Firefox für Linux kann ab Version 24 MP3, AAC und H.264 ohne Plugin abspielen

Mozilla erzielt Fortschritte mit der Unterstützung der proprietären Medien-Codecs MP3, AAC und H.264. Ab sofort benötigen auch Linux-Nutzer kein Plugin zur Wiedergabe dieser Codecs mehr.

Zur Wiedergabe von MP3, AAC und H.264 wird normalerweise ein separates Plugin benötigt. Seit Version 20 kann Firefox Mobile für Android diese Formate nativ wiedergeben, mit Firefox 21 kam die Unterstützung durch Windows 7 und Windows 8 dazu, mit dem am kommenden Dienstag erscheinenden Firefox 22 wird Windows Vista folgen. Und auch Firefox OS 1.0 kann diese Formate wiedergeben. Mit Firefox 24 kommt dann auch Linux dazu – zunächst standardmäßig noch deaktiviert, aber endlich nutzbar. Die Unterstützung für Mac OS X wird folgen, einen Zeitplan hierfür gibt es allerdings nicht.

Da es sich dabei um keine freien Codecs handelt, kann Mozilla diese nicht direkt mit Firefox ausliefern. Stattdessen bedient man sich an den auf dem Betriebssystem vorhandenen Codecs, im Falle von Windows über das Media Foundation Framework, bei Linux über GStreamer.

Firefox 24 ist derzeit als Nightly Version erhältlich. Interessierte können sich die Version herunterladen und anschließend über about:config den Schalter gstreamer.enabled per Doppelklick auf true schalten. Dann können Audio-Dateien mit MP3- oder AAC-Codec sowie Video-Dateien mit H.264-Codec von Firefox abgespielt werden, ohne dass ein Plugin hierfür installiert sein muss.

Daala: Xiph.org und Mozilla entwickeln freien Video-Codec

Mit Opus haben unter anderem die Xiph.org Foundation, Mozilla und Skype bereits gemeinsam einen freien Audio-Codec entwickelt. Nun arbeiten unter anderem Xiph.org und Mozilla an einem freien Video-Codec, welcher auf den Namen Daala hört.

Vor knapp einem Jahr wurde der Audio-Codec Opus fertiggestellt und von der Internet Engineering Task Force (IETF) standardisiert, womit es sich bei Opus seit dem um einen offiziellen Standard für das Web handelt. Mit Daala arbeitet man an einem freien Video-Codec in Konkurrenz zum nicht-freien H.265 und Googles VP9, bei welchem bislang noch unklar ist, ob Patent-Ansprüche von Nokia verletzt werden.

Christopher Montgomery bezeichnet Daala als Codec der nächsten Generation und erklärt, dass aktuelle Codecs, auch Googles VP9, lediglich inkrementelle Verbesserungen des 25 Jahre alten H.261 seien. Dabei würden zwar noch Verbesserungen mit relativ geringem Risiko erzielt werden können, allerdings steige die für die Verbesserungen benötigte Rechenleistung exponentiell. Mit Daala wagt man ein neues Codec-Design und setzt zahlreiche neuartige Techniken ein. Dazu ist Daala frei von Patenten. Technische Details können der Seite von Xiph.org entnommen werden.

Die Entwicklung von Daala steht noch relativ am Anfang, so dass noch nicht abzusehen ist, wann die Arbeiten an der ersten Version des Codecs abgeschlossen sind und wann Firefox und andere Browser diesen Codec unterstützen werden. Zumindest soll es aber bereits einen ersten Prototyp für einen Encoder und Decoder geben. Wie bei Opus wird eine Standardisierung durch die IETF angestrebt.

Firefox erhält ein überarbeitetes Logo

Das aktuelle Firefox-Logo existiert in seiner jetzigen Form bereits seit Firefox 3.5, welcher im Jahr 2009 erschienen ist. In Kürze steht die nächste Änderung des Firefox-Logos an.

Ich hatte bereits im letzten November über ein überarbeitetes Logo für Firefox berichtet, welches nun Realität wird. Das neue Logo ist heute im Source von Firefox gelandet. Da das neue Logo die Freigabe für die Aurora-Version von Firefox erhalten hat, kann davon ausgegangen werden, dass das neue Logo das bisherige mit Firefox 23 ersetzen wird, welcher am 06. August erscheinen wird.

