Firefox OS: Erste Smartphones nach wenigen Stunden ausverkauft, Bestellung ab heute wieder möglich

Gestern war der offizielle Verkaufsstart der beiden Geeksphone-Smartphones Keon und Peak, den ersten beiden Smartphones mit Firefox OS, mit welchen man sich ausdrücklich an Entwickler richtet, damit diese ihre Apps auf realen Geräten testen können, bevor im Sommer dann Firefox OS offiziell in den ersten Ländern starten wird.

Doch nicht jeder hatte das Glück, eines der Geeksphone-Geräte zu erhalten. So war der Online-Shop zu jedem Zeitpunkt mit dem Benutzeraufkommen überfordert, was eine Bestellung erschwert hat. Nachdem das günstigere Keon extrem schnell ausverkauft war, war auch das Peak nach wenigen Stunden nicht mehr zu haben. Mittlerweile wurde der Online-Shop sogar offline geschaltet.

Die gute Nachricht für alle Interessierten: Ab 15.00 Uhr soll der Online-Shop wieder öffnen und weitere Geräte bestellt werden können. Wie The Next Web berichtet, möchte Geeksphone nach eigenen Angaben Bestellungen für bis zu 5.000 Geräten pro Tag nachkommen können.

Das Keon kommt mit einer 1 GHz getakteten Snapdragon S1 CPU von Qualcomm, 512 MB RAM und 4 GB internem Speicher. Via MicroSD kann der verfügbare Speicherplatz erweitert werden. Der Bildschirm ist 3.5” groß und bietet eine HVGA-Auflösung (480 × 320 Pixel). Die integrierte Kamera löst Bilder mit 3 Megapixeln auf, zur weiteren Ausstattung gehören WLAN-n, GPS, MicroUSB sowie Sensoren für Helligkeit, Abstand und Beschleunigung. Der Akku hat eine Kapazität von 1580 mAh. Das Gerät unterstützt die UMTS-Frequenzen 2100/1900/900 MHz (3G HSPA) sowie die GSM-Frequenzen 850/900/1800/1900 MHz (2G EDGE). Der Preis beträgt 110,11 €.

Das Peak kommt ebenfalls mit einer Qualcomm-CPU. Hier kommt allerdings ein Dualcore Snapdragon S4 mit 2x 1.2 GHz Taktung zum Einsatz. Auch hier sind 512 MB RAM sowie 4 GB interner Speicher verbaut, welcher via MicroSD erweitert werden kann. Die Diagonale des IPS-Displays beträgt 4.3”, die Bildschirmauflösung 960 x 540 Pixel (qHD). Die Kamera des Peak hat eine Auflösung von 8 Megapixeln und bietet einen Blitz, zusätzlich gibt es noch eine Front-Kamera mit 2 Megapixeln. Die unterstützten Frequenzen sind mit denen des Keon identisch und auch WLAN-n, GPS, MicroUSB sowie Sensoren für Helligkeit, Abstand und Beschleunigung gehören hier zur Ausstattung. Die Kapazität des Akkus beträgt 1800 mAh. Das Peak kostet 180,29 €.

Beide Geräte werden mit Firefox OS 1.0.1 ausgeliefert und erhalten über Geeksphone regelmäßige OTA-Updates des Betriebssystems Firefox OS. Die Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer, aber zuzüglich Versand. Der Versand nach Österreich kostet 18,70 €.

Chrome mit neuer Blink-Engine – und Mozilla entfernt Blink-Unterstützung aus Firefox

In Version 28 wird erstmals Googles neue Blink-Engine anstelle von Webkit im Chrome-Browser zum Einsatz kommen. Fast gleichzeitig mit der Ankündigung von Blink hat Mozilla die Unterstützung für Blink aus Firefox entfernt. Natürlich handelt es sich hierbei um etwas vollkommen anderes, nämlich das HTML-Tag .

Mit diesem HTML-Tag konnte man Texte auf Webseiten - wie der Name es schon andeutet – zum Blinken veranlassen. Ein Effekt, der früher sehr beliebt war, heute aber sehr verpönt ist und als Zeichen für schlechtes Webdesign gilt. Während früher noch von nahezu allen Browsern unterstützt worden war, ist Firefox heute der letzte Browser, in welchem dieser Tag noch Wirkung zeigt, nachdem sich Opera von seiner Presto-Engine verabschiedet hat. Mit Firefox 23 wird das -Element, welches nie Teil des HTML-Standards war, auch nicht länger in Firefox unterstützt. Der gleiche Effekt lässt sich übrigens ganz standardgemäß per CSS erreichen.

