Mozilla veröffentlicht Firefox OS Simulator 4.0

Wer Apps für Mozillas kommendes mobiles Betriebssystem Firefox OS erstellen möchte, benötigt kein Smartphone, um diese zu testen. Mit dem Firefox OS Simulator gibt es eine Firefox OS-Umgebung als Add-on für den Firefox-Browser. Mozilla hat nun die Version 4.0 mit vielen Verbesserungen veröffentlicht.

Mit dem Firefox OS Simulator stellt Mozilla eine Test-Umgebung für Firefox OS als Add-on für Firefox bereit. Über ein Dashboard lassen sich ganz einfach Web-Apps oder auch als App verpackte Webseiten in den Simulator übertragen und dort ausführen. Dazu muss einfach die URL zu einer Webseite oder zur Manifest-Datei einer App eingetragen werden. Eine Autovervollständigung macht Vorschläge anhand der aktuell geöffneten Tabs. Aber auch lokale Manifest-Dateien auf dem Computer lassen sich hier auswählen. Außerdem lässt sich über das Dashboard der Simulator starten sowie stoppen.

Gegenüber der letzten Version bietet die neue Version 4.0 zahlreiche Neuerungen. So gibt es im Simulator Dashboard einen neuen “Connect”-Button für jede App, welcher die jeweilige App im Simulator öffnet und im Browser eine entsprechende Instanz der Entwickler-Werkzeuge öffnet. Dadurch können die Webkonsole, der Debugger, die Laufzeitanalyse und ab Firefox 23 außerdem der Netzwerk-Monitor und der Stil-Editor von Firefox zum Manipulieren des CSS benutzt werden.

Zu den weiteren Neuerungen gehören das Testen von Bezahlvorgängen und deren Verifizierung und simulierte Touch-Events; Interaktionen mit der Maus im Simulator generieren nun reale Touch-Events. Schließlich gibt es noch eine neue Tasten-Kombination. Bei Drücken der Kombination Strg + Shift + R respektive Cmd + Shift + R auf einem Mac wird nicht nur die App aktualisiert, der Simulator löscht außerdem persistente Daten wie den AppCache und Daten aus dem localStorage, sessionStorage sowie IndexedDB.

Zusammen mit der Veröffentlichung der neuen Version hat Mozilla auch die Dokumentation sowie das Simulator Walkthrough für den Firefox OS Simulator überarbeitet.

Firefox OS: Smartphone-Verkauf startet morgen in Polen. Deutschland, Griechenland und Ungarn im Herbst

Die Deutsche Telekom hat heute wie erwartet den Marktstart von Firefox OS für Polen bekannt gegeben, bereits morgen startet der Verkauf des Alcatel One Touch Fire mit Mozillas Betriebssystem. Außerdem wurde der Start in Deutschland, Griechenland sowie Ungarn für Herbst angekündigt.

Die Deutsche Telekom hat heute erwartungsgemäß auf einer Pressekonferenz in Polen bekannt gegeben, dass morgen der Online-Verkauf des Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS als Betriebssystem startet. Ab Montag sollen die Geräte dann landesweit in den 850 Fillialen von T-Mobile Polen verfügbar sein.

Des Weiteren hat die Deutsche Telekom angekündigt, im Herbst in weiteren Ländern zu starten. So wird die Deutsche Telekom das Alcatel One Touch Fire in Deutschland wie berichtet unter der Marke Congstar vertreiben, in Griechenland unter der Marke Cosmote und in Ungarn unter der Marke Magyar Telekom.

Die folgenden Bilder zeigen Werbung von Firefox OS und der Deutschen Telekom in Polen (Alle Rechte liegen bei mozillaeu@flickr, CC BY 2.0):

Weitere Informationen:

Presse-Mitteilung der Deutschen Telekom (deutsch)
Presse-Mitteilung von Mozilla (deutsch)

dpa: Firefox OS kommt über Congstar nach Deutschland

Die Deutsche Telekom wird heute eine Pressekonferenz zum Marktstart von Firefox OS in Polen abhalten. Wie die dpa im Vorfeld erfahren haben möchte, plant die Deutsche Telekom außerdem, Firefox OS über die Zweitmarke Congstar nach Deutschland zu bringen.

Die Deutsche Telekom hat für heute eine Pressekonferenz angesetzt, in welcher das Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS offiziell für den polnischen Markt angekündigt werden soll. Die Pressekonferenz wird ab 16.00h per Livestream im Internet übertragen.

