Änderung des User-Agents von Firefox 41+ für Android

Entwickler, welche User-Agent-Sniffing betreiben, müssen sich auf eine Änderung des User-Agents von Firefox für Android erstellen. Diesen wird Mozilla aller Voraussicht nach mit Firefox 41 ändern.

Browser senden bei jedem Seitenaufruf einen sogenannten User-Agent an die jeweilige Webseite. Dieser beinhaltet Informationen über das verwendete Betriebssystem, den Browser sowie die Browserversion und wird von Webseiten häufig benutzt, um unterschiedliche Versionen einer Webseite an Systeme mit unterschiedlichen Fähigkeiten bereitzustellen. Um die Kompatibilität mit Webseiten zu verbessern, wird Mozilla voraussichtlich ab Version 41 einen geänderten User-Agent in Firefox für Android senden, welcher zusätzlich die verwendete Android-Version beinhaltet. Damit ist der User-Agent nach folgendem Schema aufgebaut:

Mozilla/5.0 (Android ; Mobile; rv:) Gecko/ Firefox/

Dabei wird es noch eine Besonderheit geben: auf Geräten mit einer Android-Version kleiner als 4.0 wird Firefox als Versionsnummer Android 4.4 angeben. Bei Verwendung von Android 4.0 und höher wird die reale Android-Version angegeben.

Ein erster Ausblick auf Firefox OS 2.5

Die nächste große Veröffentlichung nach Firefox OS 2.2 trägt die Versionsnummer 2.5 und soll Anfang 2016 fertiggestellt werden. Dieser Artikel gibt einen ersten Ausblick auf die zu erwartenden Neuerungen.

Ende Juni hat sich ein großer Teil von Mozilla für ein paar Tage gemeinsam in Whistler zusammengefunden. Dort wurde erstmals Firefox OS 2.5 angekündigt. Mit dem Titel „It’s personal“ sowie der Beschreibung „The most customizable, secure, local and empowering Firefox OS experience yet“ wurden dabei auch schon die Schwerpunkte der neuen Version angedeutet, welche wie folgt lauten: „Add-ons, Updates, Private Browsing, Pin the Web, Performance, Battery Life“.

Bildquelle

Mittlerweile gibt es auch schon eine Wiki-Seite, welche mehr ins Detail geht. Das für viele vielleicht Wichtigste zuerst: der Terminplan. Bisher sind neue Versionen von Firefox OS seit dem Erscheinen von Firefox OS 1.2 im Abstand zweier Gecko-Versionen erschienen. Firefox OS 1.2 basierte auf Gecko 26, Firefox OS 1.3 auf Gecko 28 usw. bis schließlich Firefox OS 2.1 auf Basis von Gecko 34. Zwischen Firefox OS 2.1 und Firefox OS 2.2 lagen bereits drei Gecko-Versionen (Firefox OS 2.2: Gecko 37) und Firefox OS 2.2 kann in diesem Sinne als Langzeitversion verstanden werden, denn Firefox OS 2.5 wird auf Gecko 43 basieren. Der offizielle Entwicklungsstart war vor wenigen Tagen am 29. Juni, einzelne Features befinden sich schon länger in der Entwicklung, die geplante Feature Completion am ist am 2. November, die geplante Code Completion am 4. Januar 2016. Bis dann Firefox OS 2.5 auch offiziell auf Geräten erscheint, wird es hinterher natürlich auch noch einmal ein bisschen Zeit benötigen.

Es folgt eine Auflistung von Features, welche derzeit für Firefox OS 2.5 in Betracht gezogen werden. Es wird schnell klar: vieles dreht sich um Anpassbarkeit.

Wichtig: Sowohl die hier genannten Termine als auch der Funktionsumfang sind in keiner Weise als verbindlich anzusehen, Planungen können sich ohne weitere Ankündigung im Laufe der Entwicklung verändern. Die hier vorgestellte Featureliste ist ausdrücklich als Entwurf zu verstehen.

