Firefox bleibt Standard-Browser in Ubuntu 13.10

Kürzlich hatte es eine Diskussion darüber gegeben, ob Chromium Firefox als Standard-Browser in Ubuntu ersetzen soll. In Ubuntu 13.10 wird Firefox weiter als Standard-Browser ausgeliefert werden.

Im Oktober soll Ubuntu 13.10 „Saucy Salamander“ erscheinen. Ubuntus Desktop-Manager Jason Warner hatte bereits im Mai erklärt, Chromium zum Standard-Browser machen zu wollen. Nun gibt es eine Entscheidung bezüglich Ubuntu 13.10 – in der kommenden Version der beliebten Linux-Distribution wird weiter Firefox der Standard-Browser sein. Warner stellte allerdings erneut klar, dass er Chromium als Standard-Browser für Ubuntu haben möchte, so dass das Thema für Ubuntu 14.04 noch nicht vom Tisch ist. Weiteres wird die Zukunft zeigen.

Firefox 24.0 Beta 1 für Windows verschiebt sich

Normalerweise erscheint die erste Beta einer neuen Firefox-Version am Donnerstag nach der Veröffentlichung einer finalen Version. Windows-Nutzer müssen sich dieses Mal allerdings ein paar Tage länger gedulden.

Firefox 24.0 Beta 1 sollte am letzten Donnerstag erscheinen – und ist es auch, mehr oder minder. Mozilla kämpft derzeit mit einem Fehler in den lokalisierten Versionen für Windows, welcher 50 der 91 Sprachversionen betrifft, darunter auch Deutsch. Aus diesem Grund gibt es für Windows-Nutzer derzeit noch kein Update von Firefox 23.0 Beta 10 auf Firefox 24.0 Beta 1. Wer sich Firefox 24.0 Beta 1 in Deutsch von der Webseite herunterlädt, wird diese Version nicht starten können, diese begrüßt einen stattdessen mit einer Fehlermeldung. Nutzer von Mac OS X und Linux sind von dem Problem nicht betroffen, genauso wie Nutzer der englischsprachigen Version.

Update 14.08.2013: Mit der Firefox 24.0 Beta 2 ist das Problem behoben. Die aktuellste Beta-Version kann hier heruntergeladen werden.

Firefox OS: ZTE verkauft Smartphone über eBay und stellt weitere Geräte in Aussicht

ZTE wird sein Smartphone ZTE Open mit Firefox OS bald auch über eBay in den USA und UK vertreiben. Dies gab ZTE über die firmeneigene Webseite bekannt. Außerdem werden weitere Geräte in Aussicht gestellt.

Wie ZTE mitgeteilt hat, wird man das Smartphone ZTE Open mit Firefox OS bald schon in der Farbe Orange exklusiv über eBay in den USA und UK verkaufen. Das ZTE Open kann bereits in Spanien, Venezuela und Kolumbien über die Telefónica-Marke Movistar bestellt werden. Als Preis werden $79.99 respektive £59.99 genannt, das Gerät besitzt keinen Sim-Lock und kann in allen Netzen genutzt werden.

Bildquelle: ZTE

Die Spezifikationen des ZTE Open:

  • Plattform: Qualcomm MSM7225A
    entspricht einer Snapdragon S1 CPU mit 600-800 MHz und Adreno 200 GPU
  • Speicher: 256 MB DDR + 512 MB NAND-Speicher
  • Display: 3.5 Zoll TFT-Display mit HVGA-Auflösung (480×320 Pixel)
  • Kamera: 3.2 Megapixel Front-Kamera
  • Akku-Kapazität: 1 200 mAh
  • WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 2.1 + EDR3, GPS, FM Radio, MicroUSB 2.0, Beschleunigungssensor, Umgebungslichtsensor
  • UMTS-Frequenzen: 850/1900, 850/2100, 900/2100 MHz
  • GMS-/GPRS-/EDGE-Frequenzen: 850/900/1800/1900 MHz

In der Ankündigung heißt es außerdem, dass das ZTE Open das erste aus einer Reihe von Geräten mit Firefox OS sei, welches 2013 auf den Markt gebracht wird. Mit weiteren Geräten von ZTE ist demnach noch in diesem Jahr zu rechnen.

Update 13.08.2013: Links zu den eBay-Shops von ZTE in den USA und UK hinzugefügt. Die Geräte können ab Freitag bestellt werden.

