Office für Blinde: Altbekanntes und neue Entwicklungen

Ausgelöst durch die am 14.01.2014 erfolgte Ankündigung von Microsoft und GW Micro, den Screen Reader Window-Eyes in Zukunft für Office-Anwender kostenlos zur Verfügung zu stellen, habe ich mich mal umgeschaut, was es im Moment so an gängigen Office-Lösungen gibt und wie zugänglich diese für Blinde sind. Zugängliche Office-Anwendungen sind gerade im beruflichen Umfeld immer noch einer der wichtigsten Faktoren, die über einen Arbeitsplatz oder die Arbeitslosigkeit entscheiden können.

Microsoft Office

Der Branchenprimus ist ganz klar weiterhin Microsoft mit seinem Office-Paket. Dabei bin ich auf eine sehr spannende Entwicklung gestoßen, nämlich Microsofts Abonnement-Modell Office 365. Als Privatanwender bekommt man hier für 10 Euro im Monat oder 99 Euro pro Jahr ein Paket, das ein vollwertiges Office Professional für Windows und Mac enthält sowie Zugang zu den Office Web Apps, die in Microsoft SkyDrive integriert sind als auch zu ihren mobilen Anwendungen für iOS und Android. Man wird stets auf dem aktuellen Stand gehalten. Selbst wenn Microsoft im Abozeitraum also eine neue große Version herausbringt, hat man sofort Zugriff drauf, ohne extra etwas bezahlen zu müssen. Und das beste: man kann es einen Monat kostenlos testen! Wenn man sich also überlegt, dass allein die Home & Student 2013 Edition, die wesentlich weniger Apps enthält, schon 139 Euro kostet und ein vollwertiges Office Pro mit fast 550 Euro zu Buche schlägt, ist das ein echt attraktives Angebot. Und der Clue: man darf das Office auf bis zu fünf Rechnern im eigenen Haushalt installieren, und diese Rechner dürfen Windows-PCs oder Mac-Computer sein. Zusätzlich kann man die Office-Apps auf bis zu fünf mobilen Geräten an einen Account anmelden. Die Web-Anwendungen sind von überall her zugänglich. Selbst ein Office-Streaming-Angebot gibt es: Man streamt es auf einen Rechner, und sobald man die App zumacht, entfernt sie sich wieder, angeblich rückstandsfrei. Das ist aber, je nach Internetverbindung, eine Option, die mitunter recht viel Geduld erfordert. Ich halte Office 365 für die mit Abstand wirtschaftlichste Möglichkeit, ein Office zu nutzen, die es für MS Office heute gibt. (Hinweis: Microsoft bezahlt mich nicht für diese Schwärmerei, und auch sonst bekomme ich von niemandem Geld dafür. ;) )

Und eben ein solches lokal installiertes Office berechtigt in Zukunft zur Nutzung von Window-Eyes, ohne dies extra erwerben zu müssen. Voraussetzung ist der auch auf deutsch verfügbare Download der Version von der oben verlinkten Webseite. Aber Window-Eyes ist nicht die einzige Lösung, die mit diesem Office läuft. Zur Zeit ist dies Version 2013. NVDA und JAWS machen hier eine ebenso gute Figur. Wer JAWS kennt, weiß, wie gut der Office-Support ist. Und NVDA hat im letzten Jahr verdammt viel dazugelernt, was die Unterstützung von Word & Co. angeht. Da NVDA kostenlos ist, lohnt sich definitiv ein Vergleich! Ich empfand das Arbeiten mit NVDA in Office durchaus als deutlich zuverlässiger und schneller als mit Window-Eyes. Besonders bei der Benutzung einer Braillezeile hinkt WE z. B. sehr, wenn man in Word nur zeilenweise auf und ab navigiert.

Und weil ich in einem anderen Blogbeitrag speziell nach Narrator gefragt wurde: Narrator bietet keine wirklich ernstzunehmende Office-Unterstützung. Es sind keine Features wie das Lesen von Fußnoten, Rechtschreibfehlern im Dokument, Revisionen o. ä. verfügbar. Auch in Excel sieht man quasi gar nichts. Auch aus diesem Grund kommt man also mit einem RT-Tablet nicht weiter, sondern sollte für Windows 8.1 immer ein richtiges Intel-System nehmen, um einen besseren Screen Reader installieren zu können. Weitere Ausführungen finden sich im verlinkten Beitrag.

Unter OS X sieht die Situation leider nicht ganz so rosig aus. Die hier aktuelle Version Office für Mac 2011 hat zwar zugängliche Symbolleisten und Menüs, der eigentliche Dokumentbereich in Word ist mit VoiceOver aber z. B. gar nicht auslesbar. Ein Bearbeiten von Dokumenten ist hier de facto nicht möglich. Outlook geht so leidlich, aber hier muss Microsoft definitiv noch einmal nachbessern!

Die iOS und Android Apps für Office Mobile sind eher keine echten Produktivwerkzeuge für VoiceOver- bzw. TalkBack-Anwender. Unter iOS z. B. ist der Dokumentbereich nicht erfassbar, und Symbolleisten erscheinen und verschwinden quasi nach Belieben. Unter Android kommt man eventuell weiter, wenn man über die SkyDrive-App Word-Dokumente in Googles QuickOffice-App öffnet, da kann man wenigstens was lesen. Unter iOS kann Pages mit Word-Dokumenten umgehen. Mehr dazu weiter unten.

