Mozilla Firefox 14 Beta veröffentlicht

Mozilla hat die erste Beta-Version von Firefox 14 veröffentlicht. Nach einem sehr umfangreichen Firefox 13-Release erwarten einen in Firefox 14 wieder viele kleinere Verbesserungen, ehe mit Firefox 15 dann wieder ein wirklich großer Release ansteht. Im Aurora-Artikel zu Firefox 14 lassen sich die wichtigsten Neuerungen der aktuellsten Firefox-Beta zusammengefasst nachlesen.

Hinweis: Aus Gründen der Synchronität zwischen Firefox für den Desktop und Firefox Mobile ist die erste Betaversion von Firefox 14 bereits als Beta 6 benannt.

Download Mozilla Firefox 14.0 Beta

Firefox 15 kommt mit integriertem PDF-Reader

Dass es in Zukunft in Firefox direkt mit Bordmitteln möglich sein wird, PDFs zu betrachten, darüber hatte ich schon geschrieben. In Kürze wird Mozilla die erste Aurora-Version von Firefox 15 veröffentlichen, welche den integrierten PDF-Reader bereits mit dabei hat.

Seit dem letzten Artikel zu diesem Thema hat sich eine Menge getan. In Kürze: Bislang war zum Betrachten von PDF-Dateien ein seperates Plugin, oftmals Adobe Acrobat, notwendig. Ab Firefox 15 wird das nicht mehr notwendig sein, denn Firefox kann PDFs dann ganz ohne extra Plugin darstellen. Das Besondere: Der Mozilla-Renderer basiert komplett auf HTML5 und JavaScript.

Bedenkt man, auf welchen Technologien der PDF-Reader basiert, sind die Ergebnisse beeindruckend, wenn auch nicht immer die Qualität des Adobe-Plugins erreicht werden kann. Besonders praktisch: Seitennummer, Zoom-Faktor sowie die aktuelle Position des Dokuments können direkt als Parameter der URL übergeben werden. Und so sieht Mozillas PDF-Viewer mittlerweile aus:

Wurde diese neue Funktionalität zunächst in den Entwicklerversionen als zusätzliche, aber nicht deinstallierbare Erweiterung mitgeliefert, ist diese nun mittlerweile fest in Firefox verbaut. Das heißt auch, dass der PDF-Betrachter nicht mehr wie eine Erweiterung über den Add-on Manager aktiviert respektive deaktiviert wird, sondern wie jede andere Dateiformatzuordnung auch über Einstellungen > Anwendungen ausgewählt werden kann, in diesem Fall durch das Setzen der Einstellung auf Vorschau in Firefox.

Mozilla veröffentlicht Firefox 13

Firefox 13 ist da! Eine neue Startseite, eine Schnellwahl beim Öffnen eines neuen leeren Tabs, verbesserte Performance, ein neuer Scrolling-Algorithmus, eine einfache Möglichkeit das Benutzerprofil zurückzusetzen, verbesserte Werkzeuge für Webentwickler und vieles mehr, die Liste der Änderungen ist lang. Einen detaillierten Überblick über die zahlreichen Neuerungen gibt der Aurora-Artikel zu Firefox 13.

Download Mozilla Firefox 13.0

Wichtiger Hinweis: Ab Firefox 13 werden Windows 2000 sowie Windows XP ohne Service Pack 2 oder höher nicht länger unterstützt. Nutzer dieser veralteten Betriebssysteme müssen auf Firefox 10 ESR umsteigen, um weiter zumindest bis Ende des Jahres Sicherheitsaktualisierungen zu erhalten.

Firefox 13 wird übrigens auch von Mac OS X 10.8 “Mountain Lion” unterstützt. Weitere Informationen dazu hier.

Mozilla Maintenance Service verbessert Start-Performance von Firefox und kommt auch für Thunderbird

Mit Firefox 12 wurde auf Windows der Mozilla Maintenance Service eingeführt – ein Hintergrunddienst, welcher die Installation der Programmupdates übernimmt und so den Benutzerkontensteuerungsdialog (UAC) des Betriebssystems umgeht. Dieser Dienst übernimmt nun eine weitere Aufgabe und wird auch für Thunderbird kommen.

