Talkilla: Mozilla will Echtzeitkommunikation in den Browser bringen

Mozilla arbeitet derzeit unter dem Codenamen Talkilla an einem neuen Projekt, Echtzeit-Kommunikation mittels WebRTC in den Browser zu bringen, mittelfristig wahrscheinlich sogar über Firefox hinaus.

Viele Informationen findet man derzeit noch nicht zum Talkilla-Projekt von Mozilla. Im hauseigenen Wiki schreibt Mozilla, dass Talkilla WebRTC nutzt, um die Browsing-Erfahrung um Echtzeitkommunikation zu ergänzen. Ein konkreteres Bild ergibt sich durch die kürzlich in diesem Zusammenhang veröffentlichten Mockups. Diese zeigen Kontakte in einer Sidebar und Möglichkeiten, seinen Online-Status einzustellen, mit Kontakten zu chatten und Videotelefonie durchzuführen sowie das Versenden von Dateien und Webseiten-Inhalten.

Man könnte also sagen, Mozilla verbindet WebRTC und SocialAPI. Doch liest man weiter, stellt man fest, dass es dabei wohl nicht bleiben soll. So steht im Mozilla Wiki, dass Talkilla zwar zunächst für Firefox ausgelegt ist, aber auch andere WebRTC-Browser unterstützen wird. Liest man in den Notizen zu den wöchentlich stattfindenden Meetings weiter, gelangt man zu der Aussage, dass für das zweite Quartal zunächst eine Umsetzung über die SocialAPI von Firefox geplant sei und Kompatibilität zu Chrome und/oder Talkilla als Webseite keine Ziele für das zweite Quartal sind – eine Bemerkung, welche darauf hindeutet, dass es sich dabei um mittelfristige Ziele mit diesem Projekt handelt.

Mozilla schreibt im Wiki, dass Talkilla es Nutzern erlauben wird, in Echtzeit zu kommunizieren während sie im Web surfen, und Tools anbieten wird, ihre Online-Erfahrung zu teilen. Zusätzliche Service Provider sollen ihre Dienste darüber bereitstellen können, zum Beispiel um Anrufe aus dem Telefon-Netz empfangen zu können.

WebRTC stellt die notwendigen Techniken zur Echtzeitkommunikation im Web bereit, standardisiert allerdings weder das Kontakt- noch das Anwesenheits-Management, was nach Ansicht von Mozilla eine wesentliche Hürde für Webseiten darstellt, RTC einzusetzen. Daher soll Talkilla entsprechende APIs dafür bereitstellen.

Die Mockups zeigen, in welche Richtung man sich das derzeit vorstellt:

Mozilla Web Literacy Standard: Beta im Juli

Wer Mozilla ein bisschen kennt, der weiß, dass Mozilla weit mehr macht, als nur einen Browser und andere Produkte zu liefern. Mozilla hat sich auch die digitale Bildung zur Aufgabe gemacht. In diesem Zusammenhang wird im Juli Mozillas sogenannter Web Literacy Standard in den Beta-Status gehoben.

Mozillas erklärtes Ziel ist es, Menschen weg vom reinen Konsumieren zu bringen, hin zum Selbst-Erstellen von Inhalten. In diese Richtung zielt Mozillas Webmaker-Initiative mit Tools wie Popcorn Maker oder Thimble sowie zahlreichen Lern-Events und -Workshops auf der ganzen Welt ab, wie auch die Mozilla Maker Party 2013, welche am 15. Juni starten wird. Genannt seien hierbei auch Mozillas Lernabzeichen-Programm Open Badges und Investitionen zur Förderung digitaler Bildung.

Ein weiteres Projekt, welches sich in diese Bestrebungen einfügt, ist Mozillas Web Literacy Standard, dessen erster Entwurf am 26. April veröffentlicht worden ist und am 26. Juli in den Beta-Status erhoben werden soll, ehe dieser dann beim Mozilla Festival in London Ende Oktober die finale Versionsnummer 1.0 erhalten wird.