Und jetzt kommt die Überraschung schlechthin: Eigentlich hatte ich mich zuerst gar nicht mit der Webversion von Office beschäftigen wollen, nachdem sowohl Google Docs als auch iWork für iCloud eher sehr traurige Beispiele von Zugänglichkeit sind (siehe unten). Doch wie überrascht war ich, als ich dann doch ein Dokument über SkyDrive erstellte! Die Webversion von Word & Co. ist in sehr vielen Belangen als echt zugänglich zu bezeichnen! Ich testete dies mit Firefox und IE unter Windows 7 und 8.1, sowohl mit NVDA, JAWS und Window-Eyes. Man bekommt sowohl den Text auf der Braillezeile zu lesen, als auch grundlegende Formatierungsinformationen. Die Ribbon-Symbolleisten sind voll zugänglich und sprechen dank der ordentlichen Implementierung von WAI-ARIA mit NVDA zusammen vollständige Informationen, so dass man immer weiß, wo man ist. JAWS und Window-Eyes schwächeln hier etwas, da sie immer nur das im Focus befindliche Element sprechen, nicht aber eventuelle Informationen zur Zugehörigkeit eines Gruppenfeldes. So kann man mit NVDA wunderbar den Übergang von einer Schleife in die nächste mitbekommen, mit JAWS und WE hingegen nicht. JAWS war bei allen Tests mit NVDA fast gleich auf, Window-Eyes hinkte bei allem sehr hinterher. Trotz ausgeschaltetem Browse-Modus wurde vieler Text nicht gelesen oder auf der Zeile angezeigt, der Focus ging oft verloren usw. Der verwendete Browser war hierbei unerheblich. NVDA schwächelte im IE, das Navigieren in Dokumenten ist dort sehr langsam. Die beste Kombination von Screen Reader und Webbrowser für Office im Web sind Firefox und NVDA.

Unter OS X kommt VoiceOver mit Safari mit den Web-Apps von Office nicht wirklich zurecht. Man sieht die erste Zeile oder den ersten Absatz eines bestehenden Dokuments, das Betätigen der Pfeiltasten bewirkt aber nur Schweigen. Nur wenn man selbst was neues hinzufügt, kann man dies eventuell kurzzeitig lesen. Auch VoiceOver spricht in den Symbolleisten nur das aktuelle Element, die Gruppeninformationen werden auch hier nicht gesprochen.

Auf dem iPad ist die Situation sehr ähnlich. Hier habe ich es nicht einmal geschafft, in den Bearbeitungsmodus zu kommen, um eventuell einem Dokument etwas hinzuzufügen. Die Symbolleisten wurden hingegen ähnlich gelesen wie auf dem Mac.

Unter Android wird dem Firefox leider nur eine Dokumentversion zum Lesen und ein Seitenzahlenanzeiger gegeben. Will man die Desktop-Version abrufen, bekommt man die Hauptseite von office.com zu sehen.

Apropos Dokumentenanzeige: Microsoft empfiehlt in seiner Anleitung zur Benutzung der Barrierefreiheitsfunktionen von Office im Web, ein Dokument als PDF zu exportieren und dieses mit dem Adobe Reader zu lesen. Und das ist eine prima Idee, denn Microsoft erzeugt hier standardmäßig ein PDF mit Tags für die Zugänglichkeit. Und die Umsetzung ist ziemlich gut!

Man kann hier also mit Fug und Recht behaupten, dass Microsoft vorbildliche Arbeit abgeliefert haben, was die Zugänglichkeit seiner Office-Lösung für den Webbrowser angeht. Die Tatsache, dass man mit Firefox und NVDA sehr gut klarkommt, heißt, dass andere Hersteller hier noch nachzuarbeiten haben. Wäre das Geschwindigkeitsproblem nicht, würde NVDA im Internet Explorer mit Sicherheit genauso gut mit Office zusammenarbeiten.

Und dass gerade Microsoft hier so gute Arbeit abgeliefert hat, erfüllt mich, der ich seit über sechs Jahren mithelfe, WAI-ARIA zu entwickeln und dabei besonders auf die Benutzung durch Endanwender achte, mit ziemlichem Stolz! Denn nachdem ich neulich über dieses Thema auf englisch bloggte, schrieb ein Kommentator, dass er ähnlich gute Ergebnisse auch mit Firefox und Orca unter Linux erzielen konnte. Nutzt Webstandards, und ihr könnt wahre Wunder bewirken! :)