Die dpa meldet, dass man aus Branchenkreisen erfahren haben möchte, dass Firefox OS auch nach Deutschland kommen wird. So plane die Deutsche Telekom den Vertrieb über die Zweitmarke Congstar.

Firefox: Neues Cache-Backend soll HTTP-Cache robuster machen

Mozilla arbeitet derzeit an einem neuen Cache-Backend, welches den HTTP-Cache von Firefox robust gegen Abstürze machen und die Programmoberfläche nicht zum Einfrieren bringen soll.

Nachdem sich ein größeres Entwickler-Team von Mozilla mit einem neuen API-Design für den HTTP-Cache von Firefox beschäftigt hat, haben Jan Bambas und Michal Novotný die letzten beiden Monate mit der Implementierung des neuen Backends verbracht und erste Test-Builds fertiggestellt, welche getestet werden können. Mit dem neuen Cache-Backend verfolgt Mozilla vor allem zwei Ziele: Zum einen soll der Cache robust gegen Abstürze werden. Bislang kann ein Absturz von Firefox oder das Killen des Firefox-Prozesses zum Verlust der Inhalte aus dem Cache führen. Zum anderen soll mit dem Cache in Verbindung stehendes Einfrieren der Benutzeroberfläche der Vergangenheit angehören. Erste Messergebnisse zeigen, dass man außerdem mit einer verbesserten Performance rechnen darf.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Code in dieser Phase der Entwicklung noch sehr, sehr experimentell ist, weshalb diese Builds wirklich nur zum Testen sind. Auf seinem Blog hat Jan Bambas erste Messergebnisse veröffentlicht, welche genau das auch widerspiegeln; Tests mit einer MicroSD-Karte zeigen, dass spürbare Geschwindigkeitsvorteile erzielt werden können. Allerdings gibt es auch noch Situationen, in welchen das alte Backend schneller ist. Insbesondere im Test mit einer SSD sind derzeit noch keine Verbesserungen der Performance feststellbar. In den nächsten Wochen soll das neue Backend weiter optimiert werden, so dass das neue Cache-Backend dem bisherigen in allen Belangen überlegen ist.

Testing with a microSD card:

First-visit load

 

Full load

First paint

mozilla-central

16s

7s

new back-end

12s

4.5s

new back-end and separate threads for open/read/write

10.5s

3.5s

Reload, already cached and warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

7s

700ms

new back-end

5.5s

500ms

new back-end and separate thread for open/read/write

5.5s

500ms

Type URL and go, cached and warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

900ms

900ms

new back-end

400ms

400ms

Type URL and go, cached but not warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

5s

4.5s

new back-end

~28s

5-28s

new back-end and separate threads for open/read/write

~26s

5-26s

Testing on an SSD disk:

Type URL and go, cached and warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

220ms

230ms

new back-end

310ms

320ms

Type URL and go, cached but not warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

600ms

600ms

new back-end

1100ms

1100ms

Registrierung für Mozilla Festival 2013 geöffnet

Im Oktober ist es wieder soweit – wie jedes Jahr lädt Mozilla nach London zum Mozilla Festival ein. Die Registrierung für das Mozilla Festival 2013 ist nun geöffnet.

In diesem Jahr findet das Mozilla Festival vom 25. Oktober bis zum 27. Oktober statt, wie immer am Ravensbourne-Campus in London. Highlights des letzten Jahres waren der Launch des Mozilla Popcornmakers 1.0 sowie der Start der Mozilla Webmaker Badges. In diesem Jahr soll unter anderem der Mozilla Web Literacy Standard im Zuge des Mozilla Festivals die Versionsnummer 1.0 erhalten. Interessierte könnten sich hier für das Mozilla Festival 2013 registrieren.