Beim Web Literacy Standard, welchen Mozilla gemeinsam mit der Community erarbeitet, handelt es sich um eine Art Rahmenstruktur darüber, welche Kompetenzen wichtig sind, um aktiv am Web teilzunehmen und dieses nicht nur passiv zu nutzen. Die Kompetenzen verteilen sich auf drei Säulen, dem Erforschen, dem Erstellen sowie dem Verbinden. Für jede einzelne dieser Kompetenzen gibt es kurze Beschreibungen, welche derzeit aber aus noch nicht sehr viel mehr als jeweils einem kurzen Satz bestehen. Dies wird derzeit genauer ausgearbeitet, Mozilla bittet dabei um Feedback.

Bildquelle: wiki.mozilla.org

Kommentar: Firefox Australis-Design sieht aus wie Chrome? Unsinn!

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Kommentar. Die Formulierungen sind bewusst direkter gewählt als in den ausschließlich informativen Artikeln über Neuerungen. Dieser Artikel stellt zu 100% die reine Meinung des Autors dar. Auch wenn die Bilder jeweils nur ein Betriebssystem zeigen, gelten die grundsätzlichen Gedanken gleichermaßen für Windows, OS X sowie Linux.

Aus Gründen – welche liegen für mich im Verborgenen – schrieben in den letzten Tagen zahlreiche Seiten über das Australis-Redesign von Firefox, welches Einzug in Firefox 25 erhalten soll. Neue Informationen in diesen Artikeln: Fehlanzeige, alles schon seit Wochen bekannt und größtenteils von denselben Seiten sogar darüber berichtet. Was mich an diesen typischen Sommerloch-Artikeln überrascht: Die Aussage in wirklich jedem dieser Artikel, es würde eine besondere Ähnlichkeit zu Google Chrome bestehen. Auf der anderen Seite: Natürlich, mit solch reißerischen Aussagen stößt man Diskussionen an und kann sich über höhere Besucherzahlen freuen. Statt mich diesem vermeintlichen Qualitäts-Journalismus anzuschließen, möchte ich zeigen, wieso ich diese Aussage für Unsinn halte.

Mozilla plant mit Firefox 25 die Einführung bestimmter Änderungen am Erscheinungsbild von Firefox. Konkret sprechen wir hier von einer neuen Optik der Tabs, einem Lesezeichen-Stern, welcher aus der Adressleiste wandert, einem neuen Menü, einem neuen Dialog zum Anpassen der Benutzeroberfläche und wahrscheinlich auch einer verbesserten Optik der Suchleiste. Heißt für uns: Wir starten jetzt mal Chrome und vergleichen genau diese Punkte mit der Australis-Optik von Firefox. Denn alles andere bleibt in Firefox 25 beim Alten. Man wird sehr schnell bemerken: Australis und Chrome sehen komplett anders aus. Ähnlichkeiten lassen sich keinesfalls mehr als zu jedem anderen Browser auch feststellen.

Die Tabs

Die auffälligste Neuerung sind natürlich die Tabs. Und hier sind die Unterschiede bereits riesig. Mozilla führt mit Australis runde Tabs ein. Die Tabs von Google Chrome sind eckig. Hinter dieser Aussage steckt keinerlei Wertung, mir gefallen beide Varianten sehr gut. Aber beide Varianten sind sehr unterschiedliche Varianten. Und die Tabs von Firefox waren übrigens bereits während der Entwicklung von Firefox 4 wesentlich runder als sie es jetzt sind, was relativ spät in der Entwicklungsphase wieder verworfen worden war. Und Mozillas E-Mail-Client Thunderbird hat schon seit langem runde Tabs. Die Idee ist also nicht neu und schon gar nicht von Chrome inspiriert.

