Neue Anzeichen für eine 64-Bit-Version von Firefox für Windows

In den letzten Monaten gab es viel Hin und Her um eine mögliche 64-Bit-Version von Firefox für Windows. Nachdem es zuletzt hieß, dass eine solche Version zumindest in diesem Jahr kein Thema mehr sei, sind nun wieder Aktivitäten in Bezug auf eine 64-Bit-Version für Windows erkennbar.

Zwar gibt es täglich neue Nightly-Builds einer 64-Bit-Version von Firefox für Windows, eine offizielle 64-Bit-Version für das Microsoft-Betriebssystem gab es bislang aber nie. Im November des letzten Jahres hatte es sogar geheißen, dass Mozilla die Produktion der 64-Bit-Nightly-Builds auf zunächst unbestimmte Zeit einstellen möchte. Einen Monat später war man teilweise wieder zurückgerudert und hat sich zumindest für die Beibehaltung der 64-Bit-Builds entschieden. Man hatte allerdings auch klargestellt, dass man derzeit nicht die Ressourcen habe, um die Entwicklung der 64-Bit-Version voranzutreiben. Nun gibt es neue Anzeichen, welche darauf hindeuten, dass Mozilla aktuell Ressourcen dafür aufbringt.

In der vergangenen Woche hatte ich bereits berichtet, dass Johnathan Nightingale, Mozillas Vice President of Firefox Engineering, in einem Interview darüber gesprochen hatte, dass es keine Frage des obs, sondern lediglich des wanns sei, dass man eine 64-Bit-Version von Firefox für Windows veröffentlichen werde. Er erklärte, dass man mittlerweile deutliche Performance-Verbesserungen mit 64-Bit sehe und auch einige von Mozillas Gaming-Optimierungen hiervon profitierten.

Auf Mozillas Bugtracking-System Bugzilla gibt es seit Anfang des Monats einen von Mozillas Release-Ingenieur Armen Zambrano angelegten Tracking-Bug mit dem Titel Make Firefox 64-bit builds on Windows a tier1 platform. Derzeit wird Windows 64-Bit als Tier-3-Plattform behandelt, was quasi der untersten Prioritätsstufe der Build-Konfigurationen entspricht. Auch in den Abhängigkeiten zu diesem Meta-Bug herrschte in den letzten Tagen Aktivität. Des Weiteren wurde vergangenen Dienstag von Firefox-Entwickler Ehsan Akhgari der Projekt-Branch Date auf unbestimmte Zeit mit dem Kommentar 64 bit Windows builds testing reserviert.

Einiges deutet derzeit also darauf hin, dass es vielleicht doch schon eher als gedacht eine 64-Bit-Version von Firefox für Windows geben könnte. Allerdings gibt es diesbezüglich keine offizielle Ankündigung und einen Zeitplan schon gar nicht.

Neues Firefox-Logo offiziell vorgestellt

Bereits in der vergangenen Woche und erstmals im November hatte ich darüber berichtet, dass Firefox ein überarbeitetes Logo erhält. Mozilla hat dieses nun offiziell vorgestellt und die Motive hinter dem neuen Logo erklärt. Das neue Logo ist bereits Bestandteil der gestern erschienenen Beta-Version von Firefox 23.

Mozilla betitelt die Ankündigung zum neuen Logo im Creative-Blog mit den Worten Ein neues Firefox-Logo für eine neue Firefox-Ära. Man erklärt, dass Firefox vor nicht so langer Zeit ein einfacher und simpler Desktop-Browser war. So wie das Web sich weiterentwickelt hat, so ist auch Firefox gewachsen; zu einem Browser für Desktop-Geräte und Android, einem ganz neuen mobilen Betriebssystem und einem App-Marktplatz – viele Veränderungen in kurzer Zeit. Aus Sicht von Mozilla ein Anlass, um dies auch im Firefox-Logo widerzuspiegeln.

