Rosetta Stone Orientation (English)

Rosetta Stone Orientation (English)
Rosetta Stone representative, Xiomara Pilon, discusses how Rosetta Stone works, the social learning that Mozillians may want to take advantage of and answers questions about ...

Mozilla mahnt Gamma International wegen Spionage-Trojaner ab

Mozilla hat die Firma Gamma International abgemahnt, welche die Überwachungs-Software FinFisher, auch bekannt als Staats-Trojaner, herstellt. Der Grund: Diese Software gibt sich als Firefox aus und begeht damit einen Missbrauch der Mozilla-Marke.

Wie Mozilla im offiziellen Blog verlauten lässt, wurde Gamma International, Hersteller des Spionage-Trojaners FinFisher, welcher auch vom deutschen BKA als “Staats-Trojaner” eingekauft wurde, abgemahnt. Nach einem aktuellen Bericht der Bürgerrechts-Gruppe Citizen Lab konnte in drei Fällen nachgewiesen werden, dass sich die Software dabei als Firefox tarnt. Mozilla fordert eine sofortige Unterlassung dieser illegalen Vorgehensweise.

Mozilla führt aus, dass hunderte von Millionen Menschen in aller Welt dem Open-Source-Projekt vertrauen und der Schutz der Mozilla-Marken vor solchem Missbrauch unerlässlich für die Mozilla-Marke, die Nutzer und den Erfolg der Mozilla-Mission ist. Man schützt seit vielen Jahren die Online-Nutzer und wurde 2012 zum vertrauenswürdigsten Unternehmen in Bezug auf Privatsphäre erklärt. Man könne es nicht hinnehmen, dass eine Software-Firma den Namen von Mozilla nutzt, um Überwachungsprogramme zu tarnen, welche dazu genutzt werden können und auch schon dazu genutzt worden sind, Menschenrechte sowie die Online-Privatsphäre zu verletzen.

Gamma International verkauft seine Software weltweit an Regierungen. Bei den drei Fällen, von denen Citizen Lab berichtet, handelt es sich um einen Spionage-Angriff gegen pro-demokratische Aktivisten in Bahrain, Spionage in Zusammenhang mit den kommenden Wahlen in Malaysia und um eine von Gamma produzierte Demo der Software.

Mozilla betont, dass die Spionage-Software Firefox selber nicht betrifft, weder während des Installationsprozesses der Software noch wenn diese heimlich auf dem System des Anwenders läuft. Gammas Software ist komplett eigenständig und benutzt lediglich Mozillas Markenzeichen um sich als Firefox und damit als vertrauenswürdiges Programm zu tarnen. Der Spionage-Trojaner gibt sich als Firefox.exe aus und beinhaltet die dazugehörigen Hersteller-Informationen wie die Versionsnummer von Firefox und Copyright-Hinweise von Mozilla. In den Quellcode wurde außerdem das “Assembly Manifest” von Firefox wortwörtlich eingebunden.

Opera verklagt ehemaligen Entwickler und Mozilla-Berater

Der norwegische Musiker und Designer Trond Werner Hansen sieht sich derzeit einer Klage seines früheren Arbeitgebers Opera ausgesetzt. Der Vorwurf: Er soll Geschäftsgeheimnisse an Mozilla verraten haben. Dieser hält die Anschuldigungen allerdings für nicht gerechtfertigt.

Die norwegische Browserschmiede Opera Software ASA wirft Hansen vor, Geschäftsgeheimnisse an Mozilla verraten zu haben und fordert nach Angaben der norwegischen Tageszeitung Dagens Naeringsliv 20 Millionen Kronen Schadenersatz, was in etwa 2,6 Millionen Euro entspricht.