Seit Firefox 12 werden die Updates über einen Hintergrunddienst installiert. Selbstverständlich ist der Einsatz dieses Dienstes bei Mozilla optional. Wer diesen Dienst nicht nutzen möchte, muss diesen Hintergrunddienst nicht mitinstallieren, außerdem kann er nachträglich auch jederzeit über die Einstellungen wieder deaktiviert werden. Ab Firefox 15 hat der Maintenance Service aber noch eine weitere Aufgabe als die Updates zu installieren, denn ab dieser Version wird der Dienst auch dazu genutzt, um die Start-Performance des Browsers zu verbessern.

Desweiteren kommen bald auch Thunderbird-Nutzer in den Genuss dieses Services, so dass auch hier bald der UAC-Dialog der Vergangenheit angehören wird. Diese Funkionalität ist derzeit zwar noch deaktiviert, der dazugehörige Code ist aber bereits in Thunderbird gelandet, so dass es nur noch eine Frage nicht mehr allzulanger Zeit sein wird.

Firefox für Android mit neuer Oberfläche

Ich teste seit einer Weile die Beta-Version von Firefox aus dem Play-Store (vormals Android-Market) und mir gefällt sie sehr gut. Die Startgeschwindigkeit hat sich wesentlich verbessert und Firefox reagiert jetzt viel flotter und ohne Ruckler auf Befehlseingaben wie das Öffnen von Webseiten oder Scrollen.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ein paar Bildschirmfotos zeigen, aber bei Google gibt es eh ein paar Bilder anzuschauen (auf die Bilder unterhalb von „App-Screenshots“ klicken).

Die Synchronisierungsfunktion Firefox-Sync habe ich noch nicht probiert. Bei Beta-Versionen bin ich immer vorsichtig und ich möchte im Zweifel nicht mehr Desktop-Daten zerstören. Aber ich habe noch nichts Negatives davon gehört. Außerdem funktioniert Sync wie in der alten Firefox-Version auch mit eigenen Mozilla-Mitteln und nicht über Android. Das heißt: Google liest nicht mit und alle persönlichen Daten werden lokal verschlüsselt und dann erst auf die Mozilla-Server übertragen.

Das Aussehen der Firefox-Oberfläche hat sich mehr dem von Android 4 angepasst (einziger Ausreißer: beim Getippthalten auf einen Hyperlink erscheint ein Auswahlmenü, dessen Schriftgröße und Form überhaupt nicht zu Android passt) und es sieht wesentlich ausgereifter aus. Die Formen sind geschwungener, was besonders in der Tablet-Version von Firefox gut zur Geltung kommt.

Die Bedienung hat sich auch sehr verändert. War man es bisher gewohnt, während des Surfens nach links und rechts zu wischen, um andere Tabs oder Funktionen aufzurufen wie Lesezeichen oder Einstellungen, so ist nun alles hinter der Menü-Schaltfläche verborgen und rechts von der Adressleiste. Dort steht nun die Zahl mit der Anzahl der geöffneten Tabs. Tippt man darauf, erhält man eine Android-4-typische Auswahlvorschau mit den offenen Tabs. Leider kann man die Tabs nicht mit einem Wisch auf die Seite schließen. In dieser Liste kann man auf andere Tabs wechseln oder einen neuen Tab erstellen.

Der Vorteil zu früher ist, dass die Vorschaubilder nun größer sind und man besser sieht, welcher Tab welche Seite beinhaltet. Das Scrollen nach oben und unten funktioniert auch ohne Ruckler. Nur eine Wiederherstellungsfunktion habe ich noch nicht gefunden. Es wäre schön, wie in der Desktop-Version versehentlich geschlossene Tabs wieder zurückholen zu können – und zwar mehr als nur den letzten Tab (mehr war in der bisherigen „alten“ Firefox-Version für Android nicht möglich).

Negativ ist mir aufgefallen, dass man nun umständlicher als früher zu den anderen Tabs wechselt. Ein Wisch nach rechts geht schneller von der Hand als mit dem Daumen ganz an den oberen Seitenrand zu tippen und dann einen Tab auszuwählen. Das Gute daran ist aber, dass man nun beim Surfen nicht mehr versehentlich die linken oder rechten Firefox-Bedienfelder öffnen kann. Das hat zumindest bei mir öfters den Lesefluss gestört, weil auf einmal die Tabvorschau da war, da der Daumen ein bisschen zu viel nach rechts gerutscht ist beim Hinunterscrollen.

Ein weiterer Negativpunkt für mich ist, dass das Plus zum Öffnen eines neuen Tabs in der Tabvorschau ganz links angeordnet ist und es umständlich ist, dies mit dem Daumen der rechten Hand zu tun. Eine breitere Schaltfläche würde dieses Manko entschärfen.