Das grundsätzliche Konzept hinter dem Logo ist, wie unschwer zu erkennen ist, identisch geblieben. Aber es wurde modernisiert, um die Rolle von Firefox im sich ständig wandelnden Web zu reflektieren. Anders als in den bisherigen Versionen – dies ist bereits die vierte Version des Firefox-Logos – wurde diese Version speziell mit Mobile im Hinterkopf entwickelt. Es wurde optimiert, um vor allem auf kleinen Bildschirmen und Geräten mit niedrigen Auflösungen besser auszusehen, skaliert des Weiteren aber auch gut auf HiDPI-Bildschirmen. Anders als die vorherigen Versionen kann das neue Logo außerdem auch besser als SVG-Grafik nachgebildet werden. SVG-Kompatibilität und und Farb-Konsistenz waren Probleme mit dem bisherigen Logo, wie Mozillas Logo-Designer Sean Martell in seinem Blog schreibt. Man habe über die letzten Jahre Feedback gesammelt, dieses dokumentiert und mit dem neuen Logo umgesetzt.

Bildquelle: blog.seanmartell.com

Martell erklärt, dass Simplifizierung nicht unbedingt meint, alles auf geometrische Basis-Formen und Einfarbigkeit zu reduzieren, sondern unter anderem auch durch verbesserte Farb-Balance, Kontrast und Form erreicht werden kann. Details wurden teilweise entfernt, aber teilweise an anderen Stellen hinzugefügt, um hochauflösenden Bildschirmen gerecht zu werden. Der Simplifizierungsprozess war nicht nur auf das Aussehen fokussiert, sondern auch auf die Struktur des Logos, um dieses SVG-kompatibel zu machen. In seinem Blog geht Martell detaillierter auf die Änderungen des neuen Logos ein.

Bildquelle: blog.mozilla.org/creative/

Update 02.07.2013: Auch die Nightly- und Aurora-Versionen von Firefox erhalten ein überarbeitestes Logo.

Firefox 23 unterstützt Content Security Policy 1.0

Ab Version 23 unterstützt Firefox Version 1.0 der W3C-Spezifikation von Content Security Policy (CSP). Das ursprünglich von Mozilla entwickelte Sicherheitskonzept soll vor allem Schutz vor Cross-Site-Scripting-Attacken (XSS) bieten.

CSP wurde ursprünglich von Mozilla entwickelt und wird von Firefox seit Version 4.0 unterstützt. Andere Hersteller wie Google hatten das Konzept aufgegriffen und mittlerweile gibt es eine Spezifikation des W3C, welche seit November 2012 den Status der Candidate Recommendation besitzt, sich aber in einigen Punkten von der Mozilla-Implementierung unterscheidet. Mit Firefox 23 gleicht Mozilla seine Implementierung weitestgehend an den (Beinahe-) Standard an. Die kleineren Unterschiede sowie die Unterschiede zur alten Implementierung in Firefox erläutert Mozilla in einem Blog-Eintrag.

Wikipedia beschreibt die Probleme des klassischen Sicherheitskonzeptes folgendermaßen:

„Webseiten können aktive Inhalte beispielsweise in Form von JavaScript-Code enthalten. Wenn die Webbrowser diesen Code ausführen, erzwingen sie die Einhaltung der Same-Origin-Policy. Dies bedeutet, dass Code von einer Quelle nicht auf Inhalte einer anderen Quelle zugreifen darf. So darf beispielsweise der Code in der Webseite eines Angreifers nicht auf die Elemente einer Onlinebanking-Webseite zugreifen.

In der Praxis sind jedoch Cross-Site-Scripting-Schwachstellen sehr verbreitet, wodurch die Same-Origin-Policy ausgehebelt wird. Eine Cross-Site-Scripting-Schwachstelle entsteht, wenn sich eine Webseite durch fehlerhafte Maskierung Code unterschieben lässt. Aus Sicht des Browsers kommt dieser untergeschobene Code aus der gleichen Quelle wie die angegriffene Webseite.“

CSP verbietet standardmäßig den Einsatz von Inline-Skripten, Skripte müssen dabei in eigene Dateien ausgelagert werden. Über eine Whitelist wird dann definiert, von welchen Quellen der Browser die Skripte ausführen darf. Aber nicht nur für Skripte, sondern auch für CSS-Dateien, Schriftarten, Bilder und anderes gibt es Whitelists. Des Weiteren kann festgelegt werden, mit welchen Servern mittels WebSockets oder AJAX kommuniziert werden darf. Eine praktische Funktion von CSP ist außerdem, dass CSP-Verletzungen auf dem Server protokolliert werden können.

