Firefox: Mozilla nimmt Java-Blockade (vorerst) zurück

Vor wenigen Tagen hat Mozilla alle Versionen des Java-Plugins, einschließlich der aktuellsten, per Blockliste auf Click-to-Play geschaltet. Diese Entscheidung hat Mozilla aufgrund von Problemen auf wichtigen Webseiten (vorerst) zurückgenommen.

Mozillas Pläne, das Java-Plugin grundsätzlich als unsicher zu behandeln, auch in seiner jeweils aktuellsten Version, waren bekannt, wie es aber so ist, zeigen sich Probleme am Ende doch erst in der Praxis. Und so sind es wie so oft vor allem Bank-Webseiten, welche Probleme mit dem Browser haben, in diesm Fall seit Java nicht mehr grundsätzlich aktiviert ist. Darum hat Mozilla die vor wenigen Tagen erst eingeführte Änderung, dass Java in Firefox grundsätzlich nur noch als Click-to-Play genutzt werden kann, zumindest vorerst wieder rückgängig gemacht. Mozilla arbeitet aber bereits an notwendigen Maßnahmen in Bezug auf Click-to-Play um das Problem software-seitig zu lösen.

Australis-Design kommt erst im März 2014

Was sich lange angedeutet hat, ist nun offiziell: Das kommende Australis-Design für Firefox lässt noch langer auf sich warten. Neues Ziel: Firefox 28. Dieser erscheint im März 2014.

Ursprünglich war das kommende Australis-Design für Firefox 24 angestrebt und wurde dann auf Firefox 25 und schließlich Firefox 26 verschoben. Aus der Tatsache, dass Australis bislang nicht im Hauptentwicklungszweig gelandet ist, ließ sich bereits ableiten, dass es in Version 26 wie auch 27 nichts mehr wird, nun ist es offiziell. Neuer angepeilter Termin ist Firefox 28, welcher am 4. März 2014 erscheinen soll.

Hauptgrund für die lange Verschiebung sind Performance-Optimierungen. Mozilla nimmt das Thema Performance sehr ernst. Bevor Firefox mit Australis nicht auf allen Plattformen mindestens dieselbe Performance erreicht wie Firefox ohne Australis, landet Australis nicht im Hauptentwicklungszweig. Eine besonders große Herausforderung in den letzten Wochen war Windows XP – von Microsoft bald in Rente geschickt, für Mozilla nach vor eine Priorität. Im Laufe der Optimierungen wurde mit TART ein neuer Test für Tab-Animationen entwickelt, welcher genauere Ergebnisse als die bisherigen Tests liefert und neue Schwachstellen offenbarte, nachdem man in den alten Tests bereits weitestgehend das alte Niveau erreichen und teilweise sogar leicht übertreffen konnte.

LG Fireweb ab sofort in Brasilien erhältlich, Alcatel One Touch Fire in Kürze, weitere Länder in den kommenden Tagen

Firefox OS startet in einem weiteren Land mit einem weiteren Smartphone. Ab sofort können auch in Brasilien lebende Menschen in den Genuss von Firefox OS kommen. Neben dem bereits bekannten Alcatel One Touch Fire gibt dort auch LG sein Debüt mit dem LG Fireweb. Außerdem hat Telefónica den Start in weiteren drei Ländern in den kommenden Tagen angekündigt.

Am Ende hat es nicht einmal mehr bis November gedauert, dass LG sein erstes Gerät mit Firefox OS auf den Markt schickt. Genauer wird das LG Fireweb ab sofort in Brasilien über die Telefónica-Marke Vivo verkauft. In Kürze startet hier außerdem der Verkauf des Alcatel One Touch Fire, welches auch in Polen und bei Congstar in Deutschland erhältlich ist. Beide Geräte werden mit Firefox OS in Version 1.1 ausgeliefert.

Das Alcatel One Touch Fire hat ein 3.5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480 x 320 Pixeln und eine 3.2 Megapixel-Kamera. Zum Einsatz kommen eine 1 GHz Qualcomm-CPU und 256 MB RAM. Als interner Speicher sind 512 MB verbaut, dieser kann per microSD-Karte um maximal 32 GB erweitert werden. Eine 2-GB-Speicherkarte soll mitgeliefert werden. Die Kapazität des Akkus beträgt 1.400 mAh.

