Mozilla startet Add-on-Wettbewerb für Firefox Australis

Mozilla hat einen Wettbewerb gestartet, welcher Entwickler von Add-ons dazu motivieren soll, Add-ons für das kommende Australis-Design für Firefox zu entwickeln. Zu gewinnen gibt es neben Mozilla-Merchandise auch Smartphones mit Firefox OS.

Add-on-Entwickler aufgepasst! Mozilla lädt zu einem Wettbewerb ein: Bis einschließlich 15. April 2014 haben Entwickler Zeit, Add-ons für Firefox zu entwickeln, welche einen Vorteil aus Australis ziehen. Es gibt drei Kategorien zur Teilnahme, die jeweils drei Erstplatzierten erhalten ein Smartphone mit Firefox OS, der jeweilige Hauptgewinner erhält außerdem noch Merchandise von Mozilla.

Die drei Teilnahme-Kategorien sind 1. Bestes Add-on, mit den Kriterien Integration mit Australis, Nutzen und User Experience, 2. Bestes Komplettes Theme, mit den Kriterien Vollständigkeit, Konsistenz und Kreativität sowie 3. Bestes Lesezeichen-Add-on, mit den Kriterien Nutzen, User Experience und Performance. Die Gewinner werden durch eine Jury gewählt und um den 15. Mai 2014 herum benachrichtigt.

Sony steuert Widget-Funktionalität zu Firefox OS bei

Seit der Veröffentlichung der ersten Version von Firefox OS hat sich eine Menge getan, jüngst kamen sogar Features wie die Unterstützung von NFC, LTE oder von Dual SIM-Geräten hinzu. Doch ein ganz wesentliches Feature fehlt Mozillas Betriebssystem für Mobilgeräte bislang: Widgets. Entsprechende Funktionalität steuert Sony nun bei.

Sony war einer der ersten Hersteller, der ankündigte, Firefox OS unterstützen zu wollen. Seit dem ist es ziemlich ruhig geworden, ein Gerät wurde noch keines vorgestellt, zumindest aber ein Firefox OS ROM für das Sony Xperia E. Nun meldet man sich im Developer-Blog erneut zu Wort und präsentiert dort eine erste Form von Widgets für Firefox OS, bei Sony Gadgets genannt, wie man es auch von anderen Plattformen wie Android kennt. Auf diese Weise können Nutzer mit Anwendungen über einen der Homescreens oder den Lockscreen interagieren. Entsprechende Patches wurden auf Mozillas Bugtracking-System Bugzilla online gestellt, auf deren Grundlage das Feature von Mozilla und der Firefox OS Community weiter entwickelt werden kann. Da das Ganze noch work-in-progress ist, gibt es aktuell noch keinen Zeitplan, wann mit einem solchen Feature in einer finalen Version von Firefox OS gerechnet werden kann.

Die Entwicklung der Widget-Funktionalität ist im Rahmen der Evaluierung Sonys von Firefox OS als Betriebssystem entstanden und man macht ausdrücklich keine Versprechung für weitere Beiträge zur Entwicklung an Firefox OS. In jedem Fall leistet Sony damit einen wichtigen Beitrag zu Mozillas Betriebssystem, auch wenn noch kein Smartphone mit Firefox OS vorgestellt worden ist.

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Mozilla führt Telemetrie Experimente in Firefox 30 ein

Mozilla erweitert voraussichtlich in Firefox 30 sein Telemetrie-Feature um die Möglichkeit von Telemetrie-Experimenten. Dabei handelt es sich um zeitlich begrenzte Tests für eine statistisch relevante Zielgruppe.

Firefox besitzt mit dem Telemetrie-Feature eine Mess-Infrastruktur, um diverse Leistungsdaten während des Browserbetriebs anonym an die Mozilla-Server zu übertragen. Dieses Feature ist standardmäßig für Nutzer der Nightly- und Aurora-Versionen aktiviert und für Nutzer der Beta- sowie finalen Versionen deaktiviert. Telemetrie liefert Mozilla wichtige Erkenntnisse zur Nutzung des Browsers und möglichst jeder Nutzer sollte das Telemetrie-Feature aktivieren (Einstellungen → Erweitert → Datenübermittlung) – denn nur wer seine Daten übermittelt, für den kann gezielt optimiert werden.