Update 22.08.2013: Das ZTE Open war bereits am Montag ausverkauft.

Neue Versionen von Firefox, Firefox Mobile und Thunderbird

Mozilla hat planmäßig neue Versionen von Firefox, Firefox Mobile und Thunderbird veröffentlicht. Während es sich bei Thunderbird um ein reines Sicherheits- und Fehlerbehebungsupdate handelt, gibt es für Firefox und Firefox Mobile wieder interessante Neuerungen.

Mozilla hat Firefox 23.0 für Windows, OS X und Linux veröffentlicht. Die neue Version bringt wieder zahlreiche interessante Neuerungen und behebt darüber hinaus einige Sicherheitslücken. Entsprechend gibt es nun auch Firefox Mobile 23.0 für Android mit zahlreichen Neuerungen. Von Mozillas E-Mail-Client Thunderbird steht ein Sicherheits-Update auf Version 17.0.8 zum Download bereit.

Hinweis: Eine komplette Übersicht über alle relevanten Informationen zu den neuen Versionen von Firefox, Firefox Mobile und Thunderbird wird im Laufe der Woche folgen. Aus privaten Gründen verschieben sich die entsprechenden Artikel um ein paar Tage. Dafür wird der August besonders viele spannende Informationen bereithalten, denn auch die Artikel zu den Neuerungen von Firefox 24 (ab Donnerstag als Beta verfügbar), Firefox 25 (ab Freitag als Aurora-Version verfügbar) sowie zur Thunderbird 24-Beta werden im August erscheinen.

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #9 – Comic-Edition

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Und manches wird zur Spekulation anregen. Heute mit einer Spezial-Ausgabe im Comic-Stil.

Unter dem Motto Connecting Firefox to Me hat Mozilla-Designerin Larissa Co drei Konzepte erarbeitet, welche den Nutzer im Alltag unterstützen sollen. Diese Konzepte werden anhand von Geschichten im Comic-Stil erzählt. Die Konzepte sind Teil des Projektes Task Continuity, in dessen Zusammenhang das User Experience-Team von Mozilla versucht, das in den letzten Jahren beobachtete Userverhalten und Trends zu verstehen und neue Feature-Möglichkeiten für Firefox zu identifizieren, um die Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen.

Web Workspaces

Bei dem ersten Konzept handelt es sich um sogenannte Web Workspaces. Die Idee dahinter ist es, dedizierte Arbeitsbereiche zum Sortieren und Speichern von Inhalten zu schaffen, welche in Bezug zu einer bestimmten Aufgabe stehen. Als mögliche Szenarien werden genannt eine Reise oder eine Überraschungsparty zu planen, eine Facharbeit zu schreiben, eine Arbeitsstelle zu suchen oder Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Die Web Workspaces werden in diesem Konzept als Erweiterung der Neuer Tab-Seite dargestellt, über welche neue Workspaces beliebig angelegt und archiviert werden können. Die Workspaces können dabei privat sein oder geteilt werden. Workspaces gehen dabei über reine Linksammlungen hinaus und sollen es dem Nutzer ermöglichen, Inhalte zu sammeln und Notizen zu machen.

Weitere Ideen sind es, dem Nutzer Links ausgehend von den aktuellen Inhalten vorzuschlagen, es verschiedenen Leuten zu ermöglichen, Inhalte zu einem Workspace beizutragen und mit Partnerdiensten zu verknüpfen, so könnte es beispielsweise eine Integration von Evernote-Notizen geben.

All-Terrain Browsing

Beim All-Terrain Browsing geht es darum, Inhalte auf jedem Gerät und zu jeder Zeit sofort verfügbar zu machen. Im ersten beschriebenen Szenario sucht eine Nutzerin im Web nach einem Rezept für das Abendessen und sendet die Seite an ihr Smartphone, bevor sie in den Supermarkt geht. Im Supermarkt kann sie dann die benötigten Zutaten vom Smartphone ablesen, die entsprechende Seite wurde automatisch zur Offline-Nutzung gespeichert. Im zweiten beschriebenen Szenario stößt die Nutzerin auf ihrem Smartphone über Twitter, während sie auf den Bus wartet, gerade auf einen spannenden Artikel. Sie möchte diesen Artikel später lesen und markiert diesen darum entsprechend. Der Artikel wird anschließend zwischen allen Geräten synchronisiert. Dazu gibt es eine entsprechende Tab-Gruppe mit Seiten zum späteren Lesen.