Update 28.06.2013: Mozilla hat das neue Firefox-Logo mittlerweile offiziell vorgestellt. Die Motive hinter dem neuen Logo werden in einem gesonderten Artikel behandelt.

Opera 15 bekommt Mozillas pdf.js in Form einer Erweiterung

Meldung aus dem Hause Opera Software ASA: Die norwegische Browserschmiede bringt Mozillas PDF-Betrachter, seit Version 19 fester Bestandteil von Firefox, in die nächste Generation des Opera-Browsers.

Für Opera brechen spannende Zeiten an, insbesondere durch den Wechsel von der eigenen Presto-Engine auf die neue Blink-Engine von Google. Was Opera im Gegensatz zu Chrome allerdings nicht hat, ist ein integrierter PDF-Betrachter. Doch das wird sich ändern, zumindest in Form einer Erweiterung. Opera bietet mit dem PDF Viewer ab sofort eine Erweiterung für Opera 15 an, welche den Browser um den selben PDF-Betrachter erweitert, welcher auch mit Firefox ausgeliefert wird. Da es sich bei Mozillas PDF-Betrachter um Open Source handelt, kein Problem.

Bei Mozillas PDF-Betrachter, welcher unter dem Namen pdf.js entwickelt wird, handelt es sich um eine komplett auf Web-Technologien basierende Lösung zum Ansehen von PDF-Dateien. Damit unterscheidet sich dieser grundlegend vom integrierten PDF-Betrachter in Google Chrome, welcher nicht auf Web-Technologien basiert.

via: ghacks.net

Firefox OS: Mozilla wird keine Smartphones unter eigenem Namen vertreiben

Es haben bereits mehrere Hersteller von Mobilgeräten angekündigt, Geräte mit Firefox OS auf den Markt bringen zu wollen. Ein Smartphone oder Tablet unter einem eigenen Markennamen wird es allerdings nicht geben.

Digitimes.com hat ein Interview mit Li Gong, Mozillas Senior Vice President of Mobile Devices und President of Asia Operations, geführt, in welchem er verrät, dass Mozilla keine Smartphones unter eigenem Markennamen verkaufen wird. Mozilla wird auch in Zukunft lediglich das Betriebssystem sowie mit dem Firefox Marketplace einen App-Store für HTML5-Apps anbieten, während Gerätehersteller unter ihrem Markennamen gemeinsam mit Mobilfunkanbietern Geräte auf den Markt bringen werden. Li Gong nennt im Interview ZTE, TCL, Huawei, LG und Sony als Hersteller solcher Geräte.

Als Begründung führt Li Gong an, dass man mit Geräten unter eigenem Markennamen eine Konkurrenz zu den Partnern schaffen würde und daraus möglicherweise ein Interessenkonflikt entstehen könnte. Sollte Mozilla Firefox OS-Smartphones unter dem Mozilla-Label veröffentlichen, wird es sich bei diesen Modellen primär um Referenzmodelle und keine Produkte für den Massenmarkt handeln.

via: winfuture.de

Nach Ankündigung der Mozilla-Partnerschaft: Foxconn möchte bis zu 3000 weitere Mitarbeiter einstellen

Anfang Juni haben Foxconn und Mozilla angekündigt, gemeinsam mindestens fünf Geräte mit Firefox OS auf den Markt bringen zu wollen. In welcher Größenordnung diese Partnerschaft spielt, lässt sich unter anderem daraus ableiten, dass man nun bis zu 3000 weitere Mitarbeiter einstellen möchte.

Foxconn wird mindestens fünf Geräte mit Firefox OS auf den Markt bringen, darunter auch ein Tablet. Eine Partnerschaft, welche auch neue Arbeitsplätze schafft. Wie itworld.com berichtet, ist Foxconn derzeit auf der Suche nach 2000 bis 3000 Mitarbeitern mit Kompetenzen in HTML5 und Cloud Computing.

Informationen zu den geplanten Geräten wie Spezifikationen, Preise oder Marktstart sind bislang noch nicht bekannt. Foxconn wird allerdings nicht unter eigenem Namen, sondern als Auftragsfertiger für andere Hersteller auftreten. Die Zusammenarbeit zwischen Foxconn und Mozilla besteht in der optimalen Integration von Firefox OS mit der Hardware.

