Firefox Roadmap Q2 2013

In einer neuen offenen Artikelserie möchte ich zu Beginn eines jeden neuen Quartals einen Ausblick geben, an welchen Projekte Mozilla in Bezug auf Firefox in den jeweils folgenden drei Monaten priorisiert arbeitet.

Zunächst soll an dieser Stelle klargestellt werden, dass es sich hierbei um grobe Planungen handelt, an welchen man in diesem Zeitraum arbeiten möchte. Eine Auslieferung der hier besprochenen Features in einer finalen Firefox-Version kann grundsätzlich erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, ebenso gibt es keine Garantie dafür, dass an jedem der geplanten Neuerungen in diesem Quartal gearbeitet wird. Naturgemäß werden nur selten alle Ziele erreicht, was nicht automatisch einschließt, dass diese auf das nächste Quartal verschoben werden. Und natürlich wird es noch viele andere Neuerungen geben.

Search Hijacking

Große Priorität legt Mozilla derzeit auf das Thema Search Hijacking. Hier geht es darum, dass immer mehr Drittanwendungen die Suchmaschine für Adressleistensuchen ohne das Wissen des Benutzers verändern und dieser oftmals nicht weiß, wie er diese wieder zurückstellt. Mit Firefox 20 wird Mozilla in einem solchen Fall bereits das Zurücksetzen anbieten, aber Mozilla wird noch weiter gehen und die Möglichkeit entfernen, den Suchanbieter für Adressleistensuchen über den keyword.URL-Schalter zu verändern. Gleichzeitig möchte man die Auswahl der Suchmaschine generell vereinfachen. So soll es nur noch eine Einstellung für die Adressleistensuche, das Suchfeld, die Suche über das Kontextmenü sowie die Suche über die Startseite geben, welche einmal umgestellt alle die selbe Suchmaschine verwenden.

Australis

Bekanntermaßen arbeitet Mozilla mit Australis an einem moderneren Erscheinungsbild für Firefox. Hier möchte man sich im zweiten Quartal auf vier Dinge konzentrieren, welche in den Hauptentwicklungszweig integriert werden und somit rechtzeitig für Firefox 24 (und damit auch den nächsten ESR-Release) landen sollen. Zunächst sind dies die runderen Tabs, welche bereits in den sogenannten UX-Builds getestet werden können. Weiter sollen es das neue anpassbare Firefox-Menü sowie dazu passend der neue Dialog zum Anpassen der Benutzeroberfläche werden, welcher es erstmals auch erlaubt, das Hauptmenü anzupassen. Der Fortschritt dieser beiden Dinge kann übrigens in den Jamun-Builds von Firefox aktiv verfolgt und getestet werden. Der letzte und eigentlich erste Punkt, da er bereits für Firefox 23 angestrebt wird, ist der neue Stern zum Setzen von Lesezeichen, welcher außerhalb von der Adressleiste wandern soll.

Firefox zurücksetzen

Das Zurücksetzen des Firefox-Profils wirkt bei vielen Problemen mit dem Browser Wunder. Das weiß auch Mozilla und bietet daher seit geraumer Zeit über Hilfe > Informationen zur Fehlerbehebung eine einfache Möglichkeit, das Profil zurückzusetzen. Dieses Feature möchte man weiter verbessern und besser hervorheben. Wie die Verbesserungen letztlich aussehen werden, welche man im kommenden Quartal in Angriff nehmen wird, ist nicht klar. Der dazugehörige Meta-Bug zeigt aber einige denkbare Verbesserungen.

So wäre eine Idee, dem Nutzer ein Zurücksetzen des Profils vorzuschlagen, wenn das Profil bereits seit längerer Zeit nicht mehr benutzt worden, zum Beispiel weil der Nutzer zwischenzeitlich zu einem anderen Browser gewechselt war. Da es einige Nutzer gibt, welche sich eine Lösung ihrer Probleme durch eine Neuinstallation von Firefox erhoffen, was nur selten hilft, weil Probleme meistens im Profil begraben liegen, sieht eine weitere Idee vor, bei Neuinstallation der selben Firefox-Version optional ein Reparieren von Firefox und damit ein Zurücksetzen des Profils anzubieten. Weiter wird vorgeschlagen, dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, Firefox zurückzusetzen, ohne die bestehenden Daten zu migrieren, falls ein Benutzer ein wirklich frisches Profil ohne irgendwelche Altlasten wünscht. Schließlich finden sich noch Ideen wie das optionale Rückgängigmachen des Zurücksetzens, falls nicht der gewünschte Erfolg erzielt werden konnte, oder dass sich Firefox vor dem Zurücksetzen die aktuell geöffneten Tabs merkt und diese hinterher wiederherstellt.

Seitenspezifische Berechtigungen einstellen

Seitenspezifische Berechtigungen können über den Seiteninformationsdialog einer Webseite oder about:permissions eingestellt werden. Dies soll zukünftig auch direkt über das Identitäts-Panel in der Adressleiste erledigt werden können, wie ein schon etwas älteres Mockup zeigt.