Mozilla könnte TeliaSonera wegen möglicher Unterstützung totalitärer Staaten Root-Zertifikat entziehen

Ende des vergangenen Jahres hatte TeliaSonera bei Mozilla angefragt, das TeliaSonea Root CA v1-Zertifikat in die Liste der Root-Zertifikate von Firefox aufzunehmen. Wie bei Mozilla üblich, wurde diese Anfrage öffentlich zur Diskussion gestellt, um Feedback dafür zu erhalten. Eine Folge dieser Diskussion könnte nun sein, dass Mozilla in Zukunft TeliaSonera aus der Liste der sicheren Anbieter von SSL-Zertifikaten entfernt.

Bei TeliaSonera handelt es sich um den führenden Telekommunikationskonzern in Finnland und Schweden, welcher über Tochterfirmen und Beteiligungen allerdings auch in diktatorisch geführten Staaten wie Usbekistan, Aserbaidschan, Georgien und Kasachstan aktiv ist, wo eine Überwachung der Bürger durch die Provider stattfindet. In der Diskussion wurde unter anderem auf eine schwedische Dokumentation hingewiesen, in welcher es darum geht, dass TeliaSonera Überwachungstechnik zur Spionage der Bevölkerung an diese Staaten geliefert haben soll.

Wie die britische Webseite The Register berichtet, sei man bei Mozilla darüber besorgt, ob TeliaSonera nicht auch an Regimes SSL-Zertifikate ausgestellt habe, welche Behörden Man-in-the-Middle-Angriffe und die Überwachung der Kommunikation der Nutzer ermöglichen würden. TeliaSonera hingegen betont, dass das neue Zertifikat lediglich innerhalb Finnlands und Schwedens ausgestellt würde und man sich überall an die gesetzlichen Regelungen halte, was sich auch überprüfen ließe.

Der Ausgang dieser Diskussion ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Eine Konsequenz daraus könnte sein, dass man das beantragte Root-Zertifikat ablehnt, aber auch der Entzug der bereits in Firefox integrierten Root-Zertifikate von TeliaSonera (Sonera Class1 CA sowie Sonera Class2 CA). Die Folge für Nutzer daraus wäre, dass sie beim Besuch einer Webseite, welche ein von TeliaSonera ausgestelltes Zertifikat nutzt, eine deutliche Warnung erhalten.

Firefox OS: Geeksphone Keon & Peak ab nächster Woche verfügbar

Diesen Sommer ist der offizielle Marktstart von Firefox OS in ausgewählten Ländern. Interessierte aus aller Welt können sich aber bereits in der kommenden Woche eines von zwei Smartphone-Modellen von Geeksphone bestellen.

Bei den beiden Smartphones von Geeksphone, welche im Januar offiziell vorgestellt worden sind, handelt es sich ausdrücklich um Entwickler-Geräte, welche auf der Rückseite den Schriftzug “Firefox OS Developer Preview” tragen. Interessierte können sich diese ab kommender Woche im Geeksphone-Shop bestellen.

Das Keon kommt mit einer 1 GHz getakteten Snapdragon S1 CPU von Qualcomm, 512 MB RAM und 4GB internem Speicher. Via MicroSD kann der verfügbare Speicherplatz erweitert werden. Der Bildschirm ist 3.5” groß und bietet eine HVGA-Auflösung (480 × 320 Pixel). Die integrierte Kamera löst Bilder mit 3 Megapixeln auf, zur weiteren Ausstattung gehören WLAN-n, GPS, MicroUSB sowie Sensoren für Helligkeit, Abstand und Beschleunigung. Der Akku hat eine Kapazität von 1580 mAh. Das Gerät unterstützt die UMTS-Frequenzen 2100/1900/900 MHz (3G HSPA) sowie die GSM-Frequenzen 850/900/1800/1900 MHz (2G EDGE). Der Preis beträgt 91€ zzgl. MwSt.