Bildquelle: blog.mozilla.org/ligong

Mozilla setzt auf Cookie Clearinghouse gegen Tracking

Cookies von Drittanbietern sollten in Firefox ursprünglich ab Version 22 standardmäßig weitestgehend blockiert werden, allerdings hat Mozilla diese Neuerung aufgrund von Problemen mit der aktuellen Umsetzung verschoben. Mozilla hält aber trotz massiver Kritik aus der Werbe-Branche weiter an diesem Vorhaben im Sinne seiner Nutzer fest und setzt dabei auf das Cookie Clearinghouse.

Mozillas plant, Cookies von Drittanbietern standardmäßig zu blockieren, sofern es sich dabei um keine Seite handelt, welche vom Benutzer zuvor besucht worden ist. Mit der aktuellen Umsetzung kann es allerdings unter Umständen dazu kommen, dass Drittanbieter-Cookies blockiert werden, welche nicht blockiert werden sollen, beispielsweise bei der Nutzung von Content-Delivery-Networks (CNDs). Umgekehrt könnten Drittanbieter-Cookies nicht blockiert werden, welche blockiert werden sollen. Aus diesem Grund hat Mozilla die Auslieferung dieser Neuerung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Als Lösungsansatz sieht Mozilla das Cookie Clearinghouse (CCH), wie die Browserschmiede aus Mountain View in einem aktuellen Blog-Eintrag schreibt. Das Cookie Clearinghouse wurde am Center for Internet and Society der Stanford-Universität ins Leben gerufen. Mozilla hat nun angekündigt, bei diesem Projekt mitzuwirken, auch Opera ist vertreten. Dabei sollen Listen erarbeitet werden, welche Cookies zugelassen und welche blockiert werden sollen.

Die grundsätzliche Idee ist es, Cookies von Webseiten, welche der Benutzer zuvor besucht hat, zu erlauben, und Cookies von Webseiten, welche der Benutzer zuvor nicht besucht hat, zu blockieren. Das beschreibt in etwa das Verhalten von Safari und den aktuellen Entwickler-Versionen von Firefox. Opt-out-Cookies der Digital Advertising Alliance sollen gesetzt werden, so setzt es auch Chrome um, und Cookies sollen außerdem gesetzt werden, wenn der Nutzer ausdrücklich zustimmt. Dies entspreche den Anforderungen europäischer Gesetze. Als weitere Option für die Zukunft wird genannt, Cookies von Domains zuzulassen, welche den Do-not-Track-Header entsprechend berücksichtigen. Über ein Formular soll die Aufnahme von Webseiten auf die Allow-List respektive Block-List beantragt werden können.

Mozilla möchte in Zukunft auf die Listen des Cookie Clearinghouse setzen, derzeit befindet man sich mit diesem Projekt aber noch in einem sehr frühen Stadium, so dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die Änderung in einer finalen Version von Firefox ausgeliefert werden wird. Die Nightly- und Aurora-Versionen von Firefox blockieren derweil weiter standardmäßig Drittanbieter-Cookies von Webseiten, welche nicht zuvor besucht worden sind, während die Beta- sowie finalen Versionen von Firefox Drittanbieter-Cookies standardmäßig erlauben.

 

Thunderbird wird kompatibel mit Firefox-Entwicklerwerkzeugen

Firefox besitzt mittlerweile hervorragende Werkzeuge für Entwickler. Dank Remote-Fähigkeiten lassen sich einige der Werkzeuge des Desktop-Browsers auch für Firefox Mobile und Firefox OS nutzen. In Zukunft wird auch Thunderbird davon profitieren.

Es ist ein Google Summer of Code-Projekt (GSoC) und die Implementierung ist noch nicht abgeschlossen, aber die ersten Ergebnisse können mit den aktuellen Entwicklerversionen von Thunderbird und Firefox bereits getestet werden. Beim GSoC handelt es sich um ein Stipendium von Google, bei welchem Studenten für ihre Mitarbeit bei Open Source-Projekten finanzielle Unterstützung erhalten. Einen Überblick über die diesjährigen GSoC-Projekte für Mozilla gibt es hier in englischer Sprache.