Add-ons. Mozilla möchte in Firefox OS das bringen, was den Desktop-Browser (neben anderen Dingen) so erfolgreich gemacht hat: Add-ons. Dabei beschränkt sich Mozilla nicht auf den Browser, Add-ons erlauben die Anpassung jeder beliebigen App per JavaScript und CSS. Man kann sich dies ähnlich wie GreaseMonkey für den Desktop-Firefox vorstellen. Siehe dazu auch die Dokumentation im Mozilla Developer Network. Natürlich gibt es auch einen Add-on Manager.

Add-ons direkt auf dem Gerät selbst erstellen. Mit dem Customizer-Add-on können direkt auf dem Gerät Add-ons erstellt werden. Damit ist der Customizer quasi ein Add-on zum Erstellen von Add-ons. Der Customizer öffnet die gewünschte App – inklusive der System-Apps – in einem Splitscreen: in der oberen Hälfte sieht man die eigentliche App, in der unteren Hälfte die Quelltextansicht der App. Darüber können die HTML-Elemente der App ausgewählt und bearbeitet werden. Die Änderungen können anschließend als Add-on gespeichert werden. Der Customizer kann entweder über einen Launcher gestartet werden oder auch aus jeder beliebigen App direkt für die entsprechende App mittlels Zwei-Finger-Wischgeste.

Hackerplace. Der Hackerplace dient derzeit als Marktplatz für experimentelle Apps und Add-ons. Möglicherweise wird man einen Bereich für die Add-ons aber auch direkt in den Firefox Marketplace integrieren.

Themes & Theme-Editor. Nicht nur die Funktionalität, sondern auch die Optik soll verändert werden können. Mit Firefox OS 2.5 möchte Mozilla Themes für Firefox OS einführen. Auch hier hat der Nutzer wieder selbst die Möglichkeit, kreativ zu werden: Die Studio-App erlaubt das Erstellen eigener Themes.

Austauschbarer Homescreen. Firefox OS besitzt bis einschließlich Version 1.4 mehrere Homescreens, zwischen denen per Wischgeste gewechselt werden kann. Seit Firefox OS 2.0 gibt es nur noch einen Homescreen, der dafür nach unten ins Endlose gescrollt werden kann. In beiden Fällen kann der Homescreen nicht vom Nutzer ausgetauscht werden. Firefox OS 2.5 soll die Möglichkeit bringen, neue Homescreens herunterladen und installieren zu können, ohne dass ein Neustart des Geräts notwendig ist.

Anpassbarkeit für Geräteanbieter. Ein weiterer Abschnitt in der vorläufigen Featureliste dreht sich unter der Bezeichnung „Late Customization“ um die Anpassbarkeit für Geräteanbieter. Der Anbieter soll beim ersten Start weitere Apps installieren können. Bisher ist es so, dass der Anbieter gewünschte zusätzliche Apps bereits mit dem Gerät ausliefern muss. Diese zusätzlichen Apps sollen über den Firefox Marketplace gehostet werden und können vom Nutzer natürlich auch gelöscht werden. Ebenso sollen zusätzliche Sprachen beim ersten Start installiert werden können.

Webmaker-App. Die Webmaker-App soll eine besonders einfache Oberfläche bereitstellen, um mobile Applikationen direkt auf dem Smartphone zu erstellen und zu veröffentlichen und damit letztlich Inhalte anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Im Google Play Store steht die Webmaker-App als Betaversion für Android zum Download bereit und ist auch als Teil von Firefox OS 2.5 geplant.

Privatsphäre-Features. Es werden konkret zwei Features genannt: ein Tracking-Schutz, welcher dieselbe Blacklist nutzen soll wie der für die Desktop- und Android-Version von Firefox geplante Tracking-Schutz, sowie ein Privater Modus für den Browser.

Pin the Web. Die Idee hier ist es, jede beliebige Webseite und dank strukturierter Daten auch Fotos, Videos, Termine, Kontakte etc. mit wenigen Klicks auf dem Homescreen anpinnen zu können. Natürlich sind die angepinnten Inhalte auch darüber hinaus in das System integriert (Suche, Gruppierung im Taskmanager, Browser-Startseite). Das Konzept wurde in einem eigenen Artikel auf diesem Blog bereits ausführlich vorgestellt.