Das Peak kommt ebenfalls mit einer Qualcomm-CPU. Hier kommt allerdings ein Dualcore Snapdragon S4 mit 2x 1.2 GHz Taktung zum Einsatz. Auch hier sind 512 MB RAM sowie 4 GB interner Speicher verbaut, welcher via MicroSD erweitert werden kann. Die Diagonale des IPS-Displays beträgt 4.3”, die Bildschirmauflösung 960 x 540 Pixel (qHD). Die Kamera des Peak hat eine Auflösung von 8 Megapixeln und bietet einen Blitz, zusätzlich gibt es noch eine Front-Kamera mit 2 Megapixeln. Die unterstützten Frequenzen sind denen des Keons identisch und auch WLAN-n, GPS, MicroUSB sowie Sensoren für Helligkeit, Abstand und Beschleunigung gehören hier zur Ausstattung. Die Kapazität des Akkus beträgt 1800 mAh. Das Peak wird 149€ zzgl. MwSt. kosten.

Multi-Prozess-Architektur: Electrolysis (e10s) für Mozilla wieder ein Thema

Im Mai 2009 hatte Mozilla erstmals Electrolysis, kurz: e10s, angekündigt, eine Mehr-Prozess-Architektur für Firefox. Ende 2011 kam dann das vorläufige Aus für das Projekt, Electrolysis für den Desktop-Browser wurde auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. Nun könnte e10s wiederbelebt werden.

Electrolysis sollte eine Mehr-Prozess-Architektur in Firefox bringen, um die Browseroberfläche, Plugins sowie Tabs in jeweils eigenen Prozessen auszuführen. In aller Kürze zusammengefasst sollte Firefox damit in erster Linie reaktionsfreudiger, in zweiter Linie stabiler sowie durch Sandboxing sicherer werden. Allerdings wurde das Projekt im November 2011 zurückgestellt, um sich auf andere Projekte zu fokussieren, welche die Reaktionsfähigkeit von Firefox verbessern. Electrolysis war ein Vorhaben, welches sehr viele Ressourcen über einen sehr langen Zeitraum verlangt und das Team vor extrem schwierige Aufgaben wie die Kompatibilität der bestehenden Add-ons stellt. Für Mozilla, welche im Vergleich zu Google eher wenige Ressourcen haben, damals ein vielleicht zu ambitioniertes Vorhaben. Durch die Arbeiten an anderen Projekten wie Out-of-Process-Plugins (OOPP, Firefox 3.6.4) oder eine Inkrementelle Garbage Collection konnten in deutlich kürzerer Zeit bedeutende Verbesserungen in Bezug auf die Reaktionsfähigkeit von Firefox erzielt und an den Nutzer ausgeliefert werden, was letztlich auch notwendig war.

Nun deuten die Zeichen darauf hin, dass Electrolysis wieder ein Thema für Mozilla ist. So wurde vor rund drei Wochen eine Mozilla-Session auf Reddit abgehalten, in welcher es hieß, dass es neue Bestrebungen gebe, e10s zu evaluieren, in den Notizen zu den Standup-Meetings der Firefox-Entwickler lassen sich Stichpunkte wie “einige Meetings über e10s” sowie “angefangen an ein paar e10s-Patches zu arbeiten” lesen, und auch auf Bugzilla lassen sich neue Aktivitäten in Bezug auf Multi-Prozess und Cross-Process Object Wrapper feststellen.

Übrigens arbeitet man bei Mozilla mit Servo auch schon seit 2011 an einer neuen Engine, welche für die Unterstützung mehrerer Prozessorkerne prädestiniert ist. Ein parallel arbeitender Browser ist also durchaus immer ein Thema gewesen.

Firefox OS startet im Juni in fünf Ländern

Mozillas neues Smartphone-Betriebssystem wird im Juni starten. Die ersten fünf Länder, in welchen es Smartphones mit Firefox OS geben wird, sind nun bekannt.

Firefox OS wird sein Debüt diesen Juni in den folgenden fünf Ländern feiern: Polen, Brasilien, Venezuela, Portugal und Spanien. Bis Ende des Jahres soll es Firefox OS in weiteren elf Ländern geben. Ein Marktstart in den USA sei für 2014 geplant, wie der Noch-Mozilla-CEO Gary Kovacs auf der Dive Into Mobile-Konferenz mitgeteilt hat. Bei den weiteren Ländern dürfte es sich unter anderem um Kolumbien, Ungarn, Mexiko, Montenegro und Serbien handeln. Welche Länder noch für einen Marktstart von Firefox OS in 2013 in Frage kommen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Update: Wie man mittlerweile seitens Mozilla mitgeteilt hat, hat sich Gary Kovacs auf dem Event versprochen, als er von Portugal sprach. Portugal wird definitiv nicht zu den Ländern gehören, in welchen Firefox OS starten wird.