Google Docs

Von diesem Zustand sind Google mit seiner verbreiteten Cloudlösung Docs noch weit entfernt. Auch Google Docs implementiert zwar WAI-ARIA, und die Menüs und Symbolleisten laufen inklusive Tastaturnavigation auch echt OK, das Bearbeiten von Dokumenten ist allerdings ein echtes Problem. Google haben sich dafür entschieden, alle gesprochenen Dinge als sogenannte Live-Region einfach in den Screen Reader zu kippen. Jede Cursorbewegung, jeder Zeilenwechsel und andere Informationen werden als flüchtige Nachricht einfach an die Sprachausgabe gesendet und verpuffen danach im Nirvana. Man kann weder mit der Braillezeile kontrollieren, was man geschrieben hat, geschweige denn mit Cursorrouting im Text navigieren, noch kann man die aktuelle Zeile nochmals vorlesen lassen. Auch das Abfragen von Formatierungsinformationen geht nur, indem man hübsch von Hand in die Symbolleisten wandert und sich die Infos dort zusammensucht oder eine Taste drückt, die ausgewählte Infos einmal an die Sprachausgabe schickt. Ja, man kommt damit vielleicht irgendwie klar, wenn man nur die Sprachausgabe nutzt und sich um Braille nicht schert. Ich finde aber: Schön geht anders!

Apple iWork

Apple haben im vergangenen Oktober bei einer großen Keynote angekündigt, die Office-Anwendungen Pages, Numbers und Keynote, auch unter dem Sammelbegriff iWork bekannt, in Zukunft mit jedem neuen Mac oder iOS-Gerät kostenlos abzugeben. Die Apps waren auch vorher schon nicht mehr teuer. Aber das war schon eine ziemliche Sensation. Gleichzeitig wurden von allen Programmen, die es sowohl für Mac OS X als auch für iOS gibt, neue Versionen veröffentlicht. Die für die Software-Branche lange Wartezeit von fast fünf Jahren seit dem letzten Update der Mac-Version hat sich gelohnt! iWork ist unter OS X Mavericks (unter früheren Versionen läuft diese neue Version nicht) die mit Abstand zugänglichste Office-Lösung. Alle Kritikpunkte, die es bis dahin von VoiceOver-Anwendern gab, wurden beseitigt. So kann man jetzt auch in Pages-Dokumenten Tabellen lesen und erstellen, und seit einem Update aus dem Januar 2014 auch Präsentationen in Keynote selbstständig ablaufen lassen, nicht nur bearbeiten.

Unter iOS waren die Programme ebenfalls schon immer sehr gut, haben aber mit der neuen Version, die ab iOS 7.0 läuft, auch noch einmal richtig zugelegt. Auch hier ist das Erstellen von Tabellen und anderen weitreichenden Formatierungen auf dem iPad voll mit VoiceOver zugänglich, man bekommt in Keynote Infos über Präsentationseffekte o. ä. nicht nur angesagt, sondern kann sie auch bearbeiten, und auch mit dem iPad sind Präsentationen vollständig selbst vortragbar. Auch Numbers, die Tabellenkalkulation, ist wesentlich besser geworden. Alle Programme können mit Microsoft-Office-Dokumenten umgehen, so dass hier ein Austausch möglich ist. Dokumente werden standardmäßig in iCloud gespeichert und sind somit immer auf dem neuesten Stand. Andere Cloud-Dienste werden von der iOS-Version nicht unterstützt, die Mac-Version kann natürlich Dateien auch lokal speichern, z. B. in einem Dropbox-Ordner.

Der PDF-Export erzeugt keine getaggten PDF-Dokumente, und es gibt auch keine Option, dies einzustellen.

Die Webversion von iWork, genannt iWork für iCloud, lernt erst seit einem Update von Mitte Januar 2014 ein wenig Barrierefreiheit. Und auch hier ist das Problem, dass gesprochene Inhalte per Live Region einfach an den Screen Reader gesendet werden. Auch ist die Implementierung bisher sehr rudimentär, aber dass sich was tut, lässt hoffen, dass da noch mehr kommt. Produktiv einsetzbar ist das jedenfalls noch nicht.

OpenOffice und LibreOffice

Die Open-Source-Anwendung OpenOffice und der ebenfalls quelloffene Ableger LibreOffice bieten ein sehr uneinheitliches Bild, was die Barrierefreiheit angeht. Unter Linux mit Orca läuft es anscheinend sehr anständig. Ich hatte in der Kürze der Zeit kein aktuelles Linux zur Verfügung, höre aber eigentlich nur Gutes aus der Community.

Unter Windows ist OpenOffice und LibreOffice bis jetzt, d. h., einschließlich der Version 4.0, nur mit Hilfe der Java AccessBridge nutzbar. NVDA haben viel Zeit investiert, um es halbwegs zugänglich zu machen, andere Screen Reader laufen von Version zu Version mal schlecht, mal weniger gut. Das alles wird sich aber mit der Version 4.1, die sich in Entwicklung befindet, radikal ändern. OpenOffice, und damit vermutlich dann auch LibreOffice, erben nämlich die Implementierung der Zugänglichkeitsschnittstelle IAccessible2, welche eine Fortentwicklung von Microsoft Active Accessibility durch IBM, Mozilla, NVDA und anderen ist. IBM hatte seinerzeit als Referenzimplementierung seine auf einem älteren OpenOffice basierende Suite Lotus Symphony zugänglich gemacht und diesen Code dann später dem OpenOffice-Projekt gespendet. Lotus Symphony gibt es inzwischen nicht mehr bzw. es wird nicht weiterentwickelt, und der Code von damals ist nun endlich soweit aktualisiert und an das aktuelle OpenOffice angepasst, dass es in Version 4.1 zum Release kommt und die Java-Technologie ablöst. Ich habe einen Entwicklersnapshot mit NVDA getestet, und das Teil ging ab wie eine Rakete! Tolle Infos, sehr schnelle Reaktionszeiten, die Braillezeile läuft mit. Sobald das veröffentlicht ist, ist OpenOffice eine echte Alternative zu Microsoft Office unter Windows.