Weitere Ideen sind eine “An ein Gerät senden”-Möglichkeit auf Geräten, für welche kein Firefox existiert, NFC, Bluetooth oder WLAN als andere Möglichkeit zum Senden von Links sowie spezielle ToDo-Listen, welche von allen Geräten aus zugänglich sind.

Social Superpowers

Das dritte Konzept beschreibt schließlich eine Art Social Hub in Firefox. Der hier gezeigte Anwender nutzt täglich Soziale Netzwerke und sieht im Social Hub von Firefox, was es Neues gibt. Dieser kombiniert die Neuigkeiten aller seiner Sozialen Kanäle wie Facebook und Twitter in einem einzigen Feed. Von hier aus kann er direkt Links ansehen und Einträge kommentieren. Außerdem können Meldungen aus dem einen Sozialen Netzwerk in einem anderen geteilt werden. Das Social Hub ist auch auf dem Smartphone verfügbar, so dass der beschriebene Nutzer jederzeit sozial vernetzt ist.

Weitere Ideen sind es, Inhalte per Drag and Drop in das Social Hub mit Sozialen Netzwerken zu teilen, den Bildschirm zu teilen und mit Freunden gemeinsam auf den selben Seiten zu surfen und Soziale Netzwerke zu gruppieren beziehungsweise Gruppen von Kontakten zu erstellen, um nur Beiträge in Zusammenhang mit der Arbeit oder der Familie zu sehen.

Firefox on TV

Comics kann aber nicht nur Larissa Co, sondern auch Mozilla-Designer Zhenshuo Fang. Er hat sich mit den Möglichkeiten beschäftigt, Firefox und TV-Geräte zusammenzubringen und zwei mögliche Szenarien in Form von Comics erstellt.

Im ersten Szenario wird ein Anwender beschrieben, welcher nach der Arbeit nach Hause kommt und Sport schauen möchte. Statt das TV-Gerät selbst zum Einstellen der Sendung zu benutzen, nutzt dieser sein Tablet und sucht auf diesem in seinem Firefox nach einem Livestream. Er klickt den entsprechenden Stream auf dem Tablet an und sofort startet die Übertragung sowohl auf dem Tablet als auch auf dem TV-Gerät. Auf dem Tablet hat er außerdem Kontrollmöglichkeiten wie zum Pausieren des Streams. Beim Holen der Pizza, welche er sich zuvor in den Ofen geschoben hatte, nimmt er das Tablet mit in die Küche und verpasst so nichts vom Spiel. Nach dem Essen schaut er das Spiel weiter am TV und nutzt das Tablet dazu, um zu sehen, was andere gerade zum Spiel über Twitter schreiben.

Im zweiten Szenario wird eine Hausfrau und Mutter beschrieben, welche keine Folge ihrer Lieblings-Sendungen im TV verpassen möchte. Während ihre Kinder in der Schule sind, möchte sie eine Pause machen und schaltet den Fernseher ein. Sie öffnet Firefox auf ihrem Tablet und der Fernseher zeigt Bilder ihrer Lieblings-Sendungen und Familien-Fotos. Sie wählt auf ihrem Tablet die Sendung aus, welche sie sehen möchte und das Streaming auf dem Fernsehgerät beginnt. Als das Telefon klingelt, kann sie die Sendung über die Pause-Kontrolle auf dem Tablet unterbrechen. Am Telefon wurde ihr mitgeteilt, dass die Reparatur des Autos abgeschlossen und das Auto bereit zur Abholung ist. Darum sendet sie die Sendung über das Tablet auf ihr Smartphone, um es auf dem Weg sehen zu können. Die Sendung beginnt auf dem Smartphone an der Stelle, an welcher sie unterbrochen worden ist.

Firefox Flicks 2013: Jetzt für das beste Video abstimmen

Seit Februar läuft zum dritten Mal Mozillas internationaler Kurzvideo-Wettbewerb Firefox Flicks, welcher Firefox-Fans und Filmemacher dazu einlädt, einen kurzen Videospot zu erstellen. In diesem Jahr steht Firefox Flicks unter dem Motto “Mobilisieren Sie sich”. Der Wettbewerb ist nun geschlossen. Ab sofort kann für das beste Video abgestimmt werden.