Weiter geht es mit der Darstellung inaktiver Tabs, bei Firefox komplett ohne Tab-Hintergrund, während Chrome bei allen Tabs, ganz egal ob aktiv oder inaktiv, einen Tab-Hintergrund anzeigt. Und wie gehen die beiden Browser mit einer großen Anzahl offener Tabs um? Chrome reduziert die Breite eines jeden Tabs immer weiter. Bei Firefox ändert sich hier nichts zum aktuellen Stand: Firefox besitzt eine Mindestbreite für die Tabs und lässt in der Tab-Leiste scrollen. Zusammenfassend kann man zu keinem anderen Ergebnis kommen, als dass die Unterschiede bezüglich Tabs Unterschiede wie Tag und Nacht sind.

Der Lesezeichen-Stern

Der Lesezeichen-Stern von Firefox wird aus der Adressleiste wandern und wie die anderen Symbole daneben Platz finden. Chrome zeigt den Lesezeichen-Stern wie aktuell Firefox in der Adressleiste an. Bedeutet: Hier gibt es eine große Ähnlichkeit zwischen Firefox und Chrome, welche Mozilla mit Version 25 aus der Welt schaffen wird. So herum wird ein Schuh daraus.

Das neue Menü

Mozilla hat mit Firefox 4 ein neues Menü eingeführt, hier hieß es sofort: Opera! Tatsache war hier allerdings, dass Mozilla das Design dafür veröffentlicht hatte, bevor Opera seinen Browser mit diesem neuen Menü herausbrachte. Wenn Mozilla im Oktober dann Firefox 25 veröffentlichen wird, wiederholt sich dieses Spiel 31 Monate nach der Veröffentlichung von Firefox 4 mit Chrome. Was bleibt auf den ersten Blick festzuhalten: Das Menü befindet sich das tatsächlich an der gleichen Stelle wie bei Chrome und wird durch ein gleich aussehendes Symbol dargestellt. Eine Tatsache, welche sich keinesfalls leugnen lässt, das große Aber allerdings ist: Dabei handelt es sich auch um keine Erfindung von Google. Mit diesem Symbol werden seit Jahren Hauptmenüs dargestellt, insbesondere auf Smartphones und Tablets. Die Wahl fiel sowohl bei Chrome als auch bei Firefox ganz einfach auf ein Symbol, welches die Nutzer kennen und ihnen vertraut vorkommt.

Bedient man nun dieses Menü, unterscheiden sich Firefox und Chrome wieder grundsätzlich voneinander. Während Chrome eine fixe Auflistung der Menü-Einträge in Textform anbietet, zeigt Firefox hier stattdessen Symbole an – und welche Symbole angezeigt werden, das kann der Benutzer selbst anpassen. Die Ähnlichkeit des Menüs geht also genauso gegen Null. Identisch sind lediglich die Entscheidung für das Quasi-Standard-Symbol sowie die Position des Menüs. Was bei der Position allerdings noch gesehen werden sollte: Dadurch kann endlich ein einheitliches Erscheinungsbild von Firefox auf allen Plattformen erreicht werden, ohne das natürliche Erscheinungsbild innerhalb des Betriebssystems kaputtzumachen. Nutzer von OS X hatten beispielsweise bislang ausschließlich die Menüleiste und kein zusätzliches Menü. An der gleichen Stelle wie bei Windows ließe sich das Menü hier gar nicht platzieren, da sich an dieser Stelle die Buttons unter anderem zum Minimieren der Anwendung befinden. Und: Damit befindet sich das Menü nun an der gleichen Stelle wie bei Firefox Mobile für Android und auch hier wieder: Thunderbird. Richtig: Wieso zu Chrome herüberschauen, wenn Mozilla genau das bereits für zwei eigene Produkte umgesetzt hat? Ein wesentliches Ziel hinter dem Australis-Redesign ist nämlich eine gewisse Konsistenz zwischen den verschiedenen Plattformen zu schaffen.

Benutzeroberfläche anpassen

Dieser Punkt gehört mit zum Menü dazu. Der bisherige Dialog zum Anpassen der Benutzeroberfläche wird bei Firefox durch ein neues Fenster ersetzt. Dieses erlaubt es nun sogar, das Menü von Firefox den eigenen Vorstellungen entsprechend anzupassen. Der Vergleich mit Chrome ist hier besonders einfach: Chrome bietet überhaupt keine Möglichkeit, Symbole auch nur zu verschieben, weder im Menü noch in den Symbolleisten.