Performance. Mozilla möchte sowohl die Startgeschwindigkeit des Systems verbessern als auch die Zeit, welche eine App zum Öffnen benötigt.

Portierung erster Apps auf neue Architektur. Unter dem Codenamen „New Gaia Architecture“ oder kurz NGA arbeitet Mozilla an einer neuen Architektur für Apps, was vor allem der Performance zu Gute kommen soll, da Web-Apps nach Ansicht von Mozilla noch nicht so performant seien, wie sie sein könnten. In Firefox OS 2.5 sollen die ersten vier System-Apps für die neue Architektur portiert werden: Kontakte, SMS, Musik, FM-Radio.

Bessere RTL-Unterstützung. Mozilla möchte die Unterstützung für Sprachen, in denen von rechts nach links geschrieben wird, weiter verbessern.

Benutzbarkeit mit vollem Speicher. Firefox OS unterstützt derzeit nur unzureichend die Situation, wenn der Speicher des Gerätes voll ist, dann können einige Funktionen nicht mehr genutzt werden. Dies soll sich in Firefox OS 2.5 ändern.

Sprachsteuerung. Mit Firefox OS 2.5 sollen wenigstens acht konfigurierbare Sprachkommandos unterstützt werden, mit denen Nutzer Funktionen des Gerätes steuern können.

Updates. Als ein weiterer Punkt wird aufgeführt, Updates selbst direkt an die Contributors ausliefern zu können. Ob und inwiefern Endnutzer hiervon profitieren, lässt sich anhand der bislang nur wenig verfügbaren Informationen nicht herauslesen.

A/B-Tests. Für die Entwickler von Firefox OS soll es die Möglichkeit geben, A/B-Tests mit einem Teil der Nutzer durchzuführen.

Bugzilla Lite. Bugzilla Lite ist eine App, welche es Nutzern erlaubt, direkt auf dem Smartphone mögliche Fehler an Mozilla zu melden.

Support-App. Die BuddyUp-App (auch im Firefox Marketplace erhältlich) ist eine App, über welche Nutzer von Firefox OS Hilfe bei Problemen erhalten können.

Firefox: Änderung des Zeitplans bezüglich Signierung von Add-ons

Add-ons müssen in Zukunft von Mozilla signiert sein, damit sie in Firefox installiert werden können. Verpflichtend wird die Signatur nun eine Firefox-Version später als ursprünglich geplant.

Zum Schutz seiner Nutzer führt Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons ein. Für Add-on, welche auf Mozillas Add-on-Webseite AMO (addons.mozilla.org) gehostet werden, sollte sich dadurch nicht viel ändern, da die Signierung automatisch im Zuge des Reviews erfolgt. Wer sein Add-on auf einer anderen Webseite hostet oder ein fremdes Add-on zu privaten Zwecken selbst angepasst hat, kann dies auch weiterhin tun, muss dafür aber sein Add-on zur Signierung einreichen. Wie das funktioniert, kann hier nachgelesen werden. Normalerweise sollte auch dies kein Problem sein.

Der ursprüngliche Plan sah vor, nicht signierte Add-ons in Firefox 40 standardmäßig zu deaktivieren (mit der Option, die Signaturpflicht zu deaktivieren) und mit Firefox 41 die Signaturpflicht zu erzwingen. Dieser Zeitplan hat nun eine Korrektur erhalten. Firefox 40 soll zunächst nur warnen, die Deaktivierung nicht signierter Add-ons mit Firefox 41 erfolgen und erst mit Firefox 42 wird die Signierung von Add-ons dem neuen Plan nach verpflichtend sein. Firefox 42 erscheint voraussichtlich am 2. November.

Nichts ändert sich daran, dass die Signaturpflicht nur für finale sowie Betaversionen von Firefox gelten wird und in Firefox Nightly sowie Firefox Developer Edition deaktiviert werden kann. Darüber hinaus wird Mozilla spezielle Builds der finalen sowie Betaversionen ohne offizielles Firefox-Branding veröffentlichen, welche ebenfalls eine abschaltbare Signaturpflicht besitzen werden.