Bei den Telemetrie-Experimenten handelt es sich um eine Erweiterung dieses Features. Nutzer, welche Telemetrie nicht aktiviert haben, nehmen auch nicht an den Telemetrie-Experimenten teil. Die Idee dahinter ist es, Daten einer statistisch relevanten Zielgruppe zu erhalten. Zu diesem Zweck ruft Firefox bei Nutzern mit aktivierter Telemetrie in regelmäßigen Abständen eine Liste mit aktuellen Experimenten ab. Diese enthält unter anderem Beginn und Ende des jeweiligen Experiments, die URL zum dazugehörigen Add-on, denn die durchgeführten Experimente werden als Add-on installiert, und Bedingungen für die Teilnahme wie das Betriebssystem und die Firefox-Version, aber auch eine JavaScript-Funktion, welche Zugriff auf die kompletten Telemetrie- und FHR-Daten hat. Bei FHR handelt es sich um ein weiteres optionales Feature zur Erhebung von Leistungsdaten in Firefox, welches allerdings standardmäßig in allen Release-Kanälen aktiviert ist.

Die Add-ons können die vorhandene Telemetrie- und FHR-Infrastruktur nutzen, aber auch neue Messungen einführen, welche Firefox normalerweise nicht besitzt. Jeder Nutzer kann an nur maximal einem Experiment gleichzeitig teilnehmen. Die Experimente enden automatisch nach einer bestimmten Anzahl von Tagen, außerdem können diese gezielt über den Add-on Manager, welcher einen eigenen Tab für die Telemetrie-Experimente erhält, deaktiviert werden. Deaktiviert der Nutzer Telemetrie, werden damit umgehend auch die Telemetrie-Experimente beendet und entfernt. Der Status der Experimente soll außerdem auf about:support und in den Absturzberichten angezeigt werden. Ziel für die Auslieferung des Features ist Firefox 30.

Dell verkauft Firefox-Installation und verletzt damit Markenrechte von Mozilla

Wer sich bei der Suche nach einem Computer im Online-Shop von Dell umschaut, der stößt unter Umständen auf eine sonderbare Dienstleistung: Dell bietet für einen Preis von rund 20 Euro an, Firefox zu installieren. In erster Linie verletzt Dell damit allerdings die Markenrechte von Mozilla.

19,50 Euro, das ist der Preis, den Dell in seinem Online-Shop für die Installation von Firefox verlangt. Eine entsprechende Option wird zumindest beim Dell Optiplex 7010 gefunden. Doch ist dies überhaupt legitim? Das Portal thenextweb.com hat bei Mozilla nachgefragt, ob es eine Vereinbarung zwischen Dell und Mozilla geben würde, welcher Dell dazu berechtigt, was von Mozilla dem Artikel nach klar verneint worden ist.

Dell verteidigt die angebotene Option, man würde für die Dienstleistung zur Kasse bitten, nicht für das Produkt, womit das überhaupt kein Problem darstelle. Mozillas Trademark Policy ist diesbezüglich allerdings eindeutig: Auch die Dienstleistung darf nicht bezahlt werden, wenn eine Mozilla-Marke, in dem Fall der Produktname Firefox, verwendet wird. Wenn Dell hierfür also kassieren möchte, dann muss Dell dem Produkt einen Namen geben, welcher nicht mit Mozilla oder einer der Mozilla-Marken in Verbindung steht:

If you are using the Mozilla Mark(s) for the unaltered binaries you are distributing, you may not charge for that product. By not charging, we mean the Mozilla product must be without cost and its distribution (whether by download or other media) may not be subject to a fee, or tied to subscribing to or purchasing a service, or the collection of personal information. If you want to sell the product, you may do so, but you must call that product by another name—one unrelated to Mozilla or any of the Mozilla Marks (see the sections on “Modifications” and “Related Software” below). Remember that we do not want the public to be confused.