Entwickler-Werkzeuge

Bei den Entwickler-Werkzeugen möchte man unter anderem die Remote-Unterstützung für den Inspektor fertigstellen sowie das JavaScript Scratchpad remote-fähig machen und mit dem Debugger integrieren. Ein Teil der Entwickler-Werkzeuge lässt sich bereits Remote nutzen, was bedeutet, dass diese Werkzeuge am Desktop-Computer für die Entwicklung an Firefox Mobile auf Android oder Firefox OS benutzt werden können. Weiter wird ein FPS-Monitor genannt, um die Framerate (z.B. von Browsergames) im Browser zu messen. Außerdem möchte man damit beginnen, ein Tool zum Entwickeln von Anwendungen im Browser zu planen, wie in diesem Artikel im Abschnitt Firefox als Editor zu lesen ist.

Firefox Metro für Windows 8

Für die Metro-Version von Firefox für Windows 8 möchte man den Startbildschirm / “Awesome-Screen” in diesem Quartal Feature-komplett haben. Außerdem soll die Metro-Version dann in den Aurora-Zweig kommen. Bislang gibt es die angepasste Firefox-Version für die Modern UI-Oberfläche von Windows 8 ausschließlich in den Nightly Builds.

Add-on SDK

Für Erweiterungen, welche auf Grundlage des Add-on SDKs erstellt werden, möchte Mozilla in diesem Quartal den Fokus auf die User Experience legen. So sollen Erweiterungen ihre Symbole in Zukunft standardmäßig nicht mehr in der Add-on-Leiste, sondern in der Hauptsymbolleiste ablegen. Außerdem arbeitet man an einem Places API für den Umgang mit Chronik und Lesezeichen.

Android: Verschiedene Modus für verschiedene Szenarien

Mozilla nennt hier verschiedene Dinge, welche in Zusammenhang mit dem Profil stehen. So soll es wie schon in der Desktop-Version die Möglichkeit geben, das Profil zurückzusetzen. Aber es werden auch drei neue Modus genannt: Ein Gastmodus, bei welchem ein temporäres Profil benutzt wird, ein Kindermodus mit strenger elterlicher Kontrolle sowie ein Senior-Modus, einem Profil mit weniger Optionen und mit besonderem Bedienkomfort.

Android: Verbesserter Lesemodus

Firefox Mobile für Android besitzt seit Version 16 einen Lesemodus. In diesem werden Artikel einer Webseite optisch so aufbereitet, dass sie besonders angenehm zu lesen sind. Diesen möchte man weiter verbessern. So soll es hier einen Nachtmodus mit Umgebungslichtbasierendem Hintergrund geben, man soll zwischen Schrift mit und ohne Serifen auswählen können, man soll vom Startbildschirm aus Seiten im Lesemodus öffnen können, außerdem Seiten von externen Anwendungen wie Twitter in die Leseliste hinzufügen können. Weiter möchte man sich mit der Technologie befassen, um das Geschriebene in Gesprochenes umzuwandeln und sich außerdem mit dem Design einer möglichen Unterstützung für sogenannte Twitter Cards in der Leseliste befassen.

Android: Sonstiges

Die Android-Version von Firefox soll eine Gamepad-Unterstützung erhalten, was unter anderem relevant für die OUYA-Konsole sein dürfte. Außerdem möchte man auch TV-Layouts unterstützen. Dazu sind noch diverse Optimierungen geplant, welche die Bedienung im Allgemeinen vereinfachen sollen, wie eine verbesserte Einstellungs-Oberfläche, eine verbesserte Sitzungswiederherstellung, eine Hostnamen-Autovervollständigung, wie man sie bereits von der Desktop-Version kennt, und Tastaturkurzbefehle.

 

 

 

Mozilla und Epic Games haben Unreal Engine 3 für das Web portiert

Der Browser als Spieleplattform, bald vielleicht schon Realität. Zusammen mit Epic Games hat Mozilla nun die Unreal Engine 3 für das Web portiert. Man arbeite außerdem unter anderem mit Electronic Arts und Disney zusammen, um deren Top-Titel für das Web zu optimieren.

Mozilla und Epic Games haben die Unreal Engine 3 für das Web portiert und das innerhalb von nur vier Tagen. Dabei hat man auf Emscripten und asm.js gesetzt. Letzteres soll JavaScript deutlich schneller machen; so soll in etwa die halbe Geschwindigkeit nativ entwickelter Anwendungen erreicht werden – was für JavaScript beeindruckend ist. Das Projekt beweist: Flüssige 3D-Spiele im Browser sind möglich. Browser-Plugins werden hierfür nicht benötigt.

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Firefox 22 mit asm.js-Unterstützung

Mozilla hat in der aktuellen Entwicklerversion von Firefox 22 mit OdinMonkey ein Optimierungsmodul für asm.js implementiert. Da es sich bei asm.js um ein Subset von JavaScript handelt, funktionieren entsprechende Anwendungen auch in allen anderen Browsern, nur eben deutlich langsamer als in Firefox 22 oder höher.

Partnerschaften mit Electronic Arts und Disney

Mozilla hat außerdem bekanntgegeben, bereits mit weiteren Spielepublishern wie Electronic Arts, Disney und ZeptoLab zusammenzuarbeiten, um mit der selben Technologie optimierte Versionen derer Top-Titel zu bringen.

Add-on erweitert Firefox um Privaten Modus auf Tab-Basis

Mozilla erweitert seinen Browser um einen Privaten Modus auf Fenster-Basis. Wem das noch nicht genug ist, der kann Firefox mittels Add-on nun auch um Private Tabs erweitern.

Firefox 20 steht derzeit als Betaversion zur Verfügung und wird voraussichtlich am 02. April in der finalen Ausgabe erscheinen. Mit dieser neuen Version verabschiedet sich Mozilla vom globalen Privaten Modus und ersetzt diesen durch einen neuen Privaten Modus auf Fenster-Basis.