Das neue Suchfeld

Auch die Suchleiste von Firefox soll optisch für Firefox 25 überarbeitet werden und wird wohl – tatsächlich wie in Chrome – dann am oberen statt am unteren Fensterrand platziert sein. Optisch haben beide Lösungen nach wie vor wenig bis überhaupt nichts gemeinsam, was bereits damit anfängt, dass die Suchleiste von Firefox über die gesamte Fensterbreite geht und die Suchleiste von Chrome eine fixe, nicht sehr hohe Breite besitzt.

Das waren alle geplanten Änderungen für Firefox 25 im Vergleich zu Chrome. Dazu kommen andere grundlegende Unterschiede, in welchen sich Firefox und Chrome sowieso schon unterscheiden. Sowohl optisch als auch von der Position sind die Vor-/Zurück-Buttons genauso wie die Stop-/Reload-Buttons beispielsweise komplett anders umgesetzt. Alles in allem ist es also fast unmöglich, eine besondere Ähnlichkeit zwischen dem Australis-Design von Firefox und Chrome festzustellen, wenn man sich beides einfach mal ansieht statt einfach nur nachzuquatschen, was irgendjemand ohne Ahnung einmal in den Raum geworfen hat. ;)

Mein Wort zum Samstag.

Firefox Download-Panel: Mehr Downloads & Download-Geschwindigkeit anzeigen

Mit Firefox 20 hat Mozilla ein neues Download-Panel eingeführt und das alte Download-Fenster durch eine überarbeitete Download-Ansicht in der Bibliothek ersetzt. Zwei häufig genannte Kritikpunkte an der neuen Lösung: Die Limitierung auf maximal drei gleichzeitig sichtbare Downloads sowie das Fehlen der Anzeige der Download-Geschwindigkeit. Das Add-on Download Panel Tweaks verbessert das Download-Panel unter anderem in diesen Punkten.

Download Panel Tweaks nennt sich die Erweiterung, welche das mit Firefox 20 eingeführte Download-Panel um ein paar Dinge verbessert. So werden standardmäßig maximal zehn statt drei Downloads gleichzeitig angezeigt, wobei sich dieser Wert genauso wie die maximale Höhe des Panels über die Einstellungen der Erweiterung konfigurieren lässt. Auch die Download-Geschwindigkeit wird mit dieser Erweiterung standardmäßig angezeigt, wobei auch das Format dieser Statuszeile konfiguriert werden kann. Das Betätigen der Tastenkombination Strg + J respektive Cmd + J auf OS X öffnet mit dieser Erweiterung außerdem das Download-Panel und nicht die Download-Ansicht in der Bibliothek. Die Erweiterung erlaubt noch ein paar weitere Einstellungen wie das Zeit-Format der verbleibenden Zeit einzustellen.

via: ghacks.net

Mozilla und Foxconn bestätigen Zusammenarbeit: 5 Geräte, darunter 1 Tablet

Vor wenigen Tagen wurde bereits über eine mögliche Zusammenarbeit von Mozilla und Foxconn berichtet, welche heute wie erwartet bestätigt worden ist. Es sollen mindestens fünf verschiedene Geräte in Arbeit sein, darunter auch ein Tablet. Doch möchte man sich nicht nur auf diese beiden Geräteklassen beschränken.

Mozilla hat am heutigen Tage die Zusammenarbeit mit Foxconn bestätigt. Foxconn ist vor allem als Auftragsfertiger, unter anderem für Apple, Amazon, Cisco, Dell, Intel, Microsoft, HP, Nintendo, Sony, Motorola und Toshiba, bekannt, möchte in Zukunft aber mehr integrierte Angebote aus Hardware, Software, Content und Services anbieten. In diese Strategie passt das auf offenen Standards basierende Firefox OS nach Ansicht von Foxconn sehr gut.