Mozilla stellt JPEG-Encoder mozjpeg vor

Mozilla Research hat heute mozjpeg vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Encoder für JPEG-Grafiken, welcher die Dateigröße in der ersten Version bereits um bis zu zehn Prozent reduzieren und damit die Ladezeit von Webseiten verringern soll.

Das Team von Mozilla Research hat mit mozjpeg ein neues Projekt vorgestellt. Das Ziel ist ein JPEG-Encoder, welcher unter Beibehaltung größtmöglicher Kompatibilität zu bestehenden JPEG-Decodern eine verbesserte Kompression und damit kleinere Dateigrößen bieten soll.

Die Motivation hinter mozjpeg sei die Tatsache, dass JPEG bereits seit 1992 genutzt wird und das meist genutzte Bildformat mit verlustbehafteter Kompression im Web ist, nahezu jeder Photograph stelle seine Bilder im Web als JPEG bereit. Es sei zudem das einzige verlustbehaftete Bildformat, welches eine beinahe universelle Kompatibilität besitze, nicht nur mit Webbrowsern, sondern mit allen Programmen, welche Bilder darstellen können.

Die Anzahl an Bildern auf Webseiten sei in den vergangenen Jahren gewachsen und HTML, CSS sowie JavaScript seien im Vergleich von der Dateigröße her relativ klein. Daher seien JPEG-Grafiken ein naheliegendes Ziel zur Optimierung.

In Bezug auf die Kompressionseffizienz seien vorhandene JPEG-Encoder allerdings stagniert, so dass ein Ersetzen von JPEG durch ein anderes Bildformat schon häufig ein Diskussionsthema gewesen sei. Dies hätte allerdings den ganz großen Nachteil, dass es viele Jahre geprägt von schlechter Kompatibilität brauchen würde, bis ein mögliches Nachfolgeformat flächendeckend unterstützt würde. Mozilla bezweifle nicht, dass Verbesserungen der Algorithmen irgendwann den Aufwand wert sein werden, aber selbst wenn irgendwann die Zeit käme, dass ein Nachfolgeformat eingesetzt wird, dann würde JPEG noch immer eine ganze Zeit lang weit verbreitet bleiben.

Im Blog von Mozilla Research schreibt man, dass man sich gefragt habe, ob JPEG-Encoder nach über 20 Jahren wirklich ihr volles Kompressionspotential erreicht hätten und nach einigen Gesprächen mit Software-Ingenieuren sei die Antwort darauf ‘Nein’ gewesen, auch nicht unter Berücksichtigung der Kompatibilitätsanforderungen. Dies war der Anlass für das Projekt mozjpeg.

Mozilla hat mit der Ankündigung mozjpeg in Version 1.0 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Fork von libjpeg-turbo mit hinzugefügter jpgcrush-Funktionalität. Damit kann die Dateigröße von JPEG-Grafiken ohne Qualitätsverlust typischerweise um zwei bis sechs Prozent für nach JPEG enkodierte PNG-Grafiken verringert werden, für ein Set von 1.500 JPEG-Grafiken von Wikimedia hätte man die Dateigröße um durchschnittlich sogar zehn Prozent reduzieren können. Nach Mozillas Kenntnisstand besitzt kein bislang verfügbarer Encoder diese Funktionalität direkt eingebaut, darum hätte man sich dafür als erstes Feature von mozjpeg entschieden. Das nächste Ziel sei eine Verbesserung des Encodings durch eine sogenannte Trellis-Quantisierung.

Google möchte ebenfalls die Dateigröße von Bildern reduzieren, setzt hierbei aber vor allem auf sein eigenes Format WebP, welches einige namhafte Anhänger in der Webbranche hat. Mozilla ist von WebP allerdings wenig überzeugt.