Zum Positiven gewandelt hat sich auch die Startseite. Sie zeigt nun übersichtlich die vier meistbesuchten Websites, eine Schaltfläche zum Einrichten von Firefox-Sync sowie die geöffneten Tabs der letzten Sitzung (falls Firefox zwischenzeitlich aus dem Speicher gefallen ist und die Tabs nicht mehr automatisch geöffnet sind).

Fazit

Im Vergleich zum bisherigen Firefox für Android ist die Beta-Version ein Quantensprung. Möglicherweise gibt es schon am Dienstag, wenn Firefox 14 veröffentlicht wird, auch gleich die neue Android-Version für alle. Das würde den Nutzern und der Reputation für Mozilla gut tun. Die bisherige Firefox-Version ist zurecht nicht gut weggekommen in den Kommentaren.

Ein paar Kleinigkeiten und Funktiönchen fehlen noch, aber im Großen und Ganzen ist es endlich ein würdiger Browser für Android, der für mich den Standardbrowser und den alten Android-Firefox abgelöst hat.

Weitere Infos über die neue Oberfläche und die Entwicklungsarbeit erhält man überall bei Mozilla und z. B. bei Lucas Rocha.

Firefox 15 mit Kommandozeile, Responsive Mode, Debugger & mehr für Webentwickler

Firefox 15 wird neben bedeutenden Performance-Verbesserungen vor allem viele Neuerungen erhalten, welche das Herz des Webentwicklers höher schlagen lassen. Mit diesem Artikel möchte ich vorab einen Überblick über diese geben.

Die erste Neuerung ist allerdings noch deaktiviert und muss zunächst über about:config aktiviert werden. Dafür setzen wir den Schalter devtools.toolbar.enabled auf true. Nach anschließendem Neustart von Firefox kann ab sofort über Web-Entwickler > Entwickler-Toolbar oder alternativ Strg+Shift+V eine neue Leiste an der unteren Fensterleiste eingeblendet werden, welche sich im Gegensatz zur Inspector-Toolbar in allen Tabs und nicht nur in dem Tab, in welchem sie aktiviert wurde, zeigt.

Diese Leiste beinhaltet im Wesentlichen zwei Teile. Eine grafische Komandozeilenoberfläche sowie Buttons auf der rechten Seite, welche bestimmte Funktionalitäten erreichbar machen, dazu später mehr.

Wer regelmäßig mit Kommandozeilen zu schaffen hat, wird dieses neue Feature lieben. Über einfache Befehle lassen sich verschiedene Operationen ausführen. Die Eingabe von help listet alle verfügbaren Kommandos auf, help liefert eine Hilfe zum jeweiligen Befehl. Dabei wird man bei Eingaben immer visuell unterstützt: Unbekannte Befehle werden rot unterstrichen, auf ungültige Eingaben wie Buchstaben, wo nur Zahlen erlaubt sind, wird man hingewiesen, nach Eingabe des Befehls erscheinen in einem leichten Blauton die weiteren Parameter, welche einzugeben sind, in eckigen Klammern dabei die optionalen. Lassen sich bestimmte Werte auswählen, erscheinen diese in einer Liste, welche auch über die Cursor-Tasten der Tastatur ausgewählt werden können. Auch die Maus kann zur Auswahl benutzt werden.

Die Kommandozeile bietet übrigens nicht nur für Webentwickler interessante Dinge! Über pref lassen sich alle about:config-Parameter anzeigen, setzen oder resetten, mit screenshot lassen sich Bildschirmaufnahmen der aktuellen Seite machen, diese werden dann automatisch im Downloads-Verzeichnis gespeichert. Das Interessante hierbei sind die vielfältigen Optionen. So kann eine Zeit in Sekunden angegeben werden, bevor der Screenshot aufgenommen werden soll, man kann entweder nur den sichtbaren Bildschirmbereich aufnehmen – wie bei händischen Screenshots auch – oder die komplette Webseite, also auch die Bereiche, welche sich außerhalb des sichtbaren Bereichs befinden. Schließlich kann auch einfach ein CSS-Selektor ausgewählt werden, um nur ein Bild eines bestimmten Bereiches einer Webseite zu schießen. Die weiteren Kommandos richten sich an Webentwickler. Mit console kann die Webkonsole geöffnet, geschlossen oder geleert werden, mit inspect ein bestimmtes Element einer Webseite mit dem Webinspector untersucht (HTML, CSS) werden. Über edit lassen sich CSS-Ressourcen einer Webseite direkt im Style-Editor von Firefox öffnen und so das CSS live bearbeiten, es kann dabei auch direkt zu einer bestimmten Zeile gesprungen werden. Desweiteren kann über tilt noch die 3D-Ansicht gestartet oder geschlossen werden, Rotationen, Translationen, Zoom sind ebenso kein Problem wie das Zurücksetzen in den Ursprungszustand. Schließlich ist es mit break noch möglich, Haltepunkte im JavaScript-Debuger zu setzen. Einen Überblick bietet das folgende Video:

Der eben erwähnte JavaScript-Debugger ist seit Firefox 13 versteckt implementiert und seit Firefox 15 offiziell dabei. Dieser lässt sich über einen der angesprochenen Buttons in der Entwickler-Toolbar, das Menü Web-Entwickler > Debugger oder die Tastenkombination Strg+Shift+S öffnen. Seit der ersten Implementierung hat sich einiges getan und einen frischen Anstrich gab es auch. Für Entwickler, welche viel mit JavaScript arbeiten, ist dies ein hervorragendes Feature.

Nicht nur der Debugger lässt sich über die neue Entwickler-Toolbar öffnen, sondern auch die Webkonsole, welche im Übrigen in Hinblick auf die Performance verbessert wurde. Ein weiterer Button findet sich hier, welcher mit “Reponsive View” beschriftet ist. Dabei handelt es sich um einen Modus, welcher es erlaubt, die aktuelle Seite beliebig in der Größe zu skalieren oder das Fenster einfach zu rotieren. Ein geniales Werkzeug für Webdesigner, welche mit CSS Media-Queries arbeiten, um Responsive Designs zu erstellen, also Seiten, welche sich der jeweiligen Bildschirmauflösung anpassen. Bei der immer größeren Verbreitung von Smartphones und Tablets in Zusammenhang mit deren Internet-Nutzung fast schon ein Muss für Webdesigner.

Schließlich findet sich in der Entwickler-Toolbar als vierter und letzter Button noch einer für den Inspector, welcher es erlaubt, Elemente einer Webseite genauer zu betrachten, sei es das HTML, das CSS – welches sich hier auch live bearbeiten lässt – oder das Starten der 3D-Ansicht. Auch der Inspector hat Neuerungen erfahren. So lässt sich hier über ein neues Optionen-Menü das Dimmen der nicht selektierten Bereiche einer Webseite oder auch die Anzeige des ausgewählten Knotens samt dazugehörigem Menü ausblenden. Geänderte CSS-Eigenschaften werden im Style-Panel auf der rechten Seite außerdem besonders gekennzeichnet.

Seit Firefox 14 bereits versteckt implementiert und ebenfalls ab Firefox 15 standardmäßig aktiviert ist das sogenannte Layout View im Styles-Panel. Dieses stellt das CSS-Box-Modell eines Elements dar und visualisiert die margins, paddings, border-width sowie Breite und Höhe.

Firefox 13 unterstützt Mac OS X 10.8 “Mountain Lion”

Apples neues Betriebssystem Mac OS X 10.8 “Mountain Lion” soll eigentlich erst im Spätsommer veröffentlicht werden, doch mehren sich die Gerüchte, dass der Release noch im Juni erfolgt. Ein neues Sicherheits-Feature in 10.8 erlaubt (standardmäßig) allerdings nicht mehr die Installation jeder Software.

Apple führt mit Mac OS X 10.8 das sogenannte Gatekeeper-Feature ein. Das bedeutet, dass Software, welche nicht aus Apples Appstore heruntergeladen wird, mit einer Apple Developer-ID signiert sein muss. Andernsfalls kann diese Software nicht installiert werden. Zwar lässt sich dieses Verhalten auch deaktivieren, dabei handelt es sich aber um die Standard-Einstellung, deswegen und weil Firefox nicht über den Appstore heruntergeladen wird, ist es wichtig, dass Mozilla zum Marktstart von “Mountain Lion” gerüstet ist. Ab Version 13 wird Mozilla signierte Firefox-Builds ausliefern, eine Installation auf Mac OS X 10.8 wird damit kein Problem darstellen.

Bildquelle: itespresso.de

Firefox 13 wird am 05. Juni 2012 erscheinen. Die wichtigsten Änderungen gegenüber Firefox 12 lassen sich hier nachlesen.