Bei diesem häufig scherzhaft auch als Porno-Modus bezeichneten Modus werden keine Chronik oder sonstige private Daten beim Surfen auf der Festplatte gespeichert. Bislang konnte Firefox nur ganz oder gar nicht in diesem Modus sein, der parallele Betrieb verschiedener privater wie nicht privater Fenster ist dann ab Firefox 20 möglich.

Mozilla hat sich bei der Umsetzung des neuen Privaten Modus ganz bewusst dafür entschieden, den Privaten Modus auf Fenster- und nicht auf Tab-Basis umzusetzen. Allerdings hat man Entwicklern genuso bewusst die Möglichkeit offengelassen, Firefox dahingehend zu erweitern. Und so gibt es mit Private Tab nun noch vor Veröffentlichung von Firefox 20 eine erste Erweiterung, welche Private Tabs in Firefox einführt. Voraussetzung hierfür ist allerdings auch mindestens Firefox 20, so dass Interessierte sich noch ein paar Tage gedulden oder die Betaversion von Firefox nutzen müssen.

In einem kurzen Test erwies sich als besonders nett die Möglichkeit, einen bereits geöffneten Tab in einen privaten Tab zu verwandeln. In der Beta-Version von Firefox 20 funktioniert die Erweiterung ohne auffällige Probleme, anders sieht das in einer aktuellen Nightly-Version unter Mac OS X aus, aber um die Erweiterung fit für Firefox 22 zu machen, hat der Entwickler ja noch ein wenig Zeit.

via: ghacks.net

Neuerungen Mozilla Firefox 21 (Aurora)

Dieser Artikel fasst die nennenswertesten Neuerungen von Firefox 21 zusammen, welcher derzeit als Aurora-Version erhältlich ist.

Firefox Health Report (FHR) – Leistungsdaten-Erhebung & später Tipps zur Problembehebung

Mozilla integriert mit Firefox 21 neben dem schon bestehenden Telemetrie-Feature ein weiteres Feature zur Erhebung von Leistungsdaten in Firefox. Beim sogenannten Firefox Health Report (FHR) werden Daten zur Computer-Konfiguration, individuellen Anpassung durch Erweiterungen, Performance sowie zum Firefox-Profil und zur Firefox-Nutzung erfasst, wie das Alter des Benutzerprofils, die Länge der Browsersitzung, die Anzahl der Abstürze oder auch die Anzahl der Seiten in der Chronik. Das Senden der Daten an Mozilla ist optional und standardmäßig aktiviert. Diese Daten sollen Mozilla helfen, auftretende Probleme besser zu verstehen und schneller zu beheben und letzten Endes einen besseren sowie schnelleren Browser zu entwickeln. Die in diesem Zusammenhang ermittelten Daten können jederzeit über about:healthreport oder über Hilfe > Firefox Statusbericht eingesehen werden.

In späteren Versionen von Firefox sollen die Daten für den Benutzer visuell ansprechend aufbereitet und dem Nutzer Tipps zur Behebung von möglichen Problemen gegeben werden, wie wenn der Browser häufiger als normal abstürzt oder überdurchschnittlich langsam ist. Das folgende Mockup zeigt, wohin sich FHR entwickeln soll.

Firefox misst Startzeiten und gibt Tipps, wenn Firefox langsam startet

Firefox merkt sich die fünf letzten Startzeiten. Ist die durchschnittliche Startzeit größer als ein vordefinierter Wert, zeigt Firefox am unteren Fensterrand eine Hinweisleiste an, welche darauf aufmerksam macht, dass der Start überdurchschnittlich lange gedauert hat. Hierüber gelangt man auf einen Hilfeartikel von Mozilla, welcher Tipps zur Verbesserung der Startzeit von Firefox gibt. Über die about:config-Schalter browser.slowStartup.* kann dieses Feature konfiguriert werden.

Genauere Do-not-Track-Einstellung

Bei Do-not-Track (DNT) handelt es sich um ein HTTP-Headerfeld, welches Webseiten signalisieren soll, ob der Benutzer zu Werbe- oder Analyse-Zwecken verfolgt werden möchte oder nicht. Auch wenn es sich bei DNT nur um einen Wunsch und damit um eine nicht verbindliche Empfehlung für Webseitenbetreiber handelt, gibt dies dem Benutzer doch zumindest für manche Webseiten ein wenig Kontrolle über die eigene Privatsphäre.

Eigentlich kennt DNT dabei drei Status: Der Benutzer möchte getrackt werden, Der Benutzer möchte nicht getrackt werden oder Der Benutzer hat keine Entscheidung darüber getroffen. Firefox unterstützt DNT bereits seit Version 4.0, bietet hier dem Benutzer via Checkbox in den Einstellungen allerdings nur zwei Möglichkeiten, nämlich Der Benutzer möchte nicht getrackt werden oder Der Benutzer hat keine Entscheidung darüber getroffen. Ab Firefox 21 kann der Benutzer zwischen allen drei Status wählen, außerdem gelangt er über den Einstellungsdialog zu einer Webseite von Mozilla, welche DNT genauer erklärt.