Neue Videos können für die diesjährige Ausgabe von Mozillas Kurzfilm-Wettbewerb Firefox Flicks nicht mehr eingereicht werden. Dafür kann nun bis zum 31. August abgestimmt werden. Die drei Gewinner des Publikumspreises erhalten eine Tasche mit Firefox Flicks-Fanartikeln und werden über die Kanäle von Mozilla Millionen Menschen bekannt gemacht. Die Jury kürt unabhängig davon die besten Filme der jeweiligen Regionen und wählt außerdem einen Gesamtsieger. Die Gewinner werden am 12. September beim Internationalen Film-Festival in Toronto bekanntgegeben.

Firefox OS: Smartphones in Kolumbien und Venezuela verfügbar

Nach Spanien und Polen erreicht Firefox OS die nächsten Märkte. Smartphones mit Mozillas Betriebssystem werden ab sofort in Kolumbien und Venezuela verkauft, Brasilien folgt im vierten Quartal.

Telefónica bietet bereits seit Anfang Juli das ZTE Open mit Firefox OS über die Marke Movistar in Spanien zum Verkauf an, das Alcatel One Touch Fire ist über T-Mobile in Polen zu haben. Beide Geräte gibt es ab sofort auch in Kolumbien und Venezuela über die Telefónica-Marke Movistar. Außerdem wurde der Markstart in Brasilien für das vierte Quartal angekündigt.

Beide Smartphones kosten in Kolumbien 199.900 Pesos (knapp 80 Euro) bei Vorauszahlung beziehungsweise 99.900 Pesos (knapp 40 Euro) bei Abschluss eines 12-Monats-Vertrags zu monatlich je 39.900 Pesos (knapp 16 Euro). Vertragskunden werden im ersten Monat von den Kosten für das Internet befreit.

Das Alcatel One Touch Fire schlägt in Venezuela mit 1.739 Bolivianos (etwa 190 Euro) zu Buche, das ZTE Open kostet hier 1.159 Bolivianos (etwa 140 Euro), beide mit Vertrag für monatlich 165 Bolivianos (etwa 18 Euro). In den ersten drei Monaten gibt es zusätzlich 200 MB Datenvolumen kostenfrei.

Interessierte aus Deutschland müssen sich auch nicht mehr lange gedulden. Die Deutsche Telekom wird das Alcatel One Touch Fire diesen Herbst unter anderem nach Griechenland, Ungarn und Deutschland bringen, in Deutschland über die Marke congstar. Alternativ kann das Peak+ von Geeksphone vorbestellt werden, dessen Auslieferung im September beginnen soll.

Mozilla und Blackberry arbeiten gemeinsam an Werkzeugen zum Finden von Sicherheitslücken

Mozilla und Blackberry haben eine Zusammenarbeit angekündigt, um neue und innovative Werkzeuge zum Finden von Sicherheitslücken zu entwickeln.

Wie Mozilla in einem offiziellen Blog-Eintrag mitteilt, arbeitet man gemeinsam mit dem kanadischen Hersteller für Kommunikationssysteme Blackberry an Werkzeugen zum automatisierten Finden von Sicherheitslücken. Beim sogenannten Fuzzing werden Anfälligkeiten entdeckt, indem unerwartete oder mangelhafte Eingaben getestet und so unter Umständen Sicherheitslücken offengelegt werden.

Bildquelle: Mozilla Blog

Gemeinsam werden Mozilla und Blackberry unter anderem das Fuzzing-Framework Peach verbessern. Nach Angaben von Mozilla wurde Peach bereits erfolgreich eingesetzt, um Firefox und Firefox OS sicherer zu machen. Als Beispiele werden WebGL, WebRTC, WebAudio, Bild-, Audio- und Videoformate sowie Schriften genannt. Auf diese Weise konnten Probleme behoben werden, bevor sie zum Risiko für die Nutzer wurden.

Mit Minion hat Mozilla außerdem ein Sicherheits-Framework zum Finden von Sicherheitslücken in Webanwendungen vorgestellt.

Mozilla veröffentlicht Minion 0.3 und stellt Sicherheitstest-Framework offiziell vor

Mozilla hat Minion in der Version 0.3 veröffentlicht und offiziell vorgestellt. Bei Minion handelt es sich um ein Sicherheitstest-Framework, welches Webentwicklern helfen soll, Sicherheitslücken in ihren Web-Anwendungen automatisiert zu finden.