Während CSP 1.0 bereits auf fortgeschrittenem Weg zum Standard ist, befindet sich auch schon Version 1.1 der Spezifikation in Arbeit, an welcher auch Mozilla wieder mitwirkt. Chrome unterstützt CSP 1.0 seit Version 25, der Internet Explorer 10 unterstützt lediglich die in CSP 1.0 optionale Sandbox-Direktive, welche wiederum Firefox nicht unterstützt. Webentwickler können sich eine Einführung in CSP auf HTML5 Rocks durchlesen.

Mozilla Firefox Mobile 22.0 für Android veröffentlicht – auch für x86-Geräte

Mozilla hat Firefox Mobile in der Version 22 veröffentlicht. Mit der neuen Version des Android-Browsers brennt Mozilla kein Feature-Feuerwerk ab, in dieser Hinsicht wird Firefox Mobile 23 wieder spannender. Neben kleineren optischen Verbesserungen sind es in dieser Version vor allem die Plattform-Verbesserungen, von welchen auch Firefox Mobile profitiert.

Firefox Mobile nun auch für Geräte mit x86-CPU (Intel Atom)

Die meisten Android-Smartphones und -Tablets besitzen eine ARM-CPU. Mittlerweile gibt es allerdings auch schon einige Geräte mit Intel Atom-Prozessor, welcher mit x86-Befehlssatz daherkommt. Firefox Mobile ist ab sofort auch für diese Geräte verfügbar. Dazu zählen unter anderem das Motorola RAZR i, das Lenovo K800, das ZTE Grand X IN sowie das Orange San Diego.

Verbesserungen der Benutzeroberfläche

Mozilla hat mit Firefox 22 die sogenannten Doorhanger Panels, welche unter anderem beim Speichern von Passwörtern erscheinen, optisch überarbeitet und damit vor allem heller gestaltet. Als Auswahl-Farbe wurde das bisherige Orange an einigen Stellen durch einen neutralen Grauton ersetzt. Orange bleibt zwar nach wie vor eine Akzentfarbe in Firefox Mobile, wird damit aber nicht mehr so übermäßig wie bislang eingesetzt. Auf Tablets befinden sich die Tabs jetzt oben, wenn sich das Tablet im Portrait-Modus befindet, außerdem erhalten auch kleine Tablets wie das Nexus 7 die Tablet-Oberfläche und nicht die Smartphone-Oberfläche von Firefox.

Sonstige Verbesserungen

Wie die Desktop-Version profitiert auch Firefox Mobile von den Verbesserungen der Gecko-Engine. Darunter fallen unter anderem die Unterstützung für die W3C Web Notifications API, CSS Flexbox und die HTML5-Elemente und . Ebenso wurde die WebGL Rendering-Performance verbessert. Dazu kommen wie immer diverse Fehlerbehebungen und geschlossene Sicherheitslücken.

Mozilla veröffentlicht Firefox 22 mit vielen Neuerungen

Mozilla hat heute Firefox 22 mit zahlreichen Verbesserungen veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen des Mozilla-Browsers zusammen.

WebRTC: Videotelefonie & Dateitransfers ohne Plugin möglich

WebRTC ist derzeit in aller Munde. Dabei handelt es sich um eine Webtechnologie, welche Echtzeitkommunikation zwischen verschiedenen Clients beispielsweise in Form von Videotelefonie oder File-Sharing erlauben soll – plattformübergreifend und vollkommen ohne Plugin. Diese Technologie wird in den nächsten Jahren ohne Frage eine ganz wichtige Rolle im Web spielen. Derzeit arbeiten die verschiedenen Browserhersteller intensiv daran, ihre Browser um WebRTC-Fähigkeiten zu erweitern. Mit Firefox 22 ist WebRTC erstmals in Firefox standardmäßig aktiviert.

