 141. Farbe, welche einen Farbnamen im CSS-Standard definiert hat.

Mozilla entwickelt Kommentar-Plattform mit New York Times und Washington Post

Mozilla, die New York Times und die Washington Post haben ihre Zusammenarbeit angekündigt, um gemeinsam eine Kommentar-Plattform zu entwickeln. Gefördert wird das Projekt von der Knight Foundation.

Die beiden US-amerikanischen Zeitungen New York Times und Washington Post haben gemeinsam mit Mozilla angekündigt, eine neuartige Kommentar-Plattform entwickeln zu wollen. Das Open Source-System soll dann aber auch anderen Plattformen kostenlos zur Verfügung stehen. Am Projekt sind über ein Dutzend Mitglieder beteiligt, die Entwicklungsdauer soll zwei Jahre betragen. Die Knight Foundation unterstützt das Projekt mit 3,89 Millionen Dollar im Rahmen der Knight-Mozilla OpenNews-Inititative. Bei der Knight Foundation handelt es sich um eine Stiftung, welche Projekte fördert, die dem Journalismus zu mehr Qualität verhelfen und Medien-Innovationen voranbringen. Außerdem setzt sich die Stiftung weltweit für die Rechte von Journalisten ein. Das OpenNews-Projekt wurde 2010 von Mozilla ins Leben gerufen und wird seit 2011 von der Knight Foundation unterstützt. Vor wenigen Monaten wurde die Zusammenarbeit zwischen Mozilla und der Knight Foundation für weitere drei Jahre bekannt gegeben.

Leser sollen sich stärker als bisher an den Konversationen beteiligen. Dies soll unter anderem dadurch geschehen, dass Leser nicht nur klassische Kommentare in reiner Textform abgeben können, sondern auch Bilder, Links und andere Medien einbinden können, Leser sollen zudem Diskussionen verfolgen sowie die eigenen Beteiligungen und Online-Identitäten verwalten können. Für die Anbieter von Inhalten könnte dies bei gelungener Umsetzung von großem Vorteil sein, da Leser tendenziell mehr Zeit auf Webseiten verbringen, auf welchen sie sich aktiv beteiligen können, was nicht nur zu mehr Einnahmen der jeweiligen News-Plattform, sondern wiederum auch zu einem inhaltlichen Mehrwert führen kann. Kommentatoren sollen anhand bisheriger Beiträge kategorisiert und eingereiht werden. Eine solche Funktion würde sogenannte Trolle zwar nicht eliminieren, könne aber den Antrieb, die lauteste Stimme zu sein, verringern, so die Washington Post. Die relevantesten und sachdienlichsten Kommentare sollen durch die Software erkannt und hervorgehoben werden, was es unter anderem einfacher für Journalisten machen soll, direkt mit den Kommentatoren zu interagieren. 

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Knight-Mozilla: Bewerbungsphase für OpenNews Fellowship 2015 startet

Apache Cordova mit neuen Features für Firefox OS App-Entwicklung

Apache Cordova ist ein Framework, welches es erlaubt, Apps für verschiedene Systeme wie Android oder iOS zu entwickeln, ohne für jedes dieser Systeme eigene native Apps programmieren zu müssen. Mozillas Firefox OS wird seit Version 3.4 unterstützt, Version 3.5 bringt weitere Verbesserungen.

Wer mobile Applikationen für verschiedene Endsysteme programmieren möchte, für den ist Apache Cordova (oder Adobe PhoneGap) eine Option. Mittels dieses Frameworks lassen sich Apps in HTML5 / CSS / JavaScript programmieren, welche das Framework dann in native Apps kompiliert. Dadurch muss der Entwickler nicht für Android in Java programmieren, für iOS in Objective C und für wieder ein anderes System in einer anderen Programmiersprache. Dennoch kann der Entwickler über entsprechende APIs auf die Hardware und System-Features zugreifen, womit Cordova-Apps keine reinen Web-Apps, sondern so etwas wie Hybrid-Apps sind. So lässt sich mit Cordova auch die Kamera des Smartphones nutzen oder auf die Kontakte zugreifen.

Bislang mussten Entwickler manuell die Datei manifest.webapp bearbeiten, um notwendige Berechtigungen oder andere App-Informationen hinzuzufügen. Ab Version 3.5 aktualisiert Cordova die Manifest-Datei auf Grundlage der config.xml-Datei, wenn cordova prepare ausgeführt wird. Ein Ausführen von cordova build oder cordova compile erstellt in der neuen Version eine ZIP-Datei der App unter platform/firefoxos/build.

Auch aktualisierte Plugins sind am Start. Die folgenden Plugins unterstützen ab sofort auch Firefox OS: Battery Status, File, In app browser sowie Network information. Die beiden Plugins Geolocation und Contacts haben Updates erhalten, welche auch Firefox OS betreffen. Notification, Compass, Accelerometer und Camera sind die weiteren Plugins, welche seit Cordova 3.4 auch Firefox OS unterstützen.