Firefox: „Neuer Tab“-Seite mit neuer Kachel der deutschsprachigen Gemeinschaft

Wer in Firefox einen neuen Tab öffnet, sieht standardmäßig eine Seite mit Kacheln verschiedener Webseiten. Dabei handelt es sich um die vom Nutzer meistgenutzten Webseiten oder auch um selbst fest gelegte Webseiten. Neue Firefox-Nutzer sehen hier eine vordefinierte Auswahl von Webseiten. Ab sofort ist auch die deutschsprachige Mozilla-Gemeinschaft mit einer Kachel vertreten.

Beim Öffnen eines neuen Tabs in einem frischen Profil zeigt Firefox sinnvollerweise nicht etwa eine leere Seite an, da die Chronik ja noch nicht befüllt ist, sondern hat schon ein paar Kacheln vorbelegt. Gesponsort ist hier übrigens nur eine einzige Kachel, die restlichen neun sind Seiten, die in direktem Zusammenhang zu Mozilla stehen, beispielsweise führt eine Kachel zu Mozillas Datenschutzprinzipien.

Die Community spielt für Mozilla traditionell eine sehr große Rolle. Dies wird nicht zuletzt dadurch deutlich, dass deutschsprachige Firefox-Nutzer nun eine Kachel sehen, welche auf die Webseite der deutschsprachigen Mozilla-Community führt.

Deutschsprachige Mozilla-Gemeinschaft

Genauer führt diese Kachel zur neuen Gemeinschaftsseite der deutschsprachigen Mozilla-Community, stellt einen Teil der ehrenamtlichen Helfer vor und bietet damit einen guten Einstieg für jeden, der auch gerne Teil der Gemeinschaft wäre. Die Seite ist natürlich auch direkt aufrufbar. Interessierte hier entlang!

Deutschsprachige Mozilla-Gemeinschaft

Veröffentlichung von Firefox 39 verzögert sich

Wer auf die für heute geplante Veröffentlichung von Firefox 39 wartet, muss sich noch ein wenig gedulden, denn die Veröffentlichung verzögert sich aufgrund eines Absturz-Problems, welches Mozilla vor der Veröffentlichung beheben will. Die Verzögerung betrifft ebenfalls Firefox ESR, Firefox für Android sowie die ursprünglich für Donnerstag geplante Beta 1 von Firefox 40.

Wer die geplanten Releasetermine von Firefox kennt und seinen Browser heute nach Updates hat suchen lassen, dem ist vielleicht aufgefallen, dass das für heute geplante Update auf Firefox 39 noch nicht erschienen ist. Der Grund ist denkbar einfach: Firefox 39 ist noch nicht fertig. Mozilla kämpft aktuell noch mit einer möglichen Absturzursache bei Programmstart, deren Behebung die Veröffentlichung von Firefox 39 verzögert. Von der Verzögerung ebenso betroffen sind die Updates für Firefox ESR, Firefox für Android sowie die kommende erste Beta-Version von Firefox 40. Zunächst soll noch ein weiterer Release Candidate auf dem Betakanal zur Verfügung gestellt werden.

Firefox 41: Mozilla optimiert Speicherverbrauch für Adblock Plus-Nutzer

Werbeblocker sind eine praktische Erfindung, kommen aber zu einem Preis: sie benötigen Ressourcen, teilweise nennenswert mehr als andere Add-ons. Nutzer von Adblock Plus können sich auf eine Optimierung in Firefox 41 freuen, welche besonders diesem Add-on zugute kommt.

Werbeblocker können teilweise signifikante Auswirkungen auf den Speicherverbrauch von Browsern haben. Auch wenn das ein Preis ist, den viele gerne bereit sind zu zahlen, ist das zumindest ein Punkt, den man im Hinterkopf behalten sollte, insbesondere wenn man Probleme mit dem Speicherverbrauch hat und der Browser an seine Leistungsgrenzen stößt. Gerade die populäre Erweiterung Adblock Plus hat mit der Zeit den Ruf erhalten, besonders speicherhungrig zu sein. Dies hängt zum einen mit Sicherheit damit zusammen, dass es sich hierbei schlicht um die mit Abstand populärste Erweiterung dieser Art handelt. Zum anderen hängt dies aber auch mit der Funktionsweise von Adblock Plus und von Firefox zusammen. Adblock Plus nutzt ein relativ großes Stylesheet, um Elemente zu verstecken, welche nicht blockiert werden können. Dieses wird von Adblock Plus nur einmal global eingebunden, Firefox erstellt davon intern allerdings für jeden Frame eine eigene Kopie und jede davon benötigt Speicher. So kann Adblock Plus in Extremfällen den Speicherverbrauch verdoppeln oder gar noch sehr viel höher ansteigen lassen. Das ist natürlich ein Extremfall, aber ein Fall, wie er vorkommt.