Mixed Content Blocker – Unsichere Elemente auf sicheren Seiten blockieren

Seit Firefox 18 ist es möglich, über HTTP geladene Komponenten einer Webseite auf einer über HTTPS aufgerufenen Seite, was auch als Mixed Content bezeichnet wird, zu blockieren. Hierfür muss über about:config der Schalter security.mixed_content.block_active_content auf true gesetzt werden. Mit Firefox 21 verbessert Mozilla dieses Feature und zeigt in einem solchen Fall nun ein Icon in der Adressleiste ein. Über dieses kann der Benutzer die unsicheren Elemente weiter blockieren, die Elemente einmalig gestatten oder den Schutz auf der entsprechenden Webseite generell deaktivieren. Außerdem gelangt der Benutzer hierüber zu einem Hilfe-Artikel von Mozilla, welcher den Sicherheits-Aspekt von Mixed Content beleuchtet (derzeit noch nicht vorhanden).

Standards: H.264-, MP3-, AAC-Unterstützung standardmäßig aktiviert

WebRTC ist derzeit in aller Munde. Dabei handelt es sich um eine Webtechnologie, welche Echtzeitkommunikation zwischen verschiedenen Clients beispielsweise in Form von Videotelefonie oder File-Sharing erlauben soll – plattformübergreifend und vollkommen ohne Plugin. Derzeit arbeiten die verschiedenen Browserhersteller intensiv daran, ihre Browser um WebRTC-Fähigkeiten zu erweitern, natürlich auch Mozilla. Bislang musste WebRTC via about:config erst durch den Benutzer aktiviert werden, ab Firefox 21 ist WebRTC standardmäßig aktiviert. Fragt eine Webseite sowohl die Kamera als auch das Mikrofon an, gibt es im daraufhin erscheinenden Berechtigungsdialog nun außerdem Optionen für Kein Video sowie Kein Audio.

Update 06.04.2013: WebRTC wird in der finalen Ausgabe von Firefox 21 noch nicht standardmäßig aktiviert sein.

Nutzer von Windows 7 oder höher freuen sich über die Unterstützung von H.264, MP3 sowie AAC in HTML5 - und -Tags ganz ohne Plugin. Auch hierfür muss ab sofort kein Schalter mehr über about:config umgelegt werden. Nutzer älterer Windows-Versionen und anderer Betriebssysteme müssen hierauf noch ein bisschen länger warten.

Auch ansonsten wurde die Unterstützung von Webstandards in Firefox verbessert. So unterstützt Firefox einen ersten Teil des Web Audio API, wofür über about:config allerdings noch ein Schalter umgelegt werden muss, da die Unterstützung hierfür noch nicht komplett ist, nämlich media.webaudio.enabled auf true. Weiter unterstützt Firefox nun Scoped Stylesheets und das HTML5-Element . Die CSS-Eigenschaft -moz-user-select: none verhält sich ab sofort genauso wie ihr Webkit-Pendant und die Unterstützung für ECMAScript for XML (E4X), welche bereits seit Firefox 17 für Content standardmäßig deaktiviert ist, wurde vollständig entfernt.

Verbesserungen im Bereich Plugins

Die Seite about:plugins zeigt zu jedem Plugin nun den Status des jeweiligen Plugins an: Aktiviert, Deaktiviert oder Blockiert. Nach Absturz eines Plugins gibt es an der Stelle des zuvor abgestürzten Plugins eine Platzhalter-Grafik, über welche das Plugin neu geladen werden kann. Hierüber kann jetzt auch ein Kommentar zum Absturz an Mozilla gesendet werden. Eine Platzhalter-Grafik gibt es auch bei aktiviertem Click-to-Play. Diese wurde optisch überarbeitet, damit diese nicht länger aussieht wie bei einem abgestürzten Plugin.

JavaScript-Profiler und andere Verbesserungen der Entwickler-Werkzeuge

Mit dem Profiler hat Firefox ein neues Entwicklerwerkzeug zur Laufzeitanalyse von JavaScript erhalten, welches dabei helfen soll, die JavaScript-Performance von Webanwendungen zu verbessern. Dieses kann, sofern über about:config der Schalter devtools.debugger.remote-enabled auf true gesetzt wurde, genauso wie die Webkonsole und der Debugger als Remote-Werkzeug beispielsweise für Firefox Mobile auf Android oder Firefox OS genutzt werden.

Der Inspektor zum Untersuchen von Webseiten-Elementen hat ein Suchfeld zur Selektor-Suche erhalten, welches zum Beispiel dafür genutzt werden kann, alle Elemente einer bestimmten Klasse zu finden, indem beispielsweise .selector eingegeben wird. Nach jedem Drücken der Enter-Taste wird dann das nächste Element der Klasse selector ausgewählt. Das Elementmenü hat einen weiteren Eintrag erhalten, um einen eindeutigen Selektor für jedes beliebige Element in die Zwischenablage kopieren zu können. Im Berechnet-Panel wurde die Checkbox Nur Anwender-Stile in ihrer Bedeutung umgekehrt und in Browser-Stile umbenannt. Die Fehlerkonsole zeigt bei CSS-Warnungen der Art Fehler beim Verarbeiten von… nun außerdem die genaue Fehlerstelle im CSS an.

Add-on SDK APIs in Firefox integriert

Die APIs des Add-on SDKs wurden in Firefox integriert. Dies bietet verschiedene Vorteile. So können auf dem SDK basierende Erweiterungen in Zukunft schneller heruntergeladen und installiert werden, da sich dadurch ihre Dateigröße reduziert. Für die Entwicklung von Firefox-Features kann dadurch außerdem auf die selben APIs zurückgegriffen werden, welche vorher den auf dem SDK basierenden Erweiterungen vorbehalten waren. Auch das Umbauen von Erweiterungen in Firefox-Features wird dadurch einfacher, was das Prototyping neuer Funktionen erleichtert. Ein Neupacken von Erweiterungen mit immer aktuellen Versionen des SDKs sollte damit außerdem der Vergangenheit angehören.