Das LG-Smartphone ist mit 4 Zoll etwas größer als das Telefon von Alcatel und löst ebenfalls mit 480 x 320 Pixeln auf. Das Gerät besitzt eine 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Auch hier ist eine Qualcomm-CPU mit 1 GHz verbaut. Interner Speicher sind 2 GB vorhanden, dieser kann wie beim Alcatel-Gerät per microSD-Karte um maximal 32 GB erweitert werden. Der Akku hat eine Kapazität von 1.540 mAh.

Telefónica hat außerdem den Start in weiteren drei Ländern angekündigt: In den kommenden Tagen soll Firefox OS in Peru, Uruguay sowie Mexiko starten. Nach Aussagen eines Telefónica-Managers ist Firefox OS bereits erfolgreich in Venezuela und Kolumbien gestartet, wo Geräte mit Mozillas Betriebssystem nach eigenen Angaben bereits über 12 respektive knapp 9 Prozent der Smartphone-Verkäufe ausmachen.

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Firefox: Java ab sofort nur noch als Click-to-Play

Nachdem Mozilla im September angekündigt hatte, das Java-Plugin in Firefox grundsätzlich als unsicher einzustufen, hat man nun den Worten Taten folgen lassen. Java ist ab sofort auch in der jeweils aktuellsten Version nur noch als Click-to-Play nutzbar.

Wie bereits im vergangenen Monat angekündigt gilt das Java-Plugin ab sofort als unsicher, auch wenn die aktuellste Version installiert ist. Anders als andere Plugins kann Java auch nicht mehr per Add-on Manager dauerhaft aktiviert werden. Stattdessen erfolgt ein auffälliger Hinweis darauf, dass das Java-Plugin bekannt dafür ist, Sicherheitsprobleme zu haben. Beim Aufruf einer Webseite, welche Java benötigt, erscheint ein rotes Symbol in der Adressleiste, worüber Java temporär oder dauerhaft für die aufgerufene Webseite erlaubt werden kann. Auch in diesem Dialog wird darauf hingewiesen, dass es sich beim Java-Plugin um ein verwundbares Plugin handelt. Der Platzhalter an der Stelle, an welcher Java ausgeführt werden soll, enthält einen Hinweis, dass das Plugin Sicherheitslücken enthalte.

Damit reagiert Mozilla auf die zahlreichen Sicherheitslücken der Vergangenheit und die sehr lange Zeit, welche Oracle zum Beheben der Sicherheitslücken benötigt. Voraussichtlich ab Firefox 26 werden alle Plugins außer der jeweils aktuellen Flash-Version standardmäßig auf Click-to-Play geschaltet.

Update 24.10.2013: Mozilla musste die Änderung vorerst leider wieder zurücknehmen.

Googles Bildformat WebP überzeugt nicht in Mozilla-Studie

Mozilla hat sich mit den Bildformaten WebP, JPEG XR und EVC-MSP im Vergleich zu JPEG hinsichtlich Kompressionseffizienz beschäftigt. Googles Bildformat WebP konnte dabei nicht überzeugen.

Mozilla hatte im April angekündigt, sich noch einmal näher mit Googles Bildformat WebP beschäftigen zu wollen und über eine Unterstützung in Firefox nachzudenken. Verlustfrei komprimierte WebP-Grafiken sollen nach Angaben von Google 26% kleiner als PNG-Grafiken sein, während Bilder bei verlustbehafteter Kompression 25-34% kleiner im Vergleich zu JPEG bei gleichbleibender Bildqualität sein sollen. WebP unterstützt auch Transparenz sowie Animationen.

In einer von Mozilla durchgeführten und veröffentlichten Studie kann WebP allerdings nicht überzeugen. Die Studie vergleicht die Effizienz verlustbehafteter Kompression von JPEG mit den als Nachfolger gehandelten Formaten JPEG XR, WebP sowie HEVC-MSP. Nicht berücksichtigt in dieser Studie werden Features wie die Unterstützung von Transparenz und Animation, welche WebP beispielsweise auch als Alternative für PNG oder GIF interessant machen.