In der Nightly-Version von Firefox 41 ist nun eine entscheidende Änderung gelandet, welche es Firefox erlaubt, identische Stylesheets zwischen den Dokumenten zu teilen. Hiervon profitiert grundsätzlich jeder Firefox-Nutzer, da auch Firefox selbst ein Stylesheet mit Standard-Deklarationen in jedes Dokument einbindet. Während diese Neuerung ein Ersparnis von 120 KB pro Dokument bringt (abzüglich einmal 120 KB, da das Stylesheet einmal eingebunden werden muss), sind die Auswirkungen für Nutzer von Adblock Plus spürbar größer: hier werden über 2 MB pro Dokument eingespart, was sich zu einem deutlichen Speicherersparnis gegenüber Firefox 40 summieren kann. Gerade bei komplexen Webseiten mit vielen iFrames, die dadurch einen extremen Speicherverbrauch verursachen, dürfte der Unterschied entsprechend spürbar ausfallen. Wie viel das bringen kann, belegt ein Testcase eines Extremfalls, bei dem der Speicherverbrauch durch die Änderung um etwa 1,5 GB reduziert worden ist.

Nicht nur Speicher wird durch diese Neuerung gespart, sondern auch reale Zeit, wenn sich diese auch in einem kaum wahrnehmbaren Bereich befindet. Auf dem System des Patch-Erstellers (i7 2,6 GHz Macbook Pro von 2012) resultiert dies laut Bugzilla-Ticket in einem Ersparnis von 0,3ms für Firefox selbst respektive 13ms inklusive Adblock Plus-Stylesheet pro Seitenaufruf.

Firefox 41+: Seite festlegen, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint

Die Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, konnte bislang in Firefox beliebig angepasst werden, indem ein Schalter über about:config angepasst wurde. Ab Firefox 41 wird dies aus Hijacking-Gründen nicht länger möglich sein. Bereits jetzt gibt es ein von mir entwickeltes Add-on, welches diese Funktion zurück in Firefox bringt. Das Add-on steht ab sofort auf Mozillas Add-on-Webseite zum Download bereit.

Mit Firefox 41 (und höher) ist es nicht länger möglich, die Seite anzupassen, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, indem die Einstellung browser.newtab.url über about:config verändert wird. Da diese Einstellung – wie leider viele gute Dinge – in der Vergangenheit von Hijackern missbraucht worden ist, hat sich Mozilla dazu entschieden, diese Einstellung aus dem Firefox-Core zu entfernen (siehe Bug 1118285). Glücklicherweise hat Mozilla nicht einfach nur die Einstellung entfernt, sondern gleichzeitig auch eine neue API bereitgestellt, welche es Entwicklern von Add-ons erlaubt, diese Funktionalität in Form eines Add-ons zurück in Firefox zu bringen.

Betroffen ist Firefox ab der morgen erscheinenden Nightly-Version von Firefox 41. Und bereits jetzt gibt es Ersatz für diese verloren gegangene Funktion. Ich habe ein kleines Add-on geschrieben, welche genau diese Möglichkeit zurück in Firefox bringt. Das Add-on steht unter der MIT-Lizenz, der Quelltext ist öffentlich einsehbar, das Add- ist signiert und damit auch schon bereit für die Nutzung, wenn die Signierung von Add-ons verpflichtend wird.

Verwendungsweise
Einfach die gewünschte URL in den Einstellungen des Add-ons eintragen. Änderungen werden umgehend übernommen. Es ist kein Neustart oder dergleichen notwendig. Wird das Feld leer gelassen, wird automatisch die Standard-Seite about:newtab angenommen.