Hansen war von 1999 bis 2006 als Entwicklungsleiter und zwischen 2009 und 2010 als Berater für Opera tätig. 2012 hat er als Berater für Mozilla fungiert und war in die Entwicklung des Junior-Browsers für das iPad involviert, wie The Next Web berichtet. Opera bezieht sich bei seinem Vorwurf auf eine Präsentation von Mozilla im vergangenen Jahr, in welcher Hansen und Firefox-Designer Alex Limi einen ersten Prototyp von Junior vorstellten, aber nach Angaben von Opera auch Innovationen zu sehen gewesen seien, an welchen Opera arbeite. Konkret soll es dabei um ein Feature gehen, welches sich Search Tabs nennt.

Hansen hingegen sieht sich in keiner Schuld, denn er habe seine Konzepte, welche aus der Idee entstanden waren, einen eigenen Browser zu entwickeln, Opera 2008 vorgeschlagen. Zu einer Umsetzung kam es trotz anfänglichem Interesse Operas allerdings nie, da man sich finanziell nicht einig wurde. Entsprechend sieht Hansen auch keine Vereinbarung diesbezüglich mit Opera. 2009 hat Opera ihn dann als Berater wieder ins Unternehmen geholt und in dieser Zeit basierten ein paar seiner Design-Vorschläge auf eben jenen Konzepten, schließlich sei dies der Weg, den er mit dem Browser einschlagen wollte. 2010 endete dann die Beratertätigkeit, nachdem diese von Opera nicht verlängert worden war, und 2012 hatte er seine Beratertätigkeit bei Mozilla begonnen. Über die Pläne, seine Ideen bei einem Open-Source-Projekt wie Firefox einzubringen, sei der Opera-CEO in einem Gespräch und auch per E-Mail informiert worden.

Opera sieht in der Präsentation einen Beweis dafür, dass Hansen die Vertragsvereinbarungen mit Opera verletzt habe und Geschäftsgeheimnisse an den Konkurrenten Mozilla weitergegeben haben muss, was Opera einen Schaden von 20 Millionen norwegischen Kronen verursacht habe, Hansen allerdings sieht seine Ideen als sein Eigentum und sagt, dass er den Sachverhalt wie von ihm geschildert auch nachweisen könne. Im August soll der Fall vor einem norwegischen Gericht verhandelt werden.

The Monday Meeting

The Monday Meeting
The Monday Project Meeting

Mozilla entfernt mit Firefox 23 Einstellungen aus dem Einstellungsdialog

Mit Firefox 23 entfernt Mozilla drei Einstellungen aus dem Einstellungsdialog von Firefox. Dabei handelt es sich um Einstellungen, welche es Anwendern zu einfach machen, Webseiten vermeintlich kaputtzumachen.

Mozilla wird mit Firefox 23 drei Einstellungen aus dem Einstellungsdialog entfernen und mit dem Update die Standard-Einstellungen hierfür wiederherstellen. Ausgangspunkt für diese Änderungen ist der Artikel Checkboxes that kill your product von Firefox-Designer Alex Limi, in welchem Limi erklärt, wie einfach Mozilla es den Nutzern von Firefox macht, mit einer simplen Checkbox Webseiten oder Firefox selbst unbenutzbar zu machen. Auch wenn Mozilla die sichtbare Einstellung aus dem Einstellungsdialog entfernt hat, lassen sich diese Einstellungen nach wie vor über about:config vornehmen – daran wird Mozilla auch nichts ändern. Ziel dieser Änderungen ist es einzig, versehentliche Änderungen durch Endanwender zu minimieren und bisherige Fehlentscheidungen zu korrigieren, so dass Firefox für betroffene Anwender wieder benutzbar wird.

Grafiken laden

Bei der ersten entfernten Checkbox handelt es sich um Grafiken laden aus dem Reiter Inhalt, inklusive dem Ausnahmen-Dialog. Da viele Webseiten ohne Bilder nicht oder nur mit Einschränkungen benutzbar sind, hat man sich dafür entschieden, diese Einstellung aus dem Einstellungsdialog zu entfernen. Bandbreitengründe dürften bei der Desktop-Version von Firefox heute keine Rolle mehr spielen. Beim Update auf Firefox 23 wird die Einstellung dabei wieder auf ihren Standard-Wert gesetzt. Wer diese Einstellung bewusst ändern möchte, kann über about:config den Wert des Schalters permissions.default.image von 1 auf 2 setzen.