In dieser Studie zeigt HEVC-MSP klare Vorteile gegenüber JPEG und den beiden anderen Formaten. Zwar schneiden auch WebP und JPEG XR in einigen Qualitätsstufen besser als JPEG ab, in anderen aber nur ähnlich gut oder gar schlechter.

(weitere Grafiken in der Studie; niedriger ist besser)

Im Blog von Mozilla Research heißt es, dass man die Studie als ergebnislos auf die Frage hin bewertet, ob WebP und/oder JPEG XR einen bedeutenden Vorteil gegenüber JPEG hätten. Man schließe nicht auf Grundlage dieser Studie aus, eines der Formate künftig in Firefox zu unterstützen und werde die Formate weiter und mit anderen Mitteln prüfen und eingehendes Feedback berücksichtigen. Weitere Faktoren für die Entscheidung seien unter anderem die Laufzeit-Performance (Decoding-Zeit), unterstützte Features und Lizenzierung. Primär sei man an geringeren Dateigrößen interessiert, welche zu schnelleren Ladezeiten von Webseiten führen.

Knight-Mozilla OpenNews wird um weitere drei Jahre fortgesetzt

Bei OpenNews handelt es sich um ein Projekt von Mozilla und der Knight Foundation mit dem Ziel, dem Journalismus im offenen Web zum Erfolg zu verhelfen. Das Projekt wird nun mit einer weiteren Förderung der Knight Foundation von vier Millionen Dollar um drei Jahre verlängert.

Knight-Mozilla ist eine Kooperation von Mozilla und der Knight Foundation. Bei der Knight Foundation handelt es sich um eine Stiftung, die Projekte fördert, welche dem Journalismus zu mehr Qualität verhelfen und Medien-Innovationen voranbringen. Außerdem setzt sich die Stiftung weltweit für die Rechte von Journalisten ein.

Das OpenNews-Projekt gibt es nun schon seit mittlerweile drei Jahren und wird nun um weitere drei Jahre fortgesetzt. Die Knight Foundation unterstützt dies mit weiteren vier Millionen Dollar. Im Rahmen von OpenNews wurden bereits über 50 Software-Projekte umgesetzt, unter anderem Tabula, ein Werkzeug, um Daten aus PDF-Dateien zu extrahieren, welches von mehr als einem Dutzend Organisationen, darunter ProPublica und der New York Times, eingesetzt wird.

LG: Firefox OS Smartphone im November

Mit LG betritt der nächste Hersteller nach Geeksphone, ZTE und TCL Alcatel den Markt der Firefox OS-Smartphones. Im November soll es bereits soweit sein.

LG Electronics hatte bereits auf dem Mobile World Congress 2013 im Februar angekündigt, das Firefox OS-Projekt zu unterstützen. Vor zwei Monaten hatte ein LG-Manager ein solches Smartphone für das erste Quartal 2014, wahrscheinlich für Bulgarien, in Aussicht gestellt. Nach einem aktuellen Bericht von Korea IT News könnte LG bereits im November den Markt betreten. Genauere Informationen sind noch nicht bekannt, außer dass es einmal mehr Telefónica sein wird, welche das Gerät vertreiben werden, genauer in Zentral- und Südamerika.

Mozilla denkt über neues Release-Modell für Firefox nach

Nach der Veröffentlichung von Firefox 4 hat Mozilla ein neues Rapid Release Modell eingeführt, welches die Veröffentlichung neuer Firefox-Versionen alle sechs Wochen vorsieht, nachdem diese zuvor jeweils sechs Wochen als Nightly, Aurora und schließlich Beta entwickelt worden sind. Mozilla denkt nun über ein optimiertes Release-Modell nach.