Mozilla veröffentlicht Brick 1.0

Mit den Web Components befindet sich eine Webtechnologie in der Standardisierung durch das W3C, welche es Webentwicklern erlaubt, eigene HTML-Elemente für Webanwendungen zu bauen. Mit Brick entwickelt Mozilla eine auf Web Components basierende Sammlung wiederverwendbarer UI-Komponenten, welche nun in Version 1.0 veröffentlicht worden ist.

Mozilla Brick ist eine Sammlung von UI-Komponenten, welche cross-browser-kompatibel ist. Brick nutzt dafür X-Tag – eine von Mozilla entwickelte Polyfill-Bibliothek, welche die sogenannten Web Components in heutigen Browsern verfügbar macht. X-Tag ist kompatibel mit Firefox ab Version 5, Chrome ab Version 4, Safari ab Version 4, Opera ab Version 11 sowie dem Internet Explorer ab Version 9. Sieben Monate nach Veröffentlichung der ersten Betaversion hat Mozilla nun Version 1.0 zum Download freigegeben. Die wichtigste Neuerung neben Fehlerbehebungen ist ein neues Standard-Design.

Mit Web Components sind Webentwickler dazu in der Lage, eigene HTML-Elemente zu bauen, welche in der Anwendung wiederverwendet werden können. Eines der Bricks ist beispielsweise ein Kalender. Eine Zeile wie reicht, um einen Kalender in die Webanwendung zu integrieren. Weitere Widgets, welche Brick bereitstellt, sind unter anderem eine Tab-Leiste, ein Slider oder auch Tooltips. Mit den Bricks kann ein Entwickler viel Zeit sparen, da er sich keine Gedanken um das HTML/CSS/JavaScript dahinter machen muss. Die Widgets von Brick sind mit allen aktuellen Browsern kompatibel und mobiltauglich.

Kommentar: Anpassbarkeit, der große Vorzug von Firefox gegenüber Chromium / Chrome

Es gibt viele Gründe sich für oder gegen einen bestimmten Browser zu entscheiden. Für mich und sicher auch viele andere einer der entscheidenden Punkte ist die Anpassbarkeit. Und hier liegt die große Stärke von Firefox, welcher sich praktisch nach Belieben anpassen lässt, während aus Chromium / Chrome kürzlich sogar das Konzept der User Stylesheets aus dem Produkt entfernt worden und somit die Anpassbarkeit weiter eingeschränkt worden ist.

Das Erscheinungsbild eines Produktes ist Geschmacksfrage, das steht vollkommen außer Frage. Umso schöner ist es, wenn das Produkt Anpassungen erlaubt. Wenn Mozilla mit Firefox 29 das neue Australis-Design einführen wird, dann wird dies vielen Nutzern sehr gut und vielen anderen gar nicht gefallen, dazwischen werden alle nur denkbaren Graustufen vertreten sein.

Persönlich gefällt mir das neue Australis-Design außerordentlich gut. Insofern besteht für mich wenig Bedarf an Änderungen. Die gute Sache ist: Selbst wenn dem nicht so wäre, ich könnte mit wenig Aufwand das alte Design wieder haben. Die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Design sind größer, es sind die größten seit Firefox 4. Und ja, während Australis neue Möglichkeiten der Anpassung bringt, so ist das Hauptmenü nun durch den Nutzer individuell belegbar, so wurden auch Optionen gestrichen, beispielsweise die kleinen Programmsymbole oder die Add-on Leiste.

Entscheidend ist: Alles, was vorher möglich war, ist auch mit Australis weiter möglich. Mozilla hat ein hervorragendes Erweiterungssystem geschaffen und Nutzer haben die Möglichkeit, mit der Installation einer einzigen Erweiterung Firefox praktisch so aussehen zu lassen wie vorher. Es ist zweifelhaft, dass sofern sich Google irgendwann für so umfangreiche Änderungen der Benutzeroberfläche entscheiden sollte, die Nutzer die Möglichkeit haben werden, ihren Browser wieder genauso wie vorher aussehen zu lassen, denn das gibt das Erweiterungssystem von Chromium / Chrome einfach nicht her. Über eine userChrome.css-Datei lässt sich außerdem auch ohne Add-on die gesamte Benutzeroberfläche von Firefox per CSS optisch verändern.