JavaScript

Die zweite entfernte Checkbox hat sich direkt darunter befunden, nämlich JavaScript aktivieren. Wie wichtig JavaScript im Jahr 2013 ist, dürfte außer Frage stehen, entsprechend viele Webseiten kann man mit dem Entfernen dieses Hakens unbenutzbar oder zumindest nur noch eingeschränkt nutzbar machen. Auch diese Einstellung wird beim Update auf Firefox 23 auf ihren Standard zurückgesetzt werden, genauso wie die Einstellungen des dazugehörigen Erweitert-Dialogs, Pop-up-Fenster verschieben oder deren Größe ändern, Fenster vor oder hinter andere Fenster legen sowie Das Kontextmenü deaktivieren oder ersetzen. JavaScript kann aber weiter über about:config jederzeit deaktiviert werden, indem der Schalter javascript.enabled von true auf false gesetzt wird. Die Schalter der drei Zusatzoptionen heißen dom.disable_window_move_resize, dom.disable_window_flip beziehungsweise dom.event.contextmenu.enabled. Wer JavaScript unbedingt deaktivieren möchte, ist mit einer Erweiterung wie NoScript aber sowieso besser aufgehoben als mit den Einstellungen von Firefox, da einem solche Erweiterungen deutlich mehr Flexibilität erlauben.

Protokolle

Die dritte sichtbare Einstellung, welche entfernt worden ist, sind die beiden Checkboxen für die beiden Protokollversionen SSL 3.0 sowie TLS 1.0 unter Erweitert > Verschlüsselung. Da sich in diesem Teil der Einstellungen nun nur noch Zertifikats-Einstellungen finden, wurde dieser Reiter umbenannt in Erweitert > Zertifikate. Mit Deaktivieren dieser Einstellungen bringt ein Aufruf beispielsweise einiger Google-Dienste nur noch eine Fehlermeldung Fehler: Gesicherte Verbindung fehlgeschlagen und der Anwender weiß sehr wahrscheinlich nicht, was dieses Problem verursacht hat. Stattdessen wird man sogar darum gebeten, den Betreiber der Webseite zu kontaktieren. Dazu kommt, dass nur bestimmte Kombinationen möglich sind, was dann besonders kompliziert wird, wenn Mozilla die Unterstützung für TLS 1.1 hinzufügt. Normalerweise sollte es auch keinen Grund geben, hier etwas zu deaktivieren. Da es sich dabei quasi um eine Experten-Einstellung handelt, sieht Mozilla den Weg über about:config im Fall der Fälle als zumutbar. Die dazugehörigen Schalter security.enable_ssl3 beziehungsweise security.enable_tls wurden entfernt, dafür gibt es die beiden neuen Schalter security.tls.version.min sowie security.tls.version.max, welche jeweils mit einem Wert von 0 für SSL 3.0 oder 1 für TLS 1.0 belegt werden können. Beim Update auf Firefox 23 wird im Falle zuvor deaktivierter Protokoll-Einstellungen das bisherige Standard-Verhalten wiederhergestellt.

Firefox 23 kommt mit aktiviertem Mixed Content Blocker

Mit Firefox 23 wird ein neues Feature standardmäßig aktiviert sein, welches die Sicherheit beim Surfen im Internet weiter verbessern soll. Ein Mixed Content Blocker soll aktiven HTTP-Content auf HTTPS-Seiten blockieren. Was dies meint und inwiefern der Nutzer hiervon profitiert, wird in diesem Artikel erklärt.

Was ist Mixed Content?