Erste Firefox 14-Beta wird Beta 6, Firefox 14.0.1 ersetzt Firefox 14.0

Eigentlich ist Mozillas Release-Modell ganz einfach. Alle sechs Wochen am Dienstag erscheint ein neuer Firefox Major-Release, gleichzeitig wird der aktuelle Aurora-Code in den Beta-Zweig überführt, der aktuelle Nightly-Code in den Aurora-Zweig und die Versionsnummer vom Nightly hochgesetzt. Firefox 14 wird dabei aber in der Versionierung leicht abweichen.

Am 05. Juni 2012 ist es wieder soweit, ein neuer Firefox steht zum Download bereit. An jenem Tag wird Firefox 13 veröffentlicht werden, gleichzeitig betritt Firefox 14 die Beta-Phase und Firefox 15 die Aurora-Phase, wenige Tage später gibt es dann auch von diesen die jeweils erste Version zum Download. Doch besagte Beta-Version wird nicht etwa Firefox 14 Beta 1 heißen, sondern direkt Firefox 14 Beta 6*.

Der Grund für diese zunächst verwirrend erscheinende Sache ist eigentlich ganz einfach: Die letzte große Version von Firefox Mobile war Version 10, seit dem wird der mobile Browser ausgesetzt und erhält nur Versionsänderungen an dritter Stelle, während hinter den Kulissen der große Umbau zum neuen Firefox Mobile mit sogenanntem Native UI stattfindet. Während hiervon also am 05. Juni die Version 10.0.5 erscheinen wird, soll bald darauf der runderneuerte Firefox Mobile erscheinen, welcher sich derzeit in der Beta-Phase als Firefox Mobile 14 befindet. Damit die Versionierung der Desktop- und mobilen Version identisch sind, wird an besagtem Tag also die Beta 6 der Desktop-Version erscheinen, weil sich auch Firefox Mobile zu diesem Zeitpunkt in der sechsten Beta-Version befindet.

Damit aber noch nicht genug, am 15. Juni soll der neue Firefox Mobile als Version 14 erscheinen, zwischen zwei regulären Release-Terminen. Und um auch hier die Gleichheit der Versionsnummer zu gewährleisten, wird am 17. Juli dann nicht Firefox 14, sondern Firefox 14.0.1 erscheinen, sowohl für Android als auch für den Desktop, obwohl es hier keine verfrühte Version 14 gab.

Um das Ganze besser zu begreifen, lohnt ein Blick auf folgende Grafik, welche die Pläne anschaulich darstellt:

Bildquelle: wiki.mozilla.org

*) Hier gibt es eine abweichende Information zwischen Eintrag im Mozilla Wiki, wo von der Beta 5 die Rede ist, und dieser Grafik, welche von der Beta 6 spricht. Für diesen Artikel habe ich mich für die Information aus der Grafik entschieden, an er Sache selber ändert es aber nichts, ob nun Beta 5 oder Beta 6.

Firefox 15 bekommt Hintergrundupdates

Der Programmstart von Firefox nach einem Update wird schneller – ab Version 15 führt Firefox die Updates im Hintergrund durch. Auch wenn viele missverständliche Artikel diverser IT-Seiten und Tech-Blogs bereits mit Firefox 12 den Haken bei Hintergrund-Updates gemacht haben, ist dies so doch nicht ganz richtig.

Diese oft getroffene Aussage lässt sich dadurch erklären, dass seit Firefox 12 unter Windows Vista/7 die Updates durch einen Hintergrundservice ausgeführt werden. Dieser ermöglicht die Umgehung des Benutzerkontensteuerungsdialogs (UAC), so dass die Updates ohne expliziten Eingriff des Benutzers durchgeführt werden können. Diese Neuerung war ein wichtiger Schritt, hat aber nichts an der Tatsache geändert, dass die Updates ganz genau wie vorher auch bei Programmstart installiert werden mussten.

Mit Firefox 15 ändert sich dies. Ab dieser Version werden die Aktualisierungen direkt nach dem Herunterladen noch zur Laufzeit angewendet. Dazu werden sie temporär in ein Extra-Verzeichnis geschoben, so dass beim Programmstart von Firefox diese nur noch an die richtige Stelle geschoben werden müssen. Die Folge: Firefox startet nach einem Update deutlich schneller, einen Fortschrittsbalken, welcher die Installation eines Updates anzeigt, gibt es nicht mehr.