Sonstige Verbesserungen

Das Ein- und Ausblenden der Suchleiste (Strg + F; OS X: Cmd + F) wird ab sofort animiert. Die Adressleiste zeigt nicht mehr den Text Webseite öffnen, sondern Suche oder Adresse eingeben, um besser zu reflektieren, dass über die Adressleiste auch gesucht werden kann. Der Eintrag Neuste Chronik löschen ist aus dem Extras- in das Chronik-Menü gewandert. Ansicht > Zeichenkodierung ist nun ausgegraut, sofern ein Verändern der Zeichenkodierung in jedem Fall ohne Effekt wäre, wie zum Beispiel bei XML-Dateien der Fall. Ausgegraut ist nun außerdem in den Einstellungen unter Datenschutz > Chronik > Chronik löschen wenn Firefox geschlossen wird > Einstellungen der Punkt Download-Chronik und lässt sich nicht mehr separat auswählen. Dieser verändert sich in Abhängigkeit zu Besuchte Seiten. Dieser Punkt ist bereits seit einigen Versionen von Firefox wirkungslos, mit Firefox 22 werden die beiden Punkte dann endgültig zu einem zusammengefügt. Das Entfernen eines Vorschaubilds von der Seite about:newtab kann ab sofort rückgängig gemacht werden, außerdem ist es hier nun möglich, alle Thumbnails wiederherzustellen.

Durch Ziehen des Favicons aus der Adressleiste auf den Desktop lässt sich unter Windows auf diesem eine Verknüpfung zur entsprechenden Webseite ablegen. Seit Firefox 17 hat diese Verknüpfung anstelle des Firefox-Icons das Favicon der Webseite als Symbol. Mit Firefox 21 lässt sich hier wieder das alte Verhalten einstellen. Dazu muss über about:config ein neuer Schalter mit dem Namen browser.shell.shortcutFavicons angelegt und false gesetzt werden. Firefox besaß bisher eine optisch nicht besonders ansprechende Übersicht über geöffnete Tabs, welche hinter dem about:config-Schalter browser.allTabs.previews versteckt war. Dieses Feature wurde schon vor langer Zeit zugunsten des Tab-Gruppen-Features standardmäßig deaktiviert und nun komplett entfernt. Die Tab-Gruppen werden mittelfristig übrigens auch aus Firefox verschwinden und als Add-on verfügbar gemacht werden. Auch der integrierte PDF-Betrachters hat kleinere Verbesserungen erhalten. Außerdem funktionieren Funktionstasten aufwärts von F12 auf speziellen Tastaturen mit mehr als zwölf Funktionstasten wieder. Diese waren seit Firefox 15 nicht mehr benutzbar. Dazu kommen noch kleinere Performance-Verbesserungen, unter anderem in Zusammenhang mit LocalStorage oder Bildern, welche per display: none unsichtbar gesetzt worden sind. Unter Windows XP wird ab sofort das Skia-Backend standardmäßig für das Rendering von Canvas verwendet, was die Canvas-Performance auf diesem System verbessern sollte.

Download & Zeitplan

Die aktuelle Aurora-Version kann hier heruntergeladen werden. Mit der ersten Beta-Version von Firefox 21 kann gegen den 04. April 2013 gerechnet werden, die finale Version soll dann am 14. Mai 2013 erscheinen.

Parallel JS: Mozilla macht JavaScript in Firefox Multithreading-fähig

JavaScript wird üblicherweise in einem einzigen Thread ausgeführt, skaliert damit auch nicht mit steigender Anzahl an CPU-Kernen, wie man sie in heutigen Computern und Smartphones vorfindet. Mozilla möchte dies ändern und hat den ersten Schritt in Richtung Paralleles JavaScript in Firefox implementiert.

Es ist erst ein erster Schritt und Mozilla steht noch sehr viel Arbeit bevor, aber es ist ein Schritt zur parallelen Verarbeitung von JavaScript. Mit dem nun in der Entwicklerversion von Firefox 22 gelandeten Patch erhält Firefox Unterstützung für ein paar Funktionen, welche parallel in mehreren Threads ausgeführt werden können. Diese sind auch noch nicht besonders stark in Hinblick auf die Performance optimiert und es gibt auch noch keinen Feedback-Mechanismus, welcher mitteilt, ob eine paralelle Ausführung stattfindet und wenn nicht, wieso nicht. Aber wohin der Weg gehen soll, das wird klar: JavaScript soll Multithreading-fähig werden und das gleichzeitige Abarbeiten mehrerer Aufgaben in unterschiedlichen Threads ermöglichen. Mittelfristiges Ziel ist es, auch “Plain Vanilla Javascript” parallel auszuführen, ohne dass sich der Entwickler großartig Gedanken um die Parallelisierung selber machen muss.

Damit könnten JavaScript-Applikationen ganz direkt von zunehmender Anzahl an CPU-Kernen profitieren. In Zeiten, in denen bereits acht Kerne in einem Smartphone Realität sind, eine logische Entwicklung. Firefox ist damit übrigens der erste Browser, welcher Funktionen zur parallelen Verarbeitung von JavaScript bereitstellt.