Das Rapid Release-Modell hat der Entwicklung von Firefox nach anfänglichen Schwierigkeiten ohne jede Frage gut getan. Firefox hat sich in vielen Bereichen wieder zu einem Top-Browser entwickelt, Neuerungen werden schnell an den Mann respektive die Frau gebracht. Derzeit ist es so, dass neue Firefox-Versionen zunächst sechs Wochen lang als Nightly-Version in Entwicklung sind, ehe sie sechs Wochen als Aurora- und dann sechs Wochen als Betaversion reifen. Das entspricht einem 18-Wochen-Zyklus (3 x 6 Wochen) für die Entwicklung mit einer Lebenszeit von sechs Wochen pro Veröffentlichung. Auch der neue Vorschlag sieht einen 18-Wochen-Zyklus (2 x 9 Wochen) für die Entwicklung vor, bei welchem Aurora und Beta teilweise parallel laufen, die Lebenszeit finaler Firefox-Versionen erhöht sich dabei auf neun Wochen. Mozillas Manager des Release Management-Teams, Alex Keybl, nennt dieses Modell Coupled Train Model.

Hintergrund des Vorschlags ist, dass man seitens des Release Managements der Ansicht ist, dass die Aurora-Versionen keinen besonders guten Gebrauch der vollen sechs Wochen in jedem Entwicklungszyklus machen. Die meisten Probleme würden in der ersten Woche nach dem Merge behoben und auch die für die Betaphase kritischen Probleme werden innerhalb weniger Tage behoben. Die Qualität der Aurora-Versionen ist im Allgemeinen schon sehr hoch und neuer Code soll so schnell wie möglich an so viele Nutzer wie möglich gebracht werden. Daher möchte man neue Versionen stattdessen mehr als nur sechs Wochen in der Betaphase haben.

Das vorgeschlagene Modell sieht aber nicht einfach nur eine Verkürzung der Aurora- und Verlängerung der Betaphase vor. Stattdessen sollen diese teilweise sogar parallel mit derselben Versionsnummer laufen und neue Versionen nur noch alle neun Wochen veröffentlicht werden. Im Detail sieht das wie folgt aus:

Statt erst am Ende der Woche eines neues Major-Releases werden neue Aurora-Updates bereits am Tag nach der Veröffentlichung einer finalen Version aktiviert. Sobald kritische Probleme in den Aurora- und Release-Versionen behoben worden sind, Mozilla nennt hier einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen, soll es bereits Betaversionen geben. Die Aurora-Versionen werden dabei allerdings parallel weiterlaufen und im Gegensatz zur Beta zusätzlich experimentelle Fixes erhalten beziehungsweise aktivierte Features, welche in der Beta-Version deaktiviert sind. Neun Wochen nach dem Merge von Nightly zu Aurora soll dann die finale Version erscheinen. Die Beta-Version behält noch ein bis zwei Wochen nach Veröffentlichung der finalen Version ihre Versionsnummer. Auf Grundlage dieser Betaversion können dann Patches für außerplanmäßige Updates in dieser Zeit getestet werden. Die für den Endanwender relevanteste Änderung des Ganzen wäre wohl, dass sich die Lebenszeit der finalen Versionen von sechs auf neun Wochen erhöht. Ein Vorteil für Entwickler bei diesem neuen Modell wäre, dass diese sich neben der jeweils aktuellen Version nur noch auf zwei künftige Versionen fokussieren müssen und nicht mehr auf drei.

Es sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um einen Vorschlag handelt, der noch nicht in Stein gemeißelt ist. Davor gibt es noch verschiedene Dinge zu klären, beispielsweise wann in diesem Modell der String-Freeze für Übersetzungen oder der API-Freeze für Add-on-Entwickler ist, oder inwiefern Firefox OS davon betroffen wird. Auch ein Beginn für das neue Release-Modell steht noch nicht fest, der aktuelle Vorschlag geht von Firefox 30 aus.

Firefox OS erfolgreich in Venezuela und Kolumbien

Seit August sind Smartphones mit Firefox OS in Venezuela und Kolumbien verfügbar. Telefónica hat nun über die Verkäufe gesprochen, welche sich in jedem Fall als Erfolg für Firefox OS bezeichnen lassen können. Auch die Software-Updates sind ein Thema.