„Jedes Jahr bringt das Mozilla Festival Leute aus der ganzen Welt zusammen, die das Internet erforschen, zusammen lernen und gemeinsam Projekte anstoßen, die die Zukunft des Webs für gute Zwecke und eine weltweite Zusammenarbeit verändern. Aus über 40 Ländern versammelte das diesjährige Festival vom 9. – 11. November 2012 mehr als 900 Menschen in London – darunter Code Entwickler, Designer, Journalisten, Lehrbeauftragte, Filmemacher, Spieler und alle am Web Interessierten. „Das Mozilla Festival ist ein Magnet für Menschen aus der ganzen Welt, die sich für die Möglichkeiten interessieren, das Internet offener, kreativer und innovativer zu gestalten. Ziel ist es, mehr junge Leute vom Webnutzer zum Webmacher zu bewegen.“, erklärt Mark Surmann, Executive Director der Mozilla Foundation.“

Zitiert von: Mozilla Presse-Center (2012)

L20n: Mozilla hebt Lokalisierung auf die nächste Stufe

L20n ist der Codename für Mozillas Lokalisierungs-Framework, welches das Potential hat, die Übersetzung von Software in Zukunft zu perfektionieren.

Lokalisierung umfasst alles Notwendige, um ein Produkt in eine andere Sprache zu bringen, darunter fallen vor allem Übersetzungen, aber auch das Anpassen von Datums- und Zeitformaten, Währungen oder Maßeinheiten. Üblicherweise wird dies mit dem Numeronym L10n abgekürzt (engl. localization, 10 Buchstaben zwischen l und n). L20n kann sinnbildlich als Localization 2.0 verstanden werden. Auf der Webseite l20n.org präsentiert Mozilla L20n und gibt eine Einführung in die Möglichkeiten. Aktuell trägt L20n die Versionsnummer 1.0 Beta 3.

Mit L20n hegt Mozilla keinen geringeren Anspruch, als Software-Lokalisierung neu zu erfinden. Dem Lokalisierer werden mit L20n umfassende Möglichkeiten an die Hand gegeben, um die Komplexität verschiedener Sprachen in Software optimal umzusetzen. L20n ist eine sprach-spezifische Open Source Scripting-Sprache, welche es erlaubt, Eigenschaften natürlicher Sprachen wie Geschlechter, Pluralformen und Konjugationen umzusetzen, ebenso wie Übersetzungen je nach zur Verfügung stehendem Platz. So ist es beispielsweise denkbar, ein Element bei ausreichend vorhandenem Platz vollständig zu übersetzen und auf einem kleinen Ausgabegerät wie einem Smartphone entsprechend zu kürzen, so dass ungünstige Kürzungen von Übersetzungen vermieden werden können. Dadurch, dass diese Entscheidungen von der Programm-Logik abgekapselt sind, können in den verschiedenen Sprachversionen unterschiedliche Bedingungen festgelegt werden. Dies ist ein sehr großer Vorteil, da sich die Länge von Wörtern in den verschiedenen Sprachen teilweise sehr stark voneinander unterscheidet. Zum anderen erlaubt einem dies größtmögliche Flexibilität, da sich Sonderbehandlungen für eine Sprache umsetzen lassen ohne Einfluss auf andere Sprachen zu haben.

Im April haben Staś Małolepszy und Zbigniew Braniecki auf der Front-Trends 2013 in Warschau einen Vortrag (engl.) über L20n gehalten, welcher online auf vimeo angesehen werden kann.

Video auf Vimeo ansehen

Weitere Informationen gibt es im Blog von Staś Małolepszy.

Mozilla-Webseite unterstützt bei Gestaltung von Firefox OS Apps

Wer eine eigene App für Firefox OS entwickelt, möchte diese unter Umständen dem optischen Gesamtbild von Firefox OS anpassen. Mozilla unterstützt dabei mit einer eigenen Webseite, auf welcher Code-Schnipsel und Ressourcen bereitgestellt werden.

Mit Building Firefox OS hat Mozilla eine Webseite im Angebot, welche App-Entwicklern bei der Gestaltung ihrer Apps für Firefox OS hilft. Im Wesentlichen beinhaltet die Webseite drei Teile: 1. Die sogenannten Building Blocks 2. CSS Transitions und 3. Downloads.

Bei den Building Blocks handelt es sich um wiederverwendbare Komponenten. Benötigt der Entwickler für seine App beispielsweise Buttons, eine Auflistung, eine Bestätigung oder eine Fortschrittsanzeige, kann er hier nach der entsprechenden Komponente suchen und erhält das dafür notwendige HTML-Markup inklusive entsprechender CSS-Datei, um diese Komponente im Firefox OS-Stil zu gestalten.

Ähnlich erhält der Entwickler im Abschnitt CSS Transitions die CSS-Anweisungen für die verschiedenen in Firefox OS genutzten CSS-Animationen, beispielsweise für In-App-Navigationen.