Was kommt als Nächstes?

Mozilla arbeitet derzeit daran, das Debugging von Cordova-Apps mit dem neuen Firefox App Manager zu integrieren. Informationen zum neuen App Manager gibt es hier, eine Vorschau auf die Integration gibt das am Ende des Artikels eingefügte Kurzvideo. Des Weiteren arbeitet man daran, Standard-Icons beim Erstellen neuer Apps anzulegen, welche als Platzhalter fungieren und einfach ausgetauscht werden können.

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Offene Chromecast-Alternative mit Firefox OS kommt

Googles Streaming-Media-Adapter Chromecast erfreut sich großer Beliebtheit. Nun soll bald eine Alternative mit Firefox OS auf den Markt kommen, ohne all die Einschränkungen der Google-Lösung, aber kompatibel mit den Chromecast-Apps.

Auf Smartphones, Tablets und Einplatinenrechner hat Firefox OS bereits den Weg gefunden, ein SmartTV mit Firefox OS ist auch schon angekündigt. Nun kommt eine weitere Produktkategorie hinzu: Streaming-Media-Adapter. Mozilla-Evangelist Christian Heilmann hat den Prototyp eines solchen Sticks erstmals via Twitter der Öffentlichkeit gezeigt. Kurz darauf hat Gigaom darüber berichtet, deren Autor Janko Roettgers sich bereits länger mit dem Projekt befasst.

Hersteller, Name des Produkts, Preis, Zielmarkt, Erscheinungsdatum, all das ist noch nicht bekannt. Wobei zumindest nicht davon auszugehen ist, dass der Preis wesentlich höher liegen wird als der eines Google Chromecast. Die Alternative mit Firefox OS soll aber offener sein als Chromecast, zum einen soll es weder die Content-Einschränkungen von Google geben, im Gegensatz zu Chromecast wird die Firefox OS-Lösung nicht auf Android, iOS und Chrome-Apps beschränkt sein, zudem soll der Bootloader offen sein. Ein weiterer großer Bonuspunkt könnte die Kompatibilität sein: zwar trifft dies nach aktuellem Stand noch nicht auf alle zu, aber der Stick ist bereits mit einigen Chromecast-Apps kompatibel. Da wir bislang noch von einem Prototyp sprechen, könnte sich die Kompatibilität im finalen Produkt weiter verbessert haben.

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Mozilla announces a partnership with The New York Times, The Washington Post and Knight Foundation for a new online community platform.

Mozilla is proud to announce a new partnership with The New York Times and The Washington Post, funded by $3.89 million from the John S. and James L. Knight Foundation, to build a new, open-source content and commenting platform. The … Continue reading

Telemetrie ab sofort standardmäßig in Firefox Beta aktiviert

Firefox besitzt mit dem Telemetrie-Feature eine Mess-Infrastruktur, um diverse Leistungsdaten von Firefox anonym an die Mozilla-Server zu übertragen. Ab sofort ist Telemetrie in den Betaversionen standardmäßig aktiviert.

Telemetrie liefert Mozilla wichtige Erkenntnisse zur Nutzung des Browsers, um diesen zu verbessern. Für Nutzer der Nightly- sowie Aurora-Versionen von Firefox war Telemetrie bereits standardmäßig aktiviert, Gleiches trifft nun auch für Nutzer der Beta-Versionen zu. In den finalen Versionen wird Telemetrie auch weiterhin standardmäßig nicht aktiviert sein. Aktiviert kann Telemetrie über Einstellungen → Erweitert → Datenübermittlung werden.  Grundsätzlich sollte jeder Nutzer Telemetrie aktivieren beziehungsweise bei der Nutzung von Vorabversionen aktiviert lassen, da es nur im eigenen Interesse sein kann, dass das eigene System und Nutzungsverhalten bei der Entwicklung berücksichtigt wird.

Die Änderung betrifft sowohl den Desktop- als auch den Android-Browser von Mozilla und wird damit begründet, dass die Nutzer der Betaversionen deutlich repräsentativer in Bezug auf die finalen Versionen sind und dies Mozilla ermöglicht, bessere Voraussagen darüber zu treffen, wie sich eine Änderung für die Nutzer der finalen Versionen auswirken wird, als das bei den Nightly- und Aurora-Nutzern der Fall ist.

Nutzer, welche ihre Entscheidung für oder gegen Telemetrie davon abhängig machen wollen, welche Daten überhaupt an Mozilla übertragen werden, können about:telemetry in die Adressleiste von Firefox eingeben und sich diese ansehen. Die aggregierten Daten aller Nutzer lassen sich online über telemetry.mozilla.org betrachten und analysieren.

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