Telefónica vertreibt seit dem 1. August Smartphones mit Firefox OS in Venezuela und Kolumbien. Das Portal CNET hat ein Interview mit Yotam Ben-Ami von Telefónica geführt. In diesem Interview spricht Ben-Ami auch über die Verkäufe von Firefox OS. Konkrete Zahlen möchte er nicht preisgeben, verrät aber, dass Firefox OS aktuell über 12 Prozent der Smartphone-Verkäufe in Venezuela und knapp 9 Prozent in Kolumbien ausmache.

Auf die Frage, wie realistisch die Chance sei, dass Firefox OS etwas auf dem Mobilmarkt bewirken könne, welcher von Android und iOS dominiert wird, erklärt Ben-Ami, dass Smartphones weltweit noch immer erst zu 20 Prozent verbreitet seien und in bestimmten Gebieten Google und Apple auch gar keine dominante Position einnehmen, so sei beispielsweise Blackberry in manchen Gebieten noch sehr präsent. Darum glaube er daran, dass es noch reichlich Raum gebe, Einfluss auf diesem Gebiet zu nehmen. Diese Antwort passt zu Mozillas Strategie, sich mit Firefox OS zunächst einmal verstärkt auf Länder konzentrieren zu wollen, in welchen Smartphones noch nicht sehr stark verbreitet sind.

Ein weiteres Thema, welches in dem Interview angesprochen wird und an dieser Stelle angerissen werden soll, sind die Software-Updates. Die Sorge, dass die Geräte nicht lange Updates erhalten werden, ist natürlich berechtigt, wenn man sich mal ansieht, wie das bei Android abläuft. Darum wurde Ben-Ami gefragt, ob man diese Sorgen auch bei Firefox OS haben müsse und wie lange Telefónica die Software unterstützen wird. Darauf antwortete er, dass es strategisch unumgänglich für Telefónica sicherzustellen sei, dass die Kunden die aktuellste Version von Firefox OS bekommen. Telefónica möchte darum dafür sorgen, dass die Kunden immer die neuste Version in ihren Händen halten. Mozilla veröffentlicht neue Versionen von Firefox OS alle drei Monate.

Mozilla Summit 2013 in Brüssel

Vom 4. bis zum 6. Oktober fand in diesem Jahr der Mozilla Summit 2013 in Brüssel, Santa Clara und Toronto statt. Wie schon beim letztjährigen MozCamp in Warschau war ich auch dieses Mal wieder vor Ort.

Die MozCamps und Mozilla Summits sind eine tolle Gelegenheit, Mitglieder der weltweiten Mozilla-Gemeinschaft, sowohl bezahlt als auch freiwillige Helfer, sowohl bekannte als auch neue Gesichter, zu sehen. Die Teilnahme an einem solchen Event erfordert eine Einladung von Mozilla und so habe ich mich natürlich gefreut, auch in diesem Jahr wieder teilnehmen zu dürfen.

Der Mozilla Summit 2013 fand ganze drei Tage lang statt, mit An- und Abreisetag waren es effektiv fünf Tage, die ich in Brüssel war. Die Reise- sowie Hotelkosten hat Mozilla komplett übernommen genauso wie für Verpflegung gut gesorgt war. Es gab dabei nicht nur einen Veranstaltungsort, sondern gleich drei. Insgesamt um die 1.800 Mozillians waren verteilt auf die drei Städte Brüssel (Belgien), Santa Clara (USA) und Toronto (Kanada). Aufgrund der großen Zahl an Teilnehmern waren nicht alle Teilnehmer im selben Hotel untergebracht. Ich war im Royal Windsor Hotel untergebracht, welches ganz nett war, für mich aber einmal mehr bestätigt hat, dass Fünf-Sterne-Hotels total überbewertet sind, weniger hätte es für mich auch sehr gut getan. Die Veranstaltung selbst fand im Square statt.

Donnerstag

Am Donnerstag, den 3. Oktober gegen 10.00 Uhr ging es für mich los, dann startete mein Flug von Salzburg nach Frankfurt am Main und von dort ging es per Flugzeug weiter nach Brüssel, wo auch schon andere Mozillians waren. Nach kurzer Wartezeit ging es von dort per Reisebus in die Hotels. Die erste Aktion dort war es, zunächst einmal das Willkommens-Geschenk im Square abzuholen, welcher von meinem Hotel günstigerweise gerade einmal zwei Fußminuten entfernt lag. Das Willkommens-Geschenk bestand aus einer hübschen Umhängetasche mit einigem Inhalt, unter anderem gleich drei T-Shirts von Mozilla und einer Trinkflasche.

