Firefox Launcher: Mozilla stellt Launcher für Android vor

Mozilla erweitert sein Portfolio um ein neues Produkt für Android: Gemeinsam mit EverythingMe hat man den Firefox Launcher vorgestellt – einen Launcher für Android, welcher sich deutlich von anderen Android Launchern unterscheidet – und mit Firefox Mobile gebündelt ist.

Der Dienst EverythingMe ist in der Mozilla-Welt nicht unbekannt; Mozilla investierte in diesen Dienst, das eigene Betriebssystem Firefox OS kommt mit fester Integration von EverythingMe, der sogenannten adaptiven Suche. Doch auch Android ist ein wichtiger Markt für Mozilla und so hat man die Zusammenarbeit intensiviert und nun eine erste Vorschau auf den sogenannten Firefox Launcher präsentiert.

Beim Firefox Launcher handelt es sich um den nun in der finalen Version erschienenen EverythingMe Launcher, welcher mit Firefox Mobile gebündelt wird. Das Besondere am EverythingMe Launcher ist, dass es sich um einen stark personalisierten und automatisierten Launcher handelt, welcher Apps nach ihrem Kontext gruppiert, sich an die Gewohnheiten des Nutzers anpasst und auch Vorschläge auf Grundlage des aktuellen Ortes und der Uhrzeit macht. Dabei durchsucht die Suchfunktion des Launchers nicht nur die Kontakte und installierte Apps, sondern sucht auch im Web nach passenden Inhalten. Der Hintergrund des Launchers passt sich dabei dem entsprechenden Suchbegriff an. Legt der Nutzer eigene Ordner mit Apps an, werden automatisch weitere ähnliche Apps vorgeschlagen. Widgets für beispielsweise News, Wetter oder auch Karten zeigen direkt entsprechende Inhalte an.

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Eine Beta-Version des Firefox Launchers ist noch nicht verfügbar, Mozilla hat aber bereits einen Screenshot veröffentlicht, welcher das neue Produkt zeigt.

Delicious & Saavn: Neue Social Provider für Firefox

Mit Firefox 17 hat Mozilla die sogenannte SocialAPI in Firefox eingeführt – eine Schnittstelle, über welche es Drittanbietern möglich ist, Funktionen des jeweiligen Dienstes direkt aus Firefox heraus zu nutzen. Die bekannteste Integration dürfte dabei die von Facebook sein. Nun gibt es mit Delicious und Saavn zwei weitere Dienste.

Wer keine Neuigkeit von Facebook verpassen, Seiten mit seinen Freunden teilen oder von jedem Tab im Browser aus die Möglichkeit haben möchte, mit seinen Facebook-Kontakten zu chatten, integriert über die SocialAPI von Firefox den Messenger für Firefox. Genauso gibt es auch Integrationen von Cliqz, Mixi in Japan und Weibo in China. Auch Microsoft war mit MSN Now dabei. Da dieser Dienst aber mittlerweile eingestellt wurde, gibt es damit auch entsprechende Firefox-Integration nicht mehr.

Nun kommen zwei weitere Dienste dazu. Freunde des Social Bookmarkings freuen sich über eine Integration von Delicious. Delicious erlaubt das online Anlegen von Lesezeichen. Diese können mit Tags versehen sowie kommentiert und außerdem öffentlich geteilt werden. Saavn ist ein kostenfreier Streaming-Dienst für indische Musik und Bollywood-Songs. Deren SocialAPI-Erweiterung ermöglicht das Entdecken und Teilen von Musik dieses Dienstes.

Mozilla veröffentlicht Firefox 27, Firefox Mobile 27, Firefox ESR 24.3 und Thunderbird 24.3

Sechs Wochen sind wieder rum, Zeit für neue Firefox- und Thunderbird-Versionen. Mozilla veröffentlicht Firefox 27, Firefox Mobile 27, Firefox ESR 24.3 sowie Thunderbird 24.3.

Mozilla hat heute planmäßig neue Versionen von Firefox und Firefox Mobile veröffentlicht. Die Updates werden wie immer allen Nutzern insbesondere aufgrund der geschlossenen Sicherheitslücken nahegelegt. Konkret veröffentlicht Mozilla Firefox 27.0 für Windows, OS X und Linux sowie Firefox Mobile 27.0 für Android. Außerdem wird in Kürze Firefox ESR 24.3 sowie der E-Mail-Client Thunderbird in der Version 24.3 erscheinen.