Der Vorteil von Verbindungen über HTTPS gegenüber HTTP ist, dass die Daten hierbei abhörsicher übertragen werden, was den Anwender vor Man-in-the-Middle-Attacken schützt. Allerdings bedeutet der Aufruf einer Webseite über HTTPS nicht automatisch, dass alle Ressourcen einer Webseite verschlüsselt übertragen werden, so können Bilder, Stylesheets, JavaScripts oder Frames auch auf einer über HTTPS aufgerufenen Webseite über HTTP angefragt und für Angriffe ausgenutzt werden. In einem solchen Fall spricht man von Mixed Content.

Der Mixed Content Blocker von Firefox blockiert bestimmte HTTP-Anfragen auf HTTPS-Webseiten, allerdings nicht alle. Um zu verstehen, was Firefox ab Version 23 standardmäßig blockiert, muss zunächst geklärt werden, welche zwei Arten von Mixed Content es gibt, nämlich Mixed Passive Content und Mixed Active Content.

Mixed Passive Content

Bei Mixed Passive Content handelt es sich um HTTP-Content auf einer HTTPS-Webseite, welcher nicht das Document Object Model (DOM) einer Webseite verändern kann, das können beispielsweise Bilder, Videos oder Audio sein. Ein Angreifer könnte diese austauschen, das hätte allerdings keinen größeren Einfluss auf den Rest der Webseite.

Nichtsdestominder kann auch Mixed Passive Content ein ernsthaftes Problem sein, da sich Rückschlüsse über die Aktivitäten eines Nutzers ziehen lassen könnten, indem zum Beispiel geschaut wird, welche Bilder an einen Nutzer geliefert werden. Da gewisse Bilder nur auf einer bestimmten Webseite erscheinen, könnte ein Angreifer so erfahren, welche Webseite ein Nutzer besucht. Darüberhinaus könnte der Angreifer die HTTP-Header, welche mit dem Bild gesendet werden, beobachten, inklusive User-Agent und sämtlichen Cookies, welche mit der Domain in Verbindung stehen, von welcher das Bild bezogen wird. Handelt es sich dabei um die selbe Domain wie die eigentliche Webseite, ist so der ganze Schutz durch HTTPS nutzlos, weil der Angreifer die Cookies des Benutzers aus den Headern der unverschlüsselt übertragenen Bilder auslesen kann.

Mixed Active Content

Mixed Active Content hat im Gegensatz dazu die Möglichkeit, das Verhalten einer HTTPS-Webseite zu verändern, und damit das Potential, sensible Nutzerdaten zu stehlen. Beispiele für Mixed Active Content sind über HTTP ausgelieferte Stylesheets, JavaScripts, Objekte, XHR-Requests, Fonts sowie iFrames. Bei letzterem gibt es Uneinigkeit zwischen den Browserherstellern, ob es sich dabei um Mixed Active Content oder Mixed Passive Content handelt, Mozilla geht hierbei im Gegensatz zu Google, welche dies als Mixed Passive Content einstufen, mit Microsoft mit und sieht dies als Mixed Active Content.

Ein Angreifer könnte die HTTP-Anfragen abfangen, die Antwort umschreiben und dabei schadhaften Code einschleusen. Dieser Code könnte dann sensible Nutzerdaten stehlen oder dazu genutzt werden, um Malware auf dem System des Nutzers zu installieren, indem man sich unsichere Plugins auf dem System des Nutzers zum Vorteil macht. In diesem Zusammenhang sei nochmals auf Mozillas Plugincheck hingewiesen, welcher die wichtigsten aktivierten Plugins auf Aktualität überprüft.

Mixed Content Blocker – was wird standardmäßig blockiert, was wird nicht blockiert?