Anfang des Jahres wurde bereits über das Sicherheitstest-Framework Minion berichtet, welches nun in der Version 0.3 veröffentlicht und offiziell vorgestellt worden ist. Mit Minion sollen Entwickler von Webanwendungen diese per Knopfdruck auf Sicherheitsprobleme testen können. Minion soll dabei einfach zu nutzen und zu erweitern sowie zu integrieren sein. Mit der neuen Version sieht Mozilla Minion nun auf einem Stand, welcher Mozilla erlaubt, Minion intern in der Entwickler-Community, Qualitätssicherung sowie den Sicherheits-Teams einzusetzen.

Weitere Informationen und technische Details zu Minion gibt es in der offiziellen Ankündigung im Mozilla Security Blog. Mozilla hat außerdem eine Zusammenarbeit mit Blackberry angekündigt, um gemeinsam neue und innovative Werkzeuge zum Finden von Sicherheitslücken zu entwickeln.

Mozilla Labs: Statt Tracking „Personalisierung mit Respekt“

Die Mozilla Labs schlagen mit User Personalization (UP) eine Alternative zum Tracking vor, welche eine Win-Win-Situation für Benutzer und Content-Anbieter darstellen soll. Die Idee: Der Browser ermittelt die Interessen der Nutzer anhand der besuchten Webseiten und kann diese den Webseiten mitteilen, wobei der Benutzer stets die volle Kontrolle behalten soll.

Mozilla ist bekannt für sein großes Engagement hinsichtlich Privatsphäre, Datenschutz und gegen ungewolltes Tracking. Vor diesem Hintergrund mag die aktuelle Ankündigung der Mozilla Labs auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig wirken, stellt diese doch ein Konzept zur Personalisierung im Internet vor. Tatsächlich könnte dies aber eine Lösung sein, welche Nutzer und Content-Anbieter gleichermaßen zufriedenstellt – der Nutzer erhält personalisierte Inhalte, behält aber gleichzeitig die volle Kontrolle darüber, welche Daten er teilt. Mozilla spricht von Personalisierung mit Respekt.

Als Beispiel nennt Mozilla, dass Firefox erkennt, dass sich ein Nutzer für Gadgets, Komödienfilme, Eishockey und Kochen interessiert. Während der Nutzer im Web surft, könne er auswählen, welche dieser Interessen er mit bestimmten Webseiten für eine personalisierte Erfahrung teilen möchte, und das ohne den Browserverlauf mitzuteilen. Der Firefox Marketplace könnte Rezept- und Film-Apps empfehlen, bereits beim ersten Besuch des Nutzers im Firefox Marketplace.

Nach Ansicht von Mozilla bietet Personalisierung große Vorteile. Der Vorteil der Personalisierung liegt auf Nutzerseite in der Tatsache, dass Nutzer schneller relevante Inhalte finden. Dies ist auch gleichzeitig ein Vorteil für Content-Anbieter, da Inhalte, welche die Nutzer uninteressant finden, Nutzer kosten können und dem Content-Anbieter dadurch Geld entgehen kann.

Nutzer würden die Personalisierung allerdings zu oft mit personenbezogenen Daten bezahlen. Darum schlägt Mozilla eine Schnittstelle vor, über welche Webseiten die persönlichen Interessen auf Grundlage der besuchten Seiten mitgeteilt werden können, ohne jedoch die besuchten Webseiten selbst zu nennen. Der Nutzer soll dabei stets die volle Kontrolle über seine Daten behalten, so soll sich pro Webseite einstellen lassen, welche Inhalte geteilt werden sollen.

Im Rahmen des Prospector-Projekts haben die Mozilla Labs im Laufe des vergangenen Jahres bereits ein paar Konzepte getestet, um beispielsweise die besuchten Webseiten Interessens-Kategorien zuzuordnen. Verschiedene Content-Anbieter, darunter neben Hearst Publications auch der deutsche Medienkonzern Hubert Burda Media (u.a. CHIP, Focus, Bunte, TV Spielfilm) signalisieren Interesse an Mozillas Ansatz. Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) zeigt hinsichtlich UP keine Bedenken. Von deren Seite heißt es, dass UP ein großer Schritt vorwärts für die Neugestaltung der Personalisierung im Web in einer Weise sei, welche die Privatsphäre der Nutzer bewahrt.

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