Mozillas statt Googles Geolokalisierungs-Dienst in Firefox nutzen

Für die Bestimmung der Position greift Firefox standardmäßig auf die Geolocation-API von Google zurück. Mozilla arbeitet allerdings seit Ende des vergangenen Jahres an einem eigenen Geolokalisierungs-Dienst. Über eine Einstellung kann dieser anstelle des Dienstes von Google genutzt werden.

Webseiten können – die ausdrückliche Erlaubnis des Benutzers vorausgesetzt – die aktuelle Position des Benutzers abfragen. Standardmäßig kommt hierfür in Firefox die Geolocation-API von Google zum Einsatz. Mozilla arbeitet seit Ende des vergangenen Jahres an einem eigenen Geolokalisierungs-Dienst, welcher sich vor allem durch Offenheit und einen besonderen Schwerpunkt auf Privatsphäre auszeichnen soll.

Da das Ganze ein Crowdsourcing-Projekt ist, benötigt Mozilla Mithilfe: Android-Nutzer werden gebeten, die MozStumbler-App zu installieren und mit aktiviertem MozStumbler Positionsdaten zu sammeln und an Mozilla zu senden. Am Ende ist jeder Geolokalisierungs-Dienst schließlich nur so gut wie seine Daten. Da das ganze Projekt noch relativ jung ist, sind natürlich noch längst nicht alle Orte abgedeckt, so dass weiterhin Daten benötigt werden. In größeren Städten stehen die Chancen allerdings gut, dass Mozillas Geolocate-API den Aufenthaltsort bereits erkennt.

Wer statt der Geolocation-API von Google lieber Gebrauch von den Daten des Mozilla-Dienstes machen möchte, kann dies ganz einfach über about:config umstellen. Dazu muss man nach dem Schalter geo.wifi.uri suchen und den Wert per Doppelklick ändern, nämlich auf https://location.services.mozilla.com/v1/geolocate?key=nightly, wobei die Zeichenkette hinter ?key= beliebig ist. Vorausgesetzt wird mindestens Firefox 24.

Firefox 29: Neue Themes für Entwickler-Werkzeuge

Firefox 29 wird die Firefox-Version mit frischen Designs: Australis-Design, neues Sync mit neuem optischen Anstrich und auch die Entwicklerwerkzeuge wurden optisch überarbeitet – diese haben sogar zwei Themes, zwischen welchen der Nutzer beliebig umschalten kann: ein helles und ein dunkles.

Dass Firefox voraussichtlich mit Firefox 29 ein neues Design erhalten wird, welches auf den Namen Australis hört, das dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Vielleicht auch, dass Firefox 29 mit einem neuen Sync kommt, dessen Einrichtungsprozess deutlich vereinfacht und moderner gestaltet wurde. Was aber noch eher unbekannt sein dürfte, das ist die Tatsache, dass auch die Entwicklerwerkzeuge in Firefox 29 optisch überarbeitet wurden.

Genau genommen ändert sich das optische Erscheinungsbild bereits mit Firefox 28 leicht. Offensichtlich wird es dann aber mit Firefox 29. Insgesamt lassen sich die Änderungen dahingehend beschreiben, dass alles ein wenig flacher ist – denn Flat UI ist ja modern -, kleinere farbliche Verbesserungen, auch für HiDPI-Bildschirme optimierte Icons fallen positiv auf. Die größten Veränderungen erhält aber das helle Design – Ja, die Entwicklerwerkzeuge haben sowohl ein helles als auch ein dunkles Design und der Nutzer kann jederzeit in den Einstellungen zwischen beiden wechseln. Bislang war auch das helle Design von viel Dunkelheit geprägt, denn das Gerüst um das aktive Werkzeug war immer dunkel. Ab Firefox 29 handelt es sich bei dem hellen Theme wirklich um ein helles Theme und erscheint daher ganz anders als noch in Firefox 28.

Ob das helle Design das Standard-Design der Entwicklerwerkzeuge in Firefox 29 bleibt oder es das dunkle wird, das ist noch nicht entschieden. Schreibt doch in den Kommentaren, welches euch besser gefällt. Abschließend ein Rundgang sowohl durch das dunkle als auch durch das helle Design, im Vergleich zwischen Firefox 27 und Firefox 29.