Auch Chromium / Chrome kannte bis einschließlich Version 31 das Konzept der sogenannten User Stylesheets, welches zwar im Gegensatz zu Firefox keine Anpassung der gesamten Benutzeroberfläche, zumindest aber der Entwicklerwerkzeuge und chrome-Seiten mittels Custom.css-Datei erlaubt hat. So zeigt folgender Screenshot, welcher nur ganz exemplarisch darstellen soll, worum es geht, wie die Schrift rot gefärbt und der Stil der Scrollbalken verändert worden ist:

In Version 32 von Chromium / Chrome wurde diese Möglichkeit entfernt und damit die Anpassbarkeit des Browsers eingeschränkt oder zumindest erschwert, so existieren immerhin Workarounds für die Gestaltung der Entwicklerwerkzeuge. Mozilla hält weiter an dieser Möglichkeit der Anpassung durch den Benutzer fest und hat Firefox sogar um ein Feature erweitert, welches das Anpassen der Benutzeroberfläche deutlich einfacher macht.

Zwar gibt es auch für Chromium / Chrome Themes, doch sind diese lediglich mit den Lightweight Themes, ehemals Personas, für Firefox vergleichbar, sind also nicht viel mehr als eine Textur. So komplexe Themes wie für Firefox, welche wirklich große Teile der Benutzeroberfläche verändern und sogar die verwendeten Grafiken austauschen, sind für den Google-Browser gar nicht erst möglich.

In Sachen Anpassbarkeit ist Firefox dem Chromium- / Chrome-Browser also deutlich überlegen und solange dem so ist, kann Mozilla am Produkt so viel ändern, wie sie möchten; der Nutzer wird immer die Möglichkeit haben, jede optische Änderung wieder rückgängig zu machen und Firefox genau so zu gestalten, wie er ihm gefällt.

Es gibt sogar ein Theme für Firefox, welches den Mozilla-Browser aussehen lässt wie Chrome. Umgekehrt ist dies aufgrund der Limitierungen von Chromium / Chrome leider nicht möglich. Für Umsteiger von Chromium / Chrome auf Firefox sicher eine interessante Option. PS: Eine Import-Möglichkeit der Lesezeichen, Chronik und Cookies von Chrome nach Firefox ist vorhanden. ;)

So sieht es bei Mozilla in Kanada aus

Wer sich schon immer gefragt hat, wie die Büroräume von Mozilla aussehen, findet in diesem Artikel Bilder von Mozillas Büro in Vancouver, Kanada.

Die Architektur-Webseite ArchDaily hat Bilder von Mozillas Büroräumen im kanadischen Vancouver veröffentlicht. Vor einigen Monaten hatte ich bereits Bilder von Mozillas Büro in Japan gezeigt.

Mozilla kündigt standardmäßige Blockierung aller Plugins und temporäres Plugin-Whitelisting an

Mozilla setzt sich für ein pluginfreies Web ein und geht dabei den nächsten Schritt: In Zukunft sollen alle Plugins standardmäßig blockiert werden. Pluginentwickler können die temporäre Aufnahme in eine Whitelist beantragen, sofern sie einen glaubhaften Plan für die Migration weg von NPAPI-basierenden Plugins beschreiben.

Wenn es nach Mozilla geht, dann sind die Tage von Browserplugins gezählt. Plugins können signifikante Auswirkungen auf die Performance, Stabilität und vor allem die Sicherheit haben. Aus diesem Grund sind die meisten Plugins in Firefox standardmäßig auf Click-to-Play geschaltet, was so viel bedeutet, dass die Plugins zunächst deaktiviert sind und bei Bedarf vom Nutzer für die jeweilige Webseite aktiviert werden können. Darum wird Firefox seit Version 19 auch mit einem von Mozilla entwickelten PDF-Betrachter ausgestattet, welcher nur auf Webtechnologien basiert und kein Plugin benötigt, und darum hat Mozilla selbiges mit Shumway auch für Flash-Inhalte vor.