H.264, MP3 & AAC-Unterstützung für Windows Vista

Ohne Plugin ist auch eine treffende Beschreibung für die Unterstützung der proprietären Codecs H.264, MP3 und AAC. Diese werden bereits von Firefox OS, Firefox Mobile für Android und seit Version 21 auch von Firefox für Windows 7 und Windows 8 unterstützt. Mit Firefox 22 folgt nun auch die Unterstützung für Windows Vista. Übrigens: Ab Firefox 23 erfolgt die Wiedergabe dieser Codecs Hardware-beschleunigt, Linux-Nutzer können diese Neuerung ab Firefox 24 testen.

Flexbox, @supports, Web Notifications & weitere Standards

Firefox 22 unterstützt noch einige weitere großartige neue Standards. So kommt unter anderem standardmäßig aktiviert die Unterstützung für W3C CSS Flexible Box Layout, oder kurz: Flexbox, dazu. Dieser Standard wird Webdesignern das Leben in Zukunft deutlich einfacher machen. Bei den .net-Awards 2013 wurde Flexbox zur besten neuen Web-Technologie gewählt (vor WebRTC und Mozillas Firefox OS). Eine verständliche Einführung bietet HTML5 Rocks.

Ebenfalls standardmäßig aktiviert wurde nun die Unterstützung für CSS @supports und der entsprechenden DOM-API, über welche der Browser gefragt werden kann, ob er eine bestimmte CSS-Deklaration versteht, und entsprechend darauf reagieren kann.

Ein weiterer interessanter Standard, welchen Firefox ab Version 22 unterstützt, ist die W3C Web Notifications API. Diese erlaubt es Webseiten, Desktop-Benachrichtigungen anzuzeigen – die entsprechende Erlaubnis durch den Benutzer vorausgesetzt. Eine mögliche Anwendung hierfür wären Webmailer, welche über neue E-Mails benachrichtigen könnten, auch wenn Firefox gerade nicht im Vordergrund ist. Aber nicht nur für Webseiten ist dies interessant, auch Firefox und Thunderbird nutzen intern bereits diese neue API für Benachrichtigungen. Ab Firefox 23 sehen diese optisch auch ein wenig schöner aus.

Neu in Firefox 22 ist auch die Unterstützung der beiden HTML5-Elemente und . Die ClipboardData-API erlaubt JavaScript-Anwendungen den Zugriff auf die Zwischenablage. Des Weiteren kann mittels Pointer Lock-API der Mauszeiger – wieder die Erlaubnis durch den Benutzer vorausgesetzt – auch im Nicht-Vollbild ausgeblendet werden.

In HTML5-Videos ist es nun außerdem möglich, die Abspielgeschwindigkeit per Kontextmenü durch den Benutzer oder per API durch die Webseite zu ändern.

SocialAPI-Dienste über Add-ons-Manager verwalten und weitere Verbesserungen

Auch Mozillas SocialAPI hat weitere Verbesserungen erhalten. So können SocialAPI-Erweiterungen ab sofort über den Add-on-Manager aktiviert und auch deinstalliert werden. Dazu wurde Firefox dahingehend vorbereitet, solche Erweiterungen künftig über addons.mozilla.org herunterladen zu können. Dazu stehen ab Firefox 22 mit MSN Now, CliqZ und für japanische Firefox-Nutzer Mixi weitere SocialAPI-Erweiterungen bereit.

Verbesserungen in Bezug auf Plugins

Auch in Bezug auf Plugins gibt es Verbesserungen, so werden Plugin-Einstellungen nicht länger in der Datei pluginreg.dat gespeichert, womit sich unter Umständen selbst wieder aktivierende Plugins oder das Zurücksetzen der Click-to-Play-Einstellung auf Seitenbasis bei Plugin-Updates der Vergangenheit angehören sollten. Bei Plugins, welche per Blockliste von Mozilla auf Click-to-Play gesetzt worden sind, führt ein Klick auf den entsprechenden Platzhalter aus Sicherheitsgründen nicht mehr direkt das Plugin aus, sondern öffnet das Panel in der Adressleiste, um eine explizite Bestätigung durch den Benutzer zu fordern. Außerdem zeigt die Seite about:plugins nun wieder den Installationspfad der installierten Plugins an, diese Funktion war in Firefox 21 defekt. Der Schalter plugin.expose_full_path muss hierfür nicht mehr auf true stehen, sondern kann auf false stehen bleiben. Mit Firefox 24 gibt es diesen Schalter nicht länger.