Update 05.06.2012: Vorerst ist dieses neue Feature in Firefox 15 Aurora deaktiviert. Möglicherweise erhält diese Neuerung erst in Firefox 16 endgültigen Einzug.

Phoenix 0.1 bis Australis – Das Firefox-Design im Wandel der Zeit

Am 23. September 2002 ist die erste öffentliche Version 0.1 von Firefox, damals noch unter Namen Phoenix, veröffentlicht worden. Dabei handelte es sich noch um eine rein experimentelle Abzweigung der auf dem Netscape-Code basierenden Mozilla Application Suite, welche heute unter dem Namen SeaMonkey als Community-Projekt weiterentwickelt wird. Seit Bestehen von Firefox hat sich viel am Browser aus Mountain View getan. Dies soll an dieser Stelle mit einer kleinen Bildstrecke illustriert werden.

Eine schwierige Entscheidung war dabei, wie dieser Artikel gestaltet werden soll, weil es unmöglich ist, alle zeigenswerten Dinge zu zeigen, aber gleichzeitig einen übersichtlichen Vergleich zu bieten und keinen Artikel mit hundert oder mehr Bildern zu veröffentlichen. Daher zeigt diese Bildstrecke jeweils die primäre Benutzeroberfläche mit dem selben Inhalt und den selben Abmessungen, um eine bestmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Natürlich haben sich optisch auch viele andere Dinge verändert, welche hier nicht ersichtlich werden, genauso geht dieser Artikel nicht auf die zahlreichen funktionellen Veränderungen ein.

Zur Referenz gibt es als erstes ein Bild der Mozilla Application Suite 1.0, welche zum Erscheinen von Phoenix 0.1 aktuell war. Der Weg von Mozilla Milestone 1 bis hin zur finalen Version 1.0 war dabei ebenfalls sehr spannend, da gab es einige aus heutiger Sicht sehr interessante Benutzeroberflächen. Inhalt dieses Artikels ist allerdings nur Firefox selbst, alles weitere würde den Rahmen sprengen.

2002: Phoenix 0.1 bis Phoenix 0.5

Den Anfang dieser Bildstrecke macht der vor fast zehn Jahren veröffentlichte Phoenix 0.1, Codename: Pescadero, die erste Version des Browsers, welchen wir heute als Firefox kennen und lieben. Zumindest für Windows und Linux. Auffällig sind hier die überdimensionierten Icons in der Haupttoolbar, welche mir persönlich ehrlich gesagt sogar deutlich mehr zusagen als die Optik der nachfolgenden Versionen. Insgesamt ist die Benutzeroberfläche von Phoenix 0.1 deutlich schlanker als die der Mozilla Application Suite, deren Programm-Icon (Version 1.1) wurde allerdings beibehalten.

Bereits eine Woche später, am 01. Oktober 2002, erschien Phoenix 0.2, Codename: Santa Cruz, mit relativ auffälligen Änderungen an der Benutzeroberfläche für einen so kurzen Zeitraum. Die Icons in der Haupttoolbar wurden deutlich kleiner, Stop & Reload sind nach links gewandert, ein Suchfeld kam hinzu, der Dropdown-Button in der Adressleiste hat einen nativen Systemlook bekommen.

Bis zur nächsten Version hat es wieder nur zwei Wochen gedauert; Phoenix 0.3, Codename: Lucia, erschien am 14. Oktober 2002. Hier fallen neben einem neuen Standard-Favicon im Tab auch das Fehlen des Ladefortschritts in der Statusleiste auf, wenn die Seite aktuell nicht geladen wird, sowie die Wiederkehr des “Go”-Menüs, welches gegenüber Netscape und der Mozilla-Suite gefehlt hatte.

Bis Version 0.4, Codename: Oceano, hat es dann sogar nur 5 Tage gedauert, diese erschien am 19. Oktober 2002. Vielmehr als das Einführen eines Startseiten-Buttons gibt es auf den ersten Blick nicht zu erwähnen. Allerdings ist dies die erste Version, welche die Installation anderer Themes erlaubt.

Für die nächste Version 0.5, Codename: Naples, hat man sich etwas mehr Zeit gelassen; diese erschien erst am 07. Dezember 2002. Optisch hat sich in dieser Version nicht sehr viel am Hauptfenster des Browsers getan.