OdinMonkey: asm.js-Compiler in Firefox gelandet

Mit OdinMonkey ist Mozillas asm.js Optimierungsmodul für die JavaScript-Engine von Firefox in den aktuellen Nightly-Builds von Firefox 22 gelandet. Damit soll für asm.js geschriebener Code zwei- bis fünfmal schneller ausgeführt werden können und relativ nah an die Ausführungszeit von nativem Code kommen.

asm.js ist für Code ausgelegt, welcher über Compiler wie Emscripten oder Mandreel in JavaScript übersetzt worden ist, und soll die Ausführung von JavaScript spürbar beschleunigen können. Es handelt sich dabei um ein Subset von JavaScript, womit ein asm.js geschriebener Code auch von JavaScript-Engines ausgeführt werden kann, welche asm.js nicht unterstützen. Dafür optimierte Engines sollen allerdings JavaScript deutlich schneller ausführen und entsprechender Code ungefähr halb so schnell wie in C oder C++ geschriebener Code sein, womit die JavaScript-Performance vergleichbar mit C# respektive Java sein soll.

Mit OdinMonkey ist der dafür notwendige Compiler nun in der Entwicklerversion von Firefox 22 gelandet, allerdings zunächst nur für Windows und Linux, aber auch für Mac OS X sowie ARM-CPUs (Firefox Mobile) soll OdinMonkey in Kürze soweit sein. OdinMonkey ist in den aktuellen Nightly-Builds standardmäßig aktiviert und wird dies auch in der entsprechenden Aurora-Version sein. Mit Eintritt in die Betaphase soll OdinMonkey in Firefox 22 allerdings zunächst deaktiviert werden. Experimentierfreudige können OdinMonkey dann über about:config aktivieren, indem der Schalter javascript.options.experimental_asmjs auf true gesetzt wird.

Benchmark-Quelle: kripken.github.com

Shanda Bambook Smart Watch: Firefox OS-Armbanduhr soll im Juni erscheinen

Smartphones mit Firefox OS gibt es bislang noch nicht zu kaufen, an Tablets scheint noch niemand zu denken und schon möchte das chinesische Shanda die Open Source-Antwort auf die Apple iWatch haben: Mit der Bambook Smart Watch soll noch im Sommer eine Computer-Armbanduhr auf Basis von Firefox OS erscheinen.

Firefox OS kommt bislang gut an, vor allem bei den Chinesen. Mit ZTE, TCL Alcatel und Huawei arbeiten gleich drei chinesische Hersteller an Smartphones mit Mozillas Open Source-Betriebssystem für mobile Geräte. Wie technode.com berichtet, möchte der chinesische Betreiber von Online-Spielen Shanda, welcher in China E-Book-Reader und Smartphones unter der Marke Bambook vertreibt, mit der Smart Watch noch in diesem Juni eine Computer-Armbanduhr in zwei Ausführungen auf den Markt bringen – einmal mit Android, zum anderen aber auch mit Firefox OS. Der Preis soll bei über 100 Dollar liegen.

Bildquelle: donews.com

Firefox: Ausblick auf kommende Entwickler-Werkzeuge

Webkonsole, Debugger, Inspektor, Stilbearbeitungseditor, 3D-Ansicht, JavaScript-Umgebung, Responsive Design-Modus, JavaScript-Beautifier, dazu Remote-Fähigkeiten zur Firefox Mobile- respektive Firefox OS-Entwicklung – Firefox bietet mittlerweile ein recht umfangreiches Set an Werkzeugen für Webentwickler. Doch dabei wird es nicht bleiben. Dieser Artikel soll einen umfassenden Überblick darüber geben, an welchen neuen Möglichkeiten für Webentwickler Mozilla derzeit arbeitet.

Die Entwickler-Werkzeuge von Firefox unterliegen ständigen Verbesserungen in jeder neuen Firefox-Version. Dieser Artikel geht dabei nur auf die Höhepunkte ein, einzelne kleinere Verbesserungen werden nicht explizit aufgegriffen. Zunächst ein Screenshot, welcher den derzeit aktuellen Firefox 19 zeigt.

Firefox 20 vereint Entwickler-Werkzeuge in neuem Layout

Voraussichtlich am 02. April wird Firefox in der finalen Version 20 erscheinen. Dann werden auch die bisherigen Entwickler-Werkzeuge von Firefox Platz in einem neuen Layout finden, welches nicht mehr so schnell den gesamten Bildschirm einnimmt und vom grundsätzlichen Aufbau stark an die populäre Firebug-Erweiterung erinnert. Nichtsdestominder ersetzen die Firefox-internen Tools nicht Firebug oder vice versa, viel mehr ergänzen sich beide, wenn es auch teilweise klare Überschneidungen in wichtigen Funktionen gibt. Wie auch Firebug können die Firefox-Werkzeuge dann auch vom aktuellen Tab losgelöst und als eigenständiges Fenster angezeigt werden. Im praktischsten Fall kann man sich dieses dann auf einen zweiten Monitor ziehen und jeweils die Webseite und die Werkzeuge im Vollbild anzeigen lassen.

Firefox 21 erhält JavaScript-Profiler

Mit Version 21 erhält Firefox ein neues Entwickler-Werkzeug: eine Laufzeitanalyse von JavaScript. Diese soll dabei helfen, die JavaScript-Performance von Web-Applikationen zu verbessern.