3D-Spiele im Browser: asm.js-Compiler OdinMonkey unterstützt hochperformante Anwendungen

asm.js ist für Code ausgelegt, welcher über Compiler wie Emscripten oder Mandreel in JavaScript übersetzt worden ist, und soll die Ausführung von JavaScript spürbar beschleunigen können. Es handelt sich dabei um ein Subset von JavaScript, womit ein asm.js geschriebener Code auch von JavaScript-Engines ausgeführt werden kann, welche asm.js nicht unterstützen. Dafür optimierte Engines sollen allerdings JavaScript deutlich schneller ausführen und entsprechender Code ungefähr halb so schnell wie in C oder C++ geschriebener Code sein, womit die JavaScript-Performance vergleichbar mit C# respektive Java sein soll. Mit OdinMonkey ist der entsprechende Compiler in Firefox 22 gelandet.

Weitere Performance-Verbesserungen

Verbessert wurde außerdem der Speicherbedarf von Grafiken und die Zeit, welche es braucht, diese zu rendern, unter anderem durch Multithreading beim Dekodieren der Bilder. Auch das Scrollen auf manchen modernen Touchpads soll sich nicht mehr so langsam anfühlen. Ebenfalls verbessert wurde die Startzeit, wo man bis zu 10% schneller im Vergleich zur Vorversion sein möchte, und die WebGL Rendering-Performance. Die Skia-Grafikbibliothek wird durch OpenGL jetzt außerdem hardwarebeschleunigt.

Entwickler-Werkzeuge mit zweitem Theme, Schriftarten-Ansicht & neuem Performance-Tool

Die Entwickler-Werkzeuge von Firefox haben mit Version 22 wieder einmal zahlreiche Verbesserungen erhalten. So ist es ab sofort möglich, über about:config anstelle des hellen Themes ein dunkles Theme für den Inspektor einzustellen. Dazu muss der Schalter devtools.theme von light auf dark umgestellt werden. Ab Firefox 23 wird dies einfacher gehen – dann gibt es in den Entwickler-Werkzeugen ein Einstellungs-Panel, über welches sich diverse Einstellungen vornehmen lassen, darunter auch die Wahl des Themes. Die Entwickler-Werkzeuge waren bislang immer am unteren Fensterrand angedockt oder konnten als eigenständiges Fenster losgelöst werden. Als dritte Möglichkeit können die Entwickler-Werkzeuge jetzt am rechten Fensterrand angedockt werden. Beim Loslösen der Werkzeuge als eigenständiges Fenster wird in dessen Titelleiste außerdem die Domain des Tabs angezeigt, zu welchem diese Instanz der Werkzeuge gehört.

Die Web-Konsole öffnet beim Klicken auf den Dateinamen bei JavaScript-Fehlern nicht länger die Quelltext-Ansicht, sondern die entsprechende Stelle mit dem Debugger von Firefox und hat eine optisch leicht verbesserte Autovervollständigung erhalten. Optisch überarbeitet wurde auch der Debugger, welcher die verschiedenen Skripte einer Webseite nun auf der linken Seite untereinander anzeigt.

Eine weitere optische Verbesserung betrifft die Funktion Bildschirmgrößen testen. Die Scrollleisten werden in diesem Modus jetzt wie auf einem mobilen Gerät angezeigt. Außerdem gibt es hier nun einen Button zum Schließen dieser Ansicht.

Der Inspektor zum Untersuchen von Elementen einer Webseite hat ein neues Panel in der Sidebar erhalten, um die verwendeten Schriftarten zu untersuchen. Hier findet sich neben dem Namen der Schriftart und dem im CSS verwendeten Namen auch eine Information darüber, ob es sich um eine auf dem System installierte Schrift handelt oder gegebenenfalls die URL zur Schriftart, und außerdem der @font-face CSS-Code. Des Weiteren gibt es hier eine Vorschau in dieser Schrift, welche sich in einen beliebigen Text ändern lässt. Das Suchfeld des Inspektors hat außerdem eine Autovervollständigung für Elemente erhalten.