2003: Firebird 0.6 bis Firebird 0.7

Über weitere fünf Monate hat es dann bis Version 0.6, Codename: Glendale, erschienen am 17. Mai 2003, gedauert. Dies ist gleichzeitig die erste Version für Mac OS. Aufgrund einer Klage des amerikanischen BIOS-Herstellers Phoenix Technologies durfte der name Phoenix nicht länger behalten werden und so wurde der Browser in Firebird umbenannt. Ebenso auffällig ist das Verwenden neuer Icons – in meinen Augen nicht unbedingt ein Schritt nach vorne.

Am 28. Juli 2003 gab es dann mit dem Fehlerbeseitigungsupdate 0.6.1 auch noch einnmal leicht überarbeitete Icons. Desweiteren wurde rechts oben ein animierter Throbber eingebaut – ähnliches kannte man ja auch schon von Netscape beziehungsweise der Mozilla Application Suite – und Firebird hat mit den Flammen nun ein eigenes Programm-Icon.

Am 15. Oktober 2003 erschien dann Firebird 0.7, Codename: Indio. Die Suchleiste hat anstelle des Lupen-Symbols nun das Favicon der jeweiligen Suchmaschine und der Info-Dialog wurde verschönert.

2004: Firefox 0.8 bis Firefox 1.0

Vier Monate später, 9. Februar 2004, Firefox ist geboren. Wegen der Namensähnlichkeit mit einer Firebird genannten Open-Source-Datenbank kam es zu einer erneuten Umbenennung des Produktes. Dieser Name hat allerdings bis heute Gültigkeit. Und das mit der Umbenennung verbundene neue Logo ist auch die größte optische Veränderung in Version 0.8, Codename: Royal Oak. Was viele übrigens nicht wissen: Bei Firefox handelt es sich nicht um einen Fuchs, sondern um einen Roten Panda.

Am 15. Juni 2004 erschien dann Firefox 0.9, Codename: One Tree Hill. Damit wurde wieder ein neues Iconset eingeführt, welches allerdings nicht über diese Version hinaus Bestand hatte. Länger Bestand hatte dafür der neue Throbber recht oben, welcher den alten, wirklich sehr gewöhnungsbedürftigen ersetzt hat.

Am 28. Juni erschien mit Firefox 0.9.1 ein Bugfix- und Sicherheits-Release, mit diesem wurde das neu eingeführte Iconset direkt wieder verworfen, da es bei den Nutzern gar nicht gut ankam. Firefox 0.10, Codename: Greenlane, am 14. September 2004 hat sich optisch nicht groß unterschieden.

Am 09. November 2004 war es soweit – Firefox 1.0, dessen Codename in Anlehnung an den ursprünglichen Namen Phoenix war, ist erschienen. Die Icons wurden wieder etwas kleiner, es wurde ein “Go”-Button neben der Adressleiste eingeführt und das Wichtigste: Das Firefox-Logo wurde überarbeitet und kam nun mit deutlich besserer Qualität daher. Eine kleine Randnotiz: Firefox 1.0 wurde innerhalb des dann kommenden Jahres über 100 Millionen mal heruntergeladen.

2005-2006: Firefox 1.5 bis Firefox 2.0

Firefox trug nun die Versionsnummer 1.0 und war damit ein fertiges Endprodukt, in der Folge haben neue große Releases länger auf sich warten lassen und brachten entsprechend mehr funktionelle Veränderungen. So hat es über ein Jahr, nämlich bis zum 29. November 2005 gedauert, dass Firefox 1.5, Codename: Deer Park, das Licht der Welt erblickt hat. Das Standard-Theme wurde allerdings weitestgehend beibehalten.

Fast ein weiteres Jahr später, am 24. Oktober 2006 erschien dann Firefox 2.0, Codename: Bon Echo. Dieser brachte auch wieder ein neues Oberflächendesign. Neue Icons, neue Tableiste und Tabs, einen an die Adressleiste angeschlossenen Go-Button, eine neu gestaltete Suchleiste, welche nun das Favicon der entsprechenden Suchmaschine plus eine Lupe wie aus vergangenen Tagen zeigt, sowie das History-Menü, welches das bisherige Go-Menü ersetzt. Die Statusleiste zeigt außerdem nicht mehr “Done” an, wenn die Seite fertig geladen hat.