Firefox 22 bekommt Repaint-Ansicht und erlaubt Andocken der Entwickler-Werkzeuge an die Seite

Ab Firefox 22 lassen sich die Entwickler-Werkzeuge nicht nur am unteren Fensterrand andocken oder als eigenständiges Fenster anzeigen, sondern auch seitlich andocken. Der Inspektor wird außerdem um die Fähigkeit erweitert, Webfonts anzuzeigen. Ein weiteres neues Feature zielt wieder auf die Verbesserung der Performance von Web-Anwendungen ab. Eine Repaint-Ansicht zeigt, welche Teile einer Anwendung neu “übermalt” werden, wenn ein Element beispielsweise animiert wird oder sich verändert, sobald man mit der Maus herüberfährt.

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All diese Dinge lassen sich bereits in den entsprechenden Entwickler-Versionen von Firefox testen. Entwickler Paul Rouget hat außerdem auf seinem Blog ein paar Dinge vorgestellt, an welchen Mozilla derzeit arbeitet.

Netzwerk Zeitleiste

Ein sehr interessantes neues Feature, an welchem derzeit gearbeitet wird und man auch schon aus der Firebug-Erweiterung kennt, ist ein Netzwerk-Panel mit Zeitstrahl, welcher Aufschluss darüber gibt, wie lange welche Ressourcen einer Webseite zu laden benötigen. Der gezeigte Prototyp macht in jedem Fall schon einen sehr fertigen Eindruck, so dass es nicht all zu lange dauern sollte, bis dieses Feature in Firefox landen wird.

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Editoren mit Firefox interagieren lassen

Noch nicht so weit fortgeschritten ist die Verbesserung des Workflows zwischen Browser und Entwicklungsumgebung, wo man derzeit mit zwei Ansätzen experimentiert; zum einen externe Editoren mit Firefox interagieren lassen und zum anderen Firefox zum Editor zu machen. Für den ersten Ansatz macht man sich zunutze, dass eine Menge Editoren in Python skriptbar sind und Firefox Remote-Fähigkeiten besitzt. Darauf aufbauend arbeitet Mozilla an einer Python-Bibliothek, welche von Editoren verwendet werden kann, um mit Firefox – Desktop oder auch Mobile – zu interagieren. So könnten Breakpoints im JavaScript-Debugger von VIM heraus gesetzt oder der Code der Webseite via SublimeText bearbeitet werden. Letzteres ist in einem ersten Proof of Concept zu sehen. Allerdings werden hier wohl noch einige Monate vergehen, bis damit in Firefox zu rechnen ist.

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Firefox als Editor

Der andere Ansatz ist, Code direkt aus Firefox heraus zu schreiben. Hier ist Mozilla noch am Erforschen, so dass noch nicht wirklich klar ist, wohin die Reise gehen soll, ob es eventuell ein Werkzeug nach Vorbild von jsFiddle geben soll oder Ähnliches. Zumindest existieren aber sehr interessante Mockups, welche zeigen, wie man aus Firefox heraus Web-Applikationen oder Add-ons erstellen könnte, welche dann direkt in den Firefox Marketplace oder auf GitHub übertragen werden können. Ob es das in dieser oder ähnlicher Form wirklich den Weg in Firefox finden wird, steht in den Sternen. In jedem Fall wäre dies eine sehr spannende Neuerung, welche man durchaus als innovativ bezeichnen darf.

Bilderquelle: people.mozilla.com/~shorlander/

Weitere kommende Neuerungen

Eine weitere Sache, an welcher man bei Mozilla derzeit arbeitet, ist die Unterstützung von SourceMaps und CoffeeScript im JavaScript-Debugger. Paul Rougets Erweiterung Firefox Terminal, welche sich in eben jene Entwickler-Werkzeuge einklinkt, unterstützt in der neusten Version bereits CoffeeScript wie auch LiveScript.

Ein Proof of Concept existiert ebenso von einem weiteren neuen Feature, welches beim Debuggen von CSS Transitions und Animationen helfen soll – ein Feature, welches die Manipulation der Firefox Animation Clock erlaubt, umso die Geschwindigkeit zu verändern oder die Zeit vor- beziehungsweise zurückzustellen.

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Was in dem Artikel von Paul Rouget nicht angesprochen wird, aber in Arbeit ist, betrifft weniger eine funktionale Verbesserung der Entwickler-Werkzeuge als eine optische. So soll es sowohl ein dunkles als auch ein helles Design für die Entwickler-Werkzeuge geben, zwischen welchen der Benutzer je nach Geschmack umschalten kann.

Bilderquelle: bugzilla.mozilla.org

Nicht direkt die integrierten Werkzeuge von Firefox, aber zumindest indirekt betrifft die Integration von Firebug. Damit ist natürlich nicht gemeint, die Erweiterung zu assimilieren, viel mehr geht es darum, wie sich Firebug in die bestehenden Werkzeuge integrieren kann. So sind beispielsweise die zwei Untersuchen-Elemente im Kontextmenü von Webseiten bei installierter Firebug-Erweiterung für Entwickler häufig mehr lästig als sinnvoll. Aber auch die Firebug-Panels könnten in die “Toolbox” der Firefox-internen Werkzeuge integriert werden. In diese Richtung wird auf Firebug-Seite derzeit experimentiert, wie ein erster Screenshot zeigt, in dieser Form am Ende aber wahrscheinlich nicht aussehen wird.