Quelltext
Quelltext auf git.agenedia.com

Download
Download auf addons.mozilla.org (deutsche Beschreibung)
Download auf addons.mozilla.org (englische Beschreibung)

Screenshot

Besonderes Danke an Mozilla

Wer Add-ons für Firefox entwickelt, weiß vermutlich, dass es teilweise mehrere Wochen dauern kann, bis ein Add-on ein Review erhält. Bei diesem Add-on hat es keine fünf Minuten (!) gedauert, bis ein vollständiges Review gewährt worden ist. Darüber hinaus möchte ich noch einmal die Tatsache positiv hervorheben, dass Mozilla eine extrem einfach zu verwendende Schnittstelle als Ersatz implementiert hat, um die Funktionalität wiederherzustellen. Diese Änderung geht also definitiv nicht gegen die Anpassbarkeit durch die Nutzer, das kann Mozilla beim besten (oder eher schlechtesten) Willen absolut nicht vorgeworfen werden, ansonsten hätte Mozilla diese Option einfach ersatzlos streichen können. Viel mehr ist es so, dass jede tolle Option in Firefox auch für schlechte Dinge genutzt werden kann und das Ändern solcher Einstellungen gegen den ausdrücklichen Willen des Nutzers zu einem ernsten Problem geworden ist. Für Mozilla muss es darum gehen, die Masse zu schützen und es sind nicht die Experten, die eine Einstellung über about:config verändern können, die besonders geschützt werden müssten, sondern die Nutzer, welche diese Art der Anpassung nicht kennen. Wer about:config zu so einem Zweck verändern kann, dem ist auch die Installation eines Add-ons zuzumuten – meiner persönlichen Ansicht nach.

Programmiersprache: Rust 1.1 und Rust 1.2 Beta stehen bereit

Rust ist eine neue Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Sechs Wochen nach der Fertigstellung von Rust 1.0 stehen nun Rust 1.1 und Rust 1.2 Beta bereit.

Für die neue Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas neue Engine Servo entwickelt wird, wurde ein Release-Zyklus versprochen, den man ähnlich auch von Firefox kennt: alle sechs Wochen erscheint eine neue Version und gleichzeitig eine erste Betaversion des Nachfolgers der neuen Version. Erwartungsgemäß wurde nun also, sechs Wochen nach Erscheinen von Rust 1.0, die Verfügbarkeit von Rust 1.1 und Rust 1.2 Beta angekündigt.

Rust 1.1

Hervorgehoben in der Ankündigung werden die schnelleren Kompilierzeiten. So soll Rust 1.1 hierbei eine Verbesserung um 32 Prozent gegenüber Rust 1.0 vorweisen können. Ein weiterer Schwerpunkt lag bei der Ausgabe von Fehlermeldungen beim Kompilieren. Über das Flag –explain stehen für viele Fälle ausführlichere Informationen zur Verfügung. Neue std::fs-APIs erweitern die Schnittstellen für den Zugriff auf das Dateisystem, womit es nun beispielsweise möglich ist, den Rust Paketmanager Cargo mit Rust zu kompilieren. Weitere Neuerungen sind den Release Notes zu entnehmen.

Rust 1.2 Beta

Auch in Rust 1.2 wird wieder an der Performance-Schraube gedreht: Benchmarks zeigen eine weitere Verbesserung der Kompilierzeit um noch einmal 30 Prozent gegenüber Rust 1.1. Parallel Codegen, noch nicht standardmäßig aktiviert, kann außerdem die Erstellung großer Builds im Debugmodus beschleunigen, hier werden 33 Prozent als erste Zahl auf einem System mit Vier-Kern-CPU genannt. Cargo hat ebenfalls Performance-Verbesserungen erhalten. Außerdem erhält Rust 1.2 eine erste Unterstützung für Microsoft Visual C (MSVC).