Unter OS X sieht die Situation für OpenOffice leider nicht ganz so gut aus. Die Implementierung für VoiceOver ist zwar vorhanden, aber man hat das Gefühl, dass sie in einer früheren bis mittleren Beta-Phase steckengeblieben ist und sich seit Jahren nichts mehr tut. Es ist relativ instabil, ich hatte bei meinen Versuchen mit mehreren Abstürzen bei einfachsten Aktionen zu kämpfen. Hier ist zu hoffen, dass sich da bald mal wieder ein paar Mac-Entwickler der Situation annehmen und den VoiceOver-Support zu Ende implementieren. Denn auch Pages & Co. tut eine Alternative nur gut! Es gibt unter OS X zwar noch weitere zugängliche Alternativen wie den Nisus Writer Pro. Diese sind aber reine Textverarbeitungen, keine Tabellenkalkulation oder Präsentationssoftware.

Auch OpenOffice und LibreOffice können getaggte PDFs erzeugen. Diese muss man allerdings zunächst in den Optionen zum PDF-Export aktivieren. Standardmäßig ist der PDF-Export also ohne Zugänglichkeit.

Fazit

Unter OS X und iOS kommt man zur Zeit an Apples eigenem Angebot nicht vorbei, wenn man Office-Anwendungen nutzen will oder muss. Voraussetzung ist aber der Einsatz von OS X 10.9 Mavericks und iOS 7.0 oder neuer. Ältere Betriebssystemversionen werden in beiden Fällen nicht unterstützt. Unter Windows ist am Horizont mit OpenOffice und hoffentlich LibreOffice eine echte Alternative zu Microsoft Office zu erkennen. Und im Web besticht ganz klar Microsoft mit seiner wirklich hervorragenden Implementierung von Zugänglichkeitsstandards, die es sogar unter Linux sehr zugänglich machen! Google und Apple haben hier definitiv noch ganz viel Luft nach oben!

Firefox: Eine Beta weniger, dafür Release-Builds für Beta-User

Mozilla nimmt zur Verbesserung der Qualitätssicherung eine weitere kleine Optimierung am Release-Modell der Beta-Versionen vor. In Zukunft wird es wieder eine Beta-Version weniger geben, dafür wird der anstehende Release-Build an die Beta-Nutzer ausgeliefert.

Wer die Veröffentlichung der Beta-Versionen von Firefox auf dem FTP-Server verfolgt, der wird sich bald vielleicht wundern, wo die zehnte und letzte Beta-Version bleibt. Tatsächlich wird aber die nächste Beta, die Beta 9, bereits die letzte Beta-Version von Firefox 27 sein. Grund hierfür ist eine Änderung. Statt eine Woche vor Veröffentlichung der finalen Version neben der Release-Version noch eine letzte Beta-Version zu bauen, wird dann die künftige Release-Version an die Nutzer des Beta-Kanals verteilt. Der Release-Kanal ändert sich für die Nutzer dabei nicht, das heißt, Nutzer der Beta-Versionen erhalten nach der Version 27.0 wieder erwartungsgemäß Version 28.0 Beta 1.

Hintergrund dieser Änderung ist, dass man Beta-Nutzern eine exakte Entsprechung der Release-Builds geben möchte, um so insbesondere mehr Absturzberichte zu erhalten. So hatte man vor der Veröffentlichung von Firefox 23.0 einen sogenannten Top-Crasher (eine häufige Absturzursache) auf AMD Radeon-Karten nicht bemerkt, welcher nur in den Release-Builds aufgetreten war. Dies war dadurch möglich, dass bestimmte Optimierungen zu Erstellungszeit der Builds stattfinden, was letztlich auslösend für das Problem war. Durch die Auslieferung der Release-Builds an die Beta-Nutzer erhofft man sich, solche Situationen in Zukunft vermeiden zu können.

Bereits im Juni gab es eine Optimierung der Betaphase. Damals wurde die Anzahl der Beta-Versionen erhöht, so dass Firefox nun zwei Beta-Versionen pro Woche erhält, außer in der ersten und der letzten Woche einer Version.

Leak: Spezifikationen des Firefox OS Smartphones ZTE Open C

Im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vor zwei Wochen wurden mit dem ZTE Open C und dem ZTE Open II zwei neue Smartphones mit Firefox OS aus dem Hause ZTE angekündigt. Nun gibt es den ersten Leak zu einem der beiden Geräte.