Design-Evolution Firefox 27 bis Firefox 29


Das alte und neue dunkle Theme

Das alte und neue helle Theme

Neues Firefox Sync mit Firefox Accounts ab sofort im Nightly aktiviert

Mozilla arbeitet derzeit mit Hochdruck an einer neuen Version von Firefox Sync, um Lesezeichen, Chronik, Tabs, Passwörter, Einstellungen und Add-ons zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Die Anmeldung erfolgt dabei per E-Mail-Adresse und Passwort, den sogenannten Firefox Accounts.

Mozilla hat das neue auf Firefox Accounts basierende Sync für Nutzer der Nightly-Versionen von Firefox für den Desktop und Firefox Mobile für Android aktiviert. Schluss mit Pairing-Codes oder Wiederherstellungsschlüsseln; das Anmelden und Hinzufügen neuer Geräte funktioniert nun ganz einfach mittels E-Mail-Adresse und Passwort. Neues Protokoll, neuer Anmeldeprozess, das Ganze verpackt in moderner Optik und integriert in das neue Australis-Menü.

Sync 1.5 steht allen noch nicht Sync nutzenden Firefox-Nutzern ab Version 29 zur Verfügung. Bestehende Sync-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden oder stellen manuell auf das neue Sync um. Dazu müssen sie in ihre Sync-Einstellungen gehen und den Link mit der Aufschrift Dieses Gerät trennen drücken. Anschließend können sie einen Firefox Account einrichten und diesen zur Synchronisation nutzen.

Das alte und das neue Sync sind nicht zueinander kompatibel, das heißt, alle miteinander zu synchronisierenden Geräte müssen entweder das alte oder das neue Sync nutzen, eine Mischung aus beidem ist nicht möglich.

Bestehende Sync-Nutzer können ihr altes Sync noch eine begrenzte Dauer weiternutzen. Dem alten Sync-Account weitere Geräte hinzuzufügen ist allerdings nicht mehr möglich. Nach derzeitiger Planung soll das alte Sync mit Firefox 31 komplett ersetzt werden.

Australis schafft den Sprung in Firefox Aurora, Beta noch unklar

Was lange währt, wird endlich gut, so heißt es und so trifft es auch auf das kommende Australis-Design von Firefox zu. Australis hat bereits einige Verschiebungen hinter sich und bis vor wenigen Stunden war noch unklar, ob Australis dieses Mal den Sprung in die Aurora-Version von Firefox schaffen wird. Die Entscheidung ist dieses Mal positiv ausgefallen. Ob es Australis auch in die Betaversion von Firefox 29 schaffen wird, das wird erst in sechs Wochen, auch wieder quasi in der letzten Minute, entschieden.

Mozilla erreicht einen wichtigen Meilenstein mit dem Projekt Australis. Bis vor wenigen Stunden stand Australis für Aurora noch auf der Kippe, doch nun ist die Entscheidung positiv ausgefallen: Australis wird in der Aurora-Version von Firefox 29 ausgeliefert werden. Dennoch steht Mozilla eine Menge Arbeit bevor und so wird Australis noch eine signifikante Menge an Verbesserungen erhalten, welche nicht nur in der Nightly-, sondern auch in der Aurora-Version von Firefox landen wird.

Ob Australis dann am 17. März den Weg in die Beta-Version von Firefox 29 finden oder auf Firefox 30 verschoben wird, das wird je nach Stand der Dinge kurz vorher entschieden. Ein sogenannter Backout eines so großen Projektes stellt ein erhebliches Risiko dar, weswegen Mozilla in jedem Fall eine Auslieferung in Firefox 29 anstrebt, aber genau wie jetzt auch wird man vorbereitet sein und einen Parallel-Zweig zu Aurora ohne Australis pflegen, entsprechend dem Holly-Zweig parallel zur Nightly-Version, welcher nach Erscheinen der Aurora-Version nicht länger gepflegt wird. Ob die derzeit rund 150 Holly-Nutzer dann ein Update auf das entsprechende Aurora-Pendant erhalten werden, steht noch nicht fest. Genauso steht noch nicht fest, ob Aurora-Nutzer bereits die interaktive Einführungstour in das neue Design sehen werden, welche noch nicht bereit für eine Auslieferung ist.