Unter Downloads lassen sich schließlich alle UI-Komponenten als PSD-Datei, die Building Blocks mit Beispielen, Icon Sets sowie die in Firefox OS verwendete Schriftart Feura Sans herunterladen.

Doch beim bisherigen Angebot soll es nicht bleiben. So möchte Mozilla unter anderem die bisherigen Building Blocks auch kompatibel zu anderen Browsern machen und weitere Themes bereitstellen.

7digital veröffentlicht ersten Music Store für Firefox OS

Für Firefox OS existieren bereits ein paar prominente Apps, darunter Facebook, Twitter und auch Soundcloud. 7digital hat nun den ersten Store zum Download von Musik für Firefox OS veröffentlicht.

Smartphone-Nutzer kennen 7digital unter Umständen bereits durch die nativen Apps für Android, iOS, Windows Phone oder BlackBerry. Auch für Firefox OS befindet sich mittlerweile eine webbasierte Version als App im Firefox Marketplace. Der 7digital Music Store ist komplett in alle europäischen sowie nordamerikanischen Sprachen lokalisiert und entsprechend auch in deutscher Sprache verfügbar.

Musik-Liebhaber finden im 7digital Music Store über 24 Millionen Titel, welche sie über die App probehören und bei Gefallen kaufen und herunterladen können. Die bei 7digital gekauften Lieder werden zur 7digital-Cloud hinzugefügt und stehen damit auf allen Geräten des Käufers zur Verfügung.

via: thenextweb.com

Mozilla Science Lab soll Offenes Web und Wissenschaft zusammenbringen

Mozilla hat mit dem Mozilla Science Lab eine neue Initiative ins Leben gerufen, welche Wissenschaftlern auf der ganzen Welt helfen soll, das Offene Web auch in Bezug auf die Wissenschaft zu nutzen.

Mozilla schreibt im offiziellen Blog, dass Wissenschaftler das Web zwar erfunden hätten, dieses aber nicht im selben Maße für die Wissenschaft genutzt würde, wie es Medien, Bildung oder das Geschäftsleben weitergebracht hätte; Wissenschaft sei größtenteils noch im “analogen” Zeitalter verankert. Mit dem Science Lab versucht Mozilla, den Dialog zwischen der Open Web Community und Wissenschaftlern zu fördern. Gemeinsam sollen Ideen, Werkzeuge und Praktiken ausgetauscht werden um Web-Lösungen der nächsten Generation zum Lösen realer Probleme in der Wissenschaft zu nutzen, und Forschung agiler sowie kollaborativer zu machen.

Das Mozilla Science Lab wird von Kaitlin Thaney geleitet, welche sich bereits seit langer Zeit mit Open Science beschäftigt. Unter anderem arbeitete sie am Science-Programm von Creative Commons und zuvor für Digital Science, welche auf Forschungs-Tools fokussiert sind. Digital Science ist außerdem ein Inkubator für Startups in der Wissenschaft. Ihr steht Greg Wilson zur Seite, der Gründer von Software Carpentry, einem Programm, welches Wissenschaftlern grundlegende Computer-Fähigkeiten beibringt, damit diese produktiver werden. Software Carpentry hat im vergangenen Jahr über 70 Workshops mit mehr als 2.200 Teilnehmern veranstaltet. Diese Zahlen möchte man über die nächsten zwölf Monate sogar verdoppeln. Das Mozilla Science Lab wird von der Alfred P. Sloan Foundation unterstützt, einer philanthropischen Non-Profit-Organisation mit einem Schwerpunkt auf Wissenschaft.

Bei Mozilla in Japan sind sogar die Möbel Open Source

Mozilla lebt den Open Source-Gedanken. Und das spiegelt sich nicht nur in der Software wider, sondern auch in der Büro-Einrichtung. So hat man mit der Design-Schmiede Nosigner zusammengearbeitet, um eine Büroeinrichtung für Mozilla Japan zu entwerfen – basierend auf der Idee von Open Source.

Dass Open Source nicht nur bei Software funktioniert, beweist die in Japan ansässige Design-Schmiede Nosigner. Diese hat die Büroeinrichtung für das neue Büro der japanischen Mozilla-Niederlassung entworfen. Dabei wurden allgemein verfügbare Gegenstände für die Möbel verwendet und auch die Baupläne sind alle online zum Download verfügbar.

Bilderquelle: Tumblr

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