 

Mozilla TowTruck: Kollaboration in Echtzeit für die eigene Webseite

Das neuste Projekt aus dem Hause Mozilla Labs hört auf den Namen TowTruck. Dabei handelt es sich um einen Service, welcher die Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglicht. Ganz nach Vorbild von Google Docs, aber für die eigene Webseite.

TowTruck erlaubt es, in Echtzeit auf der eigenen Webseite zusammenzuarbeiten. Auf einer entsprechenden Webseite muss der Nutzer lediglich den TowTruck-Button klicken und kann den entsprechenden Link an Kollegen weiterschicken, um diese zum Zusammenarbeiten einzuladen.

Nutzer einer TowTruck-Session sehen Änderungen an der Seite in Echtzeit und können auch den Maus-Cursor des kollaborierenden Nutzers in Echtzeit sehen. Des Weiteren steht via WebRTC sowohl ein Chat als auch die Möglichkeit sich via Mikrofon zu unterhalten zur Verfügung.

Bei TowTruck handelt es sich um eine vollständig auf Webtechnologien basierende Lösung, irgendwelche Browser-Plugins zur Nutzung werden daher nicht benötigt. Lediglich JavaScript wird vorausgesetzt. Wie man es von Mozilla gewohnt ist, ist selbstverständlich auch TowTruck Open Source.

via: ghacks.net

Mozilla veröffentlicht Firefox 20.0.1 für Windows und Android

Mozilla hat das erste außerplanmäßige Update für Firefox 20 veröffentlicht. Dieses ist für Nutzer von Windows und Android ab sofort verfügbar, Nutzer von Mac OS X sowie Linux erhalten kein Update.

Firefox 20.0.1 für Windows behebt insbesondere ein mit Firefox 20 eingeführtes Problem mit UNC-formatierten Pfaden, welches dafür sorgen konnte, dass die Adressleiste von Firefox nicht mehr reagierte. Außerdem hat die Authentifizierung mit SPNEGO seit Firefox 20 nicht mehr funktioniert, was mit der neuen Version behoben worden ist.

Auch für die Android-Version von Firefox gab es ein Update. Hier behebt Version 20.0.1 mögliche Hänger und Abstürze auf älteren Geräten.

Änderungen an der Mozilla-Spitze

Änderungen an der Mozilla-Spitze – Gary Kovacs wird im Laufe des Jahres seine Position als Chief Executive Officer der Mozilla Corporation abgeben. In diesem Zusammenhang ergeben sich weitere Änderungen des Mozilla-Managements.

Gary Kovacs Gary Kovacs kam 2010 zu Mozilla und hat die Rolle des CEOs bei der Mozilla Corporation eingenommen, dem Unternehmen unter dem Dach der Mozilla Foundation, welches die Weiterentwicklung von Firefox & Co. koordiniert. Kovacs ist der dritte CEO seit Gründung der Corporation nach Mitchell Baker (2005-2008) und John Lilly (2008-2010).

Kovacs, welcher zuvor bereits für Branchen-Riesen wie Adobe, SAP und IBM gearbeitet hatte, möchte sich nach eigenen Angaben wieder etwas Kommerziellerem zuwenden, wird aber weiter Führungsmitglied im Board of Directors von Mozilla bleiben. Mozilla sucht ab sofort einen neuen CEO, derweil ergeben sich weitere Änderungen innerhalb des Mozilla-Managements.

So wird die Vorsitzende der Mozilla Foundation, Mitchell Baker, als Executive Chair wieder tiefer ins Tagesgeschäft von Mozilla einsteigen und sicherstellen, dass Organisationen und einzelne Mitwirkende die Werkzeuge haben, die sie benötigen, um dazu beizutragen, das Potential des Webs auszuschöpfen. Brendan Eich wird seine erst kürzlich erweiterte Rolle als Chief Technology Officer und Senior Vice President of Engineering weiterführen und die Produkt- und Plattform-Ingenieurteams organisieren. Der bisherige Senior Vice President of Products, Jay Sullivan, wird zum Chief Operating Officer ernannt und für die Produktstrategie und Roadmap von Mozilla verantwortlich sein, dabei die Produkt- und User Experience-Teams sowie das Firefox OS-Programm leiten und eine umfassendere Rolle für Mozillas weitere Entwicklung und Wachstum einnehmen. Harvey Anderson wird neben seiner Rolle als Corporate Secretary zum Senior Vice President of Business and Legal Affairs und dabei die Apps Marketplace-Initiative beaufsichtigen und für mobile und strategische Partnerschaften wie auch die Bereiche Public Policy und Legal Affairs verantwortlich sein. Schließlich wird Li Gong neben seiner Tätigkeit als CEO von Mozillas Tochtergesellschaften in China und Taiwan zum Senior Vice President of Mobile Devices die Zunahme der Nutzerzahl von Firefox OS als Ziel haben und in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit Partnern leiten. Außerdem soll er in seiner Rolle als Vorsitzender der Asia Operations die Präsenz Mozillas innerhalb des mobilen Ökosystems in der Region außerhalb Japans erhöhen.