Was jemandem wie mir natürlich gleich sehr positiv auffiel, ist dass es eine einheitliche Design-Sprache gab. All diese Dinge, die Plakate und Dekoration am Veranstaltungsort, die Webseite zum Summit wie auch die Web-App waren einheitlich gestaltet und haben ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ich habe es an dieser Stelle angedeutet, es gab auch eine Web-App, die man sich installieren konnte, welche unter anderem einen Zeitplan mit den unterschiedlichen Sessions beinhaltete. Teilweise wurde die Verwendung etwas schwierig, weil das WLAN wie üblich bei solchen Großevents dem Ganzen überhaupt nicht gewachsen war.

Gegen 18.00 Uhr ging es dann halb-offiziell mit einem Empfang los, was einem die Gelegenheit gab, sich mit anderen zu unterhalten und etwas zu essen. Das offizielle Programm startete dann am Freitag um kurz nach 09.00 Uhr. Genauere Informationen zu jedem einzelnen Punkt und zu den nicht hier aufgeführten Sessions gibt es auf der ein paar Zeilen weiter oben verlinkten Webseite zum Summit unter dem Punkt Schedule (Brüssel auswählen).

Freitag

  • 09.00 – 09.15 Uhr – Welcome [Mary Colvig]
  • 09.15 – 09.45 Uhr – Nature of Mozilla [Mitchell Baker]
  • 10.00 – 11.00 Uhr – Envisioned Future State [Pete Scanlon, Andreas Gal]
  • 11.00 – 13.00 Uhr – World Fair / Lunch

Anschließend folgten Sessions. Dabei liefen einige Sessions parallel und jeder hat sich für eine Session entschieden, die ihn interessiert hat. Dann gab es eine halbe Stunde Pause und dieselben Sessions liefen noch einmal, so dass man noch an einer zweiten Session teilnehmen konnte. Dabei habe ich an folgenden Sessions teilgenommen:

13.00 – 14.15 Uhr – Firefox OS in 2014 and beyond
14.45 – 16.00 Uhr – Privacy, Security and Data: Pragmatic Innovations for Users and the Web

Um 16.30 Uhr ging es dann wieder gemeinsam weiter.

16.30 – 17.15 Uhr – Framing the Future: a conversation
17.15 – 17.30 Uhr – Group Photo

Von 17.30 bis 19.30 Uhr gab es schließlich Zeit, die jedem frei zur Verfügung stand, ehe dann um 19.30 Uhr ein kleiner Empfang war, der unter dem Motto von Firefox OS stand. Um 20.00 Uhr gab es dann Abendessen.

Samstag

Auch der Samstag ging wieder um 09.00 Uhr mit einem gemeinsamen Programm los.

09.00 – 09.15 Uhr – Welcome [Mary Colvig]
09.15 – 09.45 Uhr – Health of the Web Report [Patrick Finch]
09.45 – 10.15 Uhr – Culture Pulse [Pete Scanlon]
10.30 – 11.30 Uhr – Near Term Strategy and the Products we build [Andreas Gal]
11.30 – 13.30 Uhr – Innovation Fair / Lunch

Wie schon am Freitag folgten nach dem gemeinsamen Teil und dem Essen auch am Samstag wieder zwei Sessions, an denen man teilnehmen konnte. Dieses Mal gab es aber zu beiden Zeit-Slots unterschiedliche Sessions. Dabei nahm ich an den folgenden teil:

13.30 – 15.30 Uhr – Talkilla
16.00 – 18.00 Uhr – Shumway

Von 18.00 bis 20.00 Uhr folgte schließlich das Abendessen. Vorher gab es noch ein Gruppenfoto der Mozilla Reps, von denen ich auch einer bin.

Sonntag

Und schon war der dritte und letzte Tag des Summits angebrochen, wieder ging es gemeinsam um 09.00 Uhr los.