Mit dem ZTE Open C und dem ZTE Open II möchte ZTE zwei neue Smartphones mit Firefox OS auf den Markt bringen. Offizielle Spezifikationen gibt es noch zu keinem der beiden Geräte, doch möchte die gut informierte Seite firefoxosguide.com an erste Informationen zum ZTE Open C gelangt sein. Demnach soll das Modell die interne Bezeichnung P821A10 tragen und einen Qualcomm Snapdragon 200 Prozessor (Modell 8610) besitzen. Dabei handelt es sich um eine ARMv7 Cortex A7 Dual Core CPU mit 1.2 GHz Taktfrequenz. Als Grafikeinheit soll dabei der Adreno 302 zum Einsatz kommen. Als Auflösung wird WXGA (1280×768) genannt, Videoaufnahmen sollen in einer Auflösung von 720p bei 30fps möglich sein. Die Auflösung der Kamera wird mit 5MP/8MP angegeben. Auf dem Gerät soll Firefox OS 1.3 vorinstalliert sein.

Einschätzung des Wahrheitsgehaltes: Sehr realistisch. Tatsächlich taucht die genannte Modellnummer ZTE P821A10 in den Absturzberichten auf dem Mozilla-Server mit einer Vorabversion von Firefox OS 1.3 auf und dabei handelt es sich nicht um das bereits bekannte ZTE Open, denn dieses trägt die interne Bezeichnung ZTE roamer2, es handelt sich dabei also zweifelsfrei um ein anderes Gerät von ZTE. Dieser Absturzbericht nennt als Board-Modellnummer MSM8610, was den Snapdragon 200 / 8610 als CPU und den Adreno 302 als GPU bestätigt. Die genannten Angaben sind daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als korrekt einzuschätzen.

Vorschauversion von GTK3 Firefox für Fedora verfügbar

Im Februar 2011 wurde GTK+ 3.0 veröffentlicht. Die Linux-Version von Firefox setzt allerdings noch auf GTK+ 2.0. Mozilla arbeitet an einer Portierung für GTK+ 3.0, Interessierte können sich nun eine experimentelle Testversion installieren.

Martin Stránský von Red Hat hat erste Test-Builds von Firefox für Linux auf Basis von GTK+ 3.0 für Fedora zur Verfügung gestellt. Die Builds basieren auf den aktuellen Nightly Builds sowie GTK3-Patches von Mozilla. Stránský betont, dass es sich dabei um sehr experimentelle und noch instabile Builds mit einigen Bugs handelt und empfiehlt ausdrücklich die Verwendung eines eigenen Firefox-Profils zum Testen. Bugs sollen im Bugtracker von Red Hat unter bugzilla.redhat.com in der Firefox-Komponente gemeldet werden und im Summary-Feld [GTK3] stehen haben.

Die GTK2-Abhängigkeit wird mit diesen Builds aber nicht vollkommen gelöst – für die Unterstützung von NPAPI-Plugins wie Adobe Flash wird weiterhin GTK2 benötigt. Java wird aus diesem Grund nicht unterstützt, denn dafür müssen die Plugins über den Plugin-Container von Firefox ausgeführt werden, was Java nicht unterstützt. Ein vollständig auf GTK3 basierender Firefox könnte dann eine Option werden, wenn Shumway, Mozillas Flash-Interpreter auf JavaScript-Basis, weiter fortgeschritten ist.

Alcatel kündigt mehrere neue Geräte mit Firefox OS an

Das Alcatel One Touch Fire ist das Smartphone, welches derzeit in den meisten Ländern verkauft wird, in denen es Geräte mit Firefox OS gibt. Nun hat TCE Alcatel versprochen, auf dem MWC 2014 gleich mehrere neue Geräte mit Firefox OS anzukündigen.

Der Mobile World Congress 2014 (MWC) findet vom 24. bis zum 27. Februar in Barcelona statt. Auf diesem möchte TCE Alcatel gemeinsam mit Mozilla gleich mehrere neue Geräte mit Firefox OS vorstellen. Dies hat Dan Dery, Alcatels Vice President of Marketing, im Gespräch mit TrustedReviews verraten.

Vergangene Woche hat ZTE auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas mit dem ZTE Open C und dem ZTE Open II bereits zwei neue Geräte mit Firefox OS angekündigt, außerdem wird das Huawei Ascend Y300 II noch im ersten Quartal erwartet. Ebenfalls bereits angekündigt für 2014 ist ein High End-Gerät von Sony. Firefox OS erscheint in diesem Jahr aber nicht nur für Smartphones, sondern beispielsweise auch für Tablets, Einplatinenrechner und Fernseher.

Spezifikationen und Bilder des ersten Firefox OS Tablets

Im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) hat Mozilla in der vergangenen Woche den Start eines Beteiligungsprogrammes für Firefox OS angekündigt, für welches Entwickler, Übersetzer und Tester ein Tablet erhalten können. Nun gibt es genauere Spezifikationen und Bilder.

Ein Teil der Spezifikationen war bereits mit der Ankündigung bekannt. So wusste man schon, dass es sich um ein 10.1”-Gerät mit einer Auflösung von 1.280×800 Pixeln handeln wird, dass 2 GB DDR3 RAM verbaut sind sowie 16 GB interner Flash-Speicher und WLAN 802.11 b/g/n. Die Abmessungen betragen 266x170x9.7mm, das Gewicht 580 Gramm.