Firefox: Standard-Suchmaschine in Sekundenschnelle ändern & weitere Effizienz-Tipps

Mit Firefox 36 hat Mozilla die alte Suchleiste durch eine neue Suchleiste ersetzt, welche vor allem die häufige Verwendung verschiedener Suchmaschinen verbessern soll. Das Ändern der Standard-Suchmaschine ist auf den ersten Blick umständlicher geworden. Was vielen nicht bekannt ist: Tastatur-Befehle erlauben eine extrem effiziente Benutzung der neuen Suchleiste. Damit ist auch das Ändern der Standard-Suchmaschine kein großer Aufwand.

Wer die von Firefox verwendete Standard-Suchmaschine ändern möchte, kann dies über die Firefox-Einstellungen im Reiter Suche machen. Aber es geht auch einfacher; bei fokussierter Suchleiste kann ganz einfach bei gedrückter Strg-Taste (OS X: Cmd) mit den Pfeiltasten die Standard-Suchmaschine geändert werden.

Doch das ist nicht das einzige nützliche Tastatur-Kommando: wird stattdessen die Alt-Taste gedrückt gehalten, kann die Suchmaschine für die aktuelle Suche ohne Verwendung der Maus geändert werden. Dies hat dann keine Auswirkungen auf die Standard-Suchmaschine. Wird keine weitere Taste gedrückt, navigiert man mit den Pfeiltasten in den Suchvorschlägen respektive der Suchchronik. Und wer diese Tipps anwendet, will möglicherweise auch gleich die Suchleiste mit der Tastatur fokussieren, so dass die Maus überhaupt nicht mehr benötigt wird. Das geht über die Tastenkombination Strg + K (OS X: Cmd + K). Dies funktioniert sogar, wenn die Suchleiste im Firefox-Menü und nicht in der Navigationssymbolleiste ist. In dem Fall öffnet Firefox das Menü und fokussiert dann das Suchfeld.

Mit diesen Tipps sollte sich die Suchleiste von Firefox deutlich effizienter nutzen lassen.

Pro-Tipps: über die Einstellungen kann die Reihenfolge der Suchmaschinen, wie sie in der Suchleiste erscheinen, angepasst werden, dies geschieht ganz einfach per Drag and Drop. Wird der Haken bei einer Suchmaschine entfernt, erscheint diese nicht länger im Suchfeld. Suchmaschinen können hier aber auch komplett entfernt werden. Per Doppelklick in die entsprechende Spalte können für jede Suchmaschine Schlüsselwörter vergeben werden. Auf diese Weise können verschiedene Suchmaschinen auch in der Adressleiste benutzt werden. Beispielsweise führt bei „y“ als Schlüsselwort für Yahoo! die Eingabe von „y firefox“ zu einer „firefox“-Suche auf Yahoo!. Live-Suchvorschläge im Suchfeld können ebenfalls hier deaktiviert werden, falls nicht erwünscht.

Mozilla möchte es einfacher machen, Chrome-Erweiterungen für Firefox zu portieren

Von den relevanten Browsern besitzt Firefox das wohl mächtigste Erweiterungssystem. Entwickler von Add-ons können nahezu jeden Aspekt von Firefox verändern. Doch heißt das nicht automatisch, dass jedes Add-on, welches für andere Browser existiert, auch für Firefox existiert. Um es Entwicklern von Add-ons einfacher zu machen, hat sich Mozilla die Chrome Extension API vorgenommen und erweitert Firefox um fehlende Schnittstellen.

Unter den Abhängigkeiten des Meta-Tickets mit dem Titel „Parity with Chrome extension API“ in Mozillas Bugtracker sind in den letzten Wochen mehrere Patches in Firefox gelandet, welche Entwicklern von Add-ons zugute kommen sollen. Die Idee ist einfach: Erweiterungen für Googles Browser Chrome sollen mit möglichst wenig Aufwand für Firefox portiert werden können. Hierfür ist es naheliegenderweise sinnvoll, möglichst ähnliche Schnittstellen zu besitzen.

Mozilla-Entwickler Erik Vold hat vor wenigen Wochen mit „Chrome Tailor“ außerdem ein experimentelles Tool auf GitHub veröffentlicht, welches aus Chrome-Erweiterungen Add-ons für Firefox machen soll. Welche Chrome-APIs unterstützt werden, kann der Information im Repository entnommen werden.

Inhalt abgleichen