Foxconn hat die Partnerschaft heute wie erwartet an einem Presse-Event in Taipei bekanntgegeben und dabei auch den Prototypen eines Tablets mit Firefox OS für einen nicht namentlich genannten OEM gezeigt. Wie The Next Web berichtet sollen mindestens fünf verschiedene Geräte in Arbeit sein. Die Partnerschaft soll zudem nicht nur auf Smartphones und Tablets limitert sein, was Raum für Spekulationen lässt. Eine realistische Annahme ist die Ausstattung von TV-Geräten mit Firefox OS – bei Mozilla waren in den letzten Wochen bereits vermehrt Konzepte zu finden, wie Firefox auf dem TV aussehen müsste.

Bildquelle: thenextweb.com

Foxconn wird bei dieser Zusammenarbeit dem Bericht nach nicht unter eigenem Namen auftreten, sondern als Auftragsfertiger für andere Hersteller. Die Zusammenarbeit zwischen Foxconn und Mozilla bestehe in der optimalen Integration von Firefox OS mit der Hardware.

Weitere Informationen zu den geplanten Geräten wie Spezifikationen, Preise oder Marktstart sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, sollen aber den OEMs überlassen werden, welche die entsprechenden Produkte schließlich auf den Markt bringen.

Update 04.06.2013: Zwei weitere Bilder hinzugefügt.

Bildquelle: blog.mozilla.org/ligong

Update 04.06.2013: Wie das Wall Street Journal berichtet, möchte Foxconn zwischen 500 und 1000 neue Mitarbeiter für die Entwicklung an webbasierten Projekten wie Firefox OS einstellen. Außerdem wird Li Gong von Mozilla zitiert, man wolle langfristig das mobile Betriebssystem auf andere Hardwareprodukte ausdehnen, inklusive Fernseher und WLAN-Router. Die Kollegen von Mobile Geeks präsentieren außerdem den Prototyp des gezeigten Firefox OS-Tablets in Bewegtbild:

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Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #6

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Und manches wird zur Spekulation anregen.

Australis: Firefox anpassen, Lesezeichen-Panel, Privater Modus und Lightweight Themes

Mozilla plant derzeit für Firefox 25 grundlegende Änderungen an der Benutzeroberfläche von Firefox. Teil des unter dem Namen Australis laufenden Projektes ist ein neuer Bildschirm zum Anpassen der Symbolleisten und des Menüs. Die folgenden Mockups zeigen, wie dieser Bildschirm unter Windows 7, Windows 8 sowie Mac OS X aussehen soll. Auffallend bei Windows 8 sind die auf den ersten Blick identischen, auf den zweiten Blick aber deutlich flacheren Icons im Vergleich zu Windows 7.

Der Stern zum Hinzufügen neuer Lesezeichen soll aus der Adressleiste hinauswandern und durch ein neues kombiniertes Lesezeichen-Panel sowohl zum Setzen als auch zum Anzeigen von Lesezeichen ersetzt werden.

Bildquelle: shorlander.dropmark.com

Nicht für Firefox 25 erwartet, aber schon lange geplant und möglicherweise in Zukunft wird sich Firefox in Privaten Fenstern optisch deutlich stärker von Nicht-Privaten Fenstern unterscheiden – nämlich durch ein schwarzes Theme, wie man es bereits von der Android-Version von Firefox kennt. Die beiden Mockups zeigen Windows und Mac OS X.

Interessant ist natürlich auch, wie sogenannte Lightweight Themes, ehemals bekannt als Personas, unter Australis wirken sollen. Dazu jeweils ein Mockup von einem hellen sowie einem dunklen Lightweight Theme.

Bildquelle: bugzilla.mozilla.org

Click-to-Play & Downloads-Panel

Firefox beherrscht ein sogenanntes Click-to-Play. Das bedeutet, dass Plugins wie Adobe Flash, Adobe Acrobat, Oracle Java oder Microsoft Silverlight nicht generell aktiv sind, sondern erst bei Bedarf vom Benutzer geladen werden. Zur Aktivierung erscheint ein Symbol in der Adressleiste mit dazugehörigem Panel. Dieses könnte in Zukunft möglicherweise optisch deutlich abgespeckter daherkommen.