TCL Alcatel plant Update auf Firefox OS 1.3

Gestern wurde bekannt, dass TCL Alcatel kein Update auf Firefox OS 1.2 ausliefern wird. Ich hatte es in einer Richtigstellung der Berichterstattung anderer Medien bereits angedeutet, nun hat es Mozilla bestätigt: Das Alcatel One Touch Fire wird direkt von Firefox OS 1.1 auf Firefox OS 1.3 gehen.

Die Meldung verbreitete sich gestern wie ein Lauffeuer – das Alcatel One Touch Fire wird kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten. Sofort wurde das Projekt Firefox OS für gescheitert erklärt. Ich hatte direkt einige Falschaussagen anderer Medien korrigiert und bereits angedeutet, dass es einige Hersteller wohl in Betracht ziehen, direkt von Firefox OS 1.1 auf Firefox OS 1.3 zu gehen, und in einem internen Bereich des Firefox OS Community Launch Teams nachgehakt, was der Stand bezüglich des Alcatel-Updates ist.

Das Alcatel One Touch Fire wird zwar kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten, dafür aber auf Firefox OS 1.3 – diese Version ist allerdings noch nicht fertiggestellt und wird bald an die Hersteller gehen. Bis das Update auf den Geräten der Kunden ist, dauert es dann natürlich noch ein bisschen länger.

Diese Information wurde vor wenigen Minuten von Mozillas Media Relations Manager Justin O’Kelly auf eben jene Nachfrage bestätigt.

Richtigstellung zur Berichterstattung über das Alcatel One Touch Fire und Firefox OS Updates

Das Alcatel One Touch wird kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten – diese Meldung hat gestern die Runden durch die IT-Medienlandschaft gemacht. In diesem Zusammenhang wurden auch Falschaussagen verbreitet, die an dieser Stelle richtiggestellt werden sollen.

Auf einigen Seiten war gestern zu lesen, dass das Alcatel One Touch Fire kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten wird. So richtig diese Meldung auch ist, so falsch sind leider einige andere Aussagen, welche in diesem Zusammenhang über Firefox OS getroffen wurden.

Kein Update auf Firefox OS 1.2

Anlass für die Berichterstattung ist die folgende Aussage eines Mitarbeiters des Alcatel-Kundendienstes bezüglich eines Updates des Alcatel One Touch Fire auf Firefox OS 1.2:

Sorry that we have no plan to upgrade Alcatel One Touch Fire to Firefox 1.2

Dass diese Aussage der Wahrheit entspricht, das wurde in einer Mailingliste von Thomas Ho, Director of Product and Project Management, Mobile Devices Mozilla Taiwan, bestätigt:

It’s been confirmed that there won’t be a 1.2 upgrade, but Mozilla is encouraging TCL/Alcatel to provide 1.3 upgrade

Das Alcatel One Touch Fire wird also kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten. In Insiderkreisen heißt es, dass die Hersteller generell Firefox OS 1.2 überspringen und direkt auf Firefox OS 1.3 gehen werden. Lediglich ZTE wird in der mir vorliegenden Aussage ausgeklammert, weil man von ZTE noch keine Information darüber hätte. Also am Ende viel Wirbel um Nichts, weil sich TCL Alcatel in diesem Punkt gar nicht viel von den anderen Herstellern unterscheidet? Man wird sehen, wie es kommt.

Das wirklich Bedenkliche daran ist die Art der Berichterstattung einiger Seiten über dieses Thema. Über ein Thema wie dieses könnte man wunderbar seriös berichten. Darstellung der Fakten, vielleicht noch eine persönliche Meinung, Artikel abgehakt. In der Realität wird es an dieser Stelle erst spannend. Heise schreibt ein wirklich wunderbares Drehbuch, spricht von einem wirtschaftlichen Totalschaden und besonderer Dramatik, dramatisch ist dabei vor allem deren Darstellung der Tatsachen.