Neu sind folgende Informationen: Das von Foxconn gefertigte Gerät erscheint unter der Marke InFocus mit dem Namen New tab F1. Bei dem Bildschirm handelt es sich um einen kapazitives IPS Multitouch-Display, Kameras sind jeweils eine hinten und eine vorne mit fünf respektive zwei Megapixeln vorhanden. Als Prozessor kommt die Allwinner A31-CPU (ARM Cortext A7) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Quad-Core-Prozessor mit 1.0 GHz Taktfrequenz. Als Grafikeinheit ist die PowerVR SGX544MP2 GPU integriert. Anschlüsse sind für MicroSD, MicroUSB sowie Kopfhörer vorhanden, außerdem gehören GPS, Bluetooth sowie ein Gyroskop zur Ausstattung. Die Akku-Kapazität beträgt 7.000 mAh.

Mozilla möchte mit Echtheitsprüfung für Firefox Vertrauen stärken

Mozilla möchte ein System zur Echtheitsüberprüfung einführen, damit Nutzer feststellen können, ob der auf ihrem Computer installierte Firefox dem Firefox aus dem Mozilla-Quellcode entspricht. Damit möchte Mozilla in Zeiten von Schlagzeilen wie der NSA-Ausspähung das Vertrauen der Nutzer stärken.

Mozillas Chief Technical Officer und Senior Vice President of Engineering, Brendan Eich, sowie der Vice President of Mobile Engineering und Research & Development, Andreas Gal, haben gemeinsam einen Artikel veröffentlicht, in welchem sie über Pläne schreiben, eine Echtheitsüberprüfung für Firefox einzuführen.

Sie führen dabei aus, dass es für Nutzer schwierig geworden ist, der Software und den Dienstleistungen, die wir im Internet nutzen, hinsichtlich der Privatsphäre zu vertrauen, da Regierungen und Unternehmen einen ausspähen können ohne dass man davon mitbekommt. Auch Browseranbieter fallen laut Eich und Gal unter die Abhörgesetze der USA, womit die Gefahr besteht, dass Browseranbieter zum Einbau von Überwachungscode in den Browser gezwungen werden. Beweise für solche Anfragen würde es zwar bislang nicht geben, die Möglichkeit bestünde aber. Dabei verweisen sie auf die Ereignisse um Lavabit. Und die Nutzer würden davon aller Wahrscheinlichkeit nach nicht einmal etwas mitbekommen. Die unglückliche Konsequenz daraus sei, dass man Software-Herstellern einschließlich Browserherstellern nicht blind vertrauen dürfe – nicht weil diese die Privatsphäre der Nutzer nicht respektieren wollten, sondern weil sie jederzeit durch Gesetze zu Dingen gezwungen werden könnten, welche die eigenen Prinzipien verletzen, auch wenn sie das nicht wollen.

Eich und Gal heben hervor, dass Mozilla gegenüber allen anderen Browserherstellern einen wesentlichen Vorteil hat: Mozillas Produkte sind wirklich Open Source. Der Internet Explorer ist komplett Closed Source und während die Engines Webkit und Blink zwar Open Source sind, sind bedeutende Teile von Chrome und Safari ebenfalls Closed Source. Firefox hingegen ist zu 100 Prozent Open Source.

Um sicherzustellen, dass niemand unbemerkt Überwachungscode in Firefox einschleusen kann, ruft Mozilla Sicherheits-Forscher und Organisationen aus der ganzen Welt zum Aufbau eines internationalen Überprüfungssystems auf. Diese sollen regelmäßig den Source-Code und die Builds überprüfen, automatische Systeme sollen sicherstellen, dass es sich bei den Mozilla-Builds um Builds aus dem Mozilla-Quellcode handelt, und einen Alarm ausgeben, wenn Unterschiede festgestellt werden. Im besten Fall, so Mozilla, kann ein Überprüfungssystem mit Teilnehmern aus vielen verschiedenen geographischen Regionen mit unterschiedlichen politischen und strategischen Interessen aufgebaut werden.

Durch diese internationale Zusammenarbeit voneinander unabhängiger Instanzen möchte Mozilla das Vertrauen seiner Nutzer stärken, welche dann sichergehen können, dass Firefox nicht verändert wird, ohne dass irgendjemand davon mitbekommt.

Firefox 29 bekommt neues Sync mit Firefox Accounts

Mozilla arbeitet derzeit mit Hochdruck an einer neuen Version von Firefox Sync, um Dinge wie Lesezeichen und Chronik zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Die Anmeldung erfolgt dabei per E-Mail-Adresse und Passwort, den sogenannten Firefox Accounts.

Mozilla arbeitet an einem Relaunch von Firefox Sync. Das neue Sync möchte Mozilla unbedingt in Firefox 29 einführen, weswegen ein relativ großes Team von Mitarbeitern aus den verschiedensten Bereichen (UX, Desktop, Mobile, Cloud Services u.a.) mit Hochdruck daran arbeitet. Das ist auch notwendig, da nur noch 14 Tage bis zum Code Freeze von Firefox 29 verbleiben. Es ist allerdings davon auszugehen, dass auch Änderungen darüber hinaus in die Aurora- und vielleicht sogar Betaversionen einfließen werden, um den Plan Firefox 29 zu erreichen. Firefox 29 soll am 29. April 2014 erscheinen. Das Ziel ist ein neues Firefox Sync auf Basis von Firefox Accounts in Firefox 29 für die Desktop-Browser sowie Android. Die Modern UI-Version für Windows 8 sowie Firefox OS bleiben in diesem ersten Meilenstein erst einmal außen vor.