Mozillas Mixed Content Blocker blockiert standardmäßig ab Firefox 23 sämtlichen Mixed Active Content. Mixed Passive Content hingegen wird nicht blockiert. Mixed Passive Content stellt auch ein reales Problem dar, allerdings sieht Mozilla hier derzeit noch das Problem, dass das Web noch nicht bereit dafür ist, Mixed Passive Content zu blockieren, zu viele Webseiten gingen dadurch kaputt, YouTube wird als Beispiel genannt. Infolgedessen würden die Nutzer außerdem zu häufig gewarnt werden, was die Wirkung der Warnung, wenn sie wirklich angebracht ist, reduziert. Außerdem sei das Blockieren von Mixed Passive Content ein Problem für Nutzer mit langsamen Internet-Verbindungen. Webseiten würden unter Umständen damit beginnen, sämtliche über HTTP angefragte Bilder und Videos ihrer HTTPS-Webseite über HTTPS einzubinden, um keine Warnung zu generieren. Dadurch, dass diese Verbindungen dann alle verschlüsselt würden, könnte sich dies spürbar auf die Geschwindigkeit der Webseite auswirken. Dieses Problem spielt für Mixed Active Content eine wesentlich geringere Rolle.

Wie kann ich auch Mixed Passive Content blockieren oder wie kann ich den Mixed Content Blocker komplett deaktivieren?

Der Mixed Content Blocker kann per Eingriff in about:config um einen Schutz vor Mixed Passive Content erweitert werden. Dazu muss lediglich der Schalter security.mixed_content.block_display_content gesucht und per Doppelklick auf true geschaltet werden.

Der Mixed Content Blocker lässt sich aber auch deaktivieren. Dazu muss ganz einfach der Schutz sowohl für Mixed Active Content als auch für Mixed Passive Content auf false stehen. Der Schalter für Mixed Active Content ist security.mixed_content.block_active_content.

Wie zeigt sich der Mixed Content Blocker?

Bei aktiviertem Mixed Content Blocker zeigt sich bei Besuch einer Webseite über HTTPS mit Mixed Content der Blocker in Form eines Icons in der Adressleiste. Per Klick auf dieses Icon hat der Nutzer die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren, den Mixed Content weiter zu blockieren oder den Schutz auf dieser Webseite aufzuheben.

Entschließt sich der Nutzer dafür, den Schutz aktiviert zu lassen, verschwindet das Icon aus der Adressleiste und der Mixed Content bleibt blockiert. Entschließt sich der Nutzer hingegen dafür, den Schutz für diese Webseite zu deaktivieren, dann wird der Mixed Content geladen und aus dem grauen Schloss-Symbol in der Adressleiste wird ein gelbes Warndreieck mit Ausrufezeichen.

Besucht der Nutzer eine HTTPS-Webseite mit Mixed Passive Content und hat nichts an den Einstellungen verändert, so wird dieser Mixed Passive Content zwar nicht blockiert, aus dem grauen Schloss-Symbol wird stattdessen allerdings eine graue Weltkugel, wie bei gewöhnlichen HTTP-Seiten auch.

Mozilla betont, dass der Mixed Content Blocker noch nicht immer perfekt arbeitet und man noch bestimmte Grenzfälle berücksichtigen müsse, wollte die Nutzer aber nicht länger auf diesen zusätzlichen Schutz warten lassen, weshalb dieser mit Firefox 23 standardmäßig aktiviert sein wird.

Firefox: Das Australis-Design und die Auswirkungen auf die Anpassbarkeit

Mozilla strebt derzeit für Firefox 24 einen entscheidenden Teil des Australis Redesigns für Firefox an. Doch dieses wird auch Auswirkungen in Bezug auf die Anpassbarkeit mit sich bringen, welche in diesem Artikel erörtert werden sollen.

Das Projekt Australis nimmt Fahrt auf. Unter diesem Schlagwort behandelt Mozilla die Neugestaltung großer Teile von Firefox, womit man vor allem eine modernere Oberfläche sowie mehr Konsistenz zwischen den verschiedenen Plattformen erreichen möchte.