Falschaussage 1: Mozilla hält sein Versprechen der dreimonatigen Updates nicht

Da wird dann Mozilla zum Vorwurf gemacht, sie würden ihr Versprechen der dreimonatigen Updates nicht einhalten. Klammern wir Firefox OS 1.0 einmal aus, diese Version wurde Anfang 2013 veröffentlicht, die ersten Endkundengeräte mit Firefox OS gingen im Juli 2013 in den Verkauf. Mozilla hat im Juli versprochen, in Zukunft alle drei Monate einen neuen Feature-Release zu veröffentlichen. Es benötigt weniger als eine Minute Recherche, um herauszufinden, dass Mozilla am 21. Oktober 2013 Firefox OS 1.1 veröffentlicht hat und am 9. Dezember Firefox OS 1.2. Das macht seit der Ankündigung bis Version 1.1 etwa drei Monate und von Version 1.1 auf Version 1.2 etwa zwei Monate. Herausfinden lässt sich dies unter anderem, indem man einfach mal Google nach den Release Notes (1.1, 1.2) von Firefox OS fragt. Mozilla hat sein Versprechen also bereits gehalten, bevor das neue Modell galt, denn dieses geht eigentlich erst mit Firefox OS 1.2 los (Gecko 26, Gecko 28, usw., Firefox OS 1.0 und Firefox 1.1 basieren beide noch auf Gecko 18).

Nicht verwechseln darf man die folgende Tatsache: Die Veröffentlichung einer neuen Version von Firefox OS ist nicht gleichbedeutend mit der Auslieferung eines Updates auf den Mobiltelefonen der Kunden. Dies dauert natürlich länger und darüber hat Mozilla selbstverständlich keine Kontrolle. Positiv anzurechnen wäre Heise gewesen, dass sie zumindest darauf auch hinweisen, wenn sie diesen Nachtrag nicht erst hinzugefügt hätten, nachdem sie von mir darauf hingewiesen worden sind.

Falschaussage 2: Mozilla hat die Auslieferung von Firefox OS 1.2 immer weiter verschoben

Wie bereits festgestellt ist Firefox OS 1.2 bereits seit Anfang Dezember 2013 veröffentlicht. Auch die vermeintliche immer weitere Verschiebung ist also eine falsche Aussage. Firefox OS 1.2 basiert auf Gecko 26 und wurde pünktlich gemeinsam mit dem ebenfalls auf Gecko 26 basierenden Firefox 26 veröffentlicht. Von einer Verspätung kann also nicht die Rede sein, eher noch im Gegenteil, dem Datum in den Release Notes nach zu urteilen war Firefox OS sogar einen Tag schneller.

Falschaussage 3: Ein Termin von Firefox OS 1.3 wurde auch noch keiner genannt

Diese Behauptung entspricht ganz genau so wenig der Wahrheit. Wie bei Firefox sind Veröffentlichungen auch bei Firefox OS so sicher wie das Amen in der Kirche – alle zwei Firefox-Versionen erscheint eine neue Version von Firefox OS. Firefox OS 1.3 kann also gemeinsam mit Firefox 28 erwartet werden, die darauffolgende Version gemeinsam mit Firefox 30 und die nächste dann zusammen mit Firefox 32. Und die Termine von Firefox sind alle bekannt, damit auch von Firefox OS. Ansonsten bedarf es wieder nicht mehr als einer Minute Google, um hier zu landen – dort werden Termine für die nächsten fünf (!) Versionen genannt. Für Version 1.3 müssen eben zwölf Wochen addiert werden, weil es sich bei der Version um das Datum für den Feature Complete handelt, aber ein Geheimnis sind die Veröffentlichungstermine wirklich nicht. Maximal fünf Minuten Recherche im Vorfeld darf von einem wahrscheinlich bezahlten Redakteur doch erwartet werden, oder nicht?

Falschaussage 4: In der Mailingliste ist eine heftige Diskussion entbrannt

Gut, dass Heise darauf verzichtet hat, die Diskussion zu verlinken, denn ansonsten hätten das noch welche überprüfen können. Es geht dabei um diese und bereits weiter oben verlinkte Diskussion. Von einer heftigen Diskussion ist in diesen gerade einmal sieben Beiträgen nicht das Geringste zu entdecken.

Schlusswort

Nicht nur auf Heise, auch auf anderen Seiten liest man teilweise dieselben Dinge. Dass hier besonders auf Heise eingegangen wird, liegt einzig darin begründet, dass dieser Artikel ganz besonders fragwürdig ist und die anderen im negativen Sinn übertrifft. Damit bietet sich der Artikel am besten dafür an, die angesprochenen Falschaussagen klarzustellen. Ich sehe es als meine Aufgabe, bei Artikeln mit derartig inhaltlichen Defiziten die Dinge richtigzustellen, auch wenn es eigentlich Aufgabe der jeweiligen Seite wäre.