Verbesserungen gab es auch beim Stilbearbeitungs-Panel, welches jetzt auch Stylesheets anzeigt, welche per @import eingebunden werden. Außerdem warnt Firefox ab sofort beim Verlassen einer Seite, wenn CSS-Änderungen vorgenommen wurden, damit man diese im Falle eines versehentlichen Verlassens der Seite noch sichern kann.

Ein neues Feature hört auf den Namen Paint Flashing. Dieses markiert Bereiche einer Webseite jedes Mal farbig, wenn die Rendering-Engine von Firefox diese neu zeichnet. Dieses Feature kann bei der Performance-Optimierung von Webseiten helfen, da ein unnötiges Neuzeichnen von Bereichen vermieden werden sollte. Dieses Werkzeug kann auch über die Entwickler-Toolbar (Shift + F2) gesteuert werden. Hier gibt es außerdem nun ein Kommando für den JavaScript-Profiler und pref show zeigt neben dem Wert des about:config-Schalters ab sofort auch nochmal den Namen des Schalters in der Ausgabe an.

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Sonstige Neuerungen

Plaintext-Dateien hatten bislang bei der Betrachtung in Firefox das Problem, dass die Zeilen nicht umgebrochen wurden, ab Firefox 22 werden die Zeilen umgebrochen. Über about:config kann das alte Verhalten wieder eingestellt werden, indem der Schalter plain_text.wrap_long_lines per Doppelklick auf false geschaltet wird. Seit Firefox 18 kann Firefox Bilder in einer deutlich besseren Qualität herunterskalieren. Der High-Quality-Skalierer wird nun auch zum Hochskalieren benutzt, solange die als image.high_quality_upscaling.max_size festgelegte Zahl nicht an Speicherbedarf überschritten wird.

Bei Benutzung des Vollbildmodus und dem anschließenden Auswählen eines anderen Monitors bei der Verwendung mehrerer Bildschirme wurde der Vollbildmodus bislang verlassen, nun beendet Firefox diesen nicht mehr automatisch. Außerdem ist die Unterstützung für die Font-Technologie Graphite2 standardmäßig aktiviert worden.

Unter Windows folgt Firefox auf HiDPI-Bildschirmen den Skalierungs-Einstellungen des Betriebssystems, was zu einer größeren Text-Darstellung auf diesen Bildschirmen führen kann. Geändert kann dies werden, indem über about:config der Wert von layout.css.devPixelsPerPx von -1.0 auf 1.0 geändert wird. Auf HiDPI-Systemen mit OS X werden in den Tabs nun hochauflösende Favicons verwendet, sofern vorhanden. Außerdem wird der Download-Fortschritt auf OS X nun im Firefox-Symbol im Dock angezeigt. Dazu kommen wie immer diverse Verbesserungen an Mozillas integriertem PDF-Betrachter, Plattform-Fixes und behobene Sicherheits-Lücken.

Firefox Flicks 2013: Gewinner der 2. Early Entry Awards-Runde

Seit Februar läuft zum dritten Mal Mozillas internationaler Kurzvideo-Wettbewerb Firefox Flicks, welcher Firefox-Fans und Filmemacher dazu einlädt, einen kurzen Videospot zu erstellen. In diesem Jahr steht Firefox Flicks unter dem Motto “Mobilisieren Sie sich”. Die Gewinner der 2. Early Entry Awards-Runde stehen nun fest. Der Gewinner kommt aus Deutschland.

Mozillas Film-Wettbewerb geht mit großen Schritten dem Ende entgegen. Am 31. Juli 2013 ist bereits die finale Deadline zur Einreichung eigener Videos, um tolle Preise zu gewinnen. In diesem Jahr gibt es außerdem drei Chancen, durch eine frühe Teilnahme abzuräumen und dadurch 1.000 $ zu erhalten. Die erste Chance ist bereits vorbei und die Gewinner stehen auch schon fest. Und nun sind auch die Gewinner der 2. Runde bekannt. Teilnahme-Ende für die 3. Runde ist bereits der 03. Juli!