Thunderbird besitzt abgesehen von der alten Fehlerkonsole, welche in Firefox 23 durch eine bessere Browserkonsole ersetzt wird, keine eigenen Entwickler-Werkzeuge. Das macht die Entwicklung an Thunderbird nicht unbedingt einfacher. Firefox hingegen besitzt eine relativ breite Palette an praktischen Werkzeugen, welche bereits Remote-Fähigkeiten besitzen und damit grundsätzlich in anderen Mozilla-Anwendungen genutzt werden können. Philipp Kewisch, welcher auch der Maintainer der Kalender-Erweiterung Lightning für Thunderbird ist, hat einen ersten Meilenstein erreicht – der Debugger kann nun für Thunderbird genutzt werden. Zwar funktionieren die anderen Werkzeuge noch nicht, doch es kann in den nächsten Wochen mit weiteren Fortschritten gerechnet werden, so dass bald vielleicht schon der Stil-Editor oder die Konsole von Firefox in Thunderbird genutzt werden kann.

Zum Testen bedarf es jeweils einer aktuellen Entwicklerversion von Thunderbird (Daily) und Firefox (Nightly). In Thunderbird muss dann der Haken bei Tools > Allow Remote Debugging gesetzt werden. Nachdem in Firefox über about:config der Schalter devtools.debugger.remote-enabled auf true gesetzt und Firefox neu gestartet wurde, kann hier über Tools > Web Developer > Connect… eine Remote-Verbindung zu Thunderbird aufgebaut werden, standardmäßig über Port 6000. Nachdem hier dann der “Main Process” ausgewählt wurde, kann der Debugger von Firefox für Thunderbird genutzt werden. Gleiches gilt dann sehr bald vielleicht schon für das eine oder andere Werkzeug mehr.

Entwickler pleite: Medienplayer Songbird auf Mozilla-Basis wird eingestellt

Songbird ist ein auf Mozilla-Code basierender Medienplayer für Windows, Mac OS X, Android und iOS. Zudem betreibt man mit songbird.me ein Musik-Portal. Die hinter Songbird stehende Firma hat nun die Einstellung aller Dienste für den 28. Juni angekündigt, da man pleite ist.

Anfang 2006 wurde mit Version 0.1 die erste öffentliche Version eines freien Medienplayers und iTunes-Konkurrenten unter dem Namen Songbird veröffentlicht. Das Besondere: Songbird basiert auf Mozilla-Code, was das Programm plattformübergreifend auf Windows, Mac OS X und Linux laufen und gleichzeitig von Mozillas Plattform profitieren ließ, beispielsweise in Form des Add-on-Systems. Die Unterstützung für Linux wurde 2010 eingestellt, dafür gibt es mittlerweile Apps für Android sowie iOS, dazu gibt es seit 2012 das Musikportal songbird.me.

Bildquelle: getsongbird.com

Doch neue Versionen des Medienplayers wird es nicht mehr geben. POTI, die Entwickler hinter Songbird, sind pleite, am 28. Juni werden alle Dienste eingestellt. Die Macher von Songbird bedanken sich bei allen Nutzern und empfehlen Nightingale als Alternative. Bei Nightingale handelt es sich um einen Open Source-Medienplayer, welcher 2010 aus Songbird hervorgegangen ist und neben Windows und Mac OS X weiterhin Linux unterstützt.

StopWatching.Us: 100.000 Unterschriften in zwei Tagen

Keine zwei Tage nach dem Start von Mozillas Kampagne Stop Watching Us gegen die Überwachung durch die NSA kann, zumindest was die Reichweite der Kampagne angeht, der erste Erfolg vermeldet werden: Es konnten bereits über 100.000 Unterschriften gesammelt werden.

Gemeinsam mit 85 weiteren Organisationen, darunter unter anderem EFF, Reddit und Greenpeace, hat Mozilla die Kampagne Stop Watching Us als Reaktion auf den Überwachungs-Skandal durch die NSA rund um PRISM & Co. gestartet. Nach zwei Tagen hat man bereits über 100.000 Unterschriften sammeln können, zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels zeigt der Zähler 115.306 Unterschriften an.

Wer seinen Teil zum Protest beitragen und ein Zeichen setzen möchte, kann seine digitale Unterschrift nach wie vor setzen:
Petition Stop Watching Us unterzeichnen

Wer sich Gedanken darüber macht, ob Mozilla seine Persona-Server nach Europa umziehen sollte, liest hier weiter:
Persona: Wieso Mozilla die Server nicht nach Europa umzieht

Inhalt abgleichen