Update 30.01.2014: Mozilla hat im Falle des Alcatel One Touch Fire bestätigt, was ich bereits angedeutet hatte: Das Alcatel One Touch Fire wird zwar kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten, dafür aber auf Version 1.3.

TCL Alcatel plant Update auf Firefox OS 1.3

Firefox OS: Offizielle Spezifikationen und Bilder des Geeksphone Revolution

Geeksphone bringt mit dem Revolution ein neues Mittelklasse-Smartphone auf den Markt. Dieses ist leistungsstärker als die anderen bislang auf dem Markt erhältlichen Smartphones mit Firefox OS und wird anders als das Geeksphone Keon und Geeksphone Peak als Endkundengerät vermarktet und nicht als Gerät für Entwickler.

Den aufmerksamen Lesern dieses Blogs sind die meisten Spezifikationen des neuen Geeksphone Revolution bereits bekannt. Geeksphone hat nun die offiziellen Spezifikationen des Firefox OS-Android-Hybrid veröffentlicht, welche ich an dieser Stelle zusammenfasse und um weitere aus dem englischen und spanischen Forum bekannte Informationen ergänze.

Im Geeksphone Revolution arbeitet der Intel Atom Dual Core Prozessor Z2560 mit 1.6 GHz Taktfrequenz. Damit handelt es sich um das erste Firefox OS-Smartphone mit x86-Befehlssatz, alle anderen bislang auf dem Markt erhältlichen Geräte mit Firefox OS besitzen eine ARM-CPU. Arbeitsspeicher sind 1 GB LPDDR2 RAM verbaut, interner Speicher sind es 4 GB EMMC. Dieser kann um bis zu 32 GB per MicroSD-Speicherkarte erweitert werden. Das IPS Multitouch LCD-Display hat eine Größe von 4.7 Zoll und bietet qHD-Auflösung. Die Kamera kann Videos bei einer Framerate von 30 fps mit 1080p-Auflösung aufnehmen, die Hauptkamera löst mit acht Megapixeln auf, die Frontkamera mit 1.3 Megapixeln. Außerdem besitzt die Hauptkamera einen LED-Blitz. Die Kapazität des Lithium-Polymer-Akkus beträgt 2.000 mAh. Der Akku wird austauschbar sein, Geeksphone wird Akkus als Zubehör verkaufen.

Das Smartphone besitzt einen 3.5φ Audio Jack- sowie einen MicroUSB-Anschluss, es gibt einen Beschleunigungs-, Licht- und Näherungssensor sowie einen Kompass und AGPS, es werden die WLAN-Standards 802.11 b/g/n unterstützt, außerdem Bluetooth 3.0.

Unterstützt werden die Frequenzen HSPA / WCDMA: 2100/1900/900/850 MHz und GSM / GPRS / EDGE: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz. Die HSDPA-Geschwindigkeit beträgt bis zu 21 Mbps, in die Gegenrichtung (HSUPA) geht es mit bis zu 5,76 Mbps. Das Gerät besitzt die GPRS- / EDGE-Klasse 12. Die Abmessungen des Gerätes betragen 135 x 68.4 x 9.8 mm, als Simkarten-Format kommt Mini-SIM (2FF) zum Einsatz.

Auf dem Smartphone ist Android vorinstalliert, es kann aber jederzeit auf Firefox OS oder vice versa gewechselt werden; von Android auf Firefox OS per Over-the-Air-Update (OTA), von Firefox OS auf Android via Fastboot. Jedoch kann nur ein System gleichzeitig installiert sein, es handelt sich dabei nämlich um eine Multi OS-Lösung, aber um keine Dual Boot-Lösung. Das heißt auch, dass die Daten durch den Wechsel des Betriebssystems verloren gehen. Das Geelsphone Revolution kommt mit Android 4.2.2 und einer Vorabversion von Firefox OS 1.3.

Neue Bilder vom Geeksphone Revolution:

Update 23.02.2014: Nun stehen auch der Termin und der Preis des Geeksphone Revolution fest.

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