Bildquelle: paulrouget.com

Schließlich hat auch Entwickler Dave Townsend noch über eine Sache gebloggt, mit welcher er sich derzeit beschäftigt – nämlich neuen Einsatzgebieten der 3D-Ansicht von Firefox. Dieses innovative Feature, welches sonst kein anderer Browser bietet, erlaubt es, die Strukur von Webseiten genauer zu betrachten, indem das DOM der Webseite in ein 3D-Modell überführt wird. Dies gibt Einblicke in die Komplexität einer Webseiten-Struktur und kann außerdem dabei helfen, Fehler im Markup zu entdecken. Die Idee von Townsend war es, dass Webentwickler vielleicht Interesse an eigenen Visualisierungen haben könnten. So könnte die 3D-Ansicht zum Beispiel dafür genutzt werden, nur die Links nur die Elemente hervorzuheben, welche sich bei Herüberfahren mit der Maus verändern.

Bildquelle: oxymoronical.com

Mozilla kündigt Lernabzeichen-Programm Open Badges 1.0 an

Mozilla hat Open Badges 1.0 angekündigt – ein Programm, welches es erlaubt, digitale Abzeichen zu erhalten und so eigene Fähigkeiten nachzuweisen. Mit diesem Projekt soll zum Lernen motiviert werden. Open Badges wurden die letzten zwei Jahre in Partnerschaft mit der MacArthur Foundation entwickelt.

Open Badges sind digitale Abzeichen, welche zeigen sollen, dass man bestimmte Fähigkeiten besitzt. Alle gesammelten Abzeichen lassen sich zentral an einem Ort ansehen, dem Mozilla Backpack. Auf diese Weise können die eigenen Verdienste über soziale Netzwerke anderen präsentiert werden, aber auch Arbeitgeber können sich auf diese Weise einen Eindruck vom Bewerber verschaffen. Bereits jetzt haben rund 600 Organisationen insgesamt über 62.000 solcher Abzeichen an 23.000 Lernende ausgestellt. Die Abzeichen sind nicht nur kleine Bildchen, sie beinhalten auch weitere Informationen, zum Beispiel wie das Abzeichen erreicht wurde und was dafür gelernt werden musste, so dass hinter jedem Abzeichen auch eine kleine Geschichte steckt. Zu den Unterstützern von Open Badges zählen neben Mozilla selber über das Webmaker-Projekt unter anderem auch die NASA, Microsoft, Intel oder Disney-Pixar, aber auch diverse Bildungseinrichtungen und Museen.

Bildquelle: blog.mozilla.org

Für Mozilla typisch ist auch die Software hinter Open Badges Open Source und kann von jedem verwendet werden, eigene Abzeichen zu erstellen, sofern die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen erfüllt werden.

Firefox Add-on: SubToMe – Abonnieren von Newsfeeds einfach gemacht

Derzeit ist die Einstellung des Google Readers zum Abonnieren von Nachrichten verschiedenster Webseiten fast überall ein Thema. Und auch wenn der Google Reader derzeit für viele wohl das Nonplusultra ist, gibt es noch einige andere Newsreader. Allen gemein ist allerdings, dass das Hinzufügen einer Webseite zu einem solchen Newsreader umständlich ist. Zunächst benötigt man die Feed-URL, dann möchte der Newsreader der Wahl aufgerufen und in diesem die zuvor kopierte Feed-URL eingefügt werden. Und genau hier setzt SubToMe an.

SubToMe macht es einfach für Menschen, Webseiten zu folgen, weil Browser dies nicht tun.

SubToMe vereinfacht das Hinzufügen einer Webseite zum Newsreader seiner Wahl, indem ein einfacher Button bereitgestellt wird, über welchen eine Webseite direkt hinzugefügt werden kann; zu welchem Newsreader, das bestimmt der Nutzer. SubToMe wurde ursprünglich als Script konzipiert, welches Webseitenbetreiber in ihre Webseite einbinden können. Weitere Informationen zu SubToMe (engl.) gibt es auf hacks.mozilla.org. Ich habe hieraus eine Erweiterung geschrieben, welche diese Funktionalität direkt in Firefox bringt – und das für alle Webseiten, welche einen Newsfeed anbieten. Nach Installation der Erweiterung genügt ein Klick auf das SubToMe-Symbol in der Add-on-Leiste von Firefox und die jeweilige Webseite kann dem gewünschten Newsreader hinzugefügt werden.

Unterstützte Newsreader

Standardmäßig vorgeschlagen werden die folgenden Dienste: Google Reader, NewsBlur, Bloglovin sowie Blogtrottr. Es genügt allerdings ein Klick auf einen der folgenden Links, um weitere Dienste zu registrieren:

Dabei merkt sich der Browser, welche die genutzten Dienste sind, via subtome.com können genutzte Dienste wieder entfernt werden. Welche Newsreader über SubToMe genutzt werden, bleibt dabei vollkommen lokal auf dem Computer gespeichert (LocalStorage), es findet keine Speicherung auf den Servern von SubToMe statt, ein Benutzerkonto auf deren Seite ist daher auch nicht notwendig (und wird auch gar nicht erst angeboten).

Download des Firefox Add-ons

Die Erweiterung steht auf addons.mozilla.org zum Download zur Verfügung. Der Quelltext der Erweiterung ist öffentlich auf GitHub einsehbar, auch der Code von SubToMe selber ist online auf GitHub einzusehen.

Stimmen

“It’s often very complex to subscribe to sites that I care about, this extension made it very simple!

- Julien Genestoux, superfeedr.com

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