Nun geht Mozilla noch einen Schritt weiter: Bald schon sollen wirklich alle Plugins standardmäßig blockiert werden. Um den Übergang zu erleichtern können Plugins die Aufnahme in eine Whitelist beantragen. Die Frist hierfür endet bereits am 31. März 2014. Sofern Mozilla dem Antrag zustimmt, wird das jeweilige Plugin für eine Beta- und vier Release-Versionen, was einem Zeitraum von 30 Wochen entspricht, auf eine Whitelist gesetzt und in dieser Zeit nicht blockiert. Nach Ablauf der 30 Wochen kann eine erneute Aufnahme beantragt werden. Die Aufnahme in die Whitelist kann aber jederzeit widerrufen werden, wenn Mozilla der Meinung ist, dass dies das Beste für die Nutzer sei.

Allerdings ist die Aufnahme in die Whitelist an eine nicht unerhebliche Bedingung geknüpft. So müssen die Pluginhersteller hierfür einen glaubhaften Plan beschreiben, wie sie weg von NPAPI-basierenden Plugins zu einer auf Webstandards basierenden Lösung migrieren möchten. Anders gesagt: Den Vorzug noch etwas länger nicht blockiert zu werden erhalten nur Plugins, welche sowieso ersetzt werden sollen. NPAPI steht für Netscape Plugin Application Programming Interface und bezeichnet die damals von Netscape entwickelte und erstmals mit dem Netscape Navigator 2.0 im Jahr 1995 eingeführte Plugin-Schnittstelle, welche unter anderen Firefox, Safari, Chrome und Opera verwenden. Außerdem sind die Pluginhersteller genehmigter Plugins für QA-Tests auf dem Beta-Kanal von Firefox zuständig. Auch wird Mozilla unabhängig von der Whitelist weiterhin Plugins blockieren, sofern sie Sicherheitslücken aufweisen.

Google hatte im September 2013 angekündigt, NPAPI ab 2014 nicht mehr unterstützen zu wollen, auch hier findet ein schrittweiser Rückgang mit Whitelist statt. Ende 2014 möchte Google die NPAPI-Unterstützung dann komplett eingestellt haben. Flash ist im Falle von Chrome allerdings nicht betroffen, da das mit Chrome gebündelte Flash Googles PPAPI-Schnittstelle nutzt. Adobe selbst bietet neue Flash-Versionen für Linux nur noch für PPAPI an, versorgt aber zumindest die NPAPI-Version noch einige Zeit mit Sicherheitsupdates. An einer Unterstützung von PPAPI ist Mozilla nicht interessiert.

Australis: Mozilla bittet Nutzer von Firefox Aurora um Meinung

Mozilla wird voraussichtlich in Version 29 Firefox mit dem neuen Australis-Design ausliefern. Derzeit steht Australis Nutzern der Nightly- und Aurora-Versionen zur Verfügung. Aurora-Nutzer werden nun um die Teilnahme an einer Umfrage gebeten.

Ende Dezember 2013 hatte Mozilla Nutzer der Nightly-Versionen von Firefox um die Teilnahme an einer Umfrage zum Australis-Design gebeten. Seit dem wurde viel an Australis gearbeitet und weiterer Feinschliff verpasst. Nun lädt Mozilla erneut zu einer Befragung ein. Nach dem Update auf die neuste Aurora-Version erscheint eine entsprechende Webseite mit Link zur Umfrage.

Direktlink zu Australis-Umfrage für Nutzer von Firefox Aurora

Eine weitere Möglichkeit, Mozilla Feedback zu geben, ist im Übrigen die Aktivierung von Telemetrie, sowohl in den finalen als auch Entwicklerversionen von Firefox, wie Aurora. Auf diese Weise erhält Mozilla Einblicke in die Nutzung von Firefox vor Australis und mit Australis und kann so wichtige Rückschlüsse ziehen.

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