Die erste auffälligere Veränderung der Benutzeroberfläche kommt bereits mit Firefox 23. Der Stern zum Hinzufügen von Lesezeichen wandert aus der Adressleiste hinüber zu den anderen Symbolen und kommt dann als kombinierter Button zusammen mit der Funktionalität des bisherigen Lesezeichen-Symbols daher. Der wirklich große Schlag erfolgt dann voraussichtlich mit Firefox 24, welcher gleichzeitig der kommende Extended Support Release (ESR) sein wird. Die auf den ersten Blick auffälligste Neuerung werden die wesentlich runderen Tabs sein, welche dann in die Titelzeile des Browsers gezeichnet werden. Auch die Suchleiste möchte man bis dahin optisch überarbeitet und oben anstelle von unten positioniert haben. Die komplexeste Neuerung betrifft aber das Menü sowie den damit in Zusammenhang stehenden Dialog zum Anpassen der Symbolleisten. Der mit Firefox 4 eingeführte Firefox-Button, welcher nicht auf allen Plattformen verfügbar ist, wird durch ein neues Menü-Symbol in der Navigations-Symbolleiste ersetzt und auf allen Desktop-Plattformen vorhanden sein. Dieses ist auf die wesentlichen Funktionen fokussiert, erlaubt aber im Gegensatz zum bisherigen Menü eine Anpassung durch den Benutzer, so können zukünftig beliebige Symbole auch im Menü platziert werden. Darum wird auch der bisherige Dialog zum Anpassen der Symbolleisten komplett überarbeitet.

So gut das alles klingt, so muss leider auch gesagt werden, dass diese Änderungen ihren Preis haben und es Konsequenzen in Bezug auf die Anpassbarkeit von Firefox geben wird. Es sei darauf hingewiesen, dass nichts davon in Stein gemeißelt ist und es sich während der Entwicklung herausstellen kann, dass man gewisse Dinge doch anders machen muss/wird, aber es gibt doch zumindest einen ziemlich konkreten Plan.

1. Die Symbole zum Neuladen respektive Stoppen des Ladens einer Webseite werden standardmäßig schon lange zu einem Button verschmolzen, wenn sie gemeinsam platziert werden, im Dialog zum Anpassen der Symbolleisten allerdings als separate Buttons betrachtet, welche sich an jeweils unterschiedlichen Stellen platzieren lassen. Mozilla wird diese beiden Buttons bereits hier zu einem Button verschmelzen und den Anwendungsfall entfernen, die Buttons an jeweils verschiedene Stellen zu setzen, um so die Komplexität zu reduzieren. Der kombinierte Button kann nach wie vor frei innerhalb dieser Navigations-Symbolleiste platziert werden. Ein Add-on kann die Möglichkeit der getrennten Buttons ohne Probleme wiederherstellen.

2. Die Symbole zum Neuladen und Stoppen einer Webseite sowie zum Zurück- respektive Vorwärts-Navigieren zwischen Seiten und die Adressleiste werden nicht länger die Navigations-Symbolleiste verlassen können. Derzeit sei es für einige Anwender viel zu einfach, Firefox dadurch in einen Zustand zu bringen, in welchem er für diese nicht mehr zu benutzen ist, weil wichtige Teile der Oberfläche fehlen. Auch diese Änderung lässt sich mit Hilfe einer Erweiterung rückgängig machen.

3. Aus ähnlichem Grund wird die Möglichkeit entfernt, die Navigations-Symbolleiste auszublenden. Nutzer, welche wie beim Internet Explorer 9+ Adressleiste und Tabs in einer Zeile haben wollen, werden also zu einem Add-on greifen müssen.

4. Ausgeblendete Symbolleisten werden beim Anpassen der Symbolleisten nicht mehr sichtbar sein, müssen zum Anpassen also eingeblendet sein.