Die drei Gewinner der 2. Early Entry Awards-Runde in aufsteigender Reihenfolge:

Platz 3: From Dream To Reality (Großbritannien):

Auf firefoxflicks.mozilla.org ansehen

Platz 2: My phone, my thing, my everything (Frankreich):

Auf firefoxflicks.mozilla.org ansehen

Platz 1: Be Part of It – Get Mobilized (Deutschland):

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Johnathan Nightingale: 64-Bit-Version für Windows nur eine Frage der Zeit

Eine 64-Bit-Version von Firefox für Windows gibt es bislang nicht und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern. Dass diese Absage von Mozilla keine Absage für die Ewigkeit war, macht Mozillas Johnathan Nightingale in einem aktuellen Interview noch einmal deutlich.

Ende des vergangenen Jahres hat Mozillas Engineering Manager Benjamin Smedberg klargestellt, dass 64-Bit-Versionen für Windows im Jahr 2013 kein Thema für Mozilla sind. Zwar werden entgegen der ursprünglichen Planung weiter 64-Bit-Builds produziert, doch als Tier-3-Plattform steht diese Version nicht sonderlich hoch auf der Prioritätenliste von Mozilla. Johnathan Nightingale ist Mozillas Vice President of Firefox Engineering und damit verantwortlich für die Teams, welche Firefox für den Desktop und Firefox für Android entwickeln. Er hat in einem Interview mit PC Welt erklärt, dass es keine Frage des obs, sondern nur eine Frage des wanns sei, wann Mozilla eine 64-Bit-Version von Firefox für Windows veröffentlichen wird.

„Wir haben uns vor einigen Jahren den Markt angeschaut und entschieden, dass 64-Bit zu dieser Zeit keinen Sinn ergeben hätten. Eine 64-Bit-Version braucht etwas mehr Speicher, es gab keinen guten Plugin-Support. Zu dieser Zeit gab es keine Flash- und keine Java-Unterstützung für 64-Bit oder nur sehr experimentelle Versionen. Es wäre sehr aufwändig gewesen, 64-Bit zu unterstützen, hätte aber nur wenige Vorteile gebracht.

Heutzutage gibt es 64-Bit-Versionen dieser Plugins, das ist ein gutes Zeichen. Und wir sehen tatsächlich deutliche Performance-Verbesserungen mit 64-Bit. Einige unserer Gaming-Optimierungen profitieren davon. Wir erwarten nicht sofort 64-Bit-Release-Versionen, aber ich denke, viele Dinge, die uns dabei im Weg standen, sind heute kein Problem mehr. Heute ist also eher die Frage, wann wir eine 64-Bit-Version herausbringen und nicht ob.

Das komplette Interview (mit deutschen Untertiteln) kann online auf pcwelt.de angesehen werden. Dort erklärt Nightingale unter anderem auch, wieso er den Release-Zyklus mit sechswöchentlichen Veröffentlichungen von Firefox für eine definitiv gute Entscheidung hält, und spricht über den morgigen Firefox 22-Release.

Knight-Mozilla: Bewerbungsphase für OpenNews Fellowship 2014 startet

Bei OpenNews handelt es sich um ein Projekt von Mozilla und der Knight Foundation mit dem Ziel, dem Journalismus im offenen Web zum Erfolg zu verhelfen. Das Projekt befindet sich in seinem dritten Jahr, die Bewerbungsphase für Fellowships in 2014 ist nun offen.

Knight-Mozilla ist eine Kooperation von Mozilla und der Knight Foundation. Bei der Knight Foundation handelt es sich um eine Stiftung, die Projekte fördert, welche dem Journalismus zu mehr Qualität verhelfen und Medien-Innovationen voranbringen. Außerdem setzt sich die Stiftung weltweit für die Rechte von Journalisten ein. Knight-Mozilla sucht für OpenNews fünf Entwickler und Technologen, welche zehn Monate lang zusammen mit Reportern, Designern und anderen Entwicklern zusammenarbeiten wollen. Gemeinsam sollen Open Source-Lösungen geschaffen werden, welche Probleme bezüglich Nachrichten lösen. Die zehnmonatige Zusammenarbeit wird natürlich auch bezahlt, weitere Informationen dazu gibt es auf dieser Seite. Zu den News-Partnern 2014 gehören The New York Times, ProPublica in New York, The Texas Tribune in Austin, La Nacion in Buenos Aires und Ushadidi und Internews Kenya in Nairobi. Bewerbungen werden ab sofort entgegengenommen, Bewerbungsschluss ist der 17. August.