Bildquelle: people.mozilla.com/~shorlander

Seit Version 20 besitzt Firefox ein neues Download-Panel zur Anzeige der aktiven Downloads. Auch hierfür gab es nach der Einführung neue, verbesserte Mockups. Auffälligste Neuerung dabei: Die Download-Geschwindigkeit wird wieder angezeigt, wie man es aus dem alten Download-Fenster bereits kannte. Das eine Mockup zeigt außerdem mehr als nur drei Downloads im Panel. Mit Umsetzung dieser beiden Neuerungen könnte Mozilla zwei wesentliche Kritikpunkte der derzeitigen Lösung aus der Welt schaffen.

Camino-Projekt gibt offiziell Einstellung des Mac-Browsers bekannt

Das Camino-Projekt hat offiziell die Einstellung seines auf Mozilla-Code basierenden Browsers für Mac OS X bekanntgegeben. Nachdem Camino schon lange keine Sicherheits-Updates mehr erhalten hat, ist spätestens jetzt für Nutzer dieses Browsers der Zeitpunkt gekommen, sich nach einem anderen Browser, zum Beispiel Firefox, umzusehen.

Der einst unter dem Namen Chimera entwickelte Browser Camino wird offiziell eingestellt – nachdem er es inoffiziell schon war. Anfang 2011 hatte Mozilla angekündigt, die Unterstützung für Gecko-Embedding einzustellen, was es für Camino unmöglich machte, eine neuere Version der Gecko-Engine von Mozilla zu verwenden, so dass Camino auf Gecko 1.9 festsaß, was der Engine aus Firefox 3.6 entspricht. Darum sollte in neueren Camino-Versionen Webkit als Engine zum Einsatz kommen – eine solche Version wurde allerdings bis heute nie veröffentlicht. Camino hat im März 2012 sein letztes Update erhalten.

Caminos wohl wichtigste Eigenschaft für einige Nutzer war die Tatsache, dass Camino auch auf älteren Versionen von Mac OS X lauffähig ist, welche von Mozilla mit Firefox nicht mehr unterstützt werden. Allerdings ist es generell nicht erstrebenswert, ein so altes Betriebssystem einzusetzen, welches nicht einmal mehr vom Hersteller des Betriebssystems selbst noch unterstützt wird.

Von Firefox hat sich Camino insbesondere dadurch unterschieden, dass nicht wie in anderen Mozilla-Projekten XUL als Oberflächen-Sprache zum Einsatz kam, sondern ein natives Cocoa-Interface benutzt worden ist. Darüber hinaus unterstützte Camino unter anderem das Addressbuch von Mac OS X, Keychain und Bonjour.

Foxconn wird Hardware-Partner für Firefox OS – möglicherweise Tablet?

Mozilla wird mit der Hon Hai Precision Industry Co. zusammenarbeiten und ein Gerät mit Firefox OS auf den Markt bringen. Dies berichtet die Webseite Focus Taiwan. Hon Hai ist hierzulande vor allem durch seine Tochterfirma Foxconn bekannt.

Der Focus Taiwan berichtet, dass Mozilla und Hon Hai Precision Industry Co. gemeinsam an einem Produkt mit Firefox OS arbeiten. Es handelt sich bei Hon Hai um den weltweit größten Hersteller von Unterhaltungselektronik. Die Tochterfirma Foxconn ist unter anderem Auftrags-Fertiger für Apple, Amazon, Cisco, Dell, Intel, Microsoft, HP, Nintendo, Sony, Motorola und Toshiba.

Dem Bericht nach soll die Zusammenarbeit offiziell am 03. Juni bei einem Presse-Event angekündigt werden. An diesem Tag soll außerdem ein neues Gerät mit Firefox OS vorgestellt werden. Ein Industrie-Insider möchte wissen, dass es sich dabei um ein Tablet handle. Inwieweit dieses Gerücht der Wahrheit entspricht, bleibt abzuwarten. In dem Artikel wird außerdem auf einen Bericht des Wall Street Journals Bezug genommen, nach dem sich Hon Hai nach neuen Auftraggebern umschaue, weil Apples Marktanteile für iPhones und iPads sinken. Apple soll 2012 immerhin 40% der Foxconn-Umsätze generiert haben.