09.00 – 09.15 Uhr – Welcome [Mary Colvig]
09.30 – 11.45 Uhr – Turning Ideas into Action [Mary Colvig, Karen Rudnitski]
12.00 – 13.00 Uhr – Launch

Man ahnt es bereits – nach dem Essen ging es mit Sessions weiter.

13.00 – 14.30 Uhr – User Personalization (UP)
15.00 – 16.15 Uhr – ??? ich weiß wirklich nicht mehr, an welcher Session ich ganz am Ende teilgenommen habe…

Und schon neigte sich der offizielle Teil dem Ende entgegen.

16.15 – 17.00 Uhr – Closing [Mitchell Baker, Pete Scanlon]

Von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr gab es dann wieder frei verfügbare Zeit und ab 18.30 Uhr Abendessen.

Montag

Der Montag sollte dann der Tag des Rückfluges werden. Auch hier gab es wieder einen Reisebus zum Flughafen und obwohl mein Bus sogar ein paar Minuten eher als geplant losgefahren ist, war dies nicht früh genug. Aufgrund eines fürchterlichen Staus hat die Fahrt zum Flughafen mehr als 2 1/2 Stunden (statt vielleicht einer halben Stunde oder etwas mehr) gedauert, was zur Folge hatte, dass ich den Flug verpasst habe. Darum durfte ich mir erst einmal meinen Flug umbuchen lassen und mir ein Hotel suchen, in welchem ich die Nacht verbrachte.

Dienstag

Am Dienstag gegen 06.40 Uhr ging dann mein neuer Flug nach Frankfurt am Main, von wo aus es dann nach Salzburg weiterging. Dort angekommen ging es dann direkt zur Arbeit.

Abschließende Worte

Ich habe oben nur die Sessions benannt, an denen ich teilgenommen habe. Ich möchte nicht alle Sessions hier aufzählen, das kann sich jeder selbst ansehen, aber zumindest noch ein paar weitere benennen, die mich vom Titel her gereizt hätten und bei denen ich teilgenommen hätte, wenn es weitere Möglichkeiten gegeben hätte: Localizing with L20n, Firefox for Android, Talk to the Add-ons Team, Understanding the Servo Strategy, Understanding web developers, What’s Next for Real-Time Communication on the Web, SocialAPI, Using the Firefox Developer Tools in Other Applications, Working with corporate (closed) partners, Product Opportunities in the Cloud, DRM Discussion, Multiprocess Desktop Firefox, Plato’s Cave: Data At Mozilla, Mozilla IT.

Man sieht: Es gibt noch eine ganze Menge mehr, was ich mir sehr gerne angehört hätte, aber die Zeit dafür wäre gar nicht gewesen, die drei Tage waren so schon sehr gut ausgefüllt.

In jedem Fall war das einmal mehr eine schöne Erfahrung und beim nächsten Mozilla-Event bin ich sehr gerne wieder mit dabei. Jetzt ist erst einmal für Anfang Februar das nächste deutschsprachige Mozilla-Treffen geplant. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, wie erstaunlich es doch ist, wie viele deutschsprachige Mozillians es gibt, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt, und die dann auf so einem Event anzutreffen sind. Hier besteht vielleicht eine Herausforderung für die Zukunft, dass man die verschiedenen Leute der deutschsprachigen Mozilla-Gemeinde näher zusammenbringt und dass es weniger Unbekannte gibt.

Ein wenig aufdringlich war die Bedienung beim Essen, welche einem an einem Abend teilweise wirklich minütlich wenn nicht sogar noch häufiger (!) Wein einschenken wollte. Wenn manchmal die Bedienung mit Süßspeisen herumlief, hatte man teilweise auch den Eindruck, dass sie keine Ruhe geben, bis alles gegessen ist. Ansonsten bleiben noch die Gute-Nacht E-Mails von Mozilla erwähnenswert.

Bildergalerie

Weitere Bilder gibt es auf meiner Facebook-Seite. Die alle hier hochzuladen erscheint mir zu viel Aufwand und würde auch die Ladezeit dieses Artikels nur unnötig nach oben treiben.

Bilder Teil 1
Bilder Teil 2

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