5. Die Add-on-Symbolleiste wird aus Firefox entfernt werden, um das Einführen einer kompletten neuen Symbolleiste zu vermeiden, nur weil ein paar Add-ons installiert sind. Außerdem sollen sich Add-on-Features laut Mozilla dadurch mehr wie Features anfühlen, welche mit Firefox ausgeliefert werden. Ein Add-on könne eine solche Symbolleiste aber wieder einführen, heißt es.

6. Die Möglichkeit, zusätzliche Symbolleisten hinzuzufügen, wird entfernt. Diese Möglichkeit wird nach Mozilla vorliegenden Daten nicht häufig genutzt, kann durch ein Add-on allerdings wieder bereitgestellt werden.

7. Die Möglichkeit zwischen normaler und kleiner Symbolgröße umzuschalten und die beiden Modi Text sowie Symbole und Text werden entfernt. Der Unterschied zwischen den beiden Symbolgrößen ist ohnehin nur gering; auf Windows werden lediglich Abstände hinzugefügt und nicht die eigentliche Symbolgröße verändert, auf Mac OS X betrifft diese Option nur das Zurück-/Vorwärts-Symbol.

Die Navigations-Symbolleiste wird ihre komplette Anpassbarkeit behalten mit Ausnahme der als Punkt 2 genannten Tatsache, dass die für den Browser wesentlichen Elemente nicht mehr diese Symbolleiste verlassen können. Auch die Tabs-Symbolleiste wird weiter angepasst werden können, wenn auch die Tabs selbst diese Symbolleiste nicht verlassen können. Auch die Menüleiste (Datei | Bearbeiten | Ansicht | …) wird anpassbar sein, das Menü selber kann man – wie bisher auch – zwar nicht entfernen, aber ausblenden (was wie gehabt standardmäßig der Fall sein wird). Ebenso wird weiter die Lesezeichen-Symbolleiste anpassbar sein. Erwähnt sei dabei einzig nochmal, dass die entsprechenden Symbolleisten dann eingeblendet sein müssen, damit diese angepasst werden können, siehe Punkt 4.

Firefox Flicks 2013: Gewinner der 1. Early Entry Awards-Runde

Seit Februar läuft zum dritten mal Mozillas internationaler Kurzvideo-Wettbewerb Firefox Flicks, welcher Firefox-Fans und Filmemacher dazu einlädt, einen kurzen Videospot zu erstellen. In diesem Jahr steht Firefox Flicks unter dem Motto “Mobilisieren Sie sich”. Die Gewinner der 1. Early Entry Awards-Runde stehen nun fest.

In etwa die Hälfte des Firefox Flicks 2013-Wettbewerbs ist erreicht und bislang gab es 112 Einsendungen aus 26 Ländern. In diesem Jahr gibt es drei Chancen, durch eine frühe Teilnahme abzuräumen und dadurch 1.000 $ zu gewinnen. Der Einsendeschluss für die 2. Runde ist der 29. Mai und der für die 3. Runde der 03. Juli. Die finale Deadline ist am 31. Juli 2013, bis dahin können noch Videos eingereicht werden, um tolle Preise zu gewinnen.

Die drei Gewinner der 1. Early Entry Awards-Runde in aufsteigender Reihenfolge:

Platz 3: Anyone, Anywhere (Taiwan):

Auf firefoxflicks.mozilla.org ansehen

Platz 2: The Ripple Effect (Kenia):

Auf firefoxflicks.mozilla.org ansehen

Platz 1: Huba-Huba (Indonesien):

Auf firefoxflicks.mozilla.org ansehen

Mozilla Maker Party 2013

Diesen Montag war Mozilla im Weißen Haus beim White House Science Fair anwesend und hat hier die Mozilla Maker Party 2013 angekündigt – mehr als tausend über den Sommer verteilte, von der Community geführte Events in der ganzen Welt, mit dem Ziel den Menschen zu zeigen, was im Web möglich ist.