Persona Beta 2 – Mozilla möchte Passwörter überflüssig machen

Mozilla hat die Beta 2 des ursprünglich unter dem Namen BrowserID entwickelten Authentifizierungssystems Persona offiziell angekündigt. Persona ist schneller, bietet die Anmeldung über bereits existierende Anmeldedaten ganz ohne Passwort an und ist nativ in Firefox OS integriert.

Im Juli 2011 hat Mozilla BrowserID erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und im September 2012 unter dem Namen Persona offiziell in den Betastatus erhoben. Nun, knapp sieben weitere Monate später, erreicht Persona den Status Beta 2.

Identity Bridging – Login ohne Passworteingabe

Die wichtigste Neuerung der Beta 2 nennt Mozilla Identity Bridging. Damit meint Mozilla, dass sich der Benutzer auf Webseiten, welche einen Persona-Login anbieten, mit ihren bestehenden Nutzerdaten anmelden können. Den Anfang macht Mozilla mit yahoo.com. Nutzer mit einer E-Mail-Adresse, welche auf @yahoo.com endet, benötigen kein Passwort mehr, die Verifizierung der Anmeldedaten übernimmt Yahoo!, damit bietet Persona einen klassischen passwortlosen Single Sign On, wie man ihn beispielsweise von Facebook oder Twitter kennt. Weitere Anbieter sollen nachziehen. Das Besondere: Jeder, der eine Domain verwaltet, kann als Identitätsprovider für Adressen der eigenen Domain fungieren, beispielsweise kann der Betreiber von soeren-hentzschel.at die Überprüfung für @soeren-hentzschel.at-Adressen vornehmen, das muss nicht einmal notwendigerweise mittels eines Passworts sein. Und es muss sich auch nicht zwingend um reale E-Mail-Adressen handeln, entscheidend ist nur, dass der Benutzername das Format einer E-Mail-Adresse besitzt.

Weitere Verbesserungen der Beta 2

Einen großen Fokus hat Mozilla auf die Performance gelegt. So soll die Ladegeschwindigkeit der Beta 2 doppelt so schnell im Vergleich zu vorher sein. Außerdem wurde Persona fest in Firefox OS integriert. Wird auf einem Gerät mit Firefox OS ein Persona-Login aufgerufen, erscheint eine native Oberfläche zum Anmelden anstelle eines gewöhnlichen Popups.

Persona in der Wildnis

Mozilla nennt in der Ankündigung auch einige Seiten, welche Persona bereits einsetzen, inklusive Stimmen, wieso diese Seiten auf Persona setzen. Genannt werden die Born This Way Foundation, Firebase, Ting, GNU Mailman mailing list manager, Orionhub, Discourse sowie DailyCred. Ich ergänze diese Liste gerne noch um den Online Fußballmanager Soccer-Match und auch dieser Blog hat naheliegenderweise eine Persona-Authentifizierung für die Administration, wie verschiedene andere von mir umgesetzte Projekte einen Login über Persona anbieten. Interessierte Webseitenbetreiber finden im Mozilla Developer Network weitergehende Informationen zur Einbindung in eine bestehende Webseite, außerdem auch dazu, wie man selber zum Identitätsprovider für seine eigene Domain wird.

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Geänderte Datenschutzbestimmungen

Mozilla hat übrigens kürzlich angekündigt, die Datenschutzbestimmungen zu ändern, was hier allerdings keine Panik auslösen sollte. Aktuell zeigt persona.org noch die Datenschutzbestimmungen vom Juli 2011, bald sollten aber die aktualisierten Bestimmungen erscheinen. Konkret geht es darum, dass die bisherigen Datenschutzbestimmungen danach klingen, dass Mozilla eine Liste der mit Persona besuchten Webseiten aufbewahrt. Tatsächlich hat Mozilla dies nie getan und auch in Zukunft nicht vor, die geänderten Datenschutzbestimmungen sollen dies besser zum Ausdruck bringen.

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