2008-2010: Firefox 3.0 bis Firefox 3.6

Bis zur nächsten Version hat es sage und schreibe 20 Monate gedauert, am 17. Juni 2008 war es soweit und Firefox 3.0, Codename: Gran Paradiso erschien. Die Neuerungen in dieser Version waren sehr umfangreich und begleitet wurde dies mal wieder von einer neuen Optik. Das neue Design sollte farblich besser mit dem verwendeten Betriebssystem harmonieren, so gab es sogar unter Windows unterschiedliche Designs für XP beziehungsweise Vista/7. Für mich ist dieses Design das am wenigsten Attraktivste in der gesamten Firefox- und Prä-Firefox-Ära. Dass der Zurück-Button von Firefox größer als der Vorwärts-Button ist, ist bis heute charakteristisch für Firefox und wurde mit Version 3.0 zum ersten mal eingeführt.

Bis Firefox 3.5, Codename: Shiretoko, hat es dann wieder “nur” ein Jahr lang gedauert, nämlich bis zum 30. Juni 2009. Am alten Design hat man weitestgehend festgehalten, dieses aber weiter modernisiert. So sind die Trennlinien verschwunden, welche Firefox ziemlich altbacken haben aussehen lassen, auch Adressleiste und Suchfeld wirken nun nicht mehr so deplatziert in der Benutzeroberfläche. Der Throbber rechts oben wurde wieder verbannt, da der Ladestatus sowieso in den Tabs angezeigt wird. Der Go-Button in der Adressleiste erscheint nur noch, wenn etwas eingegeben wurde. Auch das Firefox-Logo wurde erneut überarbeitet. Persönliches Fazit: Schönere Weltkugel, nicht unbedingt eine Verbesserung bezüglich des Tieres. Dafür ist das Logo nun auch in den kleineren Versionen ansehnlich.

Firefox 3.6, Codename: Namoroka, erschien dann gut ein halbes Jahr später, am 21. Januar 2010. Große Veränderungen an der Benutzeroberfläche gab es hier nicht zu verzeichnen.

2011-April 2012: Firefox 4.0 bis Firefox 12.0

14 Monate, bis zum 22. März 2011 hat es gedauert, da hat man den für Mozilla wichtigen Release von Firefox 4.0, Codename: Tumucumaque, hinter sich gebracht. Nicht nur funktional war Firefox 4.0 ein riesiger Schritt nach vorne, auch optisch wurde kein Stein auf dem anderen gelassen. Alles wurde ein wenig runder, die Farben freundlicher, die Buttons dreidimensionaler, die alte Menüleiste wurde durch einen neuen orangefarbenen Menübutton ersetzt, die Tabs befinden sich nun über der Adressleiste, die alte Statusleiste wurde durch eine neue Add-on-Leiste ersetzt, Stop-, Reload- und Go-Button wurden zu einem Button zusammengefasst und noch vieles mehr. Aber Firefox wäre nicht Firefox, ließe sich nicht mit wenig Aufwand das Design aus Firefox 3.6 weiternutzen.

Am 21. Juni 2011 erschien dann bereits Firefox 5.0 und Mozilla hat aus guten Gründen das Release-Modell auf einen sechswöchigen Zyklus umgestellt. Stand heute sind wir bei Firefox 12.0 und bis zum Ende des Jahres werden wir noch bei Firefox 17.0 sein. Da sich die optischen Veränderungen in dieser Zeit zumeist in Grenzen halten, machen wir nun einen Sprung zu Firefox 12.0, veröffentlicht am 24. April 2012. In dieser Zeit wurde das Design vor allem erwachsener, so wurden unter anderem die Schatten bei den Buttons, in der Adress- sowie Suchleiste entfernt, diese wieder weiß gefärbt, die Rundungen reduziert und der Zurückbutton direkt an die Adressleiste angedockt, während der Vorwärtsbutton nur noch bei Bedarf erscheint.

Ein Ausblick in die Zukunft: Australis

Design ist ein nie abgeschlossener Prozess. Und so ist auch das aktuelle Design nichts für die Ewigkeit. Mozilla arbeitet am nächsten großen neuen Anstrich, welches unter dem Namen Australis läuft. Hier im Blog widme ich diesem Design eine eigene Kategorie, ein Blick in diese lohnt sich sehr. Die auffälligsten Dinge: Deutlich mehr Rundungen und der in Firefox 4.0 eingeführte Menübutton verschwindet aus der linken oberen Ecke des Programmfensters, an dessen Konzept wird aber festgehalten, so findet sich das Menü weiter als einzelner Button, aber in der Haupttoolbar.

Und was ist eure Meinung zur Entwicklung des Firefox-Designs?

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