Die Motivation dahinter ist vor allem die Hürde der Sync-Account-Erstellung zu reduzieren, so dass weniger Leute an der Einrichtung von Sync scheitern. Vor allem das Verbinden weiterer Geräte mit einem bestehenden Account stellt viele Nutzer vor ein Problem. Derzeit wird Sync gerade mal von einem Prozent der Firefox-Nutzer überhaupt genutzt und lediglich 20 Prozent von diesen nutzen Sync mit mehr als einem Gerät. Aber auch die dahinterliegende Architektur soll verbessert werden, damit Sync besser skaliert und in Zukunft um weitere Features erweitert werden kann, was die alte Sync-API nicht hergibt.

Mit Firefox 29 findet allerdings kein vollständiger Wechsel auf das neue Sync (Sync 1.5) statt. Stattdessen wird dieses lediglich Nutzern angeboten, welche noch kein Sync nutzen. Dabei soll auch die für Australis eingeführte Einführungs-Tour benutzt werden, um das neue Sync zu bewerben. Bestehende Sync-Nutzer (Sync 1.1) nutzen erst einmal weiterhin das alte Sync und bekommen das neue Sync auch nicht beworben, auch nicht in der Einführungs-Tour von Firefox 29. Allerdings soll für diese an verschiedenen Stellen der Oberfläche ein Link zur Support-Seite mit Hinweisen zur Zukunft des alten Sync untergebracht werden.

Nutzer von Sync 1.1 können noch bis einschließlich Firefox 28 neue Geräte mit ihrem Account verbinden, ab Firefox 29 können keine weiteren Geräte mehr zur Synchronisation hinzugefügt werden. Es können ab Firefox 29 auch keine Accounts mehr für Sync 1.1, sondern nur noch für das Sync 1.5 erstellt werden. Eine Synchronisation zwischen Sync 1.1 und Sync 1.5 ist nicht möglich, da beide Sync-Systeme unterschiedliche Datenbanken verwenden.

Bestehende Sync-Nutzer sollen ab Firefox 30 zum neuen Sync gebracht werden. Das Ende von Sync 1.1 ist derzeit für Firefox 31 geplant, ab dieser Version soll nur noch Sync 1.5 mit Firefox Accounts benutzt werden können.

Eigene Sync-Server sind in dieser Phase kein ausdrückliches Ziel von Mozilla. Laut Eintrag im Mozilla Wiki sollte dies aber theoretisch möglich sein. In jedem Fall erfordern diese aber eine andere Architektur als für Sync 1.1.

Der Nutzer wird während der Erstellung des Firefox Accounts darüber informiert, was Sync macht und welche Datentypen synchronisiert werden. Sobald der Nutzer seine E-Mail-Adresse bestätigt hat und sich in Firefox für den Desktop oder auf Android anmeldet, zeigt der Browser eine Benachrichtigung (Desktop: Doorhanger-Panel, Android: Modal-Dialog), über welche eingestellt werden kann, was synchronisiert werden soll und was nicht. Standardmäßig sind alle Datentypen aktiviert. Ändert der Nutzer hieran nichts und klickt den Dialog weg, beginnt umgehend die Synchronisation aller Datentypen, ansonsten der ausgewählten. Wie bereits bei Sync 1.1 gilt dies als globale Einstellung für alle verbundenen Geräte. Bei der Account-Erstellung wird es auch eine COPPA-Abfrage geben – sprich man muss mindestens 13 Jahre alt sein -, welche allerdings nur das Geburtsjahr abfragt. So werden einige im Jahr 2001 geborene Menschen ausgeschlossenen, was Mozilla allerdings als vernachlässigbar ansieht.

How To: SDK-Erweiterungen ohne Add-on Builder erstellen

Der Add-on Builder war ein Online-Tool zum Erstellen von Firefox Add-ons direkt im Browser. Mozilla hat diesen vor wenigen Tagen eingestellt, so dass man nun anders vorgehen muss, um SDK-basierte Add-ons für Firefox zu erstellen. Dieses Tutorial erklärt das Vorgehen.

Mozilla hat den Add-on Builder am 7. Januar eingestellt, auf dem Add-on SDK basierende Add-ons können damit also nicht länger erstellt werden. Der Weg über die Kommandozeile ist aber sowieso vorzuziehen, da nur so alle Möglichkeiten des SDKs genutzt werden können.

Zunächst müssen die Systemvoraussetzungen erfüllt werden. Neben einer aktuellen Firefox-Version ist das Python, und zwar in Version 2.x, Python 3.x wird vom Add-on SDK nicht unterstützt. Als nächstes wird die aktuellste Version des Add-on SDKs benötigt, dieses kann über diesen Link heruntergeladen werden. Das Archiv muss entpackt werden, anschließend erfüllen wir alle Voraussetzungen zur Entwicklung. Ich empfehle, in diesem Verzeichnis einen weiteren Ordner für die Add-ons zu erstellen, zum Beispiel /addons/.