Vom 15. Juni bis zum 15. September werden Mozilla, die McArthur Foundation und das National Writing Project mit mehr als 40 Partnern, darunter unter anderem Amazon und Intel, zahlreiche Events auf der ganzen Welt veranstalten, bei welchen es um die wunderbaren Dinge geht, welche man im Web machen und teilen kann – von Video-Remixes, über Apps und Webseiten bis hin zu Do-it-Yourself-Robotern.

“Mozillians are people who make things. Moving people from consumption to creation is Mozilla’s goal.” – Mitchell Baker

Die Mozilla Maker Party ist der Nachfolger der der letztjährigen Mozilla Summer Code Party, im Rahmen derer über 700 Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Teilnehmern in rund 80 Ländern veranstaltet worden sind. In diesem Jahr soll alles noch größer werden, Mozilla spricht von über tausend Events. Diese Events sind Teil der Webmaker-Initiative.

Video auf YouTube ansehen

Mozilla Hatchery – Brutstätte für neue Mozilla-Produkte

Mit Hatchery bieten die Mozilla Labs ein neues Angebot an, welches Mozillians beim Wachstum und Erfolg ihrer Produkte im Anfangsstadium unterstützen soll. Dafür stellt Mozilla Coaching und Ressourcen in unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung.

Mozilla sieht Innovation als zentralen Punkt der eigenen Mission, das Web offen zu halten. Ohne Wettbewerb und Vielfalt an Angeboten würde das Web riskieren, von einer einzigen Firma kontrolliert zu werden, und die Entwicklung stagnieren, so Mozilla. Mit dem Hatchery-Programm möchte man daher die Innovation bei Mozilla fördern. Als Beispiel nennt man TowTruck, ein Kollaborations-Tool für die eigene Webseite, welches vom Hatchery-Team beim Pitching und Design unterstützt worden ist.

Hatchery richtet sich an Mozillians, welche dabei helfen wollen, Mozillas zukünftige Produkte und Dienstleistungen zu erfinden. Dabei kann mit ausreichend Unterstützung gerechnet werden, um die Idee oder den Prototypen eines Produktes auf das nächste Level zu bringen. Die Unterstützung von Mozilla kann in Form von Coaching und Ressourcen unter anderem in den Bereichen Nutzerforschung, Tests, Design oder Marketing stattfinden. Mozilla wird die Ideen hingegen nicht in Form von Geld oder der Abstellung von Mitarbeitern unterstützen.

Wer eine Idee hat und das Angebot von Mozilla wahrnehmen möchte, der kann über ein spezielles Formular anfragen. Erfüllt das Projekt gewisse Kriterien und wird als Hatchery-Projekt akzeptiert, wird man innerhalb einer Woche darüber informiert. Anschließend erhält man seinen eigenen Hatchery-Coach, welcher einen durch das Programm führt, und nimmt an regelmäßigen Meetings (persönlich oder virtuell) teil, in welchen Ziele und Deadlines für das Projekt gesetzt werden und wo man angeleitet wird und hilfreiche Unterstützung erhält. Nach regelmäßigen Reviews durch das Senior Management kann das Projekt dann unter Umständen in die nächste Phase gebracht werden. Mozilla nennt konkret drei Phasen: 1. Das Projekt in der Brutstätte (Hatchery), wo man Coaching erhält. 2. Mozilla hilft dem Projekt zu mehr öffentlicher Bekanntheit und frühen Nutzern. 3. Mozilla unterstützt das Projekt in der Bereitstellung von mehr Ressourcen auf dem Weg dahin, ein Mozilla-Produkt zu werden.

Wer sein eigenes Unternehmen gründen will, für den ist stattdessen Mozilla WebFWD (“Web Forward”) die bessere Adresse. Wer nach Investitionen in die eigenen Projekte sucht, sollte einen Blick auf die Mozilla Grants-Seite und die Schwerpunktbereiche werfen, in welche Mozilla investiert.

 

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