Mozilla konnte bereits Alcatel, LG, ZTE, Huawei und Sony als Hardware-Partner für Firefox OS gewinnen. Außerdem hat das spanische Startup Geeksphone bereits zwei Smartphones mit Firefox OS im Portfolio. Dazu kommt die angekündigte Unterstützung von bereits 18 Netzbetreibern aus aller Welt. Auch die Community zeigt sich fleißig bei der Portierung von Firefox OS für Smartphones, bei den xda-developers existiert mittlerweile ein eigenes Unterforum für Firefox OS.

Firefox 21+: MP3, AAC und H.264 herunterladen statt abspielen

Mozilla hat vor kurzem Firefox 21 veröffentlicht. Eine der Neuerungen für Nutzer von Windows 7 und höher: Die Möglichkeit, MP3, AAC und H.264 direkt im Browser abspielen zu können, und das ganz ohne Plugin. Nutzer, welche stattdessen wie bisher auch immer den Download angeboten haben möchten, können die neuen Fähigkeiten deaktivieren.

Bis einschließlich Version 20 hat Firefox bei MP3-, AAC- sowie H.264-Dateien den Download dieser Media-Dateien angeboten. Ab Firefox 21 kann der Mozilla-Browser diese über das Windows Media Foundation-Backend direkt im Browser abspielen, ohne dass dafür ein Plugin benötigt wird – zumindest für Nutzer von Windows 7 und höher. Mit Firefox 22 folgt diese Neuerung dann auch für Nutzer von Windows Vista. OS X- und Linux-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden, Nutzer von Windows XP, nun, die sollten ihr Betriebssystem so langsam mal upgraden – die Unterstützung durch Microsoft für dieses veraltete Betriebssystem läuft am 08. April 2014 aus und wird ab diesem Zeitpunkt zu einem erhöhten Sicherheits-Risiko. ;) Windows XP-Nutzer werden zwar wahrscheinlich eine Unterstützung für MP3 über das DirectShow-Backend, nicht aber für H.264 erhalten – Windows XP liefert keinen entsprechenden Codec mit.

Auch wenn diese Neuerung von Firefox eine großartige Sache ist, gibt es doch einige Nutzer, welche den standardmäßigen Download dem direkten Abspielen vorziehen. Das können diese schnell erreichen. Dazu rufen sie about:config auf, bestätigen die Warnung, suchen nach dem Schalter media.windows-media-foundation.enabled und kippen diesen per Doppelklick auf false – et voilà, Firefox verhält sich wieder wie in Firefox 20 und tiefer.

Windows 8: Neue Mockups für Metro-Version von Firefox (Modern UI)

Mozilla arbeitet an einer speziellen Modern UI-Oberfläche, auch bekannt als Metro, für Firefox auf Windows 8. Neue Mockups zeigen, wie die fertige Metro-Version von Firefox aussehen könnte.

Wie kürzlich berichtet, wird es noch mindestens bis zum Ende des Jahres dauern, bevor Mozilla eine finale Firefox-Version mit Modern UI-Oberfläche für Windows 8 veröffentlichen wird. Interessierte können sich allerdings einen Nightly Build von Firefox herunterladen und die Metro-Version in ihrer aktuellen Entwicklungsform testen. Aktualisierte Mockups von Firefox-Designer Stephen Horlander zeigen nun, was wir als Ergebnis zu erwarten haben.

Auffällig dabei ist, dass die Adressleiste an den unteren Bildschirmrand gewandert ist, wie man es bereits vom Internet Explorer kennt. In den aktuellen Nightly Builds ist die neue Position bereits umgesetzt. Optisch erinnert der rechte Teil dieser Leiste mit der Kurve und Anzeige der Anzahl offener Tabs sehr stark an das neue Design von Firefox Mobile für Android.

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