Um das Grundgerüst für ein neues Add-on zu erstellen, benötigen wir die Kommandozeile unseres Betriebssystems. Mit dieser navigieren wir in das Verzeichnis mit dem heruntergeladenen SDK und geben Folgendes ein:

Mac OS X / Linux:

source bin/activate

Windows:

bin\activate

Anschließend gehen wir in unser Add-on-Verzeichnis und erstellen dort ein Verzeichnis für unsere Erweiterung, zum Beispiel /testaddon/. In diesem Verzeichnis führen wir das Kommando cfx init aus – cfx ist das Werkzeug mit den Kommandos für das SDK:

cd addons
mkdir testaddon
cd testaddon
cfx init

Damit wird die Verzeichnis- und Dateistruktur für das Add-on angelegt. Im /lib/-Verzeichnis befindet sich die Datei main.js, die wir wie gewohnt bearbeiten können. Dateien, welche vorher über den Add-on-Builder hochgeladen wurden, kommen in das /data/-Verzeichnis. Außerdem gibt es ein /doc/-Verzeichnis, in welches Dokumentation abgelegt werden kann, sowie ein /test/-Verzeichnis für Unit-Tests, welche über das cfx test-Kommando ausgeführt werden können. Auch eine Readme-Datei wird generiert.

Wir können Änderungen jederzeit testen, indem wir das Kommando cfx run benutzen. Dieses öffnet eine Firefox-Instanz mit temporärem und sauberem Profil, in welcher das Add-on bereits installiert ist:

cfx run

Sind wir mit dem Add-on schließlich fertig und wollen eine fertige XPI-Datei packen, die wir beispielsweise auf addons.mozilla.org hochladen können, führen wir folgendes Kommando aus:

cfx xpi

Hinweis: Das erste Ausführen von cfx run oder cfx xpi wird nicht funktionieren:

No ‘id’ in package.json: creating a new ID for you.
package.json modified: please re-run ‘cfx run’

Bevor wir jedoch die XPI-Datei durch erneutes Ausführen wirklich erstellen werden, öffnen wir nun erst einmal die Datei package.json und füllen ein paar Meta-Angaben zum Add-on wie den Entwickler, den Titel, die Versionsangabe oder auch die Beschreibung aus. Außerdem empfehle ich das Ersetzen der ID durch etwas Menschen-lesbares. Die ID sollte das Format einer E-Mail-Adresse haben, wobei es sich dabei um keine real existierende E-Mail-Adresse handeln muss. Der Bezeichner muss allerdings einzigartig sein – es kann nur ein Add-on mit demselben Bezeichner geben. Und auch ein nachträgliches Ändern der ID von Add-ons, welche auf addons.mozilla.org gehostet werden, ist nicht möglich.

Abschließend führen wir also noch einmal cfx xpi aus und sind fertig.

cfx xpi

Diese Methode hat wie eingangs erwähnt Vorteile gegenüber der Erstellung mit dem Add-on Builder (welcher nun sowieso nicht mehr genutzt werden kann). So waren lokalisierte Erweiterungen über den Add-on Builder gar nicht möglich. Außerdem werden auf diesem Weg erstellte Erweiterungen standardmäßig (seit SDK-Version 1.15) ohne die APIs ausgeliefert, die sowieso in Firefox integriert sind. Damit ist die Dateigröße der erstellten Add-ons um ein Vielfaches kleiner als wenn das Add-on über den Add-on Builder erstellt worden wäre, welcher nur bis Version 1.14 des SDKs unterstützt hat. Diese Version konnte optional zwar auch Add-ons ohne mitgelieferte APIs erstellen, diese Einstellung konnte allerdings nicht über den Add-on Builder vorgenommen werden.

Die Dokumentation des Add-on SDKs befindet sich nun außerdem nicht länger auf addons.mozilla.org, sondern auf developer.mozilla.org. Eine vollständige Dokumentation des cfx-Werkzeuges inklusive aller Parameter findet sich hier.

Movistar Uruguay: Firefox OS macht 30% der Weihnachtsverkäufe aus

Firefox OS ist vor allem in Südamerika ein Erfolg. Die neusten Zahlen kommen aus Uruguay, wo Movistar den Ausverkauf des Alcatel One Touch Fire meldet. Dieses hat 30% der Smartphone-Verkäufe der Telefónica-Marke im Weihnachtsgeschäft ausgemacht.

Firefox OS ist ausverkauft in Uruguay; seit dem 29. Oktober 2013 verkauft Movistar das Alcatel One Touch Fire dort. Am Weihnachtsgeschäft von Movistar hatte das  Mozilla-Smartphone einen Anteil von 30 Prozent. Aufgrund des Erfolgs wird Movistar Uruguay das Angebot erweitern und neben dem Alcatel One Touch Fire auch noch die beiden Firefox OS-Smartphones LG Fireweb und ZTE Open ins Angebot aufnehmen.

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