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Firefox für Linux kann ab Version 24 MP3, AAC und H.264 ohne Plugin abspielen

Mozilla erzielt Fortschritte mit der Unterstützung der proprietären Medien-Codecs MP3, AAC und H.264. Ab sofort benötigen auch Linux-Nutzer kein Plugin zur Wiedergabe dieser Codecs mehr.

Zur Wiedergabe von MP3, AAC und H.264 wird normalerweise ein separates Plugin benötigt. Seit Version 20 kann Firefox Mobile für Android diese Formate nativ wiedergeben, mit Firefox 21 kam die Unterstützung durch Windows 7 und Windows 8 dazu, mit dem am kommenden Dienstag erscheinenden Firefox 22 wird Windows Vista folgen. Und auch Firefox OS 1.0 kann diese Formate wiedergeben. Mit Firefox 24 kommt dann auch Linux dazu – zunächst standardmäßig noch deaktiviert, aber endlich nutzbar. Die Unterstützung für Mac OS X wird folgen, einen Zeitplan hierfür gibt es allerdings nicht.

Da es sich dabei um keine freien Codecs handelt, kann Mozilla diese nicht direkt mit Firefox ausliefern. Stattdessen bedient man sich an den auf dem Betriebssystem vorhandenen Codecs, im Falle von Windows über das Media Foundation Framework, bei Linux über GStreamer.

Firefox 24 ist derzeit als Nightly Version erhältlich. Interessierte können sich die Version herunterladen und anschließend über about:config den Schalter gstreamer.enabled per Doppelklick auf true schalten. Dann können Audio-Dateien mit MP3- oder AAC-Codec sowie Video-Dateien mit H.264-Codec von Firefox abgespielt werden, ohne dass ein Plugin hierfür installiert sein muss.

Daala: Xiph.org und Mozilla entwickeln freien Video-Codec

Mit Opus haben unter anderem die Xiph.org Foundation, Mozilla und Skype bereits gemeinsam einen freien Audio-Codec entwickelt. Nun arbeiten unter anderem Xiph.org und Mozilla an einem freien Video-Codec, welcher auf den Namen Daala hört.

Vor knapp einem Jahr wurde der Audio-Codec Opus fertiggestellt und von der Internet Engineering Task Force (IETF) standardisiert, womit es sich bei Opus seit dem um einen offiziellen Standard für das Web handelt. Mit Daala arbeitet man an einem freien Video-Codec in Konkurrenz zum nicht-freien H.265 und Googles VP9, bei welchem bislang noch unklar ist, ob Patent-Ansprüche von Nokia verletzt werden.

Christopher Montgomery bezeichnet Daala als Codec der nächsten Generation und erklärt, dass aktuelle Codecs, auch Googles VP9, lediglich inkrementelle Verbesserungen des 25 Jahre alten H.261 seien. Dabei würden zwar noch Verbesserungen mit relativ geringem Risiko erzielt werden können, allerdings steige die für die Verbesserungen benötigte Rechenleistung exponentiell. Mit Daala wagt man ein neues Codec-Design und setzt zahlreiche neuartige Techniken ein. Dazu ist Daala frei von Patenten. Technische Details können der Seite von Xiph.org entnommen werden.

Die Entwicklung von Daala steht noch relativ am Anfang, so dass noch nicht abzusehen ist, wann die Arbeiten an der ersten Version des Codecs abgeschlossen sind und wann Firefox und andere Browser diesen Codec unterstützen werden. Zumindest soll es aber bereits einen ersten Prototyp für einen Encoder und Decoder geben. Wie bei Opus wird eine Standardisierung durch die IETF angestrebt.

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